28. Januar 2009
Von Andreas Hadel
"Einer für alle und alle für einen". Das hehre Motto von Alexandre Dumas' Musketiere schien lange Zeit auch für die Diäten zu gelten. Bisher gibt es kaum mehr als eine Handvoll von Ernährungsplänen, die die Unterschiede von Weiblein und Männlein auch auf den Tellern berücksichtigen. Eine neue Untersuchung der "Framingham Gesellschaft für Ernährung" kann jedoch nun Anlass zum Umdenken unter den Ernährungsberatern geben.

Männer und Frauen haben ein unterschiedliches Essverhalten
Die Forscher der "Framingham Gesellschaft für Ernährung" haben bei Männern und Frauen unterschiedliche Verhaltensmuster in der Ernährung beobachtet und daraus auch unterschiedliche Gesundheitsrisiken abgeleitet. Nach einer Umfrage, die insgesamt etwas mehr als 14.000 Teilnehmer zählte und von staatlichen Gesundheitsbehörden durchgeführt wurde, essen Männer eher eine Auswahl von diversen Fleischsorten, während Frauen eher zu Früchten, Eiern und Jogurt tendieren.
Die Umfrage brachte einige typische Verhaltensweisen an das Tageslicht, die in Zukunft bei der Diätplanung berücksichtigt werden sollten.
Das typische Essverhalten von Männern
Leere Kalorien. Der Auswertung der Umfrage zufolge haben Männer einen besonderen Hang zu marmorierten Fleisch und nicht selten eine ausgeprägte Schwäche für Snacks und Süßigkeiten. Abhilfe könnte hier der Griff zu süßen Früchten sein, die den Appetit stillen, aber gleichzeitig auch wertvolle Vitamine liefern.
Geringe Abwechslung. Männer sind Gewohnheitstiere. Und das macht sich auch am Speiseplan bemerkbar. In der Regel hat das starke Geschlecht ein paar Lieblingssorten und greift darauf in schöner Regelmäßigkeit zurück.
Durchschnittliche Kost. Es gibt nicht gerade viele Exemplare der männlichen Gattung, die sich genauso intensiv mit der Ernährung beschäftigen wie mit der Bundesliga-Tabelle. Meistens stellen sie eine gewisse Leidenschaftslosigkeit zur Schau, wenn es zum Essen kommt und geben sich mit mittelmäßigen Speisen zufrieden.
Das typische Essverhalten von Frauen
Leere Kalorien. Da haben beide Geschlechter doch etwas gemeinsam. Der Hang zu Süßigkeiten ist auch in der Damenwelt weit verbreitet und kann mit Heißhungerattacken und Müdigkeit die gleichen Konsequenzen haben. Frauen tendieren der Umfrage zufolge aber eher zu süßen Getränken und Konditorenkunstwerken, als zu gewöhnlicher Schokolade und Gummibärchen, die bei den Herren hoch im Kurs stehen.
Wenig essen, viel trinken. Frauen achten mehr auf ihre Figur als ihre männlichen Gegenstücke. Bei ihren Versuch Kalorien am Essen einzusparen, betreten sie allerdings nicht selten eine regelrechte Teufelsspirale. Denn während sie sich beim Essen zurückhalten, kennen sie bei den Getränken häufig kein Halten mehr. Insbesondere Kaffee mit modischen Zusätzen wie Sahne, Karamell und Keksstückchen ist eine beliebte Kalorienfalle, in der die Damenwelt allzu häufig hinein tappt.
Unregelmäßiges essen. In ihren Bestreben nach einer schlanken Figur lassen Frauen erschreckend oft komplette Mahlzeiten ausfallen und geisseln sich unnötigerweise über mehrere Fastenstunden, in denen sie von Heißhungerattacken geplagt werden. Abgesehen davon, dass mit einer solchen Taktik die Stoffwechselrate ausgebremst wird und so das Abnehmen immer schwieriger wird, können mit diesem Verhalten Mangelernährung und Herzbeschwerden gefördert werden.
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