21. Juni 2010
Als Zähne bezeichnet man einen Teil des Kauapparats. Sie dienen zur Zerkleinerung der Nahrung.
Die Zähne gehören zum Kauapparat und dienen zur Zerkleinerung der Nahrung, wodurch diese auf die anschließende Verdauung im Verdauungstrakt vorbereitet wird.
Die Zähne sind sowohl am Oberkiefer als auch am Unterkiefer befestigt. Zusammengesetzt werden sie aus harten Substanzen wie Schmelz und Dentin. Diese werden aus Kollagen und Hydroxylapatit gebildet. In der Regel verfügt das residente menschliche Gebiss über 32 Zähne. Dabei unterscheidet man zwischen den vorderen Backenzähnen (Prämolaren), den hinteren Backenzähnen (Molaren), zu denen auch die Weisheitszähne gehören, den Schneidezähnen (Incisivi) sowie den Eckzähnen (Canini). Normalerweise kommen bei einem Erwachsenengebiss acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht vordere Backenzähne sowie zwölf hintere Backenzähne vor. Ein Milchgebiss verfügt dagegen nur über 20 Zähne.
Ein Zahn (Dens) wird in einen sichtbaren und einen nicht sichtbaren Abschnitt, der sich unterhalb der Mundschleimhaut befindet, unterteilt. Den sichtbaren Teil bezeichnet man als Zahnkrone. Der nicht sichtbare Teil ist der längere Teil des Zahns. Er besteht aus dem Zahnhals, der unter dem Zahnfleisch liegt und der Zahnwurzel. Diese wird durch den Zahnhalteapparat mit dem Kiefer verbunden. Während die Schneidezähne nur eine Wurzel haben, verfügen die Backenzähne über mehrere Wurzeln.
Überzogen wird die Zahnkrone (Corona dentis) von dem Zahnschmelz, bei dem es sich um eine reine Mineralschicht handelt. Der harte Schmelz sorgt für den Schutz des Zahns gegen schädigende Einflüsse von außen oder Abrieb. Zusammengesetzt wird der Zahnschmelz zu 95 Prozent aus Mineralien wie Kalzium und Phosphat, vier Prozent Wasser und ein Prozent organische Bestandteile wie Proteine. Durch die Zufuhr von Fluorid bei der Kariesprophylaxe kann die Remineralisation des Zahnschmelzes verbessert werden. Das Fluorid hat auch eine positive Wirkung auf den Plaquestoffwechsel.
Unter dem Zahnschmelz befindet sich das Dentin (Zahnbein), das sowohl den Kronen- als auch den Wurzelbereich und die Zahnpulpa umgibt. Zwischen dem Dentin im Schmelzbereich und dem Dentin im Pulpabereich gibt es strukturelle Unterschiede. Auch die Dentinkanälchen besitzen eine unterschiedliche Dichte und verfügen zum Teil über Nervenfortsätze. In der Nähe der Pulpa ist ihre Dichte besonders hoch. Zusammengesetzt wird das Zahnbein zu 70 Prozent aus Mineralien, 20 Prozent organischen Stoffen und 10 Prozent Wasser. Durch diese Bestandteile ist das Zahnbein weicher als der Zahnschmelz.
Am Übergang von der Zahnkrone zur Zahnwurzel (Radix dentis) befindet sich der Zahnhals (Cervix dentis). Dort beginnt auch das Zahnzement (Cementum). Dabei handelt es sich um mineralisiertes Bindegewebe, das die Oberfläche der Zahnwurzel bedeckt. Im Zahnzement befinden sich keinerlei Gefäße oder Nerven. Anatomisch wird der Zement auch nicht zum Zahn, sondern zum Zahnhalteapparat (Parodont) gezählt. Ebenfalls zum Zahnhalteapparat gehören das Bindegewebe, die Schleimhaut sowie der Knochen, der den Zahn umfasst.
Das Zahnorgan im Zentrum des Zahns in der Zahnhöhle (Cavitas dentis) bezeichnet man als Pulpa. Dort befinden sich Nervenfasern, Zellen und Blutgefäße. Räumlich wird zwischen Wurzel- und Kronenpulpa unterschieden. Organisch bilden allerdings beide eine Einheit. Gesunde Zähne mit einer intakten Pulpa reagieren auf Reize von außen, wie Kälte.
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