2. November 2009
Bei psychischen oder psychosomatischen Störungen und Krankheiten kann eine Psychotherapie sehr hilfreich sein. Dabei gibt es unterschiedliche Verfahren.
Für die Durchführung einer Psychotherapie kommen verschiedene Verfahren in Frage. Zu den bedeutendsten zählen die analytische Psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie.
1. Analytische Psychotherapie
Die analytische Psychotherapie basiert auf der Psychoanalyse von Sigmund Freud und deren Weiterentwicklungen wie die Analytische Psychologie von C. G. Jung und die Individualpsychologie von Alfred Adler. Die analytische Psychotherapie benötigt viel Zeit und befasst sich mit Kindheits- und Jugenderinnerungen, um auf diese Weise verdrängte Konflikte, die für die psychischen Störungen verantwortlich sein könnten, ans Tageslicht zu bringen. Die verdrängten Konflikte werden dann erneut vom Patienten durchlebt, damit er sie anschließend besser verarbeiten kann. Eine analytische Psychotherapie kann sowohl als Einzelsitzung als auch als Gruppentherapie durchgeführt werden. Zudem ist dieses Verfahren auch für Kinder und Jugendliche geeignet.
2. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Ebenso wie die analytische Psychotherapie, beruht auch die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie auf der Psychoanalyse. Zu den Unterschieden gehören eine begrenzte Anzahl von Therapiestunden, oftmals nur eine Therapiesitzung in der Woche sowie eine Behandlung im Sitzen. Zudem soll eine Besserung der psychischen Störung in kürzerer Zeit erzielt werden. Außerdem konzentriert sich die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mehr auf die aktuellen psychischen Konflikte. Durch die aktuellen Probleme soll ein Bezug zur Kindheit hergestellt werden, um auf diese Weise die Symptome des Patienten zu bessern.
3. Verhaltenstherapie
Durch eine Verhaltenstherapie sollen die soziale Interaktion und das soziale Umfeld des Patienten geändert sowie seine Fähigkeiten gefördert werden, damit er auf diese Weise besser mit seinen psychischen Problemen fertig wird. Um dies zu erreichen, stehen verschiedene Methoden wie Expositions- oder Konfrontationsverfahren zur Verfügung, die auf der klassischen Konditionierung beruhen. Damit werden vor allem Phobien, Angst- oder Zwangsstörungen therapiert. Um bestimmte Verhaltensformen des Patienten abzubauen, können auch positive oder negative Reize zur Anwendung kommen. Weitere Behandlungsformen sind Rollenspiele, Kommunikationstrainings sowie Entspannungstechniken. Von besonderer Bedeutung ist auch die kognitive Verhaltenstherapie, die zum Beispiel bei Depressionen eingesetzt wird und deren Ziel der Abbau von negativem Denken und störenden Verhaltensmustern des Patienten ist.
Verhaltenstherapien können auch als Paartherapie, Gruppentherapie oder Familientherapie durchgeführt werden.
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