Akne Artikel
Lästige Plage Akne
Von Tanja Tasci
Pickel, Mitesser und Co. machen vielen Jugendlichen das Leben schwer – die Ursachen für eine Akne-Erkrankung können jedoch auch andere sein. Die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und auch in schweren Fällen immer noch hochwirksam.
Akne ist praktisch die häufigste Hauterkrankung, mehr als drei Viertel aller Jugendlichen sind durch die Änderung des Hormonstoffwechsels während der Pubertät davon betroffen. Diese Form der Akne wird in der Fachsprache auch Akne vulgaris (oder endogene Akne, weil stoffwechselbedingt) genannt.
Daneben tritt Akne fallweise auch im Säuglingsalter auf (Akne neonatum), noch seltener auch im Erwachsenenalter oder durch bestimmte Einflüsse, wie zB. UV-Strahlung, bestimmte Medikamente oder auch Kosmetika. Aufgrund einer verstärkten Talgbildung in den Talgdrüsen der Haut und einer Verhornungsstörung der Haut kommt es zuerst zur Ausbildung von (noch nicht entzündeten) so genannten Komedonen. Diese Komedonen können sich dann allerdings entzünden, und es entstehen die bekannten Pickel.
Andere Ursachen können auch übermäßige UV-Einwirkung sein (Mallorca-Akne) oder auch bestimmte Medikamente - Barbiturate (Schlafmittel) und Kortikosteroide (z.B. Cortison).
Die Symptome einer Akne-Erkrankung sind wohl jedem hinreichend bekannt, sie können je nach Schweregrad und Lebensalter aber durchaus unterschiedlich sein. Bei ausgeprägten Entzündungen kann es zusätzlich auch zu Fieberschüben, Lymphknotenschwellungen und Kopfschmerzen kommen, und später nach dem Abheilen auch zur Narbenbildung.
Bei entsprechender Therapie ist Akne, speziell Akne vulgaris, gut zu behandeln. Bei ausgeprägtem Entzündungsgeschehen kann es nachfolgend zu Narbenbildung kommen, diese können jedoch später in schweren Fällen auch kosmetisch behandelt oder abgeschliffen werden.
Gerade im Jugendalter sollte man jedoch nicht vergessen, daß Akne für den Betroffenen auch eine enorme psychische Belastung darstellen kann – Neurosen, Ängste und Kontaktstörungen aufgrund von Akne können manchmal erheblich schwerer zu behandeln sein.
Die Therapiemöglichkeiten richten sich immer nach dem Schweregrad und der Ursache: Medikamentös wird versucht, die übermäßige Talgproduktion einzudämmen, und das Entzündungsgeschehen möglichst zu beeinflussen, in manchen Fällen ist dabei auch eine Therapie mit Antibiotika angezeigt.
Spezielle Medikamente gegen Akne enthalten oft BPO (Benzoylperoxid), das als Creme antibakteriell wirkt, und auch die Ausgänge der Talgdrüsen offen hält, damit sich keine Komedonen bilden können.
Bei Frauen oder Mädchen bietet sich auch im Zuge der Empfängnisverhütung die Möglichkeit, mit bestimmten Hormonpräparaten nicht nur einen Schutz vor ungewollten Schwangerschaften sondern gleichzeitig auch Akne aufgrund der anti-androgenen Wirkung gut zu behandeln.
Daneben gibt es noch einige andere Wirkstoffe, die bei der Bekämpfung von Akne eingesetzt werden, und nicht nur antibakteriell, sondern auch keratolytisch wirken, und damit auch die Verhornungsstörung beheben, wie zB. Linolsäure, Salicylsäure, etc. Um ein gängiges Vorurteil hier noch einmal auszuräumen: Akne hat praktisch nichts mit der Ernährung zu tun – lediglich ein eventuell vorhandener Zinkmangel sollte ausgeglichen werden, da Zink ein für die Wundheilung und Entzündungshemmung im Körper wichtiges Spurenelement ist. Sehr wichtig ist allerdings, vorhandene Pickel und Mitesser nicht auszudrücken: das führt nur zu einer Ausbreitung der Infektion und zu verstärkter Narbenbildung.