26. Februar 2010
Verschiedene Maßnahmen in der Familienplanung bieten heutzutage die Möglichkeit die Anzahl der Kinder und den Zeitpunkt der Geburten ganz individuell zu planen.
Verhütung ist keineswegs ein Thema der Neuzeit, sondern beschäftigt die Menschen schon immer. Die Empfängnisverhütung, oder auch Kontrazeption genannt, beinhaltet unterschiedliche Methoden, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern wollen. Dabei gibt es zum einen die natürlichen Methoden, wie zum Beispiel die Hormonmessung. Hier werden durch Teststreifen im morgendlichen Urin der Frau die am Zyklus beteiligten Hormone gemessen, um so den Eisprung zu bestimmen. Bei der Temperatur-Methode wird morgendlich die Basaltemperatur gemessen, um den Eisprung zu bestimmen. Es gibt auch Kombinationsmethoden und noch andere natürliche Methoden. Hier sollen die fruchtbaren Tage bestimmt werden, an denen man auf Geschlechtsverkehr verzichtet und die unfruchtbaren Tage nutzt. Natürliche Methoden bieten keinen hundertprozentigen Schutz, aber sie haben auch keine unerwünschten Nebenwirkungen. Zum anderen gibt es die hormonelle Verhütung, wie zum Beispiel die Antibabypille. Hier beeinflussen weibliche Hormone wie Östrogene den weiblichen Zyklus und unterdrücken zum Beispiel den Eisprung, die Ovulationshemmung. Es gibt unter anderem auch eine Minipille, einen Vaginalring, die Dreimonatsspritze, Hormonpflaster, eine Hormonspirale, und die Pille danach.
Die so genannten mechanischen Methoden wollen den Kontakt von männlichem Sperma zur weiblichen Eizelle verhindern. Dafür gibt es für den Mann Kondome, für die Frau ein Femidom, ein Scheidenpessar, auch Diaphragma genannt, eine Portiokappe oder LEA contraceptivum. Chemische Verhütungsmittel gibt es zum Beispiel in Form von Zäpfchen, Salben, Gelen, Schaum oder auch Sprays. Diese wollen die Spermien abtöten und werden in der Vagina der Frau angewandt. Dann gibt es noch chirurgische Methoden, die relativ sicher, dafür in der Regel auch endgültig sind. Wie zum Beispiel die Sterilisation des Mannes auch Vasektomie genannt. Hier werden die Samenleiter durchtrennt. Bei der Sterilisation der Frau werden die Eierstöcke entweder abgebunden oder durchtrennt. Bei den vielfältigen Möglichkeiten ist eine ausführliche Beratung wichtig, um die individuell beste Methode herauszufinden. Frauenärzte aber auch Pro Familia sind hierfür die richtigen Anlaufstellen. In größeren Städten gibt es auch Zentren für Familienplanung in denen Gynäkologinnen, Gynäkologen und SozialarbeiterInnen beraten und informieren.
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