Zähne - Durch Abbeißen und Zermalmen von Nahrung leiten sie bereits die Verdauung ein

Als Zähne bezeichnet man einen Teil des Kauapparats. Sie dienen zur Zerkleinerung der Nahrung.

Zu den Bestandteilen des Zahns gehören Zahnschmelz, Zahnbein, Zahnmark und Wurzelzement

Das menschliche Gebiss

Die Zähne gehören zum Kauapparat und dienen zur Zerkleinerung der Nahrung, wodurch diese auf die anschließende Verdauung im Verdauungstrakt vorbereitet wird.

Die Zähne sind sowohl am Oberkiefer als auch am Unterkiefer befestigt. Zusammengesetzt werden sie aus harten Substanzen wie Schmelz und Dentin. Diese werden aus Kollagen und Hydroxylapatit gebildet.

In der Regel verfügt das residente menschliche Gebiss über 32 Zähne. Dabei unterscheidet man zwischen:

  1. den vorderen Backenzähnen (Prämolaren)
  2. den hinteren Backenzähnen (Molaren), zu denen auch die Weisheitszähne gehören
  3. den Schneidezähnen (Incisivi)
  4. den Eckzähnen (Canini)

Normalerweise kommen bei einem Erwachsenengebiss:

  • acht Schneidezähne
  • vier Eckzähne
  • acht vordere Backenzähne
  • zwölf hintere Backenzähne

vor. Ein Milchgebiss verfügt dagegen nur über 20 Zähne.

Grafik mit dem FDI-Zahnschema von Ober- und Unterkiefer
Grafik mit dem FDI-Zahnschema von Ober- und Unterkiefer

Funktion der Zähne

Abbeissen, zerkleinern und zermahlen als Hauptaufgaben der Zähne
Abbeissen, zerkleinern und zermahlen als Hauptaufgaben der Zähne

Zähne dienen zum

  • Abbeißen
  • Zerkleinern und
  • Zermahlen

von Lebensmitteln. Darüber hinaus spielen sie beim Menschen eine wichtige Rolle zur Bildung von bestimmten Lauten, wie dem S-Laut.

Echte und unechte Zähne

Echte Zähne (Dentinzähne) bestehen - wie dem Namen zu entnehmen ist - als Hauptbestandteil aus

  • Dentin
  • Zement
  • Schmelz (Enamelum) sowie
  • der Pulpa (Zahnmark).

Bei unechten Zähnen handelt es sich meist um Hornzähne, denen die Hartsubstanzen Dentin, Schmelz und Zement fehlen. Hornzähne sind zum Beispiel in der Speiseröhre und im Schlund von Lederschildkröten zu finden.

Den Grundtyp der Zähne stellen die primitiv wurzellosen Zähne dar, die bei Amphibien und Reptilien sowie Fischen vorkommen. Beim Menschen stellen unechte Zähne einen Zahnersatz in verschiedenen Arten dar.

Zahnbefestigung

Das Bindegewebe des Zahnhalteapparates wird als Wurzelhaut bezeichnet, welche ein zum Periost gehörendes Kollagen-Faserbündel ist, das in der Knochengrundsubstanz befestigt ist und die Verbindung zum Wurzelzement des Zahnes bildet. Die Wurzelhaut überbrückt den winzigen Spalt zwischen dem Zahnzement der Wurzel und der Wand des Zahnfachs - zudem ist der Zahn federnd an ihr befestigt.

Anatomie des Zahns grafisch dargestellt
Anatomie des Zahns grafisch dargestellt

Aufbau der Zähne

Jeder echte Zahn ist aus mehreren Schichten aufgebaut und besteht aus

  • einer Zahnwurzel
  • dem Zahnhals und
  • der Zahnkrone.

Bei gesunden Zähnen ist nur der Zahnschmelz zu sehen, der das innen liegende Zahnbein wie eine Glasur bedeckt. Das Zahnmark wird von dem Dentin umschlossen.

Die Wurzel wiederum wird bis zum Zahnhals von der Wurzelhaut und von Zahnzement umschlossen. Der nicht sichtbare Teil ist der längere Teil des Zahns.

Der Zahnschmelz (Enamelum)

Der Zahnschmelz ist die äußere Schicht der Zähne und umschließt das Zahnbein. Er ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers und besteht hauptsächlich aus Calcium und Phosphat.

Des Weiteren sind Magnesium, Proteine, Natrium und Fette an seinem Aufbau beteiligt. Der Zahnschmelz ist zum größten Teil anorganisch (kohlenstofffreie Verbindung), jedoch säurelöslich.

Zahnschmelz kann nicht nachgebildet werden und ist auch nicht von Nerven durchzogen, wodurch Karies am Zahnschmelz keine Schmerzen verursacht, solange er nicht bis zum Zahnmark durchdringt. Schmelzkaries kann durch häufige Gabe von Fluoriden und durch Ernährungslenkung remineralisiert werden.

Mögliche Probleme

Auf mechanischem Weg kann eine Verminderung des Schmelzes, zum Beispiel durch zu kräftiges und zu häufiges Bürsten bei der Zahnpflege, erfolgen. Ein Zahnhartsubstanzverlust kann durch säurehaltige Nahrungsmittel oder andere Säureeinwirkungen entstehen (Erosion).

Das Zahnbein (Dentin)

Das Zahnbein stellt die Hauptmasse des Zahns dar und wird vom Zahnschmelz umschlossen. Durch einen Prozess der Biomineralisation kann es, im Gegensatz zum Zahnschmelz, an der Grenzfläche zum Zahnmark lebenslang neu gebildet werden.

Zwischen dem Dentin im Schmelzbereich und dem Dentin im Pulpabereich gibt es strukturelle Unterschiede. Auch die Dentinkanälchen besitzen eine unterschiedliche Dichte und verfügen zum Teil über Nervenfortsätze.

Aufbau

Die Hartsubstanz beim Zahnbein besteht allerdings nur zu zwei Dritteln aus Calcium und Phosphat und ist aus diesem Grund auch weicher als der Zahnschmelz, wobei es trotzdem noch ein sehr beständiges organisches Material ist. Das Dentin ist knochenähnlich, besteht allerdings nur zu 20 Prozent aus organischen Bestandteilen (Kollagen und Wasser).

Bildung von Dentin

Die Odontoblastenkörper (dentinbildenden Zellen) liegen im Zahnmark und stehen in Verbindung mit freien Nervenendigungen. Nach dem Zeitpunkt der Bildung des Dentins werden drei Arten unterschieden:

  • Das primäre Dentin wird während der Zahnbildung gebildet.
  • Das Sekundärdentin ist in der Struktur gleich dem primären Dentin, wird lebenslang gebildet und engt im Laufe des Lebens die Höhe des Zahnmarks ein, wodurch die Sensibilität an den Zähnen reduziert wird.
  • Das Tertiärdentin (auch Reizdentin) unterscheidet sich histologisch von den beiden anderen Arten, da es sich nicht gleichmäßig im Bereich der Odontoblasten entwickelt, sondern durch einen Reiz (extern) gebildet wird, um das Zahnmark zu schützen.
Grafik von Zähnen mit Zahnfleisch und Halteapparat
Grafik von Zähnen mit Zahnfleisch und Halteapparat

Das Zahnmark (Pulpa)

Das Zahnmark, also das Innere des Zahns, wird von dem Zahnbein umschlossen und geschützt, da es mit Nervenfasern und Blutgefäßen durchzogen ist und den Zahn nährt. Das Zahnmark reicht von der Spitze der Zahnwurzel bis zur Zahnkrone.

Räumlich wird zwischen Wurzel- und Kronenpulpa unterschieden. Organisch bilden allerdings beide eine Einheit.

Aufbau

Bindegewebe, welches mit Nervenfasern sowie Blut- und Lymphgefäßen durchzogen ist, bildet den Hauptanteil des Zahnmarks. In den sehr feinen und mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Dentinkanälchen (Tubuli) setzen sich dentinbildende Zellen bis an die Schmelz-Dentin-Grenze fort.

Gesunde Zähne mit einer intakten Pulpa reagieren auf Reize von außen, wie Kälte; die Nervenfasern geben

  • überschwellige mechanische
  • chemische oder
  • thermische

Reize als Schmerzempfindung wieder.

Das Wurzelzement (Cementum)

Das Dentin wird im Wurzelbereich vom Wurzelzement bedeckt, womit es die äußere Hülle, im Bereich der Zahnwurzel, des Zahnes ist und somit auch die dritte Hartsubstanz des Zahnes darstellt.

Im Zahnzement befinden sich keinerlei Gefäße oder Nerven. Anatomisch wird der Zement auch nicht zum Zahn, sondern zum Zahnhalteapparat (Parodont) gezählt. Ebenfalls zum Zahnhalteapparat gehören das Bindegewebe, die Schleimhaut sowie der Knochen, der den Zahn umfasst.

Aufbau

Die Härte des Wurzelzements ist dem Knochen des Menschen ähnlich und gehört zum Zahnhalteapparat, der die Zähne beweglich verankert.

Der größte Teil des Wurzelzements besteht aus

  • Mineralien (65 Prozent),
  • einem organischen Anteil (23 Prozent) und
  • Wasser (12 Prozent).

Die eigentliche Grundsubstanz des Zahnzements ähnelt einem Faserknochen.

Formen des Wurzelzements

Man unterscheidet

  • das Wurzelzement an der Schmelzoberfläche (Azellulär-afibillär)
  • das Verankerungszement im mittleren und zahnhalsseitigen Wurzeldrittel, in dem die Sharpey-Fasern befestigt sind (Azelluläres Fremdfaserzement, AFZ)
  • das Reparaturzement (Zelluläres Eigenfaserzement, ZEZ) und
  • das im mittleren, vor allem nach oben gerichtete Wurzeldrittel (Zelluläres Gemischtfaserzement, ZGZ), in welchem Schichten des Zellulären Eigenfaserzements (ZEZ) und des Azellulären Fremdfaserzements (AFZ) übereinander liegen.

Wie das Dentin, wird auch das Wurzelzement lebenslang von zementbildenden Zellen (Zementoblasten) gebildet.

Schädigungen und Erkrankungen der Zähne

Karies

Zahn mit Loch und Karies
Zahn mit Loch und Karies

Häufigste Zahnschädigung überhaupt ist Karies (Zahnfäule). Allein in Europa erkranken 98 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an Karies. Unbehandelt kann die Zahnfäule die Strukturen und die Funktionstüchtigkeit des befallenen Zahns zerstören und im schlimmsten Fall sogar zum Zahnverlust führen.

Verursacht wird Karies durch die Störung des Gleichgewichts zwischen Demineralisation und Remineralisation. Zu den Risikofaktoren gehören:

Im fortgeschrittenen Stadium kann Karies zu Empfindlichkeit auf Kaltes oder Heißes und zu starken Zahnschmerzen führen.

Um Karies zu behandeln, ist der Gang zum Zahnarzt unvermeidlich. Dieser entfernt die betroffene Zahnhartsubstanz und nimmt eine anschließende Füllung des Zahns vor.

Karies auf einem Backenzahn grafisch dargestellt
Karies auf einem Backenzahn grafisch dargestellt

Zahnfleischentzündung

Darüber hinaus kann es auch zu Erkrankungen des Zahnhalteapparats, wie einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis), kommen. Bakterieller Zahnbelag ist hierbei häufigster Auslöser.

Meistens ist eine gründliche Mundhygiene die beste Behandlungsstrategie sowie gleichzeitige Vorbeugung. Sind die Beschwerden, wie etwa Rötungen und Zahnfleischbluten, nach wenigen Tagen immer noch da, sollte man einen Zahnarzt aufsuchen.

Vom gesunden Zahn über die Zahnfleischentzündung zur Parodontitis
Vom gesunden Zahn über die Zahnfleischentzündung zur Parodontitis

Parodontitis

Im Rahmen einer Parodontitis kommt es zu einer Entzündung des Zahnhalteapparats. Umgangssprachlich nennt man sie auch Parodontose.

Auch hier ist bakterielle Plaque der Auslöser. Eine falsche Mundhygiene, genetische Faktoren oder bestimmte Erkrankungen spielen als Auslöser eine mögliche Rolle. Zur Behandlung ist ein Zahnarztbesuch notwendig.

Verlauf einer Parodontitis grafisch dargestellt
Verlauf einer Parodontitis grafisch dargestellt

Zahnausfall

Mitunter kann es auch zum Ausfallen der Zähne kommen. Zu den möglichen Ursachen zählen beispielsweise Vergiftungen oder auch Stoffwechselerkrankungen; häufigster Auslöser ist jedoch Parodontose.

Diese entsteht aufgrund des empfindlicheren Zahnfleischs vermehrt auch während der Schwangerschaft, sodass es auch dann zum Ausfall eines Zahns kommen kann. Eine gründliche Zahnpflege sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen während der Schwangerschaft sind unumgänglich.

Auf diese Weise schützt man nicht nur die eigene Zahngesundheit, sondern auch die des Babys, denn je weniger Bakterien sich im Mundraum befinden, desto weniger davon gelangen auch an das Ungeborene. Somit kann man bereits zu diesem Zeitpunkt etwas für die Karies- und Parodontosevorbeugung des eigenen Kindes tun.

Vorsorge und Behandlungen für gesunde Zähne

Um die Gesundheit der Zähne zu gewährleisten, ist eine gründliche Mund- und Zahnhygiene äußerst wichtig. Dazu gehören mitunter

Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sind sehr wichtig
Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sind sehr wichtig

Untersuchungen und Behandlungen

Somit stellt auch die medizinische Versorgung der Zähne einen großen Bereich dar. Im Rahmen der Füllungstherapie werden defekte Zähne mit verschiedenen Materialien gefüllt und Verletzungen oder Erkrankungen wie zum Beispiel Karies zu beheben. Um den Zahn zu stabilisieren, wird zuvor eine so genannte Aufbaufüllung eingesetzt.

Der Füllungstherapie gegenüber steht die vorbeugende Versiegelung, die den Zahn - meistens im Falle einer Zahnfissur - vor Karies schützen soll. Auch der Patient selbst kann etwas zum Kariesschutz beitragen, so zum Beispiel im Rahmen der Tablettenfluoridierung, bei der dem Körper Fluorid in Tablettenform zugeführt wird.

Der Bereich der Zahnmedizin und -pflege ist äußerst komplex - für ein besseres Verständnis haben wir für Sie im Folgenden ein entsprechendes Lexikon zusammengestellt.

Abrasion

Als Abrasion (Abrasio dentium) wird das krankhafte oder physiologische Abkauen der Zähne bezeichnet. Das heißt, dass durch das Aufeinanderpressen oder Knirschen der Zähne (Bruxismus) ein Verlust an Zahnhartsubstanz eintritt. In den meisten Fällen erfolgt die Abrasion in den Nachtstunden.

Der Begriff Abrasion stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "Abnutzung". Die DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde) definiert die Abrasion als einen allgemeinen Verlust von Zahnhartsubstanz durch Reibung. Zu unterscheiden ist die Abrasion von:

  • Bruxismus
  • Erosion
  • Demastikation
  • Attrition

Während eine Demastikation durch das Kauen von abschleifenden Nahrungsmitteln zustande kommt, wird eine Attrition durch reflektorische Berührungen der Zähne ausgelöst.

Physiologie

Dass es im Laufe der Zeit zu einer gewissen Abrasion der Zähne kommt, ist nicht weiter ungewöhnlich. So treten oft Abnutzungserscheinungen an den Zähnen auf, die sich äußerlich als Schlifffacetten bemerkbar machen.

Wird der Zahnschmelz komplett abgetragen, hat dies das Freilegen des Dentins (Zahnbeins) zur Folge. Da dieser wesentlich weicher als der Zahnschmelz ist, schreitet die Abnutzung schneller fort.

In der Regel nimmt dieser Prozess jedoch Jahrzehnte in Anspruch, wodurch sich der Körper an die Veränderungen anpassen kann. Wesentlich schneller schreitet eine Abrasion jedoch voran, wenn sie durch eine falsche Zahnputztechnik oder unbewusstes Zähneknirschen (Bruxismus) verursacht wird.

Bemerkbar macht sich der Substanzverlust zumeist durch eine Überempfindlichkeit, die in den schmelzfreien Regionen auftritt. Auch

zur Folge haben, sind keine Seltenheit.

Behandlung

Eine zahnmedizinische Behandlung der Abrasion ist von deren Ausmaß sowie vom Ästhetikempfinden der betroffenen Person abhängig. Zu den Therapieoptionen gehören prothetische Maßnahmen sowie plastische Füllungen.

Darüber hinaus muss dem Auslöser der Abrasion, wie zum Beispiel falsches Zähneputzen, entgegengewirkt werden. Bei Bruxismus ist oftmals auch eine Behandlung der seelischen Ursachen erforderlich, was die Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte nötig macht.

Die Beissschiene zum Schutz der Zähne
Die Beissschiene zum Schutz der Zähne

Abszess

Zu einem Abszess kann es auch im Mund- und Kieferbereich kommen, was man als odontogene Infektion bezeichnet. Ursächlich für eine Abszessbildung sind Eiteransammlungen, die von Bakterien wie Streptokokken oder Staphylokokken hervorgerufen werden. Ein typischer Begleiter des Abszesses ist die Abszessmembran.

Behandlung

Die Behandlung eines Abszesses im Mund- und Kieferraum erfolgt durch das Aufbohren des betroffenen Zahns oder das Reinigen der Zahnfleischtasche. Außerdem werden die auslösenden Bakterien abgetötet. In der Regel ist es notwendig, den Abszess operativ aufzuspalten, damit der Eiter abfließen kann.

Adhäsivtechnik

Die Adhäsivtechnik ist eine zahnmedizinische Behandlungsform, die beim Einsetzen von bestimmten Füllungen sowie beim Anbringen von Zahnersatzarbeiten zur Anwendung kommt. Man bezeichnet sie auch als Säure-Ätz-Technik (SÄT) oder Klebetechnik.

Einsatzgebiete der Adhäsivtechnik sind:

Zur Anwendung kommt dabei ein dünnflüssiger Kunststoff. Dieser bewirkt einen Verbund zwischen dem Zahnschmelz oder dem Dentin und dem Füllungsmaterial, bei dem es sich zumeist um Komposit handelt.

Ablauf des Adhäsivtechnikverfahrens

Erster Schritt der Adhäsivtechnik ist das Aufrauen der Zahnoberfläche. Zu diesem Zweck trägt der Zahnarzt eine Säure auf den betroffenen Zahn auf.

Dadurch entsteht eine Vergrößerung der Zahnoberfläche, die für eine verbesserte Benetzbarkeit des Haftvermittlers sorgt. So fließt dieser in die Strukturen, die aufgeraut wurden, ein und bewirkt im Anschluss an die Lichthärtung eine stabile Verankerung.

Nächster Schritt ist das Auftragen des Füllungsmaterials wie Komposit. Danach kommt es zu einer chemischen Verbindung zwischen dem Füllungsmaterial und dem Haftvermittler.

Air-Flow

Beim Air-Flow-System handelt es sich um ein Pulverstrahlsystem, das zum Entfernen von Genussmittelverfärbungen wie Rotwein-, Tee-, Kaffee- oder Nikotinflecken auf der Fläche der Zähne dient. Das System trägt auch die Bezeichnung "Air Polishing".

Anwendung

Zur Reinigung der Zahnflächen mischt man einem Luft-Wasser-Mix, der unter Druck steht, ein Salzpulver bei. Dieses Salz ist auf die Härte des Zahns abgestimmt und zieht den Zahnschmelz nicht in Mitleidenschaft. Dafür lassen sich die unschönen Verfärbungen jedoch komplett beseitigen. Eine weiterentwickelte Variante des Air-Flow-Systems ist zudem in der Lage, eine Fissurversiegelung vorzubereiten.

Der Zahnarzt führt verschiedene Therapiemethoden durch
Der Zahnarzt führt verschiedene Therapiemethoden durch

Alveole

Alveole ist die Bezeichnung für Zahnfach oder Zahndamm. Gemeint ist damit eine Vertiefung innerhalb des Kieferknochens, in der sich der Zahn und seine Wurzel befinden.

Den Kieferknochenbereich, in dem das Zahnfach liegt, bezeichnet man als Alveolarfortsatz (Processus alveolaris). Der Knochenrandverlauf trägt die Bezeichnung Limbus alveolaris.

Zahnfächer sind sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer vorhanden. Zusammen mit dem Zahnfleisch, der Wurzelhaut und dem Zahnzement zählt die Alveole zum Zahnhalteapparat. Verankert wird der Zahn in der Alveole durch eine Gomphosis.

Amalgam

Bei Amalgam handelt es sich um eine Quecksilberlegierung. In der Zahnmedizin kommt Silberamalgam als Füllmaterial zur Anwendung. Es setzt sich zusammen aus:

  • Silber
  • Quecksilber
  • Zinn
  • Zink
  • Indium
  • Kupfer

Eingesetzt wird Amalgam bei Karies oder bei Zähnen, die einen Unfallschaden erlitten haben. Behauptungen, Amalgam schade ernsthaft der Gesundheit, ließen sich nicht bestätigen. Die Quecksilberlegierung ist so minimal, dass sie nicht in einem messbaren Bereich liegt.

Aus kosmetischen Gründen dient Amalgam als Füllung für Backenzähne, die nicht sichtbar sind. In der heutigen Zeit kommt Amalgam als Zahnfüllung allerdings hierzulande kaum noch zur Anwendung und wird durch andere Materialien, wie beispielsweise Komposite, ersetzt.

Ambulante Behandlung

Zahnbehandlungen werden in der Regel ambulant durchgeführt. Dies gilt auch für Patienten, die eine Vollnarkose erhalten.

Eine Vollnarkose kommt vor allem bei Patienten zur Anwendung, die große Angst vor dem Zahnarzt haben. Die spezielle Behandlung findet meist in einer Tagesklinik statt und wird von einem Zahnarzt und einem Narkoseteam vorgenommen. Nach erfolgreicher Behandlung kann der Patient dann wieder den Heimweg antreten.

Die meisten Zahnbehandlungen werden ambulant durchgeführt
Die meisten Zahnbehandlungen werden ambulant durchgeführt

Aminfluorid

Aminfluoride sind Hydrofluoride von Aminen. Die Aminfluoride, die in der Zahnmedizin eingesetzt werden, haben die Eigenschaft, die Zähne zu mineralisieren und besonders wirksam vor Karies zu schützen. So härtet das Aminfluorid den Zahnschmelz und schützt ihn vor Säureangriffen. Über den Speichel erreicht das Aminfluorid auch schwer zugängliche Stellen wie Grübchen oder Zahnzwischenräume.

Zur Anwendung kommen Aminfluoride vor allem in Zahnpasten und Mundspülungen. Zu den Aminfluoriden zählen u.a.:

  • Olaflur
  • Oleaflur
  • Ethanolamin-Hydrofluorid
  • Dectaflur

Aplasie

Bei der dentalen Aplasie handelt es sich um eine Anomalie. Der Begriff "Aplasie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Nichtausbildung" oder "Nichtanlage".

Gemeint ist damit die Nichtausbildung von einem oder mehreren Zähnen. Am bleibenden Gebiss tritt eine Aplasie häufiger auf als an einem Milchzahngebiss.

Formen

Man unterscheidet bei einer dentalen Aplasie zwischen mäßigen und hochgradigen Mangelzuständen. Eine hochgradige Zahnunterzahl wird auch als Oligodontie bezeichnet.

Bei dieser Form fehlen die Anlagen von mehr als sechs Zähnen. Von einer Anodontie ist die Rede, wenn jegliche Zahnanlagen fehlen.

Besonders betroffen von einer dentalen Aplasie sind die Weisheitszähne, die häufig nicht gebildet werden. Dagegen kommt es an den oberen Schneidezähnen sowie an den vorderen Backenzähnen nur selten zu einer Aplasie.

Ursachen

Eine Aplasie wird zumeist vererbt. So tritt sie oft familiär gehäuft auf. Nicht selten stellt sie eine Begleiterscheinung des Down-Syndroms, von Knochenwachstumsstörungen oder einer ektodermalen Dysplasie dar.

Ankerzahn

Unter einem Ankerzahn versteht man einen gesunden und stabilen Zahn. Er dient bei Zahnbehandlungen zum Befestigen von Brücken oder Prothesen.

Das heißt, dass man den Zahnersatz auf dem Ankerzahn, der auch Pfeilerzahn genannt wird, anbringt. Dazu ist das Abschleifen und Überkronen des Zahns notwendig.

Dient der Zahn zum Abstützen einer Prothese, wird er Stützzahn genannt. Beim Befestigen einer Klammerprothese trägt er dagegen die Bezeichnung Klammerzahn.

Apparatur

Unter einer zahnmedizinischen Apparatur versteht man eine Zahnspange oder Zahnklammer. Sie kommt zur Korrektur von Zahn- oder Kieferfehlstellungen zum Einsatz. Man unterscheidet zwischen losen und festen Apparaturen.

Formen

Je nachdem, welche Behandlung notwendig ist, kommt entweder eine lose oder eine feste Zahnspange zur Anwendung. Lose Zahnspangen werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt, da sich ihr Kiefer noch im Wachstum befindet.

Dagegen erhalten erwachsene Menschen in der Regel eine feste Zahnspange. Diese kann allerdings in manchen Fällen auch bei Kindern oder Jugendlichen sinnvoll sein.

Herausnehmbare Apparatur

Herausnehmbare Zahnspangen werden in FKO-Geräte (funktionskieferorthopädische Geräte) und aktive Platten für Oberkiefer und Unterkiefer eingeteilt. Aktive Platten setzt man vor allem bei Kindern im Wechselgebissstadium ein.

Die Platten haben die Eigenschaft, den Zähnen Platz zu verschaffen. Außerdem können sie verengte Lücken öffnen und neue Zähne einreihen.

Durch ein FKO-Gerät lässt sich das Wachstum des Kiefers beeinflussen, damit dieser in eine normale Bisslage versetzt wird. Auf diese Weise können muskuläre Dysbalancen im Mund, die durch Kieferfehlstellungen entstehen, wieder normalisiert werden.

Die Anfertigung einer herausnehmbaren Apparatur erfolgt individuell mithilfe eines Gipsmodells. Um den Erfolg der Behandlung zu gewährleisten, muss das Kind die Zahnspange regelmäßig und in bestimmten Zeitabständen tragen.

Festsitzende Apparatur

Die Multibracketapparatur ist eine festsitzende Zahnspange
Die Multibracketapparatur ist eine festsitzende Zahnspange

Bei festsitzenden Zahnspangen handelt es sich zumeist um Multiband- oder Multibracketapparaturen, die intraoral auf die Zähne aufgebracht werden. Es können aber auch extraorale Hilfsmittel, wie zum Beispiel Gesichtsmasken zur Anwendung kommen.

Die Materialien für Multibracketapparaturen sind unterschiedlich. So kann es sich dabei um

  • Titan
  • Edelstahl oder
  • Keramik

handeln. Ein Standard-Bracket besteht aus rostfreiem Edelstahl. Darüber hinaus gibt es Brackets aus Gold und Komposit. Die Mehrkosten für die Anschaffung dieser Modelle trägt normalerweise der Patient.

Nachdem der Zahnschmelz angeätzt wurde, klebt der Kieferorthopäde die Brackets auf die Zähne. Diese Brackets haben die Funktion, einen Draht zu befestigen, der wiederum dazu dient, die Zähne in die gewünschte Lage zu drücken.

Die Verbindung der Brackets mit der Zahnoberfläche erfolgt durch spezielle Klebetechniken, wodurch sie einen Ansatzpunkt zur Zahnbewegung bei festsitzenden Zahnspangen bilden. Allerdings kann es bei einer fehlerhaften Verklebung zu Entkalkungsflecken kommen, die dauerhaft bestehen bleiben.

Ein Nachteil der Multibracketapparaturen ist, dass sie deutlich zu sehen sind und die Aussprache beeinträchtigen. Außerdem lässt sich die festsitzende Apparatur im Unterschied zur losen Zahnspange nicht ablegen und muss ohne Unterbrechung einige Jahre lang getragen werden.

Zu den Vorteilen dieser Apparatur gehört jedoch, dass sie in jedem Lebensalter noch eine Fehlstellung korrigieren kann, sofern noch ausreichend Kieferknochen vorhanden ist.

Mögliche Nebenwirkungen einer festsitzenden Zahnspange sind

Anwender von Brackets müssen auf eine konsequente Mundhygiene achten. Dazu gehört u.a. das Anwenden von Zahnseide und Mundspüllösungen.

Approximalfläche

In der Zahnmedizin dient der Begriff Approximalfläche dazu, die Seiten- und Berührungsflächen eines Zahns in Richtung Nachbarzahn zu bezeichnen. Dabei unterscheidet der Zahnarzt zwischen der mesialen (vorderen) Fläche und der distalen (hinteren) Fläche. Da sich die Approximalfläche nur schlecht von Zahnreinigungsinstrumenten erreichen lässt, kommt es dort häufig zu Erkrankungen des Zahnfleischs und Approximalkaries.

Approximalkaries

Approximalkaries bezeichnet man auch als Interdentalkaries. Dabei handelt es sich um Karies im Approximalraum bzw. Interdentalraum, der sich zwischen zwei Zähnen befindet. Das heißt, dass die Karies in den Zahnzwischenräumen auftritt.

Ursachen

Approximalkaries kommt häufig vor. Grund dafür ist, dass sich die Zahnzwischenräume nur schwer mit der Zahnbürste erreichen lassen. Selbst für den Zahnarzt ist Approximalkaries nur schwer zu erkennen, sodass sie meist erst durch eine spezielle Röntgenuntersuchung, die Bissflügelaufnahme, entdeckt wird.

Behandlung

Zur Behandlung von Approximalkaries muss der Zahnarzt die Karies restlos beseitigen. Anschließend erhält der betroffene Zahn eine Füllung. Nur in seltenen Fällen ist eine zahnschonende Präparation der betroffenen Stelle möglich.

Prävention

Um Approximalkaries vorzubeugen, wird empfohlen, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide und speziellen Interdentalbürsten zu reinigen. Außerdem sollte in regelmäßigen Abständen eine professionelle Zahnreinigung erfolgen.

Artikulator

Beim Artikulator handelt es sich um ein zahnmedizinisches Instrument, das dazu dient, Bewegungen des Kiefergelenks zu stimulieren. Zu diesem Zweck bringt man Gipsmodelle von Ober- und Unterkieferzahnbögen in Okklusion in dem Gerät an. Danach lassen sich die Kieferbewegungen zueinander stimulieren.

Dieser Vorgang ist überaus wichtig, um Zahnersatz wie Brücken und Kronen, Prothesen oder Aufbissschienen anfertigen zu können.

Zu unterscheiden ist bei Artikulatoren zwischen Mittelwertartikulatoren, die keine individuellen Einstellungen haben, sowie teiljustierbaren und volljustierbaren Artikulatoren, die individuelle Einstellungen ermöglichen.

Aufbaufüllung

Unter einer Aufbaufüllung oder einem Stumpfaufbau verstehen Zahnärzte die Füllung einer Zahnkrone. Sie dient dazu, das Innere des Zahns zu stabilisieren.

Mitunter fungiert sie auch als Materialersparnis für das Ersatzzahnstück. Außerdem kann durch die Aufbaufüllung der Halt der Krone auf dem Zahnstumpf verbessert werden.

Backentasche

Unter einer Backentasche versteht man eine dicke Backe. Diese tritt bei akuten und starken Zahnschmerzen auf. Zustande kommt eine dicke Backe durch das Anschwellen der betroffenen Wange und der Lymphknoten.

Ursachen

Verursacht wird eine Backentasche oder dicke Backe durch eine eitrige Zahnwurzelentzündung, bei der sich die Entzündung bis in den Kieferknochen und die Backenregion ausbreitet. Meist liegt bei einer dicken Backe eine Wassereinlagerung im entzündeten Gewebebereich vor. Die Zahnwurzelentzündung (Pulpitis) wird wiederum durch Karies hervorgerufen.

In manchen Fällen entsteht eine dicke Backe auch bei einem so genannten toten Zahn. Das heißt, dass der Zahnnerv bereits abgestorben ist, sich die Entzündung jedoch bis in den Kieferknochen ausbreitet, wodurch das Zahnfleisch und die Wange anschwellen. Begleitet wird eine Backentasche von starken Zahnschmerzen.

Behandlung

Zur Linderung der Schmerzen einer dicken Backe empfiehlt es sich, die betroffene Stelle zu kühlen. Dies führt zu einer Einschränkung der Durchblutung und zum vorübergehenden Nachlassen der Schmerzen. Grundsätzlich muss im Falle einer dicken Backe ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Backenzahn

Die Backenzähne, die auch Seitenzähne genannt werden, haben im Gebiss die Aufgabe, die zuvor von den Schneidezähnen zerkleinerte Nahrung zu zermahlen. Zahnmediziner teilen sie in zwei Gruppen ein:

  1. die Prämolaren (vordere Backenzähne)
  2. die Molaren (hintere Backenzähne)

Im Unterschied zu den Prämolaren gibt es bei den Molaren keinerlei Milchzahnvorgänger. So zeigen sie sich erst im bleibenden Gebiss.

Grafik eines Backenzahns
Grafik eines Backenzahns

Baking Soda

Als Baking Soda bezeichnet man Natriumhydrogencarbonat. Dabei handelt es sich um ein Salz, das sich auch zur Zahnpflege einsetzen lässt.

Natriumhydrogencarbonat

Baking Soda ist die englische Bezeichnung für Natriumhydrogencarbonat. Man kennt es hierzulande aber auch unter den Bezeichnungen

  • Natron
  • Kaiser-Natron
  • Backsoda
  • Speisesoda
  • Bicarbonat
  • Bullrich-Salz oder
  • Speisenatron.

Bei Natriumhydrogencarbonat handelt es sich um einen kristallinen, farblosen Feststoff, der ab Temperaturen von über 50 Grad Celsius sowie bei der Abspaltung von Kohlenstoffdioxid und Wasser zu Natriumcarbonat zersetzt wird.

Anwendungsgebiete

Die Verwendungszwecke von Natriumhydrogencarbonat sind mannigfaltig. So verwendet es die Lebensmittelindustrie als Backtriebmittel in Backpulver oder Löschpulver. Aber auch als

kommt es zur Anwendung.

Natriumhydrogencarbonat zur Zahnpflege

Ein weiterer Verwendungszweck von Natriumhydrogencarbonat ist die Zahnpflege. So lässt es sich vorübergehend als Zahnpasta oder Zahnweiß einsetzen, um den Zähnen ein weißeres Aussehen zu verleihen.

Baking Soda verfügt über einen abrasiven Effekt und ist deshalb Bestandteil zahlreicher Zahnpasten. Vor allem in den USA erfreut sich Natriumhydrogencarbonat als Zahnpflegemittel großer Beliebtheit.

Ein Nachteil von Natriumhdydrogencarbonat war bislang, dass es kein Fluorid enthielt. Dieses ist jedoch wichtig, um die Zähne vor Karies zu schützen.

Mittlerweile sind jedoch auch Bicarbonat-Zahnpasten und Zahnpulver auf dem Markt, in denen Fluorid enthalten ist. Diese Zahnpflegemittel eignen sich daher ebenso gut wie herkömmliche Mittel zur Zahnpflege.

So haben Zahncremes mit Bicarbonat die Eigenschaft, karieserzeugende Säuren zu neutralisieren. Die Aufnahme von Nahrung führt zu einem mikrobiologischen Prozess, in dessen Folge sich Säuren bilden, die den Zahn demineralisieren, wodurch wiederum die Gefahr von Kariesbildung entsteht.

Da Bicarbonat das Säuregleichgewicht unmittelbar beeinflusst, kann es die entstehenden Säuren rasch unschädlich machen, wodurch das Gleichgewicht im Mund erhalten bleibt.

Bicarbonat lässt sich auch ohne eine Zahnpasta zur Zahnpflege verwenden. Dazu löst man einen Esslöffel Backpulver in einem Glas Wasser auf und gibt den Inhalt zum Zähneputzen auf die Zahnbürste.

Bassmethode

Als Bassmethode wird eine spezielle Zahnputztechnik bezeichnet. Dabei nimmt der Ausübende mit seiner Zahnbürste leichte Rüttelbewegungen vor. Auf diese Weise sind die Borsten der Bürste imstande, Zahnbeläge leichter zu entfernen.

Es wird empfohlen, beim Zähneputzen ein leichtes Umbiegen der Borstenenden durchzuführen. Die Bassmethode eignet sich sowohl zum Putzen von gesunden Zähnen als auch bei einer Gingivitis (Zahnfleischentzündung).

Biofilm

Unter einem Biofilm verstehen Zahnmediziner eine dünne Schleimschicht, die sich auf den Zähnen bildet. Als bakterieller Zahnbelag sorgt der Biofilm für das Überleben von Mikroorganismen wie:

Im menschlichen Mundraum befinden sich zwischen 700 bis 900 unterschiedliche Bakterienarten. Nur etwa 10 bis 50 davon bewirken das Entstehen von Krankheiten.

Zustande kommt der dentale Biofilm durch das Ansiedeln von Mikroorganismen an den Grenzflächen. Das Wahrnehmen des Biofilms erfolgt in Form von Belag oder einer Schleimschicht.

Den dentalen Biofilm bezeichnen Zahnärzte auch als Plaque. Er entsteht überall dort, wo sich stehendes Wasser, also Mundspeichel, befindet.

Da der Biofilm auch schädliche Kariesbakterien enthält, muss er vom Zahnarzt im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung zerstört werden. Auch bei der Behandlung von Parodontitis spielt die Entfernung des Biofilms eine wichtige Rolle.

Bissanomalie

Bei einer Bissanomalie kommt es innerhalb des Gebisses zu Abweichungen von der herkömmlichen Verzahnung. Das heißt, dass die oberen und unteren Zahnreihen beim Zusammenbeißen falsch aufeinander liegen.

Formen

Bissanomalien gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Dazu gehören:

  • Abweichungen der Zähne, was deren Größe, Form, Stellung, Struktur und Anzahl anbelangt
  • Abweichungen der Kieferstellung
  • Abweichungen der Gebisslage in Richtung Schädel
  • eine Okklusion

Zahnmediziner bezeichnen ein Kauorgan, das einwandfrei funktioniert, als Eugnathie. Dagegen wird eine Fehlentwicklung des Gebisses Dysgnathie genannt.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen für das Entstehen einer Bissanomalie sind:

Bei zahlreichen Bissanomalien handelt es sich um Zahnfehlbildungen oder Zahnfehlstellungen. Diese können behandlungsbedürftige Bissschwierigkeiten, Zahnprobleme oder Kieferanomalien zur Folge haben. Nicht selten sind Bissanomalien auch der Grund für kosmetische Probleme.

Bonding

Der Begriff "Bonding" stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Bindung". In der Zahnmedizin ist damit ein Verfahren der Füllungstherapie gemeint.

Verwendung

Das Bonding ist Bestandteil der Adhäsivtechnik, auch Klebetechnik genannt. Diese dient zur Befestigung von Zahnersatz. Zur Anwendung kommt sie

  • für Zahnfüllungen wie Kompositfüllungen oder Keramikfüllungen
  • zur Befestigung von Zahnkronen, Klebebrücken und Verblendschalen sowie
  • zum Versiegeln von Zahnfissuren.

Adhäsiv

Beim Adhäsiv handelt es sich um eine Art Klebstoff. Dieser verbindet die Oberflächen von zwei unterschiedlichen Materialien miteinander oder hält sie zusammen.

Bei diesem Vorgang kommt es oftmals zu einer chemischen Bindung oder einer mechanischen Verzahnung. Dieser Prozess wird in der Zahnmedizin als Bonding bezeichnet.

Gemeint ist mit dem Bonding, dass der Zahnarzt eine Zahnfüllung aus Kunststoff mit dem Zahn verbindet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Zahnschmelz oder das Zahnbein handelt.

Die Zahnfläche, mit der die Füllung verbunden werden soll, ätzt der Zahnarzt vor dem Füllen mit einer Säure an. Außerdem bestreicht er sie mit dem Adhäsiv. Schließlich bringt er die Füllung aus Kunststoff an.

Die Bonder, die in der heutigen Zeit zur Anwendung kommen, sind technisch mittlerweile so gut ausgereift, dass sie bei Haftung und Haltbarkeit ausgezeichnete Werte erzielen. Daher arbeitet man in der Zahnmedizin stets mit Bonding, sofern es technisch möglich ist.

Bonusheft

Das Bonusheft wird in Deutschland von Patienten benutzt, die eine gesetzliche Krankenversicherung haben. Der Zahnarzt trägt in dieses Heft seine Kontrolluntersuchungen ein, die wenigstens einmal im Jahr stattfinden sollten.

Durch den Nachweis seiner regelmäßigen Besuche beim Zahnarzt erhält der Patient von der gesetzlichen Krankenkasse einen höheren Zahnersatzzuschuss. So bekommt der Träger des Bonusheftes 50 Prozent Zuschuss auf seinen Zahnersatz.

Wird das Heft fünf Jahre lang ohne Lücken geführt, liegt der Zuschuss bei 60 Prozent. Nach 10 Jahren beträgt er 65 Prozent.

CEREC

CEREC zählt zu den CAD/CAM-Methoden und dient dazu, Zahnrestaurationen zu rekonstruieren. Das Verfahren wurde im Jahr 1980 an der Universität Zürich entwickelt und sorgt dafür, dass der Zahnarzt mithilfe eines Computers individuelle hochwertige Keramikrestaurationen selbst herstellen und einsetzen kann. Die CEREC-Methode kommt seit 1985 erfolgreich zur Anwendung.

Ablauf

Zur Durchführung der CEREC-Methode vermisst man den betreffenden Zahn zuerst präzise mit einer 3D-Kamera. Mit den dabei erfassten Daten kann der Zahnarzt am Computer eine passgenaue Restauration erstellen.

Anschließend erfolgt das Herausfräsen der Zahnrestauration durch eine Schleifeinheit aus einem Keramikblock. Schließlich setzt man die Restauration in den Zahn ein.

Checkbiss

Als Checkbiss wird ein Bissregistrat bezeichnet, welches zum Fixieren der Lage zwischen dem Oberkiefer und dem Unterkiefer dient. Für einen Checkbiss muss der Patient in ein geeignetes Material beißen.

Dabei kann es sich um eine Abdruckmasse oder Bisswachs handeln. Auf diese Weise fixiert der Zahnarzt typische Bisslagen des Unterkiefers, was sowohl in Funktion als auch im Ruhezustand erfolgen kann.

Chelatbildner

Chelatbildner sind chemische Verbindungen, die auch als Komplexbildner bezeichnet werden. Sie haben die Eigenschaft, mit Metallionen Chelatkomplexe einzugehen. Auf diese Weise werden unerwünschte chemische Eigenschaften der Metallionen maskiert.

In der Zahnmedizin kommen Chelatbildner wie DMPS oder DMSA zur Ausleitung von quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen zur Anwendung. Die Ausscheidung findet über Nieren und Darm statt.

Bei dem Verfahren kann es vorübergehend zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit kommen, die durch die Schwermetallkonzentration im Blut verursacht werden.

Chlorhexidin

Als Chlorhexidin bezeichnet man ein Antiseptikum, das in erster Linie in der Zahnmedizin zur Anwendung kommt. So verfügt es über eine antibakterielle Wirkung.

Anwendungsgebiete

Chlorhexidin hat die Eigenschaft, Bakterien abzutöten oder sie an ihrer Ausbreitung zu hindern. Zur Anwendung kommt es unter anderem als Mundspüllösung.

Es kann aber auch als Lack direkt auf die Zähne aufgetragen werden. Dieser gibt dann den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum von drei oder vier Monaten ab. Darüber hinaus lässt sich Chlorhexidin in Form von

  • Sprays
  • Gels oder
  • Chips

verwenden. In der Zahnmedizin setzt man Chlorhexidin

  • vor oralchirurgischen Eingriffen
  • nach Zahnoperationen
  • zur Rundumdesinfektion bei einer bakteriellen Zahnfleischentzündung oder Parodontitis
  • zur Kariesprävention
  • bei Mundtrockenheit
  • zum Spülen von Wurzelkanälen bei einer Wurzelbehandlung oder
  • bei Mundgeruch

ein. Aber auch außerhalb der Zahnmedizin findet das Antiseptikum als

Verwendung. Nicht zur Anwendung kommen darf Chlorhexidin, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff besteht.

Wirkungsprinzip

Die Wirkung von Chlorhexidin beruht auf der Zerstörung der bakteriellen Zellmembran. Das genaue Wirkungsprinzip wird allerdings noch immer wissenschaftlich untersucht.

Mögliche Nebenwirkungen

Wird Chlorhexidin über einen längeren Zeitraum angewandt, kann es mitunter zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören

  • bräunliche Ablagerungen an den Zähnen, der Zunge oder dem Zahnfleisch
  • Störungen des Geschmacksempfindens
  • Abschilferungen der Epithelzellschicht oder
  • anaphylaktische Reaktionen.

In den meisten Fällen sind diese Nebenwirkungen jedoch vollständig reversibel.

Dazzler

Dazzlers sind Schmuckstücke an den Zähnen
Dazzlers sind Schmuckstücke an den Zähnen

Bei einem Dazzler handelt es sich um ein kleines Schmuckstückchen, das auf die Zähne geklebt wird. Es erreicht eine Größe zwischen zwei und vier Millimetern und besteht zumeist aus Goldfolie.

Das Aufbringen des Dazzlers auf den Zahn erfolgt mithilfe einer ätztechnikartigen Methode. Das Anbringen und Entfernen des Zahndekors ist beim Zahnarzt problemlos möglich.

Demineralisierung

Unter einer Demineralisierung oder Demineralisation versteht man den Verlust von Mineralstoffen aus Hartgewebe wie Knochen oder Zähnen. Kommt es an der Zahnhartsubstanz zu einer Demineralisierung, kann dies zu Karies führen.

Ursachen

Verursacht wird eine Demineralisierung der Zahnhartsubstanz durch Zahnbelag, der sich wiederum durch unzureichende Mundhygiene oder den häufigen Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln bildet.

Im Zahnbelag befinden sich auch Bakterien, die sich von Kohlenhydraten ernähren, welche sich beispielsweise in Zucker oder Honig befinden. Dazu gehören vor allem das Bakterium Streptococcus mutans sowie Lactobakterien.

Von diesen Bakterien werden organische Säuren ausgeschieden, die den pH-Wert des Zahnbelags absinken lassen und dem Zahn wichtige Mineralstoffe wie Phosphat und Kalzium entziehen.

Entfernt man den Zahnbelag nicht regelmäßig und setzen sich die Säuren immer wieder frei, hat dies eine Demineralisation der Zahnhartsubstanz zur Folge. Im weiteren Verlauf wird der Zahn porös, wodurch die Bakterien und Säuren immer tiefer in den Zahn eindringen können.

Mitunter sind demineralisierte Stellen am Zahn als weiße Punkte zu erkennen, was auch als kariöse Initialläsion bezeichnet wird. Durch eine regelmäßige Anwendung von genügend Fluorid lässt sich einer weiteren Zerstörung des Zahnschmelzes jedoch entgegenwirken.

Dental

Der Begriff "Dental" stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "den Zahn". So lassen sich mithilfe der Zähne dentale Laute bilden. Aber auch Zahnschmerzen werden von Zahnärzten mitunter als Dentalgie bezeichnet.

In der Zahnmedizin versteht man unter der Bezeichnung Dental "den Zähnen zugeordnet". In früheren Jahren wurden Zahnärzte häufig auch Dentisten genannt.

Darüber hinaus kommt der Begriff Dental in zahlreichen zahnmedizinischen Bezeichnungen vor. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Dental-Hygiene
  • Dental-Chirurg
  • Dental-Labor
  • Dental-Assistentin
  • Dental-Hygieneschule
  • Dental-Bürsten
  • Dental-Bedarf
  • Dental-Bohrer

Diastema

Bei einem Diastema, auch Margo interalveolaris genannt, handelt es sich um eine natürliche Zahnlücke zwischen zwei Zähnen, die nicht durch den Verlust eines Zahnes entsteht. In den meisten Fällen zeigt sich diese Lücke zwischen den mittleren Schneidezähnen. Davon betroffen ist der Oberkiefer, während im Unterkiefer nur selten ein Diastema auftritt.

Ein echtes Diastema wird in der Regel vererbt. Zu seinen Merkmalen gehört ein zu tief positioniertes Lippenbändchen auf der Innenseite der Oberlippe oder der Unterlippe. Eine Behandlung ist durch einen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen möglich und sollte im Alter von 6 bis 8 Jahren erfolgen.

Besonders häufig tritt ein Diastema bei Afroamerikanern und Afrikanern auf, bei denen es oftmals als Schönheitsmerkmal gilt. Manche Menschen versuchen sogar durch kosmetische Zahnbehandlungen, sich ein Diastema zu verschaffen, wenn sie keines haben.

Behandlungsmöglichkeiten

Wirkt sich das Diastema störend auf die betroffene Person aus, besteht die Möglichkeit einer Zahnbehandlung. Dabei schließt der Zahnarzt die Lücke mit:

  • einem Kompositaufbau
  • einer Krone
  • einem Veneer

Dazu ist allerdings die Verbreiterung der Vorderzähne nötig. Altnernativ lässt sich auch eine kieferorthopädische Behandlung vornehmen, bei der die Bewegung der betroffenen Zähne durch die Multibandtechnik erfolgt.

Einlagefüllung

Die Einlagefüllung ist auch als Inlay bekannt. Sie wird in einem Zahnlabor hergestellt und dann in den Zahn eingebracht.

Sie dient zur Behandlung von Karies und rekonstruiert den Defekt, der sich durch die Zahnfäule gebildet hat. Bei einer Einlagefüllung handelt sich um eine passgenaue Anfertigung, was sie von dem gebräuchlichen plastischen Füllungsmaterial unterscheidet, das nach dem Einsetzen in den Zahn aushärtet.

Inlaymaterialien

Für eine Einlagefüllung können unterschiedliche Materialien verwendet werden. Dazu zählen:

  • Keramik
  • Gold
  • eine Kombination aus Gold und Keramik (galvanische Keramik)
  • Titan
  • Kunststoff

EDTA

EDTA ist die Abkürzung von Ethylendiamintetraessigsäure. Diese wird auch als Ethylendiamintetraacetat bezeichnet. EDTA zählt zu den Komplexbildnern bzw. Chelatbildnern.

Manche Zahnmediziner greifen auf EDTA-Lösungen im Rahmen einer Wurzelbehandlung zurück. Sie dienen dazu, die Schmierschicht, die sich beim Aufbereiten des Wurzelkanals bildet, zu entfernen. Außerdem werden die Dentinkanälcheneingänge freigelegt.

Endodontie

Die Endodontie oder Endodontologie zählt zu den Fachbereichen der Zahnmedizin. Sie beschäftigt sich mit:

  • der Erhaltung und Wiederherstellung der Zahnwurzel
  • der periapikalen Region
  • dem inneren Zahngewebe

Wurzelkanalbehandlung

Zur Endodontie gehört vor allem die Wurzelkanalbehandlung. Dabei wird die infizierte Zahnpulpa vollständig aus dem Zahn entfernt. Anschließend desinfiziert und erweitert der Zahnarzt den Wurzelkanal.

Nächster Schritt ist das Abdichten des Hohlraums, der bei dieser Prozedur entsteht.

Wurzelkanalrevision und Wurzelspitzenresektion

Weitere Behandlungsmaßnahmen der Endontonie sind die Wurzelkanalrevision und die chirurgische Wurzelspitzenresektion, die zur Anwendung kommen, wenn die Wurzelkanalbehandlung fehlschlägt.

Für das Gelingen einer Wurzelbehandlung muss der Zahnarzt ein hohes Maß an Präzision ausüben. So ist es wichtig, die Füllung des Wurzelkanals genauestens zu bemessen.

Pulpaüberkappung

Ebenfalls ein Tätigkeitsfeld der Endodontie bildet die Pulpaüberkappung, bei der eröffnetes Zahnmark abgedeckt wird.

Facetten

Bei Facetten handelt es sich um zahnfarbene Verblendschalen, die der Zahnarzt auf der sichtbaren Zahnfläche befestigt. Facetten werden auch häufig als Furnier, Veneer oder Lumineer bezeichnet. Sie bestehen aus:

  • Kunststoff
  • Keramik
  • Ceromer

Vor allem Keramikfacetten weisen nach einer vollkeramischen Restauration eine natürliche Zahnfarbe auf, was auf das Durchleiten von Licht zurückzuführen ist. Darüber hinaus gilt ihre biologische Verträglichkeit als sehr gut.

Die Facetten kommen zur Anwendung, um den Zahnersatz natürlich aussehen zu lassen. Sie sorgen für die Beseitigung von Zahnverfärbungen und Schmelzrissbildungen. Außerdem bewirken sie eine positive ästhetische Veränderung.

Die Farbe der Facetten muss genau auf die natürliche Zahnfarbe abgestimmt sein
Die Farbe der Facetten muss genau auf die natürliche Zahnfarbe abgestimmt sein

Flap-Operation

Mit einer Flap-Operation ist eine Lappenoperation gemeint. Dieser Eingriff kann im Rahmen einer Parodontitis-Behandlung zur Anwendung kommen, wenn die vorherigen Therapieoptionen keine Wirkung zeigen.

Ablauf

Bei einer Flap-Operation erhält der Patient zunächst eine lokale Betäubung. Dann schneidet der Arzt das Zahnfleisch auf und klappt es zur Seite. Anschließend erfolgt das Abschaben von tiefsitzenden Konkrementen von der Zahnwurzel, die man zudem glättet.

Nach der Behandlung von Zahn, Zahnfleisch und Knochen verschließt der Operateur die Wunde wieder, indem er sie vernäht oder mit einem Zahnfleischverband versieht. Ein paar Tage später folgt das Ziehen der Fäden.

Nebenwirkungen

Als mögliche Nebenwirkungen kommen Wundschmerzen und Blutungen in Betracht, die jedoch nur von kurzer Dauer sind.

Voraussetzungen für eine Flap-Operation

Eine Flap-Operation ist nur dann möglich, wenn zuvor eine spezielle Vorbehandlung durchgeführt wird. Außerdem müssen die Zähne sauber und glatt sein.

Auch das Mitarbeiten des Patienten ist von Bedeutung. So hat dieser die Aufgabe, seine Zähne gründlich zu reinigen. Darüber hinaus sollte eine längere Nachkontrolle erfolgen.

Fissur

Spricht man von einer Zahnfissur, sind damit die Grübchen im Kauflächenrelief der seitlichen Zähne gemeint. Man bezeichnet sie auch als Zahnrillen oder Zahnfurchen.

Merkmale

Ein typisches Merkmal der menschlichen Zähne ist, dass sie zumeist über eine Hauptfissur verfügen. Wenn die Fissur in Längsrichtung verläuft, nennt man sie Längsfissur. Dagegen werden die zahlreichen kleinen Fissuren, die quer verlaufen, als Querfissuren bezeichnet.

Durch die Zahnfissuren lassen sich die Zahnhöcker voneinander abgrenzen. Außerdem können sie bei einer Schlussbissstellung die Zahnhöcker des gegenüberliegenden Kiefers aufnehmen.

Fissurenkaries

Ist der Zahndurchbruch abgeschlossen, besteht die Gefahr, dass die Fissuren von schädlichen Bakterien besiedelt werden. Aufgrund ihrer Enge und Tiefe lassen sie sich oftmals nicht effektiv genug reinigen, sodass es zur Bildung von Fissurenkaries kommen kann.

Ein Problem ist, dass sich Fissurenkaries von außen nur schwer erkennen lässt. Selbst Röntgenaufnahmen liefern nicht immer genügend Aufschluss. Bei kariesanfälligen Menschen besteht jedoch die Möglichkeit einer Fissurenversiegelung.

Fissurenversiegelung

Im Rahmen einer Fissurenversiegelung wird eine Zahnfurche mit Füllungsmaterial versiegelt, um den Zahn vor Karies zu schützen. Vor allem die Seitenzähne (Molaren) gelten als anfällig für Fissurenkaries. In den meisten Fällen entsteht sie etwa zwei Jahre nach dem Durchbruch des Zahns.

Zur Kariesprophylaxe ist eine Fissurenversiegelung also durchaus sinnvoll. So lässt sich durch diese Maßnahme der Kariesbefall um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Versiegelungsmaterialien

Zum Versiegeln einer Zahnfissur verwendet der Zahnarzt dünn fließende Kompositmaterialien auf Kunststoffbasis. Diesen können auch Füllstoffe zugesetzt werden, die die Eigenschaft haben, Fluoride freizusetzen, die wiederum Karies entgegenwirken.

Durchführung einer Fissurenversiegelung

In den meisten Fällen erfolgt eine Fissurenversiegelung bei Kindern und Jugendlichen. Man unterscheidet zwischen einer präventiven Fissurenversiegelung und einer erweiterten Fissurenversiegelung.

Präventive Fissurenversiegelung

  1. Zu Beginn einer präventiven Fissurenversiegelung reinigt der Zahnarzt den Zahn mit einer fluoridhaltigen Paste.
  2. Anschließend wird der unpräparierte Zahnschmelz mit Phosphorsäure konditioniert.
  3. Nächster Schritt ist das Einbringen des Versiegelungsmaterials mithilfe eines feinen Bürstchens oder Kugelstopfers.
  4. Anschließend erfolgt die Lichthärtung des Versieglers.
  5. Zuletzt nimmt der Zahnarzt eine Fluoridisierung vor, um den Zahn zu remineralisieren.

Erweiterte Fissurenversiegelung

Bei einer erweiterten oder invasiven Fissurenversiegelung entfernt der Zahnarzt Fissurenanteile, die sich dunkel verfärbt haben. Dazu setzt er einen Bohrer mit dem geringsten Durchmesser ein.

Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass sich hinter der Verfärbung keine Fissurenkaries befindet. Danach ist der Ablauf der Gleiche wie bei der präventiven Fissurenversiegelung.

Die Fissurenversiegelung wir oft bei Kindern durchgeführt
Die Fissurenversiegelung wir oft bei Kindern durchgeführt

Foetor ex ore

In der Zahnmedizin wird Mundgeruch, der von der Mundhöhle ausgeht, als Foetor ex ore bezeichnet. Als mögliche Auslöser von Foetor ex ore gelten:

  • Zahnfleischentzündungen
  • eine Parodontitis
  • defekte Zähne
  • schlecht heilende Zahnwunden

Hauptursache ist jedoch mangelnde Mundhygiene. Zum Mundgeruch kommt es durch das bakterielle Zersetzen von Speiseresten und chemischen Speichelkomponenten. Weitere mögliche Auslöser sind:

Mundgeruch welcher von der Mundhöhle ausgeht nennt man Foetor ex ore
Mundgeruch welcher von der Mundhöhle ausgeht nennt man Foetor ex ore

GBR

Die Abkürzung GBR steht für Guided Bone Regeneration (Gesteuerte Knochenregeneration). Bei dieser Methode werden Barrieremembranen eingesetzt, die zum Aufbau von verlorenen Alveolarknochen dienen.

Dabei wird die Regenerationsfähigkeit des körpereigenen Knochens genutzt. Dies ermöglicht das Einpflanzen eines Zahnimplantats.

Zu Knochendefekten kann es nach dem Ziehen eines Zahns kommen oder wenn sich der Alveolarknochen nach längerer Zahnlosigkeit zurückbildet. So tritt nach einer Zahnextraktion im Wundbereich eine Rückbildung des Knochens auf, da es an einer funktionellen Belastung mangelt.

Um ein Zahnimplantat einsetzen zu können, ist es erforderlich, dass dieses komplett von Knochen umgeben wird. So zählt die GBR zur Implantologie und dient dazu, neue Knochensubstanz aufzubauen.

Im Rahmen der GBR werden die verlorenen Strukturen nicht nur repariert, sondern sogar regeneriert. Dabei dient eine Membran als Schutzbarriere, wodurch sich der Knochen durch seine Regenerationsfähigkeit wieder aufbauen kann.

In ungünstigen Fällen ist es notwendig, die Membran durch das Verwenden von Füllmaterial vor einem Kollaps zu bewahren. Ohne eine Membranbarriere würde sich der knöchernde Defekt mit rasch wachsendem Bindegewebe füllen.

Gegenanzeigen

Vor der Durchführung der gesteuerten Knochenregeneration sind einige Gegenanzeigen zu beachten. Dazu gehören:

  • starkes Rauchen
  • eine unzureichende Plaquekontrolle des Patienten
  • schlecht eingestellter Diabetes mellitus
  • erhebliche Allgemeinerkrankungen
  • eine Parodontitis

Darüber hinaus ist eine konsequente Mundhygiene für das Gelingen des Verfahrens dringend erforderlich.

Durchführung

Die GBR kombiniert man mit dem Anlegen eines Schleimhaut-Knochenlappens. Dabei wird im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs der Lappen von seiner knöchernen Unterlage gelöst.

Danach bringt man die Membran sowie Knochen oder Knochenersatzmaterial ein. Nach der Verlängerung des Knochenlappens mithilfe einer Periostschlitzung, ist eine komplette Abdeckung möglich.

Sieben bis zehn Tage nach der Operation erfolgt das Ziehen der Fäden. Bis das implantierte Material verheilt ist, dauert es etwa sechs bis neun Monate.

Risiken

Mögliche Komplikationen sind:

  • klaffende Wundränder
  • eine Wundinfektion
  • eine Beschädigung des Schleimhaut-Knochenhautlappens

Germektomie

Die Germektomie ist ein zahnärztliches Verfahren, das vor allem bei Weisheitszähnen zur Anwendung kommt. Dabei entfernt man aus kieferorthopädischen Gründen einen Zahnkeim. Dies geschieht, weil die Größe und Anzahl der Zähne häufig nicht mit der Größe des Kiefers übereinstimmen, was wiederum einen Zahnengstand zur Folge haben kann.

Als bester Zeitpunkt für eine Germektomie gilt das Ausbilden der Zahnkrone. Dabei darf die Zahnkrone jedoch noch nicht mineralisiert sein. Außerdem befindet sich der Zahnkeim locker innerhalb des Zahnfollikels, sodass noch keine Verankerung im Knochen besteht.

Ablauf einer Germektomie

Zunächst erhält der Patient eine Anästhesie. Dann führt der Operateur einen Schnitt durch und bildet einen Schleimhautperiostlappen. Wird der Kieferknochen vom Zahnkeim schon durchbrochen, lässt sich dieser bereits erkennen.

In den meisten Fällen ist jedoch das Fräsen eines Knochenfensters erforderlich. Durch dieses Fenster hebt der Chirurg den Zahnkeim und das Zahnfollikel heraus. Alternativ ist auch eine partielle Entfernung des Zahnkeims möglich.

Darüber hinaus muss der Zahnfollikel vollständig entfernt werden, da es sonst zu einer follikulären Zyste kommen kann. Falls nötig, entfernt der Operateur auch scharfe Knochenkanten.

Zum Ende des Eingriffs vernäht er die Wunde wieder. Komplikationen bei der Wundheilung sind in der Regel nicht zu befürchten.

Gingiva

Als Gingiva bezeichnet man das Zahnfleisch, das einen Teil der Mundschleimhaut bildet. Sie umgibt die Zähne wie ein Kragen.

Aufbau

Bei der Gingiva handelt es sich um einen 3 bis 9 Millimeter breiten Gewebestreifen in der Mundhöhle. Befestigt ist sie teilweise an den Zähnen und teilweise am Alveolarfortsatz. Zusammengesetzt wird sie aus verhorntem Plattenepithel.

Man zählt das Zahnfleisch zur mastikatorischen Mundschleimhaut. Im Mundvorhof erfolgt die Trennung zwischen dem Zahnfleisch und der auskleidenden Mundschleimhaut durch die mukogingivale Grenzlinie.

Da das Zahnfleisch nicht über eine Unterhaut verfügt, lässt es sich nicht verschieben. Auch eine Neubildung ist nicht möglich.

Zu den häufigsten Zahnfleischerkrankungen zählen die Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und die Parodontitis.

Einteilung

Das Zahnfleisch lässt sich in eine freie und eine befestigte Gingiva einteilen. Das Epithel der freien Gingiva besteht aus

  • dem oralen Epithel
  • dem oralen Sulkusepithel und
  • dem Saumepithel.

Die befestigte Gingiva setzt sich aus

  • den Stratum spinosum
  • dem Stratum granulosum
  • dem Stratum basale sowie
  • dem Stratum corneum

zusammen.

Gingivaltasche

Unter einer Gingivaltasche oder Zahnfleischtasche versteht man einen Spalt zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch bzw. Kieferknochen. Eine Zahnfleischtasche entsteht, wenn sich das Zahnfleisch vom Zahn ablöst.

Meist handelt es sich bei einer Gingivaltasche um das Hauptsymptom einer entzündlichen Zahnbetterkrankung. Neben der Zahnfleischtasche kommt es außerdem an der Zementoberfläche zur Bildung von Ablagerungen oder Konkrementen.

Da Bakterien in die Zahnfleischtasche eindringen können, besteht die Gefahr, dass es zu einer Entzündung kommt und sich der Zahnhalteapparat zurückbildet. Außerdem kann sich in der Zahnfleischtasche Eiter ansammeln.

Formen

Bei einer Gingivaltasche gilt es, zwischen einer Pseudotasche und einer echten Tasche zu unterscheiden. Bei einer Pseudotasche kommt es nur zum Anschwellen des Zahnfleischrandes, bei einer echten Tasche jedoch zum Verlust von Knochen.

Außerdem verschiebt sich der Zahnfleischansatz in Richtung Wurzelspitze. Im schlimmsten Fall droht der Verlust des Zahnes.

Glossitis

Von einer Glossitis (Zungenentzündung) sprechen Ärzte, wenn eine chronische Erkrankung der Zunge vorliegt. Bemerkbar macht sich diese durch:

Außerdem können sich auf der Zunge Bläschen und Geschwüre bilden.

Ursachen

Für das Entstehen einer Glossitis kommen verschiedene Ursachen in Betracht. Dazu gehören vor allem:

Aber auch Alkoholkonsum, Rauchen und unzureichende Mundhygiene haben nicht selten eine Glossitis zur Folge.

Diagnose

Um eine Glossitis zu diagnostizieren, erfolget:

  • eine Erhebung des Zahnstatus
  • die feingewebliche Untersuchung einer Schleimhautprobe
  • eine internistische Untersuchung
  • eine bakteriologische bzw. mykologische Untersuchung

Behandlung

Um eine Glossitis erfolgreich zu bekämpfen, ist es erforderlich, die auslösende Grunderkrankung zu behandeln. Dies kann zum Beispiel durch das Verabreichen von Eisenpräparaten, Vitaminpräparaten oder Antimykotika erfolgen.

Lindernd wirken zudem Mundspülungen mit Kamille sowie der Verzicht auf Tabak und scharfe Speisen.

Guided Tissue Regeneration (GTR)

GTR ist die Abkürzung von Guided Tissue Regeneration und bedeutet übersetzt "gesteuerte Geweberegeneration". Gemeint sind damit Verfahren, die zur Wiederherstellung von Gewebe des Zahnhalteapparates dienen.

Eine Parodontitis hat nicht nur den Rückgang von Zahnfleisch zur Folge, sondern auch des Alveolarknochens und des Desmodonts, der die Verbindung zwischen Knochen und Zahn gewährleistet. Geht das knöcherne und bindegewebige Stützgewebe verloren, drohen die Lockerung des betroffenen Zahns sowie im schlimmsten Fall dessen Verlust.

Anwendungsgebiete

Zur Anwendung kommt die gesteuerte Geweberegeneration, um Gewebestrukturen des Zahnhalteapparats wie Alveolarknochen und Desmodont, die im Rahmen einer Parodontitis verloren gingen, wiederherzustellen. Als Indikationen gelten ein Verlust von Knochen in mandibulären Furkationen sowie das Vorliegen von einwandigen bis dreiwandigen Knochentaschen.

Gegenanzeigen

Gegenanzeigen sind:

  • eine unzureichende Plaquekontrolle durch den Patienten
  • das Vorhandensein von marktoten Zähnen, die nur eine unzureichende Wurzelbehandlung erhielten
  • ein horizontaler Knochenverlust
  • Diabetes mellitus, der schlecht eingestellt ist
  • Tabakkonsum

GTR-Verfahren

Vor der Durchführung der gesteuerten Geweberegeneration erfolgen eine professionelle Zahnreinigung sowie eine konventionelle Parodontaltherapie. Dabei entfernt man Plaque, bakterielle Beläge und Zahnstein, wodurch das Zahnfleisch relativ entzündungsfrei wird.

Für die Guided Tissue Regeneration ist es notwendig, eine Lappenoperation vorzunehmen, um das Zahnfleisch chirurgisch abzulösen und die Oberflächen der Wurzeln, die sich unterhalb des Zahnfleischrandes befinden, freizulegen. Dann erfolgt das Reinigen und Glätten dieser Strukturen. Dabei werden auch Granulationsgewebe und Zahnbeläge entfernt.

Über dem parodontalen Effekt platziert man eine Membran, die zumeist resorbierbar ist, und verlegt den mukogingivalen Lappen zurück. Unterhalb der Membran kommt es zur Bildung eines Blutgerinnsels.

Verläuft die Wundheilung optimal, können sich neue parodontale Strukturen bilden. Die Membran verhindert zudem ein tiefes Wachstum von störendem Epithel. Besteht die Membran aus Material, das sich resorbiert, löst sie sich nach einigen Monaten von selbst wieder auf. Ansonsten entfernt man sie nach ein paar Wochen auf chirurgische Weise.

Knochenersatzmaterialien

Ebenfalls zur gesteuerten Geweberegeneration gehört das Einpflanzen von Knochenersatzmaterialien nach der Bildung eines Mukoperiostlappens. Das Material setzt der Chirurg in die intraalveoläre Knochentasche ein und deckt es mit dem Mukoperiostlappen ab.

Anschließend wird die Wunde mit einer stabilen Naht versorgt. Die Nähte entfernt man nach sieben bis zehn Tagen wieder.

Komplikationen

Als mögliche Komplikationen nach einer gesteuerten Geweberegeneration kommen die intraoperative Schädigung des Mukoperiostlappens sowie eine Infektion der Membran in Betracht.

Gussfüllung

Bei der Gussfüllung, die auch als Inlay bezeichnet wird, handelt es sich um eine feste Füllung der Backenzähne. Diese basiert zumeist auf einer Goldlegierung.

So erfolgt die Herstellung von Gussfüllungen normalerweise aus Edelmetall. Der Abstand zwischen Füllung und Zahn lässt sich durch das Polieren verringern.

Herstellung

Erster Schritt zum Erstellen einer Gussfüllung ist das Beschleifen des Zahns. Nachdem der Zahn entsprechend präpariert wurde, erstellt man ein Gipsmodell, welches dem Zahntechniker zur Herstellung einer Wachsfüllung dient. Diese gießt er dann in Edelmetall.

Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Füllung einen formgenauen Sitz hat. Das definitive Einsetzen des Inlays erfolgt dann beim Zahnarzt mit Zement.

Alternativ lassen sich aber auch computergestützte Systeme wie CEREC nutzen. Dabei misst der Zahnarzt den Kiefer digital aus und nimmt das passgenaue Fräsen eines Keramikstückes vor, dass er dann als Keramik-Inlay in den Zahn einsetzt.

Guttapercha

Als Guttapercha oder Gutta wird der getrocknete Milchsaft des Guttaperchabaums (Palaquium gutta) bezeichnet, der in Malaysia wächst.

Die Zahnmedizin verwendet Guttapercha vor allem für Wurzelkanalbehandlungen. Dabei dient das kautschukähnliche Naturprodukt gemeinsam mit einem Dichtzement, den man als Versiegler bezeichnet, zum Füllen von Wurzelkanälen.

Zu den zu beachtenden Faktoren gehört, dass die Füllung über reichlich Guttapercha und möglichst wenig Versiegler verfügt, da Guttapercha stabiler und biokompatibler ist. Mitunter kommt Guttapercha auch für provisorische Füllungen zum Einsatz.

Auf diese Weise überbrückt der Zahnarzt den Zeitraum zwischen dem Präparieren und Einsetzen eines Inlays. Zu den Vorteilen des Guttaperchas gehört, dass seine Entfernung in einem Stück erfolgen kann.

Halimeter

Ein Halimeter dient dazu, Mundgeruch (Halitosis) zu erfassen. Dazu misst man die Menge von flüchtigen Schwefelverbindungen in der Atemluft, die die Testperson ausatmet. Die Verbindungen entstehen durch anaerobe Bakterien.

Durchführung

Zur Messung führt der Getestete einen Strohhalm in seinen Mund ein. Die Luft, die aus dem Mundraum kommt, leitet man einem elektrochemischen Sensor über eine spezielle Pumpe zu. Vor dem Messen muss die Testperson ihren Mund schließen und eine Minute lang nur durch die Nase atmen.

Halitose

Unangenehmen Mundgeruch bezeichnet man als Halitose
Unangenehmen Mundgeruch bezeichnet man als Halitose

Als Halitose oder Halitosis bezeichnet man unangenehmen Mundgeruch. Mediziner nennen den schlechten Atem auch Foetor ex ore.

Ursachen von Mundgeruch

Halitose wird entweder von lokalen oder systemischen Ursachen hervorgerufen. In bis zu 90 Prozent aller Fälle sind die Mundhöhle oder der Nasen-Rachenraum für den Mundgeruch verantwortlich. Als typische Auslöser gelten:

  • schlechte Mund- und Zungenhygiene
  • ein schlechter Zahnstatus mit Karies
  • Rückstände von Speisen
  • Tabakkonsum
  • Alkoholgenuss
  • trockener Mund
  • Mundschleimhaut- oder Zahnfleischentzündungen wie Stomatitis oder Gingivitis
  • Mundfäule
  • Parodontitis
  • Infektionen in der Mundhöhle
  • Infektionen des Nasen-Rachenraums

Für systemisch bedingten Mundgeruch können Nierenversagen, eine Hiatushernie, eine Leberzirrhose oder die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) verantwortlich sein.

Ein Problem ist, dass die betroffenen Personen nicht in der Lage sind, ihren eigenen Atemgeruch wahrzunehmen. So ist meist ein spezieller Atemtest nötig, mit dem sich der Schwefelgehalt der ausgeatmeten Luft ermitteln lässt.

Behandlung

Zur Behandlung der Halitose bedarf es zumeist einer Therapie der Grunderkrankung. Außerdem sollte der Betroffene:

  • viel schwarzen Tee trinken, dessen Inhaltsstoffe das Wachsen von Plaquebakterien behindern
  • seine Mundhygiene verbessern
  • sich häufiger die Zähne putzen
  • Mundspülungen mit Salbeitee oder antibakteriellen Mundspüllösungen, die Chlorhexidin enthalten, durchführen

Hasenscharte

Unter einer Hasenscharte versteht man eine Lippen-Kiefer-Gaumensegel-Spalte. Diese zählt zu den häufigsten Fehlbildungen beim Menschen.

Die Hasenscharte entsteht bereits in der embryonalen Entwicklung der betroffenen Person. Nicht selten tritt die Lippen-Kiefer-Gaumensegel-Spalte familiär gehäuft auf.

Mögliche Ursachen

Die Gründe für das Entstehen einer Hasenscharte sind nicht genau klar. Es wird eine Kombination aus äußeren und erblichen Faktoren angenommen. Dazu gehören:

Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte als häufigste Fehlbildung des Menschen
Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte als häufigste Fehlbildung des Menschen

Hydroxylapatit

Bei Hydroxiyapatit handelt es sich um ein hydroxyliertes Calciumphosphatsalz, das über einen sehr hohen Härtegrad verfügt. Zahnschmelz besteht zu 97 Prozent aus Hydroxylapatit. Trotz seines hohen Härtegrades kann es durch Säurebildung von Bakterien oder Lebensmitteln angegriffen und zersetzt werden.

Hydroxylapatithaltige Zahncremes

Hydroxylapatit ist in speziellen Zahncremes enthalten, die zur Karies-Prophylaxe dienen. Zu den bekanntesten Produkten zählt Biorepair, das über Zinkcarbonat-Hydroxylapatit verfügt.

Dieses ähnelt dem natürlichen Zahnschmelz und bildet auf der Oberfläche des Zahns eine schützende Schicht. Sogar Kariesläsionen im Frühstadium lassen sich mit Zinkcarbonat-Hydroxylapatit wieder auffüllen.

Hydroxylapatit kann aber auch zur Behandlung von freiliegenden und schmerzempfindlichen Zahnhälsen zur Anwendung kommen. So ist es möglich, die Schmerzempfindlichkeit zu vermindern, indem man die Dentinoberfläche sowie die Öffnungen der Dentinkanälchen durch Aufbringen eines Lacks versiegelt. Forschungen ergaben, dass auch das Putzen mit einer Zahnpasta, die Hydroxylapatit enthält, die Dentinkanälchen des Zahnbeins verschließen kann.

Hyperdontie

Im Gegensatz zur Hypodontie handelt es sich bei einer Hyperdontie oder Hyperodontie um ein Übermaß an Zähnen. So befinden sich im bleibenden Gebiss mehr als 32 und im Milchgebiss mehr als 20 Zähne. Allerdings treten Hyperdontien im Milchgebiss nur sehr selten auf.

Besonders betroffen von einer Überanzahl an Zähnen sind asiatische Menschen. In Europa zeigt sich die Hyperdontie nur bei 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung.

Ursachen

Die Ursachen für eine Hyperdontie sind noch immer unbekannt. Als mögliche Ursachen vermutet man:

Behandlungsmaßnahmen

Falls erforderlich, kann eine Hyperdontie auch zahnmedizinisch behandelt werden, was jedoch eine individuelle Planung erfordert. In den meisten Fällen wird der überschüssige Zahn gezogen.

Hypersensibilität

Überempfindliche Zähne können sehr schmerzhaft sein
Überempfindliche Zähne können sehr schmerzhaft sein

Unter Hypersensibilität oder Dentinhypersensibilität versteht man eine Überempfindlichkeit der Zähne auf externe Reize wie

  • kalt
  • heiß
  • süß und
  • sauer.

Schmerzempfindliche Zähne

Liegt eine Dentinhypersensibilität vor, reagieren die Zähne schmerzempfindlich auf äußere Reize. Hervorgerufen wird die Hypersensibilität durch das Freiliegen der Dentinkanälchen (Dentintubuli) im Zahnbein (Dentin). So werden durch die offen liegenden Dentinkanälchen Reize wie kalt, heiß, süß und sauer an die Pulpa weitergeleitet.

In Deutschland leiden etwa 57 Prozent aller erwachsenen Bundesbürger unter schmerzempfindlichen Zähnen. Nicht selten wirken sich diese negativ auf ihre Lebensqualität aus.

Ursachen

Zu einer Dentinhypersensibilität kommt es zumeist durch den Rückgang von Zahnfleisch. Dieser wird wiederum durch

  • Zahnfleischverletzungen
  • Abrasion oder
  • Parodontalbehandlungen

hervorgerufen. Je weiter sich das Zahnfleisch zurückzieht, desto mehr liegt das Zahnbein frei. Dadurch werden die Dentinkanälchen zu einer direkten Verbindung zwischen der Mundhöhle und dem Zahnnerv.

Treten nun chemische Reize, Temperaturschwankungen oder mechanische Reize auf, leiten die Kanäle diese an die Zahnpulpa weiter, was sich durch einen kurzen und scharfen Schmerz bemerkbar macht.

Mitunter kann die Hypersensibilität so stark ausgeprägt sein, dass selbst das Zähneputzen Schmerzen bereitet und die Betroffenen es deswegen einschränken. Dies führt jedoch oft zu einem Teufelskreis, weil sich das Zahnfleisch bei unzureichender Mundhygiene entzündet und im Laufe der Zeit noch weiter zurückgeht, wodurch sich die Schmerzempfindlichkeit erhöht.

Behandlung

Um eine Hypersensibilität zu behandeln, ist es wichtig, die offenen Dentinkanälchen zu verschließen. Mittlerweile sind spezielle Zahncremes und Mundspülungen erhältlich, die über Wirkstoffe verfügen, die die Kanälchen verschließen.

Führt dies nicht zu einer Besserung, ist es möglich, die Dentinkanälchen beim Zahnarzt durch das Aufbringen eines speziellen Lacks zu versiegeln.

Hypodontie

Im Falle einer Hypodontie ist eine Zahnunterzahl im Gebiss vorhanden. Bei mehr als fünf fehlenden Zähnen ist von einer Oligodontie die Rede. Die Hypodontie tritt vorwiegend beim bleibenden Gebiss auf. Beim Milchgebiss zeigt sie sich dagegen nur selten.

Ursachen

In den meisten Fällen hat eine echte Hypodontie erbliche Ursachen und ist bereits angeboren. Nicht selten wird sie von weiteren Anomalien oder Erkrankungen begleitet. Dabei handelt es sich meistens um:

Besonders von der Hypodontie betroffene Zähne sind:

  • die Weisheitszähne
  • die oberen seitlichen Schneidezähne
  • die unteren mittleren Schneidezähne
  • die Prämolaren
  • die unteren Schneidezähne an der Seite

Unechte Hypodontie

Von einer unechten Hypodontie sprechen Zahnärzte, wenn die Zahnunterzahl durch erworbene Ursachen wie einen Unfall, Röntgenbestrahlungen oder eine Entzündung des Knochenmarks entsteht. Trägt dagegen Karies die Verantwortung für eine verminderte Anzahl der Zähne, ist von einer Gebissreduktion die Rede.

Behandlungsmöglichkeiten

Grundsätzlich ist es möglich, eine Hypodontie mit implantologischen, kieferorthopädischen oder prothetischen Mitteln zu behandeln. Da die Therapie recht aufwendig ist, erfordert sie eine präzise Planung.

Auch allgemeine Erkrankungen sowie die finanzielle Lage des Betroffenen spielen eine bedeutende Rolle.

Impaktierter Zahn

Bei einem impaktierten Zahn handelt es sich um einen Zahn, der im Gebiss nicht vollständig durch die Zahnreihe durchbrechen kann.

Ursachen

Als mögliche Ursachen zählen:

  • Platzmangel im Kiefer
  • ein Zahnengstand
  • eine Zahnkeimverlagerung

Ein weiterer denkbarer Grund ist, wenn sich die Zahnwurzeln des vorhergehenden Milchzahns nicht rechtzeitig auflösen.

Besonders betroffen von einer Impaktierung sind:

  • Weisheitszähne
  • Vormahlzähne
  • Distomolare
  • Eckzähne
  • Frontzähne

Impaktierte Weisheitszähne

Wie bereits erwähnt, zeigt sich die Impaktierung besonders häufig bei den Weisheitszähnen. Die Behandlung erfolgt in der Regel durch das Herausoperieren des betroffenen Weisheitszahnes. So zählt das Entfernen des Weisheitszahns zu den häufigsten zahnchirurgischen Eingriffen.

Intrakoronal

Der Begriff "Intrakoronal" stammt aus der Zahnprothetik. Gemeint ist damit, dass etwas in der Zahnkrone liegt.

Dabei kann es sich um ein Geschiebe innerhalb einer künstlichen Zahnkrone handeln, mit der herausnehmbarer Zahnersatz fixiert werden soll. So bringt man eine Geschiebematrize aus Gründen der Konstruktion bewusst in die Krone ein. Befindet sich dagegen etwas außerhalb der Krone, verwendet der "Extrakoronal".

Initialläsion

Die Initialläsion gilt als erstes sichtbares Anzeichen von Zahnkaries. So bildet sie das erste Kariesstadium mit der Demineralisation des Zahnes.

Bemerkbar macht sich diese durch kreideartige Flecken auf dem betroffenen Zahn. Zahnärzte sprechen bei diesen weißen Punkten von einer kariösen Initialläsion.

Intraoral

Der Begriff Intraoral bedeutet in der Zahnmedizin "im Mund". Das Gegenteil von Intraoral bildet der Begriff Extraoral. Dieser bedeutet wiederum "zum Mund gehörend".

Irrigator

Bei einem Irrigator handelt es sich um ein medizinisches Instrument. In der Zahnmedizin verwendet man ihn unter dem Zahnfleischsaum, um damit beispielsweise therapeutische Lösungen in einer Zahnfleischtasche zu verteilen.

Irrigatoren können aus festem Material bestehen und einem Becher ähneln oder aus Gummi sein und die Form eines Beutels haben, der an eine Wärmflasche erinnert.

Zur Anwendung füllt man den Irrigator mit einer therapeutischen Flüssigkeit und schließt ihn an einen Schlauch an. Danach bringt man ihn über dem Patienten in Position und öffnet den Verschlusshahn, sodass die Flüssigkeit abfließen kann.

Invisalign

Bei Invisalign handelt es sich um eine Methode zur Therapie von leichteren Zahnfehlstellungen. Dabei kommen dünne, durchsichtige Schienen aus Kunststoff zur Anwendung, die man im englischen als "Aligner" (Ausrichter) bezeichnet. Im deutschen Sprachraum nennt man Invisalign auch Aligner-Therapie.

Durchführung

Zu Beginn der Aligner-Therapie erstellt man mit einem speziellen Computergrafikverfahren dreidimensional das Behandlungsziel, das zuvor festgelegt wird. Dabei geht der Therapeut vom Ist-Zustand der Zahnreihen aus. Außerdem teilt er die einzelnen Therapiephasen ein.

Für jede dieser Phasen stellt man eine individuelle Schiene her. Diese trägt der Anwender etwa 14 Tage lang. Durch das Ausüben von Druck bewegen sich die Zähne allmählich in die Richtung, die zuvor errechnet wurde. Im Anschluss daran erfolgt das Tragen der nächsten Schiene.

Diese Prozedur wird bis zum Erreichen des Therapieziels wiederholt. Je nachdem, wie stark die Zahnfehlstellung ausgeprägt ist, nimmt die Aligner-Therapie 6 Monate bis eineinhalb Jahre in Anspruch.

Voraussetzungen

Als bester Zeitpunkt für eine Aligner-Therapie gilt das Alter zwischen 11 und 13 Jahren. Dabei kann das natürliche Wachstum des Körpers zum Korrigieren der Zahnfehlstellungen genutzt werden. Das Invisalign eignet sich für sämtliche Zahnfehlstellungen und lässt sich auch mit anderen Verfahren kombinieren.

Vor- und Nachteile der Aligner-Therapie

Ein großer Vorteil der Kunststoffschienen ist, dass sie durchsichtig sind, sodass sie weniger auffallen als konventionelle Zahnspangen. Da sie sich herausnehmen lassen, kommt es weder bei der Mundhygiene noch beim Essen zu Schwierigkeiten.

Allerdings muss der Patient eine Tragezeit von 22 Stunden pro Tag einhalten, da sich die Therapie ansonsten verlängern kann. In Deutschland gibt es von den gesetzlichen Krankenkassen keinerlei Zuschuss für die Aligner-Therapie, was bei den privaten Versicherungen dagegen der Fall ist.

Inzisivus

Dens inzisivus ist die fachmedizinische Bezeichnung für den Schneidezahn. Der Schneidezahn gehört zu den Frontzähnen und dient dazu, die Nahrung abzubeißen.

Das menschliche Gebiss ist mit vier Schneidezähnen ausgestattet, von denen sich jeweils zwei im Oberkiefer sowie im Unterkiefer befinden. Die Form des Dens inzisivus ähnelt einer Schaufel oder einem Meißel.

Jacketkrone

Mit einer Jacketkrone ist eine Zahnkrone aus Vollkeramik gemeint. Sie gilt als hochwertigste aller Kronen, weil sie über eine hohe Bioverträglichkeit sowie eine intensive kosmetische Natürlichkeit verfügt. Sowohl die Präparation als auch das Herstellen der Jacketkrone im Zahnlabor sind mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden.

Geschichte

Die erste Vollkeramikkrone wurde 1889 von dem amerikanischen Dentisten Charles Henry Land (1847-1922) angemeldet, der als Vater der Porzellanheilkunde gilt. Es dauerte allerdings bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, bis die Jacketkrone eine Renaissance erlebte.

So wurde das Kernmaterial der Zahnkrone von John W. McLean mit Aluminiumoxid verstärkt, was ihr zu einem erheblichen Festigkeitswert verhalf.

Ein Nachteil der Jacketkrone war allerdings das Wegschleifen von erheblichen Mengen der Zahnsubstanz, um ihr zu mehr Festigkeit zu verhelfen. Dies hatte jedoch häufig eine Devitalisierung des Zahns zur Folge. In der heutigen Zeit fertigt man die Vollkeramikkronen aus Zirkon an.

Kariesrezidiv

Unter einem Kariesrezidiv versteht man das erneute Entstehen von Zahnkaries an einer Stelle, die bereits behandelt wurde. Es kommt zumeist durch einen Fehler des Zahnarztes zustande, weil dieser die Karies nicht komplett entfernt hat.

Kavität

Als Kavität bezeichnet man den Hohlraum, der durch Karies oder nach dem Bohren im Rahmen einer zahnärztlichen Kariesbehandlung entsteht. Nach dem Bohren füllt der Zahnarzt das Loch mit einer Füllung.

Zahnmediziner unterscheiden zwischen fünf unterschiedlichen Kavitätenklassen. Dazu gehören

  • Klasse I, bei der es sich um eine rein okklusale Kavität handelt,
  • Klasse II (approximale Kavität im Bereich der Seitenzähne) und
  • Klasse III (approximale Kavität im Bereich der Frontzähne, ohne dass eine Beteiligung der Schneidekante besteht).
  • Von Klasse IV spricht man, wenn eine approximale Kavität an den Vorderzähnen vorliegt und die Schneidekante beteiligt ist.
  • Bei Klasse V handelt es sich um eine Kavität nahe am Zahnfleisch an den Zahnhälsen.

Eine Sonderform stellt die Kavitätenklasse VI dar. Darunter fallen sämtliche Kavitäten an den Milchzähnen. Die unterschiedlichen Kavitätenklassen erleichtern es dem Zahnarzt, sich für ein bestimmtes Behandlungsverfahren zu entscheiden.

KCP

KCP ist die Abkürzung von Kinetischer Kavitätenpräparation und auch als Air Abrasion Technology oder Sandstrahlmethode bekannt. Dieses Verfahren wird zur Behandlung von Karies eingesetzt.

Der Zahnarzt benutzt dabei ein mit Luftdruck betriebenes Instrument. Mit diesem Gerät setzt man den betroffenen Zahn Aluminiumoxidpartikel aus. Der Druck beträgt dabei bis zu 9 Bar.

Ebenso wie die Größe der Partikel ist auch der Druck einstellbar. Auf diese Weise lässt sich mitunter sogar der Zahnbohrer ersetzen.

Indikationen

Zur Anwendung kommt das KCP-Verfahren bei leichtem und mittlerem Kariesbefall. Die Methode gilt als feiner und präziser als die Bohrmethode und bewirkt eine sehr kleine Öffnung im Zahn. Durch diese Öffnung entfernt der Zahnarzt das befallene Zahnmaterial. Auch zur Behandlung von Zahnfissuren und Verfärbungen eignet sich die kinetische Kavitätenpräparation.

Vor- und Nachteile

Die KCP-Methode hat den Vorteil, dass sie die Substanz des Zahns schonend behandelt. So wird durch das präzise Gerät weniger Zahnschmelz in Mitleidenschaft gezogen als von einem Zahnbohrer. Außerdem eignet sich das Verfahren für Patienten, die Angst vor dem Zahnarzt oder dem Bohrer haben.

Allerdings lässt sich mit dem KCP-Gerät nur sehr hartes Material abtragen. Für das Kariesgewebe werden andere Instrumente benötigt, sodass der Zahnarzt mitunter doch den Bohrer einsetzen muss.

Außerdem eignet sich das KCP-Verfahren nur für das Einsetzen von Füllungen aus Kunststoff, denn nur diese passen im Gegensatz zu Amalgam- und Metallfüllungen durch die kleine Zahnöffnung. Auch bei einer bereits vorhandenen Füllung ist der Einsatz von KCP nicht möglich. In Deutschland gibt es zudem bislang nur sehr wenige KCP-Behandlungen.

Kofferdam

Der Kofferdam ist auch unter den Bezeichnungen Spanngummi oder Kofferdamtuch bekannt. Gemeint ist damit ein grünes Spanngummituch, das aus Gummi oder elastischem Kunststoff besteht. Es dient dazu, einen behandelten Zahn vom Rest des Mundraums abzuschirmen.

Einsatzgebiete

Zu den Einsatzgebieten des Kofferdams gehören eine Wurzelbehandlung sowie das Entfernen von Amalgamfüllungen oder Kunststofffüllungen. Durch das Anlegen des Tuches lässt sich dem Zufluss von Speichel entgegenwirken. Außerdem kann der Patient keine Fremdkörper einatmen oder verschlucken.

Ein Nachteil ist allerdings, dass der Patient während der Behandlung nicht in der Lage ist, seinen Mund zu schließen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass das Zahnfleisch traumatisiert wird und es durch die Druckspannung der Metallklammern zu Beschwerden kommt.

Kürettage

Unter einer Kürettage versteht man das Ausschaben von Gewebe. Die Zahnmedizin greift auf dieses Verfahren zurück, um eine Parodontitis zu behandeln. Dieser Eingriff ist auch unter der Bezeichnung Subgingivale Konkremententfernung bekannt.

Anwendungsgebiete

Die Kürettage dient dazu, Zahnhälse und die Oberflächen der Zahnwurzeln freizulegen, zu reinigen und zu glätten. Darüber hinaus lassen sich mit dieser Methode Gewebereste, Bakterien und Zahnstein entfernen.

Falls erforderlich, können dabei auch spezielle Ultraschallgeräte eingesetzt werden.

Für die Kürettage greift der Zahnarzt auf eine Kürette zurück. Dies ist ein Handinstrument, das über ein spitzes, abgewinkeltes Ende verfügt, mit dem sich sämtliche Mundregionen erreichen lassen.

Konkrement

Bei Konkrementen handelt es sich um harte, dunkle Ablagerungen, die auf der Oberfläche der Zahnwurzel vorkommen. Sie bilden sich aus dem Sekret von Zahnfleischtaschen. Die Unterscheidung von Zahnstein erfolgt durch die Farbe des Konkrements.

Bei einer chronischen Parodontitis führen Konkremente durch die Entzündung, die sie hervorrufen, zu leichten Blutungen. Die Bestandteile des Blutes werden im Konkrement angelagert, wodurch es seine typische braun-schwarze Färbung erhält. Da ein Konkrement über mehr Festigkeit als Zahnstein verfügt, ist seine Entfernung schwerer zu bewerkstelligen.

Mandibula

Als Mandibula wird der menschliche Unterkiefer bezeichnet. Dieser bildet den stärksten Gesichtsschädelknochen.

Zusammengesetzt wird die Mandibula vom Corpus mandibulae, einem Körper mit Hufeisen-Form, sowie den Rami mandibulae. Dabei handelt es sich um zwei Äste, die auf beiden Seiten der Kieferwinkel (Anguli mandibulae) aufsteigen.

Am Unterkiefer befindet sich auch der Ansatz der vier Kaumuskeln. Zu deren Aufgaben gehört das Schließen des Kiefers. Im Unterschied zum Oberkiefer verfügt der Unterkiefer über Bewegungsfähigkeit.

Der menschliche Unter- und Oberkiefer grafisch dargestellt
Der menschliche Unter- und Oberkiefer grafisch dargestellt

Maxilla

Maxilla ist die Bezeichnung für den menschlichen Oberkieferknochen. Durch die rechte und die linke Maxilla kommt es zur Formung des Oberkiefers. Der Oberkiefer stellt die Grenze zum Orbitaboden, zum Mundhöhlendach sowie zur seitlichen Wand und zum Boden der Nasenhöhle dar.

Anatomie

Die anatomische Unterteilung des Oberkiefers erfolgt in den Corpus maxillae sowie dessen Knochenfortsätze. Dies sind der Processus frontalis, der Processus zygomaticus, der Processus palatinus und der Processus alveolaris.

Für die Blutversorgung der Maxilla ist die Arteria maxillaris zuständig.

Mineralisation

Von einer Mineralisation ist die Rede, wenn Mineralstoffe in die Hartsubstanz eines Zahns wie Zahnschmelz und Dentin eingelagert werden. Dazu gehören anorganische Stoffe wie:

  • Fluoride
  • Phosphate
  • Hydroxylapatit

Die Mineralisation der Zähne beginnt im Kindesalter mit der Zahnkrone und endet mit 20 bis 25 Jahren mit der Entstehung der Weisheitszähne.

MOD-Füllung

Eine MOD-Füllung ist eine umfangreiche, dreiflächige Füllung, die auch Sattelfüllung genannt wird. Sie schließt sowohl die Kauflächen als auch die Approximalkavitäten ein.

MOD steht für die lateinischen Begriffe "Mesial, Okklusal und Distal". Diese beschreiben die Ausdehnung einer Füllung innerhalb des Zahns. Beim Einsetzen einer MOD-Füllung muss der Zahnarzt darauf achten, dass eine schmale okklusale Fläche besteht, da es sonst zu einer Zahnlängsfraktur oder einer Höckerfraktur kommen kann.

Molaren

Bei den Molaren handelt es sich um die Mahlzähne. Der Begriff "Molar" geht auf das lateinische Wort "Molaris" zurück und bedeutet "Mühlstein". Die Molaren sind große Backenzähne, deren Aufgabe das Zermahlen der Nahrung ist.

Die Mahlzähne oder Backenzähne nennt man Molaren
Die Mahlzähne oder Backenzähne nennt man Molaren

Merkmale

Zu den Molaren gezählt werden beim Menschen der 6., der 7. und der 8. Zahn. Sie befinden sich im hinteren Kieferbereich. Zusammen mit den Weisheitszähnen ist das bleibende Gebiss mit zwölf Mahlzähnen ausgestattet, während das Milchgebiss nur über acht Molaren verfügt.

Ein typisches Merkmal der Molaren ist, dass sie die größte Kaufläche aller Zähne haben. Um ihrer Funktion nachgehen zu können, besitzen sie ein Relief aus Fissuren und Höckern. Diese sorgen für das Zermahlen der Nahrung beim Kauen.

Im Oberkiefer verfügen die Molaren über drei Wurzeln. Jede Wurzel ist mit mindestens einem Wurzelkanal ausgestattet.

Bei den Molaren im Unterkiefer handelt es sich um zweiwurzelige Zähne. Auch sie verfügen über wenigstens einen Wurzelkanal.

Multibandtechnik

Die Multibandtechnik zählt zu den Behandlungsmethoden der Kieferorthopädie. Dabei kommt eine festsitzende Zahnspange zur Anwendung, die dazu dient, Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers zu korrigieren.

In früheren Jahren war es nötig, die Zähne für die Multibandtechnik zu umbändern. Heutzutage verankert man die Multibandapparaturen in der Regel mit Brackets. Diese werden per Ätztechnik angeklebt.

Beim Multibracket-Verfahren gilt es, zwischen mehreren Methoden zu unterscheiden, wie:

  • der Edgar-Wise-Technik
  • der Begg-Technik
  • der Lingualtechnik

Nachblutung

Als Nachblutung wird eine Blutung bezeichnet, die im Anschluss an einen chirurgischen Eingriff im Mundraum auftritt. Sie setzt zumeist ein, wenn die Wirkung eines örtlichen Betäubungsmittels nachlässt, das blutverengende Stoffe enthält. Nach dem Ziehen eines Zahns sorgt der Zahnarzt durch das Anlegen einer Bluterschiene oder einer Verbandplatte dafür, dass keine Nachblutung einsetzt.

Nekrose

Als Nekrose wird absterbendes Gewebe bezeichnet. Verursacht wird der Gewebeuntergang durch:

Dadurch kommt es zum Absterben von Gewebezellen, was Ärzte Gewebsnekrose nennen.

Von einer Pulpanekrose ist die Rede, wenn das Absterben der Zahnpulpa eintritt.

Nonokklusion

Mit den Begriff Nonokklusion, Okklusionsstörungen oder Okklusionsanomalie werden Anomalien beschrieben, bei denen

  • der Kontakt zwischen den Zahnreihen fehlt
  • Zahnfüllungen zu hoch sind oder
  • einzelne Zähne falsch stehen.

Verursacht werden Störungen der Okklusion durch Zahnverlust sowie falsch sitzende Zahnbrücken oder Kronen.

Ebenfalls eine Nonokklusion sind Stellungsanomalien wie ein:

Durch eine Okklusionsstörung besteht das Risiko, dass es zu Problemen am Kiefer, den Zähnen oder der Kaumuskulatur kommt. Zur Behandlung einer Nonokklusion sind kieferorthopädische Maßnahmen erforderlich.

Odontologie

Odontologie nennt man die Lehre vom Zahnsystem. Die Organwissenschaft ist ein Bestandteil der Oralbiologie. Sie befasst sich u.a. mit:

  • Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontitis
  • Zahn-Prothetik
  • Kieferorthopädie

Okklusion

Der Begriff Okklusion bedeutet in der Zahnmedizin Verschluss. Gemeint ist damit der Kontakt zwischen Unterkieferzähnen und Oberkieferzähnen.

Im Detail gilt es, zwischen mehreren Okklusionsformen zu unterscheiden. Dazu gehören:

  1. die statische Okklusion, bei der es zu Zahnkontakten kommt, ohne dass sich der Unterkiefer bewegt
  2. die habituelle Okklusion, bei der es sich um eine aus Gewohnheit eingenommene statische Okklusion handelt
  3. die dynamische Okklusion, die durch Bewegungen des Unterkiefers entsteht
  4. die zentrische Okklusion

Grundsätzlich wird jeder Kontakt zwischen Unterkieferzähnen und Oberkieferzähnen als Okklusion bezeichnet.

Onlay

Bei einem Onlay handelt es sich um eine Kuppelfüllung, die zum Zahnersatz zählt. Ein Onlay ähnelt einem Inlay und wird speziell in einem Zahnlabor hergestellt.

Durch diese Auflage lässt sich die ganze Zahnfläche inklusive Zahnhöckerspitzen überdecken. So trägt ein Onlay dazu bei, auch Zähne zu erhalten, die bereits starke Beschädigungen erlitten haben.

Einsatzgebiete

Zur Anwendung kommt ein Onlay bei Zahnschäden, die für den Einsatz eines Inlays schon zu ausgeprägt sind. Außerdem müssen auch die Zahnhöcker versorgt werden. Das Onlay umfasst die ganze Kaufläche einer Zahnkrone.

Onlays bestehen in der Regel aus:

  • Kunststoff
  • Keramik
  • Titan
  • Gold

Im Unterschied zum Inlay, das vollständig von der Zahnsubstanz umhüllt wird, ragen beim Onlay Füllungsteilstücke über den Zahnrand hinaus.

Oralphobie

Von einer Oralphobie, Dentalphobie oder Zahnbehandlungsphobie ist die Rede, wenn ein Mensch unter übersteigerter Angst vor dem Zahnarzt bzw. dessen Behandlungen leidet. Typisch für die betroffenen Personen ist, dass sie vor lauter Angst Zahnarztbesuche jahrelang vermeiden.

Verursacht wird eine Oralphobie zumeist durch schlechte Erfahrungen bei einer zahnärztlichen Behandlung. In westlichen Staaten sind nach Schätzungen 5 bis 10 Prozent aller Bürger von einer Zahnbehandlungsphobie betroffen.

Die Zahnarztangst kann schlimme gesundheitliche Folgen haben
Die Zahnarztangst kann schlimme gesundheitliche Folgen haben

Gegenmaßnahmen

Um eine Oralphobie wieder in den Griff zu bekommen, sollte der Zahnarzt für eine angstreduzierende Atmosphäre sorgen. Manche Praxen legen ihren Behandlungsschwerpunkt auch auf Patienten, die unter Zahnarztangst leiden.

So erfolgt die Behandlung nach einem speziellen Therapieplan. Außerdem können eine Vollnarkose, Beruhigungsmittel oder Hypnoseverfahren zur Anwendung kommen.

Auch ein Anti-Angst-Training zur Bekämpfung der Phobie ist möglich. Eine Heilung erfordert jedoch eine psychotherapeutische Behandlung.

Orthodontie

Bei der Orthodontie handelt es sich um das mechanische Beheben von Zahnfehlstellungen. Dazu greift die Kieferorthopädie auf festsitzende Apparaturen wie Zahnspangen zurück. Im deutschen Sprachgebiet benutzt man den Begriff "Orthodontie" allerdings nur selten.

Die Bezeichnung Orthodontie steht aber auch für einen Geradbiss oder die Ansatzrichtung der Schneidezähne innerhalb des Zwischenkiefers. Dabei bilden die Zähne mit der Schädelachse einen rechten Winkel.

Osteoblasten

Als Osteoblasten bezeichnet man knochenbildende Zellen. Sie gehen aus unentwickelten Mesenchymzellen hervor. Bei diesen handelt es sich um embryonale Bindegewebszellen.

Osteoblasten haben die Eigenschaft, sich wie eine Hautschicht an die Knochen anzulagern. Auf indirekte Weise wird von ihnen die Basis für die Knochenmatrix, eine neue Knochensubstanz, gebildet. Dazu scheiden sie im interstitiellen Raum Calciumcarbonate, Calciumphosphate sowie Typ-1-Kollagen aus.

Dieser Vorgang führt zu einer Veränderung der Osteoblasten in Osteozyten, die sich nicht mehr teilen können. Dabei entsteht ein Gerüst, das sich langsam mineralisiert und Kalzium erhält.

Außerdem errichten die Osteozyten ein sich in die neugebildeten Knochen einlagerndes Netzwerk. Als Gegenspieler der Osteoblasten agieren die Osteoklasten.

Kommt es zur Entartung von Osteoblasten, besteht das Risiko einer Blastombildung. Dabei handelt es sich um eine Art Knochentumor.

Osteoklasten

Unter Osteoklasten versteht man mehrkernige Riesenzellen. Sie bilden sich durch eine Fusion mononukleärer Vorläuferzellen, die aus dem Knochenmark stammen.

Die Osteoklasten sind ein Bestandteil des mono-phagozytären Systems. Ihre Hauptfunktion ist, die Knochensubstanz zu resorbieren. Außerdem bilden sie die Gegenspieler der Osteoblasten.

Während die Osteoblasten Knochensubstanz aufbauen, bauen die Osteoklasten sie wieder ab. Die Funktion der Osteoklasten wird unmittelbar von den Osteoblasten per Sekretion von Signalstoffen reguliert.

Verminderte und verstärkte Tätigkeit der Osteoklasten

Sowohl eine verminderte als auch eine verstärkte Osteoklastentätigkeit kann auf bestimmte Erkrankungen hinweisen. Dazu gehören die Osteoporose, ihre Unterform Pyknodysostose sowie die Nasu-Hakola-Krankheit.

Eine verstärkte Tätigkeit der Osteoklasten lässt sich zudem beobachten, wenn der Patient unter folgenden Erkrankungen leidet:

Osteozyten

Bei Osteozyten handelt es sich um reife Knochenzellen. Sie werden von der Knochenmatrix eingeschlossen und bilden zahlenmäßig den Hauptpart der Knochenzellen. Ihre Entstehung erfolgt aus den Osteoblasten.

Die Aufgabe der Osteozyten besteht in dem Erhalten der Knochenmatrix sowie der Calciumhomöostase. Die Verbindung zwischen den einzelnen Osteozyten wird durch die canaliculi ossei, kleinen Knochenkanälchen, gewährleistet.

Osseointegration

Der Begriff Osseointegration stammt aus der implantologischen Kieferchirurgie. Gemeint ist damit ein struktureller und funktioneller Verbund zwischen einem belasteten Knochenimplantat und lebendem Knochengewebe.

Geprägt wurde der Begriff im Jahr 1966 durch den schwedischen Orthopäden Per-Ingvar Branemark. Seit 1982 wird die Osseointegration von der zahnärztlichen Implantologie anerkannt.

Grundlagen

Eine Osseointegration entsteht durch den knöchernen Heilungsprozess. Dabei wachsen die Osteoblasten direkt an das Implantat heran und setzen sich an dessen Oberfläche fest.

Da während der operativen Implantation alloplastische Materialien eingesetzt werden, hat dies sowohl eine primäre als auch eine sekundäre Nekrose zur Folge. Diese führen zur Traumatisierung des Gewebes.

Paradont

Der Begriff Parodont bzw. Parodontium stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Zahnhalteapparat". Gemeint ist damit das funktionelle Verankerungssystem der Zähne.

Zusammensetzung des Parodonts

Grafik des Zahns mit Zahnhalteapparat
Grafik des Zahns mit Zahnhalteapparat

Zusammengesetzt wird der Zahnhalteapparat aus:

  1. der Wurzelhaut (Desmodont)
  2. dem Zahnfach (Alveole)
  3. dem Zahnzement (Cementum)
  4. dem Zahnfleisch (Gingiva propria)

Unter den Zellen der verschiedenen Gewebe des Parodontiums besteht eine Kommunikation. Das Gleiche gilt für die Wachstumsfaktoren. Durch das Kommunizieren der Zellen wird der natürliche Ablauf von Aufbau und Abbau der parodontalen Gewebezellen gesteuert.

Den Zellaufbau, der durch Zellteilung erfolgt, bezeichnet man als Proliferation, während der Abbau aufgrund von Zellverlust durch Reifungsvorgänge Differenzierung genannt wird.

Erkrankungen des Zahnhaltesystems tragen die Bezeichnung Parodontitis. Umgangssprachlich ist auch der Begriff Parodontose gebräuchlich.

Parodontaler Screening Index

Der Parodontale Screening Index (PSI) ist eine Vorsorgeuntersuchung von Zähnen und Mundraum. Er dient zur Früherkennung von Erkrankungen des Zahnhalteapparates.

Dabei misst der Zahnarzt mithilfe einer Parodontalsonde die Blutungsneigung des Zahnfleisches, das Ausmaß von Zahntaschen sowie Rauheiten der Oberfläche eines Zahns innerhalb einer Zahnfleischtasche. Die Untersuchung verläuft in der Regel ohne Schmerzen und schädigt das Zahnfleisch nicht.

Es ist vorgesehen, dass der Parodontale Screening Index bei sämtlichen Patienten im Rahmen einer Zahnarztuntersuchung vorgenommen wird. Die Kosten für das Verfahren tragen die gesetzlichen Krankenkassen, sofern die Untersuchung nur einmal innerhalb von zwei Jahren erfolgt.

Mehrere Untersuchungen muss der Patient selbst zahlen. Ob eine Behandlung nötig ist, hängt vom Resultat der Vorsorgeuntersuchung ab.

Plombe

Unter einer Plombe bzw. Zahnplombe versteht man die Füllung eines Zahns. Bei den Zahnärzten ist dieser veraltete Ausdruck allerdings nicht sonderlich angesehen.

So griff man in früheren Zeiten auf Blei (Plumbum) als Füllungsmaterial zurück. Der Begriff Plombe geht daher auf "Plomb", der französischen Bezeichnung für Blei, zurück.

Politur

Unter einer Politur versteht der Zahnarzt das Glätten und Verfeinern eines behandelten Zahns. Die glatte Oberfläche hat zudem den Vorteil, dass es Verunreinigungen schwerer haben, am Zahn heften zu bleiben.

Eine Politur erfolgt entweder auf der Zahnoberfläche oder einer Plombe. Zum Polieren greift der Zahnarzt auf spezielle Instrumente zurück. Mit der Politur wird die Oberfläche des Zahns bzw. des Zahnersatzes veredelt. Dazu erfolgt das mechanische Abtragen der Oberflächengrate, was eine glatte Festkörperoberfläche erzeugt.

Präparation

Von einer Präparation ist die Rede, wenn die Hartsubstanz eines Zahnes vom Zahnarzt abgetragen wird, um das Anlegen einer Zahnfüllung, eines Inlays, einer Krone oder einer Brücke vorzubreiten.

Erster Schritt ist das Abtragen von Karies am Zahn. Danach bereitet der Zahnarzt die Kavität darauf vor, das Füllungsmaterial aufzunehmen. Im Anschluss an die Präparation erfolgt die Funktionswiederherstellung des Zahnes durch das Einsetzen der Füllung.

Um dem Entstehen von erneuter Karies entgegenzuwirken, ist es wichtig, den Schmelzbereich über die vorhandene Karies hinaus zu präparieren.

Prämolar

Der Prämolar ist auch als Vormahlzahn bekannt. Darüber hinaus trägt der seitliche Backenzahn die Bezeichnungen Dens praemolaris und Bikuspidat. Ein Unterschied zu den Molaren ist, dass bei den Prämolaren bereits Milchzahnvorgänger vorhanden sind, die die gleichen Funktionen erfüllen.

Ein menschlicher Prämolar ist mit zwei bis drei Höckern ausgestattet. Die unteren Prämolaren verfügen über eine markante Kronenflucht. Die Prämolaren verfügen außerdem über ein bis zwei Wurzeln.

Profilplastik

Die Profilplastik ist ein operativer Eingriff der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Sie kann erforderlich sein, wenn eine extreme Diskrepanz zwischen den Zähnen herrscht und Frontzähne untereinander eine Entfernung von mindestens 7 Millimetern aufweisen. In solchen Fällen erfolgt eine chirurgische Korrektur an Ober- und Unterkiefer.

In extremen Fällen kann sogar das ganze Profil einschließlich Kinn und Nase betroffen sein, sodass eine harmonische Anpassung erforderlich ist. Für die exakte Vorbereitung des Eingriffs greifen die Chirurgen zumeist auf ein 3D-Planungsprogramm zurück.

Prognathie

Im Falle einer Prognathie stehen die Frontzähne des Gebisses deutlich hervor. Dabei bildet sich eine sogenannte Schnauze.

In den frühen Epochen der Menschheit war eine Prognathie nicht ungewöhnlich. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das menschliche Gebiss jedoch so, dass es kaum noch aus der Fläche des Gesichts hervortritt. In der heutigen Zeit lässt sich eine Prognathie kieferorthopädisch behandeln.

PWS

PWS ist die Abkürzung für das Prader-Willi-Syndrom. Dabei handelt es sich um eine selten auftretende angeborene Behinderung, die durch einen Defekt des Chromosoms 15 verursacht wird.

Das Prader-Willi-Syndrom wirkt sich auf verschiedene Bereiche des Körpers aus. Auch Mund und Zähne können betroffen sein. So bildet sich beim PWS im Mund zu wenig Speichel, was eine verminderte Reinigung der Zähne zur Folge hat.

Bereits an den Milchzähnen fällt die Zahnemaille häufig zu schwach aus. Darüber hinaus kann der Rückfluss von Magensäuren zu Zahnschädigungen führen. Aus diesen Gründen ist es wichtig, dass sich die Betroffenen nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen und alle sechs Monate einen Zahnarzt aufsuchen.

Randspalt

Wenn der Zahnarzt von einem Randspalt oder Randschluss spricht, meint er damit den Abstand zwischen dem Rand der Zahnkrone oder Zahnfüllung zum Zahn hin.

Bei einer künstlichen Krone ist es wichtig, dass sie ohne einen ertastbaren Randspalt oder eine Ritze in den Stumpf des Zahns übergeht. So kann schon ein kleiner Randspalt zur Besiedelung von schädlichen Bakterien führen.

Für das menschliche Auge ist der Randspalt zwar kaum zu erblicken, dennoch gilt dieser Bereich als gefährdet für die Bakterienbesiedlung und damit für den Ausbruch von Karies. Den Langzeiterfolg einer künstlichen Zahnkrone oder Zahnbrücke bestimmt der Zahnarzt vor allem mit dem Randspalt.

RDA-Wert

Der RDA-Wert weist auf die Scheuerwirkung einer Zahncreme hin. Das Kürzel RDA steht für Radioactive Dentin Abrasion und bedeutet deutsch übersetzt soviel wie Abrasion von radioaktivem Dentin.

RDA dient als Maß für die abreibende Wirkung einer Zahnpasta auf das Zahnbein. Dabei richtet sich der RDA-Wert nach der Größe und Härte der Abrasivstoffe, die in einer Zahncreme enthalten sind. So ist die Zahnpasta umso schonender für den Zahn, je geringer der RDA-Wert ausfällt.

Als sehr schwach gilt ein RDA-Wert zwischen 20 und 39. Ein niedriger RDA-Wert liegt zwischen 40 bis 59, während 60 bis 85 als mittel eingestuft wird. Als hoch gilt der RDA-Wert, wenn die Scheuerwirkung der Zahnpasta über 90 liegt.

Bei Werten über 80 besteht das Risiko, dass der Zahnschmelz bei regelmäßiger Anwendung der betreffenden Zahncreme in Mitleidenschaft gezogen wird, da ihn die Zahnpasta abträgt. Der Wert von Zahncremes, die sich täglich benutzen lassen, liegt zwischen 40 bis 80.

Am niedrigsten fällt die Abrasivität bei Zahncremes aus, deren RDA-Wert unter 40 liegt. Zahnpasten mit einem Wert zwischen 30 und 40 gelten für Menschen als empfehlenswert, die unter einer Überempfindlichkeit ihrer Zahnhälse leiden.

Durchführung eines RDA-Tests

Um einen RDA-Test durchführen zu können, ist es erforderlich, das gesamte Dentin mit einer radioaktiven Markierung zu versehen. Die Bestimmung des RDA-Wertes findet anschließend durch das Messen des beim Zähneputzen abgetragenen Dentins statt.

Eine wichtige Rolle für die Messung spielen die Oberflächenstruktur sowie Menge und Größe der in der Zahnpasta enthaltenen Putzkörper. Fachleute streiten sich allerdings über die Aussagekraft des RDA-Werts.

Remineralisation

Remineralisation nennt man in der Zahnmedizin das Einlagern von Zahnschmelzmineralien, die zuvor demineralisiert wurden. Bei einer Demineralisierung kommt es zu einem Kalkverlust an den Zähnen.

Durch das Wiedereinlagern von Mineralstoffen oder Kalziumphosphaten in die Zahnhartsubstanz ist es möglich, den Verlust wieder auszugleichen. Darüber hinaus lässt sich mit einer Remineralisation Karies im Anfangsstadium entgegenwirken.

Um die Remineralisation zu fördern, erhält der Patient tägliche Dosen an Fluorid, die er in Form von Tabletten, Zahncremes, Gels oder Mundspüllösungen einnimmt. So sind die Fluoride in der Lage, das Wiedereinlagern von Mineralstoffen zu fördern.

Restauration

Als Restauration bezeichnet man in der Zahnmedizin sämtliche Formen von Zahnersatz. Diese reichen von einer Zahnfüllung wie der klassischen Plombe über Kronen bis hin zu Brücken.

Welche Form der Restauration und welche Techniken zur Anwendung kommen, ist von dem Ausmaß der Zahnschädigungen abhängig. Aber auch die Kosten spielen dabei eine bedeutende Rolle.

Zahnrestauration mit Plomben

Als Plombe bezeichnet man eine Zahnfüllung. Bei Zahnfüllungen wird prinzipiell zwischen plastischen Füllungen und Einlagefüllungen oder Inlays unterschieden.

Plastische Füllungen

Plastische Füllungen verarbeitet der Zahnarzt unmittelbar am Zahn. So bringt er sie in weichem Zustand in die Kavität ein, wo er sie dann aushärtet. Dagegen werden Einlagefüllungen speziell in einem Dentallabor angefertigt. Nach Fertigstellung lassen sie sich passgenau in die Kavität einkleben.

Für plastische Füllungen kommen unterschiedliche Materialien zur Anwendung. Dazu gehören

  • Komposit
  • Amalgam
  • Phosphatzement
  • Glasionomerzement sowie
  • Kompomere,

bei denen es sich um eine Kombination aus Glasionomerzement und Komposit handelt.

Zahnrestauration mit einer Krone

Kronen kommen zum Einsatz, wenn die Substanzverluste am Zahn schon zu groß sind, um sie mit einer einfachen Füllung zu beheben. Nach der Entfernung der Karies schleift der Zahnarzt den Zahn in eine leicht konische Form.

Anschließend erfolgt ein Abdruck des Zahns, der dem Zahntechniker als Arbeitsmodell für die Krone dient, die er im Zahnlabor anfertigt. Bis zur Fertigstellung der Krone wird der Zahn durch ein Provisorium geschützt.

Zahnrestauration mit einer Brücke

Sind ein oder mehrere Zähne nicht mehr zu retten, setzt man eine Brücke als Zahnersatz ein. Sie sollen entstandene Lücken schließen. Als Pfeiler für eine Brücke dienen die Nachbarzähne, die sich rechts und links neben der Zahnlücke befinden. Auf diesen Pfeilerzähnen befestigt der Zahnarzt die Kronenanker der Brücke.

Wichtig ist, dass die Pfeilerzähne gesund und stabil sind. Durch Aufbaufüllungen lässt sich ihre Form optimieren. Nach dem Einsetzen der Brücke müssen die Pfeilerzähne besonders gründlich gepflegt werden, damit es nicht zu Karies oder Zahnfleischentzündungen kommt.

Root Planing

Root Planing ist eine zahnmedizinische Bezeichnung für das Glätten der Zahnwurzel. Diese Prozedur folgt im Anschluss an eine Kürettage, die während einer Parodontaltherapie vorgenommen wird.

Durchführung

Nachdem die Beläge von der Oberfläche der Wurzel und dem Wurzelzement entfernt wurden, hat die Wurzeloberfläche eine aufgeraute Struktur, die durch das Feilen entsteht. Das Root Planing ist wichtig, um die Oberfläche der Zahnwurzel gut auf das eventuelle Wiederanwachsen des Zahnfleisches vorzubereiten.

Retrognathie

Retrognathie wird das Rückverlagern des Kiefers zum Schädelbasisverhältnis genannt. Man unterscheidet zwischen:

  1. der maxillären Retrognathie
  2. der mandibulären Retrognathie

Bei der maxillären Retrognathie handelt es sich um das Rückverlagern des Oberkiefers (Maxilla), während die Rückverlagerung des Unterkiefers (Mandibula) als mandibuläre Retrognathie bezeichnet wird.

Scaling

Als Scaling bezeichnen Zahnärzte eine Zahnbehandlung, bei der Zahnstein abgekratzt wird. So bedeutet der englische Begriff Scaling "Abkratzen".

Für diese Prozedur greift der Zahnarzt auf spezielle Handinstrumente zurück. Ebenso ist eine Behandlung mit Ultraschallgeräten möglich.

Das Scaling lässt sich sowohl subgingival als auch supragingival durchführen. Der supragingivale Abbau von Zahnstein erfolgt bei jeder professionellen Zahnreinigung.

SM-Test

Der SM-Test ist ein spezieller Speicheltest. Er dient dazu, das mögliche Kariesrisiko der Testperson einzuschätzen.

Dabei wird der Anteil an dem Bakterium Streptococcus mutans (SM) im Vergleich zur Bakteriengesamtzahl bestimmt. Darüber hinaus lassen sich auch andere zahnschädigende Bakterien erkennen.

Durchführung des SM-Tests

Zu Beginn des Tests erhält die Testperson einen Kaugummi oder ein Stück Wachs. Dieses kaut er gründlich, damit der Speichelfluss gefördert wird.

Den Speichel sammelt man dann in einem Gefäß und befeuchtet einen Nährbodenträger mit ihm. Anschließend erfolgt einige Tage lang das Einlagern der Probe in einem speziellen Brutschrank.

Als Grenzwert beim SM-Test gilt die Anzahl von einer Million Streptococcus-mutans-Bakterien je Milliliter Speichel. Je weniger SM-Bakterien sich im Speichel befinden, desto geringer ist das Kariesrisiko.

Streptococcus mutans

Bei Streptococcus mutans handelt es sich um eine Bakterienart, die der Gattung der Streptokokken angehört. Das Bakterium kommt bei fast allen Menschen im Speichel vor und hat erheblichen Anteil an der Entstehung von Zahnkaries. So verfügt die Bakterienart über spezielle Eigenschaften, die zur Bildung von bakteriellem Zahnbelag führen.

Beschreibung

Das Bakterium Streptococcus mutans führt keine aktiven Bewegungen aus. Es ist mit kugelförmigen oder eiförmigen Zellen, die als Kokken bezeichnet werden, ausgestattet. Der Energiestoffwechsel des gram-positiven Bakteriums ist fermentativ und oxidativ.

Sporen werden von Streptococcus mutans nicht gebildet. Stattdessen stellt es konvexe Kolonien her, die über eine granulierte Oberfläche verfügen. Da Streptococcus mutans aktiv Protonen ausscheidet, kann es sich in stark saurem Milieu behaupten.

Taschentiefe

Als Taschentiefe oder Sondierungstiefe bezeichnet man die Tiefe einer Zahnfleischtasche. Die Taschensondierung erfolgt mithilfe einer speziellen Parodontalsonde.

Die Messung der Taschentiefe findet bei Verdacht auf eine Zahnfleischerkrankung statt. Als behandlungsbedürftig gilt eine Zahnfleischtaschentiefe von mehr als zwei Millimetern.

So ist eine Selbstreinigung in diesem Fall nicht mehr möglich, was zu einer schmerzhaften Entzündung führen kann. Im Rahmen der Messung bestimmt der Zahnarzt den Abstand zwischen dem Boden der Zahnfleischtasche und dem Rand des Zahnfleisches.

Trepanation

Der Begriff "Trepanation" wird in der Zahnmedizin für das Eröffnen bzw. Aufbohren des Pulpencavums benutzt. Eine Trepanation erfolgt in den meisten Fällen im Rahmen einer Wurzelbehandlung oder um Schmerzen zu bekämpfen. Dabei soll der erkrankte Zahn von Druck entlastet werden.

Zum Beispiel gehen bestehende Schmerzen durch das Aufbohren des Zahns schnell zurück. Darüber hinaus wird der zu behandelnde Wurzelkanal zugänglich. Lässt sich die Druckentlastung nicht über den Wurzelkanal erreichen, wird im Wurzelspitzenbereich eine ossale Trepanation vorgenommen.

Vitalamputation

Als Vitalamputation (VitA) oder Pulpaamputation wird die partielle Entfernung des lebenden Zahnnervs bezeichnet. Im Rahmen des Verfahrens entfernt der Zahnarzt die erkrankte Kronenpulpa, um auf diese Weise die Wurzelpulpa zu erhalten. Man unterscheidet hier zwischen:

  1. einer vitalen Pulpotomie
  2. einer therapeutischen Pulpotomie

Anwendungsgebiete

Zur Anwendung kommt die Vitalamputation ausschließlich im Milchzahngebiss oder bei jugendlichen Patienten, deren Wurzelwachstum noch nicht beendet ist. Ob die Behandlung von Erfolg gekrönt ist, richtet sich nach dem Grad der Nerventzündung.

Vitalexstirpation

Im Rahmen einer Vitalexstirpation werden Zahnnerv und Zahnmark vollständig entfernt. Diese Behandlung erfolgt, wenn alle anderen Therapiemethoden versagen und der Zahn stark entzündet ist.

Dabei verabreicht der Zahnarzt dem Patienten eine örtliche Betäubungsspritze und beseitigt das Nervengewebe. Um den Zahn zu erhalten, ist anschließend eine Wurzelbehandlung erforderlich.

Xanthodontie

Von einer Xanthodontie spricht der Zahnarzt, wenn die Zahnkronen eine gelbliche Verfärbung aufweisen. Zu einer Zahnverfärbung kann es durch den Konsum von Genussmitteln wie Nikotin, Kaffee oder Tee kommen. Weitere mögliche Gründe sind:

  • Stoffwechselerkrankungen wie eine Lebererkrankung
  • die Einnahme von bestimmten Medikamenten
  • Nebenwirkungen durch eine Tetracyclinbehandlung

Behandeln lässt sich die kosmetisch störende Xanthodontie durch eine Bleaching-Therapie, also das Bleichen der Zähne.

Zahnhalteapparat

Der Zahnhalteapparat, auch Zahnbett oder Parodont genannt, sorgt für das funktionelle Zusammenspiel seiner unterschiedlichen Elemente. Dabei handelt es sich um:

  • das Zahnfleisch
  • den Wurzelzement
  • die Wurzelhaut
  • den Alveolarknochen

So ist der Zahnhalteapparat überaus wichtig für den Kieferapparat und das Kausystem. Damit er seine Funktionen gewährleisten kann, bedarf es eines vollständigen Gebisses ohne Zahnlücken.

Ein Fachgebiet, welches sich mit Erkrankungen des Zahnbettes befasst, bildet die Parodontologie. Zu den häufigsten Erkrankungen des Zahnhalteapparats gehört die Parodontitis.

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