18. März 2009
Von Judith Heede
Dass bei den psychischen Krankheiten die Depressionen schon länger als Volkskrankheit gehandelt werden, überrascht keinen mehr. Doch dass laut Erkenntnissen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) über 18 Prozent der deutschen Bevölkerung unter Migräne leiden, wissen wohl die wenigsten.
Die krampfartigen, mit Übelkeit und Erbrechen einhergehenden Kopfschmerzen können in jedem Alter auftreten. Typischerweise ist der Kopfschmerz bei der Migräne einseitig, der Schmerz ist pochend und wird bei Bewegung deutlich schlechter. Zudem klagen viele Migränepatienten über Sehstörungen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Unbehandelt dauert ein durchschnittlicher Migräneanfall etwa 18 Stunden. Viele Betroffene wissen allerdings nicht, dass hinter ihren Schmerzen oftmals eine Migräne steckt. Dabei gibt es mittlerweile veschiedenste wirksame Therapien. Mit Akupressur werden zunehmend erstaunliche Behandlungserfolge festgestellt.
Bei der Eigenbehandlung sollte man stets mit Vorsicht auf die Akupressurpunkte einwirken und keinesfalls bei größeren Schmerzen die Behandlung fortsetzen. Man unterscheidet bei einer Akupressurbehandlung in Haupt- und Nebenpunkte. Im Fall von Migräne befinden sich diese Hauptpunkte am Kopf. Am besten beginnen Sie damit die Gegend um die inneren Augenwinkel leicht zu drücken und zu massieren. Von dort arbeiten Sie sich vorsichtig bis zu den äußeren Augenwinkeln vor. Der nächste, sehr wirkungsvolle Punkt liegt direkt am Augenhöhlenknochen, außen oberhalb der Brauen. Wichtig ist hierbei beidseitig zu behandeln und in einem gemäßigten, gleichmäßigen Tempo zu arbeiten. Anschließend geht man zum sogenannten Tai-Yang Punkt über. Akupressieren Sie direkt an der Stelle der Schläfe, an der man jemandem einen Vogel zeigen würde. Dort, wo Sie eine leichte Vertiefung unter der Haut spüren, sollte in kreisenden Bewegungen leichter bis mittelstarker Druck ausgeübt werden, was die meisten Patienten als eine der befreiensten und wohltuensten Akupressurbehandlungen empfinden. Der letzte Hauptpunkt befindet sich direkt hinter den Ohren. Ertasten Sie das Ende des Kiefers und behandeln Sie den Punkt, an dem Sie den leicht erhöhten Knochen spüren. Dieser Punkt ist besonders umsichtig zu massieren, da er aufgrund der Nähe zu den Ohrspeicheldrüsen sehr empfindlich ist.
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