Donnerstag 02.10.2014 00:24

Schnaps Artikel

Herstellung und Verarbeitung von Schnaps

Schnaps ist aus dem heutigen Nachtleben kaum mehr wegzudenken. So wird dieser nicht nur pur konsumiert, sondern findet auch in zahlreichen Mischgetränken Verwendung. Doch wie wird dieses Genussmittel überhaupt hergestellt, welches insbesondere in Kneipen häufig serviert wird?

Prinzipiell kann in diesem Zusammenhang kein einheitliches Verfahren angegeben werden. Dies ist schlicht auf die Tatsache zurückzuführen, nach welcher es vielfältige Möglichkeiten gibt, eine Spirituose herzustellen. Stattdessen wird sich nun auf jene Technik konzentriert, welche all diese Herstellungsverfahren gemeinsam haben: die Destillation.

Ablauf

Für die Destillation wird zunächst eine Grundsubstanz benötigt, bei welcher es sich im Falle der Schnapsproduktion um organische Pflanzenstoffe handelt. Diese werden daraufhin zur Maische verarbeitet, wofür den Pflanzenstoffen unter anderem auch Wasser zugeführt wird. Im Zuge der Destillation wird die Maische in eine Brennblase gegeben, welche in mehreren Gängen auf Temperaturen über 100°C erhitzt wird.

Eine solche Erhitzung wird als Lauf bezeichnet, wobei es bei klassischer Schnapsproduktion einen Vor-, Mittel- und Nachlauf gibt. Während eines solchen Laufs kommt es zum Verdampfen von Anteilen der Maische, welche wiederum mit Hilfe eines Kessels oberhalb der Brennblase aufgefangen werden. Bei diesen Anteilen handelt es sich um Alkoholdämpfe. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass Alkohol eine geringere Dichte als die restlichen Inhaltsstoffe aufweist und somit auch zuerst im Falle einer starken Erhitzung verdampft.

Die Dämpfe, welche sich im Rohrsystem oberhalb der Brennblase wieder zu einer Flüssigkeit sammeln, fließen daraufhin durch das sogenannte Glockenbodensystem. In diesem wird dem Destillat nochmals der Wasseranteil entzogen, sodass das Endprodukt des Destillierens hochwertiger und möglichst reiner Alkohol ist.

Weiterverarbeitung

Im Zuge der Schnapsproduktion wird dieses Destillat in der Regel noch weiter verarbeitet, wonach es auch noch zu einer Reifung in Fässern oder Stahltanks kommen kann, wie es bei der Whiskey- und Rumproduktion der Fall wäre.

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