6. Januar 2009
Optimale Mundhygiene dämmt nicht nur Zahnkrankheiten bei Schwangeren ein, sondern schützt auch Neugeborene vor Karies.
An dem Volksglauben, dass "jede Schwangerschaft einen Zahn kostet" ist leider etwas dran. Diese Tatsache ermittelte Prof. Stefanie Russell mit ihrem Forscherteam von der Universität New York. Die amerikanischen Wissenschaftler konnten ihre Erkenntnis aus der Analyse der Daten von mehr als 2600 Müttern gewinnen. Die Frauen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren gehörten zu einer umfangreichen repräsentativen Gesundheits- und Ernährungsstudie und waren mindesten einmal schwanger gewesen.
In der Schwangerschaft ist das Zahnfleisch sehr empfindlich und es kommt schneller zu Zahnfleischbluten und Entzündungen des Zahnbettes (Parodontitis). Wer aber aus diesen Gründen auf das Zähneputzen verzichtet, riskiert zum einen Karies; außerdem können in Folge einer andauernden Parodontitis die Zähne ausfallen. Schwangere, die ihre Zähne richtig und gründlich pflegen sowie regelmäßig zum Zahnarzt gehen, erhalten sich ihre Freude an gesunden Zähnen auch über die Geburt hinaus. Und sie tun den ersten Schritt zur Vorbeugung von Karies beim Kind, das sie erwarten: Sie verringern die Menge an Kariesbakterien im eigenen Mund und senken damit deutlich das Risiko, dass sich ihr Baby bald nach dem es auf die Welt kommt, mit Kariesbakterien anstecken kann.
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