Erkrankungen, die zu Schlafstörungen führen können oder von diesen begleitet werden

Junge Frau am Morgen guckt ängstlich unter Bettdecke hervor

Schmerzen, Übelkeit oder Schnupfen können die Schlafqualität erheblich stören

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  • von Paradisi-Redaktion

Mitunter können Schlafstörungen von bestimmten Krankheiten ausgelöst werden. Dazu gehören zum Beispiel Atemwegserkrankungen, Gelenkerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Schlafstörungen sind weit verbreitet und können die unterschiedlichsten Ursachen haben. In manchen Fällen werden sie von bestimmten Erkrankungen oder Beschwerden ausgelöst. Darüber hinaus treten einige Krankheiten vor allem in der Nacht auf.

In manchen Fällen sind die Schlafstörungen ein typisches Symptom der jeweiligen Erkrankung, während andere Krankheiten Beschwerden verursachen, durch die die nächtliche Ruhe gestört wird.

Atemwegserkrankungen

Vor allem Atemwegserkrankungen führen häufig zu Schlafstörungen. So benötigt der menschliche Körper genügend Sauerstoff, um einen erholsamen Schlaf zu gewährleisten. Wird jedoch die Sauerstoffaufnahme behindert, kommt es zu Schlafproblemen.

Arten

Typische Atemwegserkrankungen, die den Schlaf behindern, sind

Symptome

Dabei kommt es zu

die die Patienten sowohl am Einschlafen als auch am Durchschlafen hindern. Asthmaanfälle zeigen sich besonders in den Morgenstunden.

Behandlung

Die Behandlung der Atemwegserkrankung hängt von der auslösenden Ursache ab. In den meisten Fällen werden Medikamente, die entzündungshemmend oder bronchialerweiternd wirken, verabreicht. Aber auch Tabletten bzw. Lutschtabletten oder Wärmeanwendungen können für einen besseren Schlaf hilfreich sein.

Mitunter ist der Einsatz von Antibiotika notwendig. Mit dem Rückgang der Symptome verschwinden normalerweise auch die Schlafstörungen.

Gelenk- und Muskelerkrankungen

Auch schmerzhafte Gelenk- oder Muskelerkrankungen sind eine häufige Ursache für Schlafstörungen.

Symptome

Diese machen sich zumeist durch< Muskelverspannungen, Rückenschmerzen oder Wadenkrämpfe bemerkbar. Viele Betroffene haben durch die Schmerzen bereits Probleme beim Einschlafen. Durch eine ungünstige Liegeposition des betroffenen Gelenks kann es aber auch mitten in der Nacht zu Schmerzen kommen.

Arten

Häufige Gelenkerkrankungen, die Schlafstörungen verursachen, sind

Behandlung

Bei der Behandlung der Krankheitsursache ist zu beachten, dass manche Medikamente ebenfalls Schlafstörungen hervorrufen können. Daher sollte der Arzt ein Präparat verordnen, das die Schlafschwierigkeiten nicht noch verschlimmert.

Magenerkrankungen

Nicht selten werden Schlafstörungen durch Magenleiden ausgelöst.

Arten

Dazu gehört zum Beispiel die Refluxkrankheit, die mit Sodbrennen einher geht. Dieses Symptom zeigt sich vorwiegend in der REM-Schlafphase, da zu dieser Zeit vom Magen mehr Säure gebildet wird.

Im Liegen kann die Säure jedoch in die Speiseröhre zurückfließen, wo sie ein schmerzhaftes Brennen verursacht. Auch Hustenanfälle können auftreten.

Ein weiteres Magenleiden, das zu Schlafstörungen führt, sind Magengeschwüre. So reagiert die Magenschleimhaut in den frühen Morgenstunden besonders empfindlich.

Behandlung

Um die Schlafstörungen zu beheben, muss die Grunderkrankung wirksam behandelt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei Entspannung, eine gesunde Ernährungsweise sowie der Abbau von Stress.

Außerdem kommen oftmals säurehemmende Arzneimittel< zum Einsatz. In manchen Fällen ist auch eine Behandlung mit Antibiotika notwendig.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Arten

Schlafstörungen können auch die Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, der koronaren Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz sein.

Bei einer Herzmuskelschwäche hat das Herz weniger Leistungskraft, wodurch weniger Blut in die Blutgefäße transportiert wird. Kommt es zu einer Unterversorgung des Herzens, kann dies eine Weckreaktion des Körpers zur Folge haben, die das Herz zu mehr Leistung anregen soll.

Symptome

Im Falle einer Rechtsherzinsuffizienz wird in den Körpergeweben mehr Wasser eingelagert, welches sich im Liegen besser wieder ausscheiden lässt. Bemerkbar macht sich dies durch nächtlichen Harndrang.

Ein weiteres Symptom der Herzinsuffizienz ist Kurzatmigkeit, die wiederum Schlafstörungen hervorruft. Bei Herzrhythmusstörungen werden vom Organismus Stresshormone mobilisiert, was sich dann negativ auf den Schlaf auswirken kann.

Kopfschmerzen und Migräne

Arten

Nicht selten treten bestimmte Kopfschmerzarten wie Cluster-Kopfschmerzen oder Migräne in der Nacht während des REM-Schlafs auf. Außerdem kann durch die Migräne die Tiefschlafphase gestört werden. Migräne-Patienten reagieren zudem oft sehr empfindlich auf Abweichungen ihres Schlaf-Wach-Rhythmus, die nicht selten verstärkte Migräneattacken hervorrufen.

Begleitsymptome

Die heftigen Kopfschmerzen treten zumeist plötzlich mitten in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden auf. Dabei sind auch weitere Beschwerden wie

möglich.

Behandlung

Die Behandlung der Beschwerden hängt von der jeweiligen Kopfschmerzart ab. Neben dem Verabreichen von Medikamenten können auch weitere Maßnahmen wie eine gesunde Lebensweise oder Entspannungstechniken dabei helfen, die Schlafstörungen zu beheben. Bei der Gabe von Migränemitteln muss bedacht werden, dass manche Präparate Schlafstörungen verursachen.

Hormonschwankungen

Durch Veränderungen des Hormonhaushaltes leiden Frauen in den Wechseljahren häufig unter Schlafstörungen.

Symptome

Diese machen sich oft durch innere Unruhe, Schweißausbrüche oder Depressionen bemerkbar.

Aber auch in der Schwangerschaft kommt es nicht selten zu Schlafproblemen. In den meisten Fällen verschwinden die Schlafstörungen jedoch nach einer Weile von selbst wieder.

Hyperthyreose

Als typisches Symptom einer Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) gelten Schlafstörungen. Dabei werden von der Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone hergestellt.

Symptome

Bemerkbar macht sich dies durch Schlafprobleme,

Durch eine Behandlung mit speziellen Medikamenten lässt sich die Hormonproduktion der Schilddrüse wieder auf ein normales Maß bringen. Dadurch werden in der Regel auch die Schlafstörungen behoben.

Demenz

Eine weitere Ursache für Schlafstörungen können Demenzerkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit sein. So kommt es durch die Veränderungen innerhalb des Gehirns zu Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Auch der Tiefschlaf wird erheblich beeinträchtigt.

Symptome

Nicht selten wachen die Betroffenen durch Trugbilder, intensive Träume oder sogar Wahnvorstellungen auf. Viele Alzheimer-Patienten leiden zudem unter starker Tagesmüdigkeit.

Grundinformationen zu Schlafstörungen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: morning routine © diego cervo - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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