15. September 2007
Hinter Typ-1-Diabetes steckt die Unfähigkeit des Körpers, Insulin zu produzieren, während bei der Typ-2-Diabetes eine verringerte Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin besteht.
Diabetes wird in zwei Typen unterschieden. Typ-1-Diabetes geht auf einen Mangel an Insulin zurück. Dafür verantwortlich ist die langsame Zerstörung der Beta-Zellen, die das Insulin produzieren. Sie gehören zu den Zellen der Bauchspeicheldrüsen und zählen hier zu den so genannten Inselzellen. Früher wurde dieser Typ der Diabetes auch als jugendlicher Diabetestyp bezeichnet, da die meisten Neuerkrankungen im Alter zwischen 11 und 13 auftreten.
Die Ursachen der Typ-1-Diabetes sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Man weiß bisher, dass sowohl erbliche als auch Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle spielen. Die Typ-1-Diabetes wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 Prozent von einem Elternteil auf das Kind vererbt. Wenn beide Eltern erkrankt sind, erhöht sich das Risiko einer Vererbung auf bis zu 25 Prozent. Ob die Krankheit letztendlich ausbricht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielt beispielsweise die Ernährung oder auch Virusinfektionen eine wichtige Rolle. Diese Faktoren können eine Autoimmunerkrankung auslösen- die Immunzellen und Antikörper des Körpers greifen die insulinproduzierenden Zellen an. Hauptverantwortlich sind die Inselzell-Antikörper (ICA), Insulin-Autoantikörper (IAA), Antikörper gegen die Tyrosinkinase IA-2 und die Antikörper gegen das Enzym Glutamatdecarboxylase (GADA).
Auch die Typ-2-Diabetes geht auf erbliche Faktoren zurück. Zusätzlich gelten Übergewicht, eine falsche Ernährung und Bewegungsmangel Auslöser der Insulinresistenz. Zunächst kann die geringe Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin noch durch eine Mehrproduktion des wichtigen Enzyms ausgeglichen und so der Blutzuckerspiegel relativ konstant gehalten werden. Irgendwann erschöpft sich die Produktion von Insulin jedoch und es entsteht ein überhöhter Blutzuckeranstieg nach dem Verzehr von Zucker und schließlich die Typ-2-Diabetes.
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