Bäume: Birkenpollen und Buchenpollen

Grafik Seitenansicht menschlicher Kopf, vor ihm fliegen bunte Kugeln - Pollenallergie

Die Blütezeit der Birke erfolgt von Februar bis Juli; im April und Mai beginnt die Buche zu blühen

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Hervorgerufen wird Heuschnupfen von verschiedenen Pollenarten. Zu den Baumpollen gehören u.a. die Birkenpollen und die Buchenpollen.

Birkenpollen

Die Birke (Betula) zählt zu den Laubbäumen und stammt aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Insgesamt gibt es rund 40 verschiedene Arten von Birken, die man in

findet. Da sämtliche Birken windbestäubt werden, schütten sie während ihrer Blütezeit große Mengen an Pollen aus. Die Birkenpollenallergie zählt zu den aggressivsten Pollenallergien. Es gibt keine andere Pflanze, die so viele Pollen abgibt; dabei können diese auch schnell in die Wohnung gelangen.

Birken gelten als anspruchslos, sodass sie bei unterschiedlichen Boden- und Klimabedingungen gedeihen können. Für diverse Vögel, Insekten und Pilze ist die Birke sehr wichtig. Vor allem Schmetterlinge siedeln sich gerne auf ihr an.

Pollenmerkmale und Blütezeit

Die Birkenpollen gelten als hochpotente Allergene. So kam es in den letzten Jahren zu einem deutlichen Anstieg an Birkenpollen-Allergien.

Mittlerweile leiden ungefähr 20 bis 25 Prozent aller Mitteleuropäer unter einer Allergie gegen Birkenpollen. Neben Heuschnupfen können Birkenpollen auch Neurodermitis auslösen.

Die Blütezeit der Birke erfolgt in der Regel von Anfang Februar bis Ende Juli, wobei die Hauptsaison der Birkenpollen in den Monaten März und April ist. Die Blütezeiten sind allerdings regional unterschiedlich. So beginnt die Blütezeit in höher gelegenen Gebieten meist erst später.

Betroffene müssen alle zwei Jahre mit verstärkten Beschwerden rechnen, denn in diesem Zyklus - man spricht von Mastjahren - fällt die Pollenproduktion besonders stark aus. Zu den typischen Symptomen zählen Niesreiz, geschwollene Schleimhäute und juckende Augen.

Mögliche Kreuzallergien

Bei einer Birkenpollenallergie besteht auch die Gefahr, dass es zu einer Kreuzallergie mit

kommt. Doch auch Allergien gegen Nüsse sowie Obstsorten wie Birnen, Äpfel und Kirschen können sich entwickeln.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose Birkenpollenallergie lässt sich durch

  • einen Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST)
  • einen Prick-Test oder
  • eine so genannte nasale Provokation

stellen. Dabei atmet der Patient Testallergene durch die Nase ein. Durch eine Hyposensibilisierung ist es möglich, der Allergie entgegenzuwirken. Bei einer lediglich leichten Allergie können auch Allergiemedikamente Abhilfe schaffen.

Buchenpollen

Ebenfalls zu den Laubbäumen gehört die Buche. Sie ist in weiten Teilen Europas beheimatet und wächst bevorzugt an Waldrändern, an der Grenze zu Wiesen.

Ihre Blütezeit liegt in den Monaten Mai und Juni. Die Pollen der Buche können allergische Reaktionen auslösen. Allerdings gelten Allergien gegen Buchenpollen eher als selten.

Häufiger sind Birkenpollenallergiker betroffen, bei denen es zu einer Kreuzreaktion auf die Hainbuche kommt. Die Moleküle ihrer Pollen sind größer und somit allergener, als die der Rotbuche.

Diagnose und Behandlung

Ein Problem ist, dass die Blütezeit der Buche direkt nach der Blütezeit der Birke in den Monaten April und Mai beginnt. Außerdem findet während der Blütezeit der Buche auch die Blüte der Gräser statt.

Aus diesem Grund ist es schwierig, eine Buchen-Allergie festzustellen oder von anderen Allergien abzugrenzen. Darüber hinaus kann es zu einer Kreuzallergie mit Birkenpollen kommen.

Diagnostizieren lässt sich eine Buchenpollenallergie entweder durch

  • einen Prick-Test
  • einen RAST-Test oder
  • eine nasale Provokation.

Besteht eine Allergie gegen Buchenpollen, sollten besonders in der Blütezeit Buchenwälder gemieden werden. Liegt eine Kreuzallergie zu Birkenpollen vor, kann eine Hyposensibilisierung erfolgen.

Grundinformationen zu Heuschnupfen

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: pollenalergie © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema