21. Dezember 2011
Von Andreas Hadel
Leider ist beim Marketing vieles erlaubt: so können Inhalte formuliert und weitergetragen werden ohne dabei zu prüfen, ob die Aussage, die letztlich beim Verbraucher ankommt, tatsächlich gesundheitlich und aus der Sichtweise der aktuellen Ernährungslehre richtig ist.

Es kann leicht passieren, dass durch die Botschaften, die alleinig durch Werbung im Fernsehen, auf Plakaten am Straßenrand und in den Lebensmittelgeschäften oder in Zeitschriften ein nur teilweise richtiges Bild von einer gesunden Ernährungsweise geschaffen wird. So ist es erforderlich, dass man die Aussagen der Firmen hinterfragt und sich vor der Kaufentscheidung bewusst macht, welche Lebensmittel man aus welchem Grund kaufen möchte.
Diese tiefere Beschäftigung mit dem Essen mag auf dem ersten Blick anstrengend klingen, betrachtet man die kurze Zeit, die dabei in Anspruch genommen wird und den daraus entstehenden großen und langanhaltenden positiven Effekt auf die eigene Gesundheit und die Gesundheit der uns umgebenden Mitmenschen, wie Kinder und Partner, dann ist es ein cleverer Schachzug, um sich im Dschungel der guten Ratschläge seinen eigenen, gesunden und selbstbestimmten Weg zu wählen und diesen mit gutem Gewissen gehen zu können.
Beschäftigen Sie sich zum Beispiel mit dem Nahrungsmittel Zucker. Hier ist klar, dass umso kleiner der Einsatz von Zucker in der täglichen Nahrung ist, desto besser. In vielen Produkten wird anstelle von Zucker als Süße Maissirup ausgewiesen. Studienergebnisse belegten, dass es sich um keine tatsächliche Alternative dem Zucker gegenüber handelt. Auch bei Angaben wie Fruktose-Glukose-Sirup o.ä. sollte man hellhörig werden.
Es ist zu empfehlen, dass Zucker und zuckerersetzende Zutaten in der Nahrung reduziert werden. Zucker hat den Nachteil, dass es nur kurzfristig sättigend ist und nachhaltig als schwer verdaulich gilt. Ein Ratschlag ist demnach, gesünder und ausgewogener zu essen, so dass Sie auf kleine zuckerhaltige Snacks zwischendurch verzichten können und Ihre Nahrung besser überblicken können.
Achten Sie darauf, regelmäßig gesund zu essen und nicht zu große Portionen zu sich zu nehmen. Machen Sie sich vor dem Einkauf eine Einkaufsliste mit gesunden Lebensmitteln und prüfen Sie für einige Zeit die Zuckeranteile in den bisher von Ihnen gekauften und gegessenen Lebensmitteln. Ersetzen Sie die bisherigen Lebensmittel mit zu hohem Zuckeranteil durch Lebensmittel mit weniger Zucker.
Neben zu viel Zucker kann auch das Gegenstück, nämlich das Salz zu Unklarheit führen. Mittlerweile stellt sich die Frage, ob man sich für Speisesalz oder Meersalz entscheiden sollte.
Faktisch gesehen sind beide Salze ähnlich in der Zusammensetzung. Einzig was die einzigen chemischen Elemente angeht, gibt es Unterschiede. In Speisesalz ist oft Jod enthalten, das wesentlicher Bestandteil der menschlichen Nahrung sein sollte. In Meersalz dagegen ist kein Jod enthalten, weswegen zu empfehlen ist, dass Sie, wenn Sie sich für den Wechsel zu Meersalz entscheiden, daran denken sollten, der Nahrung Jod hinzuzufügen.
Machen Sie sich durch die Ratschläge der Lebensmittelbranche nicht verrückt, sondern nehmen Sie sich einmalig die Zeit, ein Grundverständnis von dem Konzept der Ernährungspyramide zu erlangen und dann die jeweiligen Lebensmittel im Hinblick auf Ihre Zusammensetzung und Anzahl an Verarbeitungsschritten zu prüfen und auszuwählen. Bedenken Sie, dass weniger Arbeitsschritte zur Herstellung eines Lebensmittels von Vorteil sind. Und denken Sie daran, dass ein regelmäßiges Wechseln der Lebensmittel für den menschlichen Stoffwechsel zuträglich ist.
Es ist nicht schwer, sich gesund zu ernähren; fangen Sie am besten heute noch an, sich mit Ihrer Ernährung oder der Ernährung in Ihrer Familie auseinanderzusetzen und Klarheit in dieses wichtige Thema zu bringen.
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