18. Mai 2010
Als Haut oder Cutis bezeichnet man das größte Organ des Menschen. Sie dient zum Schutz vor äußeren Einflüssen und Krankheitserregern.
Unter der Haut (Cutis) versteht man ein Flächenorgan, das den Körper von der Außenwelt abgrenzt. Mit 1,5 bis 2 Quadratmetern und einem Gewicht von 3,5 bis 10 Kilogramm ist die Haut das größte Organ des Menschen. Zu ihren Aufgaben gehört der Schutz des Körpers vor Austrocknung, Sonnenlicht oder Krankheitskeimen.
Als Hüllorgan sorgt die menschliche Haut für eine Abgrenzung von Innen und Außen. Gemeinsam mit ihren Anhangsgebilden wie Nägeln, Haaren, Talg- und Schweißdrüsen sorgt die Haut für das Erscheinungsbild eines Menschen. Des Weiteren hat sie eine Vielzahl von Aufgaben und Funktionen. Dazu gehören die Abschirmung des Körperinneren als Barriere, die Regulierung der Körpertemperatur durch Erweiterung der Blutgefäße, die sich in der Haut befinden, die Regulierung des Wasserhaushaltes durch Schwitzen, die Wahrnehmung von Sinneseindrücken wie Berührungen, Reizen und Schmerzen, die Immunfunktion bei bestimmten Erkrankungen wie Allergien oder Infektionen sowie Kommunikation durch Erblassen oder Erröten.
Die menschliche Haut setzt sich aus verschiedenen Schichten zusammen, die unterschiedliche Funktionen haben. Unterteilt wird die Haut in drei Hauptschichten, die Epidermis (Oberhaut), die Dermis oder Corium (Lederhaut) und die Subcutis (Unterhaut). Diese drei Hauptschichten haben verschiedene Aufgaben. So wird von der Oberhaut eine schützende Hornschicht gebildet. Die Lederhaut beinhaltet wichtige Strukturen, die z.B. für den Tastsinn von Bedeutung sind und die Unterhaut dient vor allem als Fettspeicher. Der Teil der Oberhaut, der äußerlich sichtbar ist, setzt sich aus einer Hornschicht zusammen. Diese wiederum wird in erster Linie von Keratinozyten, abgestorbenen Epithelzellen, gebildet. Da es zu Schuppung und Nachbildung kommt, kann die Hornschicht ständig ersetzt werden. Die neuen Epithelzellen, die in den untersten Zelllagen entstehen, gelangen nach dreißig Tagen an die Oberfläche und werden dann als Hornschuppen abgestoßen. Unterteilt wird die Oberhaut in fünf Schichten. Dies sind die Basalzellschicht (Stratum basale), in der die Neubildung der Keratinozyten erfolgt, die Stachelzellenschicht (Stratum spinosum), in der die Epithelzellen über eine netzartige Verbindung verfügen, die Körnerschicht (Stratum granulosum), die stark lichtbrechende Schicht (Stratum lucidum), die nur an dickeren Stellen der Oberhaut vorkommt, wie an den Fußsohlen oder Handflächen sowie die Hornschicht (Stratum corneum).
Zwischen der Oberhaut und der Unterhaut liegt die Lederhaut, die fest mit der Oberhaut verbunden ist. Zusammengesetzt wird sie aus kollagenen und elastischen Fasern, die ein dichtes Netz bilden. Dadurch erhält die Haut ihre Reißfestigkeit und reversible Verformbarkeit. Darüber hinaus beinhaltet die Lederhaut Rezeptoren für den Tastsinn, Nerven, Zellen der Immunabwehr, zahlreiche Hautdrüsen, Haarwurzeln sowie Lymph- und Blutgefäße. Eingeteilt wird die Lederhaut in zwei Schichten. Dies sind die an die Epidermis anliegende Papillarschicht (Stratum papillare) und die an die Unterhaut angrenzende Geflechtschicht (Stratum reticulare). Die Unterhaut, die die Haut mit den darunter liegenden Strukturen verbindet, setzt sich aus lockerem Fett- und Bindegewebe zusammen. Das Fettgewebe der Unterhaut wird wiederum aus Fettzellen zusammengesetzt. Das Fett speichert Energie und dient als Wärmeisolator. Darüber hinaus wird die Verschiebbarkeit der Haut durch die Unterhaut ermöglicht.
Als Hautanhangsgebilde bezeichnet man die Haare mit ihren Talgdrüsen sowie Nägel und Schweißdrüsen, die man in apokrine und ekkrine Schweißdrüsen unterteilt. Des Weiteren teilt man die Haut in zwei Typen ein: Leistenhaut und Felderhaut. Die Leistenhaut findet man an den Innenseiten der Hände, der Finger und der Fußsohlen. Abgesehen von den Schweißdrüsen, hat die Leistenhaut keine Anhangsgebilde. Alle weiteren Hautbereiche werden von der Felderhaut umgeben, die auch die Hautanhangsgebilde enthält.
Die einzelnen Bestandteile der Haut haben verschiedene Aufgaben und Funktionen. So schützt die Hornschicht vor Austrocknung und Verletzungen, die Haare vor Sonnenstrahlen und Wärmeverlust und die Melanocyten vor UV-Strahlung. Die Keimschicht ist für die Nachbildung von Hautzellen zuständig, die Lamellenkörperchen dienen der Aufnahme von Druckreizen, die freien Nervenendigungen sorgen für die Aufnahme von Schmerzempfindung und Berührungsreizen, die Wärme- und Kälterezeptoren sind für die Aufnahme von Temperaturreizen zuständig und die Tastkörperchen für die Aufnahme von Berührungsreizen.
Wie kein anderes Organ, prägt die Haut das Erscheinungsbild eines Menschen. Aus diesem Grund werden an ihr zahlreiche kosmetische Behandlungen vorgenommen. Zu ihren natürlichen Erscheinungen gehören Leberflecken, Sommersprossen und Altersflecken. Durch Tätowierungen, Körperbemalung oder Skarifizierung lässt sich ihr Aussehen künstlich verändern.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
10.05.12 | |
![]() | HAUT |
03.05.12 | |
![]() | HAUT |
13.04.12 | |
![]() | HAUT |
14.01.12 | |
![]() | HAUT |
19.12.11 | |
![]() | HAUT |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Haut Forum

