Psychotherapie - Anwendung und Ablauf verschiedener Untersuchungen und Behandlungen

Als Psychotherapie bezeichnet man verschiedene Verfahren zur Behandlung von psychischen oder psychosomatischen Krankheiten. Dabei werden verbale oder nonverbale Kommunikationsmethoden für die Behandlung angewandt. Die Psychotherapie umfasst nicht nur Verhaltenstherapien und tiefenpsychologische Therapien. So kommen auch andere Verfahren wie die Ergotherapie, die Kunsttherapie, die Tiertherapie oder die Bewegungstherapie zur Anwendung. Informieren Sie sich über Anwendung und Ablauf verschiedener Verfahren der Psychotherapie.

Wissenswertes über die Psychotherapie

Psychotherapie - Eine Definition

Spricht man von einer Psychotherapie, ist damit die gezielte Behandlung von psychischen Störungen oder Folgeerscheinungen von physischen Erkrankungen gemeint. Eingesetzt werden dabei Methoden, die wissenschaftlich anerkannt sind.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die beratende Psychologie, die sich nicht mit der Heilung von psychischen Störungen, sondern eher mit Problemen in der Lebensführung beschäftigt.

Ziel und Zweck der Psychotherapie

Ziel und Zweck einer Psychotherapie ist die Behandlung von

ohne den Einsatz von Medikamenten. Dabei werden wissenschaftlich fundierte, psychologische Kommunikationsmethoden verbaler und nonverbaler Art angewandt.

Der Begriff "Psychotherapie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Heilen der Seele". Wichtigste Therapieformen sind die Verhaltenstherapie, zur der Veränderungen des sozialen Umfelds gehören und die Tiefenpsychologie wie die Psychoanalyse, die sich mit der Erforschung des Unbewussten befasst, um dadurch die Ursachen für ein psychisches Problem zu ermitteln.

Geschichte der Psychotherapie

Die Geschichte der Psychotherapie wurde vor allem von dem österreichischen Arzt Sigmund Freud (1856-1939) geprägt, der die Psychoanalyse begründete, die die älteste Art von Psychotherapie darstellt. Sigmund Freud bildete zudem zahlreiche weitere Psychoanalytiker aus, die die Psychoanalyse ihrerseits weiterentwickelten. So begründete beispielsweise C. G. Jung (1875-1961) die Analytische Psychologie und Alfred Adler (1870-1937) die Individualpsychologie.

In den USA entstanden Ende des 19. Jahrhunderts erste Formen der Verhaltenstherapie, die im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt wurde. In Deutschland unterliegen Psychotherapien strengen Regeln und dürfen nur von entsprechend ausgebildeten Ärzten, Psychotherapeuten und Heilpraktikern für Psychotherapie vorgenommen werden.

Von den gesetzlichen Krankenkassen zugelassene Psychotherapien sind:

  • die Verhaltenstherapie
  • die Analytische Psychotherapie nach Sigmund Freud, Alfred Adler oder C.G. Jung
  • die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Berufe mit psychotherapeutischen Tätigkeiten: Psychiater, Psychologischer Psychotherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie

Hierzulande gibt es drei Grundberufe, die eine psychotherapeutische Tätigkeit ausüben dürfen:

  • der Psychiater/Arzt, der nach einem Medizinstudium eine Zusatzausbildung im Bereich der Psychotherapie absolviert
  • der Psychologische Psychotherapeut, der studierte Psychologe, der anschließend eine bis zu fünfjährige Weiterbildung absolviert
  • der Heilpraktiker für Psychotherapie, der dank Therapiefreiheit Angebote machen kann, die auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sind

Kosten: Wie teuer ist die Psychotherapie?

In der Regel beläuft sich die Dauer einer Therapiestunde bei den meisten Therapeuten auf 45 bis 60 Minuten. Selbstzahler müssen dabei für eine Therapiestunde im Durchschnitt zwischen 70 und 190 Euro zahlen. Jedoch kommt es hierbei auch sehr auf die Region an.

Kostenübernahme der Psychotherapie durch die Krankenkasse

Ob eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung erfolgen kann, ist abhängig davon, ob der Therapeut eine Kassenzulassung hat. Sofern er die Versichertenkarte akzeptiert, ist dies der Fall.

Generell erfolgt hierzulande lediglich eine Kostenübernahme für folgende Therapievarianten:

  • Verhaltenstherapie
  • psychoanalytische Therapie
  • tiefenpsychologisch fundierte Therapie

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen keine Kostenübernahme erfolgt. Dies wäre etwa dann der Fall, wenn die Therapie lediglich der Sexual-, Lebens-, Ehe- oder Erziehungsberatung dient.

Anwendungsgebiete der Psychotherapie

Zur Anwendung kommt eine Psychotherapie bei psychischen Störungen wie:

Auch bei psychosomatischen Erkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislaufstörungen oder Schmerzen kommt die Psychotherapie zum Einsatz.

Für die Durchführung einer Psychotherapie kommen verschiedene Verfahren in Frage. Zu den bedeutendsten zählen:

  1. die analytische Psychotherapie
  2. die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  3. die Verhaltenstherapie

Formen der Psychotherapie

Zu den bedeutendsten Formen der Psychotherapie zählen vor allem die verhaltenstherapeutischen sowie die tiefenpsychologischen Verfahren. Es gibt jedoch noch zahlreiche andere Untersuchungen und Behandlungsmethoden. Dazu gehören:

Nicht bei all diesen Verfahren besteht eine staatliche Anerkennung, sodass die Behandlungskosten nicht immer von den Krankenversicherungen übernommen werden.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Untersuchungen und Behandlungen in der Psychotherapie im Detail vor.

Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie basiert auf der Psychoanalyse von Sigmund Freud und deren Weiterentwicklungen wie die Analytische Psychologie von C. G. Jung und die Individualpsychologie von Alfred Adler. Die analytische Psychotherapie benötigt viel Zeit und befasst sich mit Kindheits- und Jugenderinnerungen, um auf diese Weise verdrängte Konflikte, die für die psychischen Störungen verantwortlich sein könnten, ans Tageslicht zu bringen. Die verdrängten Konflikte werden dann erneut vom Patienten durchlebt, damit er sie anschließend besser verarbeiten kann.

Eine analytische Psychotherapie kann sowohl als Einzelsitzung als auch als Gruppentherapie durchgeführt werden. Zudem ist dieses Verfahren auch für Kinder und Jugendliche geeignet.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Ebenso wie die analytische Psychotherapie, beruht auch die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie auf der Psychoanalyse. Zu den Unterschieden gehören eine begrenzte Anzahl von Therapiestunden, oftmals nur eine Therapiesitzung in der Woche sowie eine Behandlung im Sitzen.

Zudem soll eine Besserung der psychischen Störung in kürzerer Zeit erzielt werden. Außerdem konzentriert sich die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mehr auf die aktuellen psychischen Konflikte. Durch die aktuellen Probleme soll ein Bezug zur Kindheit hergestellt werden, um auf diese Weise die Symptome des Patienten zu bessern.

Hier gehen wir näher auf die Tiefenpsychologie ein.

Verhaltenstherapie

Durch eine Verhaltenstherapie sollen die soziale Interaktion und das soziale Umfeld des Patienten geändert sowie seine Fähigkeiten gefördert werden, damit er auf diese Weise besser mit seinen psychischen Problemen fertig wird. Um dies zu erreichen, stehen verschiedene Methoden wie Expositions- oder Konfrontationsverfahren zur Verfügung, die auf der klassischen Konditionierung beruhen.

Damit werden vor allem Phobien, Angst- oder Zwangsstörungen therapiert. Um bestimmte Verhaltensformen des Patienten abzubauen, können auch positive oder negative Reize zur Anwendung kommen. Weitere Behandlungsformen sind:

Kognitive Verhaltenstherapie

Von besonderer Bedeutung ist auch die kognitive Verhaltenstherapie, die zum Beispiel bei Depressionen eingesetzt wird und deren Ziel der Abbau von negativem Denken und störenden Verhaltensmustern des Patienten ist.

Verhaltenstherapien können auch als Paartherapie, Gruppentherapie oder Familientherapie durchgeführt werden.

Informieren Sie sich hier genauer über die Verhaltenstherapie.

Bibliotherapie

Die Bibliotherapie kommt in der Psychotherapie und der Psychiatrie zum Einsatz. Dabei werden von den Patienten

  • psychologische Ratgeber
  • Romane oder
  • Schicksalsberichte

gelesen. Durch die Lektüre dieser Stoffe erhält der Patient die Möglichkeit, die Gründe seiner Probleme besser zu verstehen. In unserem separaten Artikel gehen wir näher auf die Bibliotherapie ein.

Ergotherapie

Die Ergotherapie dient als Sammelbezeichnung für verschiedene Arbeits- und Beschäftigungstherapien, die dazu dienen, beschränkte psychische oder physische Fähigkeiten zu fördern oder wiederherzustellen.

Je nachdem, welche Einschränkungen beim Patienten bestehen, werden

  • manuelle
  • praktische
  • handwerkliche oder
  • künstlerische

Tätigkeiten trainiert. Aber auch der Umgang mit anderen Menschen lässt sich einüben. Dabei dient die Ergotherapie vor allem dazu, dass der Patient so selbstständig wie möglich in seinem Alltags- und Berufsleben agieren kann. Informieren Sie sich hier im Detail über die Ergotherapie.

Familienaufstellung in der Psychotherapie

Bei der Familienaufstellung handelt es sich um eine alternativmedizinische Psychotherapie. Bei dieser Methode, die wissenschaftlich nicht anerkannt ist, haben die Patienten die Möglichkeit, sich ihre Beziehungen zu anderen Mitgliedern der Familie bewusst zu machen. Lesen Sie hier, wie eine Familienaufstellung ablaufen kann und welche Schritte dabei notwendig sind.

Gruppenpsychotherapie

Unter einer Gruppenpsychotherapie versteht man eine psychotherapeutische Behandlung, die in einer Gruppe stattfindet. Dabei kommen mehrere Personen einmal pro Woche zusammen, die unter psychischen Problemen leiden, wie:

  • Depressionen
  • Angstzuständen
  • Selbstzweifeln
  • Arbeitsstörungen
  • Konflikten am Arbeitsplatz bzw. in der Partnerschaft

Unter der Leitung eines Therapeuten versucht die Gruppe durch Gespräche, Lösungen für die Probleme zu finden. Hier gehen wir im Detail auf die Gruppenpsychotherapie ein.

Krisenintervention

Von einer psychotherapeutischen Krisenintervention ist die Rede, wenn eine kurze, aber zielgerichtete und intensive Psychotherapie erfolgt. Dabei bespricht man direkte Auslöser wie beispielsweise traumatische Erlebnisse. In unserem separaten Artikel gehen wir im Detail auf die Krisenintervention ein.

Kunsttherapie

Bei der Kunsttherapie handelt es sich um eine noch relativ junge Psychotherapieform. Dabei können sich die Patienten, die von einem Therapeuten begleitet werden, durch künstlerische Tätigkeiten ausdrücken, wie:

Hier gehen wir im Detail auf die Kunsttherapie ein.

Milieutherapie

Die Bezeichnung "Milieutherapie" entstammt der Psychiatrie und Sozialpsychologie. Begründet wurde sie von dem britischen Psychoanalytiker Wilfred Bion (1897-1979), der maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Gruppenanalyse hatte.

Gemeint ist mit der Milieutherapie ein gemeinsamer Therapieprozess innerhalb einer temporären Lebensgemeinschaft. Dabei übt die Milieutherapie eine künstliche Familie aus, die sie auch therapeutisch nutzt. Erfahren Sie hier mehr über die Milieutherapie.

Neurolinguistische Psychotherapie

Die neurolinguistische Psychotherapie (NLPt) entstand aus dem neurolinguistischen Programmieren. Dabei handelt es sich um eine systemisch-imaginative Psychotherapie. In Deutschland wurde die neurolinguistische Psychotherapie allerdings bislang nicht anerkannt.

Eine wichtige Rolle bei der neurolinguistischen Psychotherapie spielt eine zielorientierte Arbeit, bei der Beziehungsmatrizen des Patienten, Metaphern und ein Repräsentationssystem Berücksichtigung finden. Hier gehen wir genauer auf die neurolinguistische Psychotherapie ein.

Systemische Therapie

Die systemische Therapie ist aus der Familientherapie heraus entstanden. Hier geht man von einem System aus, in dem sich zwei oder mehrere Menschen - etwa in einer Familie, aber auch innerhalb einer Partnerschaft oder unter Kollegen - befinden.

Man geht davon aus, dass jeder Störung eine bestimmte Funktion im System zugrunde liegt. Diese Funktion gilt es in der Therapie aufzufinden. Hier informieren wir genauer über die systemische Therapie.

Theatertherapie

Unter der Theatertherapie oder dem therapeutischen Theater versteht man eine Methode der Psychotherapie. Sie wurde im Jahr 1908 von dem Arzt und Biologen Vladimir Iljine ins Leben gerufen.

Die Theatertherapie zählt wie die Kunsttherapie zu den künstlichen Formen der Psychotherapie. Hier gehen wir näher auf diese ein.

Tiergestützte Therapie

Unter tiergestützten Therapien versteht man alternativmedizinische Behandlungen, bei denen Tiere eingesetzt werden, um eine psychiatrische Erkrankung zu behandeln. Besonders verbreitet in der Psychologie ist der Einsatz von Hunden und Delfinen.

Hundetherapie

Werden Hunde zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, ist von einer hundegestützten Therapie die Rede. Zum Einsatz kommen dabei qualifizierte Fachkräfte, die den Bereichen

  • Medizin
  • Therapie
  • Soziales oder
  • Pädagogik

entstammen sowie ein ausgebildeter Therapiehund. Dieser arbeitet mit einem tiergestützten Therapeuten oder einem Begleitteam zusammen.

Durch dieses Vorgehen sollen eine Erkrankung oder Behinderung erleichtert werden. Auf eine hundegestützte Psychodiagnostik greift man zurück, wenn verbale Diagnosemethoden zum Scheitern verurteilt sind.

Dazu gehören beispielsweise Bereiche, in denen kaum verbale Kommunikation machbar ist, wie zum Beispiel bei:

Hunde haben den Vorteil, dass sie eine beruhigende Wirkung ausstrahlen. Außerdem läuft ihre Kommunikation anders ab als das menschliche Kommunizieren. Durch diese verschobene Kommunikationsweise können sich Patient und Hund offener miteinander austauschen.

Delfintherapie

Eine sehr bekannte, aber auch sehr umstrittene tiergestützte Therapie, ist die Delfintherapie. So liegt für ihre Wirksamkeit noch kein wissenschaftlicher Nachweis vor. Für Kinder, die unter seelischen, psychischen und physischen Behinderungen leiden, soll sie jedoch durchaus hilfreich sein.

Als Entwickler der Delfintherapie gilt der Psychologe David E. Nathanson, der in den USA der Leiter der dortigen Delfin-Therapieprogramme ist. Nathansons Behandlungskonzept basiert auf einer Verstärkung von konservativen Therapieformen.

Die Begegnung mit einem Delfin erfolgt als Belohnung, wenn der Patient und seine Eltern mitarbeiten und die Therapieaufgaben erfüllen. Nathanson selbst sieht die Wirkung seines Behandlungskonzeptes als erwiesen an, was Kritiker der Therapie jedoch bestreiten.

In Deutschland gibt es eine Delfintherapie lediglich im Rahmen eines Forschungsprogramms an der Würzburger Universität. Von Tierschützern werden jedoch erhebliche Bedenken dagegen angemeldet, da eine artgerechte Tierhaltung dort nicht möglich sei. Aber auch von Biologen gibt es Kritik, da es in den USA schon zu mehreren belegten Verletzungsfällen im Rahmen der Delfintherapie kam.

Hier erhalten Sie nähere Informationen zur Delfintherapie.

Konzentrative Bewegungstherapie

Eine körperorientierte Psychotherapie (KBT) stellt die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) dar. Genutzt werden dabei Bewegungen und Wahrnehmungen als Basis von Denken, Fühlen und Handeln.

So kommt es beim konzentrativen Sich-Wahrnehmen und Sich-Bewegen zur Reaktivierung von Erinnerungen. Diese fanden im Lebenslauf ihren Körperausdruck in Verhalten und Haltung. Mehr Informationen zur Konzentrativen Bewegungstherapie erhalten Sie in unserem separaten Artikel.

Elektrokrampftherapie

Die Elektrokrampftherapie wird auch als Elektroschocktherapie oder Elektrokonvulsionstherapie (EKT) bezeichnet. Ihre Einführung erfolgte im Jahr 1937 durch die italienischen Mediziner Lucio Bini und Ugo Cerletti.

Sie kommt bei schweren Depressionen zum Einsatz. Hier gehen wir im Detail auf diese Form der Therapie ein.

Psychoedukation

Bei der Psychoedukation handelt es sich um eine Schulung von Patienten, bei denen eine psychische Störung vorliegt. Zur ihr gehören psychotherapeutische und systematische Maßnahmen.

Die Psychoedukation dient zur Förderung des Krankheitsverständnisses und fördert den Umgang sowie die Bewältigung der Erkrankung. Detaillierte Informationen erhalten Sie in unserem separaten Artikel zur Psychoedukation.

Schlafentzugstherapie

Bei einer Schlafentzugstherapie entzieht man dem Patienten unter kontrollierten Bedingungen während eines Krankenhausaufenthalts den Nachtschlaf. Diese Therapie, auch Wachtherapie, dient in erster Linie der Behandlung von Depressionen, und wird immer mit einer Psychotherapie durchgeführt. Hier gehen wir näher auf den Schlafentzug ein.

Soziotherapie

Als Soziotherapie wird eine ambulante Versorgungsleistung bezeichnet. Sie kommt bei Patienten, die unter erheblichen psychischen Störungen leiden, zur Anwendung.

Dadurch sollen die Patienten auch andere medizinischen Behandlungsmaßnahmen beanspruchen können. In unserem separaten Artikel gehen wir auf die Indikation und Wirkweise der Soziotherapie ein.

Besondere Fachbereiche der Psychotherapie

Im Rahmen einer Psychotherapie werden psychische Erkrankungen jeglicher Art gezielt behandelt. Dazu kommen unterschiedliche Fachbereiche zur Anwendung, die auf wissenschaftlich anerkannten Verfahren basieren.

Neben den Hauptformen der Psychotherapie wie den tiefenpsychologischen Therapien und den Verhaltenstherapien stehen auch einige spezielle Gebiete zur Verfügung.

Zur Psychotherapie zählen auch einige besondere Fachbereiche. Dazu gehören u.a.:

  • die ambulante Behandlung und Begutachtung
  • die Balint-Gruppe
  • die Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • die teilstationäre und stationäre Behandlung

Im Folgenden stellen wir Ihnen die Fachbereiche im Detail vor.

Die ambulante Behandlung und Begutachtung

In der Psychotherapie unterscheidet man zwischen einer ambulanten und einer stationären Behandlung.

  • Während der Patient im Rahmen einer stationären Psychotherapie einige Zeit in einer Klinik bleiben muss,
  • kann er nach einer ambulanten Behandlung und Begutachtung wieder nach Hause gehen.

Dies hat für den Patienten den Vorteil, dass er in der Lage ist, die meiste Zeit in seiner gewohnten Umgebung zu verbringen. Außerdem lassen sich Kosten einsparen.

Prinzipiell erfolgt eine ambulante psychotherapeutische Behandlung bei den meisten psychischen Störungen. Eine stationäre Therapie ist dagegen nur in schweren Fällen erforderlich, in denen der Patient überwacht werden muss, weil eine Gefährdungssituation für ihn selbst oder andere Menschen besteht.

Darüber hinaus gibt es bestimmte Behandlungsformen, die einer stationären Behandlung bedürfen. Grundsätzlich wird von Psychotherapeuten jedoch eine ambulante Behandlung empfohlen.

Formen der ambulanten Behandlung

Ambulante Psychotherapien lassen sich in verschiedenen Einrichtungen vornehmen.

Dazu gehören:

  • psychologische oder psychiatrische Praxen
  • Ambulanzen
  • der sozialtherapeutische Dienst
  • öffentliche oder private Beratungsstellen

In den meisten Fällen wird eine ambulante Behandlung in einer psychologischen oder psychiatrischen Praxis durchgeführt. Dort hat der Therapeut die Möglichkeiten, den Patienten eingehend zu untersuchen und entsprechend zu behandeln. Dazu werden regelmäßig Behandlungssitzungen abgehalten, zu denen der Patient in die Praxis kommt und danach wieder nach Hause zurückkehrt.

Im Unterschied zu einer Praxis ist eine Ambulanz Bestandteil einer Klinik oder einer ähnlichen therapeutischen Einrichtung. Auch dort ist es grundsätzlich möglich, sämtliche psychotherapeutischen Behandlungen vorzunehmen. Darüber hinaus lassen sich auch Spezialverfahren durchführen.

Der sozialpsychiatrische Dienst zählt zumeist zum Gesundheitsamt. Seine Aufgaben sind unter anderem

  • Vorsorge
  • Betreuung sowie
  • die Nachbehandlung

von psychisch erkrankten Menschen. Außerdem sind Überweisungen an andere Therapieeinrichtungen durch den sozialpsychiatrischen Dienst möglich.

Bei Beratungsstellen handelt es sich um Einrichtungen, die entweder privat oder öffentlich betrieben werden. Zu ihren Aufgaben gehört die Beratung von psychisch Erkrankten, aber auch von deren Verwandten. Außerdem können sie spezielle psychotherapeutische Maßnahmen vornehmen.

Durchführung der ambulanten Psychotherapie

Eine ambulante Psychotherapie beginnt in der Regel mit einem Gespräch zwischen Psychotherapeut und Patient. Im Anschluss an die Untersuchung vereinbart man weitere Behandlungstermine.

Diese Termine werden regelmäßig in der ambulanten Einrichtung abgehalten. Normalerweise finden sie jede Woche statt und können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Nicht selten erhält der Patient auch Aufgaben, um die er sich zu Hause kümmern kann.

Nachteile der ambulanten Psychotherapie

Ein Nachteil der ambulanten Psychotherapie ist, dass es bei einigen Patienten an Überwachungsmöglichkeiten mangelt. So lässt sich nicht ausschließen, dass sich der Patient außerhalb der Behandlung selbst oder anderen Menschen Schaden zufügt. So sind zum Beispiel

möglich.

Prognose bei der ambulanten Psychotherapie

Ob eine ambulante Psychotherapie erfolgreich verläuft oder nicht, ist oft abhängig davon, unter welcher psychischen Störung der Patient leidet und wie schwer sie ist. Darüber hinaus gilt es, die Persönlichkeit des Patienten sowie äußere Einflüsse zu berücksichtigen.

Obwohl in zahlreichen Fällen eine Besserung erreicht wird, gibt es auch viele Fälle, in denen sich kein Therapieerfolg zeigt. Mitunter ist die Durchführung einer teilstationären Psychotherapie erforderlich, die eine Kombination aus ambulanter und stationärer Behandlung darstellt.

Wichtig ist, dass der Patient seine Behandlungstermine regelmäßig einhält und die Aufgaben, die er vom Therapeuten bekommt, durchführt.

Die Balint-Gruppe

Von einer Balint-Gruppe ist die Rede, wenn mehrere Ärzte, Psychotherapeuten und soziale Mitarbeiter zusammenkommen und Gespräche über ihre Patienten führen. In der Regel setzt sich eine Balint-Gruppe aus 8 bis 12 Personen zusammen.

Entstehung der Balint-Gruppe

Benannt wurde die Balint-Gruppe nach dem ungarischen Psychoanalytiker und Psychiater Michael Balint (1896-1970). Nach dem 2. Weltkrieg hielt Balint in der britischen Hauptstadt London Fallkonferenzen mit Sozialarbeitern ab.

Dabei erlernten die Teilnehmer der Treffen eine bessere Wahrnehmung der unbewussten Prozesse, die in der Arbeit mit ihren Patienten abliefen. Auf diese Weise ließ sich mehr Verständnis für die Patienten erreichen.

Ab 1950 nahmen an den Fallkonferenzen auch niedergelassene Hausärzte teil.

Teilnehmer einer Balint-Gruppe

An einer Balint-Gruppe nehmen vor allem Ärzte teil. Dabei kann es sich um Ärzte einer Klinik oder Praxisärzte handeln. Ebenfalls zu den Teilnehmern gehören Psychologen und Sozialarbeiter.

Doch auch außerhalb der Medizin, wie zum Beispiel in der Arbeitswelt oder in der Schule, kommen Balint-Gruppen mittlerweile zum Einsatz.

Ziel und Zweck der Balint-Gruppe

Durch eine Balint-Gruppe soll die Beziehung zwischen Medizinern und Patienten verbessert werden. Dabei kommt die Sichtweise der Psychoanalyse für die Therapieanalyse zur Anwendung.

Zu den wichtigsten Elementen der Balint-Gruppe zählt das Fallbeispiel, über das die Teilnehmer frei berichten. Das heißt, dass Fälle aus der Praxis sachlich, aber auch emotional vorgestellt werden, wobei in erster Linie problematische Patienten zur Sprache kommen.

Durch die Diskussionen mit den anderen Teilnehmern der Balint-Gruppe lässt sich der Sachverhalt näherbringen. Dabei ist es jedoch wichtig, dass sich der Gruppenteilnehmer auch selbst hinterfragt.

Bedeutende Diskussionsfaktoren der Balint-Gruppe sind:

  • Übertragung
  • Gegenübertragung
  • Verschiebung
  • Reaktionsbildung
  • Regression

Während bei der Übertragung frühere Gefühle und Erwartungen vom Patienten auf den Therapeuten übertragen werden, ist dies bei der Gegenübertragung umgekehrt. So erfolgt die Gegenübertragung vom Arzt auf den Patienten.

Von einer Verschiebung ist die Rede, wenn ein kleineres Problem den Vorzug erhält, damit sich ein größeres Problem verdrängen lässt. Im Rahmen einer Reaktionsbildung verändert man ein Verhalten, das vom Patienten als unerwünscht betrachtet wird, ins Gegenteil.

Bei einer Regression handelt es sich um einen Rückfall in kindliches Verhalten.

Durch das Verständnis, das während der Diskussionen über die Beziehung zwischen Therapeuten und Patient wächst, können Lösungen für die bestehenden Probleme gefunden werden.

Durchführung der Balint-Gruppe

Die Balint-Gruppe, die aus etwa 8 bis 12 Ärzten besteht, wird von einem erfahrenen Psychotherapeuten geleitet. Patienten können an dem Treffen allerdings nicht teilnehmen. Die Form der Balint-Gruppe erinnert an ein Seminar. So reden die einzelnen Mitglieder der Gruppe über ihre Patienten oder Klienten.

Das bedeutet, dass ein Teilnehmer über einen Fall spricht, mit dem er Probleme hat. Im Anschluss erfolgt darüber eine Diskussion in der Balint-Gruppe. Dabei werden Rückschlüsse über die Entstehung der Probleme gezogen. Schließlich gibt man Empfehlungen für eine effizientere Behandlung.

Erfolgschancen bei der Balint-Gruppe

  • Nicht selten lässt sich durch die Arbeit einer Balint-Gruppe die Therapie mit als schwierig geltenden Patienten verbessern, was sich wiederum positiv auf dessen Gesundheit auswirkt.
  • Doch auch die Ärzte können von der Balint-Gruppe profitieren. So kommt es oftmals zu einer leichteren Arbeit mit dem Patienten. Dabei zeigen sich die Erfolge entweder kurzfristig oder langfristig.

Allerdings gibt es auch zahlreiche Fälle, die sich nicht positiv durch die Balint-Gruppe beeinflussen lassen.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie

Zu den Fachbereichen der Psychiatrie zählt die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Sie trägt die Bezeichnung "Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie" (KJPP).

Ziel und Zweck der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Von der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden Kinder bis zu 14 Jahren und Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren behandelt, die unter psychischen, neurologischen oder psychosomatischen Störungen leiden.

So kann es auch bei Kindern und Jugendlichen zu psychischen Erkrankungen kommen, unter denen sonst erwachsene Menschen leiden. Dazu zählen vor allem:

Darüber hinaus befasst sich die Kinder- und Jugendpsychiatrie auch mit sexuellen Problemen und Bettnässen.

Eine wichtige Rolle spielen zudem neurologische Störungen und Erkrankungen wie

Funktionsweise der Kinder- und Jugendpsychiatrie

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie kommen Ärzte und Therapeuten zum Einsatz, die speziell für psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ausgebildet werden. Diese sind entweder in niedergelassenen Praxen oder in Kliniken tätig. Dabei greifen sie auf die Methoden der Psychologie und Psychiatrie zurück.

Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Pädiatrie (Kinderheilkunde). Aber auch Pädagogen und Sozialarbeiter arbeiten mit der Kinder- und Jugendpsychologie zusammen.

Von großer Bedeutung bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ist deren soziales Umfeld. So sind häufig Scheidungskinder oder Missbrauchsopfer Patienten und benötigen eine konsequente Therapie. Aber auch Entwicklungsstörungen müssen beachtet werden.

Dabei bedient man sich der Methoden und Behandlungsformen, die bei psychischen Erkrankungen üblich sind. Außerdem werden die jungen Patienten aufmerksam beobachtet und häufig bestimmten Tests unterzogen.

Dabei handelt es sich um:

Im Rahmen der Behandlung erhalten die Patienten Medikamente oder Psychotherapien.

Durchführung der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Durchführung psychologischer Therapien in der Kinder- und Jugendpsychiatrie weist Ähnlichkeiten mit der Behandlung von erwachsenen Patienten auf.

Ein Unterschied besteht darin, dass auch die Eltern der betroffenen Kinder in die Behandlung miteinbezogen werden.

  • So sind die sozialen Faktoren für den Erfolg der Psychotherapie sehr wichtig.
  • Aber auch die Motivation des jungen Patienten spielt eine entscheidende Rolle.

Erfolgschancen der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Eine allgemeine Beurteilung der Erfolgsaussichten der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist nicht möglich, da sich zu viele Faktoren auf die Erfolgschancen auswirken können. Dazu gehören vor allem:

  • die Art und das Ausmaß der psychischen Erkrankung
  • das Vorliegen von physischen Krankheiten
  • das Familienumfeld
  • die Art der Therapie
  • die Persönlichkeit des Erkrankten

Während sich manche Kinder und Jugendliche sehr leicht behandeln lassen, kommt es dagegen bei anderen zu großen Problemen.

Teilstationäre Behandlung

Von einer teilstationären Behandlung spricht man, wenn der Patient zwar eine intensive medizinische Betreuung erhält, eine stationäre Behandlung in einer Klinik jedoch nicht erforderlich ist. Zu den teilstationären Behandlungen gehören zum Beispiel Wohneinrichtungen oder Tageskliniken. Auf diese Weise hat der Patient mehr Freiheit als bei einem ständigen Aufenthalt in einer Klinik, erhält jedoch trotzdem eine gute medizinische Versorgung.

Nicht selten wird eine teilstationäre Behandlung nach einer stationären Behandlung durchgeführt, um den Patienten wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Anwendungsgebiete der teilstationären Behandlung

Zur Anwendung kommt eine teilstationäre Behandlung bei unterschiedlichen psychischen Erkrankungen. Dazu gehören:

  • Suchterkrankungen
  • Psychotraumen
  • Essstörungen
  • Psychosen
  • schwere Angststörungen
  • starke Depressionen

Aber auch bei psychosomatischen Störungen kann eine teilstationäre Behandlung sinnvoll sein.

Einrichtungen zur teilstationären Behandlung

Die teilstationäre Behandlung bildet einen Kompromiss zwischen einer ambulanten und einer stationären Behandlung. So erfolgen in den teilstationären Einrichtungen wichtige therapeutische Maßnahmen zur Behandlung des Patienten.

Dabei hat dieser jedoch deutlich mehr Freiräume als bei einer rein stationären Therapie. So ist es oftmals möglich, die Nacht in den eigenen vier Wänden zu verbringen.

Zu den unterschiedlichen Einrichtungen, in denen eine teilstationäre Behandlung erfolgt, gehören:

  • das Wohnheim
  • die Tagesklinik
  • die Nachtklinik
  • die Tagesstätte
  • die therapeutische Wohngemeinschaft
  • das betreute Wohnen

In einem Wohnheim kommen Menschen unter, bei denen keine intensive psychotherapeutische Behandlung mehr erfolgt, ein Alleinleben jedoch noch nicht möglich ist. In einer Tagesklinik halten sich die Patienten am Tag auf. Die Nächte und die Wochenenden können sie jedoch in den heimischen vier Wänden verbringen.

Dagegen werden in einer Nachtklinik die Nächte verbracht, während der Patient am Tage seinem Beruf nachgeht.

In einer Tagesstätte halten sich Patienten auf, die nicht mehr in der Lage sind, einen Beruf auszuüben. Dort gehen sie einfachen Tätigkeiten nach, die sie nicht überfordern.

Innerhalb einer therapeutischen Wohngemeinschaft betreut man für eine gewisse Zeit Menschen, die unter psychischen Störungen leiden. Von betreutem Wohnen spricht man, wenn der Patient in seiner heimischen Wohnung psychotherapeutisch betreut wird.

Durchführung

Da die Angebote an teilstationären Therapien überaus unterschiedlich sind, gibt es auch Unterschiede in der Durchführung. Nicht selten handelt es sich bei einer teilstationären Therapie um eine Nachbehandlung.

Das heißt, dass die wichtigsten Therapiemaßnahmen bereits erfolgt sind. Die Behandlungen unterliegen zumeist einem bestimmten Tages- oder Wochenplan.

Erfolgsquote bei der teilstationären Behandlung

Ob eine teilstationäre Behandlung erfolgreich verläuft, ist von der Art der Erkrankung sowie den vorgenommenen Therapiemaßnahmen abhängig. Grundsätzlich gilt die teilstationäre Behandlung jedoch als effiziente und erfolgreiche Therapiemaßnahme.

Wichtig ist, dass der Patient regelmäßig zur Behandlung kommt und sich an die Vorgaben des Therapeuten hält.

Stationäre Behandlung

Im Rahmen einer stationären psychotherapeutischen Behandlung wird der Patient durchgehend in einer Klinik therapiert. Diese Behandlungsform gilt als sinnvoll für Menschen, die unter starken psychischen Erkrankungen leiden.

Dabei handelt es sich häufig um:

  • Psychosen
  • Störungen der Persönlichkeit
  • ein Psychotrauma
  • starke Depressionen
  • Angststörungen
  • psychosomatischen Krankheiten
  • Essstörungen
  • Suchterkrankungen

Grundsätzlich muss eine Behandlung in einer Klinik erfolgen, wenn der Patient eine Gefahr für sich selbst oder andere Personen darstellt oder Wahnvorstellungen bzw. Selbstmordabsichten vorliegen. Eine bedeutende Rolle spielt zudem das soziale Umfeld des Patienten.

Funktionsweise

Die stationäre Behandlung hat den Vorteil, dass der Patient jederzeit medizinisch betreut werden kann. Zum Beispiel erfolgen in der Klinik regelmäßige Behandlungsmaßnahmen wie das Verabreichen von Medikamenten oder psychotherapeutische Sitzungen. So stehen für den Patienten dort

Sozialarbeiter bereit, um ihm zu helfen. Bestimmte Stationen sind zudem auf die Behandlung von psychischen Erkrankungen spezialisiert.

Zu unterscheiden ist bei der stationären Behandlung zwischen einer offenen und einer geschlossenen Station. In einer offenen Station hat der Patient die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, während er die geschlossene Station nicht ohne Zustimmung seines Therapeuten verlassen darf.

Offene Stationen werden jedoch weitaus häufiger angeboten als geschlossene. In der Regel erfolgt eine stationäre Behandlung mit der Zustimmung des Patienten, aber auch eine Einweisung in die Klinik gegen seinen Willen ist durchaus möglich. Dazu bedarf es jedoch einer gerichtlichen Verfügung, die auf der Beurteilung eines Facharztes beruht.

Ablauf der stationären Behandlung

Falls es die Erkrankung erfordert, wird der Patient zur stationären Therapie vom behandelnden Arzt in eine entsprechende Klinik eingewiesen. Im Anschluss an die Beurteilung der Krankengeschichte und die Untersuchung finden dort die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen statt.

Außerdem erhält der Patient ein Bett auf der Station, auf der man die Therapie durchführt. Der Zustand des Patienten wird dabei regelmäßig überprüft.

Die Dauer einer stationären Behandlung ist sehr unterschiedlich. So kann sie lediglich einige Tage, aber auch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Auch nach der Entlassung aus der Klinik erfolgt oft eine teilstationäre oder ambulante Therapie zur Nachsorge.

Prognose bei der stationären Behandlung

Die stationäre Behandlung hat gegenüber der ambulanten Therapie den Vorteil, dass sie intensiver erfolgen kann. So ist eine ständige Betreuung des Patienten möglich. Außerdem kann er sich oder andere Personen nicht in Gefahr bringen.

Der Erfolg der Behandlung hängt oft von der psychischen Krankheit, den Behandlungsmaßnahmen und der Persönlichkeit des Patienten ab. So steigen die Aussichten für eine Besserung mit dessen Motivation.

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