Gerade in der Sommerküche sind Kräuter beliebte Gewürze. Viele Kräuter kann man bereits gehackt und verarbeitet tiefgekühlt im Supermarkt kaufen. Doch viel schöner, günstiger und auch gesünder ist es, die kleinen Küchenhelfer selbst zu ziehen.
Kräuter und Gewürze anpflanzen? Ohne Garten? Kein Problem. Nicht nur, dass man beispielsweise Basilikum oder Rosmarin schon fertig im Topf kaufen kann und nur noch pflegen muss. Nein, man kann sie auch selbst vom Samen bis zur Pflanze anbauen. Wer einen Balkon hat, ist da klar im Vorteil, doch auch auf der Fensterbank ist es möglich.
Es müssen nicht einmal mehr die reinen Samen sein, denn diese brauchen sehr viel Pflege. Heute gibt es bereits fertige Saatscheiben. Auf ihnen sind die Samen im idealen Abstand für Töpfe angebracht, so dass die Quote der aufgehenden Samen sehr viel höher ist. Der Topf sollte in jedem Fall nicht zu klein gewählt werden, weil die Wurzeln Platz zum Ausdehnen brauchen.
Am Anfang sollten die Töpfe warm stehen, damit die Samen gut keimen können. Die Keimphase dauert etwa drei bis vier Wochen. Dann sollten die ersten Spitzen zu sehen sein. Bis dahin jedoch sollte der Boden immer feucht gehalten werden. Eine spannende Angelegenheit, wenn man Kinder hat, die so ein Stück Natur hautnah beim Wachsen erleben können.
Wer sich die Arbeit mit den Samen nicht machen möchte, kann auch vorgezogene Pflänzchen aus der Gärtnerei kaufen. Diese sind garantiert gut gepflegt und man hat schneller etwas davon. Kräuter brauchen Sonne für ihr Aroma. Je mehr sie davon bekommen, desto intensiver werden Geruch und Geschmack. Doch je mehr sie in der Sonne stehen, desto eher trocknen sie auch aus. Darum sollte immer für genügend Feuchtigkeit gesorgt werden. Besonders viel Wasser brauchen Melisse, Liebstöckel, Schnittlauch, Estragon, Kerbel, Petersilie und Basilikum. Bescheidener sind auf diesem Gebiet Rosmarin, Majoran, Salbei, Thymian und Oregano. Kein Kraut mag Staunässe, daher sollte für einen guten Wasserabzug gesorgt werden.
Mit guter Blumenerde und eventuell ein wenig Dünger sind die meisten Kräuter sehr gut versorgt. Zu viel Dünger vertragen sie zum einen nicht und zum anderen kann er sich negativ auf Geschmack und Aroma auswirken. Weniger ist hier mehr, denn ohne Dung produzieren Kräuter mehr ätherische Öle und werden so geschmacksintensiver. Liebstöckel, Melisse, Estragon und Salbei wachsen im Übrigen ziemlich schnell und sollten nach einer Weile umgetopft werden, weil sie ansonsten verkümmern. Ideal für die Ernte ist der frühe Morgen, weil sie dann das meiste Aroma entwickeln.
In der Verarbeitung selbst lassen sich die Kräuter simple auf ein Butterbrot legen, im Salat oder im Gemüse ebenso glänzen als auch bei Fleischgerichten oder im Pesto für den Hauch südländischen Geschmack über Pasta sorgen. Bündelt man die Kräuter und hängt sie zum Trocknen auf, dann kann man somit für einen würzigen Wintervorrat sorgen, der sich bestens in gut verschließbaren Gläsern hält. Der Fantasie hinsichtlich der Kräuter ist somit keinerlei Grenzen gesetzt und als kleines Plus zeigen sich die Grünpflanzen auch noch als beruhigender Seelenstreichler.
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29.04.13 | |
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15.01.13 | |
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09.01.13 | |
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31.12.12 | |
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29.12.12 | |
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