24. Februar 2009
Migräne äußert sich durch verschiedene Symptome. Die Diagnostik einer Migräneerkrankung ist relativ umfangreich.
Von Migräne können sowohl Kinder als auch Erwachsene (Männer und Frauen) betroffen sein.
Migränepatienten verspüren einseitige Kopfschmerzen, die besonders bei Bewegung in einen klopfenden Schmerz ausarten. Oft bestehen zusätzlich Übelkeit und Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Eine Migräneattacke kann von wenigen Stunden bis zu drei Tagen andauern und ist für die Betroffenen mit großen Schmerzen verbunden. Bei einigen Migränepatienten tritt der Migräneanfall ganz plötzlich auf. Bei anderen kündigt er sich bereits einige Tage vorher mit Heißhungerattacken oder erhöhter Reizbarkeit an.
Man unterscheidet zwei Migräneformen: Die Migräne mit Aura sowie die Migräne ohne Aura.
Eine Migräne ohne Aura weist lediglich die bereits genannten Symptome auf.
Patienten, die an einer Migräne mit Aura leiden, verspüren zusätzlich Symptome wie Sehstörungen und Lähmungen. Teilweise ist diese Migräneform sogar mit Sprachstörungen verbunden.
Zusätzlich zu diesen beiden Migräneformen unterscheidet man weitere Formen.
Eine seltene Form der Migräne führt beispielsweise zum Sehen von Doppelbildern. Besonders Kinder und junge Erwachsene sind davon betroffen. Das fehlerhafte Sehen kann bis zu zwei Wochen andauern.
Eine besondere Form, die nur bei Kindern auftritt, äußert sich durch beidseitige Kopfschmerzen, die mit Bauchschmerzen verbunden sind. Auch Übelkeit und Schwindel kann auftreten.
Eine weitere seltene Form der Migräne ist die so genannte retinale Migräne. Diese schwere Form der Migräne zeigt zusätzlich zu den normalen Migränesymptomen Gesichtsausfälle.
Um die Diagnose Migräne festzustellen, notiert sich der Arzt zuerst die genauen Beschwerden des Patienten und auch, wie lange diese jeweils andauern. Er geht dazu meist eine Checkliste durch mit Fragen zur Anfallshäufigkeit und –dauer, Lichtempfindlichkeit oder Geruchsempfindlichkeit, wo sich der Schmerz befindet, wie sich der Schmerz anfühlt und ob während eines Anfalles auch Sehstörungen oder Sprachstörungen bestehen.
Im Anschluss an die Befragung findet eine neurologische Untersuchung statt. Es wird ein EEG durchgeführt, bei dem die Hirnströme gemessen werden.
Anschließend erfolgt meist eine Doppleruntersuchung, bei der die Durchblutung des Gehirns untersucht wird.
Auch eine Computertomografie und/oder Magnetresonanztomografie werden durchgeführt, um andere Erkrankungen (wie einen Hirntumor) ausschließen zu können. Liegt eine Migräne vor, sind diese beiden Aufnahmen jedoch unauffällig.
Die Untersuchungsergebnisse werden zusammengefasst, so dass der Arzt diagnostizieren kann, ob es sich lediglich zum Beispiel um einen Spannungskopfschmerz handelt oder um eine echte Migräne.
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