19. Mai 2010
Als Hormone bezeichnet man unterschiedliche körpereigene Botenstoffe. Sie dienen zur Regulierung von verschiedenen Körperfunktionen.
Unter Hormonen versteht man körpereigene Boten- und Signalmoleküle. Zu ihren Aufgaben gehört die Regulierung von unterschiedlichen Körperfunktionen.
Hormone entstehen in den Drüsenzellen von bestimmten Organsystemen. Nach ihrer Bildung werden sie in die Blutgefäße oder das benachbarte Gewebe abgegeben. Schließlich gelangen sie zu den Rezeptoren. Dies sind Zellen mit so genannten Andockstellen, die die Nachrichten der abgegebenen Hormone lesen können. Im Unterschied zu den Nerven, die ihre Nachrichten in Sekundenbruchteilen übermitteln, benötigen die Hormone mehrere Minuten und manchmal sogar Stunden für die Übermittlung. Die übermittelten Informationen werden von der chemischen Struktur der Hormone verborgen.
Unterschieden werden Hormone in Peptidhormone, die sich vorwiegend aus Eiweiß zusammensetzen sowie Steroidhormone, die vor allem aus Fett bestehen. Zu den Peptidhormonen gehören u.a. Insulin, Hypophysen, Glucacon sowie die Zwischenhirn-Hormone. Geschlechtshormone sowie Nebennierenrindenhormone gehören zu den Steroidhormonen. Ein Hormon der besonderen Art ist das Cholecalciferol (Vitamin D3). Dieser Stoff, der vom Körper selbst gebildet werden kann, ist wichtig für den Knochenstoffwechsel. Zur Bildung des Hormons wird jedoch genügend Sonnenschein benötigt. Über die Nahrung lässt sich auch eine Vorstufe dieses Hormons aufnehmen.
Gebildet werden die Hormone an verschiedenen Stellen des Organismus. So entstehen im Hypothalamus und in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) z.B. die Hormone ACTH (Adrenokortikotropes Hormon), LH (Luteinisierendes Hormon), Oxytocin, Prolaktin, TSH (Thyreotropin) und Vasopressin. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert Glukagon, Insulin und Somatostatin. Von der Schilddrüse werden Calcitonin, T3 und T4 gebildet. Die Nebennieren stellen die Hormone Adrenalin, Aldosteron, Cortisol und Dopamin her. In den inneren Geschlechtsorganen wie Hoden und Eierstöcken entstehen die Geschlechtshormone Testosteron, Progesteron und Östrogen.
Durch die Hormone werden die unterschiedlichsten Vorgänge im Körper gesteuert. Dazu gehören u.a. Blutdruck, Blutzuckerspiegel, Wasserhaushalt und Schwangerschaft. So beeinflusst das Hormon Adrenalin das Herz und den Blutdruck. Insulin wirkt senkend auf den Blutzucker und reguliert die Aufnahme von Glucose in den Körperzellen. Schilddrüsenhormone wiederum sorgen für die Steigerung des Stoffwechsels und fördern das Wachstum. Das Geschlechtshormon Testosteron bewirkt die Veränderung der männlichen Geschlechtsmerkmale während der Pubertät. Progesteron und Östrogen sorgen für den Aufbau und die Auflockerung der Gebärmutterschleimhaut.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
GESTERN | |
![]() | HORMONE |
07.05.12 | |
![]() | HORMONE |
12.04.12 | |
![]() | HORMONE |
09.04.12 | |
![]() | HORMONE |
05.04.12 | |
![]() | HORMONE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Hormone Forum


Das Fachbuch Hormone, Antihormone, Zytostatika. Zur adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms.
