3. Juni 2005
Diabetiker müssen in ihren täglichen Leben mit einigen Einschränkungen leben. Zudem kann die Stoffwechselkrankheit bei Betroffenen zu vielen weiteren Erkrankungen führen, wobei besonders die Nerven betroffen sind.
Bei der so genannten diabetischen Polyneuropathie handelt es sich um geschädigte Nervenzellen, die durch die Stoffwechselkrankheit entstehen. Dies führt bei den Schweißdrüsen zu einer verminderten Produktion von Sekret, sodass es zu trockener Haut kommt. Ist diese verletzt, kann die Wundheilung nicht normal ablaufen.
Diabetiker haben ein größeres Risiko, sich an den Extremitäten zu verletzen, als gesunde Menschen. Dadurch, dass der Blutzuckerspiegel erhöht ist, wird im Nervengewebe vermehrt Glukose gebildet. Die Nerven werden geschädigt und es kommt zu Gefühlsstörungen. Werden zu enge Schuhe getragen, spüren Betroffene die Druckstellen nicht. Auf lange Sicht hin können daraus offene Hautstellen werden. Am besten ist es natürlich, es gar nicht erst zur Polyneuropathie kommen zu lassen; dies kann durch eine stetige Kontrolle des Blutzuckerspiegels gewährleistet werden.
Von rezeptfreien Medikamenten aus der Apotheke raten Experten ab, da diese meist keine Wirkung erzielen. Wichtig ist, dass die Mittel im Gehirn und Rückenmark wirken und somit im zentralen Nervensystem. Für eine erfolgreiche Schmerztherapie wird in den meisten Fällen mit Opioiden behandelt; deren Wirkung dauert bis zu 72 Stunden an. Präparate gibt es beispielsweise auch als Pflaster, sodass man mögliche Nebenwirkungen gering halten kann. Im Vergleich zu anderen Therapien hat diese Art der Behandlung den Vorteil, dass keine Organe geschädigt werden.
Neben den Schmerz lindernden Medikamenten werden zudem häufig Antikonvulsiva und Antidepressiva eingesetzt. Die Schmerzschwelle der Patienten wird erhöht und die Nervenzellen werden stabilisiert. Beachten sollte man dabei, dass die Mittel oft erst nach einigen Wochen anfangen zu wirken.
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