Diäten im medizinischen Sinne bezeichnen eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, wobei sie das Ziel der Gewichtsveränderung oder der Heilung beziehungsweise Linderung von Krankheiten verfolgen. Umgangssprachlich bezieht sich die Diät meist auf die Gewichtsabnahme. Viele Menschen verbinden mit dieser den vollständigen Verzicht auf Nahrungsmittel, vielmehr kommt es auf das sorgfältige Auswählen derselben an, damit die Power nicht verloren geht.
Die moderne Zeit bringt es mit sich, dass immer mehr Menschen den Tag sitzend verbringen. An Bewegung herrscht ein immer größerer Mangel. Dabei ist der Mensch so konstruiert, dass er sich bewegen muss. Ansonsten versteifen seine Muskeln und Gelenke, der Stoffwechsel verlangsamt sich, es kommt zur übermäßigen Gewichtszunahme.
Dicke Menschen sind in der modernen Zeit aber kaum gefragt. Sie haben weniger Chancen beim anderen Geschlecht. Beruflich sind Schlanke besser angesehen, weil sie für flexibler gehalten werden. Viele Übergewichtige sehen nur einen Ausweg: Sie machen eine Diät.
Generell gilt, dass der Körper die Fettdepots erst dann angreift, wenn er mehr Kalorien verbraucht, als ihm zugeführt werden. Für viele Abnehmwillige bedeutet dies, auf einzelne Lebensmittel, häufig auf ganze Mahlzeiten, für eine gewisse Zeit zu verzichten.
Wer eine solche Diät macht, ist häufig schlecht gelaunt. Das liegt daran, weil ihm die Power zur Bewältigung des Alltags fehlt. An sportliche Betätigung ist kaum zu denken.
Wer richtig abnehmen will, sollte sich darauf besinnen, was die Diät eigentlich ist. Hippokrates nannte sie eine spezielle Ernährung, bei der bestimmte Lebensmittel verzehrt werden. Er sprach also nicht vom Verzicht, sondern von einer gezielten Auswahl. Schon gar nicht meinte er den Austausch von Lebensmitteln durch Ersatznahrung beziehungsweise Medikamente.
Wenn Reduktionsdiäten dieser Art wirklich erfolgen müssen, sollten sie unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Tatsächlich aber ist es leichter, die Ernährung so umzustellen, dass bestimmte Lebensmittel dauerhaft durch andere ersetzt werden. Letztere sollten weniger Kalorien, dafür aber für den Körper lebenswichtige Inhaltsstoffe besitzen.
Einen totalen Verzicht auf das Naschen muss es nicht geben.
Die Denkansätze für Diäten sind verschieden. Meist wird den Abnehmwilligen versprochen, innerhalb einer gewissen Zeit eine bestimmte Anzahl an Kilogramm abzunehmen. Für den Abnehmwilligen bedeutet dies, die Essgewohnheiten für einen gewissen Zeitraum unter Kontrolle zu halten, anschließend kann es mit dem Schlemmen weitergehen.
Eine relativ neue Methode, die den Abnehmwilligen mental weniger fordert, ist die gezielte Auswahl der Lebensmittel an vier Tagen pro Woche. An den anderen Tagen kann er essen, was er möchte. Wer schon an vier Tagen auf eine ausgewogene Ernährung achtet, schafft es vielleicht, nach und nach einen weiteren "Auswahltag" einzulegen.
Wer beim Abnehmen nicht übertreibt, behält auch weiterhin seine Power. Sie ist die beste Grundlage zum Beginnen von sportlichen Aktivitäten. Wer kleine Erfolge verzeichnen kann, wird stolz sein und an Selbstvertrauen gewinnen. Damit steigen seine privaten und beruflichen Chancen, ohne dass gehungert werden muss.
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