8. Juni 2010
Die meisten Bräuche in unserem Alltag sind heidnischen Ursprungs und erhielten erst später einen religiösen Charakter. Einige dieser Bräuche gelten heute als typisch christlich, andere stehen in keinem Zusammenhang mit Religion, Kirche und Bibel. Zu diesen zählen z.B. das Feiern von Geburtstagen, die Rauhnächte oder der Valentinstag.
Das Feiern eines Geburtstages gehört zu den am weitesten verbreiteten heidnischen Bräuchen. Es ist üblich, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene zu ihrem Geburtstag beschenkt werden. Während sich die Feier eines Erwachsenen oft auf ein gemeinsames Kaffeetrinken mit Freunden und Bekannten beschränkt, feiern Kinder ausgiebiger. Auf Kindergeburtstagen werden Spiele gespielt, Zoos oder Freizeitparks besucht und Kerzen ausgeblasen. Zu den typischen Geburtstagsbräuchen zählen auch das Schreiben und Verschicken von Grußkarten, das Singen eines Geburtstagsständchens sowie das Backen einer Torte.
Ein alter Brauch ist es, zwischen den Weihnachtsfeiertagen und den Neujahrstagen die Rauhnächte zu feiern. Früher galten die Rauhnächte als heilige Nächte. Es wurde gefastet, gebetet, Orakel gedeutet und Behausungen wurden ausgeräuchert, um Bedrohungen und Unheil abzuwehren. Heute ist es vor allem in Bayern ein Brauch, dass Kinder sich in den Rauhnächten verkleiden und von Tür zu Tür ziehen.
Der Valentinstag als Tag der Liebenden wird schon seit dem Mittelalter gefeiert und wird sehr unterschiedlich gedeutet. In England und Frankreich steht der 14. Februar für den Beginn der Paarungszeit der Vögel. Zugleich ist der Valentinstag aber auch ein Fest zugunsten der römischen Göttin Juno, ein altindisches oder auch ein kirchliches Fest. Heute wird der 14. Februar unabhängig von einer Religionszugehörigkeit mit Geschenken, Gedichten oder Blumen gefeiert.
Auch beim Karneval handelt es sich um einen heidnischen Brauch, der bereits von den Römern ausgeübt wurde. Ursprünglich diente die Faschingszeit dazu, den Winter und seine bösen Geister zu vertreiben. Heute feiert man Karneval überschwänglich und ausgelassen mit Festumzügen, Prunksitzungen und Tanzveranstaltungen.
Ein in Europa noch recht junger heidnischer Brauch ist das Halloweenfest. Es wird vermutet, dass Halloween keltischen Ursprungs ist. Gewissheit herrscht aber nur darüber, dass das Fest von irischen Auswanderern um das Jahr 1830 in die USA gebracht und dort bis heute wie kaum ein anderes Fest gefeiert wird. An Halloween ist es Brauch, sich gruselig zu verkleiden, Streiche zu spielen und Partys zu feiern.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
11.05.11 | |
![]() | BRAUCHTUM |
09.05.11 | |
![]() | BRAUCHTUM |
11.03.11 | |
![]() | BRAUCHTUM |
31.01.11 | |
![]() | BRAUCHTUM |
22.07.10 | |
![]() | BRAUCHTUM |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Brauchtum Forum

