31. August 2011
Von Andreas Hadel
Dass eine gesunde Ernährungsweise zu den wichtigsten Dingen in unseren Leben gehören sollte, lesen wir nicht nur regelmäßig in zahlreichen Fitness-Publikationen, sondern wird uns neuerdings auch immer häufiger von den Damen und Herren aus der Politik gepredigt. Wie soll man aber regelmäßig die Familieneinkäufe nach einer gesundheitsorientierten Maxime erledigen, wenn die Haushaltskasse schon von Benzin- und Energiekosten gebeutelt wurde und gleichzeitig Schnellrestaurants mit unschlagbar günstigen Fastfood werben?

paradisi.de verrät Kaufstrategien, mit denen Sie sparen und trotzdem Ihrer Familie ein gesundes Essen bieten können.
Im Internet tummeln sich mittlerweile viele virtuelle Geschäfte, die auch eine breite Palette an Lebensmitteln anbieten. Oft sind sie bei bestimmten Artikeln sogar günstiger als die bekannten Billigmärkte, die dazu tendieren, Kameras auf ihre Angestellten zu richten. Einige Online-Shops verzichten sogar auf zusätzliche Versandkosten, wenn Sie ein regelmäßiger Kunde werden.
In ganz Deutschland bieten Großküchen einen täglichen Lieferservice an, um Speisen zu Senioren und Familien bringen. Nicht immer sind die angebotenen Speisen nach Fitness-Maßstäben vollwertig oder aus finanzieller Sicht wirklich billig. Es lohnt sich aber durchaus, die wöchentlichen Speisepläne der Anbieter auf Schnäppchen zu prüfen. Meisten lassen sich mindestens zweimal pro Woche gesunde Gerichte zu Preisen finden, die man beim Selberkochen nicht unterbieten könnte.
Ihre Nachbarn, Freunde und Bekannte wollen auch sparen? - Sehr gut, dann schließen sie sich zusammen. Wer beispielsweise 20 Kilogramm Fleisch beim Metzger seines Vertrauens kauft, kann sich eines fairen Rabatts sicher sein.
Fertigen Sie sich eine Liste mit all den Lebensmitteln an, die Sie im Haushalt haben und planen Sie bereits am Wochenanfang für jeden Tag die Mahlzeiten durch. So können Sie nicht nur zielgerichtet einkaufen, sondern auch bei anstehenden Stresstagen rechtzeitig vorarbeiten. Eine solche Liste macht es auch einfacher zu entscheiden, ob Sie bestimmte Lebensmittel, die gerade im Angebot sind, auch wirklich verbrauchen können.
Okay, das klappt nur, wenn Sie nicht gerade Appetit auf ein Straußensteak haben. Bei kleinem Flatterviech können Sie eine beträchtliche Summe sparen. Kaufen Sie anstatt drei Hähnchenbrüste lieber gleich drei ganze Hähnchen. Die Keulen und Flügel lassen sich später hervorragend für eine weitere Mahlzeit nutzen. Das restliche Fleisch am Rücken des Tieres können Sie nehmen, um Ihren Salat aufzupeppen.
Fleisch gehört mit Recht zu den teuersten Lebensmitteln. Mit Soja, Avocados und Nüssen können Sie sich trotzdem proteinreich ernähren, aber auf weniger kostenintensive Produkte zurückgreifen.
In jeder größeren Stadt präsentieren Bauern aus dem Umland mindestens einmal in der Woche ihre Erzeugnisse. Diese sind in der Regel nicht nur frischer und gehaltvoller als die Import-Produkte im Supermarkt, sondern mitunter auch erheblich billiger. Bauern sind außerdem häufig bereit, beim Preis etwas zu handeln.
In den meisten Fällen konsumieren wir mehr Kalorien, als wir eigentlich brauchen und decken dabei noch nicht einmal die empfohlenen Tageseinnahmen an Vitaminen und Mineralien. Der Schlüssel besteht also darin, als erstes die Lebensmittel einzusparen, die viele leere Kalorien enthalten. Das sind also in erster Linie Süßigkeiten und fettreiche Knabber-Snacks. Wer seinen Kindern und sich selbst aber nicht komplett den Spaß an der süßen Lust vorenthalten will, kann zu Reiswaffeln greifen und darauf dünn Streichschokolade verteilen.
Grundsätzlich sollten proteinreiche Lebensmittel wie Eier, Milch, Fleisch und Soja sowie vollwertige Kohlenhydratquellen wie Obst, Gemüse und Vollkornerzeugnisse zu den Basisbestandteilen eines jeden Speiseplans gehören.
Nicht alle dieser Lebensmittel sind günstig zu erwerben. Eine Möglichkeit die Kosten zu reduzieren ist, den wöchentlichen Speiseplan so zu gestalten, dass auch noch Essenreste vom Vortag verwertet werden können. Gerade bei Familien mit Kindern ist eine akkurate Zuteilung weder wirklich realisierbar noch ernsthaft angebracht. Je mehr Erfahrung die Elternteile sammeln, um so leichter geht das bewusste Planen der Mahlzeiten von der Hand und wandelt sich irgendwann in Intuition. Wenn es beispielsweise am Mittwoch Pellkartoffeln gab, sehen Sie am Donnerstag eine Speise vor, zu der Bratkartoffeln passen.
Vegetarische Mahlzeiten sind nicht nur ein vollwertiger Ersatz, sondern sogar eine gleichberechtigte Alternative. Vegetarische Gerichte bereichern den Speiseplan Ihrer Familie mit einer enormen Vielfalt und neuen Geschmackserlebnissen.
Der Knackpunkt beim sparsamen vegetarischen Kochen ist es, auf ausreichend Protein zu achten. Immerhin wollen Sie zwar das Geld für Fleisch sparen, aber nicht das für unsere Gesundheit wichtige Eiweiß. Bereiten Sie deshalb auf Grundlage von roten Bohnen, Avocados, Mais, Soja, Nüssen und anderen proteinreichen Pflanzenerzeugnissen die Speisen zu. Achten Sie aber auch auf faserhaltiges Obst und Gemüse wie Brokkoli und Pfirsiche.
Das folgende vegetarische Rezept ist glutenfrei und enthält nur sieben Gramm Fett pro Portion. Die Angaben ergeben eine vollwertige Portion für drei Personen und kosten im Schnitt weniger als 4 Euro.
Besprühen Sie die Bratpfanne mit dem Kochspray und geben Sie die Teriyaki-Sauce dazu. Garen Sie nun bei mittlerer Hitze die Zwiebeln und Knoblauchzehen für vier Minuten. Dann kommen Karotten und Sellerie dazu, die für zwei Minuten garen müssen bevor Sie die Champignons, die Hühnchenbrühe, Tomatensauce und die roten Bohnen dazu geben. Lassen Sie es leicht aufkochen und fügen Sie schließlich die Pasta hinzu. Für weitere 12 Minuten abgedeckt köcheln lassen und anschließend geniessen.
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