Die Psyche - Das Seelenleben beinhaltet Denkvorgänge und Gefühle

Als Psyche oder Seelenleben bezeichnet man die höheren Funktionen des Gehirns. Dazu gehören Emotionen und Kognition. Man geht davon aus, dass sich Körper und Psyche gegenseitig beeinflussen können. Die Psyche steht für die Persönlichkeit eines Menschen; besteht körperliches Leiden, so wirkt sich dies auch auf das Wohlbefinden der Psyche aus. Lesen Sie alles Wissenswerte über die Psyche.

Wissenswertes zur Psyche

Unter der Psyche versteht man die höheren Gehirnfunktionen, zu denen die Emotionen und die Kognition gehören. Man bezeichnet die Psyche auch als Seelenleben oder Seele des Menschen.

Psyche und Körper eng miteinander verbunden

Bereits für die alten Griechen war die Psyche, die sie Atem nannten, das, was einen Menschen ausmacht. Sie gilt als Persönlichkeit oder Seele des Menschen. Zahlreiche Wissenschaftler, Mediziner und Theoretiker beschäftigten sich mit der Psyche, brachten sie mit den körperlichen Vorgängen des Organismus in Verbindung und gelangten zu der Ansicht, dass das Wohlbefinden der Psyche und das Wohlbefinden des Körpers eng miteinander in Verbindung stehen.

So wirkt sich ein körperliches Leiden stets auch negativ auf die Psyche aus. Andererseits können Probleme der Psyche auch zu körperlichen Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Magenschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder Bauchschmerzen führen, was man als psychosomatische Beschwerden bezeichnet.

Durch die Psyche können also bestimmte vegetativ gesteuerte Vitalfunktionen beeinflusst werden. Dazu gehören zum Beispiel:

Mit Erkrankungen der Psyche beschäftigen sich die Psychologie und die Psychiatrie.

Durch die kognitiven Prozesse wird das Bewusstsein des eigenen Selbst ermöglicht, das die Voraussetzung für die Identitätsbildung und die Selbstwahrnehmung eines Menschen ist.

Bestandteile der menschlichen Psyche

In der heutigen Zeit versteht man die menschliche Psyche als Gesamtsystem aller Lebensregungen, die als Seelenleben oder Innenleben gelten. Die wissenschaftliche Psychologie unterteilt dabei die Psyche in Denken und Gefühlsleben.

Zur Psyche gehören unter anderem:

  • die Erinnerungen an vorher gemachte Erfahrungen
  • die erlebende Wahrnehmung
  • emotionale Reaktionen
  • Denken und Planen
  • bewusstes Handeln
  • die Phantasie und das Träumen

Im Bereich der Psyche gibt es eine Menge Weisheiten und Ratschläge - doch nicht immer bringen diese eine positive Wirkung hervor...

Psychologische Alltagsregeln und Pseudo-Weisheiten der Psychologie

Psychologie gehört zu jenen Wissenschaften, von denen jeder glaubt, wenigstens ein klein wenig zu wissen und dieses Wissen irgendwie im Alltag anwenden zu können. Wie bei allen Wissensbereichen, die den Transfer vom reinen Expertentum in die Populärkultur schaffen, haben sich belegte Fakten und Erkenntnisse mit Mythen und Bauernschläue vermischt.

Was auf den ersten Blick für den gesunden Menschenverstand plausibel erscheint, kann aus wissenschaftlicher Sicht teilweise an kühner Idiotie grenzen. Welche psychologischen Alltagsregeln dazu gehören, verraten Ihnen die folgenden Zeilen.

"Wenn Sie Ärger herauslassen, fühlen Sie sich besser"

Immer wieder hört man von verschiedenen Leuten, dass man Ärger nicht herunterschlucken darf, sondern seinen Frust den Weg zur ungedämpften Äußerung freigeben sollte. Oftmals wird dabei von einer kathartischen, also einer reinigenden Wirkung für die Seele gesprochen.

Denn wenn man die Wut herunterschluckt, staut sie sich solange an, bis man ohnehin explodiert. So die Theorie weiter.

Die Weisheit in der Praxis

Aktivitäten wie

werden gemeinhin als psychisch gesunde Alternativen dafür gesehen, dem schnippischen Kerl von der Behörde freimütig eine zu scheuern.

Der Boxsack hält für zurückgehaltene Agressionen her
Der Boxsack hält für zurückgehaltene Agressionen her

Tatsächliche Wirkung

Tatsächlich gibt es relativ viele Therapie-Ansätze, die auf diesem Konzept aufbauen. Mittlerweile haben langfristig angesetzte Untersuchungen jedoch gezeigt, dass diese Idee nur bedingt der eigenen psychologischen Gesundheit (und der physischen Gesundheit der anderen) dienlich ist.

Denn unsere Wut an leblosen Gegenständen auszulassen, macht uns eigentlich nicht weniger wütend. Im Gegenteil: wir gewöhnen uns daran, in Situationen, die bei uns Ärger, Frustration oder Wut erzeugen, die aufkommende Erregung in Form von aggressiven Verhaltensweisen zum Ausdruck zu bringen.

Im Gewöhnungseffekt liegt das eigentlich Problem. Denn was passiert, wenn wir das Gefühl haben, unseren Ärger Luft zu verschaffen, aber kein Kopfkissen oder Teddy-Bär zur Hand ist? In harmlosen Fällen kommt es zu einen verbalen Wutausbruch, im schlimmsten Fall zu einer körperlichen Attacke.p>

Bessere Möglichkeiten

Wer sich hingegen daran gewöhnt hat, auch bei ungerechten und stressigen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren, kommt erst gar nicht in diese Bedrängnis. Immer mehr Psychologen sehen daher in Ansätzen wie dem autogenen Training eine geeignetere Methode mit aufsteigender Wut und Ärger u

mzugehen.

"Glaube an Dich und der Erfolg kommt von allein"

Die Sache mit dem Selbstbewusstsein wird seit Jahrzehnten vor allem in Amerika, aber auch zunehmend in Deutschland, als das entscheidende Kriterium für Erfolg propagiert. Wer ausgeprägt selbstbewusst ist, kommt besser in Schule und Beruf klar, hat mehr Freunde und ist überhaupt ein wertvolleres Mitglied der Gesellschaft.

Während in Deutschland der "Ich kann alles schaffen" - Trend durch Selbsthilfe-Bücher gehypt und verbreitet wird, gibt es in den angelsächsichen Ländern bereits in einigen Schulen Unterrichtsfächer, in denen gezielt das Selbstbewusstsein der Schüler zu monumentaler Größe aufgebaut wird

.

Tatsächliche Wirkung

Selbstbewusstsein ist an sich eine sehr wichtiges Persönlichkeitsmerkmal und kann tatsächlich dazu beitragen, dass man die Herausforderungen des Lebens mit mehr Mut und Elan angeht und dementsprechend auch größere Erfolgsaussichten hat. Problematisch wird das alles aber, wenn das aufgebaute Selbstbewusstsein nicht mit den tatsächlich erreichten Erfolgen in Einklang steht.

Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass Kinder und Jugendliche, die von den Eltern ein überdurchschnittlich hohes Selbstbewusstsein vermittelt bekommen haben, zu ungewöhnlich heftigen Aggressionen neigen, wenn man sie auf gemachte Fehler und fachliche Unzulänglichkeiten hinweist. Dazu kommt, dass solche Kinder auch häufig Schwierigkeiten haben, sich für das Lernen zu begeistern oder sich bei Gruppenaktivitäten unterzuordnen.p>

Bessere Möglichkeiten

Psychologen raten daher eher dazu, den Nachwuchs viele Fähigkeiten beizubringen, wie

die zu tatsächlichen Erfolgen beitragen und damit ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen.

Lesen Sie im Folgenden, wie man seiner Psyche sonst noch e

twas Gutes tun kann...

An der Kasse, Haltestelle und Co. - die Wartezeit nutzen und der Psyche etwas Gutes tun

Viele sind genervt, wenn sie im Supermarkt eine lange Schlange vor sich haben oder wenn der Bus gerade vor der Nase weggefahren ist. Diese Wartezeit kann aber auch sinnvoll genutzt werden, indem man etwas für sich

und die eigene Psyche tut.

Warten im Freien

Beim Warten im Freien an der Haltestelle kann man ganz bewusst tief ein- und ausatmen. Gerade im Winter kann man auf diese Weise einer Winterdepression entgegenwirken.

Der Körper braucht in der trüben Jahreszeit besonders viel Tageslicht und Luft. Und auch wenn man den ganzen Tag in geschlossenen Räumen arbeitet, tut es dem Körper besonders gut, wenn er Sonnenlic

ht und Frischluft bekommt.

Warten im Supermarkt oder beim Arzt

Auch lästiges Warten an der Supermarktkasse kann man für die eigene Psyche nutzen. Wer ständig unter Strom steht, der sollte die Wartezeit an der Kasse nutzen und ganz bewusst zur Ruhe kommen. Stattdessen hetzen allerdings die meisten Menschen zur nächsten Kasse, die gerade geöffnet hat.

Viel besser wäre es, die Wartezeiten zu genießen, egal ob man im Supermarkt steht oder beim Arzt darauf wartet, dass man aufgerufen wird. Wenn man die Wartezeit als eine kleine Auszeit aus dem sonst so stressigen Alltag sieht, tut man seiner Psyche etwas Gutes und ist deutlich weniger genervt.

Was macht es schon, wenn man ein paar Minuten an der Kasse ansteht, auf den Bus oder die Bahn wartet oder auf das Gespräch mit dem Arzt warten muss? Bewusstes Warten

Bewusstes Warten stärkt die Psyche
Bewusstes Warten stärkt die Psyche

Die mentale Klarheit lässt sich des Weiteren dazu nutzen, um mögliche Probleme, Sorgen und Ä

ngste zu bewältigen...

Durch mentale Klarheit Probleme lösen

In der Schule und der Ausbildung lernen wir viele Arten, welche unterschiedlichen Probleme es geben kann, welche Möglichkeiten es gibt, um diese zu lösen und wie wir eigene Lösungsstrategien aufstellen können. Was wir allerdings nicht gelehrt bekommen, ist die Problemwelt, die das Leben einfach so mit sich bringt.

Ganz egal, ob man Anfang 20 oder Ende 60 ist, es gibt in jedem Lebensabschnitt Probleme, die einen überwältigen können und vor die Frage der passenden Lösung stellen. Besonders für Frauen dominieren in manchen Bereichen verschiedene Sorge

n und Zweifel.

Warum Frauen sich um die Eltern und das eigene Gewicht sorgen

Für die meisten Frauen ist es schwierig, einfach abzuschalten. Eine Sorge kreist immer l

atent in ihrem Kopf umher.

Die Sorge um das Gewicht

So zum Beispiel die Sorge um das eigene Gewicht. Ob eine Frau nun übergewichtig ist oder nicht – nahezu 70% aller Frauen bestätigen, dass sie gerade eine Ernährungsumstellung durchführen oder in absehbarer Zeit planen. Frauen sind auch bei einem Normalgewicht oft skeptisch und hinterfragen mal mehr, mal weniger sorgenvoll

Auch zahlreiche Zusicherungen der Freundinnen und Freunde oder Komplimente von Fremden können selten das leicht angreifbare Selbstbewusstsein stabilisieren.

Den eigenen Körper neu kennen lernen

Für Frauen ist es daher ratsam,

  • sich in einer gewisse Phase ausgiebig mit ihrem Körper auseinanderzusetzen
  • Ernährungsumstellungen und Sportprogramme auszuprobieren und
  • ein Gefühl dafür zu bekommen, was der Körper annimmt und worauf er wie reagiert.

Lernen Sie als Frau mindestens alle fünf bis zehn Jahre Ihren Körper neu kennen. Fordern Sie ihn heraus und verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, welche Aktivitäten und Ernährungsweisen Ihnen zu einem bewussten und schönen Körpergefühl verhelfen. Es ist wichtig, dass Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen können und die Sorgen um Ihr Aussehen zumindest für einen Zeitraum fall

en lassen können.

Frauen machen sich unnötig viele Sorgen
Frauen machen sich unnötig viele Sorgen
Sorgen um Eltern und Familie

Eine ebenfalls bei Frauen stark verbreitete Sorge ist die Sorge um die Eltern. Meist handelt es sich hier um den Blick auf die eigenen Eltern und dem Wunsch, das zurückgeben zu können, was man selbst in Kindheit und Teenageralter von seinen Eltern an Liebe und Fürsorge bekommen hat.

Nicht immer ist es Frauen möglich, dieses Thema, das mitunter ein Zusammenziehen mit den Eltern oder eine monatliche oder vierteljährliche finanzielle Unterstützung bedeutet, dem Partner so mitzuteilen, dass dieser mit der Veränderung der Lebensplanung einverstanden ist. Frauen können sich bei diesem Thema meist erst dann entspannen, wenn

  • Entscheidungen getroffen sind
  • regelmäßig Kontakt mit den Eltern gehalten wird und
  • die Eltern den eigenen Vorstellungen entsprechend versorgt sind.

Sollten Sie sich in dieser Situation befinden, überlegen Sie sich, welche Entscheidungen im Hinblick auf Ihre Familiensituation und die finanziellen Mittel der Familie als realistisch und von allen Beteiligten als tragbar gelten. Versuchen Sie, vor allem bei Ihrem Partner nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern planen Sie mehrere Gespräche ein und räumen Sie vor allem Ihrem Partner seine eigene Meinung und s

eine Gefühle ein.

Frauen kümmern sich oft aufopfernd um ihre Eltern
Frauen kümmern sich oft aufopfernd um ihre Eltern
Nicht nein sagen können

Als drittes Sorgenthema ist das Problem des Ja-Sagens zu benennen. Kaum eine Frau kennt den Konflikt nicht, sobald eine Frage an sie gerichtet wird, in der eine Bitte enthalten ist. Frauen tendieren eher dazu, "ja" zu sagen, als Männer. So sind Frauen eher in der Situation, Dinge aufgedrängt zu bekommen, die sie eigentlich nicht übernehmen wollten.

Nehmen Sie sich Zeit für sich und überlegen Sie, welche Themen Sie weiterhin mit einem "Ja" beantworten wollen und bei welchen Themen Sie eher mit einem Nein reagieren möchten. Nutzen Sie gleich die kommende Gelegenheit und testen Sie das bewusste Ja- oder Nein-Sagen

Sie werden von dem Effekt überrascht sein. Wenn Sie ein Nein nicht einfach so stehen lassen wollen, dann geben Sie dem Fragenden Lösungsvorschläge an die Hand, so dass dieser einen Rat von Ihnen bekommt und Ihrem Gefühl nach nicht im Stich gelassen wurde.