Die Ernährung in der Schwangerschaft

Reiferer Mann bringt seiner schwangeren Frau Frühstück ans Bett

Faktoren einer ausgewogenen Ernährung während der Schwangerschaft - Nährstoff- und Energiebedarf - Tipps für Schwangere für ein richtiges Ess- und Trinkverhalten

Eine gesunde Ernährung kann eine Schwangerschaft positiv beeinflussen. Es können dadurch nicht nur Fehlbildungen beim ungeborenen Baby vermieden werden: Die richtige Ernährung trägt auch zum Wohlbefinden der werdenden Mutter bei.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Generelle Aspekte zur Ernährung in der Schwangerschaft

Gesunde Ernährung ist immer wichtig. Egal ob jemand jung oder alt ist, groß oder klein, Mann oder Frau, schwanger oder nicht schwanger: Wer sich gesund ernährt, fühlt sich besser und leidet seltener unter Krankheiten.

Viele Frauen achten schon immer auf ihre Ernährung und bemühen sich um einen vitaminreichen und ausgewogenen Speiseplan. Doch spätestens ab dem Zeitpunkt, wenn der Schwangerschaftstest positiv ist, befassen sich auch alle anderen Frauen intensiv mit ihrer Ernährung.

Denn in jedem Schwangerschaftsratgeber kann man lesen, welchen Einfluss die Ernährung der Schwangeren auf ihre eigene und die Gesundheit ihres Babys hat. In der Schwangerschaft ist eine gesunde Ernährung jedoch besonders wichtig, da die Frau mit den Lebensmittel, die sie verzehrt, auch das Baby ernährt.

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die Entwicklung des ungeborenen Babys und den Verlauf der Schwangerschaft aus. Frauen, die in der Schwangerschaft gesunde Lebensmittel zu sich nehmen, leiden beispielsweise seltener am Schwangerschaftsdiabetes als Frauen, die sich in den neun Monaten der Schwangerschaft extrem ungesund ernähren.

Ernährung in der Schwangerschaft - was Mama aß, mag jetzt auch das Baby

Schwangere mit belegtem Baguett in der einen und einem Gurkenglas in der anderen Hand
Pregnant woman with sandwich and jar of pickles © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

Oft wird unterschätzt, wie wichtig die richtige Ernährung vor allem in der Zeit der Schwangerschaft ist. Wenn sich das kleine Wesen von einem Zellhaufen zu einem ausgeprägten Menschen mit Armen, Beinen und Empfindungen entwickelt, ist es sehr prägfähig und nimmt alle Einflüsse wahr.

So bekommen die Ungeborenen nicht nur die Geräusche von außen mit, sondern sie haben sogar einen Eindruck davon, was Mama wohl gerade gegessen hat, denn die Nährstoffe werden über die Nabelschnur an das Baby weitergegeben. Nun hat sich gezeigt, dass auch der Geschmack der Mutter während der Schwangerschaft prägend für den späteren Geschmack des Kindes ist. Hat die Mutter während dieser Zeit lieber salziges Essen verzehrt, so ist es sehr wahrscheinlich, dass auch das Kind salzige oder herzhaftere Speisen präferiert.

Darum ist es wichtig, auch dem ungeborenen Kind eine möglichst reichhaltige und abwechslungsreiche Nahrungspalette anzubieten, damit es sich auch später von alleine gesund und in vielen Varianten ernährt.

Ernährung von Schwangeren hat weitreichende Konsequenzen

Dass das Essverhalten einer werdenden Mutter einen direkten Einfluss auf das heranwachsende Leben hat, ist ein in sich schlüssiger Gedankengang. Dabei sind die Auswirkungen jedoch weitaus größer und weitreichender, als bisher angenommen.

Eine Wissenschaftlergruppe des Liggins-Institut der neuseeländischen Auckland-Universität stellte in dieser Beziehung auf dem 90. Treffen der Gesellschaft für Endokrinologie in San Francisco überraschende Forschungsergebnisse vor.

Tierversuch mit schwangeren Ratten

Die Forscher fütterten schwangere Ratten zum einen gemäß einer durchschnittlichen Diät und zum anderen gemäß einer stark fetthaltigen Ernährung. Die getrennte Fütterung wurde auch während der Stillperiode fortgesetzt. Die Nachkommen dieser beiden Rattengruppen wurden ebenfalls entweder auf eine normale oder eine fettreiche Diät gesetzt.

Studienergebnisse

Jene Ratten, deren Mütter vorwiegend fettreiches Futter erhielten, erreichten die Pubertät deutlich früher, als Ratten, deren Mütter eine gesunde Diät bekamen. Dabei hatte die eigene Nahrungsaufnahme der Jungtiere keinen wesentlichen Effekt.

Ein frühes Einsetzen der Pubertät wird in der modernen Medizin mit einem größeren Risiko in Verbindung gebracht, an folgenden Krankheiten zu erkranken:

Interessanterweise hatte die Ernährung jener Jungtiere, deren Mütter eine gesunde Diät erhielten, einen Effekt auf das Einsetzen der Pubertät. Erhielten diese Ratten also eine fettreiche Kost, war erwartungsgemäß eine frühe Geschlechtsreife zu beobachten. Bekam diese Generation jedoch eine normale Kost, setzte die Pubertät in dem gewohnten Durchschnittsalter ein.

Bei den Nachkommen jener Muttertiere, die sich fettreich ernährten, war der Einfluss der eigenen Ernährung erstaunlich gering. Egal ob sie auf eine fettreiche oder fettarme Diät gesetzt wurden. Die Jungtiere erreichten die Pubertät in beiden Fällen überdurchschnittlich früh.

Neben dem früheren Einsetzen der Geschlechtsreife stellten die Forscher bei den Nachkommen der High-Fat-Ratten auch ungewöhnliche Werte bei den Sexualhormonen und höhere Körperfettwerte fest.

Zusammensetzung der fettreichen Nahrung

Bisher blieb die Wissenschaft die Antwort schuldig, ob eine fettreiche Ernährung, die hauptsächlich aus gesunden ungesättigten Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren ebenfalls schädlich ist oder ob die Beobachtungen nur für Ernährungsweisen zutreffen, bei denen vornehmlich gesättigte Fettsäuren und Transfette zu sich genommen werden.

Ihrem Kind zuliebe

Ähnliche Beobachtungen konnten bereits auch bei Studien geführt werden, an denen menschliche Probanden teilgenommen haben, wenngleich nicht in der Deutlichkeit. Dennoch scheint vieles darauf hinzudeuten, dass die Ernährung einer Schwangeren eine weitaus größere Auswirkung auf die Entwicklung des Kindes hat, als bisher angenommen.

Um dem Nachwuchs ein möglichst gesundes Leben zu ermöglichen, sollte dafür bereits während der Schwangerschaft Verantwortung übernommen werden. Neben eines aktiven Lebensstils, der dem Verlauf der Schwangerschaft angepasst werden sollte, sollten die Monate des Austragens des Kindes willens nicht unbedingt als Entschuldigung dienen, um Essgelüste hemmungslos zu befriedigen.

Gelegentliche Schlemmereien sind durchaus vertretbar und angesichts der hohen Belastung, die eine Schwangerschaft darstellt, durchaus angebracht. Dennoch sollten sie eher die Ausnahme bilden.

Das richtige Essen in der Schwangerschaft: Erlaubt ist fast alles

Schwangere Frau belegt Pizza mit Bananenscheiben
pregnant mum to be © Violetstar - www.fotolia.de

Sobald eine Frau schwanger ist, macht sie sich selbstverständlich Gedanken um ihr weiteres Essverhalten. Was sollte sie essen? Was lieber nicht? Und in welchen Mengen sind die Speisen angebracht?

An dem alten Spruch, dass Schwangere für zwei essen, ist bewiesenermaßen nichts dran. Schwangere benötigen für sich und ihr Ungeborenes vor allen Dingen viel Folsäure, die am besten über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt wird. Der allgemeine Energieumsatz verdoppelt sich aber keineswegs. Tabu sind natürlich Alkohol und Nikotin. Darüber hinaus gibt es aber noch mehr zu beachten.

Fisch ja, roher Fisch nein

Gesunde Omega-3-Fettsäuren stecken vor allen Dingen in Fisch, weshalb Schwangere ruhig vermehrt Fischgerichte zu sich nehmen sollten. Dabei gilt es jedoch, rohen Fisch zu meiden. Sushi, Austern und vergleichbares ist tabu, da die Chance auf Salmonellen oder Listerien im Fischfleisch besteht und dieser Gefahr sollte man das Ungeborene nicht aussetzen. Gerade Listerien sind eine Gefahr, denn diese Bakterien können eine sogenannte Listeriose auslösen und dies erhöht die Sterblichkeitsgefahr des Kindes.

Auch Fleisch als Energielieferant ist in der Schwangerschaft kein Problem, doch auch hier können Listerien und Toxoplasmen lauern. Toxoplasmen sind Erreger, die durchaus zu einer Fehlgeburt führen können. Um die Gefahr zu meiden, sollte das gekaufte Fleisch zeitnah gegessen werden. Gut gebratenes Fleisch ist unbedenklich, doch frisches Fleisch wie Parmaschinken sollten nur wenige Tage bis zum Verzehr im Kühlschrank liegen.

Eingeschweißten Salat und abgepacktes Obst meiden

Wichtig für Mutter und Kind ist Obst und Gemüse. Auch hier gilt aber ein Reinlichkeitsgebot. Frische Pilze, Trauben etc. sollten gut gereinigt werden. Abgepacktes Obst, sowie eingeschweißter Salat und Früchte sind dagegen weniger empfehlenswert. Hier können sich bei der Abpackung Erreger eingeschlichen haben.

Naschen ist an sich okay, solange man den Körper mit Zucker nicht überflutet. Aufpassen müssen Schwangere allerdings bei Lakritz-Süßigkeiten. Darin enthalten ist Süßholz und hohe Mengen davon können eine Frühgeburt triggern. Aus dem gleichen Grund gilt Vorsicht bei Zimt und Petersilie.

Eine einheitliche Empfehlung zur Ernährung von Schwangeren wurde in Berlin präsentiert

Um Schwangere in ihrer Ernährung zu unterstützen, erstellten die Ministerien eine neue Broschüre

Schwangere, lächelnde Frau isst frischen Salat
Pregnant woman in kitchen eating a salad smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Sich auf ein Kind zu freuen ist schön. Doch oftmals werden Schwangere darin verunsichert, was eigentlich gut für sie und das werdende Kind ist. Besonders, was die Ernährung angeht, weichen Ratschläge von Ärzten und Ernährungsberatern teilweise deutlich voneinander ab.

Kostenlose Broschüre als Leitlinie für weniger Unsicherheit

Die etwa 650.000 Frauen, die hierzulande pro Jahr schwanger werden, sehen sich vor Fragen, wie: Darf ich während der Schwangerschaft Kaffee zu mir nehmen? Und wenn ja, wie viel?“ Damit es in dieser Hinsicht mehr Klarheit gibt, haben das Familien- und das Verbraucherschutzministerium zusammengearbeitet, um einer Broschüre zum Thema herauszugeben.

Darin wird erstmalig eine wissenschaftliche Leitlinie mit Tipps und Hinweisen zur richtigen Ernährung gegeben. Die jeweiligen Ministerinnen der Resorts Schröder (CDU) und Aigner (CSU) stellten die Broschüre in dieser Woche in Berlin vor. Erhältlich sind sie kostenlos bei Hebammen, Beratungsstellen und Frauenärzten.

Für Kristina Schröder war die Vorstellung eine ihrer letzten Tätigkeiten für die nächste Zeit. Sie geht ab der neuen Woche in den Mutterschutz.

Bewegung auch in der Schwangerschaft nötig

Wer sich in der Schwangerschaft nur schont und viel isst, schadet sich und dem Kind

Schwangere Frau in Trainingshose und Top sitzt auf Kissen, weißer Hintergrund
pregnant lady © memo - www.fotolia.de

Viele Frauen sind während der Schwangerschaft unsicher, wie sie sich verhalten sollen. Gerade, wenn es um die Bewegung geht, glauben zahllose werdende Mütter, es sei besser, nicht zuviel zu tun. Nach wie vor gibt es den Irrglauben, dass all zu viel Aktion dem Baby schaden könnte.

Dr. Claudia Hellmers, erste Professorin für Hebammenwissenschaft weist darauf hin, dass das genaue Gegenteil der Fall ist. Wer mit seinem Sport komplett aufhöre und sich nur noch schont, tut weder sich selbst, noch dem Ungeborenen Gutes.

Ausreichend Sport statt "Essen für Zwei"

Man könne sich auch während der Schwangerschaft völlig normal verhalten. Neben einer gesunden Ernährung, die viel Obst und Gemüse enthalten soll, ist ausreichende Bewegung an der frischen Luft förderlich für die Schwangerschaft.

Die Mär vom „Essen für Zwei“ gehört ebenso der Geschichte an, wie die Fabel vom ständigen Ausruhen. Wichtig ist, nicht ins Übergewicht zu geraten. Denn das erschwert den Geburtsablauf tatsächlich.

Dagegen wirkt nicht nur eine vernünftige Kost, sondern auch körperliche Betätigung. Schwangere benötigen im Höchstfall zehn Prozent mehr Energie, als andere Frauen. Das ist meistens bereits mit einem Glas Milch erreicht.

Sportliche Aktivität in der Schwangerschaft kein Problem

Auch wenn Schwangere sich schonen und nicht überanstrengen sollten, spricht nichts gegen die Ausübung von Sport.

Der Berufsverband der Frauenärzte erklärte nun, dass sich Sport sogar positiv auf die Gesundheit der werdenden Mutter ausübt: So senke eine verbesserte Fitness das Risiko für typische Schwangerschaftsbeschwerden wie zu großer Gewichtszunahme, Verdauungsprobleme oder Rückenschmerzen. Sportliche Aktivität verkürze außerdem die Erholungsphase nach der Geburt.

Für Einsteigerinnen empfehle sich Sport in der Gruppe. Für Frauen, die auch schon vor der Schwangerschaft etwas für die Fitness taten, eignen sich Schwimmen, Walken oder Wandern. Von zu anstrengenden Sportarten oder denen mit ruckartigen Bewegungen rät der Berufsverband der Frauenärzte hingegen ab.

Generell gilt außerdem: Schwangere mit Komplikationen sollten vor Beginn der sportlichen Betätigung erst den Rat ihrer Ärzte einholen.

Werdende Mütter müssen ihre Ernährung im Auge behalten

Die Aufnahme von Nahrung ist lebensnotwendig für uns alle. Den Energiebedarf des Tages decken, die Kraft für das Immunsystem sammeln - dies müssen wir alles jeden Tag aufs neue aus dem beziehen, was wir essen. Die Ernährung ist daher so wichtig für das gesunde Leben und eine fehlerhafte Ernährung kann die Gesundheit gefährden.

Besonders in der Schwangerschaft gilt dieser Leitsatz mehr denn je. Eine werdende Mutter muss durch ihre Ernährung auch das Kind versorgen und gibt über die Nabelschnur einen Teil ihrer aufgenommenen Nährstoffe weiter.

Die Ernährungswissenschaftler raten Schwangeren besonders zu dem Fünf-Pro-Tag-Prinzip. Dies bedeutet nichts anders, als dass die Frauen im günstigsten Fall fünf Mal am Tag Obst oder Gemüse zu sich nehmen. Die aufgenommenen Vitamine sollen das Immunsystem besonders verstärken, das erhält die Gesundheit während der Schwangerschaft.

Da eine Schwangerschaft für den mütterlichen Körper durch alle Veränderungen sehr anstrengend ist, muss das Immunsystem so aktiv wie möglich sein. Als Energielieferant sollte auf Fleisch zurückgegriffen werden. Schwangere essen am Besten mindestens an zwei Tagen in der Woche Fleisch und zwei Mal Fisch. Aus dem Fisch können essentielle Omega 3-Säuren gewonnen werden und Jod für die Schilddrüse.

Für die Gesundheit ist das Trinken von Milch und das Essen von Milchprodukten ebenfalls zu empfehlen. Hier muss allerdings beachtet werden, dass Milch immer hoch erhitzt sein sollte. Sonst besteht das Risiko auf Keime, die über die Nabelschnur auch der Gesundheit des Babys schaden können.

Ein gesundes Gewicht in der Schwangerschaft - leichte Diäten sind erlaubt

Viele Frauen stört es doch sehr, wenn während der Schwangerschaft die Waage immer größere Zahlen anzeigt. Zum einen ist das natürlich das Baby, das immer größer wird, doch zum anderen nimmt auch die Frau selbst einige Kilo zu. Das ist ganz normal und sollte keinen beunruhigen. Auf keinen Fall sollte man mit einer plötzlichen Diät beginnen. In der Schwangerschaft sind solche Kuren tabu, denn der Fötus kann darunter leiden. Wer genau auf sein Gewicht achten will und ein möglichst gesundes Schwangerschaftsgewicht wünscht, der sollte einfach auf eine ausgewogene Ernährung achten. Die wirklich überschüssigen Kilos eignet man sich bei Heißhunger an. Statt jeden Tag Schokolade und co. zu essen, ist ein gesunde Ernährung angebracht.

Kommt es aber dennoch zu starkem Übergewicht während der Schwangerschaft, sollte Hilfe beim Arzt gesucht werden. Adipöse Zustände sind auf jeden Fall zu vermeiden, denn diverse Studien haben bereits gezeigt, dass Übergewicht dem Kind schaden kann und das Risiko für Fehl- und Frühgeburten erhöht. In manchen Fällen ist dann eine sanfte Diät besser, allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht. In einer Meta-Studie mit 7.000 zeigte sich, dass durch eine solche Diät das Gewicht um bis zu vier Kilo fallen kann. Wer dagegen nur moderaten Sport treibt, verliert gerade einmal 0,7 Kilo. Nur die bewusste und vom Arzt kontrollierte Kost senkt das Gewicht schonend. Dadurch wird dann auch das Risiko auf Schwangerschaftsdiabetes um direkt 60 Prozent verringert.

Wenig Fett, viel Fisch: So kommen werdende Mütter gesund durch die Schwangerschaft

Geräucherte Forelle auf einem Brett, serviert mit Zitrone, Meerrettich und Baguette
Geräucherte Forelle mit Meerrettich, Zitrone und Baguette rustikal serviert © kab-vision - www.fotolia.de

Nicht nur die Allgemeinheit wird immer dicker: Studien ergaben, dass Frauen während der Schwangerschaft heute stärker an Gewicht zunehmen als noch vor einigen Jahren. Viele Frauen überschätzen den erhöhten Kalorienbedarf, der in der Schwangerschaft bei lediglich 250-300 zusätzlichen Kalorien liegt. Das entspricht in etwa einer Scheibe Käsebrot und einem Glas Saft.

Um einhundertprozent höher ist jedoch der Bedarf an Folsäure, einem Mineralstoff, der vor allem in Leber, grünem Gemüse wie Spinat und Bohnen, Nüssen und Vollkornprodukten steckt, sowie in Milch. Daher sollten in der Schwangerschaft viele ballaststoffreiche Vollkornprodukte auf dem Speiseplan stehen, sowie viel Obst und Gemüse. Dadurch wird auch der zusätzliche Bedarf an Kalzium, Eisen, Zink, Jod und Vitamin B gedeckt.

Unverzichtbar für schwangere Frauen ist auch Fisch: Dieser enthält die wichtigen Omega 3-Fettsäuren, die nicht nur für die Mutter sehr gesund sind, sondern auch für das Baby: Studien ergaben, dass Omega 3-Fettsäuren die Sehkraft und die Intelligenz des Kindes im Mutterleib fördern und dem Nervensystem bei der Reifung helfen.

Fit durch die Schwangerschaft - Sport ist erlaubt

Frauen, die regelmäßig sportlich aktiv sind,können dies auch in der Schwangerschaft sein. Allerdings ist es immer wichtig, dies mit dem betreuenden Gynäkologen abzusprechen. Eine Frau spürt in der Schwangerschaft, was ihr gut tut und richtig ist. Solange sich der Sport positiv anfühlt, ist es auch richtig. Sobald etwas weh tut, Bauch oder Brüste, oder die Muskeln etwas schwach werden, ist Vorsicht geboten.

Wenn das Gewicht ansteigt und der Bauch wächst, sind Sportarten gut, die die Gelenke nicht zu sehr belasten. Schwimmen oder Radfahren sind in dieser Zeit die Favoriten. Auch Beckenbodengymnastik ist für die ganze Zeit der Schwangerschaft zu empfehlen, da dieser während der Geburt besonders gefordert wird. Sport ist auf jeden Fall gut und gesund - auch in der Schwangerschaft.

Ernährung während der Schwangerschaft: Hat sie einen Einfluss auf spätere Suchtkrankheiten?

Immer mehr Menschen leiden an verschiedenen Suchtkrankheiten. Sei es der Alkohol, Drogen, Spiele oder andere Dinge: die Sucht bestimmt den Alltag und kann das normale soziale Leben zerstören. Die Auslöser können dabei so verschieden sein wie die Süchte und ihre einzelnen Formen. Allerdings besteht in der Medizin ein allgemeiner Konsens, dass vor allen Dingen Probleme in der Kindheit und spätere Traumata zu einem Suchtverhalten führen.

Eine aktuelle Studie stellt nun aber einen ganz anderen Ansatz in den Raum. Forscher aus den USA sind der Frage nachgegangen, ob sich das Risiko für eine Sucht nicht sogar schon vor der Geburt entwickelt. Sie gehen davon aus, dass die Ernährung der werdenden Mutter zumindest bei der Sucht nach Drogen und Alkohol eine ganz entscheidende Rolle spielt.

Ernährt sich die Frau während der neun Monate der Schwangerschaft eher ungesund, wird es ihrem Kind später schwerer fallen bei Suchtmitteln Nein zu sagen. Belegt haben die Forscher ihre These mit einem Tierversuch. Dabei nahmen sie trächtige Ratten und teilten die Weibchen in zwei Gruppen auf. Die einen wurden mit sehr gesundem Futter versorgt, während man den anderen zu zuckerreiche Nahrung präsentierte.

Die später geborenen Rattenkinder aus der zweiten Gruppe zeigten in Tests anschließend auffallend häufig einen schwächeren Willen, wenn es um Alkohol ging. Auch vorgesetzte Drogen wurden von den Tieren dieser Gruppe häufiger angenommen. Kinder aus der ersten Gruppe hielten sich dagegen verstärkt zurück und schienen eine deutlich höhere Hemmschwelle für Suchtverhalten zu besitzen. Diese Ergebnisse, so die Forscher, lassen sich vermutlich auch auf den Menschen übertragen.

Frauen sollten in der Schwangerschaft mehr saures, anstatt süßes Obst essen

Gemischte, zusammengesetzte Frucht aus Fruchtscheiben von Birne, Apfel, Zitrone, Orange, vorne zwei Weintrauben
mixed fruits © Wolfgang Kraus - www.fotolia.de

Frauen sollten in der Schwangerschaft öfters zu sauren, anstatt zu süß schmeckenden Obst greifen. Das gab der Präsident vom Berufsverband der Frauenärzte bekannt.

In saurem Obst steckt sehr viel mehr an Vitamin C. Das süße Obst hingegen enthält zu viel Fruchtzucker. Selbst wenn Frauen sich vermeidlich gesund ernähren, weil sie sehr viel Obst essen, nehmen sie auf diesem Weg dennoch unnötig viel Zucker zu sich, was zu einer Gewichtszunahme führt.

Im Durchschnitt nimmt eine Frau in der Schwangerschaft zwischen 12 und 16 Kilo zu. Normal und ausreichend wären laut Angaben der Frauenärzte eine Zunahme zwischen zehn und zwölf Kilo. Jedes überflüssige Pfund führe zu Rückenschmerzen und anderen Beschwerden.

Schwangere müssen auf ihre Ernährung achten: Am besten nur frische Waren essen

Schwangere Frau belegt Pizza mit Bananenscheiben
pregnant mum to be © Violetstar - www.fotolia.de

Wer schwanger ist, sollte bei allem was er tut, auch an sein Baby denken. Das gilt ganz besonders auch bei der Auswahl der täglichen Nahrung. Stehen Schwangere vor einem Buffet, ist Vorsicht angeraten. Auf Salat, Antipasti, oder auch Hackfleisch sollten sie am Buffet verzichten. Sie wissen nicht, wie lange diese Speisen schon ungeschützt herumstehen.

In Kantinen, oder auch im Restaurant die Menüs auswählen, die auf jeden Fall gut durchgegart sind. Insbesondere Rohmilchkäse, Hackfleisch, oder geräucherte Fische sind nicht ungefährlich, da sie Listerien, oder Toxoplasmen enthalten könnten. Dadurch können sich Schwangere infizieren, wobei das Baby sterben könnte.

Aus demselben Grund sollte auch Sauermilchkäse vom Speiseplan gestrichen werden. Die Käserinde am besten wegschneiden. Käse aus Packungen sollten nur geringfügig gegessen werden. Dasselbe gilt für abgepackten Wurstaufschnitt. Dabei genau auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten und schon Tage vor dem Ablauf nicht mehr verzehren. Tütenmischsalat ist ebenfalls ungeeignet. Am besten sind frische Zutaten, da weiß man, was man hat und was das Kind bekommt.

Nährstoff- und Energiebedarf in der Schwangerschaft

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung während der Schwangerschaft spielt eine wesentliche Rolle für die Entwicklung des Kindes. Denn das Kind bezieht seine Nährstoffe ausschließlich von der Mutter, mit der es über die Nabelschnur verbunden ist.

Nährstoffbedarf

In der Schwangerschaft ist eine ausgewogene, fettarme Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, sehr wichtig. Denn der Nährstoffbedarf ist bei zunächst gleich bleibendem Energiebedarf stark erhöht. Erst ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft kommt es zu einem Mehrbedarf von 300 Kilokalorien.

Die alte Hypothese, dass die werdende Mutter für zwei essen muss, klingt verlockend, ist aber schlichtweg falsch. Dennoch ist eine Gewichtszunahme bei schwangeren Frauen von etwa 10 Kilogramm ganz natürlich. Die Kilokalorien, die in der Schwangerschaft zusätzlich verbraucht werden, sollten mit nährstoffreichen Nahrungsmitteln zugeführt werden, wie:

Schwangere Frauen sollten vor allem mehr Obst und Gemüse essen
Schwangere Frauen sollten vor allem mehr Obst und Gemüse essen
  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornprodukten
  • Milchprodukten

Gerade Gemüse und Vollkornprodukte enthalten zudem reichlich Ballaststoffe, die die Verdauung anregen.

Eiweißbedarf

Eiweiße werden für den Aufbau von Körpersubstanz benötigt- daher ist der Eiweißbedarf von Schwangeren erhöht. Da in den Industrieländern jedoch in aller Regel kein Mangel an eiweißreicher Nahrung besteht, müssen sich Schwangere keine Sorgen um die Eiweißzufuhr machen. Gute Eiweißlieferanten sind:

Fisch als guter Eiweisslieferant
Fisch als guter Eiweisslieferant

Lipidspiegel

Auf fettreiche Kost sollten Schwangere verzichten, da der Lipidspiegel im Blut während der Schwangerschaft häufig erhöht ist. Zum Braten oder Kochen eignen sich hochwertige Pflanzenöle, die wertvolle Fettsäuren enthalten und den Lipidspiegel des Blutes positiv beeinflussen.

Zudem enthalten Pflanzenöle wie Rapsöl und Olivenöl das fettlösliche Vitamin E, das eine wichtige Rolle beim Fettstoffwechsel spielt und die Zellen vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt.

Gesamtenergiezufuhr

Schwangere sollten ihre Gesamtenergiezufuhr zu 50 Prozent über Kohlenhydrate decken. Besonders günstig sind langkettige Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, die den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen.

Bedarf an Mineralstoffen

Mineralien sind in der Schwangerschaft für die gesunde Entwicklung des Kindes sehr wichtig.

Sehr wichtig ist die ausreichende Versorgung mit:

Schwangere benötigen mehr Nährstoffe als der durchschnittliche Erwachsene

Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an konkreten Nährstoffen wie z.B. Folsäure

Schwangere Frau mit weißem BH und Slip hält sich den Bauch
pregnant lady © memo - www.fotolia.de

Für Jugendliche und Erwachsene gibt es dank Ernährungsforscher inzwischen gute Richtlinien für den Nährstoffbedarf am Tag. Besonders schwangere Frauen benötigen jedoch mehr Nährstoffe, als der Durchschnitt.

Höherer Bedarf an Folsäure und Änderung des Ernährungsplans

Es ist allerdings ein Trugschluss, dass werdende Mütter deswegen „für zwei“, also das Doppelte, essen müssen. Es geht hier nicht um die Quantität, sondern die Qualität der Nahrung. Es ist nachgewiesen, dass der Kalorienbedarf einer Schwangeren nicht wesentlich erhöht ist. Was sich verstärkt, ist der Bedarf an konkreten Nährstoffen wie Folsäure. Auch der Bedarf an Proteinen ist nicht gesteigert. Und auch wenn gerade Schwangere zum Naschen neigen, sollten sie während der neun Monate genau beachten, wie viel Schokolade und Co. gegessen werden.

Es sollte also nicht mehr gegessen, sondern der Ernährungsplan geändert werden. Und welche Nährstoffe sollten nun vermehrt konsumiert werden?

Wichtige Nährstoffe

Neben der bereits genannten Folsäure sind Omega-3-Fettsäuren und das Vitamin B12 besonders wichtig für eine gute Entwicklung des Fötus. Auch Jod und Eisen sind essentiell, ebenso Magnesium und Calcium.

Der Griff zu Nahrungsergänzungsmitteln kann in diesem Fall sinnvoll sein, sollte aber mit den Frauenarzt und dem Hausarzt in Punkto Dosierung abgesprochen werden.

Nur leicht erhöhter Energiebedarf in der Schwangerschaft

Der tägliche Energiebedarf einer werdenden Mutter erhöht sich nach Erkenntnissen der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement mit Sitz in Saarbrücken, nur um etwa 255 Kalorien. Das entspreche einem Glas Karottensaft, einem Apfel und einer kleinen Handvoll Nüsse, so Michaela Bänsch, Dozentin und Ernährungsberaterin.

Demnach sei es falsch und potentiell sogar schädlich, den vor allem in den ersten Wochen häufig auftretenden Heißhunger-Attacken nachzugeben und sich mit kalorienreichen Lebensmitteln zu ernähren. Denn neben der Gefahr eines Schwangerschaftsdiabetes können sich schlechte Essgewohnheiten auch auf das Ungeborene auswirken.

So kann sich beispielsweise das Geburtsgewicht des Kindes erhöhen. Darüber hinaus belegen Studien, dass die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft einen Einfluss auf das spätere Essverhalten ihres Kindes hat. So ist das Risiko für Fettleibigkeit bei Kindern übergewichtiger Mütter deutlich erhöht. Die alte Weisheit, eine Schwangere solle für zwei essen, tauge demnach nichts, sondern schade dem Kind möglicherweise sogar.

Gemüse kann das Kind vor einer Diabetes-Typ-1-Erkrankung schützen

Studie: durch den Verzehr von Gemüse kann Diabetesrisiko beim Kind verringert werden

Schwangere, lächelnde Frau isst frischen Salat
Pregnant woman in kitchen eating a salad smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Europaweit sind etwa 50 Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus erkrankt, davon rund 5% an einer Diabetes-Typ-1. Diese tritt zumeist im Kindes- und Jugendalter erstmalig in Erscheinung, bleibt ein Leben lang und macht die Gabe von Insulin erforderlich.

Empfehlung: viel Gemüse in der Schwangerschaft

Um das Risiko solch einer Erkrankung reduzieren zu können, empfehlen Experten Schwangeren täglich Gemüse und Salat zu essen, da eine neue Studie darauf hinweist, dass solch ein Vorgehen das Kind schützen kann. Zu dieser Erkenntnis kamen Forscher der University of Gothenburg, die im Rahmen einer ABIS-Studie tausende Mütter nach ihren Ernährungsgewohnheiten in der Schwangerschaft befragten.

Neben der Befragung innerhalb der All Babies of South-East Sweden-Studie, wurden zusätzlich 5.724 Kinder im Alter von ein, zweieinhalb und fünf Jahren auf bestimmte Autoantikörper im Blut untersucht. Nach Auswertung aller Ergebnisse erwiesen sich die Kinder, deren Mütter täglich in der Schwangerschaft Tomaten, Gurken und Co. gegessen hatten, als weniger an einer Diabetes-Typ-1 erkrankt als es bei den anderen Kindern der Fall war.

Zwar können die Wissenschaftler nicht hundertprozentig sagen, ob nun durch das Gemüse solch ein Schutzeffekt auf das Ungeborene entsteht, allerdings fangen sie für diesen entdeckten Zusammenhang auch keinen anderen Faktoren, der diesen Effekt erklärbar gemacht hätte.

Vitamin D hilft als Vorbeugung in der Schwangerschaft gegen Multiple Sklerose

Wenn schwangere Frauen viel Vitamin D zu sich nehmen, dann ist dies eine gute Vorbeugung für das Ungeborene später einmal nicht an Multipler Sklerose zu erkranken. Dies hat eine Studie aus Amerika ergeben, wo die Milch vielfach mit Vitamin D angereichert wird. Die Kinder der Mütter, die während der Schwangerschaft viel Milch tranken oder auch Vitamin-D-Präparate eingenommen hatten, erkrankten später deutlich weniger an der Multiplen Sklerose.

Bei uns in Deutschland ist in der normalen Milch kein Vitamin D enthalten, aber es gibt viele Nahrungsmittel, die sehr viel Vitamin D besitzen, so vor allem auch fetter Fisch, wie Hering, Aal oder Lachs. Der Mensch produziert aber hauptsächlich aus dem Sonnenlicht das Vitamin D, so dass man viel an die frische Luft gehen sollte.

Jod in der Schwangerschaft ist extrem wichtig

Werdende Mütter erleben erhebliche körperliche Veränderungen. Neben den sichtbaren Dingen laufen auch im Inneren des Körpers viele Prozesse anders ab. Ein Organ hat es dabei besonders schwer: die Schilddrüse. Diese kleine Drüse im Halsbereich ist für die Produktion lebenswichtiger Hormone zuständig. Damit sie ihre Arbeit richtig ausführen kann, braucht sie Spurenelemente.

Das wichtigste Spurenelement stellt dabei das Jod dar. Ist ein neues Leben im Entstehen, benötigt die Schilddrüse mehr Jod als normal, damit sie die Mutter und das Ungeborene versorgen kann. Allgemein empfehlen Ärzte, dass alle Schwangeren 250 Mikrogramm Jod pro Tag aufnehmen sollten. Durch Speisesalz mit Jod nehmen wir allerdings nur rund 100 Mikrogramm am Tag auf. Was bei Männern und nichtschwangeren Frauen ausreicht, führt bei den werdenden Müttern schnell zu einem Defizit.

Die fehlende Menge sollten Schwangere daher am besten durch Präparate abdecken. Das Gespräch mit dem Frauenarzt zu diesem Thema sollte so früh wie möglich geführt werden. Bereits in den ersten sechs Wochen der Schwangerschaft steigt der Bedarf der Schilddrüse an.

Im Extremfall kann eine Unterversorgung zu Fehlgeburten führen. Allerdings sind auch gefährliche Frühgeburten möglich oder Entwicklungsstörungen beim Kind. Um diesen Gefahren vorzubeugen, muss eine Schwangere gut auf ihre Jodversorgung achten. Durch einfache Blutproben kann die Funktionskraft der Schilddrüse ganz schnell bestimmt werden. Wer dann rechtzeitig handelt, beugt einem Jodmangel vor.

Vitamin C Mangel während der Schwangerschaft kann zu Lernschwierigkeiten führen

Zitrusfrüchte vor weißem Hintergrund - Orange, Zitrone, Limette und Grapefruit
Fresh citrus fruits isolated on white, with clipping path © Anna Kucherova - www.fotolia.de

Vitamin C-Mangel während der Schwangerschaft kann zu bleibenden Hirnschäden beim Fötus führen, warnen dänische Forscher. Auch zusätzliche Vitaminpräparate, die dem Baby nach der Geburt gegeben werden, können einen schon entstandenen Schaden nicht mehr rückgängig machen. Dies legen zumindest Tests nahe, die ein Team der Universität Kopenhagen an Meerschweinchen durchführte.

Genau wie der Mensch kann auch das Meerschweinchen Vitamine nicht selbst produzierten und müssen sie über die Nahrung aufnehmen. Bei den Jungtieren, deren Mütter zu wenig Vitamin C erhalten hatten, zeigte sich eine 10-15%-ige Schädigung des Hippocampus schon im Mutterleib.

Der Hippocampus ist eine der wichtigsten Regionen des Gehirns und speichert Erinnerungen und Informationen ab. Auch als die Tiere nach der Geburt zusätzliches Vitamin C verabreicht bekamen, erholte sich ihr Gehirn nicht mehr.

Beim Menschen sind vor allem Geringverdiener von Vitamin C-Mangel betroffen. Sie ernähren sich häufig einseitig von Fertigmahlzeiten und essen wenig frisches Obst und Gemüse. Dies kann dazu führen, dass ihre Kinder mit einem schlechten Gedächtnis geboren werden und später unter Lernschwierigkeiten leiden.

Wie Jodmangel in der Schwangerschaft die Intelligenz des Kindes beeinflusst

Für eine schwangere Frau ist eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung selbstverständlich. Dabei sollte sie besonders auf eine ausreichende Aufnahme von Jod achten.

Eine neue Studie belegt, dass Kinder Leseschwächen und auch eine geringere Intelligenz im Schulalter aufweisen, wenn die Frau in der Schwangerschaft unter einem Jodmangel gelitten hat.

Der Mangel rührt meist daher, dass in dieser besonderen Zeit, der Körper einen erhöhten Bedarf hat. Liegt der normale Bedarf bei 150 µg/die eines Erwachsenen so benötigen Frauen in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit mindestens 250 µg/die. Ein klärendes Gespräch mit dem Arzt kann helfen, wie man auf eine ausreichende Jod Zufuhr achten kann.

Vitamine und Mineralstoffe in der Schwangerschaft – Vorsicht vor Überdosierungen

Tipps von A bis Z zu Bedarf und Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln für Schwangere

Schwangere Frau liegt auf Bett und isst Salat
Pregnant woman in bed eating salad © anna - www.fotolia.de

Werdende Mütter brauchen eine Extraportion an Vitaminen und Mineralstoffen. Viele Schwangere nehmen deshalb Supplemente zu sich – mit dem Risiko der Überdosierung. Die meisten Nährstoffe lassen sich durch eine ausgewogene Ernährung zuführen. Ausnahmen gelten für Vegetarierinnen und Frauen mit Schilddrüsenerkrankung sowie Folsäure und Eisen.

Vitamin A – Überdosierung möglich

Vitamin A hat eine wichtige Funktion für das Immunsystem und sorgt für eine frische Haut. Bei einer Überdosierung drohen dem Ungeborenen jedoch Fehlbildungen. Schwangere sollten deshalb nicht zu viel Vitamin A zu sich nehmen – speziell im ersten Schwangerschaftsdrittel. Gesunde Quellen sind

deren Carotinoide dem Körper eine Vorstufe für Vitamin A liefern. Vorsicht gilt bei Leber, in der sich Vitamin A in großen Mengen anreichern kann.

Vitamin B12 – wichtig für Vegetarierinnen

Ob Blutbildung, starke Nerven oder EntgiftungVitamin B12 ist für werdende Mütter sehr wichtig. Auch das Ungeborene braucht Vitamin B12 zur Entwicklung seines Gehirns. Da der Stoff hauptsächlich tierischen Produkten zu finden ist, sollten Vegetarierinnen ihre Werte regelmäßig testen lassen. Statt Fleisch und Fisch können

den Bedarf decken. Veganerinnen brauchen meist zusätzliche Tabletten.

Vitamin C – Achtung bei Nierenproblemen

Schwangere und Stillende haben einen leicht erhöhten Bedarf an Vitamin C, den sie mit

gut decken können. Eine leichte Überdosierung ist dabei ungefährlich: überschüssiges Vitamin C wird über die Nieren einfach ausgeschieden. Wer unter Nierenproblemen leidet oder bereits einmal Nierensteine hatte, sollte jedoch vorsichtig dosieren.

Vitamin D – ab ins Freie

Fehlt dem Körper Vitamin D, werden die Knochen morsch und die Hormone geraten aus der Balance. Um den lebenswichtigen Stoff zu bilden, braucht der Organismus jedoch Sonnenlicht. Der beste Schutz vor einem Mangel ist deshalb ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft.

In der dunklen Jahreszeit oder bei Schwangeren, die nicht genug Vitamin D bilden können, sind zusätzlich Tabletten sinnvoll. Als Richtschnur gilt: Die für Säuglinge übliche Dosis ist auch für Schwangere unbedenklich.

Eisen – auch Ferritin prüfen lassen

Die Eisenwerte werden regelmäßig beim Frauenarzt untersucht. Sinkt der sogenannte Hb-Wert unter eine kritische Grenze, ist die Sauerstoffversorgung des Babys gefährdet. Der Arzt verschreibt dann Eisentabletten. Betroffen sind häufig Vegetarierinnen. Mit reichlich

können sie natürliche Eisenquellen nutzen. Wie viel freies Eisen im Blut verfügbar ist, zeigt der Ferritin-Test.

Folsäure – 400 Mikrogramm täglich

Ein Mangel an Folsäure führt beim Ungeborenen häufig zu einem offenen Rücken. Um den sogenannten Neuralrohrdefekten vorzubeugen, empfehlen viele Frauenärzte deshalb Folsäure. Üblich ist eine Dosierung von 400 Mikrogramm täglich, spätestens ab dem 8. Schwangerschaftsmonat. Frauen können Folsäure in dieser Dosierung aber auch schon ab der Schwangerschaftsmitte einnehmen. Essbare Alternativen:

Jod – Vorsicht vor Überdosierung

Jod ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. Fehlt dem Ungeborenen Jod, kann sich sein Nervensystem nicht richtig ausbilden, das Risiko für Fehlbildungen steigt. Schwangere mit einer Unterfunktion der Schilddrüse werden deshalb engmaschig vom Arzt kontrolliert. Eine Überdosierung kann dabei ebenso gefährlich werden wie zu wenig Jod.

Magnesium – Einfluss auf Wehen

In der Schwangerschaft besteht ein leicht erhöhter Bedarf an Magnesium, eine gesunde Ernährung mit Vollkornprodukten reicht jedoch aus. Werdende Mütter brauchen deshalb keine Nahrungsergänzungsmittel mit Jod. Bei Überdosierung führt der Mineralstoff zu Durchfällen. Über seine Wirkung auf die Muskeln kann er zudem die Wehentätigkeit beeinflussen.

Zink – Vergiftungsgefahr

Für das Immunsystem und den Stoffwechsel ist Zink unverzichtbar. Bei einer Überdosierung durch Supplemente treten jedoch Vergiftungserscheinungen auf. Im Körper des Ungeborenen kann sich das Schwermetall dauerhaft anlagern. Ohne ärztliche Verordnung sollen Schwangere deshalb kein Zink zu sich nehmen. Mehr als 25 Milligramm pro Tag gelten als gesundheitlich bedenklich.

Folsäure

Bei Folsäure handelt es sich um ein essenzielles Vitamin, welches der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann und somit über die tägliche Nahrung aufnehmen muss. Gesunde Frauen, welche sich im gebärfähigen Alter befinden, wird geraten, etwa 400 Mikrogramm an Folsäure zu sich zu nehmen. Dieser empfohlene Wert erhöht sich jedoch, wenn die Betroffenen einen Kinderwunsch hegen.

Leider ist nur wenigen Frauen der erhöhte Folsäure-Bedarf als Teil der Schwangerschaftsvorsorge bekannt - Experten kritisieren die mangelnde Aufklärung in diesem Bereich. In neuen Studien hat man herausgefunden, dass die aktuelle Empfehlung keine optimale Vorsorge gewährleistet.

Es sind nun Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt, die eine Ration von 800 Mikrogramm an Folsäure enthalten und von Frauen mit Kinderwunsch eingenommen werden sollten. Kommt es nämlich vor oder während der Schwangerschaft zu einem Mangel an Folsäure, so kann dies erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes haben, wie zum Beispiel Herzfehler oder ein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt.

Folsäure in Tablettenform
Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen kann sinnvoll sein bei Kinderwunsch

Folsäure ist für die Zellteilung und Zellbildung verantwortlich und hat eine besondere Bedeutung bei der Prävention von Entwicklungsstörungen des Gehirns. Kein Wunder, dass der Bedarf in der Schwangerschaft mit 0,8 Milligramm deutlich über dem Normalbedarf von 0,4 Milligramm liegt. Reich an Folsäure sind:

Eisen

Eisen ist für die Bildung von roten Blutkörperchen und eine gesunde Hirnentwicklung unentbehrlich. Da es sehr schwer ist, die empfohlenen 30 Milligramm Eisen über die Nahrung abzudecken, sollten während der Schwangerschaft Eisentabletten eingenommen werden.

Eisen wird zur Blutbildung und dem Sauerstofftransport gebraucht, auch für den Sauerstoffaustausch ist es wichtig. Bei einem Mangel kann es zu einer Frühgeburt oder einem niedrigen Geburtsgewicht des Kindes kommen.

Eisen kommt vor in:

  • Hülsenfrüchten
  • rotem Fleisch
  • Vollkornprodukten
  • Gemüse

Stellt der Arzt eine Eisenmangelanämie fest, wird er ein Eisenpräparat verordnen. Ein Eisenmangel zeigt sich unter anderem durch:

Eisen kann besser aufgenommen werden, wenn es mit Vitamin C eingenommen wird. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit besteht ein erhöhter Eisenbedarf.

Jod

Jod ist für die Bildung der Schilddrüsenhormone und für das Wachstum des Fötus nötig. Da Jodmangel weit verbreitet ist, sollte auch hier auf Nahrungsergänzungspräparate zurückgegriffen werden.

Zusätzlich sollte einmal wöchentlich eine Seefischmahlzeit auf dem Speiseplan stehen.

Hat die werdende Mutter einen Jodmangel, kann die körperliche und geistige Reifung des Kindes beeinträchtigt werden. Es reguliert den Stoffwechsel und stärkt die Nerven.

Jod findet man in:

Calcium

Calcium ist ein Mineralstoff, der für den Aufbau von Knochensubstanz wichtig ist. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 1.000 Milligramm. Calcium findet man in: Milch und Milchprodukten.

Magnesium

Magnesium unterstützt das Wachstum der Gebärmutter (Plazenta) und sorgt für einen gesunden Knochenaufbau des Ungeborenen.

Magnesium findet man unter anderem in:

  • Vollkornprodukten
  • Hülsenfrüchten
  • Bananen
  • Kartoffeln
  • Nüssen
  • grünem Gemüse

Ein Magnesiummangel kann sich zum Beispiel durch Wadenkrämpfe bei der Schwangeren zeigen. Stellt der behandelnde Arzt einen Magnesiummangel fest, wird er wahrscheinlich ein Nahrungsergänzungsmittel empfehlen.

Gesunde Schwangerschaft: Wirkt sich saubere Atemluft auf Ungeborene aus?

Studie beweist den Einfluss der Atemluft auf die Geburtsdaten von Neugeborenen

Seitenansicht Oberkörper einer schwangeren Frau in weißer Kleidung
schwangere Frau © Reicher - www.fotolia.de

Mutter und Kind sind während der Schwangerschaft eine echte Einheit. Darum ist die richtige Ernährung und der Verzicht auf Gifte wie Alkohol und Nikotin auch so wichtig. Doch welche anderen Einflussfaktoren aus der Umwelt gibt es für das Ungeborene? Forscher wollten in diesem Zusammenhang wissen, ob auch die Atemluft der Schwangeren einen direkten Einfluss auf das Kind im Mutterleib hat.

Studie zur Atemluft während der Schwangerschaft

Das Team aus chinesischen und amerikanischen Forschern besah sich daher die Daten von insgesamt 83.672 Schwangeren. Sie alle hatten zum Zeitpunkt ihrer Schwangerschaft in den vier Stadtbezirken der Großstadt Peking gewohnt. Ihrer Schwangerschaft fiel auf das Jahr 2008 und dabei genau auf den Zeitpunkt der Olympischen Sommerspiele.

Jede Frau befand sich während der Spiele im achten Monat. Das Besondere an diesem Zeitraum war, dass die chinesische Politik in diesen Wochen einen Großteil der Fabriken vorübergehend geschlossen hatte. Für die Olympischen Sommerspiele sollte die sonst recht hohe Luftverschmutzung auf ein Minimum gesenkt werden.

Die Wissenschaftler konnten diesen Zeitraum daher ideal nutzen, um die Auswirkung der Atemluft auf Ungeborene zu bewerten. Sie nutzten die Geburtsdaten der Kinder und verglichen diese mit einer Kontrollgruppe von Babys, die unter der gewöhnlichen Atemluft in Peking geboren wurden waren.

Auswirkungen auf die Wachstumsphasen

Tatsächlich konnten die Forscher einen bedeutenden Unterschied feststellen. Die Kinder, die während der Olympischen Sommerspiele im achten Entwicklungsmonat gewesen waren, hatten bei der Geburt ein höheres Gewicht. Im Schnitt waren sie 23 Gramm schwerer als Kinder, deren Mütter die belastete Großstadtluft gewohnt waren.

Die Forscher glauben, dass gerade die saubere Luft gegen Ende der Schwangerschaft für eine gesunde Entwicklung des Kindes entscheidend ist. In dieser letzten Phase ist das Wachstum am stärksten.

Kalium

Kalium unterstützt die Nervenfunktionen, den Energiehaushalt und die Muskelan- und entspannung. Man findet es unter anderem in:

Kupfer

Kupfer fördert die Ausbildung:

Man findet es beispielsweise in Emmentaler oder Kakaopulver.

Fluorid

Fluorid wird für die Bildung der Zahnanlagen benötigt. Es kommt vor in:

  • fluoridiertem Mineralwasser
  • Grünkohl
  • Äpfeln
Phosphor

Phosphor ist ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne, es hilft bei der Blutgerinnung und normalisiert den Herzrhythmus. Man findet es zum Beispiel in:

  • Milch
  • weißen Bohnen
  • Knäckebrot
Selen und Zink

Auch Selen und Zink sind an vielen wichtigen Vorgängen im Körper beteiligt. Zink unterstützt die Ausbildung der Organe und des Skelettes, der Nerven und des Kreislaufes.

Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung wird in der Regel der Bedarf gedeckt. Ansonsten kann ein Arzt oder Apotheker beraten.

Im Folgenden haben wir die wichtigen und nicht geeigneten Lebensmittel noch mal im Überblick für Sie zusammengefasst.

Was darf eine Schwangere bedenkenlos essen?

Sie muss immer bedenken, dass alle Lebensmittel, die sie isst, indirekt auch ihr Baby zu essen bekommt. Isst sie zu viele süße Dinge, hat dies Auswirkungen auf die Schwangerschaft und/oder das Baby. Genauso verhält es sich mit Fett und Kohlenhydraten.

  • Welche Mengen Fleisch und Fisch darf eine Schwangere pro Tag oder Woche essen?

  • Darf sie viele Eier essen oder lieber möglichst wenig?

  • Sind Obst, Gemüse, Nüsse und Milchprodukte für Schwangere so gesund, dass sie jeden Tag auf dem Speiseplan stehen sollten?

  • Welche Getränke darf eine Schwangere trinken?

Fragen über Fragen, die sich jede Schwangere einmal stellt. Grundsätzlich gilt: Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, sondern ein Zustand. Jede Frau sollte die Schwangerschaft genießen und kann das Wohlbefinden unterstützen, indem sie sich gesund ernährt.

Obst, Gemüse und Vollkornprodukte

Während der Schwangerschaft sollte besonders viel frisches Obst und Gemüse verzehrt werden. Beides sollte sehr gut gewaschen und ggfs. geschält werden. Ob Gemüse roh oder gekocht gegessen wird, ist egal.

Auch Fruchtsäfte sind erlaubt. Vollkornprodukte sind nicht nur in der Schwangerschaft gesünder als Produkte aus Weißmehl. Sie regen die Darmtätigkeit und somit die Verdauung an und liefern dem Körper sehr viele Nährwerte, wie etwa Ballaststoffe.

Fleisch, Fisch und Milchprodukte

In der Schwangerschaft wird besonders viel Folsäure und Eisen benötigt. Viele Frauenärzte empfehlen daher die Einnahme eines Folsäurepräparates. Eisen ist zum Beispiel in Fleischsorten wie Rindfleisch enthalten.

Eiweiße, sowohl pflanzliche als auch tierische, sind für viele Körperfunktionen wichtig. Tierisches Eiweiß findet man in:

  • Fleisch und Fleischprodukten
  • Ei
  • Geflügel
  • Fisch
  • Milch und Milchprodukten

Pflanzliches Eiweiß ist beispielsweise in Mais und Bohnen enthalten.

Trinken ist ebenfalls wichtig

Neben der richtigen Ernährung sollte auch auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden. Viele Frauen neigen in der Schwangerschaft zur Obstipation (Verstopfung), deshalb ist es besonders wichtig, ausreichend zu trinken. Zwei Liter sollten mindesten pro Tag getrunken werden, dafür eignen sich am besten:

Kaffee und schwarzer Tee sollte man möglichst meiden und wenn es unbedingt sein muss, nur in Maßen genießen.

Genügend ungesüßte Getränke zu trinken ist sehr wichtig
Genügend ungesüßte Getränke zu trinken ist sehr wichtig

Worauf sollte verzichtet werden?

Keine gesunde Schwangere muss dazu aber täglich in Tabellen nachschauen, was sie essen darf und was nicht. Man sollte aber schon wissen, welche Produkte gut und welche schlecht sind und wovon man viel bzw. wenig essen darf.

Chinin

Auf chininhaltige Getränke, wie zum Beispiel Tonic Water, sollte man verzichten. Chinin kann wehenauslösend wirken, in hoher Dosis kann es Übelkeit und Erbrechen auslösen. Von Alkohol in der Schwangerschaft ist grundsätzlich abzuraten.

Rohes Fleisch

Bei rohem Fleisch, Roastbeef und Tatar besteht die Gefahr der Toxoplasmose. Dabei handelt es sich um eine Infektionskrankheit, welche durch Parasiten verursacht wird. Sie kann auf das Ungeborene übertragen werden und für gesundheitliche Schäden sorgen.

Fleisch sollte man nur ganz durchgegart verzehren.

Rohe Milchprodukte

Rohe Milch und Rohmilchprodukte, wie manche Käsesorten, können Krankheitserreger enthalten. Die Gefahr von Früh-, Fehl- und Totgeburten ist gegeben, außerdem kann bei dem Kind eine angeborene Rindertuberkulose ausgelöst werden.

Rohe Eier

Durch Softeis kann eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit, die so genannte Listeriose, übertragen werden. Rohe Eier sollten wegen einer möglichen Salmonellenvergiftung gemieden werden. Ebenso Speisen die rohes Ei enthalten.

Innereien und Kräuter

Tierische Innereien können schwermetallbelastet sein, ebenso enthalten sie in großen Mengen Vitamin A, was in großen Mengen schädigend wirkt. Auch mit Kräutern und Heilkräutern, in großer Menge, ist Vorsicht geboten, manche können eine abortive Wirkung haben.

Schwangeren ist Vorsicht geboten bei Lebensmitteln wie Sushi und Tiramisu

Schwangere sollten sich gesund und bedacht ernähren und am besten auf manche Lebensmittel gänzlich verzichten. Viele Lebensmittel sind von Bakterien befallen und führen schnell zu Lebensmittelvergiftungen führen. Dies ist häufig der Fall bei rohem Fleisch, rohem Fisch und Meerestieren.

Auch Produkte aus unbehandelter Milch sind oft von Bakterien befallen. Salmonellen können bei dem Ungeborenen Missbildungen verursachen. Fehlgeburten können ebenfalls die Folge von Lebensmittelvergiftungen sein.

Ernährungsfehler von Schwangeren schaden besonders männlichen Föten

Grafik eines 9 Wochen alten Fetus/Embryos im Mutterleib
Fetus, 9 Wochen © Juan Gärtner - www.fotolia.de

Wenn schwangere Frauen sich zu fett ernähren, zu wenig Vitamine und Mineralien zu sich nehmen oder gar rauchen und Alkohol trinken, dann hat das negative Auswirkungen auf das Baby im Mutterleib.

Wissenschaftler der University of Missouri wiesen jetzt nach, dass die Folgen von mangelnder oder falscher Ernährung dabei männliche Föten deutliche stärker negativ beeinflusst als weibliche. Anhand einer Testreihe mit Mäusen konnte nachgewiesen werden, dass in der Plazenta je nach Form der Nahrungszufuhr und je nach Geschlecht des Fötus unterschiedliche Gene aktiv sind.

Die Forscher vermuten, dass die Plazenta, die eine Art Pufferfunktion gegen schlechte Stoffe hat, bei weiblichem Nachwuchs möglicherweise stärker ausgeprägt ist.

Alkohol während der Schwangerschaft: Nicht selten tragen die Neugeborenen körperliche Schäden davon

Nahaufnahme Babybauch, Schwangere hält Glas Bier in der Hand
Young pregnant woman holding glass of beer © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

Eigentlich sollte werdende Mütter es besser wissen und während der Schwangerschaft die Finger vom Alkohol lassen. Doch weit gefehlt, denn immer noch gibt es jede Menge uneinsichtiger Frauen, die sich auch während dieser Zeit nicht zusammenreißen können und des öfteren mal das eine oder andere Gläschen zuviel zu sich nehmen. Und das mit verheerenden Folgen für das ungeborene Kind.

Denn nicht selten kommen Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft größere Mengen an Alkohol zu sich genommen haben, mit dem sogenannten "Fetales-Alkohol-Syndrom" auf die Welt. Ein kleiner Kopf, schmale Augen sowie ein unnatürlich großer Abstand zwischen Nase und Mund zeugen davon. Jährlich kommen auf diese Weise etwa 4.000 Kinder auf die Welt, die Dunkelziffer wird jedoch weitaus höher vermutet.

Aktion "0,0 Promille in der Schwangerschaft" - Langzeitschäden bei Babys vermeiden

Schon sehr geringe Dosen Alkohol können während einer Schwangerschaft dem Kind nachhaltig schaden. Unter der Schirmherrschaft von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) startet deswegen jetzt die Aktion "0,0 Promille in der Schwangerschaft". Die Stiftung für das behinderte Kind und der Deutsche Brauer-Bund wollen gemeinsam darüber aufklären, dass schon wenige Gläser Alkohol irreparable Schäden beim Kind auslösen können.

Der Präsident des Brauer-Bund, Wolfgang Burgard, erhofft sich auch die Unterstützung der Ärzte. Diese versäumen einer aktuellen Studie zufolge noch immer zu oft, die Mütter über Risiken aufzuklären. In Deutschland werden jedes Jahr zwischen 3000 und 4000 mit fetalen Alkoholsyndrom geboren. Experten gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

Manche Frauen können trotz Schwangerschaft nicht auf Alkohol und Zigaretten verzichten

Nahaufnahme Babybauch, Schwangere hält Glas Wein und Zigarette in der Hand
Young pregnant woman holding wine and cigarette © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

Auch wenn jeder weiß, dass Alkohol und Zigaretten während der Schwangerschaft dem ungeborenen Kind schaden können, haben es wohl doch ein paar deutsche Mütter nicht geschafft ihre Laster dafür komplett aufzugeben, dass zeigte eine Umfrage über die das Apothekenmagazin "Baby und Familie" berichtet.

Befragt wurden 309 Mütter, wovon der Großteil auch vorbildlich gehandelt hatte. 88% sagten nein zu Alkohol und 78,3% verzichteten aufs Rauchen. Aber trotz aller Bedenken konnten 11,7% der Befragten nicht gänzlich abstinent bleiben und tranken hin und wieder das ein oder andere Bier, ein Glas Sekt oder Wein. Beim Rauchen siehts noch schlimmer aus, hier gaben 6,5% der Mütter zu selbst während der Schwangerschaft geraucht zu haben und 13,9% mussten sich ab und zu mal eine Zigarette gönnen.

Ungeborene mit Allergien - Schwangere sollte aus Sicherheit keine Erdnüsse essen

Zwei ganze Erdnüsse in Schale auf mehreren ganzen Erdnüssen
Erdnüsse © Andre Bonn - www.fotolia.de

Schon vor der Geburt können Babys diverse Tendenzen zu einer Krankheit oder einer Allergie haben. Da man das Ungeborene im Mutterleib nicht eingehend darauf untersuchen kann, sollten die werdenden Mütter bei ihrer Ernährung achtsam sein.

Erdnüsse sollte während der neun Monate nicht konsumiert werden, um eine mögliche Unverträglichkeit nicht zu fördern. Warum die Ärzte ausgerechnet vor Erdnüssen warnen, liegt an einer Studie. Demnach steigt die Wahrscheinlichkeit auf Allergien bei Babys dann, wenn die Mütter während der Schwangerschaft Erdnüsse gegessen hatten. Dies sind bislang allerdingss nur Prozentzahlen, den biologischen Zusammenhang kennt man noch nicht. Ob es wirklich einen Zusammenhang gibt, soll schnellstmöglich geklärt werden. Sicher sind sich die Forscher noch nicht. Bis dahin sollten die werdenden Mütter erst mal auf Nummer Sicher gehen und Erdnüsse vom Speiseplan streichen.

Frauen sollten in der Schwangerschaft keine Lakritze essen

Lakritze während der Schwangerschaft wirkt sich durch die erhöhte Cortisolproduktion negativ aus

Seitenansicht Oberkörper einer schwangeren Frau in weißer Kleidung
schwangere Frau © Reicher - www.fotolia.de

Wie sagt so schön die Werbung "Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso", und auch der blond gelockte Wett-Moderator Thomas Gottschalk verführt uns gerne zum Naschen mit seiner "Colorado-Mischung". Doch gerade diese sollten schwangere Frauen meiden, denn darin sind viele Lakritze enthalten, die eine ungünstige Entwicklung des Kindes bewirken können, wie auch Klaus König vom Berufsverband der Frauenärzte in München erklärt.

Erhöhte Produktion des Hormons Cortisol nach Lakritzkonsum

Verschiedene Studien zeigten in der letzten Zeit, dass durch den Verzehr von Lakritzen das Stresshormon Cortisol erhöht wird, wobei schon ein Gramm Lakritze pro Woche den Wert erhöhte. Es besteht wohl ein Zusammenhang zwischen diesem Hormon und der Fähigkeit den Stress zu bewältigen, und so können auch Übergewicht und Diabetes die Folge sein.

Beim einem Verzehr von über 100 Gramm Lakritze in der Woche während einer Schwangerschaft, hat man früher auch bei den Kindern später Verhaltens- und Konzentrationsprobleme festgestellt. Also sollten die schwangeren Frauen sich von "Haribo und Co" für wenigstens neun Monate verabschieden und vielleicht auf Vitamine "Nimm 2" umsteigen?

Werden Kinder von rauchenden Müttern eher kriminell?

Zigarettenstummel, der ausgedrückt wurde, schwarze Krümel darum
cigarette © NatUlrich - www.fotolia.de

Wenn die Mütter stark geraucht haben, so sollen dann die Kinder eher und häufiger straffällig werden, so eine Studie von amerikanischen Forschern.

So steigt dieses Risiko um 30 Prozent, wenn die Mutter während der Schwangerschaft täglich eine Packung Zigaretten oder mehr konsumierte. Die Forscher vom Institut für Gesundheitswesen der Harvard University hatten diesbezüglich bei 4.000 Erwachsenen im Alter zwischen 33 und 40 Jahren, die straffällig geworden waren, das Rauchverhalten der Mütter erforscht. So ergab sich tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der Straffälligkeit.

Aber auch wenn man die anderen Faktoren, wie familiäre Probleme, psychische Erkrankungen und Armut mit einbezieht, so stellt man diesen Zusammenhang fest.

Schon vorher hatte man auch festgestellt, dass Kinder von rauchenden Müttern in der Schwangerschaft später zu Aggressionen neigen und teilweise auch eine Hyperaktivität sowie Konzentrationsschwäche bei den Kindern festgestellt wurde.

US-Studie: Sehr fettiges Essen während der Schwangerschaft schadet dem Kind

Dr. Antonio Frias lehrt und forscht an der US-amerikanischen University of Oregon. Er hat in der aktuellen Ausgabe der medizinischen Fachzeitschrift "Endocrinology Journal" eine Studie veröffentlicht, die er an schwangeren Makaken-Weibchen durchgeführt hat.

Makaken sind eine Affenart. Frias hat sie deshalb ausgewählt, weil die Plazenta der Makaken der des Menschen ähnelt. Die Plazenta wird auch als "Mutterkuchen" bezeichnet. Sie versorgt den Fötus mit Nahrung.

Frias hat der einen Häfte der Makaken-Weibchen sehr fetthaltige Nahrung zu fressen gegeben, der anderen fettarme Diätnahrung. Es zeigte sich, dass die fetthaltige Ernährung dazu führte, dass die Gebärmutter 56 Prozent weniger Blut an die Plazenta abgab.

Außerdem führte sie häufiger zu Entzündungen der Plazenta. Dabei spielte es keine Rolle, ob das Makaken-Weibchen dick oder dünn war. Frias sagte der britischen Zeitung "Daily Mail", dass der fettreiche Lebenstil mit viel Pommes und Burgern die Entwicklung des ungeborenen Kindes, bis hin zur Fehlgeburt, negativ beeinflussen könne.

Alkohol in der Schwangerschaft doch nicht schädlich?

Schwangere Frau mit Zigarette und Alkohol in den Händen
careless pregnancy © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

Wie eine kanadische Studie ergeben hat, ist ein geringer Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft nicht schädlich für das Baby. Wissenschaftler des Centre for Addiction and Mental Health in Toronto sagen, dass Frauen während der Schwangerschaft nicht komplett auf Alkohol verzichten müssen. So sollen bis zu zehn Gramm Alkohol täglich die Gesundheit des Babys nicht gefährden.

Laut der britischen Zeitung „Daily Mail“ kamen die Forscher zu dem Schluss, nachdem sie 36 weltweite Studien ausgewertet haben. Dessen ungeachtet gilt, dass in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft auf Alkohol verzichtet werden soll. Werden größere Mengen Alkohol konsumiert, steiget die Gefahr von Fehl- und Frühgeburten.

Männer sollten während der Schwangerschaft ihrer Frauen ebenfalls auf Alkohol verzichten

Am 9. September 2011 war der Tag des alkoholgeschädigten Kindes. Aus diesem Anlass wies die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung darauf hin, dass Schwangere gar keinen Alkohol trinken sollten, um das werdende Kind nicht zu schädigen.

Den Ehemännern oder Lebenspartnern legt das Institut nahe, ebenfalls während der Schwangerschaft ihrer Frau oder Freundin das Trinken zumindest stark einzuschränken, um die Partnerin nicht in Versuchung zu führen doch ein Glas zu trinken. Die Männer sollten also auch auf Alkohol verzichten, um den Verzicht ihren schwangeren Frauen leichter zu machen.

Ob die Forderung Gehör findet, ist natürlich eine andere Frage. In Deutschland ist der Alkohol die Droge Nummer 1. Deutschland gehört zur Spitzengruppe der Länder, in denen am meisten Alkohol getrunken wird.

Alkohol in der Schwangerschaft ist in gehobenen Schichten häufiger vertreten

Selbst einmaliger Genuss von Alkohol in der Schwangerschaft sehr riskant für das Kind

Schwangere Frau hält Glas mit Wein in der Hand
bad unhealthy pregnancy © detailblick - www.fotolia.de

Michaela Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln wies am vergangen Freitag darauf hin, dass Alkohol in der Schwangerschaft zu unabsehbaren Schäden beim Ungeborenen führen kann. Besonders bedenklich fand sie, dass immer noch viele werdende Mütter hin und wieder zu Alkohol griffen.

Großer Einfluss von Schicht und Alter

Dabei liegen die Frauen aus der sozialen Oberschicht deutlich vor denen, die eher der Unterschicht zuzuordnen sind. Etwa ein Fünftel der Oberschicht-Mütter trinkt immer mal wieder ein Gläschen. Bei den sozial niedriger stehenden Schwangeren sind es nur 8,5 Prozent.

Woran das genau liegt, ist noch nicht wissenschaftlich untersucht. Möglichweise kommt dabei das Glas Wein beim Essen zum tragen. Weiterhin ist interessant, dass sich der Trend in der Schwangerschaft auch Alkohol zu trinken nicht nur mit dem sozialen Status erhöht, sondern auch mit zunehmendem Alter der Frauen.

Ältere sind demnach eher geneigt, das eine oder andere Glas zu leeren. Goecke erklärt, dass auch schon kleine Mengen zu fatalen Folgen beim Kind führen können. Es sei immer besser, überhaupt nicht zu trinken.

Neugeborene mit Herzfehler - häufiges Resultat übergewichtiger Mütter, die rauchen

Übergewicht während der Schwangerschaft gilt als Risikofaktor, sowohl für Mutter als auch für das Ungeborene. Die Schädlichkeit von Nikotin während der neun Monate ist ebenfalls allgemein bekannt. Beide Dinge sind zwar für sich schon recht gefährlich, sie bewirken aber selten einen angeborenen Herzfehler beim Nachwuchs. Wirklich gefährlich wird es erst dann, wenn beide Faktoren zusammen kommen.

Dies ergab eine Studie aus Deutschland. Mütter, die demnach rauchen und dabei an Übergewicht leiden, setzen ihr Ungeborenes einem großen Risiko aus. Untersucht wurden die Daten zu angeborenen Fehlbildungen innerhalb der letzten 25 Jahren. Dabei setzte man die jeweiligen Fehler in Relation zu dem Verhalten der Mutter während der Schwangerschaft. Man stieß dann bei 797 Kindern auf einen interessanten Zusammenhang. Bei diesen Kindern lag ein angeborener Fehler im Herzen vor.

Die Mütter dieser Kinder waren sehr oft übergewichtig und hatten angegeben, auch während der Schwangerschaft nicht mit dem Rauchen aufgehört zu haben. Die Kinder von anderen Frauen, die nur übergewichtig waren, sonst aber gesund lebten, litten dagegen selten an einem solchen Herzfehler. Auch die Raucherinnen, die zwar weiter Nikotin zu sich nahmen, dabei aber normalgewichtig waren, hatten selten Kinder mit angeborenem Herzfehler. Warum beide Risikofaktoren nicht für sich allein aber im Zusammenspiel so gravierend auf das Kind wirken, will man nun herausfinden.

Schwangere müssen nicht völlig auf Koffein verzichten

Nahaufnahme von junger Frau mit grüner Wollmütze und blauen Augen, die aus bordeauxfarbener Kaffeetasse trinkt
woman drinking © Jason Stitt - www.fotolia.de

Schwangere und stillende Mütter machen sich besonders viele Sorgen um das Wohlergehen ihres Babys. Schließlich kann (fast) alles, was sie selbst zu sich nehmen, auch vom Kind aufgenommen werden. Gerade der Koffeinkonsum war in den vergangenen Jahren immer wieder in der Diskussion.

Während die einen werdenden und stillenden Müttern grundsätzlich davon abraten, Kaffee oder auch Schwarzen Tee zu konsumieren, halten andere Experten dies für völlig unbedenklich. Die Wahrheit dürfte wie so häufig wohl in der Mitte liegen, wie jetzt auch eine brasilianische Studie bestätigt. Eine Forschergruppe rund um Ina Santos von der University of Pelotas nahm den Koffeinkonsum von stillenden Müttern genauer unter die Lupe.

Bei der Umfrage nahmen rund 880 Frauen teil. Das Ergebnis: Ein gemäßigtes Konsum von Kaffee, aber auch Tein-haltigen Getränken wirkte sich offenbar nicht negativ auf das Schlafverhalten des Kindes aus. Dabei fragten die Forscher auch nach dem Konsumverhalten während der Schwangerschaft. Auch hier lieferte die Umfrage keinerlei Beleg dafür, dass der Koffeinkonsum sich generell schädlich auf das neugeborene Baby auswirkt. Insgesamt bestätigen die Studienergebnisse aktuelle Experten, denen zu Folge ein mäßiger Koffeinkonsum von maximal 200 bis 300 Milligramm während der Stillphase absolut unbedenklich sei. Das entspricht in etwa zwei Tassen Milchkaffee oder einem stärkeren Kaffeegetränk.

Ähnliches gelte auch für die Schwangerschaft, wobei eine Überschreitung der empfohlenen Verzehrmenge durchaus negative Folgen für das ungeborene Baby haben kann.

Auch Passivrauchen kann das Ungeborene schädigen

Dass Rauchen in der Schwangerschaft eine große Gefahr für die Gesundheit des ungeborenen Kindes darstellt, ist allseits bekannt. Aber auch, wenn die werdende Mutter während der Schwangerschaft nicht selbst raucht, sondern regelmäßig Passivrauch ausgesetzt ist, kann sich dies auf das Kind auswirken, wie Experten warnen. Da das Nikotin die Zellen hemmt, die für den Aufbau des Lungengewebes zuständig sind, können das Lungengerüst und die Lungenbläschen des Ungeborenen nicht richtig ausgebildet werden.

Dadurch kann es im Kindesalter zu einer Asthmaerkrankung und vermehrtem Auftreten von Virusinfektionen der unteren Atemwege kommen.

Ebenso erhöht sich bei Kindern, die im Mutterleib Tabakrauch ausgesetzt waren, auch das Allergie- und das SIDS-Risiko (plötzlicher Kindstod).

Kaffee in der Schwangerschaft ist erlaubt, allerdings nur in kleinen Mengen

Eine werdende Mutter muss besonders auf ihre Ernährung achten, denn der Fötus wird durch das, was sie beim Essen aufnimmt, ebenfalls ernährt. Dieses Wissen ist weitgehend bekannt. Viele Frauen verzichten daher auch bewusst auf Alkohol und stellen das Rauchen ein. Doch wie sieht das eigentlich mit der morgendlichen Tasse Kaffee aus? Ist das Koffein schlecht für das Kind? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine aktuelle Studie.

In Brasilien untersuchte man zwei Gruppen von Frauen. In der ersten befanden sich 40 Probandinnen, die während ihrer Schwangerschaft jeden Tag Kaffee zu sich nahmen und zwar mindestens 300 mg Koffein. Das entspricht in etwa drei Tassen. Die Kontrollgruppe verzichtete auf Kaffee. Nun wartete man auf die Entbindung und beobachtete anschließend die Neugeborenen für insgesamt drei Monate. Tatsächlich zeigten sich dabei Abweichungen in den Gruppen. Hatten die Mütter Kaffee in der Schwangerschaft getrunken, so wachten die Kinder auffallend öfter auf. In Gruppe Eins waren es 22,5 Prozent und in Gruppe zwei nur 13,5 Prozent.

Tatsächlich kann Koffein im Körper des Kindes daran schuld sein. Das Problem ist, dass die Inhaltsstoffe des Kaffees über den Mutterkuchen transportiert werden können und so vom Fötus ebenfalls aufgenommen werden. Ob das den Schlaf des Kindes später stört, hängt jedoch auch von der Menge ab, die eine werdende Mutter zu sich nimmt. Der Rat der Wissenschaftler lautet daher derzeit: Kaffee an sich ist in der Schwangerschaft nicht vollkommen tabu, allerdings sollte man ganz genau auf die Menge achten. Mehr als zwei Tassen sollten es am Tag besser nicht werden.

Schwangere, die das Rauchen nicht aufgeben können, sollten Vitamin C einnehmen

Wie bei einer Studie der Oregon Health & Science University in Portland herausgefunden wurde, sollten Frauen, denen es nicht gelingt, während der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufzuhören, Vitamin C einnehmen. Auf diese Weise könnten sie ihr Baby vor schlimmeren Folgen bewahren.

Für die Untersuchung wurden 159 schwangere Frauen in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte bekam über einen Zeitraum von 22 Wochen täglich 500mg Vitamin C, die andere nur ein Placebo. Nachdem die Babys geboren und 48 Stunden auf der Welt waren, wurden deren Lungen untersucht. Es kam heraus, dass diejenigen Neugeborenen, deren Mütter die Vitamine zu sich genommen hatten, bei den Lungenfunktionstests deutlich besser abschnitten.

Dieses Ergebnis sollte Frauen das Rauchen während der Schwangerschaft jedoch nicht verharmlosen, denn auch trotz Vitamin C-Einnahme kann es bei dem Kind zu Asthma und möglichen Allergien kommen.

Diese Lebensmittel sind nichts für Schwangere

Rohes Hackfleisch in Glasschale, garniert mit Zwiebelringen und Basilikum
fleisch © Silvia Bogdanski - www.fotolia.de

Schwangere sollte aus Rücksicht auf ihr ungeborenes Baby tatsächlich auf einige Lebensmittel verzichten, wie die Apothekenzeitschrift "Baby und Familie" rät.

Ganz wichtig ist, dass Schwangere kein rohes Fleisch, rohen Fisch und Käse aus roher, nicht-pasteurisierter Milch verzehren, da diese Lebensmittel von gefährlichen Keimen befallen sein könnten. Auch kalt geräuchertes Fleisch und kalt geräucherter Fisch sind tabu. Vorsicht ist auch bei Lebensmitteln geboten, die einen sehr hohen Gehalt an Vitamin A, D und E haben.

Alkohol in der Schwangerschaft - Risiko für Nervenschäden beim Baby steigt

Während der Schwangerschaft sollte jede Frau besonders auf ihre Lebensweise achten. Nikotin und Alkohol sind tabu, da durch die Nabelschnur zu viele Schadstoffe an das Ungeborene weitergegeben werden können. Trotz dieses allgemeinen Wissens halten sich nicht alle werdenden Mütter an die Regeln. Besonders in Punkto Alkohol machen viele eine Ausnahme. Wie gefährlich das konkret werden kann, zeigt nun eine aktuelle Studie.

Untersucht wurden 10.000 Frauen, die ein Kind erwarteten. In einer Befragung gaben 101 an, dass sie trotz der Schwangerschaft nicht auf Alkohol verzichten würden. Genaueres Nachfragen ergab, dass im Schnitt 48 Gramm Alkohol am Tag konsumiert wurden. Das entspricht acht Gläsern Schnaps. Diese Frauen und 101 gesund lebende Schwangere wurden weiter betreut und die Kinder nach der Geburt eingehend untersucht. Die meisten Kinder, die noch im Mutterleib mit Alkohol in Kontakt kamen, sind rein äußerlich unversehrt. Sie sind vom Gewicht und von der Größe her normal, zeigen keine Schädelveränderungen und nur bei extremen Alkoholkonsum der Mutter gibt es Verkrüppelungen.

Doch dieser äußere Schein trübt. Die Forscher aus den USA zeigten, dass der Alkohol die Gefahr für Nervenschäden beim Baby steigen lässt. Besonders das zentrale Nervensystem wird in Mitleidenschaft gezogen. Bei den trinkenden Müttern hatten 44 Prozent der Kinder einen Nervenschaden, bei den gesunden Müttern waren es nur 14 Prozent. Später zeigten die Kinder der ersten Gruppe Verzögerungen beim Spracherwerb und Verhaltensstörungen.

Auch das körperliche Wachstum war bei den Alkohol-Kindern langsamer. 27 Prozent zeigten Entwicklungsverzögerungen. Bei den gesunden Kindern war das nur in 14 Prozent der Fälle so.

Kein Rohmilchkäse für Schwangere

Runder ganzer Käse auf Holzbrett, eine Ecke rausgeschnitten
camembert cheese © Tomo Jesenicnik - www.fotolia.de

Schwangere Frauen sollten bei Käse darauf achten, ob er aus Rohmilch hergestellt wurde. Darauf weist Christian Albring, Frauenarzt vom Netzwerk Gesund ins Leben, hin.

In Produkten, die auf roher Milch basieren, sind eventuell sogenannte Listerien enthalten. Das sind Keime, die das Kind im Mutterleib schädigen können. Zwar gehört eine Listeriose zu den seltenen Infektionen. Achtet jedoch die werdende Mutter darauf, den Bakterien aus dem Weg zu gehen, senkt sie noch einmal das Risiko zu erkranken.

Länger gereifter Käse, wie beispielsweise Emmentaler ist eher unbedenklich. Ebenfalls geeignet ist Käse, der aus wärmebehandelter Milch hergestellt wurde.

Alkohol in der Schwangerschaft kann sich auf den IQ des Ungeborenen negativ auswirken

Wie eine britische Studie zeigt, sollten Frauen während der Schwangerschaft: auf Alkohol verzichten, weil schon durch geringen Alkoholkonsum die Gehirnentwicklung und damit verbunden der IQ des Ungeborenen verringert werden kann. Aber dies ist auch genetisch unterschiedlich, so wird der Alkohol von der Leber einmal mehr oder weniger schnell abgebaut. Aber die meisten Gene werden erst nach der Geburt aktiviert.

Bei der Langzeit-Studie wurden 4.167 Kinder, die in den Jahren 1991 und 1992 geboren wurden, regelmäßig untersucht und befragt. Aber auch deren Mütter hatte man während der Schwangerschaft einmal in der 18. Woche und auch in der 32. Woche bezüglich des Alkoholkonsum befragt und zusätzlich wurden Blutproben der Mutter und dem Ungeborenen entnommen.

Als die Kinder acht Jahre alt waren, hat man einen Intelligenztest bei diesen Kindern durchgeführt, wobei als Endergebnis herauskam, dass auch ein geringer Alkoholkonsum während der Schwangerschaft sich auf den IQ des Kindes negativ auswirkt. Zu einem geringen Konsum zählen 1 bis 6 Einheiten Getränke pro Woche, wobei ein Glas Wein 1,5 Einheiten entspricht, bei einer Flasche Bier sind es zwei Einheiten.

So sollten Frauen während der Schwangerschaft zum geistigen Wohl ihres Kindes auf den Alkoholkonsum besser verzichten.

Kein Gläschen in Ehren: Schwangere sollten auf auch geringe Alkoholmengen verzichten

Obwohl schon lange bekannt ist, dass Alkohol in der Schwangerschaft schwere Schäden beim Kind auslösen kann, greift noch immer jede vierte schwangere Frau ab zu alkoholischen Getränken. Dabei handelte es sich vor allem um Frauen über 30 Jahre mit höherer Bildung. "Ein Gläschen Wein kann nicht schaden", wird häufig gedacht, doch schon eine geringe Menge Alkohol kann dem ungeborenen Kind dauerhafte Schäden zufügen.

Alkohol wirkt im menschlichen Körper wie ein Gift, das sämtliche Zellen schädigen kann. Gelangt das Gift über die Plazenta zum ungeborenen Kind, kann es schwere Schäden in den schnell wachsenden Zellen anrichten. So können beispielsweise die inneren Organe geschädigt werden, die in den ersten Monaten entstehen, und später das Gehirn. Auch äußerliche Fehlbildung sind häufig, zum Beispiel kurze Lidspalten oder eine schmale Oberlippe. Kinder, die im Mutterleib von Alkohol geschädigt wurden, müssen später häufig eine spezielle Förderschule besuchen, da ihre Gedächtnisleistung schlechter ist als die anderer Kinder und sie vieles wieder vergessen.

In Deutschland werden etwa 10.000 Kinder jährlich geboren, die unter einem oder mehreren Symptomen der Alkoholschädigung leiden. Viele von ihnen kommen zudem zu früh auf die Welt. Bei etwa 2000 bis 4000 Kindern wird sogar vom fetalen Alkoholsyndrom (FAS) gesprochen, bei dem mehrere Merkmale zusammen kommen.

Trotz aller Warnungen: Viele Frauen trinken während der Schwangerschaft Alkohol

Nahaufnahme Babybauch, Schwangere hält Glas Bier in der Hand
Young pregnant woman holding glass of beer © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

Obwohl seit Jahren Aufklärungskampagnen zum Fetalen Alkoholsyndrom in ganz Europa geführt werden, greifen noch immer viele Frauen während der Schwangerschaft zu alkoholischen Getränken. Dies ergab eine Umfrage in Norwegen unter mehr als 66.000 schwangeren Frauen und ihren Partnern. Demnach tranken 16% der Frauen während des ersten Trimesters geringe oder mäßige Mengen Alkohol, 12% sogar "exzessive Mengen" von fünf Gläsern pro Monat oder mehr. Auch im zweiten Trimester konsumieren noch 10% "mäßig" und 0,5% "exzessiv" Alkohol.

Die Gründe für den Griff zum Alkohol

Als häufigster Grund für den Alkoholkonsum werden negative Emotionen genannt, darunter Depressionen, Ängsten und eine höhere Stressanfälligkeit. Je positiver die Grundeinstellung der Frau zu ihrer Schwangerschaft ist, umso geringer ist die Gefahr, dass sie während ihrer Schwangerschaft zu alkoholischen Getränken greift. Auch die Trinkgewohnheiten des Partners, das eigene Trinkverhalten vor der Schwangerschaft und ein niedriges Einkommen spielen eine Rolle.

Die Forscher wollen nun weitere Untersuchungen anstellen, warum die Frauen trotz aller Warnungen weiterhin Alkohol trinken, wenn sie schwanger sind. Seit Jahren machen Mediziner darauf aufmerksam, dass Alkoholkonsum während der Schwangerschaft zu Frühgeburten, Missbildungen und Verhaltensstörungen beim Kind führen kann, dem sogenannten Fetalen Alkoholsyndrom.

Hin und wieder ein Glas Bitter Lemon in der Schwangerschaft ist nicht schädlich

Schwangere Frau in blauem Top hält sich den Bauch mit beiden Händen
Pregnant belly © Olivier - www.fotolia.de

Chinin in normalen Mengen ist in der Schwangerschaft unbedenklich. Wenn eine schwangere Frau hin und wieder Appetit auf ein Bitter Lemon oder Tonic Water verspürt, so darf sie ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, diesem Drang nachgehen.

Chinin - Bitterstoff aus dem Chinarindenbaum

Chinin ist der typische Bitterstoff, welcher aus der Rinde des Chinabaums gewonnen wird. Er verleiht jenen Getränken den bitteren Charakter. Weder auf das Ungeborene noch auf die Schwangerschaft selber nimmt Chinin einen negativen Einfluss.

Bislang ist nur ein Fall bekannt, in dem es beim Embryo zu Fehlbildungen aufgrund einer Chininvergiftung kam. Hier wurde allerdings wissentlich eine Überdosis des Stoffes zu sich genommen.

Chinin wird des Weiteren in der Medizin verwendet. Unter anderem ist es ein Bestandteil bei einigen Schmerzmitteln und zum anderen kommt es bei Wadenkrämpfen zum Einsatz. Darüber hinaus wird es zur Bekämpfung von Malaria eingesetzt, wenn der Patient auf keine anderen Medikamente anspricht.

Ein Liter Bitterlimonade führte zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen

Ein kurioser Fall belegt, dass eine Frau während der Schwangerschaft täglich rund einen Liter Bitterlimonade zu sich nahm. Beim Neugeborenen wurden nach der Geburt lediglich über einen kurzen Zeitraum Entzugserscheinungen festgestellt, jedoch keine bedenklichen Fehlbildungen.

Rauchende Mütter bringen häufiger Kinder mit Herzfehlern zur Welt

Schwangere Frau mit Zigarette und Alkohol in den Händen
careless pregnancy © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

Längst ist bekannt, dass Rauchen in der Schwangerschaft zu schweren gesundheitlichen Schäden beim ungeborenen Kind führen kann. Nun fügten Forscher den bereits vorhandenen Warnungen eine weitere hinzu, denn Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchen, kommen häufiger mit einem Herzfehler zur Welt. Dies ergab eine Untersuchung am Seattle Children's Hospital, für die die Daten von 14.128 Kindern analysiert wurden, die zwischen 1989 und 2011 mit einem Herzfehler geboren wurden. Als Vergleichsgruppe dienten die Daten von 62.274 gesund geborenen Kindern.

Fehlbildungen entstehen häufig im ersten Trimester der Schwangerschaft

Demnach besaßen Kinder von Raucherinnen ingesamt ein um 19 Prozent erhöhtes Risiko, mit einem Herzfehler auf die Welt zu kommen. Schon bei nur 1 bis 10 Zigaretten pro Tag zeigte sich das höhere Risiko, das mit zunehmendem Zigarettenkonsum weiter anstieg. Auch das Alter der Mutter spielte eine Rolle, denn bei schwangeren Frauen über 35 Jahre war das Risiko noch weiter erhöht.

Problematisch ist dabei nach Anischt der Ärzte, dass viele Fehlbildungen beim Embryo schon im ersten Trimester der Schwangerschaft entstehen - zu einem Zeitpunkt, an dem viele Frauen noch gar nicht gemerkt haben, dass sie ein Kind erwarten und somit das Rauchen noch nicht bewusst zugunsten des Kindes eingestellt haben. Rein rechnerisch könnte das Rauchen in der Schwangerschaft etwa 1-2% aller Herzfehler verursachen.

Kein Plastikgeschirr für Schwangere: Den ungeborenen Kindern droht Asthma

Weichmacherbelastung in der Schwangerschaft erhöht das Asthmarisiko der Ungeborenen

Lunchbox mit Baguette, Apfel, Becher mit Milch
Healthy lunch box © Ivonne Wierink - www.fotolia.de

Frauen sollten während der Schwangerschaft so weit wie möglich auf die Benutzung von Plastik im Zusammenhang mit Lebensmittel verzichten. Dazu gehört beispielsweise die Aufbewahrung von Nahrung in Kunststoffbehältern und die Nutzung von Plastikgeschirr.

Experten der Deutschen Lungenstiftung weisen darauf hin, dass in derartigen Kunststoffen gefährliche Weichmacher aus der Gruppe der Phtalate enthalten sind, die das Asthmarisiko von Kindern erhöhen.

Weichmacher begünstigen das Auftreten von Asthma

Eine aktuelle Studie mit 300 Schwangeren untersuchte die Belastung durch die beiden Weichmacher-Typen BBP und DBP indem mehrfach Urinproben ausgewertet wurde. Außerdem wurde die Entwicklung von Asthmadiagnosen bei den Kindern über mehrere Jahre hinweg verfolgt.

Das Ergebnis: Die Kinder von Müttern, bei denen einen höhere Phtalat-Konzentration festgestellt worden war, erkrankten weit häufiger an Asthma als andere Kinder.

Phtalate weit verbreitet

Phtalate kommen nicht nur in Kunststoffbehältern und Plastikgeschirr vor, sondern auch in parfümierten Kosmetikprodukten, warnen die Forscher weiter. Während der Schwangerschaft sollte daher auf alle Produkte mit künstlichen Duftstoffen verzichtet werden, darunter Raumdüfte, parfümierte Seifen und ähnliches.

Essen für zwei?

Früher hieß es, eine Schwangere solle für zwei essen. Dies ist jedoch zumindest in Bezug auf die Essensmenge völliger Quatsch.

Keine schwangere Frau soll die doppelten Portionen essen. Aber sie soll Vitamine und Nährstoffe für sich und das Baby essen.

Natürlich isst jede Schwangere für Zwei: für sich selbst und das ungeborene Baby. Dennoch werden nicht die doppelten Kalorien benötigt, um das Baby ausreichend zu ernähren.

Eine schwangere Frau benötigt nur etwa 250 Kalorien mehr als eine Frau, die nicht schwanger ist. Anders ausgedrückt: Eine Schwangere darf zum Beispiel einen Apfel täglich mehr essen als vor der Schwangerschaft.

Essen für Zwei macht Schwangere dick

Die Rate der schwangeren Frauen, die während der Schwangerschaft regelrecht fettleibig werden, nimmt mittlerweile ein epidemieähnliches Ausmaß an. Die Problematik um die Essensmenge und was während der Schwangerschaft gegessen werden kann, ist nach wie vor von vielen Mythen geprägt.

Eine der stärksten Mythen hält sich in der Aussage: "Schwangere haben für Zwei zu essen." Vor dieser und anderen Mythen warnen die Gesundheitsexperten. Fast jede sechste Frau ist laut einer statistischen Erhebung zu Beginn der Schwangerschaft fettleibig.

Im Rahmen der Studie wurde ein Gewichtsmanagement eingeführt und die Gewichtstendenz vor, während und nach der Schwangerschaft beobachtet, festgehalten und ausgewertet. Etwa die Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter sind mit einem Bodymaß von 25 bis 29,9 übergewichtig oder mit einem BMI von 30 oder höher fettleibig.

Essen für 2 während der Schwangerschaft macht übergewichtig
Essen für 2 während der Schwangerschaft macht übergewichtig
Ein Leitfaden der Hebammenorganisation

In England wurde daraufhin von einer Hebammenorganisation ein Leitfaden für werdende Mütter herausgegeben. Der Leitfaden beschreibt die Bedeutung für das Erreichen und Einhalten eines gesunden Gewichts und definiert den BMI vor der Schwangerschaft, erklärt, wie das Gewicht zwischen zwei Schwangerschaften relativ gleichmäßig bleiben kann und warnt vor Crash-Diäten in der Schwangerschaftszeit. Des Weiteren betont der Leitfaden, dass es keine Notwendigkeit gibt "für Zwei zu essen" und Frauen stattdessen vernünftigen Essgewohnheiten folgen sollten, um unnötige Gewichtszunahmen zu vermeiden.

Er empfiehlt bei Frauen mit einem BMI von mehr als 25 eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Ernährung und den eigenen Essgewohnheiten. Während bei Frauen mit einem BMI größer als 30 eine Gewichtsreduktion vor der Schwangerschaft angestrebt werden sollte. Jene Frauen sollten nicht während der Schwangerschaft eine Diät anfangen, sondern im Vorfeld eine Beratung durch einen Diätassistenten machen, um weitere Gewichtszunahmen und damit verbundenen Risiken zu vermeiden.

Erhöhtes Risiko für zahlreiche Komplikationen

Professor Poston sagte, dass übergewichtige Frauen ein erhöhtes Risiko für fast jede während der Schwangerschaft mögliche Komplikation aufweisen. Dazu gehören unter anderem:

In pränatalen Kliniken gab es einen "exponentiellen Anstieg" an Fettleibigkeit unter den Patienten.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass fettleibige Frauen eher zu einer schwierigeren, kaiserschnittbedingenden Schwangerschaft neigen. Postpartale Blutungen sind unter den Voraussetzungen ebenfalls bekannt.

Geburten von übergewichtigen Frauen brachten meist Risiken mit sich, wie:

  • Totgeburten
  • angeborene Anomalien
  • eine erhöhte Wahrscheinlichkeit an Übergewichtigkeit im Kindesalter zu leiden

Übergewicht kann zudem zu Problemen beim Stillen führen.

Fazit

Die Schwangerschaft ist auf keinen Fall die geeignete Zeit, um eine Diät zu machen oder anderweitig Gewicht zu verlieren. Genauso wenig ist es wünschenswert dem Mythos "für Zwei zu essen" zu frönen.

Wer kennt nicht die Fotos vieler prominenter Jung-Mütter, die bereits kurz nach der Entbindung wieder in einem knappen Outfit durch den Alltag einer Mutter gehen.

Diese Aussagen sind eher entmutigend und alles andere als förderlich. Dennoch sind diese Aussagen letztlich der Grund für einige Frauen gewesen, sich mit dem Thema Gewicht vor, während und nach der Geburt auseinanderzusetzen.

Eine Tendenz, die es zu stärken gilt, um die Mythen durch Tatsachen und hilfreichen Empfehlungen für werdende Mütter zu ersetzen und für mehr Klarheit, einen entspannteren Schwangerschaftsverlauf und letztlich glückliche und gesunde Mütter und Neugeborene zu sorgen.

Wenn Mütter während der Schwangerschaft zu fett essen, neigen die Kinder zum Übergewicht

Achten Schwangere nicht auf eine gesunde Ernährung, besteht große Gefahr, dass das Kind dick wird

Schwangere Frau liegt auf Bett und isst Salat
Pregnant woman in bed eating salad © anna - www.fotolia.de

Wenn eine Mutter während der Schwangerschaft zu viel fettreiche Nahrung zu sich nimmt oder sich überhaupt zu üppig ernährt, so ist oftmals ein Übergewicht bei den Kindern und später bei den Erwachsenen die Folge. Amerikanische Forscher haben dies bei Versuchen an Ratten festgestellt.

Vermehrte Triglyceride lösen Hunger aus

Dabei fand man bei dem Nachwuchs von überfütterten Tieren mehr Triglyceride, die Hauptbestandteil der Fette und Öle sind, im Blut. Bei übergewichtigen Menschen findet man auch häufig einen erhöhten Triglycerin-Spiegel im Blut.

Dadurch wird das Gehirn zum Aufbau spezialisierter Zellen angeregt, und es kommt zur Bildung von appetitanregenden Botenstoffen. Dies zeigte sich auch bei den Versuchen mit den Ratten, so dass diese mehr fraßen und ein höheres Gewicht bekamen, als die Tiere der anderen Gruppe.

Man glaubt, dass diese Studie auch auf den Menschen übertragbar sei. Leider ist aber so, dass übergewichtige Mädchen auch später bei einer Schwangerschaft ihre üppige Ernährung beibehalten, so dass dann auch der Nachwuchs wieder übergewichtig wird.

Deshalb sollten Schwangere auf eine ausgewogene Ernährung mit wenig Fett achten und am besten mit ihrem Arzt darüber sprechen.

Für zwei essen in der Schwangerschaft muss nicht sein

Junge Schwangere liegt auf Couch, vor ihr Frünstück auf dem Tisch
Pregnant young brunette lying on a bed before breakfast © Alexey Kuznetsov - www.fotolia.de

Schwangeren wurde einst geraten, für zwei zu essen. Dass das nicht nötig und auch nicht gesund ist, bestätigt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

So genügt es, in einer Schwangerschaft maximal 300 Kalorien pro Tag zusätzlich zur normalen Aufnahme zu sich zunehmen. Ernährt man sich tatsächlich "doppelt", dann kann eine starke Zunahme des Gewichtes die Folge sein, die wiederum bei dem Baby zu einem erhöhten Geburtsgewicht führen kann.

Auch für das spätere Leben des Kindes kann sich das doppelte Essen negativ auswirken. Diabetes mellitus Typ 2 und ein Übergewicht können bereits in der Schwangerschaft als Grundstock im Kind angelegt werden. Eine Orientierung für die Gewichtszunahme einer Schwangeren kann der BMI (Body Mass Index) sein. Zwischen 7 und 18kg bis zum Geburtstermin für untergewichtige oder auch normal gewichtige Frauen seien empfehlenswert, dagegen sollten stark übergewichtige Frauen am besten nur bis zu 6kg zunehmen.

Viele Frauen haben Angst, durch eine Schwangerschaft ihre Figur nicht mehr in den Griff zu bekommen

Schwangerschaftsstreifen, Fettpölsterchen, Hängebusen: Viele Frauen haben Angst, nach einer Schwangerschaft könnte ihr Körper nie wieder so aussehen wie zuvor.

Eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.150 Befragten ab 14 Jahren, darunter 1.109 Frauen im Auftrag des Apothekenmagazins „BABY und Familie“ ergab, dass mehr als ein Viertel der deutschen Frauen (26,2 %) glauben, nach einer Geburt bekomme man sein Gewicht nicht wieder in den Griff. Knapp ein Drittel (30,1 %) fürchtet zudem, durch das Stillen ihres Babys einen Hängebusen zu bekommen. Jede zehnte Frau (9,5 %) glaubt sogar, ein Mädchen raube ihnen gleich die ganze Schönheit.

Sportliche Schwangere haben weniger Gewichtsprobleme nach der Geburt

Junge schwangere Frau sitzt im Schneidersitz
pregnant woman sitiing in lotus pose © chesterF - www.fotolia.de

Schwangere Frauen müssen im wahrsten Sinne des Wortes für zwei essen - viele verlieren da schnell das Maß. Wer jedoch körperlich fit ist und auch während der Schwangerschaft ein moderates Sportprogramm - etwa in Form von Schwimmtraining oder Nordic Walking - absolviert, der hat gute Chancen sein Ausgangsgewicht wieder zu erreichen. Dazu ist natürlich viel Disziplin nötig.

Regelmäßiger Sport kann jedoch auch vor schwerwiegenden Komplikationen schützen. Frauen mit einem Ausgangsgewicht im Normalbereich und einer guten Fitness laufen weniger Gefahr, eine Fehlgeburt zu erleiden. Auch Schwangerschaftsdiabetes tritt seltener auf. Aktive Frauen erleiden zudem weniger häufig eine sogenannte Präeklampsie. Dabei lagert sich Wasser im Gewebe ein, der Blutdruck ist erhöht und es kann Eiweiß im Urin auftreten.

Mütter, die während der Schwangerschaft stark zunehmen, bekommen dickere Kinder

Eine amerikanische Studie deckte einen Zusammenhang zwischen der Gewichtszunahme der Mütter während der Schwangerschaft und einem höheren Geburtsgewicht ihrer Kinder auf. Mütter, die während ihrer Schwangerschaft über 24 Kilo zunahmen, gebaren durchschnittlich um 150 Gramm schwerere Kinder.

Auch das Risiko für Kinder mit zunehmendem Alter an Übergewicht zu erkranken, war bei den Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft stark zugenommen hatten wesentlich höher.

Schwanger - Auf keinen Fall für Zwei essen

Das Risiko für Übergewicht ungeborener Kinder wird durch das Essverhalten Schwangerer beeinflusst

Schwangere Frau belegt Pizza mit Bananenscheiben
pregnant mum to be © Violetstar - www.fotolia.de

Die Zeiten, in denen Schwangere für Zwei essen sollten, sind vorbei. Neue Untersuchungen des Kompetenznetzes Adipositas belegen, dass Fettzellen bereits im Mutterleib angelegt werden. Darum beginnt die Gesundheitsfürsorge gegen späteres, krankhaftes Übergewicht schon sehr früh.

Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der TU München und Sprecher des Kompetenznetzes Adipositas weist darauf hin, dass das Ungeborene einer üppig futternden Mutter ebenfalls zunimmt. Dabei kommt es nicht darauf an, welche Figur die Schwangere ursprünglich hat. Ausschlaggebend ist der Faktor der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft.

Prävention gegen zu starke Gewichtszunahme während der Schwangerschaft

Legt eine werdende Mutter zuviel Pfunde zu, steigt die Gefahr für das Kind, später stark übergewichtig zu werden, um ganze 20 Prozent an. Sinnvoll wäre es, wenn werdende Mütter eine Ernährungsberatung erhielten, um einer starken Zunahme vorzubeugen. Jedoch sind weder Ärzte noch Hebammen dafür geschult. Eine solche unterstützende Beratung ist außerdem nicht im Honorarkatalog der Krankenkassen vorgesehen.

Weiß man jedoch, dass 46 Prozent der schwangeren Frauen mehr zunehmen, als ratsam ist, wäre eine solche Prophylaxe dringend angeraten. Finanziell wäre, nach Angaben der Ernährungsexperten, dies auch für die Krankenkassen lukrativ.

Augenblicklich werden die Folgekosten von Adipositas verursachten Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Stoffwechselstörungen auf 17 Milliarden Euro alleine in Deutschland beziffert. Präventionsmaßnahmen könnten diese Kosten drastisch senken.

Eine Schwangere benötigt gerade einmal 250 Kalorien mehr am Tag

Immer wieder hören werdende Mütter, dass sie nun doppelt so viel essen müssen. Dass diese Aussage längst nicht mehr zeitgemäß ist, sollten die meisten inzwischen wissen. In der Schwangerschaft steigt der Mehrbedarf an Kalorien gerade einmal um 250 Kilokalorien pro Tag. Umgerechnet ist das ein Apfel oder ein Becher Joghurt mit 200g.

Auf Qualität statt Quantität der Nahrung ist zu achten

Viel mehr sollten Schwangere darauf achten, was sie essen. Nicht Quantität, sondern Qualität ist nun gefragt. Auf dem Speiseplan sollten viel frisches Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und reichlich Wasser stehen. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist das beste, was eine werdende Mutter für die Entwicklung ihres noch ungeborenen Kindes tun kann.

Wer in der Schwangerschaft zu viel isst und stark zunimmt, riskiert nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch ein drohendes Übergewicht bei seinem Kind. Wie eine Studie belegt, leiden rund 13 Prozent der Kinder an Übergewicht, wenn deren Mutter in der Schwangerschaft zu viele Kilos auf die Waage gebracht hat.

Ernährungsleitfaden für werdende Mütter in England

Das Phänomen übergewichtiger Mütter scheint vor allem in England ausgeprägt zu sein, weshalb sich die dortige Hebammen-Organisation dazu entschloss, einen Ernährungsleitfaden für werdende Mütter herauszugeben.

Der Leitfaden beschreibt die Bedeutung eines gesunden Gewichts. Er erklärt, wie das Gewicht zwischen zwei Schwangerschaften relativ gleichmäßig bleiben kann und warnt vor Crash-Diäten während der Schwangerschaft.

Des Weiteren betont der Leitfaden, dass es keine Notwendigkeit gibt "für zwei zu essen" und Frauen stattdessen vernünftigen Essgewohnheiten folgen sollten, um unnötige Gewichtszunahmen zu vermeiden.

Risiken von Übergewicht während der Schwangerschaft

Mediziner weisen zudem daraufhin, dass übergewichtige Frauen ein erhöhtes Risiko für fast jede mögliche Komplikation aufweisen, die während der Schwangerschaft auftreten könnte. Dazu gehören unter anderem:

  • Präeklampsie
  • Gestationsdiabetes
  • Fehlgeburten
  • der Tod während der Geburt
Richtiges Verhalten bei einem BMI von 25 oder höher

Der Leitfaden empfiehlt Frauen mit einem BMI von mehr als 25 eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Ernährung und den eigenen Essgewohnheiten. Während bei Frauen mit einem BMI größer als 30 eine Gewichtsreduktion vor der Schwangerschaft angestrebt werden sollte.

Jene Frauen sollten nicht während der Schwangerschaft eine Diät anfangen, sondern im Vorfeld einen Ernährungsberater konsultieren, um weitere Gewichtszunahmen und damit verbundenen Risiken zu vermeiden.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass fettleibige Frauen eher zu einer schwierigeren, einen Kaiserschnitt erzwingenden Geburt neigen.

Übergewichtige Frauen sollten vor einer Schwangerschaft abnehmen

Gewichtsreduktion erleichtert Empfängnis sowie Schwangerschaftsvorsorge

Schwangere Frau mit dickem Babybauch in weißer Kleidung vor einem schwarzen Hintergrund
What's best for your baby? © Ljupco Smokovski - www.fotolia.de

Gynäkologen raten Frauen bei einem Kinderwunsch und einem bestehenden Übergewicht, dieses vor einer Schwangerschaft zu reduzieren. Die Gründe für diese Empfehlung sind einerseits eine leichtere Empfängnis, da ein sehr hohes Übergewicht diese durchaus einschränken kann, sowie die besseren Untersuchungs- und Kontrollmöglichkeiten während den normalen Schwangerschaftsvorsorgeterminen.

Verfügt eine Frau über ein sehr starkes Übergewicht, kann es sogar vorkommen, dass aufgrund der vorhandenen Fettschicht eine Ultraschalluntersuchung nicht durchgeführt werden kann, weil die Fettschicht wie eine undurchdringbare Mauer aufzeigt. Ein weiter wichtiger Punkt ist zudem, dass durch die Essgewohnheiten einer Frau mit Adipositas auch das Ungeborene negativ prägen und zusätzlich das Geburtsgewicht deutlich ansteigen kann.

In der Schwangerschaft plötzlich anfangen abzunehmen ist allerdings nicht ratsam, da bei hohen Gewichtsverlusten Schadstoffe auf das Kind übergehen können. Um all diesen Risiken möglichst aus dem Weg gehen zu können, sollte deshalb bei einem Kinderwunsch zuvor das Gewicht reduzieren und sich ruhig die Unterstützung bei ihrem Gynäkologen oder Hausarzt einholen.

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    pregnant lady © memo - www.fotolia.de

    Keine Überraschungen ergab die neue "PEPO"-Studie des Kompetenznetzes Adipositas in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern in Bayern: Mütter, die während der Schwangerschaft stark an Gewicht zulegen, bringen schwerere Kinder zur Welt, die ein größeres Risiko für späteres Übergewicht tragen. Und die Zahl dieser Frauen nimmt stetig zu. Insgesamt wurden für die "Perinatale Prävention der kindlichen Adipositas" (PEPO)-Studie Daten von 6837 Kindern zwischen fünf und sechs Jahren analysiert.

    Die Studie ergab, dass 53,6% der Mütter die gesunde Gewichtsobergrenze während der Schwangerschaft überschritten hatten. 17% der Kinder dieser übergewichtigen Mütter wiesen zum Zeitpunkt der Einschulung bereits einen erhöhten Taillenumfang auf, 13% sogar Übergewicht. Die Forscher vermuten, dass diese Kinder bereits im Mutterleib zu viele Nährstoffe erhalten und ihr Körper daher auf Übergewicht programmiert wird.

    Achten die Mütter jedoch während der Schwangerschaft schon auf ihr Gewicht oder gelingt ihnen sogar eine Gewichtsreduzierung im dritten Trimester, können auch die Kinder vor Übergewicht bewahrt werden. Sie sollten verstärkt darauf achten, dass der Mehrbedarf an Energie bei lediglich 250 Kalorien täglich liegt - dies entspricht einem Becher Joghurt. Dass schwangere Frauen "für zwei" essen müssen, ist zwar ein beliebter Volksglaube, führt jedoch nur zu Übergewicht.

    Ob ein Kind später einmal an Übergewicht leiden wird, hängt auch vom Gewicht der Mutter ab

    Das Gewicht der Mutter während der Schwangerschaft hat laut einer US-Studie einen wesentlichen Einfluss darauf, ob das Kind im späteren Leben einmal an Übergewicht leiden wird. Nehmen werdenden Mütter zu viel an Gewicht zu oder auch zu wenig, dann steigt das Risiko der Kinder um bis zu 20 Prozent, später einmal übergewichtig zu sein.

    Demnach sind sich die Forscher einig, dass sowohl zu wenig als auch zu viel Gewicht in der Schwangerschaft einen Einfluss auf die Entwicklung des Stoffwechsels der Kinder hat. Kinder, deren Mütter währen der Schwangerschaft mit dem Gewicht im empfohlenen Bereich lagen, wurden nur um 14 Prozent übergewichtig.

    Für die Studie wurden die Daten von 4.000 Frauen und das Gewicht der Kinder einmal im Alter von zwei und einmal von fünf Jahren herangezogen. Laut der Richtlinien sollten normalgewichtige Frauen mit einem BMI zwischen 18 und 25 eine Gewichtszunahme zwischen 11 und 16 Kilo während der Schwangerschaft nicht überschreiten.

    Eine Crash-Diät zu machen, ist ebenfalls der falsche Weg

    Die Schwangerschaft ist jedoch auf keinen Fall die geeignete Zeit, um eine Diät zu machen oder anderweitig Gewicht zu verlieren. Wer kennt nicht die Fotos vieler prominenter Jung-Mütter, die bereits kurz nach der Entbindung wieder in einem engen Outfit durch den Alltag einer Mutter schlendern? Solche Bilder sind eher entmutigend und alles andere als förderlich.

    Dennoch sind sie letztlich der Grund für viele Frauen gewesen, sich mit dem Thema Gewicht vor, während und nach der Geburt auseinanderzusetzen. Eine Tendenz, die es zu stärken gilt, um die Mythen durch Tatsachen und hilfreichen Empfehlungen für werdende Mütter zu ersetzen und für mehr glückliche Mütter und gesunde Neugeborene zu sorgen.

    Auf den folgenden Seiten gehen wir genauer auf die unterschiedlichen Bestandteile der Ernährung während der Schwangerschaft ein.

    Weitere Gefahren in der Schwangerschaft

    In der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhören und das Risiko einer Fehl- und Frühgeburt senken

    Rauchen schadet ungeborenem Kind noch mehr als der Mutter - selbst spätes Aufhören schützt das Kind

    Schwangere Frau mit Zigarette und Alkohol in den Händen
    careless pregnancy © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

    Tabakkonsum ist an und für sich nicht gerade der Gesundheit zuträglich, doch es gibt Situationen im Leben wo das Rauchen ein doppelt so hohes Risiko beinhaltet: die Schwangerschaft.

    Rauchen in der Schwangerschaft kann sowohl zu Wachstumsstörungen als auch zu einer Frühgeburt führen und belastet das Baby bei jedem Zug an der Zigarette um ein Vielfaches dessen, wie es bei der werdenden Mutter bereits der Fall ist. Trotzdem hören zahlreiche Frauen nicht mit dem Rauchen auf.

    Plötzliches Aufhören löst Entzugserscheinungen beim Kind aus

    Auch wenn es nicht leicht fällt dem Nikotin zu entsagen, lohnt es sich mit dem Rauchen selbst in der Schwangerschaft noch aufzuhören, allerdings sollte man das nicht von jetzt auf gleich tun, sondern Tag für Tag reduzieren, da es sonst beim Baby zu Entzugserscheinungen kommt.

    Übrigens letzteres ist oft auch der Grund, weshalb Neugeborene in den ersten Tagen nach der Geburt viel schreien und deutlich unruhiger sind als Babys von Nichtraucherinnen. Noch ein Grund mehr, in der Schwangerschaft den Griff nach dem Glimmstängel lieber zu unterlassen.

    Keine Sonnenbäder während der Schwangerschaft

    Junge blonde Frau in Bikini mit Strandhut am Strand vor Meer trägt sich Sonnencreme o Sonnenschutz auf Arm auf
    Young woman applying sun protection product © Monkey Business - www.fotolia.de

    So schön der Sommer auch ist und so verlockend die Sonne uns zu einem ausgiebigen Sonnenbad einlädt - gerade Schwangere sollten dies dringend vermeiden, da derartige Sonnenbäder der werdenden Mutter und ihrem ungeborenen Kind schaden können.

    Zwar ist für das Baby die UV-Strahlung nicht direkt gefährlich, sondern vielmehr eine möglicherweise zu starke Erwärmung des mütterlichen Körpers. Wichtig ist, dass sich ihr Körper nicht für längere Zeit auf mehr als 39 Grad Celsius erwärmt, da ansonsten ihr Organismus und damit verbunden auch das Kind zu sehr belastet werden.

    Jede Zigarette in der Schwangerschaft schadet dem Baby

    Zigarettenkonsum während der Schwangerschaft schädigt die Entwicklung des ungeborenen Babys

    Nahaufnahme Zigarette liegt auf Feuerzeug
    Zigarette & Feuerzeug © PhotographyByMK - www.fotolia.de

    Viele Raucherinnen, die sich gerade in einer Schwangerschaft befinden, bekommen oftmals zu hören, dass sie nun nicht mehr mit dem Rauchen aufhören sollten, da es dem Kind schaden würde. Nach Aussage des Berufsverbands der Frauenärzte, ist solch eine Aussage Unsinn, denn unter den Entzugserscheinungen leidet allenfalls die werdende Mutter und nicht das Ungeborene.

    Kohlenmonoxid in den Zigaretten

    Dass dieses allerdings durch jede einzelne weiterhin gerauchte Zigarette durchaus Schaden nehmen kann, ist dagegen keinerlei Unsinn, sondern eine Tatsache. Das Hauptproblem ist hierbei nicht das Nikotin oder der Teer in der Zigarette, vielmehr liegt die Gefahr im Kohlenmonoxid, das dem Ungeborenen einen doppelten Schlag verpasst.

    Einerseits besetzt dieses Gas die roten Blutkörperchen der Mutter, sodass diese kaum Sauerstoff aufnehmen können, was schlussendlich auch zu einem Mangel beim dem Kind führt. Anderseits lässt auch das Nikotin die Blutgefäße zusammenziehen und behindert den kargen Sauerstofftransport zusätzlich. Das Ergebnis ist eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen bei dem Ungeborenen, das durch die eigene Mutter regelrecht klein geraucht wird.

    Ein Reduzieren der täglich konsumierten Zigaretten ist zwar ein erster guter Weg, doch selbst zwei oder drei Zigaretten am Tag, können dem Baby schon Schaden zu fügen, weshalb man es als Schwangere lieber ganz sein lassen sollte.

    Mögliche Gefahren für das Baby während der Schwangerschaft

    Schwangere Frau liegt seitlich im Bett und schläft, linke Hand auf Bauch
    Pregnant woman lying in bed sleeping © Monkey Business - www.fotolia.de

    Immer wieder wurde darüber berichtet, dass invasive Untersuchungen während der Schwangerschaft zu möglichen Gefahren beim Embryo führen können. Um Schädigungen oder Krankheiten des Babys frühzeitig erkennen zu können, sollten sich Schwangere nach alternativen Möglichkeiten einer Untersuchung umsehen.

    Das Ersttrimesterscreening ist eine davon. Mittels einer Blutuntersuchung der Mutter oder durch eine Untersuchung der Nackentransparenz des Kindes via Ultraschall können Anomalien erkannt werden. Was weiterhin schädlich für das Ungeborene sein kann, ist das Rauchen, was weitesgehend bekannt sein sollte. Doch neue Studien aus Dänemark haben ergeben, dass die schädigende Wirkung von Nikotin weitaus schlimmer ist, als vielen bewusst ist.

    Es kann zu Fehl- oder Frühgeburten kommen, zudem können - wenn das Nikotin über die Nabelschnur den Fötus erreicht - Fehlbildungen auftreten, auch ist es möglich, dass das Baby an Asthma erkrankt. Weiterhin vermuten Experten, dass das Rauchen der werdenden Mütter, die einen Jungen bekommen, zur Unfruchtbarkeit ihres Kindes beitragen kann.

    Toxoplasmose-Gefahr - Schwangere sollten nicht mit Katzenkot in Berührung kommen

    Schwangere sollten keinen Kontakt zum Katzenkot haben um das Ungeborene vor Toxoplasmose zu schützen

    Rote Grafik eines Fetus in der Fruchtblase
    fetus ii © rgbspace - www.fotolia.de

    Ursula Jahn-Zöhrens ist eine Sprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e. V. Sie weist darauf hin, dass Schwangere nicht mit Katzenkot in Berührung kommen sollten. In diesem Kot kann sich der Parasit "Toxoplasma gondii" befinden. Dieser löst die Infektionskrankheit Toxoplasmose beim Menschen aus.

    Gefährdung von Ungeborenen

    Erwachsenen und Kindern macht diese Erkrankung nichts aus, sie ähnelt einer leichten Grippe und wird oft gar nicht bemerkt. Der Embryo im Körper der Schwangeren kann durch die Toxoplasmose jedoch gefärdet werden. Es kann zu Fehlgeburten und körperlichen, sowie geistigen Behinderungen kommen. Katzenbesitzerinnen sollten daher während der Schwangerschaft keine Katzenklos reinigen und im Garten bei der Arbeit stets Handschuhe tragen.

    Antikörpertest durchführen lassen

    Man kann für 25 Euro beim Arzt auch einen Antikörpertest machen. Damit kann herausgefunden werden, ob die Schwangere früher schon einmal Toxoplasmose hatte und dadurch schon immun ist und die Krankheit nicht mehr bekommen kann. Dieser Antikörpertest gehörte früher zum kostenlosen Standard-Programm der Schwangeren-Vorsorge, wurde aber inzwischen wegreformiert. Heute muss man ihn bezahlen, aber es gibt ihn natürlich noch.

    Zu hohe Magnetfeldbelastung durch Induktionsherde

    Wie eine aktuelle Studie aus der Schweiz vom dortigen Bundesamt für Gesundheit (BAG) zeigt, entstehen beim Kochen mit einem Induktionsherd zu hohe Magnetfeldbelastungen, die sich auch auf den Menschen auswirken und besonders schwangere Frauen ab dem siebten Monat sind dabei gefährdet.

    Bei einem Induktionsherd befinden sich unter dem Glaskeramikfeld Kupferspulen, die durch den Strom ein niederfrequentes elektromagnetisches Feld erzeugen. Dadurch wird der Boden des Kochtopfes erhitzt. Diese Methode ist äußerst sparsam beim Stromverbrauch, so dass auch immer mehr größere Betriebe diese Herde benutzen. Aber man kann nicht durch eine Änderung der Arbeitsweise der Köche diese Belastungen verhindern, doch bei der Herstellung der Herde ließen sich die Magnetfelder durch bessere Abschirmungen verringern.

    Vorsicht bei Tattoos, Piercings und Co. in der Schwangerschaft

    Piercings, Tattoos und gefärbte Haare - heutzutage ist es moderner denn je, etwas an seinem Körper zu verändern, wie zum Beispiel durch Schmuck oder permanente Farbe unter der Haut. Sowohl Frauen als auch Männer nehmen diesen Trend wahr. Doch spätestens wenn es zur Schwangerschaft kommt, sollte sich zumindest die Damenwelt darüber informieren, worauf sie in der kommenden Zeit besser verzichten sollte.

    Tattoos kann man natürlich nicht einfach so entfernen, jedoch ist es wichtig zu wissen, dass man sich auf keinen Fall ein neues stechen lassen sollte, wenn man schwanger ist. Ein seriöser Tätowierer wird seine Kundin jedoch danach fragen und eine werdende Mutter auf keinen Fall tätowieren.

    Auch auf neue Piercings sollte verzichtet werden und zudem wird dazu geraten, vorhandenen Schmuck heraus zu nehmen, da es während der Schwangerschaft schneller zu entzündlichen Reaktionen kommen kann - selbst auf Metalle, die vorher ohne Probleme vertragen worden sind.

    Beim Thema Haarefärben haben Mediziner bei seltenem Durchführen keine Bedenken, jedoch verzichten die meisten Schwangeren komplett darauf, was auf jeden Fall sicherer ist. Besonders die Substanzen chemischer Farben können in den Organismus und somit zu dem ungeborenen Baby gelangen und diesem schaden.

    Auch bei der Verwendung von künstlichen Fingernägeln gilt es, vorsichtig zu sein. Auf Acrylnägel sollte in jedem Fall verzichtet werden, wer nicht ohne kann, muss auf Gelnägel zurückgreifen.

    Pollenbelastungen in der Schwangerschaft vermeiden - Kinder haben sonst erhöhtes Asthmarisiko

    Grafik Pollenabwehr, Virenabwehr, Bakterienabwehr
    3d rendered illustration defending some pollen © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

    Für Schwangere dürfte die Untersuchung schwedischer Wissenschaftler von der Umea Universität interessant sein. Sie stellten fest, dass im letzten Schwangerschaftsdrittel der Embryo unter einer starken Pollenbelastung leidet. Sind Frauen vermehrt Pollen ausgesetzt, so finden sich ihre Babys oft in der Notfallaufnahme eines Krankenhauses wieder, wo sie wegen Asthma behandelt werden müsssen.

    Für die Untersuchung wurden 110.381 Stockholmer Kinder begutachtet. Sie wurden zwischen 1989 und 1996 geboren. Es wurden Daten aus dem ersten Lebensjahr im Krankenhaus erhoben und gleichzeitig mit der Pollenbelastung Stockholms im fraglichen Zeitraum verglichen. Tatsächlich waren 940 Babys vom Pollenflug betroffen und mussten in ihren ersten zwölf Lebensmonaten stationär wegen Asthma behandelt werden.

    Säuglinge, deren Mütter in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft einer erhöhten Pollenbelastung ausgesetzt waren, kamen über ein Drittel häufiger in die Notaufnahme als Babys ohne Pollenbelastung. Bei rauchenden Eltern kann die Pollenbelastung auch ein Schutzfaktor sein, allerdings nur am Anfang der Schwangerschaft.

    Erkrankungen in der Schwangerschaft

    Autoabgas-Belastung sollte bei Schwangeren nicht zu hoch sein

    Nahaufnahme Auto Auspuff mit Abgasen
    abgase noch und nöcher © Stefan Redel - www.fotolia.de

    Forscher der Columbia University in New York haben herausgefunden, dass ungeborene Kinder schon unter einer starken Autoabgas-Belastung ihrer Mütter leiden. Es könne zur Veränderung molekularer Markierungen auf der DNA kommen, die später wiederum zu asthmatischen Erkrankungen führen können.

    Wissenschaftler um Frederica Perera haben zuvor die Schadstoffbelastung von schwangeren Frauen aus Manhattan genauer unter die Lupe genommen. Außerdem untersuchten sie die weißen Blutkörperchen aus der Nabelschnur. Aufgrund der neuen Erkenntnisse hofft man nun, neue Methoden zur Früherkennung von Asthma-Erkrankungen zu schaffen.

    Der Umgang mit Chemotherapie-Mitteln ist für Schwangere gefährlich

    Eine Untersuchung in den USA hat ergeben, dass Schwangere, die beruflich mit Chemotherapeutika zu tun haben, weitaus häufiger Gefahr laufen, ihr Kind zu verlieren, als andere. Bei Fehlgeburten vor der 20. Schwangerschaftswoche war das Risiko doppelt so hoch. Besonders die Mittel Cyclophosphamid oder Fluorouracil schienen extrem bedenklich. Auch Desinfektionsmittel hatten Auswirkungen auf die Schwangerschaft. Beim beruflichen Umgang mit verschiedenen dieser Substanzen, gab es erhöhte Abgänge in der 12 bis 20 Woche.

    Im Unterschied zu den USA ist es in Deutschland verboten, Schwangere mit "Krebs erzeugenden, Frucht schädigenden oder Erbgut verändernden Gefahrstoffen" arbeiten zu lassen. Auch die erlaubte Strahlendosis beim Röntgen ist weitaus geringer als in Amerika.

    Höheres Risiko für Bluthochdruck bei Schwangeren durch die Einnahme von Antidepressiva

    Arzneimittel - Pillenpackungen mit blauen, roten, gelben, grünen und weißen Pillen
    different pills isolated on white background © Evgeny Rannev - www.fotolia.de

    Wie eine kanadische Studie zeigt, kann durch die Einnahme von Antidepressiva, den sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), während einer Schwangerschaft das Risiko für Bluthochdruck erhöht werden. Dadurch kann einmal die Gesundheit der Mutter, aber auch die des Ungeborenen gefährdet werden. Je nach dem Schweregrad kann es dann zu einer Frühgeburt kommen.

    Während einer Schwangerschaft kann es bei 20 Prozent der betroffenen Frauen zu Depressionen kommen, so dass dann auch die Antidepressiva vom Arzt verordnet werden. Doch sollte während der Zeit der Einnahme der Blutdruck der Patientinnen regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden.

    Aber die Einnahme der verordneten Medikamente kann man nicht ohne Weiteres einfach absetzen, denn dann muss man ein höheres Risiko einer Depression wieder einkalkulieren, so dass auf jeden Fall der Arzt mit den betroffenen Frauen dies absprechen sollte.

    Asthmamedikamente sind in der Schwangerschaft bei Einnahme nach Vorschrift sicher

    Junge Frau benutzt Asthma-Inhalator
    Teenage girl using inhaler outdoors © nadger - www.fotolia.de

    Asthmatiker müssen ihre Symptome in der Regel mit Medikamenten mildern. Während einer Schwangerschaft fragen sich viele Frauen jedoch, ob diese Herangehensweise dem Baby eventuell schaden könnte. Die Medikamente abzusetzen ist dabei der erste Instinkt, kann sich jedoch mitunter als genau der falsche Weg erweisen.

    Professor Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung in Hannover rät Schwangeren, die Behandlung ihres Asthmas wie gewohnt weiterzuführen, diese jedoch mit dem behandelnden Arzt sehr engmaschig zu überwachen. Setzt man die Asthma-Medikamente ab oder reduziert sie stark, kann es zu einer Absenkung des Sauerstoffgehalts im Blut der Mutter kommen. Dies kann im schlimmsten Fall Missbildungen des Kindes oder gar eine Fehlgeburt zur Folge haben. Durch eine Schwangerschaft stellen sich zudem die Hormone um, es kann zu stärkeren Anfällen kommen. Wer dann auch noch seine üblichen Medikamente absetzt, muss unter Umständen mit Notfallmedikamenten behandelt werden, die dem Kind sehr viel mehr schaden können.

    Die heutzutage auf dem Markt erhältlichen Arzneien gegen Asthma seien insgesamt auch in der Schwangerschaft sicher, so Morr. Wichtig sei jedoch, dass man die Einnahme strikt laut Vorschrift durchführt.

    Cytomegalie-Virus - infizieren sich Schwangere, drohen für das Kind Behinderungen

    Kaum jemand kennt das Cytomegalie-Virus, dabei ist dieser Erreger extrem gefährlich. Cytomegalie gehört zu den Herpes-Viren, allerdings äußert er sich nicht durch nervende aber im Grunde harmlose Bläschen an den Lippen. Besonders Schwangere sollten am besten nicht mit dem Erreger in Kontakt kommen, denn das kann zu Entstellungen des Ungeborenen führen.

    Tatsache ist, dass eine Infektion mit diesem Virus ungefähr 1.500 Schwangere pro Jahr trifft. Gut 40 Prozent der Frauen geben den Virus an das ungeborene Kind weiter, das aufgrund der Infektion dann körperlich und auch geistig behindert sein kann. Die geistige Beeinträchtigung tritt auf, wenn der Virus auch das Hirnwasser erreicht und sich dort ausbreitet. In jedem betroffenen Organ kann es zu schweren Entzündungen kommen, die teilweise auch zum Tod von Kindern führen können.

    Die Ausprägungen können aber verschieden stark sein und es können auch nur einzelne Organe infiziert werden. So kann eine leichte Hörstörung ebenso zum Krankheitsbild werden wie eine Querschnittslähmung. Circa 40 Kinder sterben jedes Jahr aufgrund einer zu schweren Behinderung.

    Übertragen wird der Cytomegalie-Virus über Sperma, Blut, Urin und Speichel. Für gut 25 Euro kann man auf eigene Kosten auch einen Test durchführen lassen, der nach vorhandenen Viren im Blut sucht. Das Problem ist allerdings, dass es bisher keinen Impfstoff gibt, der dem Erreger zu Leibe rücken kann. Daher sollte jeder Frau dringend alles tun, um eine Infektion zu vermeiden.

    Wenn werdende Mütter schnarchen - das Symptom unbedingt ernst nehmen

    Schwangere Frau liegt seitlich schlafend und an ein Stillkissen geschmiegt im Bett
    Pregnant woman sleeping peacefully in the bedroom © ambrozinio - www.fotolia.de

    Viele Menschen schnarchen, was in erster Linie den Partner stört. Doch wenn eine schwangere Frau plötzlich mit den nächtlichen Atemgeräuschen auf sich sich aufmerksam macht, sollten die Partner alarmiert sein und mit ihr darüber reden. Es lohnt sich dann ein Gang zum Hausarzt.

    Was soll die Aufregung? Schnarchen kann bei Schwangeren mehr als nur ein harmloser Störfaktor für den anderen im Bett sein, sondern ein Symptom für schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck. Frauen, die zuvor nie mit dem Schnarchen Probleme haben, zeigen bei der sogenannten Gestationshypertonie häufig diese Atmungsstörungen. Ob wirklich eine Hypertonie vorliegt, sollte man dann nicht mit einem privaten Blutdruckgerät überprüfen, sondern zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit des Ungeborenen beim Hausarzt abchecken lassen.

    Aktuelle Daten zu dieser Thematik lieferte kürzlich auch eine Studie aus den USA. 1.719 schwangere Damen nahmen daran teil. Es zeigte sich, dass 34 Prozent von ihnen in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft plötzlich mit den Schnarchen begannen. Eine Gesundheitskontrolle ergab, dass genau diese Frauen auffallend oft mit Bluthochdruck zu kämpfen hatten. Wird dieser durch eine rechtzeitige Diagnose gut überwacht und mit entsprechenden Maßnahmen dagegen vorgegangen, so sinken die Risiken für Komplikationen. Anders war es im Übrigen mit der Schwangerschaftsdiabetes. Hier konnten die Forscher keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Schnarchen und dem Zuckerleiden feststellen.

    Erkältung in der Schwangerschaft - wie verhält man sich am besten?

    Wenn sich Medikamente nicht vermeiden lassen, halten Sie ärztliche Rücksprache

    Ärztin sitzt am Laptop mit schwangerer Patientin im Behandlungsraum
    Doctor and pregnant woman in office © Monkey Business - www.fotolia.de

    In den neun Monaten der Schwangerschaft kann viel geschehen. Viele Frauen kommen auch um eine Erkältung nicht herum und sind dann besorgt, ob sie überhaupt zu Medikamenten gegen ihre Beschwerden greifen dürfen. Immerhin wollen sie den Ungeborenen auf keinen Fall schaden.

    So verhalten Sie sich richtig

    Wer erkältet ist, muss aber selten ganz ohne Medikamente auskommen, denn es gibt viele pflanzliche Mittel, die problemlos eingenommen werden dürfen. Bei Unsicherheiten sollte eine Schwangere am besten mit ihrem Hausarzt oder auch Gynäkologen reden und sich eine kleine Liste der Dinge geben lassen, die sie ohne Bedenken einnehmen darf.

    Wer keine Medikamente nehmen möchte, muss dem Körper auf jeden Fall die nötige Ruhe geben, die er für den eigenen Kampf gegen die Erreger benötigt. An den schlimmsten Tagen gilt: komplettes Liegen im Bett oder auf dem Sofa und am besten in eine warme Decke gehüllt. Auch ausreichend Trinken ist wichtig, damit der Blutkreislauf reibungslos funktioniert. Besser als Wasser ist dabei Kamille- oder auch Fencheltee.

    Wenn sich Arzneimittel nicht vermeiden lassen

    Wer sich darüber hinaus verschleimt fühlt, kann eine Schale mit heißem Wasser nehmen und einige Tropfen ätherischer Öle hinzu geben. Mit einem Handtuch über dem Kopf wird der Dampf dann inhaliert.

    Bei schwerem Verlauf muss der Arzt dennoch oft Medikamente verschreiben. Nasenspray für einige Tage gilt in der Regel als völlig unbedenklich und auch Thymian-Pastillen oder andere homöopathische Medikamente sind relativ unbedenklich. Ohne Absprache mit dem Arzt sollte aber keine Einnahme begonnen werden.

    Tabu sind außerdem alle Mittel, die auf Alkohol basieren, denn dieser schadet bekannterweise dem Ungeborenen.

    Medikamente gegen Sodbrennen und Verstopfungen - kleine Dosierungen während der Schwangerschaft

    Arzneimittel sollten in Absprache mit dem Arzt in geringen Menge verschrieben und eingenommen werden

    Bunte Tabletten verpackt auf Stapel auf weißem Hintergrund
    different pills isolated on white © Evgeny Rannev - www.fotolia.de

    Viele Menschen leiden hin und wieder an Sodbrennen und auch Verstopfungen können vorkommen. In der Regel greifen diese Patienten dann zu Mitteln aus der Apotheke, denn viele Medikamente gegen diese Beschwerden gibt es rezeptfrei. Allerdings sollten Schwangere nicht so leichtfertig mit dieser Situation umgehen, wie Frauenärzte betonen.

    Medikamente während der Schwangerschaft

    Auch rezeptfreie Mittel können in der Schwangerschaft eher ungeeignet sein. Fakt ist leider, dass es trotz vieler verschiedener Medikamente gegen diese Beschwerden nur wenig Studienergebnisse zum Thema "Einnahme durch schwangere Frauen" gibt. Das ist vor allen Dingen schade, da ausgerechnet die werdenden Mütter diese Leiden sehr oft haben.

    Verstopfung: Tabletten nur im Notfall

    Je nach Studie haben mindestens 40 Prozent aller Schwangeren mit Verstopfungen und/oder Sodbrennen zu tun. Einige Erhebungen kamen sogar schon auf 80 Prozent. Häufig ist es die Veränderung der Menge an Progesteron, die zu diesen Beschwerden führt. Je größer das Ungeborene wird, desto häufiger und auch intensiver sind die Beschwerden.

    Da gerade Verstopfungen für das Kind völlig ungefährlich sind, sollten die Mütter so gut es geht die Beschwerden wie Blähungen oder Bauchschmerzen ertragen und nur bei anhaltender Verstopfung zu Medikamenten greifen. Hier gilt immer: weniger ist mehr! Die Dosis sollte in Absprache mit dem Arzt in einer sehr geringen Menge verschrieben und eingenommen werden. Sobald der Gang zur Toilette wieder funktioniert, sollte das Medikament abgesetzt werden.

    Sodbrennen: Ärztliche Empfehlung einholen

    Sodbrennen ist dagegen oft nur mit Hilfe in den Griff zu kriegen und kann auch durch ballaststoffreiche Ernährung nicht verhindert werden. Auch hier gilt: der Arzt ist immer zuerst zu kontaktieren, selbst wenn Sie mit einem Mittel schon seit Jahren vertraut sind.

    Peripartale Kardiomyopathie - Seltene Krankheit schädigt Herz von schwangeren Frauen bei Geburt

    Einer 30-jährigen Frau, bei der die Schwangerschaft völlig komplikationslos verlief, versagte nach der Geburt ihres Sohnes ganz plötzlich das Herz und sie fiel ins Koma. Nach eingehenden Untersuchungen stießen die Ärzte auf die Ursache des plötzlichen Herzversagens: die sogenannte peripartale Kardiomyopathie, eine äußerst seltene Krankheit, bei denen bei schwangeren Frauen kurz vor, während oder nach der Geburt das Herz versagt.

    Während sich das Organ bei den meisten betroffenen Patienten wieder erholt, bleibt es bei ca. 10% der Frauen geschädigt. Die Frau wurde schließlich per Hubschrauber zu Spezialisten an der Medizinischen Hochschule Hannover gebracht, die sich mit dieser seltenen Krankheit auskennen. Da ihr Herz immer schlechter funktionierte, setzten ihr die Spezialisten dort schließlich ein Kunstherz ein.

    Nach knapp einem halben Jahr schien sich ihr Herz wieder erholt zu haben, sodass das Kunstherz entfernt wurde, doch nach fünf Tagen versagte ihr Herz erneut. Wieder musste sie auf den OP-Tisch und wieder bekam sie ein künstliches Herz eingesetzt. Mittlerweile funktioniert auch ihr eigenes Herz wieder, doch die Ärzte sind sich unsicher, ob sie das Kunstherz ein weiteres Mal entfernen sollen.

    Eine zweite Möglichkeit wäre die Transplantation eines Spenderorgans. Wodurch die peripartale Kardiomyopathie ausgelöst wird, ist Medizinern noch ein Rätsel. Ersten Erkenntnissen zufolge scheint das Hormon Prolactin, welches der weibliche Körper vermehrt in der Schwangerschaft produziert, den Herzmuskel zu schädigen, was im schlimmsten Fall dann zum Herzversagen führt.

    Werdende Mütter sollten sich vom Katzenklo fernhalten!

    Junge Frau schmiegt ihr Gesicht an das ihrer Katze
    loved cat 5 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

    Schwangere Frauen unterziehen sich einer Vielzahl von Vorsorgeuntersuchungen. Unter anderem wird auch ein Test unternommen, ob die Frau immun gegen die Toxoplasmose ist. Für viele Schwangere ein Begriff, mit dem sie sonst noch nie etwas zu tun hatten, denn eine Infizierung mit der Toxoplasmose ist im allgemeinen ungefährlich und harmlos. Aber in der Schwangerschaft kann dies zu fatalen Folgen des Ungeborenen führen.

    Katzen übertragen die Toxoplasmose hauptsächlich über ihre Ausscheidungen. Daher sollten sich Frauen grundsätzlich vom Katzenklo fernhalten und wenn sie Besitzerin von Katzen sind, dieses von anderen Personen reinigen lassen, so lang sie schwanger sind. Ist das nicht möglich, sollten Handschuhe getragen werden und der Kot in einem Beutel verschlossen in den Müll gebracht werden.

    Idealerweise ist es schwangeren Frauen anzuraten sich generell von Katzen fern zu halten. Dann sind sie auf der sicheren Seite. Denn auch im Fell können sich die Erreger der Toxoplasmose unter Umständen festsetzen.

    50 Prozent aller Schwangeren nehmen für das Ungeborene schädliche Medikamente

    Frau sitzt mit einem Glas Wasser und Vitamintabletten in der linken Hand am Tisch
    taking vitamin © Suprijono Suharjoto - www.fotolia.de

    Obwohl eine Schwangerschaft zu den schönsten Zeiten des Lebens einer Frau gehört, bringt sie auch diverse Unannehmlichkeiten mit sich. Viele Schwangere kämpfen mit Übelkeit oder mit Schmerzen. Doch auch normale Beschwerden wie eine Erkältung oder ernsthaftere Probleme mit dem Kreislauf sind denkbar. Viele Frauen greifen dann zu Medikamenten, wie sie es auch sonst gewohnt sind und denken nicht darüber nach, dass dies eventuell auch Folgen für das ungeborene Kind haben kann.

    Fakt ist, dass jede zweite Schwangere Medikamente einnimmt, die das Potenzial haben, dem Fötus zu schaden. Dazu zählen nicht nur Betablocker und hochdosierte Schmerzmittel, sondern auch harmlos anmutende Dinge wie Hustensaft oder Nahrungsergänzungsmittel. Manche Hustenmittel können beispielsweise aufgrund ihrer Wirkstoffe dazu führen, dass sich die Schleimhaut in der Gebärmutter zurückzieht und das kann im schlimmsten Fall zu einer Frühgeburt führen.

    Auch das meist ohne Nachdenken eingenommene Aspirin kann aufgrund der blutverdünnenden Wirkung dazu führen, dass eine Fehlgeburt ausgelöst wird. Gut gemeinte Vitaminpillen können durch die hohe Dosis an Vitamin A dazu führen, dass das Kind eine Störung beim Wachstum bekommt, oder sich gar frühe Leberschäden bilden.

    Das Problem ist, dass gerade rezeptfreie Mittel oft ohne Absprache mit dem Arzt genommen werden und dieser so nicht warnen kann, dass die werdende Mutter gerade einen Fehler macht. Wichtig ist daher für alle Schwangeren: Reden Sie mit Ihrem Arzt über jedes Mittel, das Sie einnehmen; auch dann, wenn es Ihnen selbst völlig banal vorkommt.

    Wer eine chronische Krankheit hat und stets Medikamente einnehmen muss, sollte eine Schwangerschaft im Idealfall ohnehin so planen, dass vorab mit dem Arzt über das Mittel und die Dosis gesprochen werden kann.

    Beim Spritzen von Heparin: Allergische Hautrötungen sind häufige Nebenwirkungen

    Schwangere werden oft vorsorglich mit Heparin behandelt, wenn sie stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Heparin soll die Entstehung von Blutgerinnseln verhindern. Bei einer internationalen Studie, an der 111 Patientinnen teilnahmen, stellten die Forscher Hautveränderungen fest, die daher rührten, dass Heparin in die Bauchdecke gespritzt wurde. Je nach Heparin-Präparat kam es zu unterschiedlichen Reaktionen. Außerdem sind Schwangere besonders von solchen Reaktionen betroffen.

    Heparin wird zur Vorbeugung gegen Thrombosen gespritzt. Auch bei wiederholten ungewollten Abgängen und bei Schwangeren, die Gerinnungsdefekte aufweisen, wird Heparin gegeben. Als eventuelle Nebenwirkungen sind Rötungen an den Stellen feststellbar, an denen die Spritze gesetzt wurde. Oft kommt es wie bei einer Nickelallergie zu einer verzögerten allergischen Reaktion. Ganz selten kann eine Thrombozytopenie der Grund für die Hautveränderung sein, die allerdings lebensbedrohlich ist.

    Die Wissenschaftler sehen die Notwendigkeit, dass bei einer Entscheidung für Heparin auch entzündungshemmende und anti-metastatische Aktivitäten bei der Therapieauswahl mit berücksichtigt werden müssen.

    Antidepressiva in der Schwangerschaft können bei der Entbindung zu starken Blutungen führen

    Blonde Frau schaut skeptisch auf eine Packung mit roten Tabletten
    anxious blond with red pills © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

    Auch Frauen mit schweren Depressionen haben oft einen Kinderwunsch oder werden vielleicht auch ungewollt schwanger. Gemeinsam mit ihrem Arzt müssen sie dann absprechen, ob ihre Therapie eventuell umgestellt werden sollte. In der Regel einigt man sich jedoch darauf, dass auch während der neun Monate weiterhin die verschriebenen Antidepressiva genommen werden. Ein Absetzen kann sonst zu schweren depressiven Schüben führen und diese gefährden Mutter und Kind.

    Doch die Medikamente können sich leider auch ungünstig auf die Schwangerschaft auswirken und aktuell stehen die sogenannten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer im Zentrum vieler Sorgen. Diese Medikamente helfen zwar gegen die Depression, sie haben jedoch auch einen entscheidenden Nachteil: Sie können die Neigung zu Blutungen erhöhen.

    Bei einer Schwangerschaft bedeutet dies, dass die Entbindung für die Mutter gefährlich werden kann. Nachdem das Baby aus dem Mutterleib gekommen ist, wird die restliche Plazenta abgestoßen. Diese sogenannte "Nachgeburt" ist völlig normal und muss auch erfolgen. Doch die dabei entstehende Blutung kann gefährlich werden, wenn die Patientin aufgrund von Medikamenten gerade eine verstärkte Blutungsneigung hat.

    In einer Studie mit depressiven Schwangeren, die Serotonin-Wiederaufnahmehemmer auch im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft nehmen mussten, kam es auffallend oft zu den sogenannten postpartalen Blutungen. Das Risiko lag bei ihnen bei vier Prozent. Zum Vergleich: In einer gesunden Kontrollgruppe kam man dagegen nur auf ein Risiko von 2,8 Prozent. Die Forscher rechneten dies um und kamen auf das Ergebnis, dass dies eine zusätzliche postpartale Blutung pro 80 Schwangerschaften ausmacht.

    Vermehrte Blutungen traten allerdings nicht nur bei Serotonin-Wiederaufnahmehemmern auf, sondern auch bei Patientinnen, die ein Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe "Trizyklika" nahmen.

    Thyroxin-Mangel in der Schwangerschaft kann zu Autismus beim Kind führen

    Säugling mit Windel liegt auf dem Bauch mit angezogenen Beinchen und schläft auf weißer Decke
    a sweet baby sleeping on a blanket © Gaby Kooijman - www.fotolia.de

    Das in der Schilddrüse gebildete Hormon Thyroxin ist wichtig für einen einwandfreien Stoffwechsel und kann bei einem Mangel nicht nur bei der betroffenen Person zu gesundheitlichen Problemen führen, sondern bei einer Schwangerschaft möglicherweise zu Autismus beim Kind. Dies ergab eine Studie des Weill Cornell College of Medicine in New York mit über 5000 werdenden Müttern. Die Frauen wurden zwischen der 6. und 18. Schwangerschaftswoche auf ihre Schilddrüsenfunktion getestet um einen möglichen Mangel an Thyroxin festzustellen.

    Nach sechs Jahren mussten die Eltern einen Fragebogen ausfüllen, mit dem sie Auskunft über mögliche Hinweise auf Autismus bei ihrem Nachwuchs geben sollten. Dabei stellte sich heraus, dass die Mütter, die in der Schwangerschaft unter einem schweren Thyroxin-Mangel gelitten hatten, ein bis zu viermal größeres Risiko besaßen, dass ihr Kind mit autistischen Symptomen zur Welt kam. Damit wurden frühere Untersuchungen bestätigt, die einen Zusammenhang zwischen dem fehlenden Thyroxin bei der Mutter und der kognitiven Entwicklung des Kindes entdeckt hatten.

    Wie Thyroxin konkret auf die kindliche Entwicklung einwirkt, ist derzeit noch unklar. Vermutet wird, dass das Hormon die Migration der Neuronen im Gehirn des Fetus beeinflusst. Frauen, bei denen ein Thyroxin-Mangel festgestellt wird, sollten daher möglicherweise künstliches Thyroxin in Tablettenform erhalten um die gesunde Entwicklung des Kindes zu fördern.

    Für Schwangere kann eine CMV-Infektion zum Risiko werden

    Schwangere Frau mit weißem BH und Slip hält sich den Bauch
    pregnant lady © memo - www.fotolia.de

    Infiziert sich eine Frau während der Schwangerschaft mit Zytomegalie-Viren, kurz auch als CMV-Infektion bekannt, so kann dies schwerwiegende Folgen für das Ungeborene haben. Übertragen werden diese Viren vorrangig von Babys und Kleinkindern bis zu einem Alter von drei Jahren. Daher sollten Schwangere nach dem Füttern und Wickeln unbedingt die Hände für mindestens 20 Sekunden und mit reichlich Seife waschen. Dazu rät das Deutsche Grüne Kreuz Marburg.

    Übertragen werden diese Viren hauptsächlich über den Speichel und den Urin. Auf Oberflächen, die damit in Verbindung kommen, können die Viren mehrere Stunden überleben. Daher sollten diese Flächen mit einem fettlösenden Reiniger mehrmals am Tag gereinigt werden. Schwangere sollten es zudem vermeiden Kleinkindern oder Babys direkt auf den Mund zu küssen, beziehungsweise das gleiche Besteck zu verwenden. Damit lässt sich ein Infektionsrisiko senken.

    Ergibt ein Test, dass die Schwangere keine Antikörper gegenüber den CMV-Viren hat, so sollte sie sich möglichst alle sechs Wochen erneut darauf testen lassen. Das betrifft besonders jene Frauen, welche beruflich als auch privat sehr engen und längeren Kontakt mit Säuglingen und Kleinkindern haben.

    Die Kosten für diese Tests werden noch nicht von allen Krankenkassen übernommen. Informieren sollten sich Schwangere dennoch über eine mögliche Gefahr bezüglich der CMV-Infektion.

    Schnarchen in der Schwangerschaft – meist harmlos, manchmal aber auch gefährlich

    Schwangere Frau liegt seitlich im Bett und schläft, linke Hand auf Bauch
    Pregnant woman lying in bed sleeping © Monkey Business - www.fotolia.de

    Am Ende der Schwangerschaft lässt die Schlafqualität nach. Gerade wenn mehr Ruhe nötig wäre, beginnt allerdings jede dritte Frau zu schnarchen.

    Die Auslöser sind meist harmlos, und das nächtliche Sägen hört nach der Entbindung wieder auf. Bei mancher Schwangeren weist das Schnarchen jedoch auf ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsvergiftung und Bluthochdruck hin.

    Ursachen und Abhilfe

    Die Ursachen für das Schnarchen liegen in Hormonveränderungen, die das Körpergewebe lockern und die Schleimhäute anschwellen lassen. Auch in der Nase. Hinzu kommt der wachsende Druck im Bauchraum. Wenn diese Veränderungen abklingen, lässt in den meisten Fällen auch das Schnarchen nach.

    Wer nicht so lange warten möchte, kann seine Nachtruhe durch Hausmittel verbessern. Nasse Handtücher auf der Heizung erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Gegen Schleimhautschwellungen können Schwangere außerdem Nasensprays verwenden.

    Tipp: Ganz ohne Chemie wirken Nasenpflaster. Sie verbessern die Luftzufuhr auf mechanischem Weg, indem sie die Nasenflügel etwas anheben.

    Vorsicht bei Atemaussetzern

    Für drei bis fünf Prozent der Schwangeren kann das Schnarchen zum Risiko werden. Vor allem Übergewichtige und ältere Frauen sind gefährdet eine Schlafapnoe zu erleiden.

    Bereits 2012 hat eine US-Studie gezeigt, dass die reduzierte Atmung beim Schnarchen Blutdruckstörungen begünstigen kann. Schwangere, die nachts gefährliche Atemaussetzer haben, sind tagsüber häufig müde. Den veränderten Rhythmus beim Atmen kann auch der Partner hören.

    Antidepressiva in den letzten Schwangerschaftswochen kann die Atmung beim Neugeborenen stören

    Schwangere Frau in Unterwäsche hält sich am Bauch
    pregnant woman © Astroid - www.fotolia.de

    Die Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft muss stets gut überlegt sein. Eine Rücksprache mit dem Arzt sollte stets erfolgen, denn nicht alle Medikamente sind während der Schwangerschaft als unbedenklich einzustufen. Nehmen Frauen beispielsweise in den letzten Wochen der Schwangerschaft ein bestimmtes Antidepressiva, welches als selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer SSRI bekannt sind ein, so kann dies zu einer gestörten Atmung bei dem Neugeborenen nach der Entbindung führen.

    Risiken für das Neugeborene bei der Einnahme von SSRI

    Die Ursache für die erschwerte Atmung ist ein überhöhter Blutdruck in der Lunge des Säuglings. Zwar sei die Gefahr verhältnismäßig gering, Forscher sind dennoch der Ansicht, dass werdende Eltern über dieses mögliche Risiko aufgeklärt werden müssen.

    Kann die gestörte Atmung auf die Einnahme von SSRI zurückgeführt werden, ist eine Behandlung rasch möglich. Die Studien belegen zudem, dass die Einnahme von SSRI in den ersten Schwangerschaftswochen kein Risiko für das Neugeborene darstellt.

    Nun müssen weitere Untersuchungen klären, in wie weit Faktoren, wie Übergewicht, Frühgeburt oder auch Kaiserschnitt ebenso dazu beitragen, dass das Kind nur erschwert atmen kann.

    Medikamente in der Schwangerschaft: Portal klärt auf

    Portal "Embryotox" liefert seriöse Informationen über Medikamente in der Schwangerschaft

    Schwangere Frau mit weißem BH und Slip hält sich den Bauch
    pregnant lady © memo - www.fotolia.de

    Embryotox heißt das Portal, das "Arzneimittelsicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit" verspricht. Finanziert aus öffentlicher Hand, unter anderem dem Bundesgesundheitsministerium, gilt Embryotox als unabhängiger Experte für alle Fragen rund ums bohrende Thema: Welche Medikamente sind eigentlich erlaubt, wenn ich schwanger bin?

    Seit dem Contergan-Skandal sitzen die Ängste tief: Als dieses Arzneimittel eingeführt wurde, galt es nämlich ebenfalls als unbedenklich. Die teils verheerenden Folgen wurden dann erst nach der Geburt der betroffenen Babys deutlich.

    Heute müssen Medikamente noch sehr viel strengere Tests durchlaufen - trotzdem ist die Unsicherheit groß. Insbesondere, da im Internet Millionen Gerüchte und Halbwahrheiten in Foren ausgetauscht und auf unseriösen Seiten verbreitet werden.

    Wie Embryotox Sicherheit bietet

    Embryotox bietet eine sehr gute Übersicht über alle wichtigen Arzneistoffe sowie bekannte Handelsnamen und deren möglichen Auswirkungen in Schwangerschaft und Stillzeit, entsprechend dem aktuellen Stand der Wissenschaft. So empfehlen die Experten beispielsweise Paracetamol als Schmerzmittel der Wahl, natürlich in angemessener Dosierung.

    Auch Ibuprofen kann bei längerfristiger Behandlung eine Alternative zu ASS-haltigen Schmerzmitteln darstellen. Doch auch alle anderen relevanten Medikamente, von Insulin über Antiobiotika bis hin zu Psychopharmaka, werden auf ihre gesundheitlichen Auswirkungen sowohl für die werdende Mutter als auch für das (ungeborene) Baby kritisch geprüft.

    Und: Weil auch scheinbar sanfte Naturheilmittel Nebenwirkungen haben können, werden diese ebenfalls vorgestellt - von Johanniskraut bis hin zum Kokosöl bei Kopfläusen. Falls möglich und nötig, stellt Embryotox außerdem Alternativen vor, deren Sicherheit besser belegt ist.

    Ernährungstipps für eine Schwangerschaft

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    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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