Möglichkeiten der Arbeitssuche und Chancen auf einen neuen Job bei Langzeitarbeitslosigkeit

Die Arbeitssuche ist ein Prozess, der sich nicht immer leicht gestaltet. So muss ein Arbeitgeber gefunden werden, der einerseits den eigenen Vorstellungen entspricht, gleichzeitig aber auch auf der Suche nach jemandem ist, der die persönlichen Qualifikationen aufweist. Doch welche Möglichkeiten der Arbeitssuche gibt es, so dass möglichst schnell eine neue und passende Arbeitsstelle gefunden werden kann? Informieren Sie sich hier, wie und wo Sie nach einer neuen Stelle suchen können und werfen Sie einen Blick auf die Statistiken bezüglich der Chancen bei Langzeitarbeitslosigkeit.

Christian Steinfort
Von Christian Steinfort

Möglichkeiten der Jobsuche

In der heutigen Zeit gibt es nur noch vergleichweise wenige Menschen, welche ihr gesamtes Leben an einem Arbeitsplatz zubringen. Stattdessen stellt die moderne Arbeitswelt hohe Anforderungen an die Flexibilität des Arbeitnehmers, sich einen neuen Job zu suchen und somit eine neue Arbeitsstelle zu finden oder diese zu wechseln. Doch welche Möglichkeiten der Jobsuche existieren überhaupt, welche bei genügend Engagement zum Erfolg führen sollten?

Prinzip der Arbeitsvermittlung

Zunächst einmal sollte sich arbeitslos gemeldet werden. Daraufhin kann schon einmal auf die Hilfe des Arbeitsamtes vertraut werden. Diese schlagen einem dann regelmäßig Jobs vor, welche mit dem eigenen Interessens- und Qualifikationsprofil annähernd übereinstimmen.

In abgeschwächter Form handelt es sich hierbei um eine Berufsberatung, welche dann zwar Vorschläge bezüglich der neuen Arbeitsstelle hervorbringt, sich aber nicht aktiv in den Prozess der Kontaktaufnahme und Vermittlung einmischt.

Der Vorteil dieser Möglichkeit liegt auf der Hand. So erhält der Arbeitssuchende verschiedene Möglichkeiten und erfolgversprechende Unternehmen präsentiert, welche in etwa nach einem Arbeitnehmer mit den eigenen Qualifikationen suchen.

Nutzung moderner Medien

Des Weiteren kann es sich lohnen, Gebrauch von den modernen Medien zu machen. Dies wäre vor allem das Internet. Auf dieser Plattform existieren eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich auf die Arbeitssuche zu begeben.

Dabei kommt einerseits das Schalten und Lesen von Stellenanzeigen in Frage, welche auf diversen hierfür konzipierten Portalen vorgefunden werden können. Des Weiteren gibt es heutzutage eine Vielzahl von Plattformen, welche sozialen Communitys wie Facebook ähneln, aber lediglich der Jobsuche dienen sollen.

Auf diesen Seiten kann ein Profil erstellt werden, sodass nach Mitarbeitern suchende Arbeitgeber auf einen aufmerksam werden können. Gleichzeitig lassen sich auf solchen Portalen auch viele Seiten von Unternehmen finden, welche auf der Suche nach neuen Arbeitskräften sind.

Website des Unternehmens

Neben den Online-Plattformen sollte man auch immer wieder Websites der Firmen, die für einen interessant sein könnte, besuchen. In der Regel findet man dort immer die Rubrik der Stellenangebote, für die man sich bewerben kann.

Neben diesen Stellenausschreibungen ist oftmals auch der Eintrag in eine Bewerberdatenbank möglich. Auch bieten viele Firmen die Teilnahme an Auswahlverfahren an. Außerdem findet der Interessent auf den Seiten des Unternehmens auch immer wichtige Veranstaltungen, beispielsweise den Tag der offenen Tür.

Gebrauch klassischer Medien

Des Weiteren kann natürlich auch noch auf klassische Medien gesetzt werden. Ein entsprechendes Inserat in der Zeitung hat neben der Einfachheit noch den Vorteil, dass zumeist nur auf Arbeitgeber gestoßen werden kann, welche aus der Region kommen. Nach einer erfolgreichen Arbeitssuche muss dann nicht einmal mehr zwangsweise umgezogen werden.

In der Regel bewirbt man sich in einer bestimmten Branche. Neben den allgemeinen Stellenausschreibungen in der Zeitung ist es in diesem Fall auch empfehlenswert, in entsprechende Fachzeitschriften hinein zu schauen - oftmals findet man hier ebenso die Rubrik "Jobs" und hat somit die Möglichkeit, direkt mehrere Angebote aus dem gewünschten Bereich einzusehen.

Persönliche Kontakte

Daneben kann es sich natürlich auch noch lohnen, sich im eigenen sozialen Umfeld umzuhören. Vielleicht weiß ein Freund oder Bekannter etwas über ein Unternehmen, das gerade auf der Suche nach Mitarbeitern ist. Das sprichwörtliche Vitamin B bei der Arbeitssuche sorgt dann nicht nur für ein leichteres Finden einer Arbeitsstelle, sondern garantiert auch erhöhte Einstellungschancen, da der jeweilige Bekannte in der Regel auch ein gutes Wort für die eigene Person einlegt.

Messenbesuche und Tage der offenen Tür

Des Weiteren kann man während der Jobsuche aber auch Messen und Tage der offenen Türe besuchen. So lernt man nicht nur potentiell interessante Unternehmen besser kennen, sondern kommt gleich noch mit deren Mitarbeiter in Kontakt, was wiederum zu einem Termin für ein Vorstellungsgespräch führen kann.

Initiativbewerbungen

Darüber hinaus kann es sich auch lohnen, selbst einmal einfach aktiv zu werden. Dazu eignen sich Initiativbewerbungen. Bei derartigen Bewerbungen wird ein Unternehmen angeschrieben, welches eigentlich überhaupt keine Stelle ausgeschrieben hat. Eine aussagekräftige Bewerbung kann aber auch hier zu einem Bewerbungsgespräch führen, da man nie weiß, ob das Unternehmen sein Team nicht doch in naher Zukunft verstärken will.

Doch egal, für welche Möglichkeit man sich entscheidet; besonders Langzeitarbeitslose stellen sich die Frage, welche Chancen Sie auf dem Arbeitsmarkt überhaupt haben...

Die Chancen auf einen neuen Job bei Langzeitarbeitslosigkeit

Langzeitarbeitslosigkeit ist für die meisten Betroffenen ein wahres Grauen. So fühlt man sich selbst auf Dauer unnütz, verfügt nur über ein sehr geringes Einkommen und hat das Gefühl, auch in Zukunft keine neue Arbeitsstelle mehr zu bekommen. Doch stimmt das wirklich, dass Langzeitarbeitslose kaum eine Chance auf einen neuen Job haben?

Ein Blick auf die Statistiken

Zunächst einmal hilft ein Blick auf aktuelle Statistiken, um sich das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit bewusst zu machen. So scheint es tatsächlich so zu sein, dass sich eine wachsend breite Schicht aus Langzeitarbeitslosen bildet, die es nicht schaffen, aus dieser Situation herauszukommen.

Die Gründe hierfür sind vielfach.

  • Einerseits führen die zahlreichen Rationalisierungsmaßnahmen innerhalb der Unternehmen zu einer Situation, wo viele eigentlich ausgebildete Arbeitskräfte überhaupt nicht mehr benötigt werden.
  • Daneben lässt eine stagnierende Konjunktur kaum das Aufkeimen neuer Arbeitsplätze zu.

Dies wären die zwei Hauptursachen seitens der Wirtschaft, die der Einzelne nicht beeinflussen kann. Auf alle weiteren Faktoren, auf welche nun eingegangen wird, kann allerdings seitens des Langzeitarbeitslosen gezielt Einfluss genommen werden. Somit besteht mit einer aktiven Vorgehensweise gegen diesen Zustand die Möglichkeit, aus der Langzeitarbeitslosigkeit auszubrechen.

Doch was sind diese beeinflussbaren Faktoren?

Zunächst einmal ist in diesem Zusammenhang die Mobilität zu nennen. Viele Langzeitarbeitslose sind nicht bereit, den eigenen Wohnort für eine neue Arbeit zu verlassen.

Zeigt man allerdings Flexibilität und Initiative, dann steht einem theoretisch der gesamte deutsche Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Chance, trotz Langzeitarbeitslosigkeit eine neue Stelle zu finden, steigt damit rapide.

Darüber hinaus geben sich viele Langzeitarbeitslose nach einigen Jahren mit ihrer Situation zufrieden. Das Arbeitslosengeld reicht letztlich zum Leben und mit dieser Einsicht geht auch jene Zuversicht und jener Biss verloren, den man in der heutigen freien Wirtschaft benötigt. Wird sich demnach nicht mit der eigenen Situation zufrieden gegeben, sondern sucht man weiter energisch nach Arbeit, dann ist man den anderen auf jeden Fall einen Schritt voraus.

Des Weiteren ist Langzeitarbeitslosigkeit häufig das Ergebnis von niedrigen oder nicht existenten Qualifikationen. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, sollte man sich auch im höheren Alter nicht davor scheuen, mögliche Weiterbildungsmaßnahmen für sich zu nutzen.

Langzeitarbeitslosigkeit mag ein Zustand sein, aus dem sich schwer befreit werden kann. Mit der nötigen Zuversicht und Durchhaltevermögen dürften die Chancen aber gut stehen, aus diesem Teufelskreis herauszubrechen.