Die Psyche - Das Seelenleben beinhaltet Denkvorgänge und Gefühle

Als Psyche oder Seelenleben bezeichnet man die höheren Funktionen des Gehirns. Dazu gehören Emotionen und Kognition. Man geht davon aus, dass sich Körper und Psyche gegenseitig beeinflussen können. Die Psyche steht für die Persönlichkeit eines Menschen; besteht körperliches Leiden, so wirkt sich dies auch auf das Wohlbefinden der Psyche aus. Lesen Sie alles Wissenswerte über die Psyche.

Wissenswertes zur Psyche

Unter der Psyche versteht man die höheren Gehirnfunktionen, zu denen die Emotionen und die Kognition gehören. Man bezeichnet die Psyche auch als Seelenleben oder Seele des Menschen.

Psyche und Körper eng miteinander verbunden

Bereits für die alten Griechen war die Psyche, die sie Atem nannten, das, was einen Menschen ausmacht. Sie gilt als Persönlichkeit oder Seele des Menschen. Zahlreiche Wissenschaftler, Mediziner und Theoretiker beschäftigten sich mit der Psyche, brachten sie mit den körperlichen Vorgängen des Organismus in Verbindung und gelangten zu der Ansicht, dass das Wohlbefinden der Psyche und das Wohlbefinden des Körpers eng miteinander in Verbindung stehen.

So wirkt sich ein körperliches Leiden stets auch negativ auf die Psyche aus. Andererseits können Probleme der Psyche auch zu körperlichen Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Magenschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder Bauchschmerzen führen, was man als psychosomatische Beschwerden bezeichnet.

Durch die Psyche können also bestimmte vegetativ gesteuerte Vitalfunktionen beeinflusst werden. Dazu gehören zum Beispiel:

Mit Erkrankungen der Psyche beschäftigen sich die Psychologie und die Psychiatrie.

Durch die kognitiven Prozesse wird das Bewusstsein des eigenen Selbst ermöglicht, das die Voraussetzung für die Identitätsbildung und die Selbstwahrnehmung eines Menschen ist.

Bestandteile der menschlichen Psyche

In der heutigen Zeit versteht man die menschliche Psyche als Gesamtsystem aller Lebensregungen, die als Seelenleben oder Innenleben gelten. Die wissenschaftliche Psychologie unterteilt dabei die Psyche in Denken und Gefühlsleben.

Zur Psyche gehören unter anderem:

  • die Erinnerungen an vorher gemachte Erfahrungen
  • die erlebende Wahrnehmung
  • emotionale Reaktionen
  • Denken und Planen
  • bewusstes Handeln
  • die Phantasie und das Träumen

Im Bereich der Psyche gibt es eine Menge Weisheiten und Ratschläge - doch nicht immer bringen diese eine positive Wirkung hervor...

Psychologische Alltagsregeln und Pseudo-Weisheiten der Psychologie

Psychologie gehört zu jenen Wissenschaften, von denen jeder glaubt, wenigstens ein klein wenig zu wissen und dieses Wissen irgendwie im Alltag anwenden zu können. Wie bei allen Wissensbereichen, die den Transfer vom reinen Expertentum in die Populärkultur schaffen, haben sich belegte Fakten und Erkenntnisse mit Mythen und Bauernschläue vermischt.

Was auf den ersten Blick für den gesunden Menschenverstand plausibel erscheint, kann aus wissenschaftlicher Sicht teilweise an kühner Idiotie grenzen. Welche psychologischen Alltagsregeln dazu gehören, verraten Ihnen die folgenden Zeilen.

"Wenn Sie Ärger herauslassen, fühlen Sie sich besser"

Immer wieder hört man von verschiedenen Leuten, dass man Ärger nicht herunterschlucken darf, sondern seinen Frust den Weg zur ungedämpften Äußerung freigeben sollte. Oftmals wird dabei von einer kathartischen, also einer reinigenden Wirkung für die Seele gesprochen.

Denn wenn man die Wut herunterschluckt, staut sie sich solange an, bis man ohnehin explodiert. So die Theorie weiter.

Die Weisheit in der Praxis

Aktivitäten wie

werden gemeinhin als psychisch gesunde Alternativen dafür gesehen, dem schnippischen Kerl von der Behörde freimütig eine zu scheuern.

Der Boxsack hält für zurückgehaltene Agressionen her
Der Boxsack hält für zurückgehaltene Agressionen her

Tatsächliche Wirkung

Tatsächlich gibt es relativ viele Therapie-Ansätze, die auf diesem Konzept aufbauen. Mittlerweile haben langfristig angesetzte Untersuchungen jedoch gezeigt, dass diese Idee nur bedingt der eigenen psychologischen Gesundheit (und der physischen Gesundheit der anderen) dienlich ist.

Denn unsere Wut an leblosen Gegenständen auszulassen, macht uns eigentlich nicht weniger wütend. Im Gegenteil: wir gewöhnen uns daran, in Situationen, die bei uns Ärger, Frustration oder Wut erzeugen, die aufkommende Erregung in Form von aggressiven Verhaltensweisen zum Ausdruck zu bringen.

Im Gewöhnungseffekt liegt das eigentlich Problem. Denn was passiert, wenn wir das Gefühl haben, unseren Ärger Luft zu verschaffen, aber kein Kopfkissen oder Teddy-Bär zur Hand ist? In harmlosen Fällen kommt es zu einen verbalen Wutausbruch, im schlimmsten Fall zu einer körperlichen Attacke.

Bessere Möglichkeiten

Wer sich hingegen daran gewöhnt hat, auch bei ungerechten und stressigen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren, kommt erst gar nicht in diese Bedrängnis. Immer mehr Psychologen sehen daher in Ansätzen wie dem autogenen Training eine geeignetere Methode mit aufsteigender Wut und Ärger umzugehen.

"Glaube an Dich und der Erfolg kommt von allein"

Die Sache mit dem Selbstbewusstsein wird seit Jahrzehnten vor allem in Amerika, aber auch zunehmend in Deutschland, als das entscheidende Kriterium für Erfolg propagiert. Wer ausgeprägt selbstbewusst ist, kommt besser in Schule und Beruf klar, hat mehr Freunde und ist überhaupt ein wertvolleres Mitglied der Gesellschaft.

Während in Deutschland der "Ich kann alles schaffen" - Trend durch Selbsthilfe-Bücher gehypt und verbreitet wird, gibt es in den angelsächsichen Ländern bereits in einigen Schulen Unterrichtsfächer, in denen gezielt das Selbstbewusstsein der Schüler zu monumentaler Größe aufgebaut wird.

Tatsächliche Wirkung

Selbstbewusstsein ist an sich eine sehr wichtiges Persönlichkeitsmerkmal und kann tatsächlich dazu beitragen, dass man die Herausforderungen des Lebens mit mehr Mut und Elan angeht und dementsprechend auch größere Erfolgsaussichten hat. Problematisch wird das alles aber, wenn das aufgebaute Selbstbewusstsein nicht mit den tatsächlich erreichten Erfolgen in Einklang steht.

Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass Kinder und Jugendliche, die von den Eltern ein überdurchschnittlich hohes Selbstbewusstsein vermittelt bekommen haben, zu ungewöhnlich heftigen Aggressionen neigen, wenn man sie auf gemachte Fehler und fachliche Unzulänglichkeiten hinweist. Dazu kommt, dass solche Kinder auch häufig Schwierigkeiten haben, sich für das Lernen zu begeistern oder sich bei Gruppenaktivitäten unterzuordnen.

Bessere Möglichkeiten

Psychologen raten daher eher dazu, den Nachwuchs viele Fähigkeiten beizubringen, wie

die zu tatsächlichen Erfolgen beitragen und damit ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen.

Lesen Sie im Folgenden, wie man seiner Psyche sonst noch etwas Gutes tun kann...

An der Kasse, Haltestelle und Co. - die Wartezeit nutzen und der Psyche etwas Gutes tun

Viele sind genervt, wenn sie im Supermarkt eine lange Schlange vor sich haben oder wenn der Bus gerade vor der Nase weggefahren ist. Diese Wartezeit kann aber auch sinnvoll genutzt werden, indem man etwas für sich und die eigene Psyche tut.

Warten im Freien

Beim Warten im Freien an der Haltestelle kann man ganz bewusst tief ein- und ausatmen. Gerade im Winter kann man auf diese Weise einer Winterdepression entgegenwirken.

Der Körper braucht in der trüben Jahreszeit besonders viel Tageslicht und Luft. Und auch wenn man den ganzen Tag in geschlossenen Räumen arbeitet, tut es dem Körper besonders gut, wenn er Sonnenlicht und Frischluft bekommt.

Warten im Supermarkt oder beim Arzt

Auch lästiges Warten an der Supermarktkasse kann man für die eigene Psyche nutzen. Wer ständig unter Strom steht, der sollte die Wartezeit an der Kasse nutzen und ganz bewusst zur Ruhe kommen. Stattdessen hetzen allerdings die meisten Menschen zur nächsten Kasse, die gerade geöffnet hat.

Viel besser wäre es, die Wartezeiten zu genießen, egal ob man im Supermarkt steht oder beim Arzt darauf wartet, dass man aufgerufen wird. Wenn man die Wartezeit als eine kleine Auszeit aus dem sonst so stressigen Alltag sieht, tut man seiner Psyche etwas Gutes und ist deutlich weniger genervt.

Was macht es schon, wenn man ein paar Minuten an der Kasse ansteht, auf den Bus oder die Bahn wartet oder auf das Gespräch mit dem Arzt warten muss? Bewusstes Warten

Bewusstes Warten stärkt die Psyche
Bewusstes Warten stärkt die Psyche

Die mentale Klarheit lässt sich des Weiteren dazu nutzen, um mögliche Probleme, Sorgen und Ängste zu bewältigen...

Durch mentale Klarheit Probleme lösen

In der Schule und der Ausbildung lernen wir viele Arten, welche unterschiedlichen Probleme es geben kann, welche Möglichkeiten es gibt, um diese zu lösen und wie wir eigene Lösungsstrategien aufstellen können. Was wir allerdings nicht gelehrt bekommen, ist die Problemwelt, die das Leben einfach so mit sich bringt.

Ganz egal, ob man Anfang 20 oder Ende 60 ist, es gibt in jedem Lebensabschnitt Probleme, die einen überwältigen können und vor die Frage der passenden Lösung stellen. Besonders für Frauen dominieren in manchen Bereichen verschiedene Sorgen und Zweifel.

Warum Frauen sich um die Eltern und das eigene Gewicht sorgen

Für die meisten Frauen ist es schwierig, einfach abzuschalten. Eine Sorge kreist immer latent in ihrem Kopf umher.

Die Sorge um das Gewicht

So zum Beispiel die Sorge um das eigene Gewicht. Ob eine Frau nun übergewichtig ist oder nicht - nahezu 70% aller Frauen bestätigen, dass sie gerade eine Ernährungsumstellung durchführen oder in absehbarer Zeit planen. Frauen sind auch bei einem Normalgewicht oft skeptisch und hinterfragen mal mehr, mal weniger sorgenvoll

Auch zahlreiche Zusicherungen der Freundinnen und Freunde oder Komplimente von Fremden können selten das leicht angreifbare Selbstbewusstsein stabilisieren.

Den eigenen Körper neu kennen lernen

Für Frauen ist es daher ratsam,

  • sich in einer gewisse Phase ausgiebig mit ihrem Körper auseinanderzusetzen
  • Ernährungsumstellungen und Sportprogramme auszuprobieren und
  • ein Gefühl dafür zu bekommen, was der Körper annimmt und worauf er wie reagiert.

Lernen Sie als Frau mindestens alle fünf bis zehn Jahre Ihren Körper neu kennen. Fordern Sie ihn heraus und verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, welche Aktivitäten und Ernährungsweisen Ihnen zu einem bewussten und schönen Körpergefühl verhelfen. Es ist wichtig, dass Sie sich in Ihrem Körper wohlfühlen können und die Sorgen um Ihr Aussehen zumindest für einen Zeitraum fallen lassen können.

Frauen machen sich unnötig viele Sorgen
Frauen machen sich unnötig viele Sorgen

Sorgen um Eltern und Familie

Eine ebenfalls bei Frauen stark verbreitete Sorge ist die Sorge um die Eltern. Meist handelt es sich hier um den Blick auf die eigenen Eltern und dem Wunsch, das zurückgeben zu können, was man selbst in Kindheit und Teenageralter von seinen Eltern an Liebe und Fürsorge bekommen hat.

Nicht immer ist es Frauen möglich, dieses Thema, das mitunter ein Zusammenziehen mit den Eltern oder eine monatliche oder vierteljährliche finanzielle Unterstützung bedeutet, dem Partner so mitzuteilen, dass dieser mit der Veränderung der Lebensplanung einverstanden ist. Frauen können sich bei diesem Thema meist erst dann entspannen, wenn

  • Entscheidungen getroffen sind
  • regelmäßig Kontakt mit den Eltern gehalten wird und
  • die Eltern den eigenen Vorstellungen entsprechend versorgt sind.

Sollten Sie sich in dieser Situation befinden, überlegen Sie sich, welche Entscheidungen im Hinblick auf Ihre Familiensituation und die finanziellen Mittel der Familie als realistisch und von allen Beteiligten als tragbar gelten. Versuchen Sie, vor allem bei Ihrem Partner nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern planen Sie mehrere Gespräche ein und räumen Sie vor allem Ihrem Partner seine eigene Meinung und seine Gefühle ein.

Frauen kümmern sich oft aufopfernd um ihre Eltern
Frauen kümmern sich oft aufopfernd um ihre Eltern

Nicht nein sagen können

Als drittes Sorgenthema ist das Problem des Ja-Sagens zu benennen. Kaum eine Frau kennt den Konflikt nicht, sobald eine Frage an sie gerichtet wird, in der eine Bitte enthalten ist. Frauen tendieren eher dazu, "ja" zu sagen, als Männer. So sind Frauen eher in der Situation, Dinge aufgedrängt zu bekommen, die sie eigentlich nicht übernehmen wollten.

Nehmen Sie sich Zeit für sich und überlegen Sie, welche Themen Sie weiterhin mit einem "Ja" beantworten wollen und bei welchen Themen Sie eher mit einem Nein reagieren möchten. Nutzen Sie gleich die kommende Gelegenheit und testen Sie das bewusste Ja- oder Nein-Sagen

Sie werden von dem Effekt überrascht sein. Wenn Sie ein Nein nicht einfach so stehen lassen wollen, dann geben Sie dem Fragenden Lösungsvorschläge an die Hand, so dass dieser einen Rat von Ihnen bekommt und Ihrem Gefühl nach nicht im Stich gelassen wurde.

Egal, ob Frau oder Mann - es gibt einige gute Ratschläge, wie man die Lösung bestehender Probleme angehen kann.

Probleme erkennen und angehen

Oftmals ist selbst das Erkennen eines vorliegenden Problems schwierig. Zu viele nicht greifbare oder gerade nicht lösbare Probleme verleiten Menschen mit der Zeit dazu, diese anzuhäufen und als Bestandteil ihres Lebens anzusehen.

Leider führt dieses Vorgehen dazu, dass die Belastung im Alltag mehr und mehr zunimmt und der Geist mit der Zeit immer schwerfälliger wird. Neben der zunehmenden Unbeweglichkeit, die Probleme im Laufe der Zeit auslösen, kann ebenfalls eine ansteigende Reduktion des Selbstwertgefühls einsetzen.

Probleme lösen

Probleme zu lösen setzt Endorphine frei und macht einen mitunter auch stolz. Sich Herausforderungen in Form des Lösens von Problemen zu stellen, eröffnet ein befreites Gefühl, das sich auf das Denken und das eigene Körpergefühl sofort positiv auswirkt. Erfahrungsgemäß ist es so, dass Menschen, die sich einem langanhaltenden Problem endlich gestellt haben, sich danach immer wünschten, sie hätten sich schon eher zu diesem Schritt bewegen können und das erleichternde Gefühl eher erfahren.

Durch mentale Klarheit lassen sich viele Probleme lösen
Durch mentale Klarheit lassen sich viele Probleme lösen

Oft ist der Weg nicht einfach

Es gibt kaum schwere Probleme, die man mit einem gewissen Schema gelöst werden können. Vielmehr stellt das Leben und die einzelnen Umstände und Abhängigkeiten, in denen man sich befindet, eigene Schwierigkeiten auf, die vermeintliche Lösungsansätze unmöglich in der Anwendung machen.

  • Eine gesunde Lebenserfahrung
  • eine gesunde Bereitschaft, sich mit Freunden und anderen Menschen konstruktiv auszutauschen und
  • die Bereitschaft, sich Zeit für die innere Ruhe und seine eigene Kreativität zu nehmen,

sind wesentlich, um die für sich und zum entsprechenden Problem passende Lösung zu finden und umsetzen zu können. Problemlösungen, die fix und fertig von einer externen Person kommen, und steht Ihnen diese Person auch noch so nahe, können noch so toll klingen; meist sind es die Lösungen, die aus einem selbst kommen, die wirklich zum Problem passen und nachhaltig etwas in die problemlösende Richtung verändern.

Lernen Sie, sich Ihren Problemen zu stellen. Wenn Ihnen das nicht so leicht fällt, dann beginnen Sie damit, anderen zu helfen, indem Sie deren Probleme erzählt bekommen, die Schwere begreifen und deren Lösungen erfahren. Wenn Sie genügend erfahren haben, werden Sie sich eines Tages wie von selbst Ihren eigenen Problemen zuwenden und diese nicht mehr mit Ablenkungen ausblenden, sondern sich ihnen stellen.

Probleme sind Herausforderungen

Nehmen Sie sich je nach Problemintensität und nach Ihren eigenen Kapazitäten im Alltag die Ruhe oder die Inspiration, die Sie brauchen, um das jeweilige Problem zu stemmen. Mit der Zeit werden Sie ein Gefühl dafür entwickeln, für welche Problemart Sie welche Voraussetzungen benötigen, um eine Lösung zu finden, zu entscheiden und letztlich umzusetzen.

Gefragt, antwortet die Mehrzahl der Menschen, was ihnen bei der Weiterentwicklung in ihrem Leben am meisten geholfen hat, dass sie sich ihren eigenen Problemen gestellt haben und stellen. Aus eigenen Erfahrungen ihrer Entscheidungen und Handlungen sind sie zu selbstbestimmteren und stärkeren Persönlichkeiten herangewachsen.

Ein Problem ist daher eher als Herausforderung und nicht als Rückschlag zu verstehen. Feiern Sie eine Problemlösung mit Ihren Freunden, Ihrer Familie, Ihrem Partner und schätzen Sie das als eigene Stärke an sich.

Doch all diese Tipps zur Bewältigung von Problemen durch mentale Kraft sind nur schwer zu beherzigen, wenn man unter einer Erkrankung der Psyche leidet...

Störungen und Erkrankungen der Psyche

Ebenso wie der Körper, kann auch die Psyche von zahlreichen Störungen und Erkrankungen beeinträchtigt werden. Diese wirken sich oftmals auf den Organismus aus.

Psychische Störungen

Nicht nur der Körper kann von Störungen und Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern auch die Psyche. Unter einer psychischen Störung versteht man starke Abweichungen im Verhalten und Erleben, wozu das

  • Fühlen
  • Denken und
  • Handeln

gehören. Die möglichen Ausprägungsformen einer psychischen Störung können sehr vielseitig sein. Zu den Behandlungsmaßnahmen zählen Medikamente sowie Psychotherapie.

Bipolare Störung

Die bipolare Störung zählt zu den so genannten Affektstörungen. Typisch für die Betroffenen sind extreme Stimmungsschwankungen, welche sie nicht kontrollieren können: so sind zum einen Phasen mit viel Euphorie, großer Schaffenskraft und Aktivität erkennbar, die sich dann wieder in Richtung Depression bewegen.

Sowohl psychosoziale Auslöser als auch genetische Faktoren spielen bei der Krankheitsentwicklung eine Rolle.

Zwangsstörungen

Ebenfalls zu den psychischen Störungen zählen die Zwangsstörungen oder auch die Zwangserkrankung. Dabei haben Betroffene das große Bedürfnis bzw. den Drang, bestimmte Dinge zu denken oder zu tun. So unterscheidet man zwischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.

Möglich sind mitunter

Angststörungen und Phobien

Ein weiteres psychisches Problem stellen Angststörungen dar. Dabei kommt es bei den Betroffenen zu starken Angstgefühlen, die sogar ihr alltägliches Leben beeinträchtigen, was einen starken Rückzug aus dem Alltag zur Folge hat, da Situationen oder Orte, die die Angst verursachen können, gemieden werden.

  • Ängste, die bei ganz bestimmten Objekten oder Situationen auftreten, bezeichnet man als Phobien.
  • Ungerichtete Ängste werden dagegen nicht von etwas speziellem ausgelöst.
  • Als soziale Phobie bezeichnet man z.B. die Angst vor anderen Menschen.
  • Bei einer plötzlichen episodischen Angst spricht von einer Panikstörung.

Ebenfalls zu den psychischen Störungen zählen

Depressionen

Eine weit verbreitete psychische Erkrankung sind Depressionen. Rund fünf Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer behandlungsbedürftigen Depression, bei der es zu Niedergeschlagenheit und unterschiedlichen körperlichen Störungen kommt, wie z.B.:

Es wird vermutet, dass die Neigung zu Depressionen teilweise vererbt wird.

Niedergeschlagenheit als Zeichen einer Depression
Niedergeschlagenheit als Zeichen einer Depression

Formen

Man unterscheidet zwischen:

  • unipolaren Depressionen
  • biopolaren affektiven Störungen
  • Dysthimie
  • Zyklothymie
  • Winterdepressionen, die nur in Herbst und Winter auftreten

Behandlung

Als Therapie kommen Medikamente wie Antidepressiva oder eine Psychotherapie in Betracht. In schweren Fällen, in denen Selbstmordgefahr besteht, kann auch eine stationäre Behandlung erforderlich sein.

Bulimie und Anorexia nerosa

Als Bulimie oder Ess-Brech-Sucht bezeichnet man eine suchtartige Essstörung, bei der der Betroffene die intensiv aufgenommene Nahrung anschließend wieder absichtlich erbricht. Auslöser dieser psychischen Störung ist die krankhafte Angst, zu dick zu werden. Vor allem Frauen zwischen 20 und 30 Jahren werden von Bulimie betroffen.

Eine weitere Essstörung, die vor allem bei jungen Frauen und Mädchen auftritt, ist Magersucht (Anorexia nervosa). Dabei kommt es zu strengen Diäten oder sogar zur totalen Verweigerung von Nahrung.

Schizophrenie

Zu den schwersten psychischen Erkrankungen gehört die Schizophrenie. Die Betroffenen können dabei nicht mehr zwischen Phantasie und Wirklichkeit unterscheiden. So fühlen sie sich verfolgt oder hören Stimmen.

Die genauen Ursachen der Erkrankung, die vor allem zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr auftritt, sind nach wie vor unbekannt. Man vermutet, dass chemische Botenstoffe eine Rolle spielen. Als Behandlung kommt zumeist eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten wie Neuroleptika und Antidepressiva in Betracht.

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung handelt es sich um eine Beeinträchtigung in den Bereichen der Gefühle, Gedanken und/oder Handlungen. Es kommt zu Verhaltensweisen anderen sowie sich selbst gegenüber, die paradox erscheinen.

Typische Merkmale sind Selbstverletzungen, das Erleben von Flashbacks, Angst vor Zurückweisung sowie begleitende Erkrankungen wie ADHS oder Depressioen. Psychotherapien wie die Verhaltenstherapie sowie eine bestimmte Medikation gehören zu den Behandlungsmaßnahmen.

Um die Welt der Psyche sowie deren Erkrankungen besser zu verstehen, haben wir zum Abschluss dieses Artikels noch ein kleines Lexikon der Psychiatrie für Sie zusammengestellt, welches die wichtigsten Begriffe kurz erläutert.

Kleines Lexikon der Psychiatrie - Wichtige Begriffe rund um die Psyche

Bei der Psychiatrie handelt es sich um ein medizinisches Fachgebiet, das sich damit beschäftigt, psychische Störungen zu untersuchen, zu diagnostizieren und zu behandeln. Der Begriff der Psychiatrie entstand im Jahr 1808 durch den deutschen Mediziner Johann Christian Reil (1759-1813), der als Pionier der romantischen Medizin gilt und die moderne Psychiatrie begründete. Die Bezeichnung Psychiatrie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt soviel wie "Seele" und "Arzt".

Fachbereiche der Psychiatrie

Die Psychiatrie geht aus der Nervenheilkunde hervor und beschäftigt sich mit sämtlichen Formen von pathologisch veränderten Bewusstseinen sowie dem Seelen- und Gefühlsleben der Menschen. Dabei werden u.a. die Symptome von psychischen Störungen und Erkrankungen beschrieben.

Als klinischer Teil der Psychiatrie gilt die Allgemeinpsychiatrie. Sie befasst sich mit psychischen Erkrankungen von erwachsenen Menschen. Weitere Teilbereiche sind

  • die Akutpsychiatrie, bei der es um psychiatrische Notfälle geht,
  • die Psychotherapie, die sämtliche Behandlungsverfahren von psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen umfasst,
  • die Gerontopsychiatrie für ältere Menschen,
  • die forensische Psychiatrie sowie
  • die Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Psychiatrie beinhaltet eine Vielzahl an speziellen Fachbegriffen, die wir im Folgenden erläutern.

Ambitendenz

Die Ambitendenz beschreibt den Zustand, wie Willensimpulse, die sich widersprechen, zu verspüren. Es handelt sich um eine Antriebsstörung, die die Durchführung entschlossener Handlungen für den Betroffenen unmöglich macht. Hier gehen wir im Detail auf die Ambitendenz ein.

Bewusstseinstrübung

Bei einer Bewusstseinstrübung reagiert die betroffene Person mit Verwirrtheit beim Denken und Handeln. Außerdem gibt es Schwierigkeiten bei der klaren Wahrnehmung der Umwelt.

So verhalten sich die Patienten meist ängstlich und desorientiert. Auch Probleme bei der Kommunikation sind keine Seltenheit, was wiederum zu Mitteilungsproblemen des Patienten führt. Eine Bewusstseinstrübung kann zudem in einer kontinuierlichen Form bestehen, sodass es sich um eine permanente Störung handelt.

Eine andere Form ist die intermittierende Bewusstseinsstörung. Dabei kommt es zu einer Zerstückelung des Bewusstseins des Patienten.

Folgen

Da sich die Bewusstseinstrübung einschränkend auf das gesamte Verhalten der betroffenen Person auswirkt, hat dies deutliche Einschränkungen auf ihr Verhalten zur Folge. Je nachdem, wie groß das Ausmaß der Bewusstseinstrübung ist, unterscheiden Psychiater zwischen unterschiedlichen Schweregraden.

Ein typisches Merkmal der Bewusstseinstrübung ist, dass die Klarheit des Patienten unter ihr leidet.

  • So läuft nicht nur die Aufnahme von Informationen langsamer ab;
  • auch die Denkprozesse werden von der Störung beeinträchtigt.
  • Schläft der Patient ein, lässt er sich nur schwer wieder wecken.

Dialektisch-Behaviorale Therapie

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie basiert auf der kognitiven Verhaltenstherapie. Es handelt sich um eine Behandlungsform, die beispielsweise bei Patienten mit Borderline-Syndrom eingesetzt wird.

Dabei werden bestimmte Module abgearbeitet. Lesen Sie hier über die Wirkung und den Ablauf der Dialektisch-Behavioralen Therapie.

Emotionale Intelligenz

Unter der emotionalen Intelligenz versteht man die Fähigkeit eines Menschen, die eigenen als auch die Gefühle und Emotionen anderer Menschen wahrzunehmen und richtig zu erkennen. Sie stellt eine wichtige Grundlage dar, um in einer Gemeinschaft bestehen zu können.

Positives Selbstmanagement sowie die Beziehung zu den Mitmenschen sind das A und O. Hier geben wir mehr Infos über die emotionale Intelligenz.

Extraversion

Unter einer Extraversion wird eine menschliche Persönlichkeitseigenschaft verstanden. Sie stellt den Gegenpol zur Introversion dar. Während sich die Introversion nach innen richtet, ist dies bei der Extraversion nach außen hin der Fall. Psychologen sprechen auch von "extrovertiert" und "introvertiert".

Entstehung des Begriffs

Erstmals gebraucht wurde der Begriff "Extraversion" im Jahr 1921 von dem von dem Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung (1875-1961), der als Begründer der analytischen Psychologie gilt. Jung beschrieb die Extraversion und die Introversion als gegensätzliche Wesensarten.

In der Regel neigt der Mensch entweder dazu, extrovertiert oder introvertiert zu sein, wobei es sehr unterschiedliche Neigungen geben kann. Während Introvertiert von Jung als der Innenwelt zugewandt gekennzeichnet wurde, wendet sich der Extrovertierte dagegen der Außenwelt zu. Im Laufe der Zeit griffen zahlreiche Persönlichkeitsforscher die Begriffe "Extraversion" und "Introversion" auf und entwickelten sie weiter.

Eigenschaften der Extraversion

Typisch für die Extraversion ist, dass es dabei zu einer nach außen gewandten Haltung kommt. So neigen extrovertierte Menschen dazu, viel zu reden und überaus aktiv zu sein.

Sie

  • gelten als lebendig
  • sprechen laut und
  • erweisen sich oft als dominant.

Außerdem zeigen sie beim Sprechen eine starke enthusiastische Kraft und treten energisch auf. Eine weitere typische Eigenschaft der Extraversion ist die Abenteuerlust. Das heißt, dass extrovertierte Menschen gewisse Risiken eingehen oder aktiv Sport betreiben.

Fremdbeeinflussungserlebnisse

Bei Fremdbeeinflussungserlebnissen handelt es sich um Ich-Störungen. Dabei verändert sich das Erleben des Patienten derart, dass er die Grenzen zwischen der Außenwelt und seiner Ich-Welt nicht mehr wahrnehmen kann.

So glauben die Betroffenen von anderen Personen, dass diese ihre Gedanken kennen, wodurch sie wiederum zu Angst oder Aggressivität neigen. Für die Verwandten und Freunde stellt sich das Benehmen des Patienten äußerst seltsam dar.

Zum Beispiel neigen die Patienten dazu, kaum noch mit ihrer Familie zu reden und ihr zu misstrauen. In extremen Fällen sind die Erkrankten sogar der Ansicht, dass ihnen jemand ihre Gedanken wegnimmt und der eigene Kopf daher wie leer ist.

Ihre eigenen Gedanken können sie nicht mehr richtig erkennen, weil sie glauben, dass eine äußere Fremdbeeinflussung besteht. In manchen Fällen wird der eigene Körper als fremd oder unwirklich wahrgenommen.

Ich-Störungen

Kommt es zu einer Ich-Störung im Zusammenhang mit einem Fremdbeeinflussungserlebnis, liegt zumeist eine Wahnsymptomatik vor. Diese hat das gestörte Verhalten des Patienten zur Folge.

Ich-Störungen treten in erster Linie bei psychotischen Krankheiten auf. Dazu gehören

  • hirnorganische Syndrome
  • Schizophrenie oder
  • eine epileptische Aura.

Aber auch durch die Einnahme von psychotropen Substanzen kann es zu einer Ich-Störung kommen.

Ganser-Syndrom

Beim so genannten Ganser-Syndrom handelt es sich um eine psychische Störung. Typisch für Betroffene sind das "Vorbei-Antworten" und das "Vorbei-Handeln".

So sagen oder tun sie etwas Falsches. Ob bewusst oder unbewusst - in diesem Augenblick sind sich die Patienten sicher, dass es sich um das Richtige handelt. Erfahren Sie hier mehr über das Ganser-Syndrom.

Glaubwürdigkeitsgutachten

Ein Glaubwürdigkeitsgutachten ist ein spezielles Gutachten, das bei kriminaltechnischen Ermittlungen erstellt wird. So überprüft man auf diese Weise die Glaubwürdigkeit des Opfers. Von besonderer Bedeutung ist ein Glaubwürdigkeitsgutachten, wenn keine Beweise für eine Straftat vorliegen.

Glaubwürdigkeit und Glaubhaftigkeit

Im Rahmen eines Glaubwürdigkeitsgutachtens unterscheidet man zwischen der Glaubwürdigkeit und der Glaubhaftigkeit. Die Glaubwürdigkeit gilt als grundsätzlicher Faktor einer Person.

Dabei muss vom Gutachter darauf geachtet werden, ob der Untersuchte unter bestimmten psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder multipler Persönlichkeit leidet. Ist dies nicht der Fall, beschäftigt sich der Gutachter mit der Glaubhaftigkeit der untersuchten Person.

In dem Gutachten geht es auch darum, ob der Untersuchte bereits einmal Falschaussagen gemacht hat. Außerdem werden eventuelle emotionale Abhängigkeiten überprüft.

Zur Anwendung kommt auch der sogenannte Big-Five-Persönlichkeitstest, der sich mit der Gewissenhaftigkeit des Untersuchten befasst. Dabei stellt man diesem sowohl wichtige als auch unwichtige Fragen. Aus diesem Test ergeben sich Persönlichkeitsschwerpunkte.

Des Weiteren ist es wichtig, darauf zu achten, wie es um die Beeinflussbarkeit der Testperson steht. Außerdem beschäftigt man sich mit dem sozialen Umfeld sowie der Intelligenz des Untersuchten.

Herzphobie

Die Herzphobie zählt zu den hypochondrischen Störungen. Betroffene haben große Angst, unter einer Herzerkrankung zu leiden oder sie fürchten sich vor einem Herzinfarkt.

Es kommt zu vielen körperlichen Symptomen, die die Furcht, krank zu sein, nur noch verschlimmern. Informieren Sie sich hier über das Krankheitsbild Herzphobie.

Hyperkinese

Die Hyperkinese beschreibt eine unwillkürliche Überbewegungen eines Menschen. Dieser kann die Bewegung kaum steuern.

Typisch sind beispielsweise Muskelzuckungen. Dabei gibt es verschiedene Ausprägungsformen. Hier informieren wir genauer über die Hyperkinese.

Hypochondrie

Als Hypochondrie bezeichnet man eine somatoforme Störung, bei der die Betroffenen unter einer eingebildeten Krankheit leiden. So fürchten sie zwar, schwer erkrankt zu sein, doch entsprechende Befunde lassen sich bei medizinischen Untersuchungen nicht finden.

Männer und Frauen leiden gleichermaßen unter Hypochondrie. Erfahren Sie hier mehr über die Hypochondrie.

Introversion

Die Introversion ist eine Persönlichkeitseigenschaft des Menschen und bildet den Gegenpol zur Extraversion. Während sich bei der Extraversion das Verhalten des Menschen nach außen richtet, geht es bei der Introversion nach innen.

Das bedeutet, dass introvertierte Menschen deutlich ruhiger und zurückhaltender sind als extrovertierte Personen. So beschränken sich die Introvertierten lieber auf die Beobachtung von Ereignissen, anstatt aktiv an ihnen teilzunehmen.

Eigenschaften der Introversion

Typisch für die Introversion ist, dass sich dabei Energie und Aufmerksamkeit der betroffenen Person mehr auf ihr Innenleben als auf ihr äußeres Erleben richtet. So beschreibt man Introvertierte häufig als

  • ruhig
  • bedächtig und
  • sorgfältig.

Obwohl introvertierte Menschen oft schüchtern wirken, müssen sie es jedoch nicht sein. Hat ein introvertierter Mensch nicht genügend Zeit für sich selbst übrig, kann dies dazu führen, dass er sich kraftlos fühlt, was ihn stark vom Extrovertierten unterscheidet.

Außerdem halten sich introvertierte Personen am liebsten an ruhigen Orten wie der heimischen Wohnung, einem Wald oder einem Park auf. Um sich zu erholen, verbringen sie ihre Freizeit meist allein oder nur mit engen Freunden.

Soziale Kontakte sind für introvertierte Menschen aber ebenso wichtig wie für Extrovertierte, nehmen jedoch einen deutlich geringeren Umfang ein. So mögen Introvertierte keine größeren Partys oder Veranstaltungen, bei denen viele Menschen anwesend sind.

Eine weitere Eigenschaft von introvertierten Personen ist, dass sie als gute Zuhörer gelten. Ihre Bereitschaft zu Risiken ist eher gering ausgeprägt. So fühlen sie sich dort besonders wohl, wo Sicherheit herrscht.

Katatonie

Die Katatonie zählt zu den psychomotorischen Syndromen. Es liegt eine den ganzen Körper betreffende Anspannung vor.

Schwere Depressionen oder eine katatone Schizophrenie können Erkrankungen sein, die mit diesem Begleitsymptom einhergehen. Hier gehen wir genauer darauf ein.

Konfabulation

Bei der Konfabulation werden Gedächtnislücken mit falschen Aussagen oder Geschichten gefüllt. Fehlfunktionen im Gedächtnis können zu den möglichen Ursachen gehören.

Es gibt unterschiedliche Formen der Konfabulation. Informieren Sie sich hier genauer.

Koprolalie

Von einer Koprolalie ist die Rede, wenn ein Mensch krankhaft dazu neigt, ständig Wörter aus der Fäkalsprache zu gebrauchen. Sie zählt zu den neuropsychiatrischen Erkrankungen.

Zusammengesetzt wird der Begriff Koprolalie aus den griechischen Wörtern "Kopros" (Kot) und "Lalia" (Sprache). Gemeint ist damit der Drang, immer wieder Kraftausdrücke aus der Fäkalsprache zu verwenden. Hier gehen wir im Detail auf die Koprolalie ein.

Major Depression

Unter einer Major Depression verstehen Psychologen eine Episode, die während der Depression auftritt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Major Depression mehrfach vorkommt.

Sogar ein chronischer Verlauf ist denkbar. Hier gehen wir genauer auf die Major Depression ein.

Merkfähigkeitsstörung

Die Merkfähigkeitsstörung wird auch als Merkschwäche bezeichnet. Betroffenen ist es unmöglich, neue Informationen richtig aufzunehmen und zu speichern.

Meist handelt es sich dabei um kürzlich erhaltene Informationen. Psychische Erkrankungen sind typische Auslöser für die Merkschwäche. Hier geben wir weitere Informationen über die Merkfähigkeitsstörung.

Metamorphopsie

Unter einer Metamorphopsie versteht man die verzerrte Wahrnehmung der Umbebung. Psychische Erkrankungen gelten häufig als Auslöser.

Es gibt unterschiedliche Formen der Metamorphopsie. Hier gehen wir näher darauf ein.

Minussymptomatik

Um eine Minussymptomatik handelt es sich, wenn es bei einer psychischen Erkrankung zu defizitären Symptomen kommt. Das heißt, dass diese Symptome mit einem Verlust einhergehen. Zu den typischen Beispielen für die Minussymptomatik zählt die Schizophrenie, die das Fühlen, Denken und Handeln eines Menschen beeinträchtigt

Neben psychischen Erkrankungen kann eine Minussymptomatik aber auch bei neurologischen Krankheiten auftreten. Dazu gehört zum Beispiel die Parkinson-Krankheit.

Merkmale

Bei einer Schizophrenie zeigt sich die Minussymptomatik zumeist entweder vor oder nach einer akuten Schizophreniephase. Als typische Merkmale gelten

  • die zunehmende soziale Isolation
  • Interessenverlust
  • Antriebslosigkeit
  • eine verarmte Sprache sowie
  • das Abflachen von emotionalen Reaktionen.

Die Minussymptomatik kann aber auch ein Hinweis darauf sein, dass eine Schizophrenie beginnt.

Negativismus

Negativismus zählt zu den Symptomen der katatonen Schizophrenie. Dabei lehnt der Patient jegliche Zusammenarbeit mit dem Arzt und dem medizinischen Personal komplett ab oder tut genau das Gegenteil von dem, was man ihm aufgetragen hat.

Typisch für den Negativismus ist, dass der Patient den Aufforderungen, die man an ihn stellt, nicht nachkommt. Hier gehen wir genauer auf die katatone Schizophrenie samt Negativitismus ein.

Ödipus-Komplex

Der Ödipus-Komplex stellt ein Konzept der Psychoanalyse dar, ist außerhalb dieser Fachrichtung jedoch umstritten. Die Theorie stammt von dem österreichischen Psychoanalytiker Siegmund Freud (1856-1939). Hier gehen wir gesondert auf die Psychoanalyse ein.

Paramnesie

Um eine Paramnesie handelt es sich, wenn sich die betroffene Person an Begebenheiten erinnert, die sich gar nicht zugetragen haben. Das heißt, der Patient erlebt Illusionen oder Halluzinationen als wahrhafte Erinnerungen.

Dazu zählen auch Déja-vu-Erlebnisse. Geschaffen wurde der Begriff Paramnesie im Jahr 1874 von dem deutschen Psychiater Emil Kraepelin (1856-1926), der für bedeutende Entwickelungen der wissenschaftlichen Psychiatrie verantwortlich ist.

Formen und Ursachen

Von der Paramnesie zu unterscheiden sind Konfabulationen. Bei diesen ersetzt der Patient Gedächtnisinhalte, die ihm fehlen, durch erfundene Inhalte. Auf diese Weise werden meist Erinnerungslücken überdeckt, damit diese niemand bemerkt.

Handelt es sich um eine reduplikative Paramnesie, ist der Patient von der doppelten Existenz einer Person oder eines Objektes überzeugt. Nicht selten sind Paramnesien ein Symptom von psychischen Krankheiten wie zum Beispiel Schizophrenie im Frühstadium. Aber auch hirnorganische Erkrankungen oder Manien kommen als mögliche Ursachen in Betracht.

Projektion

Bei der Projektion handelt es sich in der Neurosenlehre um einen Abwehrmechanismus. Dabei werden innerpsychische Konflikte durch das Abbilden von eigenen

  • Impulsen
  • Affekten
  • Emotionen und
  • Wünschen

übertragen und verlagert, die den eigenen Normen oder denen der Gesellschaft widersprechen. Gerichtet wird eine Projektion auf andere Menschen oder Objekte.

Merkmale

Bei einer Projektion kommt es beim Betroffenen unbewusst zu fehlerhaften Wahrnehmungen. Das heißt, dass der Patient eigene Fehler oder Schuldgefühle anderen Personen oder Objekten zuschreibt. Nach Auffassung der Psychoanalyse vermeidet der Betroffene auf diese Weise Ängste, die sonst entstehen würden.

Häufig wird in der Psychoanalyse auch der Begriff "Übertragung" anstelle von Projektion gebraucht. Allerdings handelt es sich bei einer Übertragung nur um eine Spezialform der Projektion.

Dabei werden unbewusste Erfahrungen und Wünsche reaktiviert. Am häufigsten zu finden ist die Projektion bei der Paranoia oder einer histrionischen Persönlichkeitsstörung.

Rationalisierung

In der Psychologie bedeutet der Begriff "Rationalisierung" rationale nachträgliche Erklärungsversuche von bestimmten Erinnerungen. So kann die betroffene Person diese Vorkommnisse psychisch als zu belastend empfinden. Indem der Betroffene nun versucht, das vergangene Geschehen nachzuvollziehen, soll dieses mehr Sinn erhalten.

Die Rationalisierung ist jedoch in der Regel sehr subjektiv, sodass es häufig zu Abweichungen von den realen Fakten kommt. Die betroffene Person versucht ein Erklärungsmodell zu erstellen, welches ihr selbst als logisch erscheint und ihren eigenen Überzeugungen entspricht. Dabei decken sich die Erinnerungen jedoch nicht immer mit den tatsächlichen Geschehnissen.

Abwehrmechanismus

Nach Auffassung von Siegmund Freud dient die Rationalisierung als Mechanismus zur Abwehr. Demnach ist jeder Mensch mit

  • einem Ich
  • einem Es sowie
  • einem Über-Ich

ausgestattet. Während das Über-Ich für die gesellschaftlichen Wertanschauungen steht, vertritt das Es die Triebe und Impulse des Menschen, die angeboren sind. Das Ich nimmt dann zwischen diesen beiden Positionen eine Vermittlerrolle ein.

Akzeptiert das Über-Ich zum Beispiel Impulse des Es nicht, verbannt sie das Ich ins Unterbewusstsein. Dadurch erfolgt der Schutz vor den unerwünschten Es-Trieben. Haben diese Triebe zu einer Handlung geführt, die das Ich als nicht akzeptabel einstuft, unternimmt es einen rationalen Erklärungsversuch, um das seelische Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.

Reizüberflutungstherapie

Bei der Reizüberflutungstherapie wird ein Patient - meist handelt es sich um einen Menschen mit Angststörungen - mit der maximalen Dosis an Reizen, die ihm Angst machen, konfrontiert. AUf diese Weise sollen die Ängste überwunden werden.

Man bezeichnet diese Therapie auch als Flooding. Hier gehen wir näher darauf ein.

Reliabilität

Als Reliabilität wird ein Qualitätskriterium bezeichnet, dessen Bestimmung mathematisch erfolgt. Dadurch lassen sich Aussagen über die Präzision von bestimmten Testverfahren treffen. So legt man durch die Reliabilität fest, wie genau die Messung eines Tests durchgeführt wird.

In der Psychologie und Psychiatrie setzt man die Reliabilität für Fragebögen ein, die die Befindlichkeit von Patienten überprüfen. Aber auch Persönlichkeitstests oder Intelligenztests kommen dafür infrage.

Bedeutung

Die Testgenauigkeit gilt als überaus wichtig für die wissenschaftliche Anerkennung. Diese ist wiederum die Grundvoraussetzung für die praktische Durchführung des Tests. Handelt es sich um ein anerkanntes Standard-Testverfahren, kann durch ein Handbuch die Reliabilität (Verlässlichkeit) abgeklärt werden.

Allerdings bezieht sich die Reliabilität nur auf die mathematische Stimmigkeit einer Testmethode. Um die inhaltliche Qualität des Tests festzustellen, wird ein weiteres Prüfungsverfahren, bei dem man die Validität überprüft, durchgeführt.

Verdrängung

Der psychoanalytische Begriff der Verdrängung stammt von Siegmund Freud. Gemeint ist damit das Verdrängen von unerwünschten Erinnerungen oder Trieben ins Unterbewusstsein.

Auf diese Weise soll der menschliche Körper vor einer Auseinandersetzung mit diesen Faktoren geschützt werden. Psychoanalytiker bezeichnen das Verdrängen auch als motiviertes Vergessen.

Zweck der Verdrängung

Die Verdrängung gehört zu den menschlichen Abwehrmechanismen. Sie wird vom Ich entwickelt, welches sich vor den Impulsen des Es schützen möchte, das für die angeborenen Triebe des Menschen steht. Das Über-Ich, das als moralische Instanz dient, kann diese Triebe jedoch nicht akzeptieren.

Das Verdrängen von bestimmten Inhalten in das Unterbewusstsein bedeutet allerdings nicht das Verschwinden der Triebe. So steigt durchaus das Bedürfnis zur Erfüllung dieser Gelüste. Stattdessen vermeidet die betroffene Person durch die Verdrängung eine Auseinandersetzung mit den Es-Trieben.

Zweckreaktion

Unter einer Zweckreaktion versteht man das Entwickeln von Symptomen von psychischen Störungen oder Erkrankungen. Diese erfolgen zu einem bestimmten Zweck. So ist es durch eine Zweckreaktion möglich, dass sich ein Mensch in eine Krankheit flüchtet, um auf diese Weise einer psychischen Belastung zu entkommen.

In Kriegen kam es zum Beispiel zu Zweckreaktionen bei Soldaten, die damit Gefahrensituationen zu vermeiden suchten, die ihr Leben gefährdeten. Dabei zeigen sich fließende Grenzen zwischen Simulationen und Situationen, die bewusst hervorgerufen werden, wie zum Beispiel der Missbrauch von bestimmten Substanzen oder eine Selbstverletzung. Aber auch Strafgefangene, die versuchen zu entkommen, neigen mitunter zu Zweckreaktionen.

Münchhausen-Syndrom

Als artifizielle Störung gilt das Münchhausen-Syndrom. Dabei führen die Betroffenen absichtlich Verletzungen oder Erkrankungen herbei, um auf diese Weise zu mehr Aufmerksamkeit und medizinischer Pflege zu gelangen. Dabei ist es auch möglich, die eigenen Kinder vorzuschicken, was man als Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom bezeichnet. In den meisten Fällen liegen neben den Zweckreaktionen noch weitere psychische Probleme vor.

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Quellenangaben
  • Young women with photo of her other side © berekin - www.fotolia.de
  • beautiful beach © Dana Heinemann - www.fotolia.de
  • Mad Female Boxer © Jason Stitt - www.fotolia.de
  • Füße © Leuten im Wartezimmer © Robert Kneschke - www.fotolia.de
  • Big problem or depression © Piotr Marcinski - www.fotolia.de
  • Seniorin schaut Fotos an mit Tochter © Robert Kneschke - www.fotolia.de
  • Depression © Eric Simard - www.fotolia.de

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