29. Januar 2009
Je nach Form des Diabetes mellitus gibt es verschiedene auslösende Ursachen. Dadurch ist auch der Verlauf unterschiedlich.
Der jugendliche Typ 1-Diabetes wird möglicherweise vererbt. Er hat im Gegensatz zum Typ 2-Diabetes nichts mit der Ernährung zu tun. Allein die Erbanlage ist jedoch noch nicht ausreichend, um an dieser Diabetesform zu erkranken. Gleichzeitig muss der Körper auch in Kinderjahren eine Erkrankung durchgemacht haben (wie bei Masern), die im Körper eine Autoimmunreaktion auslöst. Dadurch werden die Insulin produzierenden Zellen über Monate und Jahre hinweg zerstört.
Der Typ 2-Diabetes entsteht hauptsächlich durch jahrelange falsche Ernährung. Typ 2-Diabetiker sind fast immer übergewichtig. Die Erkrankung kann jedoch auch vererbt werden.
Eine Sonderform des Diabetes ist der Schwangerschaftsdiabetes. Er tritt während der Schwangerschaft auf und bewirkt durch die erhöhten Blutzuckerwerte der Mutter ein oft massives Wachstum des Ungeborenen. Auch das Fehlgeburtenrisiko steigt durch einen Schwangerschaftsdiabetes. Nach der Entbindung normalisieren sich die Blutzuckerwerte der Mutter wieder. In vielen Fällen erleidet die Mutter jedoch nach einigen Jahren einen Typ 2-Diabetes.
Der Verlauf der Diabetes-Erkrankung hängt davon ab, wie diszipliniert der Betroffene mit seiner Erkrankung umgeht und inwieweit man die Blutzuckerwerte in Griff bekommt. Je jünger ein Betroffener beim Auftreten des Typ 1-Diabetes ist, desto mehr sinkt die Lebenserwartung dieses Betroffenen. Nur wenige Typ 2-Diabetiker sterben an ihrem Diabetes. Die meisten sterben an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt.
Bei allen Diabetesformen ist die ärztliche Behandlung unumgänglich. Während jeder Kontrolluntersuchung müssen die Urin- und Blutwerte untersucht und das Gewicht kontrolliert werden. Bei vielen Diabetikern treten Augenschäden auf, so dass eine regelmäßige augenärztliche Untersuchung von entscheidender Bedeutung zur Verhinderung von Sehschäden ist. Diabetiker müssen ferner regelmäßig ihre Füße auf kleinste Verletzungen untersuchen. Der Diabetes verursacht eine Empfindungsstörung, so dass der Diabetiker Verletzungen an den Füßen oft gar nicht bemerkt. Das Eindringen von Keimen ist bei diesen Personen sehr gefährlich. Im Verlauf der Erkrankung kann der Typ 2-Diabetes auch zu Nierenschäden führen.
Wird der Diabetes nicht oder nur unzureichend behandelt, kann dies zu einem so genannten hypoglykämischen Schock führen. Diese lebensbedrohliche Komplikation äußert sich beim Betroffenen durch Schwitzen, Unruhe und Verwirrtheit. Wird zu diesem Zeitpunkt nichts unternommen, wird der Betroffene bewusstlos. Diabetiker sollten daher immer ein Stück Traubenzucker dabei haben und diesen sofort nehmen, wenn sie die Symptome des Unterzuckers bemerken.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
11.02.12 | |
![]() | DIABETES |
30.01.12 | |
![]() | DIABETES |
25.01.12 | |
![]() | DIABETES |
18.01.12 | |
![]() | DIABETES |
25.12.11 | |
![]() | DIABETES |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Diabetes Forum


Dieser Titel ist nur auf Mikrofiche lieferbar, eine gedruckte Ausgabe gibt es nicht. Bitte beachten Sie dies bei...
