23. November 2009
Von Viola Reinhardt
Berufstätige in allen Branchen sind mehr oder weniger dazu gezwungen ein bis drei Mahlzeiten am Tag außer Haus zu sich zu nehmen. Oftmals zeigt sich dann jedoch, dass in Sachen Kaloriensparen nicht wirklich viel unternommen wird, was sich dann mit einer stetigen Zunahme an Gewicht an Bauch, Hüften oder gar von Kopf bis Fuß aufzeigt. Besonders bei Vielsitzern versteckt sich darin ein Risiko, da kaum körperliche Energie aufgewendet werden muss und der Grundkalorienbedarf zumeist schon zu Mittag gedeckt ist. Mit einigen schlauen Veränderungen, kann man hier allerdings einen Fettriegel vorschieben.
In der Frühstückspause wird mal rasch zum Bäcker gegangen, am Mittag in die Kantine und am Nachmittag auf einen Sprung zur Imbissbude. Meistens fällt die Wahl der belegten Brötchen oder warmen Mahlzeiten dann richtig deftig aus: Das Brötchen ist dick mit Butter und Remoulade beschmiert, fette Salami drückt sich mit noch fetterem Käse unter den Brötchendeckel und die Rouladen samt Klößen und Rotkraut tauchen sanft in die dicke Soße unter. Auch Pommes und Co sind nicht wirklich geeignete Zwischenmahlzeiten, um irgendwie den Nachmittag zu überstehen, bis man dann am Abend endlich über seinen Wurstsalat, Eintopf oder Schnitzel herfallen kann.
Fett macht fett und das wirklich im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar benötigt der menschliche Organismus Fett für viele Vorgänge und zum Verstoffwechseln einiger Vitamine oder auch zum Erhalt der Körpertemperatur, doch für einen Erwachsenen sollten 30% des Gesamt-Energiebedarfs hier genug sein. Bildlich wäre das für einen Mann mit rund 2500 kcal am Tag etwa ein Päckchen Butter oder bei einer Frau mit 1800 kcal täglich bis zu einem Drittel der 250g-Butterpackung. Eigentlich nicht gerade wenig, doch leider zeigt sich, dass hier die Tageswerte um bis zu einem dreifachen dessen an Fett überstiegen wird. Übrigens lässt sich der Grundbedarf rasch ausrechnen: 1 kcal je Kg Körpergewicht mal 24 Stunden.
Fett sparen ist hier dann angesagt und dass lässt sich schon mit wenig Aufwand auch während der Arbeitszeit erreichen. Am besten ist es natürlich, wenn man sich sein Pausenbrot oder auch die Mittagsmahlzeit von zuhause mitnimmt. Hier kann man dann zwischen verschiedenen Brot- und Brötchensorten (bevorzugt dunkle Sorten!) auswählen und für einen mageren Belag sorgen. Statt Butter schmeckt auch Senf als Unterlage sehr gut, auf den dann magere Wurst und Käse, Salatblatt, Gurke oder auch weitere Gemüse-Rohkost gelegt werden kann. Obst, klein geschnitten und in einer verschließbaren Box mitgenommen, sättigt, führt dem Körper wichtige Vitalstoffe und Ballaststoffe zu und ist gleichzeitig äußerst kalorienarm. Auch fettarmer Joghurt, ein Müsli oder ein Smoothie sind tolle Sattmacher, wobei diese kaum Fett enthalten.
Mittags in der Kantine, im Restaurant oder an der Imbissbude, heißt es dann die schlanke Variante auswählen. Fisch, mageres helles Fleisch oder ein Steak natur, viel Salat und Gemüse ohne fette Soßen liegen später nicht schwer im Magen, machen satt, halten die Leistungskurve stabil und die Rettungsringe von den Hüften fern. Für alle, die immer ganz viel "Hunger zwischendurch" haben, lohnt es sich eine große Kanne kalten Tee ohne Zucker oder Mineralwasser bzw. Apfelschorle in der Nähe zu haben. Kalorienfrei dämpfen diese Getränke das aufsteigende Heißhungergefühl und versorgen den Körper mit einer Extra-Portion an Flüssigkeit. Verzichtet man dann am Abend auf allzu fettreiche Speisen und Chip oder Schokolade, dann kann man eine bewegungsarme Arbeitswoche auch ohne Gewichtszunahme sehr gut überstehen.
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