28. September 2011
Unter Völlegefühl versteht man das Gefühl, dass Magen und Darm zu voll sind. Meistens wird es durch die übermäßige Produktion von Gasen im Darm ausgelöst.
Spricht man von Völlegefühl, ist damit gemeint, dass sich Magen und Darm übervoll anfühlen. Oftmals zeigen sich dabei noch weitere Beschwerden.
Völlegefühl kann sowohl über einen kurzen als auch über einen längeren Zeitraum auftreten. Der Betroffene hat dabei das Gefühl, dass ihm etwas im Magen liegen würde. Außerdem fühlt sich der Bauch aufgebläht und hart an und wölbt sich nach vorne. Neben dem Völlegefühl können noch weitere Beschwerden auftreten. Dazu gehören vor allem Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall. In schweren Fällen leiden die Betroffenen auch unter Erbrechen, kolikartigen Bauchschmerzen, Magenschmerzen oder Krämpfen.
Welche Therapie bei Völlegefühl am wirksamsten ist, hängt vom Auslöser des Symptoms ab. Sofern keine Erkrankung für das Völlegefühl verantwortlich ist, lässt es sich auf einfache Weise behandeln. Wurden die Beschwerden durch zu umfangreiches Essen oder die Zusammensetzung der Nahrung hervorgerufen, gelten Tees wie Pfefferminztee, Kamillentee, Anistee, Fencheltee oder Kümmeltee als hilfreich. Zu empfehlen sind auch pflanzliche Bittermittel wie Angelikawurzel oder Enzianwurzel. Ebenfalls zur Linderung von Völlegefühl trägt das Auflegen einer Wärmflasche auf den Bauch bei. Außerdem ist es sinnvoll, sich ein bisschen zu bewegen, um auf diese Weise die Verdauung und das Abklingen der Beschwerden zu fördern. Während das Völlegefühl anhält, empfiehlt es sich, den Genuss von Kaffee, Alkohol und Zigaretten deutlich einzuschränken.
Damit Völlegefühl gar nicht erst entsteht, sollte man auf allzu üppige Mahlzeiten oder bestimmte Nahrungsmittel lieber verzichten. So ist es ratsam, vom Genuss von fettigem Essen, bestimmten Kohlsorten, Hülsenfrüchten, Nüssen und zu viel Süßigkeiten abzusehen, denn diese Speisen fördern das unangenehme Völlegefühl. Wichtig ist auch, für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen. Empfohlen wird vor allem stilles Mineralwasser ohne Kohlensäure. Während des Essens sollte man darauf achten, dass man langsam und ruhig kaut. Leidet man aufgrund von Anspannung und Stress unter Völlegefühl, werden Entspannungsmethoden wie beispielsweise Autogenes Training oder die Muskelrelaxation nach Jacobsen empfohlen. Wird das Völlegefühl jedoch durch eine bestimmte Krankheit wie einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) oder einem Geschwür verursacht, muss eine spezielle medizinische Behandlung erfolgen, bei der man dem Patienten in der Regel Medikamente verabreicht. Im Falle einer Infektion, die beispielsweise durch das Bakterium Heliobacter pylori ausgelöst wird, können auch Antibiotika nötig sein. Leidet der Patient neben dem Völlegefühl zusätzlich unter Krämpfen, erhält er krampflösende Mittel.
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