Krämpfe sind willkürlich auftretende Muskelbewegungen. Ein Krampf wird tonisch genannt, wenn er länger andauernd und mit großer Intensität auftritt, z.B. bei Tetanie und Vergiftungen.
Alle mit Muskeln ausgestatteten Organe des menschlichen Körpers können von Krämpfen befallen werden, sowohl die Quergestreiften des Skelettsystems als auch die Glatten innerer Organe. Es sind unterschiedliche Reize, die das bei Krämpfen unwillkürliche Zusammenziehen von Muskeln auslösen.
Je nach Verlauf und Dauer eines Krampfes unterscheidet die Medizin zwischen den krampfhaft zuckenden und schnell aufeinanderfolgenden klonischen Muskelkontraktionen und den länger anhaltenden heftigen tonischen Krämpfen, die örtlich begrenzt als Krampus bezeichnet werden.
Neben Entzündungen oder Giftschädigungen des peripheren und zentralen Nervensystem, wie beispielsweise beim Tetanusbazillus auftretend, lösen besonders Durchblutungsstörungen, Überanstrengungen und psychische Überlastungen wie Stress Krämpfe aus. Zu den häufigsten Ausprägungen örtlich begrenzter Krämpfe, die nach den betroffenen Körperteilen benannt werden, zählt neben dem auf Überanstrengung beruhenden Schreibkrampf vor allem der Wadenkrampf, der bei Kälte, Kohlendioxidüberladung der Gefäße und Überlastungen auftritt, aber auch durch den Mangel an Kalium, Magnesium oder Kalzium hervorgerufen wird. Des Weiteren wirken venöse Stauungen während der Schwangerschaft und Krampfadern begünstigend auf den Wadenkrampf.
Die nach oben gerichtete Streckung des Fußes kann beginnenden Krämpfen der Wade entgegenwirken, die Verlagerung des Gewichtes einem verkrampften Zeh. Bei überlastungsbedingten Krämpfen der Muskulatur des Skelettsystems wirken Massagen und warme Bäder verbessernd. Magnesiumpräparate finden vor allem während der Schwangerschaft und bei nächtlichen Krämpfen Anwendung. Sofern innere Organe betroffen sind, Muskelentzündungen oder ähnliches vorliegen, kann nur ein Arztbesuch Abhilfe schaffen.
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