Grundkenntnisse der Architektur - Epochen und Stile (Hauptströmungen) sowie bekannte Architekten

Junge Geschäftsfrau zeichnet einen Plan auf

Ein Gespräch über Architektur dürfte schwierig werden, wenn man sich nicht mit diesem Thema auskennt - wir zeigen, worauf es ankommt

Nichts ist peinlicher, als sich in einem Gespräch mit Experten als blutiger Laie auf dem jeweiligen Gebiet zu erweisen. Das gilt besonders dann, wenn man vorher noch ausdrücklich betont hat, wie sehr man sich doch für den besagten Bereich interessiert. Wie viel man wissen muss, um wirklich mitreden zu können, ist natürlich von Fachgebiet zu Fachgebiet verschieden. Während man in der Psychologie beispielsweise vielleicht noch mit Menschenkenntnis und einer schnellen Auffassungsgabe ziemlich weit kommt, braucht man in der Architektur vor allem eins: Fakten, Fakten und nochmals Fakten.

Architektur hat nicht nur den Zweck, Häuser beziehungsweise andere Bauwerke zu entwickeln und zu entwerfen. Architektur ist in einem gewissen Grad auch Kunst und damit nicht völlig zweckgebunden. Aus diesem Grund ist sie auch einem ständigen Wandel unterworfen, abhängig vom Zeitgeist und dem vorherrschenden Geschmack.

Epochen und Stile

Es ist unmöglich, ein Gespräch über Architektur zu führen, wenn man keine Ahnung über die verschiedenen Strömungen und Schulen hat. Es ist daher wichtig, seinen Blicks für's Detail zu schulen und möglichst oft an Bauwerken oder wenigstens Architekturfotografien zu üben.

Erkennen sollte man zum Beispiel unbedingt, aus welcher Epoche der jeweilige Bau stammt und welchen Stil er verkörpert. Dabei wird der Laie ziemlich schnell an seine Grenzen stoßen. Berühmte Architekten zeichnen sich nämlich meist dadurch aus, dass sie sich nicht auf einen einzigen Stil beschränken, sondern dazu tendieren, mehrere Macharten miteinander zu kombinieren.

Es gibt immer das ein oder andere Bauwerk, dass so gar nicht in die Epoche passt, in der es entstanden ist. Handelt es sich um ein sehr berühmtes Werk, so sollte man diesen Umstand natürlich kennen, ansonsten wird man sich wohl nicht blamieren, wenn man einmal falsch liegt. Von den Grundkenntnissen bis hin zur Expertise ist es schließlich noch einmal ein großer Sprung.

Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über unterschiedliche Epochen und Stile der Architektur - detailliertere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier in unserem mehrseitigen Artikel.

Klassizismus

Von 1860 bis etwa 1910 entstanden vor allem solche Bauwerke, die als sehr klassisch beschrieben werden können. Man legte während dieser Epoche sehr viel Wert auf Stil und beschränkte sich zum Teil einfach darauf, bereits vorhandene historische Bauwerke zu kopieren.

Aus diesem Grund wird die Strömung auch als Historismus bezeichnet. Im Lauf der Jahre ging man langsam dazu über, die entsprechenden Bauwerke nicht nur zu kopieren, sondern einzelne Elemente zu extrahieren, neu zu erfinden und schließlich zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen.

Funktionalismus

Der Prunk und Protz der historischen Bauwerke fand jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg ein jähes Ende. Der Funktionalismus zog in die Köpfe vieler Architekten ein.

Wie der Name schon sagt, wurde nun viel mehr Wert auf die Funktionalität eines Gebäudes gelegt als auf sein ästhetisches Erscheinungsbild. Stuckdecken, Schnörkeleien und andere Verzierungen gehörten damit der Vergangenheit an.

Der Funktionalismus brachte damit auch eine gewisse Wirtschaftlichkeit mit sich. Bauwerke mussten funktionell und günstig zu unterhalten und zu betreiben sein. Eine Denkweise, die mit Hinblick auf die Geschehnisse zwischen 1939 und 1945 nicht verwunderlich erscheint.

Postmoderne

Doch auch die Schrecken des Krieges währten nicht ewig und so setzten sich bald wieder Erker, Türmchen und Ziersäulen in der Architektur durch. Man legte wieder mehr Wert auf eine ansprechende, leichte und malerische Bauweise.

Historische und traditionelle Zügen wurde wieder mehr Beachtung geschenkt. Diese Strömung bezeichnet man heute als Postmoderne.

Konstruktivismus

In der Sowjetunion herrschte jedoch nach wie vor eine minimalistische Bauweise vor. Der so genannte Konstruktivismus schwappte irgendwann nach Westeuropa über, so dass man heute auch lange nach dem Funktionalismus noch sehr funktionelle Bauten betrachten kann. Das Besondere am Konstruktivismus ist die Tatsache, dass Konstruktionen nicht versteckt, sondern offen sichtbar sein sollen.

Dekonstruktivismus

Als Gegenströmung setzte sich bald der Dekonstruktivismus durch, der sich durch scheinbare Instabilität und statische Unmöglichkeit auszeichnet.

Prunkvolle Architektur sollte man der richtigen Epoche zuordnen können
Prunkvolle Architektur sollte man der richtigen Epoche zuordnen können

Bekannte Architekten

Neben den einzelnen Epochen und Stilen sollte man natürlich auch über die Künstler Bescheid wissen, die diese verkörpern. Es reicht jedoch, wenn man die zwei bis drei populärsten Architekten ihrer Zeit kennt.

Bei der Recherche ist allerdings äußerste Vorsicht geboten. Nicht wenige Architekten haben sich im Laufe ihrer Karriere stark verändert und gingen zu Beginn ihrer Laufbahn einem ganz anderen Stil nach als gegen Ende ihrer Schaffensphase.

Solche Umstände sollte man wirklich kennen, bevor man einem Experten lautstark ins Wort fällt und sich dabei bis auf die Knochen blamiert. Als Basis in Sachen Gespräche über Architekten reicht es aber vielleicht auch aus, die Namen zu kennen, die für den Bau der berühmtesten Gebäude verantwortlich sind. Zu den bekanntesten Architekten zählen z.B.

  • Günther Behnisch (D, 1922-2010): Olympiastadion München
  • Gustave Eiffel (F, 1832-1923): Eiffelturm in Paris
  • David Childs (USA, geb. 1941): One World Trade Center
  • Frank Gehry (CAN, geb. 1929): Walt Disney Concert Hall L.A.
  • Jacques Herzog (CH, geb. 1950): Elbphilharmonie in Hamburg
  • Hundertwasser (AUT, 1928-2000): Hundertwasserhaus in Wien
  • Karl Friedrich Schinkel (D, 1781-1841): gilt als berühmtester deutscher Baumeister, der das Stadtbild Berlins prägte
  • Paul Wallot (D, 1841-1912): Reichstagsgebäude Berlin

Statik

Zu guter Letzt ist es auch nicht verkehrt, Grundkenntnisse in Sachen Statik zu haben. Schließlich besteht Architektur nicht nur aus Theorie. Die Kunst ist, Bauwerke zu entwerfen, die ihren Schöpfer möglichst lange Zeit überdauern.

Die Berechnung der Statik als wichtiger Grundstein der Architektur
Die Berechnung der Statik als wichtiger Grundstein der Architektur

Die Berechnungsverfahren der Baustatik lassen sich dabei einteilen in:

  • Grafische Statik, zu der zeichnerische Verfahren zählen
  • Starrkörperstatik, zu der rechnerische Verfahren zählen
  • Experimentelle Statik

Die Ergebnisse der Berechnungen dienen der Tragwerke-Bemessung. Je nach Baustoffen, zu denen beispielsweise Boden und Erdstoffe, Massivbau, Stahlbau, Kunststoffbau oder Glasbau zählen können, werden andere Bemessungsverfahren eingesetzt.

Holland: Dem Klimawandel mit schwimmenden Häusern trotzen

Die besonders gefährdeten Niederlande bereiten sich auf Hochwasser infolge des Klimawandels vor

Typisches Stadtbild von Amsterdam, Niederlande: Brücke mit vielen Fahrrädern
Amsterdam cityscape © sborisov - www.fotolia.de

Aufgrund des Klimawandels haben die Menschen in Holland damit angefangen, Häuser zu bauen, die sich dem Gezeitenwechsel stetig anpassen; dabei handelt es sich um Gebäude, die auf Pontons schwimmen. Besonders an den Deichen der Nordseeküste wird nun versucht, dem Wasser mehr Raum zu geben, anstatt die Schutzwälle dort zu erhöhen.

In Gebieten, die überschwemmungsgefährdet sind, stellt dies jedoch mit den neuartigen Häusern kein Problem mehr da. Die Pontons stehen dabei entweder fest auf dem Grund und schwimmen bei Hochwasser oder werden direkt so gebaut, dass sie im Wasser liegen.

"Rotterdam Climate Proof" macht die Stadt bereit für den Klimawandel

In Rotterdam wurde das Projekt "Rotterdam Climate Proof" gegründet. Hier sollen in Zukunft viele schwimmende Siedlungen entstehen, welche die Stadt attraktiver und zudem fit für den Klimawandel machen soll.

Doch nicht nur Häuser, auch Gebäude, in denen große Veranstaltungen stattfinden, werden nun schwimmend errichtet. Ein gutes Beispiel hierfür ist das "Show Case" - ein riesiger Pavillon, welcher tausend Personen Platz bietet. Die Konstruktion des Schwimmkörpers besteht hierbei zum größten Teil aus Styropor.

Angst vor den steigenden Wasserpegeln haben die Menschen in den Niederlanden nicht, denn sie bereiten sich gerade optimal darauf vor.

Sicher vor dem Weltuntergang: Architekten bauen besonderes Gebäude

Es scheint, als würden ein paar wenige Millionäre den Weltuntergang überleben, nämlich diejenigen, die sich einen Platz in einem millionenschweren Gebäude in der Prärie von Kansas, USA, gesichert haben, welches nun erbaut worden ist.

Dieses Haus, in dem mehrere Luxuswohnungen untergebracht sind, soll laut Architekten seinen Einwohnern Sicherheit vor Pandemien, Terroranschlägen und Sonneneruptionen bieten. Bisher gab es einige Interessenten, die sieben Millionen Dollar für eine Unterkunft bezahlt haben. Diese bietet den Bewohnern unter anderem einen Pool, eine Bücherei sowie ein Kino.

Luxusbaumhäuser in luftiger Höhe - Architekt entwirft komfortable Wohneinheiten im Baum

Ausschnitt Baumkrone eines grünen Laubbaums
purete © Fred - www.fotolia.de

Neben Kindern sind auch Erwachsene fasziniert von Baumhäusern und lassen sich immer öfter ihren Kindheitstraum im eigenen Garten verwirklichen. Der richtige Mann dafür ist der Architekt Andreas Wenning, der bereits dutzende Baumhäuser in allen möglichen Ausstattungen entworfen hat.

Getragen von komplexen Stützen und Seilkonstruktionen verfügen diese teils sehr luxuriösen Wohnheiten auf dem Baum über eine Heizung, Hi-Fi-Anlage sowie einen schicken Flatscreen-Bildschirm.

Mittlerweile hat Wenning mit seinem Architekturbüro "baumraum" für seine internationalen Kunden dutzende Rückzugsräume geschaffen, wo man sich dem Stress des Alltags entziehen und vollkommen abschalten kann. Je nach Ausstattung und Komplexität der Baumhäuser variieren die Preise zwischen 20.000 und 150.000 Euro.

Architekten bauen Haus ohne Beton oder Nägel

Umziehen und dabei sein eigenes, kleines Häuschen mitnehmen - mit dem neuartigen Projekt von einer Gruppe von Architekten aus England und Dänemark könnte dies bald möglich sein, denn diese haben ein Haus gebaut, ohne dafür Nägel oder Beton zu brauchen.

Das Prinzip der "Villa Asserbo", dem ersten Haus dieser Art, ist einfach: die einzelnen Holzplatten und Balken werden ähnlich wie bei einem 3D-Puzzle ineinander gesteckt. Für die Fertigstellung haben die Männer lediglich sechs Wochen gebraucht und dadurch, dass die einzelnen Bestandteile sehr leicht sind, werden keine Kräne benötigt.

Wikinger übernahmen Baustil der Briten

Die Historikerin Marie Bønløkke Spejlborg gab nun bekannt, dass sie der Meinung sei, dass die alten Wikinger auf ihren Streif- und Eroberungszügen durch England wertvoll Inspirationen mit nach Hause genommen. Es sei nicht nur so, dass die Nordländer die Briten geprägt hätten, sondern sie haben auch ihre Städte im Stil der Engländer gebaut. Diese Informationen gab die Historikerin auf der 15. Internationalen Saga-Konferenz in Aarhus bekannt.

Erst nach den Eroberungszügen in England wurden erste Städte gebaut, die für die Wikinger bis dahin unbekannt waren. Für die Erbauung der Kirchen gilt Gleiches. Auch diese wurden von den Briten mitgenommen. Die christliche Tradition der Engländer war deutlich älter, als die der Wikinger. Der Sohn des Wikingerkönigs Harald Blauzahn holte britische Bischöfe zu Hilfe, um das Christentum in seinem Land zu verbreiten.

Archäologische Funde belegten die Theorien von Spejlborg. Auch die dänischen christlichen Begriffe machen die Ableitung aus dem Britischen deutlich.

Tolkien-Begeisterung treibt seltsame Blüten - Amerikaner baut Hobbit-Haus

So manchen Film- und Literaturfan bringen die Auswüchse seiner Sammelleidenschaft in Platznöte. Irgendwann ist im Haus kein Zentimeter Platz mehr frei, um neue Sammelfiguren oder Bücher unterzubringen. Ein Amerikaner aus Chester County bei Philadelphia, der seit vielen Jahren leidenschaftlicher Fan der Fantasy-Werke von J.R.R. Tolkien ist, fand eine ebenso originelle wie radikale Lösung: Er baute sich ein Hobbit-Haus mit kreisrunder Tür im Garten.

Das Haus ließ er sich etwas kosten: So wurde der Architekt Peter Archer angeheuert um das Haus zu konstruieren, dessen Aussehen und Inneneinrichtung den Hobbit-Häusern aus der Film-Trilogie "Der Herr der Ringe" nachempfunden wurde. Die Lehmziegel für das Dach wurden extra aus Frankreich eingeflogen und für die Steine wurde eine Mauer aus dem 18.Jahrhundert abgebaut. Die Eingangstür aus massivem Holz wiegt stattliche 68 Kilo und lässt nur mit einem handgeschmiedeten Eisenscharnier öffnen.

Wer nun eine Reise nach Chester County buchen will um das Haus zu sehen, kann den Atlas wieder aus der Hand legen: Der Besitzer hütet das Geheimnis seiner genauen Adresse mindestens genauso eifersüchtig wie Gollum seinen Ring.

Mit 60 km/h in die Höhe - Die schnellsten Aufzüge der Welt

Bei den Top Ten der schnellsten Fahrstühle haben die Asiaten die Nase klar vorn

Gebäude - Zwei Wolkenkratzer unter blauem Himmel
wolkenkratzer © Philip Lange - www.fotolia.de

Die immer höher in den Himmel wachsenden Wolkenkratzer benötigen auch immer schnellere Aufzüge um Besucher innerhalb kürzester Zeit in den 100.Stock oder darüber hinaus zu katapultieren. Als Rekordhalter gilt derzeit der 509 Meter hohe Wolkenkratzer Taipei 101 in der taiwanesischen Hauptstadt: Hier geht es mit bis zu 60,6 km/h in die Höhe. Fast schon langsam nehmen sich dagegen die Fahrstühle des Burj Khalifa in Dubai, dem aktuell höchsten Gebäude der Welt, aus: Hier geht es lediglich mit 36 km/h nach oben.

Die Top Ten der schnellsten Lifte

Auch auf den anderen Spitzenplätzen tummeln sich asiatische Wolkenkratzer wie der Yokohama Landmark Tower in Japan, wo der Aufzug die Passagiere mit 45 km/h innerhalb von 40 Sekunden in den 69.Stock bringt, das Sunshine 60 Building in Tokio und das Shanghai World Financial Center. Unter der Top Ten findet sich nur ein einziger Wolkenkratzer der USA: Das John Hancock Center in Chicago.

Aufzug für das zweithöchste Gebäude der Welt

Ein Ende der Fahnenstange ist jedoch noch nicht in Sicht: Mitsubishi entwickelt gerade für den neuen Shanghai Tower Fahrstühle, die bis zu 64,8 km/h schaffen. Dies wird auch notwendig sein, denn das dann zweithöchste Gebäude der Welt wird die längste Aufzugstrecke der Welt haben: Ganze 578,5 Meter geht es in die Höhe.

Urban Collage in Paris: Architekturprojekt lässt triste Banlieues aufleben

Die Metropolen der Welt müssen sich architektonisch immer wieder neu erfinden um der wachsenden Bevölkerungszahl gerecht zu werden. Häufig kommen dabei urbane Alpträume heraus, manchmal jedoch auch sehenswerte originelle Kreationen: Eine solche Kreation entstand nun im Pariser Vorort Champigny-sur-Marne, eine typische Banlieue mit tristen Plattenbauten und hohem Migrantenanteil. Die Arbeitslosigkeit ist hoch und die Infrastruktur katastrophal. Wohnen will hier niemand, der eine andere Wahl hat.

Doch seit einem Jahr gibt es einen Lichtblick in der Tristesse von Champigny: Das Architekturprojekt "Urban Collage" von Édouard François. Der Pariser Architekt schuf einen originellen Bau, indem er verschiedene Wohnstile des Ortes einfach aufeinanderstapelte: Unten eine vornehme Stadtvilla, darüber mehrere Etagen typischer Plattenbau und schließlich oben auf dem flachen Dach mehrere schmucke Einfamilienhäuser. Insgesamt bietet der Bau 114 Wohnungen unterschiedlicher Größe.

Nach Plänen der Stadtverwaltung von Champigny ist das erste "Urban Collage"-Haus jedoch nur der Auftakt: Nach und nach sollen immer mehr Menschen aus den maroden Plattenbauten in ähnlich gestaltete Häuser umziehen, damit die alten Häuser abgerissen werden können.

An ihrer Stelle entstehen dann wiederum neue Häuser. Erfreulich für die Mieter: Da die Heizkosten in den Neubauten wesentlich niedriger sind als in den alten Wohnungen, zahlen sie trotz erhöhter Mieten unter dem Strich nicht mehr als zuvor - in einer wesentlich schöneren Umgebung.

Rund macht froh: Architekten sollen mehr runde Räume gestalten

Menschen fühlen sich in runden Räumen wohler als in herkömmlichen eckigen Räumen. Dies will ein internationales Forscherteam der Universität Wien herausgefunden haben. In einer Studie wurden Probanden gebeten, unterschiedliche Räume nach ihrer Schönheit zu beurteilen. Den Teilnehmern wurden dabei eckige und runde Räume mit unterschiedlicher Höhe und unterschiedlicher Fenstergestaltung gezeigt. Zugleich maßen die Forscher die Gehirnaktivität der Probanden mit einem Magnetresonanztomographen (MRT).

Dabei stellte sich heraus, dass die die Betrachtung der runden Räume die Gehirnbereiche aktivierten, die für die Belohnung und das Wohlgefühl im Körper sorgten. Allerdings übertrug sich dieses Wohlgefühl nicht auf eine mögliche Neigung, die runden Räume auch wirklich lieber betreten zu wollen als eckige Räume. Auch lösten die runden Räume nicht weniger Vermeidungsreaktionen aus, die auf eine mögliche evolutionäre Furcht vor dem Eckigen hinweise.

Letztendlich lasse sich nur sagen, dass der Mensch den Anblick runder Räume einfach nur schöner fand, so die Forscher. Würden Architekten mehr runde Räume bauen, ließe sich also womöglich das allgemeine Wohlbefinden stärken. Damit wurden frühere Studien bestätigt, bei denen die Vorliebe für runde Formen festgestellt wurde.

Todesstern als Gebäude: Architekt baut versehentlich Star-Wars-Haus

Die Star-Wars-Filmreihe hat immer noch viele Fans auf der ganzen Welt. Eine Fortsetzung der Saga steht kurz bevor. Auch in Südkorea fand der "Krieg der Sterne" seine Fans und hat Architekten, Designer und Künstler inspiriert - einige sogar, ohne es zu wissen.

So erschuf das Architekten-Büro Moon Hoon aufgrund von Wünschen eines südkoreanischen Familienvaters ein Haus, das große Ähnlichkeit mit dem Todesstern aus Star Wars aufweist. Doch die Architekten gaben an, nur ein Domizil für einen Sternenliebhaber geplant zu haben. Schick, praktisch und modern sollte es ebenfalls sein. Die große Übereinstimmung mit dem Todesstern sei zufällig und nicht gewollt, erklärte Moon Hoon. Doch das stört die Fans der Sternensaga nicht: Die meisten zeigen sich begeistert von dem Neubau.

Grundinformationen und Hinweise zur Architektur

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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