Traditionelle Chinesische Medizin: Grundlagen, Anwendungsgebiete, Mittel und Wandlungsphasen

Modell eines menschlichen Körpers mit angezeichneten, farbigen Akupunktur Punkten und Strichen

Die verschiedenen Wandlungsphasen der chinesischen Medizin und weitere Bestandteile

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) versteht man die Heilkunde des alten China. Diese wird bereits seit mehr als 2.000 Jahren angewandt. Ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das System der fünf Wandlungsphasen. Dazu gehören die Elemente Holz, Feuer, Erde, Wasser und Metall.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Verwendete Substanzen und die Wirkung der chinesischen Philosophie

Die 2.000 Jahre alte chinesische Medizin basiert auf einem konzentrierten Körpergefühl, einem reinen Geist und vielen Kräutern, Mineralien und Naturheilmitteln.

Körper und Geist werden in der chinesischen Philosophie als Eins gesehen.Es gibt keine Trennung, da es auf ein vollkommenes Gleichgewicht im Menschen ankommt. Sowohl Körper als auch Geist müssen im Reinen sein, um einen Organismus gesund zu erhalten.

Ying und Yang

Die beiden trennbaren Polaritäten der chinesischen Philosophie sind Yin und Yang. Yang steht für

Yin und Yang als trennbare Polaritäten der chinesischen Philosophie
Yin und Yang als trennbare Polaritäten der chinesischen Philosophie
  • das Licht
  • die Sonne
  • die Wärme
  • den Tag und
  • das Feuer.

Yin wiederum steht für

  • die Dunkelheit
  • den Schatten
  • den Mond
  • die Kälte
  • die Nacht und
  • das Wasser.

Die beiden Komponenten gehen fließend ineinander über, um das Gleichgewicht herzustellen und sind ein stückweit immer im Gegenüber enthalten. In Zusammenhang mit

  • den Abwehrstoffen
  • der Energie
  • den Kräften und
  • den Emotionen

des Menschen, die im chinesischen mit dem Begriff "Qi" benannt sind, kommen Körper und Geist in den Einklang.

Verwendete Substanzen

Für die bekannten, traditionell chinesischen Arzneimittel werden

  • mineralische
  • pflanzliche und
  • tierische

Substanzen verwendet. Bis zu 5.100 Pflanzen und 1600 Tierarten werden in den Rezepten der TCM benannt. In europäischen Ländern werden wiederum nur die pflanzlichen und mineralischen Bestandteile der chinesischen Medikamente übernommen.

Yin und Yang-Kräuter
Yin und Yang-Kräuter

In China und den anderen asiatischen Ländern, in denen die TCM ihre Anwendung findet, werden die heilenden

  • Pasten
  • Tees
  • Salben und
  • Pulver

für jeden Patienten individuell angefertigt. Die Herstellung der Arznei wird immer aus frischen und biologischen Substanzen zusammengemischt und auf die Diagnose und das individuelle Krankheitsbild abgestimmt.

Da die TMC schon seit mehr als 2.000 Jahren so große Behandlungserfolge aufweist, wurden die Techniken und Verfahrensweisen in den letzten Jahrzehnten immer stärker in die westliche Medizin übernommen. Durch Schulungen und Lehrgänge lernen nun auch Ärzte und Therapeuten hierzulande, die TCM auf die geschwächten und kranken Körper und Geiste ihrer Patienten anzuwenden.

Ziel und Zweck

Die westliche Medizin zeigt sich sehr offen und interessiert an den Ansätzen und Einflüssen der traditionellen chinesischen Medizin. Oft werden Diagnosen westlicher Ärzte über Erkrankungen und Verletzungen mit denen der TCM verglichen, um eine ganzheitliches Krankheitsbild und verschiedene Behandlungsmethoden zu erhalten.

Durch einen Fünf-Säulen-Plan wird ein kranker und geschwächter Organismus wieder geheilt und ein gesunder Organismus vital gehalten. Durch vier Behandlungs- und verschiedene Bewegungstherapien wird die TCM getragen. Die vier Behandlungen sind

Durch die Bewegungstherapie wie Qigong und Yoga lernt man seinen Körper neu kennen und nimmt ihn bewusster wahr. Zweck der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist somit die Behandlung und Heilung von Krankheiten durch die Heilkunst des Fernen Ostens. Zu den Naturheilverfahren zählen auch Meditationen.

Mit Yoga den eigenen Körper bewusst wahrnehmen
Mit Yoga den eigenen Körper bewusst wahrnehmen

Entwicklung

Die Geschichte der Chinesischen Medizin hat keinen festen Anfang. Es wird besagt, dass diese Medizinform seit 5.000 Jahren praktiziert wird. Der Gelbe Kaiser, dessen Regierungszeit vor mehr als 2.000 bis 3.000 Jahren stattfand, brachte die ersten bekannten schriftlichen Dokumente zur Chinesischen Medizin hervor.

Auch wenn in China die Chinesische Medizin seit tausenden von Jahren als Allgemeinmedizin verstanden wird, so nennt man diese Medizinform außerhalb des Ostens Chinas Alternative Medizin. Die nicht aggressive und auf natürliche Heilungsmethoden basierende Philosophie wird immer populärer in der westlichen Welt und stellt mittlerweile eine anerkannte Methode zur Allgemeinmedizin dar.

Die Traditionelle Chinesische Medizin wurde bereits im alten China praktiziert und im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt. Zunächst verbreitete sie sich über ganz Ostasien, auch in Japan und Korea, wo man eigene Entwicklungen hinzufügte. Mit dem Vordringen der Europäer nach Ostasien, gelangte die TCM im 17. Jahrhundert auch allmählich in den Westen.

Größeres Interesse fanden die fernöstlichen Heilmethoden aber erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Vor allem die Akupunktur fand zunehmende Verbreitung in den USA und Europa und sorgte dort für einen Boom der traditionellen chinesischen Heilmethoden. In China können die Mediziner bei ihren Studiengängen zwischen der westlichen Medizin und der Traditionellen Chinesischen Medizin wählen.

Westliche Adaptionen

In den letzten Jahren nahm die westliche Medizin zunehmend Kurse auf, in denen die Lehrpläne der Alternativen Medizin integriert werden. Trotz dieser positiven Entwicklung wird die Integration der klassischen Schulmedizin um Anteile der Chinesischen Medizin umstritten gesehen. Eine subjektive Sicht auf die Chinesische Medizin wird hierbei eher von modernen Medizinern der Chinesischen Medizin verstanden, als von Ärzten der alten Westlichen Medizin.

Die chinesische Medizin wird z.T. in Lehrpläne der westlichen Medizin aufgenommen
Die chinesische Medizin wird z.T. in Lehrpläne der westlichen Medizin aufgenommen

Die Techniken der Chinesischen Medizin werden größtenteils von der Westlichen Medizin geschätzt. Die Pharmazie hat den Wert der traditionellen Chinesischen Medizin verstanden. Mediziner und wissenschaftliche Teams sind weltweit damit beschäftigt, das Wissen direkt von praktizierenden Ärzten der Chinesischen Medizin zu erfahren.

Tai Chi oder Qi Gong werden neben anderen Methoden in Form von Kursen in westlichen Kliniken oder Krankenhäusern angeboten und stellen einen wesentlichen Teil der stationären, gesundheitlichen Programme dar.

Chinesische Medizin als Prävention verstehen

Für 3/4 der Weltbevölkerung ist die Chinesische Medizin keine Alternative Medizin. Genau genommen findet diese Medizin Anwendung in Bereichen der präventiven Behandlung und befasst sich mit physischen oder psychischen Erkrankungen und zeichnet sich darin aus. 1.000 Jahre lang wurde die Chinesische Medizin als nicht-invasive, therapeutische und risikofreie Behandlungsform angesehen.

Einstellungen zur Modernen Medizin und deren Abhängigkeit von synthetisch hergestellten Medikamenten hat viele dahingehend beeinflusst, Ressourcen in die Alternative Medizin zu investieren, vor allem in die Chinesische Medizin. Die Chinesische Medizin ist dabei zu einer anerkannten Alternative zu bisherigen Sucht- und Ernährungsproblemen zu avancieren.

Mit der richtigen Marketingkampagne und weiterhin positiven Erfolgen in der Anwendung der Chinesischen Medizin wird es eine Frage der Zeit sein, wann die Chinesische Medizin kassenärztlich übernommen wird und die Vorteile zur präventiven Bekämpfung von stressbedingten und chronischen Erkrankungen zum Allgemeinwissen gehören.

Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und recherchieren Sie im Internet, in der Zeitung oder im Telefonbuch, wo in Ihrer Nähe Kurse zu Tai Chi oder Qi Gong angeboten werden und schnuppern Sie in deren Philosophie hinein. Fühlen Sie den sofortigen Effekt auf Ihren Körper und Ihre Seele und spüren Sie, wie

  • sich Ihre Alltagsbelastung mit der Zeit löst
  • Sie mit dem Grübeln weniger Zeit verbringen und
  • Sie sich in Ihrem Körper besser und mehr zu Hause fühlen.

Die Grundlage: Das Qi

Eine wichtige Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin ist das Qi. So wird der menschliche Organismus in der TCM als sehr komplexes Gefüge von dynamischen Qi-Strukturen angesehen.

Bei einer Störung dieser Strukturen kommt es zu Krankheiten und Beschwerden, deren Ursache von einem erfahrenen Arzt ermittelt werden muss. Unter dem Qi versteht man die Lebensenergie oder die Kraft des menschlichen Körpers, aber auch die Energie des Spirituellen. Wichtigstes Ziel der TCM ist es, den ausgeglichenen, natürlichen Zustand des Qi im Körper wiederherzustellen.

Nach dem Verständnis der TCM wird die Energie des Körpers durch so genannte Meridiane oder Leitbahnen geleitet. Krankheiten entstünden durch:

  • einen Mangel an Qi
  • Störungen des Qi-Flusses
  • verbrauchtes Qi, das nicht abgeleitet werden konnte

Durch verschiedene Behandlungsmethoden soll der Qi-Fluss im Organismus wieder ausbalanciert werden. Dabei hilft man dem Körper sich selbst zu helfen, um eine Heilung zu erzielen.

Die Chinesische Organ-Uhr der Meridiane und wie sie tickt

Wenn es im Bauch zwickt und zwackt, schaut man nicht auf die Uhr. Doch ein Blick auf die Chinesische Organ-Uhr kann dabei helfen, das Problem zu lösen. Denn die traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass der Körper von Meridianen durchlaufen wird und zu bestimmten Uhrzeiten bestimmte Meridiane von der Lebensenergie durchflossen werden.

Die Uhrzeit, das Chi und die Meridiane

Bevor jedoch eine Behandlung stattfinden kann, muss der Mediziner herausfinden, an welcher Stelle im Körper genau sich das Ungleichgewicht befindet. Eine Hilfe hierbei bietet die Chinesische Organ-Uhr.

Sie beruht auf den zwölf Meridianen und der Annahme, dass in 24 Stunden jeder Meridian für zwei Stunden aktiviert ist, weil das Qi durch ihn hindurch fließt. In dieser Zeit sind Probleme innerhalb des entsprechenden Meridians besonders gut zu diagnostizieren und auch zu behandeln.

  • So ist in der Zeit von 1 bis 3 Uhr der Meridian für die Leber besonders aktiv,
  • von 3 bis 5 der für die Lunge,
  • von 5 bis 7 Uhr ist der Dickdarm-Meridian dran.
  • In der Zeit zwischen 7 und 9 Uhr macht der Magen auf sich aufmerksam,
  • von 9 bis 11 Uhr die Milz,
  • von 11 bis 13 Uhr das Herz.
  • Von 13 bis 15 Uhr ist der Dünndarm am Zug,
  • von 15 bis 17 Uhr die Blase,
  • von 17 bis 19 Uhr die Niere.
  • Der Kreislauf-Meridian arbeitet von 19 bis 21 Uhr besonders aktiv,
  • der Meridian der Schilddrüse von 21 bis 23 Uhr und
  • von 23 bis 1 Uhr ist es der Meridian der Galle.
Zusammenhänge

Jedem Meridian sind jedoch neben den einzelnen Organen und Organsystemen auch Beschwerden zugeteilt, die mit ihnen jeweils zusammenhängen. Wenn also morgens um halb 10 der Magen schmerzt, kann dies unter anderem auch Ausdruck für eine Unterversorgung des Gehirns mit Qi sein. Sich nur auf die Chinesische Organ-Uhr zu verlassen, ist nicht sinnvoll, allerdings diese als Ergänzung zu weiteren Diagnosemöglichkeiten einzusetzen auf jeden Fall.

Anwendungsgebiete

Die Schulmedizin erkennt viele Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin nicht an, da ihre Wirksamkeit naturwissenschaftlich nicht erwiesen werden konnte. Aus diesem Grund müssen die meisten Behandlungsmethoden der TCM vom Patienten selbst bezahlt werden. Eine Ausnahme bildet die Akupunktur, die nachgewiesene Behandlungserfolge aufweisen kann.

Zur Anwendung kommt die Traditionelle Chinesische Medizin bei zahlreichen Erkrankungen und Beschwerden wie:

Zudem lässt sich die Traditionelle Chinesische Medizin auch zur Vorbeugung von Krankheiten anwenden. Lesen Sie im Folgenden, wie man mit der Traditionellen Chinesische Medizin zum Beispiel gegen eine Frühlingserkältung angehen kann.

Frühlingserkältungen können mit der China-Medizin effektiv abgewehrt werden

Die TCM blickt auf eine 5.000 Jahre alte Geschichte zurück. Im Laufe der Jahrtausende konnten die präventiven Behandlungen ebenso an die menschlichen Gegebenheiten angepasst werden als auch hinsichtlich der Behandlung bei bereits bestehenden Beschwerden und Erkrankungen.

Sanfte Methoden, viel Ruhe und eine gezielte Ernährung lassen im Sinne der alten Lehre die Abwehrkräfte stärken, um unangenehmen Infekten geschickt entgegentreten zu können. Letztere begleiten nicht nur die nass-kalte Winterzeit, sondern erweisen sich gerade mit dem Beginn des Frühlings als lästige Begleiter auf dem Weg in die warme Jahreszeit. Erfahren Sie nun bei uns, wie Sie mit der Hilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin für einen gesunden Frühlingsstart sorgen können.

Mit Hilfe der chinesischen Medizin für einen gesunden Start in den Frühling sorgen
Mit Hilfe der chinesischen Medizin für einen gesunden Start in den Frühling sorgen
Prinzipien

Das oberste Prinzip in der TCM basiert auf dem Gedanken, den Menschen in seinem Ganzen zu betrachten. Nur wenn der Körper mit der Seele und dem Geist in einem Einklang steht, kann Qi, die Lebensenergie, in einem gesunden Fluss bestehen. Wird dieser so genannte Energieblock gestört, wird das freie Fließen folgerichtig unterbunden und der Körper erkrankt.

  • Die kalte Jahreszeit wird im energetischen Prinzip als die Zeit des "großen Yin" betrachtet, wofür wiederum die Dunkelheit und Feuchte steht.
  • Gegensätzlich hierzu findet sich denn auch in der warmen Jahreszeit das Yang-Prinzip mit seiner Helligkeit und Wärme.

Der Frühling liegt hierbei auf einer gemeinsamen Achse und bedeutet für den Körper eine Umstellung von feucht-kalt auf trocken-warm und erfordert von den Abwehrkräften zum Teil wahre Höchstleistungen.

Müdigkeit und Körpertemperatur

Damit diese abwehrende Kraft gegen Bakterien und Co. erfolgreich vollzogen werden kann, heißt es in der TCM für Ruhe zu sorgen, um dem Organismus Kraft zu geben. Eine Müdigkeit sollte deshalb nicht unterdrückt, sondern vielmehr nachgegeben werden.

Auch mittels wärmender Kleidung sollte man das Eindringen von Feuchte und Kälte in den Körper unterbinden, was bedeutet, auch mit den ersten Sonnenstrahlen nicht leichtsinnig auf eine wärmende und schützende Jacke zu verzichten. Tut man es doch, dringt nach der Lehre der TCM die Kälte in den Körper ein; die Poren verschließen sich und der Energiefluss wird brach gelegt.

Ernährung

Ebenfalls ein wichtiger Punkt in Sachen Erkältungsabwehr findet sich in der Wahl der richtigen Nahrungsmittel. Diese sollten in erster Linie wärmen und beispielsweise aus

bestehen. Besonders wirksam erweisen sich zudem Nahrungsmittel, die dem Organismus kräftig einheizen, so etwa

Wer bei einem Frösteln gleich zu einem Ingwer-Tee oder einem heißen Sud aus Wasser und Meisterwurz greift, kann oftmals eine Erkältung im Keim ersticken. Ähnliches gilt übrigens für ein Fußbad oder das Verzehren eines Bratapfels mit Zimt.

Nicht zu empfehlen
  • Kälteerzeugende Speisen wie Quark
  • zuckerhaltige Nahrungsmittel
  • Zitrusfrüchte oder
  • Rohkostsalate

sollten lieber vermieden werden. Auch ein ständiges Naschen oder Essen ist nach Ansicht der erfahrenen TCM-Mediziner nicht dafür geeignet, wertvolle Energie in sich zu behalten, da die Verdauung ständig beschäftigt sein muss.

Kältetyp und Hitzetyp

Für alle die leicht frösteln, empfehlen die China-Mediziner Ingwer-Tee und das Essen von Reisbrei mit Frühlingszwiebeln, Ingwer und Lauch, was dem "Kältetyp" entspricht und ein natürliches Aufheizen auslöst. Der "Hitzetyp" hingegen schwitzt leicht und kann dem begegnen, indem er unter anderem bei Halsschmerzen Pfefferminztee trinkt und öfter Reisbrei mit Brunnenkresse und weißem Rettich isst. Ausreichend zu trinken und für viel Schlaf zu sorgen unterstützt den Weg, gesund in den Frühling zu starten und kann vorbeugend ebenso effektiv wirken als auch in der Behandlung einer eingeschlichenen Erkältung.

Gesunder Schlaf um den Körper mit Energie zu versorgen
Gesunder Schlaf um den Körper mit Energie zu versorgen

Im Folgenden gehen wir auf die Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin ein.

Diagnosemethoden

Zwei der möglichen Diagnoseverfahren werden im Folgenden vorgestellt.

Zungendiagnostik

In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Zungendiagnostik eine wichtige Methode zum Erkennen von Krankheiten. Dabei dient die Zunge als Spiegelbild des Körpers. Anhand bestimmter Kriterien beurteilt der untersuchende Arzt den Gesundheitszustand des Patienten.

Prinzip und Untersuchungskriterien

In Ländern wie China und Indien ist die ausführliche Untersuchung der Zunge eine gängige Methode. In westlichen Ländern greifen Schulmediziner dagegen nur noch selten auf diese Form der Diagnostik zurück. Lediglich Heilpraktiker nutzen sie häufig, um Verdauungsstörungen zu erkennen.

Grundlage der Zungendiagnostik ist die Annahme, dass zwischen

  • der Zunge
  • der Lebensenergie Qi
  • den Meridianen
  • dem Blut
  • den Körperflüssigkeiten und
  • den Organen

eine Verbindung besteht. Durch die sorgfältige Untersuchung der Zunge sollen sich Belastungen der inneren Organe schon vor dem Ausbruch von Krankheiten feststellen lassen.

Auf diese Weise kann der Arzt seine Therapie auf die Ursachen einer Erkrankung abstimmen. Außerdem wird an Veränderungen der Zunge ermittelt, ob eine Behandlung erfolgreich verläuft. Bei der Untersuchung der Zunge konzentriert sich der Arzt auf bestimmte Kriterien.

  • Dazu gehört unter anderem die Zungenfarbe. Diese liefert Hinweise auf die Durchblutung im Inneren des Körpers.

  • Auch die Farbe und die Beschaffenheit des Zungenbelags werden untersucht, um Prozesse an der Oberfläche des Körpers zu erkennen.

  • Ebenfalls von Bedeutung für die Diagnose ist die Größe der Zunge. Diese weist auf den Gesamtzustand der Körperstruktur hin.

  • Ferner werden die topologischen Besonderheiten der Zunge untersucht. So lassen sich durch bestimmte Veränderungen Rückschlüsse über einzelne Funktionskreise ziehen.

Als gesund gilt eine Zunge, wenn sie

Anhand Veränderungen der Zunge wird ermittelt, ob eine Behandlung erfolgreich verläuft
Anhand Veränderungen der Zunge wird ermittelt, ob eine Behandlung erfolgreich verläuft
  • eine normale Größe
  • eine gleichmäßige glatte Oberfläche sowie
  • eine hellrote Farbe

aufweist. Außerdem sollte der Zungenbelag

  • feucht
  • weißlich und
  • dünn

sein.

Organzuordnung

Der Zunge zugeordnet werden verschiedene Organe, die man bei der Untersuchung räumlich einteilt. Auf diese Weise dient die Zunge gewissermaßen als Landkarte des Körpers.

  • So ordnet man das Herz in der Traditionellen Chinesischen Medizin der Zungenspitze zu,
  • während im Bereich dahinter die Lunge angesiedelt wird.
  • Leber und Gallenblase befinden sich am Zungenrand,
  • Magen und Milz in der Zungenmitte und
  • die Nieren am Zungengrund.
Witterungseinflüsse

Eine wichtige Rolle spielen auch Witterungseinflüsse wie

  • Kälte
  • Hitze
  • Feuchtigkeit
  • Trockenheit und
  • Wind.
Mögliche Beschwerden
  • So ist eine rote Färbung der Zunge ein Hinweis auf Hitze,
  • während eine blasse Zunge eher auf Kälte hindeutet.
  • Bei dicken weißen Zungenbelag liegen oft Magen-Darm-Beschwerden oder eine Erkältung vor.
  • Im Falle einer bräunlichen Verfärbung bestehen meist allgemeine Verdauungsstörungen.
  • Eine trockene Zunge, die gemeinsam mit eingerissenen Mundwinkeln auftritt, kann ein Indiz für die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sein,
  • während tiefe Furchen und Rinnen meist durch eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung entstehen.
  • Geschwollene Seitenränder der Zunge deuten dagegen auf Störungen der Leber oder der Schilddrüse hin.
  • Weist die Zunge eine gräuliche Verfärbung auf, liegt oftmals Blutarmut vor.
  • Sogar Vitaminmangel lässt sich durch die Zungendiagnostik feststellen: So ist die Zungenoberfläche bei einem Mangel an Vitamin B erdbeerartig verändert.

Kritik: Die Schulmedizin lehnt die Zungendiagnostik weitgehend ab, da sie von dem allgemeinen Wissensstand der Medizin abweicht. Außerdem gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Validität dieser Diagnosemethode.

Bian Zheng

Auch unter Bian Zheng versteht man eine Diagnosemethode der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Diagnostik erfolgt dabei nach bestimmten Krankheitsbildern.

Prinzip und Grundlage

Der chinesische Begriff "Bian Zheng" bedeutet übersetzt soviel viel "Krankheitssyndrom". Das heißt, dass die Diagnose von Erkrankungen nach Krankheitsbildern bzw. Syndromen erfolgt.

Grundlage von Bian Zheng ist es, eine Krankheit zu differenzieren und ihre Art oder ihr Muster zu beschreiben. Zu diesem Zweck greift die Traditionelle Chinesische Medizin auf eine Vielzahl von Syndromen zurück, die bereits feststehen.

Der Arzt filtert dabei aus den Zeichen, die er beobachtet, ein bestimmtes Muster heraus. Zum Erstellen der Diagnose zieht er sämtliche klinischen Zeichen heran. Dazu gehören auch Zeichen, die anscheinend nichts mit dem eigentlichen Krankheitsbild zu tun haben.

Des Weiteren betrachtet der Arzt kein Symptom isoliert. So sind die Wechselbeziehungen der einzelnen Beschwerden untereinander für die Diagnosestellung überaus wichtig. Bei Bian Zheng handelt es sich also um eine ganzheitliche Untersuchung.

Nachdem die Diagnose vorliegt, werden Therapiemaßnahmen, die auf der Traditionellen Chinesischen Medizin basieren und individuell auf den Patienten abgestimmt sind, durchgeführt. Die Syndrom-Diagnostik dient dabei als bedeutende Voraussetzung für die Wirksamkeit der Behandlung.

Durchführung nach zwei Gesichtspunkten

Nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin kommt es in den verschiedenen Stadien einer Krankheit zu unterschiedlichen Symptomen. Außerdem treten bei verschiedenen Krankheiten ähnliche oder gleiche Symptome auf. Daher umfasst die TCM bei der Behandlung von Krankheiten zwei von einander abweichende Gesichtspunkte: dies sind das Anwenden von unterschiedlichen Behandlungsmethoden bei gleicher Krankheit sowie die Durchführung derselben Behandlungsmethode bei verschiedenen Erkrankungen.

Komponenten der Diagnostik

Zusammengesetzt wird die Diagnostik der Traditionellen Chinesischen Medizin aus mehreren einzelnen Komponenten.

  • Dazu gehört vor allem, den Ursprung einer Krankheit zusammenfassend zu beurteilen und sie zu lokalisieren.

  • Außerdem gilt es, die typischen Eigenschaften einer Erkrankung herauszufinden.

  • Schließlich muss der untersuchende Arzt den Kampf zwischen der Störung, die die Krankheit verursacht und den Abwehrkräften des Patienten beurteilen.

Eine wichtige Voraussetzung für die Effektivität von Bian Zheng ist die Erfahrung des untersuchenden Arztes, denn ohne genügend praktisches Wissen lässt sich die fernöstliche Diagnostik nur unzureichend anwenden.

Behandlungsmethoden

Die Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin sind sehr vielfältig, haben aber alle gemeinsam, dass sie den Patienten ganzheitlich betrachten und entsprechend behandeln. In der TCM kommen vor allem fünf Behandlungsmethoden zur Anwendung, die oftmals auch miteinander kombiniert werden.

1. Akupunktur und Moxibustion

Akupunktur und Moxibustion sind äußerliche Anwendungen und gehören zu den bekanntesten Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dabei werden bestimmte Akupunkturpunkte, die als Meridiane oder Energiebahnen bezeichnet werden, gezielt behandelt, um dadurch die Organe positiv zu beeinflussen.

Bei der Akupunktur werden feine, sterile Nadeln in die Akupunkturpunkte eingestochen. Dies dauert etwa 20–30 Minuten pro Sitzung. Diese Methode wird auch häufig zur Raucherentwöhnung angewandt.

Auch bei der Moxibustion sollen die Akupunkturpunkte gereizt werden. Dazu benutzt man so genannte Moxazigarren oder Moxawolle, die man an Nadeln über den Akupunkturpunkten abbrennt.

2. Arzneimitteltherapie

Besonders wichtig für die Traditionelle Chinesische Medizin ist die Arzneimitteltherapie, die rund 80 Prozent aller Anwendungen ausmacht. Dabei werden bestimmte Naturstoffe, die pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Ursprungs sind verabreicht, wobei die pflanzlichen Stoffe die größte Rolle spielen.

Die verschiedenen Kräuter und Wirkstoffe werden miteinander kombiniert und individuell auf den Patienten abgestimmt. Zu den Darreichungsformen gehören vor allem:

  • Dekokte (Abkochungen)
  • Tabletten
  • Granulate
  • Salben
  • Tropfen
  • Umschläge
  • Pulver
  • Tees

Doch auch Pflaster zählen zu den möglichen Darreichungsformen...

OGH entscheidet: Keine Kostenübernahme für TCM-Kräutertherapie

Grüne Kräuter in Marmor-Mörser
Kräutermix © Twilight_Art_Pictures - www.fotolia.de

Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat entschieden, dass die gesetzlichen Krankenkassen keine Kosten für eine chinesische Kräutertherapie übernehmen müssen.

Die Urteilsbegründung stützt sich darauf, dass die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bis heute nicht wissenschaftlich anerkannt ist. Zudem hätten schulmedizinische Möglichkeiten ebenso zum Erfolg führen können.

Das Gericht wies damit die außerordentliche Revisionsklage einer Frau ab, deren Tochter an der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) leidet und durch eine Kräutertherapie nach TCM eine deutliche Verbesserung erfahren hat.

Die Hautärztin der Tochter empfahl eine Weiterbehandlung durch einen TCM-Spezialisten. Die Klägerin forderte eine Erstattung der Behandlungskosten inklusive Aufwendungen für Flug und Hotel in Höhe von 4.124,28 Euro durch die Gebietskrankenkasse.

Schulmedizinische Behandlung hat generell Vorrang

Das Erstgericht hatte der Klage zuvor stattgegeben. Der Oberste Gerichtshof entschied dagegen und verwies auf Paragraph 133 Abs 2 ASVG, der beinhaltet, dass eine schulmedizinische Behandlung generell Vorrang hat.

Die Traditionelle Chinesische Medizin kann große Erfolge in der ganzheitlichen Behandlung vorweisen. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs ist für viele Patienten eine Enttäuschung.

Krebsverdacht bei Pfeifenblume bestätigt

Chinesen vertrauen besonders der Pflanzenmedizin. In der traditionellen chinesischen Medizin greifen Ärzte und Therapeuten häufig auf die Pfeifenblume zurück. Vor einiger Zeit kam jedoch der Verdacht auf, dass diese Pflanze ein Auslöser für Blasenkrebs und Harnleiterkrebs sein kann. Nun bestätigten Forscher der National University in Taiwan den Verdacht.

Die gefährliche Substanz wurde nach diesen Erkenntnissen verboten. Sie darf nur noch in der Homöopathie unter bestimmten Bedingungen eingesetzt werden.

Von wegen Heilpflanze - einige Pflanzen aus der chinesischen Medizin fördern Krebs

Die westliche Kultur hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr für die traditionelle chinesische Medizin erwärmt. Viele der dort verwendeten Techniken und Heilpflanzen finden auch bei uns immer mehr Anwendung. Nun erfährt die Begeisterung aber einen Dämpfer, denn Forscher haben herausgefunden, dass einige der Heilpflanzen eine üble Nebenwirkung haben können: Krebs.

In Taiwan beispielsweise gibt es auffällig viele Patienten mit Harnwegskrebs. Eine Studie hat nun gezeigt, dass diese Tumoren tatsächlich in vielen Fällen auf die spezielle Zubereitung der Pflanzen zurückgehen. Die meisten Betroffenen hatten die „Aristolochia-Produkte “ eingenommen. Diese enthalten die Aristolochiasäure und die hat man als krebsfördernd erkannt. Zumindest hierzulande sind alle Produkte mit dieser Säure daher auch verboten.

Man untersuchte die Tumoren bei 151 Betroffenen und analysierte dabei auch die Gene. Inzwischen weiß man, dass jene Tumoren, die auf die Aristolochiasäure zurückgehen, eine ganz besondere Genstruktur haben.Und tatsächlich fand man bei 60 Prozent der Betroffenen genau diese Struktur, wodurch sich zweifelsfrei belegen lässt, dass diese Krebsfälle auf die Einnahme der Heilpflanzen zurückgehen.

Funktion und Anwendungsgebiete von Chi-Pads

Jeder weiß, dass uns schädliche Umweltgifte wie Autoabgase oder Giftstoffe in der Kleidung und unseren Lebensmitteln krank machen können. Und auch eine übermäßig fettreiche oder zuckerhaltige Ernährung wirkt sich dauerhaft negativ auf die Gesundheit aus.

Zu dieser Erkenntnis ist allerdings nicht erst die moderne Medizin gelangt. Die Chinesen wussten schon vor mehr als 5.000 Jahren, dass es einen Zusammenhang zwischen der Gesundheit eines Menschen mit seiner unmittelbaren Umgebung gibt. Die Ursache für die Entstehung von Krankheiten ist demnach in der unmittelbaren Umgebung eines Menschen und seiner Ernährung zu suchen.

Belastung durch die Umwelt

Die Belastungen des menschlichen Organismus durch Umwelteinflüsse sind im letzten Jahrhundert durch die zunehmende Industrialisierung natürlich erheblich gestiegen.

  • Die Abgase aus der Industrie und dem Verkehr
  • die zunehmende Verwendung von Chemikalien und
  • industriell gefertigte Lebensmittel, die häufig in Plastikverpackungen (mit krankmachenden Weichmachern) verkauft werden,

belasten den menschlichen Organismus Tag für Tag. Der Körper wird dadurch im Laufe der Zeit praktisch zu einer "Abfallhalde", auf der sich zahllose Toxine tummeln, die sich in den Organen und im Lymphsystem ablagern. Nach Ansicht der TCM führt dieser Toxin-Stau unweigerlich zu diversen Erkrankungen.

So sollen die Abfallprodukte im Körper zum Beispiel die Ursache für

  • Migräne, Entzündungen
  • Gelenkschmerzen oder
  • andere chronische Beschwerden

sein. Folgerichtig ist es sinnvoll, den Körper regelmäßig von diesen Giftstoffen zu befreien, damit es gar nicht erst zu derartigen Beschwerden kommt. Ohnehin ist es aus Sicht der TCM ratsam, den Körper regelmäßig zu entgiften, um den Organismus gesund und leistungsfähig zu erhalten. Und dabei sollen die Chi-Pads helfen, die an den Füßen angebracht werden.

Die menschlichen Füße

Die meisten Menschen wissen die wohltuende Wirkung einer Fußmassage durchaus zu schätzen. Die TCM sieht die Füße eines Menschen darüber hinaus sogar als "zweites Herz" an.

Auf den Fußsohlen des Menschen befinden sich nämlich rund 60 von insgesamt 360 Akupunkturpunkten. Diese Akupunkturpunkte befinden sich auf Meridianen (Leitbahnen), in denen die Lebensenergie (Qi) fließt.

Werden diese Akupunkturpunkte stimuliert, so kann das einen Einfluss auf innere Organe oder Organsysteme haben. Die Wirksamkeit der Akupunktur ist in vielen Bereichen inzwischen auch schulmedizinisch anerkannt. Und so wie man nun also mit Akupunktur die verschiedenen Kanäle zu den Organen oder Organsystemen aktivieren kann, so kann man sie auch mit den Chi-Pads aktivieren.

Wirkungsweise der Chi-Pads

Bei den Chi-Pads handelt es sich um Pflaster, die unter den Fußsohlen befestigt werden. Die Anwendung ist recht einfach.

Die Pflaster werden auf die Unterseite der Füße geklebt und dort für rund acht Stunden belassen. Die Behandlung in Form einer Kur wird empfohlen. Dazu sollten die Pads fünf Nächte getragen werden, nach drei Tagen Pause für weitere fünf.

Den gesamten Zyklus wiederholt man dann noch ein weiteres Mal. Die Pflaster enthalten als Wirkstoffe unter anderem Tumalin-Edelsteinpulver und Mandarinenbaumessig. Sie können dem Körper bei der Entgiftung helfen. Die Pads bewirken bereits nach kurzer Zeit eine bessere Durchblutung.

Zudem helfen sie dem Körper dabei, sich zu entgiften. Ob dies tatsächlivh funktioniert, sieht man an der Verfärbung des Pads. Diese können sich

  • gräulich
  • bräunlich oder sogar
  • schwarz

verfärben. Je dunkler das Pad ist, desto höher ist der Schadstoffgehalt im Organismus. Im Laufe der Behandlung sollten die Pads also mit jedem Mal der Anwendung im Nachhinein heller sein als bei der Anwendung zuvor.

In unabhängigen japanischen Labors wurden die Pads vor und nach der Anwendung analysiert. Im Ergebnis zeigte sich, dass sich in den benutzten Pads tatsächlich eine erhöhte Menge Schwermetalle nachweisen ließen, die absorbiert wurden.

Vorteile

Die Chi-Pads sollen aber nicht nur der allgemeinen Entgiftung und Ausleitung von Schmermetallen dienen, sie können dem Körper auch noch weitere Vorteile bringen. So sollen sie die Blutfettwerte, den Blutzucker und den Blutdruck regulieren, sowie

  • das Immunsystem stärken
  • die Darmtätigkeit anregen und
  • die Gesundheit im Allgemeinen stärken.

Zudem können die Pads, je nachdem auf welchen Bereich sie angebracht werden, auch sehr entspannend wirken. Der Fuß-Reflexzonen-Bereich direkt unterhalb der Zehen ist zum Beispiel für den Schultergürtel zuständig. Wird das Pad dort angebracht, hat es also einen Einfluss auf diesen Bereich.

Doch die Traditionelle Chinesische Medizin hat in Sachen Medikamente auch ihre Schattenseiten...

Der grausame Handel mit Bärengalle

Viele Menschen denken, dass Bärengalle nur ein dubioses Medikament ist. Dem ist nicht so. Der Wirkstoff im Gallensaft der Tiere hat nachweislich eine heilende Wirkung.

Er wird in der Traditionellen chinesischen Medizin bereits seit Jahrhunderten benutzt, um Augenkrankheiten und Leber- sowie Gallenleiden zu behandeln. Der Wirkstoff in der Gallenflüssigkeit wird Ursodeoxycholsäure, kurz UDCA genannt.

Der Alltag auf Bärengalle-Farmen

In einigen Regionen Asiens gibt es regelrechte Bärenfarmen, wo die Tiere in unwürdigen Bedingungen gehalten und zwei Mal am Tag "abgezapft" werden. Vermeintliche Tierärzte schneiden den Bären dafür mit einem Skalpell auf und stecken in die Gallenblase des Tieres einen Katheter aus Plastik oder auch aus Metall.

Die Wunde wird ständig offen gehalten, daher leiden die Bären nicht zur unter starken Schmerzen, sondern verenden oft auch aufgrund unbehandelter Infektionen. Die Tiere, die lange genug überleben, werden regelmäßig "gemolken".

Eine Betäubung bekommen sie dabei nicht. Sie liegen den gesamten Tag in winzigen Käfigen auf dem Rücken, da sie sich mit den offenen Wunden auch kaum bewegen können.

Völlig unnötige Tierquälerei – Wirkstoff ist synthetisch herstellbar

Für die gewonnene Bärengalle lassen sich die Händler bis zu 410 Dollar pro Kilogramm bezahlen. Dieses gewinnorientierte Verhalten geschieht auf Kosten der Bären. Zwar ist das Medikament wirklich wirksam, doch es handelt sich dennoch um völlig unnötige Tierquälerei.

Ursodeoxycholsäure kann inzwischen nämlich synthetisch hergestellt werden. Eigentlich müsste kein Tier mehr leiden.

Dennoch ist für den Handel mit Bärengalle kein Ende im Sicht. Die Händler verdienen viel zu gut damit und gewissenlose Reiseveranstalter bieten sogar Trips in eine Bärengalle-Farm an.

Neue Gesetze sollen die Tiere schützen

Die Ärzte vor Ort und auch große Teile der Regierung sind gegen die Farmen und wollen den grausamen Handel im eigenen Land Einhalt gebieten. Die Tiere innerhalb der Landesgrenze sollen zur Herstellung des Pulvers nicht mehr leiden müssen.

Dies ist aber leider oft nicht so einfach. Es gibt bereits neu erlassene Gesetze, zum Beispiel in Vietnam. So können zum Beispiel alle Reiseveranstalter nun ihr Lizenz und damit ihrem Job verlieren, wenn sie "Bärengallen-Reisen" anbieten.

Leider ist dies aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wie Tierschützer betonen. In Vietnam hat man daher zudem den freilebenden Bären kleine Chips implantiert, damit man immer sehen kann, wo sie sich befinden. So können zumindest diese circa 4.000 Bären geschützt in Freiheit leben.

Qualen für die Reichen - Bären in China werden schmerzhaft gequält

Die Gallenflüssigkeit des Bären wird in China als hochwertiges Heilmittel gesehen. Rund 10.000 Bären werden aus diesem Grunde immer wieder gequält. Die wertvolle Flüssigkeit wird den Tieren mit einer Nadel aus der Galle abgezogen, um dann ein lukratives Geschäft damit zu machen. Dieser Eingriff ist sehr schmerzhaft und für die Tiere eine Qual. Obwohl inzwischen ein synthetisches Ersatzprodukt hergestellt werden kann, bestehen viele Menschen in Asien weiter darauf, nur das "wirkliche" Produkt einzunehmen.

Der Druck von Tierschutzorganisationen wird allerdings immer größer. Sie fordern, mehr Werbung für die Ersatzprodukte zu machen und die Gesundheit der Bären zu schützen und der Qual ein Ende zu bereiten.

3. Massagen (Manuelle Therapie)

Bei einer Massage kommt vor allem die Tuina-Massage zur Anwendung, die sich von einer herkömmlichen Massage unterscheidet. So orientiert sich die Tuina-Massage, genau wie die Akupunktur, an den Meridianen und dem Prinzip von Yin und Yang, mit dem Unterschied, dass keine Nadeln zur Anwendung kommen.

Stattdessen werden manuelle Techniken angewandt, beispielsweise:

  • Schieben
  • Kneten
  • Reiben
  • Klopfen
  • Drücken
  • Zwicken
  • Kneifen

Auf diese Weise werden die Körperfunktionen stimuliert und Schmerzen gelindert.

Babys lieben fernöstliche Massagen

Baby bekommt Massage auf Brust
Baby massage © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

Manuelle Therapien zum Heilen und Wohlfühlen.

Massageformen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) setzen sich auch bei Kindern durch. Therapeuten haben die Behandlung für die Kleinen allerdings modifiziert, heißt es in dem Apothekenmagazin BABY und die ersten Lebensjahre.

Sie gehen davon aus, dass die Energiebahnen ("Meridiane") und die damit zusammenhängenden Akupunkturpunkte bei Kleinkindern noch nicht ausgereift sind. Husten, Schnupfen, Fieber, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsblockaden, Bettnässen und orthopädische Erkrankungen etwa behandeln erfahrene Therapeuten mit "Tuina", eine der ältesten Formen der TCM.

Für Eltern besonders interessant: Sie können die notwendigen Techniken auch selbst lernen und anwenden. Auch Shiatsu und Akupressur eignen sich für engagierte Eltern, die ihren Kleinsten zu entspanntem Wohlbefinden verhelfen oder Beschwerden wegmassieren möchten.

4. Bewegungstherapie

Dabei werden Bewegungsübungen wie Qigong vorgenommen. Durch bestimmte Bewegungen, Atemübungen und Meditation soll die Harmonie des Körpers wieder in Einklang gebracht werden.

Ziel des medizinischen Qigong ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Qigong lässt sich vom Patienten auch erlernen und anschließend selbstständig durchführen.

5. Ernährungslehre

Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährungslehre in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Dabei werden die Lebensmittel in verschiedene Kriterien unterteilt wie beispielsweise:

  • Geschmack
  • Temperaturverhalten
  • Funktionskreis
  • Wirkrichtung

Außerdem achtet die Ernährungslehre darauf, dass die Mahlzeiten nicht nur süß oder sauer sind, da eintönige Mahlzeiten Verdauungsbeschwerden verursachen können.

So wird vor allem auf Ausgewogenheit gesetzt, die für den Körper am verträglichsten ist. Zudem werden die Lebensmittel vorbeugend oder therapiebegleitend eingesetzt. Fasten wird hingegen als schädlich abgelehnt und nur bei Beschwerden wie Völlegefühl angewandt.

Eine besonders wichtige Rolle in der Traditionellen Chinesischen Medizin spielen auch die Wandlungsphasen...

Die verschiedenen Wandlungsphasen der chinesischen Medizin

Bei der Lehre der fünf Elemente oder der fünf Wandlungsphasen handelt es sich um eine daoistische Theorie. Sowohl für die chinesische Philosophie als auch für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist sie von großer Bedeutung.

Die Lehre der fünf Elemente

Aus Sicht der chinesischen Philosophie besteht die Welt aus fünf Grundbausteinen oder Elementen. Dies sind

  • Holz
  • Feuer
  • Erde
  • Wasser und
  • Metall.

Diese fünf Elemente umfassen alle anderen Dinge. Zunächst ordnete man jedem einzelnen Element eine bestimmte Himmelsrichtung zu, danach folgten weitere Eigenschaften und Zustände der Natur sowie des Menschen, wie zum Beispiel

  • Jahreszeiten
  • Farben
  • Emotionen
  • Geschmäcker und
  • Organe.

Die fünf Elemente werden auch Wandlungsphasen genannt, da sie nicht statisch, sondern stets in Bewegung und miteinander verbunden sind. Ähnlich wie bei der Abfolge der Jahreszeiten kommt es auch im Körper des Menschen zu Wandlungsphasen der Lebensenergie (Qi).

Diese Lebensenergie und die Wandlungsphasen der fünf Elemente bilden auch die Grundlage der Traditionellen Chinesischen Medizin. So kommt es nach Ansicht der TCM zu Beschwerden und Krankheiten, wenn der Fluss des Qi blockiert wird. Ärzte der Traditionellen Chinesischen Medizin nutzen das komplexe System der fünf Wandlungsphasen, um auf diese Weise Krankheitsursachen herauszufinden und entsprechend zu behandeln.

Qigong, Tai-Chi und Baduanjin: Studie belegt den guten Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System

Die Meta-Studie hat gezeigt, dass die Sportarten das Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken

Frau in blauer Kleidung bei einer Qi Gong-Übung
Woman doing qi gong tai chi exercise © Monika Wisniewska - www.fotolia.de

In der östlichen Welt werden die Meditations- und Kampfkünste seit Jahrtausenden gepflegt. Begriffe wie

haben es in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr in den Westen geschafft, doch viele Menschen hierzulande können damit nicht viel anfangen.

Das Hineinschnuppern in die genannten Künste lohnt sich jedoch sehr, wie eine aktuelle Meta-Studie einmal mehr belegt. Demnach haben die traditionsreichen Lehren für Körper und Geist einen nachweisbaren positiven Einfluss auf das Herz sowie den gesamten Kreislauf.

Qigong, Baduanjin und Tai-Chi senken den Blutdruck

Die Forscher nahmen internationale Datenbänke und stellten so 35 ältere Studien zusammen. Jede Untersuchung hatte sich mit Qigong, Baduanjin oder Tai-Chi beschäftigt und die gesundheitliche Verfassung der Sportler verfolgt.

Die Wissenschaftler konnten eindrucksvoll zeigen, dass durch die traditionellen Künste der Blutdruck auf natürliche Weise reguliert wird. Davon profitieren ganz besonders all jene, die bereits eine kardiovaskuläre Vorgeschichte haben. Bei Menschen mit schlechterem Kreislauf sinkt

  • der systolische Blutdruck um über 9,12 mm Hg und
  • der diastolische Blutdruck um über als 5 mm Hg (jeweils in der Ruhephase gemessen).

Das senkt das tägliche Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um mindestens 22 Prozent. In einer Studie lag die Reduktion der Gefahr sogar bei 41 Prozent.

LDL-Cholesterin sinkt, HDL-Cholesterin und BNP-Wert steigen

Zudem zeigt die Meta-Studie, dass die Kampf- und Meditationskünste einen direkten Einfluss auf das LDL- und HDL-Cholesterin haben. Das "böse" Cholesterin wird gesenkt und das "gute" erhöht sich eher.

Gleichzeitig steigt auch der BNP-Wert. BNP ist das "B-natriuretische Peptid". Es hat eine Schutzwirkung für das Herz und kann in ausreichender Menge vor einer Herzmuskelschwäche schützen.

Einen Versuch wert

Da die Sportarten bis auf ein sporttypisches Verletzungsrisiko keine Nebenwirkungen haben, sprechen sich inzwischen viele Ärzte für Sporttherapien mit Qigong, Tai-Chi oder Baduanjin aus. Teilweise übernehmen sogar die gesetzlichen Krankenkassen die Lehrgangsgebühren für ihre Versicherten.

In China wächst der Wunsch nach wissenschaftlich fundierter Medizin

Der Prophet gilt nicht viel im eigenen Land: Immer mehr chinesische Ärzte wenden sich westlich orientierter Medizin zu, weil die Methoden der TCM (traditionelle chinesische Medizin) wissenschaftlich nicht belegt sind.

Wie die Apotheken Umschau berichtet, mahnte nun sogar ein deutscher Kenner der fernöstlichen Medizin anlässlich der 50-Jahr-Feier der Universität Shanghai seine chinesischen Kollegen, die alten Kenntnisse nicht zu vergessen: "Ein Miteinander beider Medizinsysteme hat für die Patienten viele Vorteile", so Gustav Dobos, Professor für Naturheilkunde an der Universität Duisburg-Essen.

Die meisten Deutschen wünschen sich in der Medizin einen Mix aus Ost und West

Steine mit chinesischer Aufschrift: Gesundheit, Glück, Lebensenergie
gesundheit, glück, lebensenergie, © hochgrat - www.fotolia.de

Ginge es nach den deutschen Patienten, müssten die Ärzte chinesische Medizin büffeln: Einer Umfrage des Allensbach-Instituts zufolge würden sich 61 Prozent der Bundesbürger im Krankheitsfall am liebsten mit einer Kombination aus Schulmedizin und TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) behandeln lassen, berichtet die Apotheken Umschau.

Noch entschiedener wünschen dies Menschen, die bereits Erfahrung mit TCM haben: 89 Prozent von ihnen möchten deren Methoden wieder nutzen. Deutsche, die ausschließlich auf Schulmedizin setzen, sind stark in der Minderheit: Dazu bekennen sich nur 18 Prozent.

Chinesische Medizin besteht übrigens nicht hauptsächlich aus der hierzulande so populären Akupunktur. In Fernost macht sie gerade einmal zehn Prozent der Behandlungen aus. Zu 80 Prozent wird in China mit Heilkräutern therapiert. Einige Tausend Heilpflanzen sind dazu bekannt.

Verstärktes Interesse bei Ärzten an der Traditionellen Chinesischen Medizin

Immer mehr Ärzte nehmen an Weiterbildungskursen für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) teil.

Auch die Medizinstudenten sind an der TCM sehr interessiert, die auch in der allgemeinen Bevölkerung großes Ansehen genießt, wie eine Forsa Umfrage feststellte.

Bei der TCM handelt es sich um ein eigenständiges Diagnose und Therapiesystem, wobei unter anderem auch die Akupunktur, Ernährungslehre und Kräuterheilkunde dazugehören.

Bei der Diagnose wird auf jegliche Instrumente verzichtet, nur mittels Sehen, Hören, Tasten und Befragen des Patienten wird diese ermittelt und anschließend die Therapie festgelegt.

Immer mehr Menschen vertrauen der Traditionellen Chinesischen Medizin

Zwei Akupunkturnadeln und Moxa auf antiken chinesischen Münzen
Akupunkturnadeln auf antiken chinesischen Münzen © hjschneider - www.fotolia.de

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist auf dem Vormarsch, denn immer mehr Menschen vertrauen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), besonders sind die Ernährungslehre und Akupunktur gefragt. So bieten auch Arztpraxen verstärkt eine Behandlung mit Akupunktur an.

Wie eine Umfrage des Forschungsinstituts Allensbach ergab, stehen mittlerweile zwei Drittel der Befragten einer Kombination zwischen der klassischen Schulmedizin und der TCM positiv gegenüber. Bei denjenigen, die schon Erfahrung mit der fernöstlichen Medizin gesammelt haben, liegt der Prozentanteil bei 90 Prozent.

Vor etwa 20 Jahren begann hier bei uns in Deutschland der Vormarsch der Traditionellen Chinesischen Medizin. Besonders im Bereich der Schmerztherapie ist die Akupunktur mittlerweile nicht mehr wegzudenken und auch die Krankenkassen bezahlen diese unter bestimmten Umständen.

Aber neben der Akupunktur beschäftigt sich die TCM mit der Ernährung und Bewegungslehre und bietet auch Massagen an, wobei immer der Körper, Geist und Seele im Ganzen betrachtet werden.

Im Folgenden gehen wir etwas genauer auf die fünf Elemente ein.

Das Element Holz für die Gesundheit nutzen

Den Elementen bzw. Wandlungsphasen wird eine bestimmte Jahreszeit zugeordnet. Bei dem Element Holz ist dies der Frühling. Nach der Lehre der fünf Elemente beginnt der Frühling allerdings schon Mitte Februar und geht bereits am 28. April wieder zu Ende.

Jede Jahreszeit, die einem Element zugeordnet wird, dauert 73 Tage. Danach folgt eine Übergangszeit, die 18 Tage lang ist und Dojo-Zeit genannt wird. Während dieser Zeit hat man die Gelegenheit, sich auf die nächste Jahreszeit, den Sommer, vorzubereiten, was Lebensstil und Ernährung anbelangt.

Symbolische Bedeutung des Elements Holz

Holz steht für die Förderung von

  • Leben
  • Wachstum
  • Aktivität
  • Kreativität
  • Flexibilität und
  • Vitalität.

So beinhaltet die Wandlungsphase Holz die Energie des kleinen Yang. Diese Energie hat die Eigenschaft, noch zu wachsen und sich auszudehnen. Ihre Richtung geht stets nach vorne und nach oben.

Da auch im Frühling alles wächst, ordnet man die Wandlungsphase Holz dieser Jahreszeit zu. So kehrt die Energie des Yang im Frühjahr wieder zurück an die Oberfläche, was sich an dem Aufblühen der Natur und der Pflanzen bemerkbar macht.

Als Symbol der Wandlungsphase Holz gilt der Bambus. Zu den Eigenschaften des Bambus gehört, dass er flexibel und geschmeidig ist, wodurch er sich den äußeren Bedingungen ausgezeichnet anpassen kann.

Das Element Holz und die Gesundheit

Die Traditionelle Chinesische Medizin ordnet das Element Holz der Leber und der Gallenblase zu. Dabei gilt die Leber als Yin-Organ und die Gallenblase als Yang-Organ.

Im seelischen Bereich reagiert die Leber sehr sensibel auf Frust, Wut und Kränkungen. Dagegen gilt die Gallenblase als Entscheidungsträger nach außen.

Fließt das Qi harmonisch in den beiden Organen, denkt und handelt der Mensch flexibel, rasch und gut überlegt. Dieser Funktionskreis ist von besonderer Bedeutung, da durch ihn sowohl der Fluss der Energie in den Organen als auch die Harmonie der anderen Funktionskreise geregelt wird.

Zu den positiven Eigenschaften von Holz zählen

  • Konsequenz
  • Tatkraft und
  • Lust am Abenteuer.

Da Holz jedoch viel Freiraum benötigt, führt Druck zu negativen Auswirkungen. Durch ein ausgeglichenes Holzelement ist der Mensch in der Lage, richtig mit Emotionen wie Wut umzugehen. Ebenfalls dem Holz zugeordnet werden die Augen und somit die Sehkraft.

Wichtige Nahrungsmittel

Um das Element Holz zu unterstützen, sollten im Frühjahr bestimmte Lebensmittel gegessen werden. Dazu gehören vor allem

Gut geeignete Getränke sind

Grundsätzlich wird empfohlen, die täglichen Mahlzeiten aus den fünf Elementen zu kombinieren. Auf diese Weise lässt sich das persönliche Qi stärken.

Das Element Feuer für die Gesundheit nutzen

Eine weitere Wandlungsphase ist das Feuer. Das Element lässt sich auch für die Gesundheit nutzen.

Symbolische Bedeutung des Elements Feuer

Während das Element Holz für den Frühling steht, ordnet man das Element Feuer dem Sommer zu. So hat die Wandlungsphase Feuer die Energie des großen Yang. Diese Energie richtet sich von innen nach außen.

Da sie jedoch bereits das Maximum erreicht hat, wird sie im Unterschied zur Energie des Holzes nicht mehr größer. Das Feuer der Natur zeigt sich im Sommer also in seiner Vollendung.

Das Element Feuer hat auch Auswirkungen auf den menschlichen Körper. So ordnet man ihm Herz und Dünndarm zu.

Die Traditionelle Chinesische Medizin vertritt die Auffassung, dass das Herz den Verstand und die Gefühle maßgeblich beeinflusst. Außerdem ist es zuständig für

Darüber hinaus kontrolliert es das gesamte Netzwerk der Meridiane. Ein gesundes Herz erkennt man in der TCM an der Farbe des Gesichts.

Hat das Gesicht eine rosige und kräftige Farbe, ist dies ein Anzeichen für Gesundheit. Aber auch die Farbe der Zunge liefert wichtige Hinweise auf den Zustand des Herzens.

Das Element Feuer und die Gesundheit

Zu den Haupteigenschaften des Feuers gehört die Hitze. Diese regt den Menschen an und sorgt für seine Beweglichkeit.

Zu viel Hitze führt jedoch zu Benommenheit, Verwirrung und Herzproblemen. So verhindert sie, dass der Mensch einen kühlen Kopf bewahrt.

Ebenfalls zum Feuer gehören Freude und Lust. Bei einem Übermaß an Lust besteht jedoch die Gefahr, dass der Mensch übermütig wird und zu Rauschmitteln greift, um diesen Zustand künstlich zu verlängern, was allerdings das gesamte Gefüge in Unordnung bringt.

So kann sich die Energie des Herzens nur dann vollenden, wenn sie Abschied von der Lust nimmt. Das heißt, dass der Mensch nicht zu sehr in der Vergangenheit leben, sondern vor allem an die Gegenwart denken sollte.

Beschwerden und Erkrankungen

Durch ein Übermaß an Feuer kann es zudem zu Beschwerden und Erkrankungen kommen. Dazu zählen beispielsweise

Wichtige Nahrungsmittel

Um einem Ungleichgewicht des Feuers vorzubeugen, wird empfohlen, kühlende Speisen wie

zu sich zu nehmen.

Das Element Erde für die Gesundheit nutzen

Zu den verschiedenen Wandlungsphasen zählt auch das Element Erde. Dieses wird als Zentrum der anderen Wandlungsphasen angesehen.

Symbolische Bedeutung des Elements Erde

Die Wandlungsphase Erde, die als Quelle aller anderen Phasen gilt, hat eine kreisende und zentrierende Richtung. Bei der Energie der Erde handelt es sich um eine Energie des Gleichgewichts, wobei damit keine starre Balance, sondern ein Gleichgewicht des Fließens gemeint ist.

Durch die Energie der Erde entsteht eine Balance sämtlicher Kräfte, die auf den Menschen einwirken. Auf diese Weise sorgt das Element für Stabilität und inneres Gleichgewicht.

Zugeordnet wird die Wandlungsphase dem Spätsommer. Außerdem erstreckt sich ihre Wirkung auf die Übergangszeiten zwischen den einzelnen Phasen.

Das Element Erde und die Gesundheit

Ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Ernährungsweise des Menschen. So lässt sich eine Balance aus Ying und Yang nur durch Lebensmittel, die zur richtigen Zeit verzehrt werden, erreichen.

Dem Element Erde schreibt man in der TCM die Nahrungsaufnahme und die Verdauung zu. Dabei spielen auch geistige Eindrücke eine Rolle.

Die Wandlungsphase Erde sorgt für

  • Ausgleich
  • innere Harmonie und
  • Einsichtigkeit.

Außerdem steht sie für positive Eigenschaften wie

  • Schaffenskraft
  • Zuverlässigkeit und
  • Vernunft.

Auf gesundheitliche Probleme können dagegen Tagträumerei, Grübelei und Unselbstständigkeit hindeuten. Während sich ein harmonisches Heim und eine ausgewogene Ernährung positiv auf den Organismus auswirken, ist bei Bewegungsmangel und ständigen Zweifeln das Gegenteil der Fall.

Zu den Energiebahnen der Erde gehören Milz und Magen. Diese erfüllen wichtige Funktionen bei der Aufnahme, Verteilung und Umwandlung der Nahrung.

Aus diesem Grund ist es wichtig, während dieser Wandlungsphase beide Organe zu stärken. Dies macht man am besten durch eine abwechslungsreiche und warme Ernährungsweise.

Wichtige Nahrungsmittel

Empfohlen werden die Aufnahme von ausreichend

Zwar schreibt man dem Element Erde einen süßen Geschmack zu, doch ist es ratsam, auch für etwas bitteren Geschmack zu sorgen, um den Feuchtigkeitshaushalt des Organismus auszugleichen. Außerdem sollte man nicht nur auf Lebensmittel, die Zucker und falsche Fette enthalten, zurückgreifen.

Das Element Wasser für die Gesundheit nutzen

Ebenfalls zu den Wandlungsphasen gehört das Element Wasser. Es wird dem Winter zugeordnet.

Symbolische Bedeutung des Elements Wasser

Während man das Element Metall dem Herbst zuordnet, steht das Element Wasser für den Winter. Allerdings beginnt der Winter nach der chinesischen Lehre bereits 36 Tage vor dem 21. Dezember und geht 36 Tage danach wieder zu Ende. Die Wandlungsphase Wasser beinhaltet die Energie des großen Ying, bei dem es sich um die stärkste Zusammenziehung handelt.

Dabei herrscht beinahe vollkommene Festigkeit. Bewegung kommt kaum noch vor. Aus diesem Grund ordnet man die Wandlungsphase Wasser dem Winter zu, der als dunkle und starre Jahreszeit gilt. Außerdem steht das Element für Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, zu überleben.

Oftmals kann sich die Kraft des Wassers erst in extremen Situationen entfalten. Doch auch außerhalb von kritischen Zeiten lässt sich die Energie des Wassers nutzen.

Das Element Wasser und die Gesundheit

Wasser gilt als Ursprung des Lebens. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ordnet man dieses Element dem Funktionskreis der Nieren zu.

Das Gleiche gilt für

Wichtige Nahrungsmittel

Für eine gesunde Ernährung während der Wandlungsphase Wasser sollten Nahrungsmittel verzehrt werden, die einen salzigen Geschmack und die Farben blau und schwarz aufweisen, denn diese Eigenschaften ordnet man dem Element zu. Um es zu stärken, wird empfohlen, Salzwasserfische wie Thunfisch, Lachs und Shrimps sowie Meeresfrüchte zu essen.

Ebenfalls gut geeignet sind

Zur Stärkung der Nieren ist es ratsam, warme Mahlzeiten mit Erbsen oder Linsen zu sich zu nehmen.

Grundinformationen zur Traditionellen Chinesischen Medizin

  • Traditionelle Chinesische Medizin: Grundlagen, Anwendungsgebiete, Mittel und Wandlungsphasen

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: Yin and Yang Herbs © marilyn barbone - www.fotolia.de
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  • Bildnachweis: Couple doing yoga and relaxation exercises by the sea © goodluz - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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