Pollenarten - Auslöser einer Pollenallergie (Allergische Rhinitis)

Zu den unangenehmsten Allergien gehört der so genannte Heuschnupfen. Er wird von verschiedenen Pollen ausgelöst. Zu diesen lassen sich Gräser, Kräuter und Bäume zählen. Im Pollenflugkalender erhält man stets einen aktuellen Überblick bezüglich der Pollenbelastung, um entsprechend vorbeugen zu können. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die unterschiedlichen Pollenarten.

Bäume, Gräser und Kräuter, die einen Heuschnupfen auslösen können

Heuschnupfen im Überblick

Spricht man von Heuschnupfen, ist damit ein allergischer Schnupfen gemeint. Mediziner bezeichnen ihn auch als Allergische Rhinitis oder Rhinitis allergica. Im Grunde genommen handelt es sich bei Heuschnupfen um eine Pollenallergie, da er von Pollen unterschiedlicher Art hervorgerufen wird.

Bei der allergischen Rhinitis handelt es sich um eine allergisch bedingte Nasenschleimhautentzündung. In vielen Fällen leiden Betroffene zusätzlich unter einer Nasennebenhöhlenentzündung und Asthma.

Verbreitung und Symptome

In Mitteleuropa leiden ca. 20 Prozent der Bevölkerung unter allergischer Rhinitis. Typisch für den Heuschnupfen ist, dass er vorwiegend im Frühling und im Sommer, also während der Pollensaison, auftritt. In den meisten Fällen zeigt sich eine allergische Rhinitis bereits in der Kindheit und bleibt oft für den Rest des Lebens bestehen.

Die betroffenen Personen leiden unter Beschwerden wie

Ursachen

Ihren Anfang nimmt eine Pollenallergie mit der Sensibilisierung durch ein bestimmtes Allergen. Bei diesem Erstkontakt treten zunächst noch keine Symptome auf.

Das Allergen wird von einer Abwehrzelle aufgenommen, die es einem T-Lymphozyt vorlegt. Dieser regt dann B-Lymphozyten dazu an, sich zu vermehren und gegen den Eindringling vorzugehen.

So kommt es zur Herstellung von IgE-Antikörpern, die sich ausschließlich gegen das Allergen richten und sich an Mastzellen binden. Kommt es später zu einem weiteren Kontakt mit dem Allergen, wird dieses vom Abwehrsystem des Körpers bekämpft, was die typischen Beschwerden wie Schnupfen, Niesen und Juckreiz zur Folge hat.

Unterschiedliche Auslöser

Eine Pollenallergie kann von den unterschiedlichsten Pollenarten ausgelöst werden. Dazu gehören

Betroffene haben die Möglichkeit, jährlich einen Pollenflugkalender zur Hilfe zu nehmen, um sich über die aktuelle Belastung durch die Pollenarten zu informieren und entsprechend vorzubeugen.

Bei Pollen oder Blütenstaub handelt es sich um eine Masse, welche in den Staubblättern der jeweiligen Samenpflanzen entsteht. Der Pollen besteht aus Pollenkörnern.

Pollen werden vom Wind verbreitet. Nachdem die Pollenkörner mit einer wässrigen Phase in Kontakt getreten sind, werden unterschiedliche Zucker, Lipide und Proteine freigsetzt.

Es kommt zu einer spezifischen Immunreaktion auf einige Lipide und Proteine - ab dem zweiten Kontakt wird eine allergische Reaktion ausgelöst, welche sich den typischen Allergiesymptomen zeigt. Die Pollenkonzentration ist morgens auf dem Land und abends in der Stadt hoch.

Über die unterschiedlichen Pollenarten informieren wir im Folgenden.

Baumpollen

Zunächst geben wireinen Überblick über die unterschiedlichen Baumpollen.

Birkenpollen

Die Birke (Betula) zählt zu den Laubbäumen und stammt aus der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Insgesamt gibt es rund 40 verschiedene Arten von Birken, die man in

findet. Da sämtliche Birken windbestäubt werden, schütten sie während ihrer Blütezeit große Mengen an Pollen aus. Die Birkenpollenallergie zählt zu den aggressivsten Pollenallergien. Es gibt keine andere Pflanze, die so viele Pollen abgibt; dabei können diese auch schnell in die Wohnung gelangen.

Birken gelten als anspruchslos, sodass sie bei unterschiedlichen Boden- und Klimabedingungen gedeihen können. Für diverse Vögel, Insekten und Pilze ist die Birke sehr wichtig. Vor allem Schmetterlinge siedeln sich gerne auf ihr an.

Pollenmerkmale und Blütezeit

Die Birkenpollen gelten als hochpotente Allergene. So kam es in den letzten Jahren zu einem deutlichen Anstieg an Birkenpollen-Allergien.

Mittlerweile leiden ungefähr 20 bis 25 Prozent aller Mitteleuropäer unter einer Allergie gegen Birkenpollen. Neben Heuschnupfen können Birkenpollen auch Neurodermitis auslösen.

Die Blütezeit der Birke erfolgt in der Regel von Anfang Februar bis Ende Juli, wobei die Hauptsaison der Birkenpollen in den Monaten März und April ist. Die Blütezeiten sind allerdings regional unterschiedlich. So beginnt die Blütezeit in höher gelegenen Gebieten meist erst später.

Betroffene müssen alle zwei Jahre mit verstärkten Beschwerden rechnen, denn in diesem Zyklus - man spricht von Mastjahren - fällt die Pollenproduktion besonders stark aus. Zu den typischen Symptomen zählen Niesreiz, geschwollene Schleimhäute und juckende Augen.

Mögliche Kreuzallergien

Bei einer Birkenpollenallergie besteht auch die Gefahr, dass es zu einer Kreuzallergie mit

  • Buchenpollen
  • Eichenpollen
  • Haselpollen
  • Erlenpollen
  • Eschenpollen oder
  • Beifußpollen

kommt. Doch auch Allergien gegen Nüsse sowie Obstsorten wie Birnen, Äpfel und Kirschen können sich entwickeln.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose Birkenpollenallergie lässt sich durch

  • einen Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST)
  • einen Prick-Test oder
  • eine so genannte nasale Provokation

stellen. Dabei atmet der Patient Testallergene durch die Nase ein. Durch eine Hyposensibilisierung ist es möglich, der Allergie entgegenzuwirken. Bei einer lediglich leichten Allergie können auch Allergiemedikamente Abhilfe schaffen.

Buchenpollen

Ebenfalls zu den Laubbäumen gehört die Buche. Sie ist in weiten Teilen Europas beheimatet und wächst bevorzugt an Waldrändern, an der Grenze zu Wiesen.

Ihre Blütezeit liegt in den Monaten Mai und Juni. Die Pollen der Buche können allergische Reaktionen auslösen. Allerdings gelten Allergien gegen Buchenpollen eher als selten.

Häufiger sind Birkenpollenallergiker betroffen, bei denen es zu einer Kreuzreaktion auf die Hainbuche kommt. Die Moleküle ihrer Pollen sind größer und somit allergener, als die der Rotbuche.

Diagnose und Behandlung

Ein Problem ist, dass die Blütezeit der Buche direkt nach der Blütezeit der Birke in den Monaten April und Mai beginnt. Außerdem findet während der Blütezeit der Buche auch die Blüte der Gräser statt.

Aus diesem Grund ist es schwierig, eine Buchen-Allergie festzustellen oder von anderen Allergien abzugrenzen. Darüber hinaus kann es zu einer Kreuzallergie mit Birkenpollen kommen.

Diagnostizieren lässt sich eine Buchenpollenallergie entweder durch

  • einen Prick-Test
  • einen RAST-Test oder
  • eine nasale Provokation.

Besteht eine Allergie gegen Buchenpollen, sollten besonders in der Blütezeit Buchenwälder gemieden werden. Liegt eine Kreuzallergie zu Birkenpollen vor, kann eine Hyposensibilisierung erfolgen.

Eichenpollen

Die Eiche (Quercus) gehört der Familie der Buchengewächse (Fagaceae) an. Insgesamt gibt es ca. 600 Eichen-Arten, womit die Eiche die bedeutendste Laubbaumgattung der nördlichen Hemisphäre ist.

Die Früchte der Eiche stellen ein beliebtes Nahrungsmittel für Wildschweine dar. Pharmazeutisch kommt Eichenrinde bei Entzündungskrankheiten von Haut und Schleimhaut oder bei Durchfall zur Anwendung, da sie einen hohen Gerbstoffgehalt aufweist.

Blütezeit und Pollenmerkmale

Die Blütezeit der Eiche findet von Mitte März bis Mitte Juli statt. Als Hauptsaison gilt der Zeitraum zwischen Ende April und Mitte Mai. Die Blütezeiten können jedoch regional unterschiedlich ausfallen.

Zu den Hauptpollen-Allergenen werden die Eichenpollen nicht gezählt. Allerdings können auch sie allergische Beschwerden verursachen.

Bei den meisten Eichenpollen-Allergikern besteht auch eine Kreuzallergie gegen Birken- und Buchenpollen. Auch

zählen zu den Kreuzallergenen. Dagegen treten reine Allergien gegen Eichenpollen nur selten auf.

Diagnose und Behandlung

Um eine Allergie gegen Eichenpollen zu ermitteln, kommen die üblichen Allergietests wie

  • RAST
  • der Prick-Test oder
  • die nasale Provokation

zum Einsatz. Besteht eine Eichenpollen-Allergie, gilt es, während der Blütezeit Eichenwälder zu meiden. Es ist aber auch möglich, eine Hyposensibilisierung gegen das Allergen durchzuführen.

Mitunter können auch diverse Hausmittel vorhandene Beschwerden lindern. Dazu zählen zum Beispiel Nasenduschen oder Dampfbäder mit Salzwasser, diverse Teemischungen (wie Brennnessel, Schafgarbe, Mariendistel) und das regelmäßige Waschen von Händen und Gesicht nach dem Aufenthalt im Freien.

Erlenpollen

Zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) zählt die Erle (Alnus). In Mitteleuropa verbreitet sind die drei Arten Schwarz-Erle, Grau-Erle und Grün-Erle. Erlen gehören zu den Laubbäumen und gedeihen bevorzugt in der Nähe von Gewässern wie Flüssen, Seen und Bächen.

Blütezeit und Pollenmerkmale

Die Blütezeit dauert von Dezember bis Ende Mai, wobei die Hauptsaison zwischen Ende Februar und Ende März liegt. Die Grün-Erle, die vor allem in Gebirgen vorkommt, hat ihre Blütezeit dagegen im Juni.

Zusammen mit Birkenpollen und Haselpollen stellen Erlenpollen die bedeutendsten Baumpollenallergene dar. So sind ca. 20 bis 30 Prozent aller Pollenallergiker von einer Erlenpollen-Allergie betroffen. Des Weiteren können Kreuzallergien zu

  • Birkenpollen
  • Eichenpollen
  • Haselpollen und
  • Hainbuchenpollen

bestehen, ebenso zu Nüssen und diversen Obstsorten, zum Beispiel Birnen, Äpfeln, Pflaumen und Kirschen.

Die Beschwerden einer Erlenpollenallergie können stark ausgeprägt sein und zeigen sich vor allem morgens. Typisch sind tränende Augen, die mit einer geröteten Bindehaut sowie einer hohen Lichtempfindlichkeit einhergehen. Auch die laufende Nase gehört zu den Symptomen.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose einer Erlenpollen-Allergie erfolgt durch

  • eine nasale Provokation
  • einen RAST-Test oder
  • einen Prick-Test.

Allergiker müssen die auslösenden Erlenpollen konsequent meiden. Zum Teil ist auch eine Hypersensibilisierung möglich.

Eschenpollen

Die Esche (Fraxinus excelsior), die man auch unter den Namen Gemeine Esche oder Gewöhnliche Esche kennt, ist eine Laubbaumart, die in Europa häufig vorkommt und zu den Ölbaumgewächsen (Oleaceae) zählt.

Eine Esche kann bis zu 300 Jahre alt werden. Ihre Blütezeit erfolgt zwischen März und Mai.

Eschen wachsen vor allen Dingen in Mischwäldern; man kann sie aber auch in Parks vorfinden. Auch wenn ihre Anzahl verglichen mit anderen Baumarten gering ist, lassen sich die Pollen über den Wind breitflächig verteilen.

Mögliche Kreuzallergien

Als Auslöser von Allergien treten die Pollen der Esche nur selten in Erscheinung. Allerdings können Kreuzallergien zu

  • Flieder
  • Olive
  • Liguster
  • Forsythie
  • Jasmin und
  • Ölbaum

bestehen.

Diagnose und Therapie

Ob eine Allergie gegen Eschenpollen vorliegt, lässt sich durch die üblichen Allergietests feststellen. Für den Fall, dass man tatsächlich unter einer Allergie leidet, ist es wichtig, Eschen während der Blütezeit zu meiden. Außerdem ist eine Hyposensibilisierung möglich.

Mitunter helfen auch einige Hausmittel gegen die Beschwerden; zu diesen zählen Nasenspülungen mit Salzwasser sowie Teemischungen aus

  • Schafgarbe
  • Brennnessel
  • Salbei und
  • Mariendistel.

Wird dieser Tee als Kur während der Blütezeit getrunken, können die Symptome deutlich gelindert werden. Ebenso hilfreich sind regelmäßige Saunagänge.

In Sachen Alternativmedizin haben sich bei Eschenpollen

bewährt.

Hainbuchenpollen

Ein weiterer möglicher Allergieauslöser ist die Hainbuche (Caprinus betulus), die zur Familie der Birkengewächse gehört. Die Laubbaumart gedeiht vor allem in Europa und Westasien.

Mit der Rotbuche besteht allerdings keine Verwandtschaft. Die Blütezeit der Hainbuche findet zwischen Anfang März und Mitte Juni statt, wobei die Hauptsaison im April erfolgt.

Mögliche Kreuzallergien

Zu Allergien durch Hainbuchenpollen kommt es sehr selten, da ihre allergene Potenz nur gering bis mäßig ist. In manchen Fällen können jedoch Kreuzallergien zu anderen Baumpollen wie

  • Erlenpollen und Eichenpollen oder
  • Buchenpollen und Birkenpollen sowie
  • Haselpollen

auftreten. Zu den weiteren Kreuzallergenen zählen

Symptome der Kreuzreaktionen

Bestehen Kreuzreaktionen durch Nahrungsmittel sind zusätzlich zu den typischen Allergiebeschwerden

möglich.

Diagnose und Behandlung

Feststellen lässt sich eine Allergie gegen Hainbuchenpollen durch

  • das RAST-Verfahren
  • eine nasale Provokation oder
  • einen Prick-Test.

Wer unter allergischen Reaktionen leidet, muss der Hainbuche besonders in der Blütezeit aus dem Weg gehen. Sowohl bei einer Hainbuchenpollen-Allergie als auch bei einer Kreuzallergie gegen Haselpollen, Erlenpollen oder Birkenpollen lässt sich eine Hyposensibilisierung durchführen. Zudem gelten auch hier die oben beschriebenen Hausmittel und alternativmedizinischen Maßnahmen.

Haselpollen

Die Hasel (Corylus) wird der Familie der Birkengewächse zugerechnet. Man findet ihre verschiedenen Arten sowohl in Europa als auch in Asien und Nordamerika. Haseln, die auch Haselsträucher oder Haselnusssträucher genannt werden, kommen vor allem in Wäldern und an Waldrändern vor.

Die Blütezeit des Laubbaums hängt von den Temperaturbedingungen ab. So kann die Hasel bei Temperaturen ab fünf Grad Celsius bereits ab Dezember blühen. Als Hauptsaison gilt der Zeitraum zwischen Mitte Februar und Ende März. In jeder einzelnen Blüte befinden sich rund zwei Millionen Pollenkörner.

Pollenmerkmale und Kreuzallergien

Die allergene Potenz der Haselpollen wird als mäßig bis hoch eingestuft. So sind Haselpollen nach Birkenpollen die zweithäufigsten Allergieauslöser unter den Baumpollen. Des Weiteren kann es zu Kreuzallergien mit

  • Birkenpollen
  • Buchenpollen und
  • Erlenpollen

kommen. Zu den weiteren Kreuzallergenen zählen diverse Obst-, Gemüse- und Nusssorten wie

Kreuzreaktionen machen sich in Form von Verdauungsstörungen, Hautausschlägen und Schwellungen, besonders an Lippen und Zunge, bemerkbar.

Pappelpollen

Pappeln (Populus) zählen zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Dabei handelt es sich um baumförmige Pflanzen, die vor allem in Eurasien und Nordamerika beheimatet sind.

Man findet sie bevorzugt in Wäldern und an Flussufern. Die sommergrünen Bäume können ein Alter zwischen 100 und 200 Jahren erreichen. Die Blütezeit der Pappel erfolgt zwischen März und Mai, wobei im April die Hauptblütezeit stattfindet.

Pollenmerkmale

Pappelpollen werden als relativ häufige Allergieauslöser eingestuft. So leiden ca. 20 Prozent aller Pollenallergiker unter einer Pappel-Allergie.

Dabei gehören nicht nur die Pappelpollen zu den Allergenen, sondern auch Propolis. Dies ist eine klebrige Masse, die Honigbienen aus dem Knospensaft der Pappel zum Abdichten ihrer Waben verwenden.

Bei der Propolis-Allergie handelt es sich um eine Kontaktallergie, die sich durch Ekzeme an der Hand und Entzündungen im Gesicht bemerkbar macht. Kreuzallergien zu anderen Pollenarten sind nicht bekannt.

Mitunter kann es jedoch bei einer Allergie auf Pappelpollen zu Kreuzallergien kommen. Mögliche Auslöser sind

  • Gemüse wie Sellerie und Karotten
  • Kerne und Nüsse wie Haselnüsse, Mandeln und Walnüsse
  • Kern- und Steinobst wie Pflaumen, Äpfel und Kirschen

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose Pappelpollen-Allergie lässt sich durch

  • einen Prick-Test
  • die RAST-Methode oder
  • das Einatmen von Testallergenen

stellen. Während der Blütezeit ist es ratsam, Pappelwälder zu meiden. Auch eine Hyposensibilisierung ist möglich.

Liegt eine Propolis-Allergie vor, darf kein Kontakt zu Bienenwaben und Bienenharz erfolgen. Mitunter kann auch eine Allergie gegen Bienenhonig bestehen.

Als hilfreiche alternativmedizinische Maßnahmen gelten die Homöopathie, Bachblüten sowie Schüßler Salze.

Platanenpollen

Bei den Platanen (Platanus) handelt es sich um die einzige Gattung der Platanengewächse (Platanaceae). In Europa gedeihen sie vor allem in gemäßigten Klimazonen wie dem Mittelmeerraum.

Die halbimmergrünen Laubbäume können Wuchshöhen zwischen 25 und 50 Metern erreichen. Die Blütezeit der Platanen findet zwischen März und Mai statt. Als Hauptsaison gelten die Monate April und Mai.

Bestäubt werden die Platane durch den Wind. Da sie widerstandsfähig gegen verschmutzte Luft sind, pflanzt man sie häufig als Straßenbäume an.

Pollenmerkmale und Kreuzallergien

Die Pollen der Platanen schwärmen vor allem im März aus. Im Mittelmeerraum gelten sie als hochaggressive Allergene und lösen Heuschnupfen aus.

Selbst bei Nichtallergikern kann es aufgrund des hohen Schwebegehaltes zu Atemproblemen und Husten kommen. Wer als Allergiker Urlaub im Mittelmeerraum machen möchte, sollte nicht während der Blütezeit der Platanen reisen.

Selten besteht die Platanenpollenallergie als einzige - mögliche Kreuzallergene sind

  • Buche und Hainbuche
  • Birke
  • Hasel
  • Eiche
  • Erle sowie
  • Kräuter- und Gräserpollen.

Behandlung

Behandelt werden die typischen Allergiebeschwerden mitunter mit Antihistaminen, die man als Spray, Pillen oder Tropfen erhält. Im Bereich der Alternativmedizin können Homöopathie, Bachblüten, Schüßler Salze und die Traditionelle Chinesische Medizin helfen. Auch eine immunregulierende Ernährung ist zu empfehlen; dabei sollte man auf Omega-3-Fettsäuren, antioxidativ wirkende Vitamine, Kalzium und Magnesium zurückgreifen.

Ulmenpollen

Ebenfalls zu den Allergenen zählen Ulmenpollen. Die Ulme (Ulmus) gehört der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae) an.

Sie kommt vor allem in Wäldern, Auwäldern und Gebüschen vor. Die Blütezeit der immergrünen oder laubabwerfenden Bäume setzt im März ein und dauert teilweise bis in den Mai hinein.

Pollenmerkmale

Allergien werden durch Ulmenpollen sehr selten hervorgerufen, sodass deren allergene Potenz nur als gering bis mäßig gilt. Auch Kreuzallergien treten nicht auf.

Diagnose und Behandlung

Um eine mögliche Allergie gegen Ulmenpollen festzustellen, können Standardtests wie

  • der Prick-Test
  • die nasale Provokation oder
  • die RAST-Methode

zur Anwendung kommen. Sollte eine Ulmenpollen-Allergie bestehen, müssen Gebiete, in denen sich Ulmen befinden, gemieden werden, was vor allem für die Blütezeit gilt. Es ist aber auch möglich, eine Hyposensibilisierung gegen die Pollen vornehmen zu lassen.

Weidenpollen

Bei den Weiden (Salix) handelt es sich um Vertreter aus der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Insgesamt sind rund 450 Weiden-Arten bekannt, von denen 30 bis 40 in Europa vorkommen.

Sie wachsen bevorzugt an feuchten Standorten. Die Blütezeit der Laubgehölze erstreckt sich von Anfang Februar bis Ende Juni. Als Hauptsaison gilt die Zeit von Mitte März bis Anfang Mai.

Pollenmerkmale

Da die allergene Potenz der Weidenpollen gering ist, treten Allergien nur sehr selten auf. Allerdings kann es zu Kreuzallergien unter den verschiedenen Weidenarten sowie mit Pappelpollen kommen.

Gräserpollen

Neben Pollen von Bäumen und Sträuchern können auch Gräserpollen allergische Reaktionen wie Heuschnupfen auslösen.

Gerstenpollen

Gerste (Hordeum) zählt zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Insgesamt unterscheidet man zwischen 32 verschiedenen Arten, die in

vorkommen. Die wichtigste Art ist jedoch die Kulturgerste (Hordeum vulgare), die vom Menschen auf der ganzen Welt angebaut wird. So verwendet man Gerste unter anderem zum Herstellen von Bier, Spirituosen und Brotgetreide.

Pollenmerkmale

Als Nahrungsmittel oder durch Einatmen kann Gerste Allergien auslösen. Allerdings kommen Nahrungsmittelallergien, die von Gerste ausgelöst werden, nur sehr selten vor.

Eine noch geringere Rolle beim Auslösen von Allergien spielen Gerstenpollen. Das liegt daran, dass von der Gerste kaum Pollen freigesetzt werden. Auch Kreuzallergien sind nicht bekannt.

Behandlung

Für den Fall, dass eine Allergie gegen Gerstenmehl besteht, muss der Allergiker auf den Genuss von Gerstenmehlprodukten wie zum Beispiel Fladenbrot und Graupen verzichten. Falls erforderlich, kann auch eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden.

Haferpollen

Genau wie Gerste gehört auch Hafer (Avena) zu den Süßgräsern. Man benutzt diese Getreideart vor allem als Futter für Tiere. Aber auch für die menschliche Ernährung lässt sich Hafer in Form von Haferflocken oder Hafermehl verwenden.

Pollenmerkmale und Kreuzallergien

Aus allergologischer Sicht sind Haferpollen von untergeordneter Bedeutung, denn Hafer setzt nur sehr wenige Pollen frei. Bei Menschen, die beruflich viel mit der Verarbeitung von Hafermehl zu tun haben, wie zum Beispiel Bäcker, besteht die Gefahr eines so genannten Bäckerasthmas.

Insgesamt sind Allergien durch Hafermehl jedoch selten zu verzeichnen. Mitunter kann es zu Kreuzallergien mit

kommen.

Behandlung

Sollte tatsächlich einmal eine Allergie gegen Hafermehl auftreten, muss der Betroffene den regelmäßigen Kontakt mit dem Mehl vermeiden. Außerdem ist eine Hyposensibilisierung möglich.

Maispollen

Bei Mais handelt es sich um ein Süßgras, das seinen Ursprung in Mexiko hat. In der heutigen Zeit zählt Mais zu den wichtigsten Getreidesorten auf der Welt. So gibt es ca. 50.000 verschiedene Maissorten.

Da Mais eine wichtige Rolle bei der Ernährung spielt, baut man ihn als Nutzpflanze an. Darüber hinaus findet er zunehmend Verwendung bei der Herstellung von Biokraftstoffen. Die Hauptblütezeit des Mais liegt in den Monaten Juli, August und September.

Pollenmerkmale

Da Mais durch den Wind bestäubt wird, stellt er große Mengen an Pollen her. Diese können mitunter zu einer Pollenallergie führen, was jedoch nur selten der Fall ist. Auch zu Kreuzallergien kommt es aufgrund der schlechten Flugeigenschaften der Maispollen nur selten.

Außerdem sind die Maispollen so groß, dass sie nur geringe Strecken zurücklegen können. Allergien treten daher meist nur in Maisanbaugebieten bei den dortigen Arbeitern auf. Als mögliche Therapiemaßnahme kommt eine Hyposensibilisierung infrage.

Roggenpollen

Eine weitere wichtige Getreideart ist Roggen (Secale cereale). Roggen zählt ebenfalls zu den Süßgräsern und wird in Sommerroggen und Winterroggen eingeteilt. In Europa baut man vorwiegend Winterroggen an, den man zur Herstellung von Brot und Backwaren verwendet.

Die Blütezeit der Getreidepflanze erfolgt zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Pro Ähre werden vom Roggen ungefähr vier Millionen Pollenkörner gebildet, was dazu führt, dass sehr große Mengen an Pollen über den Wind in die Luft gelangen.

Pollenallergene

Bei den Roggenpollen handelt es sich um hochallergene Gräserpollen. So gelten sie in unseren Breitengraden als stärkster Auslöser von Heuschnupfen.

Ihre allergene Potenz gilt als fünfmal so hoch wie die von anderen Roggenpollen. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Pollen sehr leicht sind und sie in großen Mengen in die Luft abgestoßen werden.

Eher selten tritt dagegen eine Allergie gegen Roggenmehl auf. Solche allergischen Reaktionen kommen vor allem bei Bäckern vor.

Darüber hinaus sind auch Kreuzallergien zu anderen Mehlsorten im Bereich des Möglichen. Zu den möglichen Kreuzallergenen zählen

  • Gräser- und Getreidepollen, beispielsweise Weizen
  • Soja
  • Erdnüsse
  • Kräuter und Gewürze
  • Melone sowie
  • Gemüse wie Tomaten, Kartoffeln, Sellerie und Möhren

Diagnose und Behandlung

Feststellen lässt sich eine Roggenpollen-Allergie durch

  • einen Prick-Test
  • das RAST-Verfahren oder
  • eine nasale Provokation.

Allergiker müssen besonders während der Anbauzeit Roggenfelder meiden. Sowohl bei einer Allergie gegen Roggenpollen als auch gegen Roggenmehl lässt sich eine Hyposensibilisierung durchführen.

Weizenpollen

Neben Mais und Roggen gehört auch Weizen zu den wichtigsten Getreidepflanzen und zählt zur Familie der Süßgräser. Verwendung findet Weizen in zahlreichen Nahrungsmitteln wie

Allergenmerkmale

Allerdings gehört Weizen auch zu den bedeutendsten Allergenen. So kann es zu allergischen Reaktionen wie

kommen. Bei Bäckern tritt mitunter auch das so genannte Bäckerasthma auf. Außerdem kann sich durch eine Weizenallergie Neurodermitis verschlimmern.

Kaum eine Rolle bei dem Ausbruch von Allergien spielen dagegen Weizenpollen, da wegen der Selbstbestäubung des Weizens nur geringe Mengen an Pollen in die Luft gelangen. Kreuzallergien sind nicht bekannt.

Diagnose und Behandlung

Ermitteln lässt sich eine Weizen-Allergie durch die gängigen Diagnoseverfahren. Allergikern wird empfohlen, auf Weizenprodukte und Lebensmittel, in denen Gluten enthalten ist, zu verzichten. Mitunter kann auch eine Hyposensibilisierung hilfreich sein.

Kräuterpollen

Neben Baumpollen und Gräserpollen können Allergien auch durch Kräuterpollen ausgelöst werden.

Beifußpollen

Der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) stammt aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Krautpflanze findet man vor allem an Ufern von Gewässern, Wegrändern oder auf ungepflegten Flächen.

Die Blütezeit des Beifuß beginnt Mitte Mai und endet im Oktober. Die Pflanze wird gerne als Gewürz zu Gerichten verwendet, die schwer verdaulich sind, da die enthaltenen Bitterstoffe eine verdauungsfördernde Wirkung haben.

Pollenmerkmale und Kreuzallergien

Leider gehört die Heil- und Gewürzpflanze auch zu den aggressivsten Allergenen. Vor allem in den Sommermonaten haben Allergiker unter Beschwerden wie

zu leiden. Nicht selten kommt es bei den Betroffenen zusätzlich zu einer Nahrungsmittelallergie. So besteht bei vielen Menschen, die gegen Sellerie allergisch sind, auch eine Allergie gegen Beifußpollen. Ebenso mögliche Kreuzallergene sind

Darüber hinaus sind Kreuzallergien zu zahlreichen anderen Pflanzen wie zum Beispiel

möglich.

Diagnose und Behandlung

Festgestellt wird eine Allergie gegen Beifußpollen in der Regel durch einen Prick-Test, eine nasale Provokation oder die RAST-Methode. Als wirksamste Behandlungsmethode gilt eine Hyposensibilisierung.

Gänsefußpollen

Der Gänsefuß (Chenopodium) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist auf der ganzen Welt verbreitet. In Deutschland gibt es insgesamt 16 Gänsefußarten, die bevorzugt auf Wiesen, Waldlichtungen oder an Wegesrändern gedeihen. Die Blütezeit des Wildkrauts beginnt im Mai und endet im Oktober.

Pollenmerkmale

Der Gänsefuß weist eine hohe allergene Potenz auf. So muss während seiner Blütezeit mit einer starken Belastung durch Gänsefußpollen gerechnet werden. Kreuzallergien zu anderen Pollenarten sind allerdings nicht bekannt.

Diagnose und Behandlung

Mithilfe der üblichen Diagnoseverfahren lässt sich eine Allergie gegen Gänsefußpollen gut feststellen. Da sich allergische Reaktionen während der Blütezeit des Wildkrauts nur schwer vermeiden lassen, wird als Behandlungsmethode eine Hyposensibilisierung empfohlen.

Sauerampferpollen

Sauerampfer (Rumex acetosa), auch Wiesen-Sauerampfer genannt, rechnet man der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) zu. Als Wildgemüse wurde die Pflanze bereits von den alten Griechen und Römern geschätzt. Aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin C führten Seefahrer Sauerampfer in früheren Zeiten auch auf ihren langen Reisen mit.

Die krautige Pflanze ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gedeiht vor allem auf nährstoffreichen Wiesen. Die Blütezeit der Pflanze dauert von Juni bis August.

Pollenmerkmale

Allergien gegen Sauerampferpollen gelten als selten. Allerdings lässt sich eine Allergie auch nur schwer feststellen, da die Sauerampferpollen zur selben Zeit unterwegs sind wie andere Gräserpollen.

Wegerichpollen

Der Wegerich (Plantago) entstammt der Familie der Wegerichgewächse. Zu den bekanntesten Wegericharten gehört der Spitzwegerich. Diese Pflanze, die bis zu 50 Zentimeter hoch werden kann, gedeiht vorwiegend auf Wiesen sowie an Wegesrändern.

Die Blütezeit verläuft von April bis Oktober. Verwendung findet Spitzwegerichkraut zur Linderung von Husten und Hautkrankheiten. Bestäubt wird die krautige Pflanze durch den Wind.

Pollenmerkmale

Allergien gegen die Wegerichpollen sind leider keine Seltenheit. So liegt bei etwa 30 Prozent aller Allergiker eine Allergie gegen die Pollen vor. Dabei kommt es zu Beschwerden wie

  • Heuschnupfen
  • Schwellungen im Mund- und Rachenraum
  • juckende und tränende Augen sowie
  • Asthma.

Außerdem besteht die Gefahr von Kreuzallergien zu anderen Kräuter- und Gräserpollen.

Diagnose und Behandlung

Mithilfe

  • eines Prick-Tests
  • des RAST-Verfahrens oder
  • dem Einatmen von Testallergenen,

kann eine Allergie gegen Wegerichpollen diagnostiziert werden. Allerdings ist es nicht immer leicht, eine Wegerich-Allergie von einer Gräserpollen-Allergie zu unterscheiden. Um Beschwerden zu vermeiden, müssen besonders während der Blütezeit Gegenden, in denen Wegerich-Pflanzen wachsen, gemieden werden. Außerdem besteht die Option, eine Hyposensibilisierung vornehmen zu lassen.

Weitere Arten

Neben den erwähnten, typischen Pollenarten, gibt es auch noch andere Vertreter, die zu allergischen Reaktionen führen können. Im Folgenden sollen diese nur kurz aufgelistet werden:

Quellen:

  • Axel Trautmann, Jörg Kleine-Tebbe: Allergologie in Klinik und Praxis: Allergene - Diagnostik - Therapie, Thieme Verlagsgruppe, 2017, ISBN 9783131421838
  • Imke Reese, Christiane Schäfer, Thomas Werfel, Margitta Worm: Diätetik in der Allergologie, Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle GmbH & Co., 2017, ISBN 3871855197
  • U. Darsow, U. Raap: Allergologie kompakt, Dustri-Verlag Dr. Karl Feistle GmbH & Co., 2016, ISBN 3871854832
  • Tilo Biedermann, Werner Heppt, Harald Renz, Martin Röcken: Allergologie, Springer Medizin Verlag, 2016, ISBN 9783642372025
  • Joachim Saloga, Ludger Klimek, Jürgen Knop, Roland Buhl, Wolf Jürgen Mann: Allergologie-Handbuch: Grundlagen und klinische Praxis Mit Handouts zum Download, Schattauer, 2011, ISBN 3794527291
  • Gerhard Grevers, Martin Röcken: Taschenatlas Allergologie: Grundlagen - Klinik - Therapie, Thieme Verlagsgruppe, 2008, ISBN 3131175524

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