Ein Völlegefühl entsteht, wenn der Magen schlicht und einfach zu voll ist. Durch verschluckte Luft entsteht eine übermäßige Gasbildung im Darmbereich und Blähungen können auftreten; weiterhin kann es auch zu Bauchkrämpfen und Verstopfung kommen. Die häufigste Ursache des Völlegefühls ist das "Überfressen", was zur Überlastung des Magens führt.
Patienten, die unter einem Völlegefühl leiden, können dies nur kurzzeitig bemerken oder auch über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder. Die Patienten haben dann das Gefühl, als würde ihnen etwas „im Magen liegen“. Der Magen fühlt sich überfüllt an und der Bauch ist hart und rund. Bei einigen Patienten treten neben dem Völlegefühl weitere Symptome wie z.B. Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Sodbrennen, Bauchkrämpfe und Blähungen auf. Aufgrund des Völlegefühls haben die Patienten auch wenig Appetit.
Meist tritt das Völlegefühl auf, wenn der Mensch zu viel und vor allem zu fette Nahrung verzehrt hat. Besonders bei schnellem Essen wird viel Luft geschluckt und kann dann neben Blähungen auch zu einem Völlegefühl führen. Auch blähende Nahrungsmittel wie z.B. Kohl können nach dem Verzehr ein Völlegefühl verursachen. Auch zu viel Alkohol begünstigt die Entstehung des Völlegefühls.
Krankheiten können ebenfalls die Ursache des regelmäßigen Völlegefühls sein. Dazu zählen z.B. eine Magenschleimhautentzündung, ein Pilz im Darm oder auch ein Geschwür in Magen und/oder Darm. Viele Frauen bemerken auch an den „Tagen vor den Tagen“ ein Völlegefühl. Dieses tritt dann im Rahmen des so genannten Prämenstruellen Syndroms auf.
Nicht immer muss das Völlegefühl ärztlich behandelt werden. Nur wenn die Beschwerden lange Zeit andauern, müssen Untersuchungen wie z.B. eine Magen- und Darmspiegelung mit Entnahme einer Gewebeprobe, eine Computertomografie, eine Blutabnahme und/oder eine Ultraschalluntersuchung erfolgen, um die ursächliche Erkrankung herauszufinden.
Liegt keine ursächliche Erkrankung hinter den Beschwerden, so helfen meist Tees aus Fenchel, Kümmel und Anis gegen das Völlegefühl. Auch Wärme kann die Beschwerden lindern. Zusätzlich sollte sich der Patient viel bewegen, um die Verdauung zu aktivieren. Grundsätzlich sollte die Nahrung viele Ballaststoffe enthalten und auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt werden.
Steckt eine Krankheit hinter dem Völlegefühl, so kann eine Medikamenteneinnahme oder eine Operation notwendig sein, um die Beschwerden zu beheben.
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