29. Dezember 2010
Jedes Jahr gibt es in Deutschland rund 18 Millionen Krankenhauseinweisungen. Für die Patienten ist das oft nicht leicht. Dabei ist es oft nicht einmal ihr gesundheilicher Zustand, der ihnen primär Sorgen bereitet.
Laut einer repräsentativen Umfrage eines deutschen Unternehmens aus der Wirtschaftsforschung haben vor allem Frauen im Krankenhaus mehr Angst um ihre Familie als um ihr eigenes Wohl. 35 Prozent von ihnen machen sich Sorgen, dass ihre Kinder, ihr Partner oder pflegebedürftige Angehörige nicht ausreichend versorgt sein könnten, wenn sie sie alleine zu Hause lassen müssen.
Männer denken nicht ganz so selbstlos, sondern machen sich viel mehr Gedanken über ihre Karriere. 34 Prozent von ihnen befürchten, wichtige Termine zu verpassen. Nur 16 Prozent sorgen sich dagegen um ihre Familie. Bei Frauen ist auch die Besorgnis darüber, ob die Krankenkasse die Behandlung übernimmt, auffällig größer: 34 Prozent machen sich Gedanken über die Finanzierung des Krankenhausaufenthalts.
Die Furcht vor einer stationären Betreuung ist also bei vielen Patienten groß, nicht nur wegen ihrer Sorgen im medizinischen Bereich. Die Belastungen können ganz individuell sein. Dabei gibt es Schätzungen, dass bis zu 30 Prozent aller Tage, die die Deutschen im Krankenhaus verbringen, aus medizinischer Sicht nicht nötig wären. Hier handelt es sich um Beschwerden, die auch ambulant ausreichend betreut werden könnten, vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie z.B. Herzrhythmusstörungen. Rund 2,7 Millionen Menschen sind pro Jahr wegen einer Herzkrankheit im Krankenhaus.
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