10. Februar 2010
Schlafstörungen können auf verschiedene Art und Weise auftreten. Sie können das Symptom unterschiedlicher Krankheiten oder Lebensumstände sein.
Eine Form der Schlafstörung ist die so genannte Einschlafstörung. Die Patienten liegen lange Zeit wach, bis sie endlich einschlafen können. Häufig ist diese Form der Schlafstörung auch kombiniert mit der Durchschlafstörung. Die Betroffenen werden nachts wach und können dann nur schwer wieder einschlafen. Die Durchschlafstörung kann auch alleine auftreten.
Andere Patienten wiederum haben weder Probleme beim Ein- noch beim Durchschlafen. Trotzdem fühlen sie sich tagsüber müde und nicht ausgeschlafen.
Menschen, die nachts wie in Trance aufstehen und Schlafwandeln, leiden auch unter einer Form der Schlafstörung.
Es gibt auch beruflich bedingte Schlafstörungen. Menschen, die in verschiedenen Schichten zu unterschiedlichen Tageszeiten arbeiten, können häufig nicht auf Befehl schlafen und leiden daher unter einem gestörten Schlafrhythmus.
Besonders kleine Kinder schrecken häufig im Schlaf hoch und weinen dann ohne ersichtlichen Grund. Oftmals sind sie dann nicht ansprechbar und schlafen erst nach einigen Minuten wieder ein.
Treten die Schlafstörungen nur hin und wieder auf und steckt eine harmlose Ursache dahinter (z.B. ein extrem aufregender Tag), so muss nicht zwingend eine ärztliche Behandlung erfolgen. Um gut ein- und durchschlafen zu können, sollte man täglich zu ähnlichen Zeiten ins Bett gehen und auch morgens zur gleichen Zeit wieder aufstehen. Auch auf Kaffee, Cola, Alkohol und große Mengen schwarzen Tee sollte verzichtet werden. Stattdessen kann eine Tasse Kamillen- oder Baldriantee vor dem Schlafengehen für einen erholsamen Schlaf sorgen. Das Rauchen von Zigaretten kann auch zu Schlafstörungen führen, so dass Patienten mit Schlafproblemen auch darauf verzichten sollten. Ein warmes Vollbad mit einem Badezusatz aus Baldrian oder Melisse wirkt ebenfalls entspannend und schlaffördernd.
Schwere Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen wirken sich negativ auf den Nachtschlaf aus. Abends sollte daher nur noch leicht verdauliches Essen verzehrt werden.
Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte nur etwa 18 Grad betragen. Vor dem Schlafengehen hilft auch ausgiebiges Lüften, um nachts besser schlafen zu können. Besonders in der wärmeren Jahreszeit sollte das Fenster auch nachts etwas geöffnet sein, so dass sich genügend Sauerstoff im Raum befindet.
Helfen all diese Maßnahmen nicht, kann der Arzt in Einzelfällen ein Schlafmittel verordnen. Dieses sollte jedoch nur vorübergehend eingenommen werden, da es die Ursache der Schlafstörung nicht beseitigen kann.
Bevor der Arzt Schlafmittel verordnet, führt er eine körperliche Untersuchung durch. Häufig ist auch eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig. Schlaflabore befinden sich in vielen Krankenhäusern. Patienten begeben sich abends dorthin und verbringen die Nacht im Schlaflabor. Vor dem Einschlafen werden Elektroden am Patienten angebracht. Während des Schlafens zeichnen diverse Apparate den Herzschlag, die Sauerstoffsättigung, den Atemrhythmus und das Schlafverhalten des Patienten auf.
Stellt sich aufgrund der Untersuchung im Schlaflabor heraus, dass der Patient während des Schlafens Atemaussetzer hat, so verordnet der Arzt meist eine Atemmaske. Mit Hilfe dieses Gerätes werden Atemaussetzer und Schnarchen vermieden und der Patient fühlt sich am Morgen wieder fit und ausgeschlafen.
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