Typisch deutsche Bräuche im Überblick

Zwei Deko-Ostereier hängen auf Weidenkätzchen Ast, weißer Hintergrund

Es gibt religiöse Sitten und Gewohnheiten sowie soziale und kulturelle Bräuche - hier finden Sie eine Übersicht über christliche und heidnische Bräuche

Jedes Land, jede Kultur und jede Religion hat bestimmte und oft einmalige Gewohnheiten und Handlungsmuster, die wir als Bräuche bezeichnen. Diese sind meist so in unserem Alltag verankert, dass sie für uns selbstverständlich sind. Andere Kulturen dagegen sind oft erstaunt über unsere typisch deutschen Gewohnheiten oder belächeln diese sogar.

Bei einem Brauch handelt es sich um eine wiederkehrende soziale Handlung innerhalb einer Gruppe, um eine bestimmte Tradition auszudrücken. Der Zusammenhalt einer Gemeinschaft soll dadurch erhalten und weitergegeben werden.

Die typisch deutschen Bräuche kann man in drei Kategorien einteilen.

  • Zum einen gibt es die religiösen Sitten und Gewohnheiten, zu denen unter anderem das Feiern von Ostern und Weihnachten zählen.
  • Auf der anderen Seite stehen soziale und kulturelle Bräuche, die fester Bestandteil im Kalenderjahr sind. Beispiele hierfür sind Silvester, Karneval oder das Maifest.
  • Letztlich gibt es noch Bräuche, die an kein bestimmtes Datum gebunden sind. Der Zeitpunkt, an dem beispielsweise ein Polterabend stattfindet oder jemand die Rathaustreppe fegen muss, ist individuell verschieden.

Bräuche lassen sich zudem auf unterschiedliche Art und Weise einteilen. So gibt es beispielsweise regionale Bräuche, die die Kultur eines bestimmten Landes oder einer bestimmten Region beschreiben. Zudem kann man eine Klassifizierung in christliche und heidnische Bräuche vornehmen.

Christliche Bräuche

Sitten und Bräuche christlichen Ursprungs lassen sich wiederum in verschiedene Bereiche einteilen. Viele christliche Bräuche sind im Kirchenjahr verankert. So zählen Ostern, Pfingsten oder Weihnachten, aber auch Christi Himmelfahrt, Fronleichnam oder Allerseelen zu den wichtigsten, alljährlichen Feierlichkeiten im Christentum. Einmalige oder unregelmäßige Bräuche im Laufe eines Lebens sind zum Beispiel die Taufe, die Konfirmation oder Firmung, eine Hochzeit oder ein Begräbnis.

Zu den christlichen Grundbräuchen zählen:

  • das Kreuz
  • das Gebet (Morgengebet, Tischgebet, Abendgebet)
  • der Segen (z.B. eucharistischer Segen, Wettersegen)
  • Weihrauch
  • Glocken

Im Lebensverlauf kommt folgenden Bräuchen eine Bedeutung zu:

  • Taufe: (Taufkleid, Taufwasser)
  • Firmung/Konfirmation
  • Namenstag/Geburtstag/Hochzeitstag
  • die Segnung der Ringe bei der Hochzeit
  • die Primitz (erste von einem katholischen Priester gefeierte heilige Messe)
  • Sterbebräuche (Bestattungskultur) wie etwa Totengebet, Begräbnisfeier, Friedhof

Besonders bedeutend ist die Taufe, die den Eintritt in das Christentum bedeutet. Es ist üblich, dass Eltern ihre Kinder schon im Alter von mehreren Wochen taufen lassen, ihnen einen Taufpaten zur Seite stellen und eine christliche Erziehung ihres Nachkommens versprechen.

Die Taufe als wichtiges christliches Ritual
Die Taufe als wichtiges christliches Ritual

In der evangelischen Kirche finden Tauffeiern generell im Rahmen eines Gottesdienstes statt, in der katholischen Kirche gibt es auch die Möglichkeit, eine Taufe außerhalb der Heiligen Messe durchzuführen. Mit der Konfirmation bestätigt der Heranwachsende der evangelischen Kirche seine Taufe schließlich selbst. Bei den Katholiken findet dieses Brauchtum im Rahmen der Firmung statt.

Im Verlauf eines Kirchenjahres sind folgende Bräuche zu erwähnen:

  • der Advent als Vorbereitung auf die Geburt Jesu
  • Weihnachten als Fest der Geburt Jesu
  • Silvester als Gedenktag des heiligen Papstes Silvester
  • das Dreikönigsfest mit Sternsingen
  • Karneval als Feier vor der Fastenzeit
  • die Karwoche als letzte Woche der Fastenzeit
  • Ostern als Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi
  • Christi Himmelfahrt als Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes
  • Pfingsten als Feier der Entsendung des Heiligen Geistes
  • Fronleichnam als Feier der leiblichen Gegenwart Jesu im Sakrament der Eucharistie
  • das Erntedankfest, um Gott für die Erntegaben zu danken
  • Allerseelen als Gedächtnistag für die Verstorbenen

Letztlich erfolgt noch eine Einteilung in katholisches Brauchtum, zu dem beispielsweise Traditionen wie die ewige Anbetung oder diverse Bruderschaften gehören, sowie das orthodoxe Brauchtum mit der Großen Wasserweihe. Bräuche in der Gemeinde sind beispielsweise der Maibaum oder das Johannisfeuer.

Auf einige der aufgelisteten Feiertage gehen wir im Folgenden noch kurz ein...

Bedeutsame Feiertage

Feiertage sind Fest- oder Gedenktage, die im Jahreskalender einen besonderen Stellenwert einnehmen und gesellschaftlich oder kirchlich von hoher Bedeutung sind. An einem gesetzlich festgelegten Feiertag muss nicht gearbeitet werden, Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen und öffentliche Verkehrsmittel fahren nur eingeschränkt. Doch welche Bedeutung haben die verschiedenen Feiertage eigentlich?

Neujahrstag

Der erste Feiertag eines jeden Kalenderjahres ist der Neujahrstag. In Deutschland fällt dieser gesetzliche Feiertag immer auf den 1. Januar, in anderen Kulturen wird das Neujahrsfest zum Teil an abweichenden Terminen gefeiert.

Ein Brauch ist es, das neue Jahr mit Feuerwerken, Böllern und Sekt zu begrüßen. Zudem ist es üblich, seinen Freunden und Bekannten einen "guten Rutsch" und viel Erfolg für das neue Jahr zu wünschen. Auf politischer und kirchlicher Ebene finden Neujahrsreden statt und viele Chöre und Orchester veranstalten Neujahrskonzerte.

Karfreitag und Ostermontag

Zwei bedeutsame Feiertage sind mit dem Osterfest verbunden. Am Karfreitag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu, am Ostermontag wird seine Auferstehung gefeiert.

Während Karfreitag zu den stillen Feiertagen zählt, finden am Ostermontag verstärkt Feierlichkeiten und Veranstaltungen statt. Es wird nicht nur die Auferstehung Jesu gefeiert, sondern auch das Ende der Fastenzeit.

Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt ist wieder ein kirchliches Fest, das immer am Donnerstag 39 Tage nach Ostern gefeiert wird. An diesem gesetzlichen Feiertag gedenken Christen der Rückkehr Jesu in den Himmel. Christi Himmelfahrt wird von vielen Männern auch als Vatertag gefeiert, an dem traditionell Ausflüge unternommen oder Feste besucht werden.

Pfingsten

Fünfzig Tage nach Ostern wird im Christentum das Pfingstfest gefeiert. Mit diesem Fest wird an das Erscheinen des Heiligen Geistes und damit an die Geburtsstunde der Kirche erinnert.

An Pfingsten werden je nach Region verschiedene Bräuche begangen. Diese reichen von Pfingstgeschenken über das "Birkenstecken" bis hin zu Pfingstfeuern oder das Pflanzen von Pfingstbäumen.

Weihnachtsfeiertage

An Weihnachten wird das Fest der Geburt Jesu Christi gefeiert. Als Festtag gilt der 25. Dezember, der 1. Weihnachtsfeiertag, jedoch beginnen die Feierlichkeiten beriets am Vorabend, dem Heiligabend.

Zu den Weihnachtsfeiertagen zählt auch der 2. Weihnachtsfeiertag, der zudem als Stephanstag bedeutend ist - man gedenkt dem heiligen Diakons Stephanus. Die Weihnachtsfeiertage gelten in vielen Ländern als gesetzliche Feiertage. Welche Bräuche zum Weihnachtsfest gehören, erfahren Sie im Verlauf dieses Artikels.

Mehr Informationen zu diesen und weiteren deutschen Feiertagen und deren Bedeutung erhalten Sie hier in unserem separaten Artikel.

Allerheiligen und Allerseelen - Zwei wichtige Feiertage im November

Das Aufstellen von Kerzen gehört zu den Feiertagen am 1. und 2. November als wichtiger Brauch dazu

Weiße brennende Kerze, im Hintergrund viele Kerzenlichter
Kerzenlicht © Bernd S. - www.fotolia.de

In wenigen Tagen sind wieder zwei wichtige kirchliche Feiertage: Am 1. November Allerheiligen, und am Tag darauf folgt Allerseelen. In der römisch-katholischen Kirche sind diese zwei Tage bereits seit Jahrhunderten wichtige Feste mit langer Tradition. Die Feiertage liegen bewusst am Ende des Jahres, da sie quasi das Ende eines abgeschlossenen Zyklus darstellen. Das Aufstellen von Kerzen ist dabei der wichtigste Brauch.

Allerheiligen: Herkunft und Bedeutung

Am ersten Tag im November, Allerheiligen, wird den Heiligen gedacht. Bereits im Jahre 835 legte der Papst Gregor IV. diesen Festtag auf den 1. November fest. Seitdem werden die Gräber der Verstorbenen geschmückt, mit Blumengestecken und Pflanzen, um schon auf Allerseelen vorzubereiten.

Die wichtigste Tradition dabei ist das Aufstellen von Kerzen, die als "Seelenlicher" bis zum nächsten Tag das Grab erleuchten. Des Weiteren finden auf Friedhöfen festliche Prozessionen statt, dabei werden mit Weihwasser und Gebeten die Gräber gesegnet.

Allerseelen: Herkunft und Bedeutung

Am nächsten Tag, dem 2. November, findet Allerseelen statt - schon seit dem 9. Jahrhundert als offizieller Feiertag. Bei diesem Fest wird den Verstorbenen mit Fürbitten, Almosen und Gebeten das Fegefeuer erleichtert. Es heißt, dass an diesem Tag die Seelen der Toten aus dem Fegefeuer auf die Erde kommen.

Um den Weg durch das Feuer erträglicher zu machen, werden die Gräber deshalb mit Weihwasser bespritzt, mit Köstlichkeiten beschmückt und eine Kerze wird angezündet.

Am Buß-und Bettag brauchen manche Schüler nicht zur Schule, die Lehrer müssen aber erscheinen

Schulfrei am Buß- und Bettag - der Feiertag wird regionsbedingt unterschiedlich verbracht

In Deutschland ist der Buß- und Bettag ist ein Feiertag der evangelischen Kirche, der im Laufe der Geschichte für besondere Anliegen angesetzt wurde. Erst im 20. Jahrhundert wurde er, wie auch noch heute, auf den Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, das ist der letzte Sonntag des evangelischen Kirchenjahres, gelegt.

Entwicklung des Feiertages

Aber in den vergangenen Jahren wurde dieser Feiertag unterschiedlich behandelt. So hatten die Nazis seinerzeit den Tag auf einen Sonntag gelegt, der ja immer arbeitsfrei war, und nach dem Krieg wurde der Feiertag im Zuge der 5-Tage-Woche in der DDR abgeschafft; dies war im Jahr 1966. In der Bundesrepublik war er bundeseinheitlich ein gesetzlicher Feiertag und nach der Wiedervereinigung galt dies auch für die neuen Bundesländer.

Aber ab dem Jahr 1995 wurde dieser Feiertag im Rahmen mit der Pflegeversicherung als freier Arbeitstag gestrichen, nur in Sachsen gilt er noch, doch müssen die Arbeitnehmer dort einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung leisten.

In manchen Bundesländern führt dieser Feiertag zu Unmut und Verwirrung, so haben in Bayern die Kinder schulfrei, doch ihre Lehrer müssen in der Schule erscheinen. Dies führt natürlich bei den Eltern, die zur Arbeit müssen, zu einigen Problemen bei der Betreuung ihrer Kinder. In Berlin aber beispielsweise können evangelische Kinder auf Antrag hin an diesem Tag der Schule fernbleiben, aber ob sie dann in die Kirche gehen, das ist wohl fraglich.

Heidnische Bräuche

Die Abgrenzung zu den heidnischen Bräuchen ist nicht immer eindeutig, stehen sie doch teils im engen Zusammenhang mit der Kirche. Die meisten Bräuche in unserem Alltag sind heidnischen Ursprungs und erhielten erst später einen religiösen Charakter. Einige dieser Bräuche gelten heute als typisch christlich, andere stehen in keinem Zusammenhang mit Religion, Kirche und Bibel.

Geburtstag

Das Feiern eines Geburtstages gehört zu den am weitesten verbreiteten heidnischen Bräuchen. Es ist üblich, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene zu ihrem Geburtstag beschenkt werden. Während sich die Feier eines Erwachsenen oft auf ein gemeinsames Kaffeetrinken mit Freunden und Bekannten beschränkt, feiern Kinder ausgiebiger.

Auf Kindergeburtstagen werden Spiele gespielt, Zoos oder Freizeitparks besucht und Kerzen ausgeblasen. Zu den typischen Geburtstagsbräuchen zählen auch

Rauhnächte

Ein alter Brauch ist es, zwischen den Weihnachtsfeiertagen und den Neujahrstagen die Rauhnächte zu feiern. Früher galten die Rauhnächte als heilige Nächte.

Es wurde gefastet, gebetet, Orakel gedeutet und Behausungen wurden ausgeräuchert, um Bedrohungen und Unheil abzuwehren. Heute ist es vor allem in Bayern ein Brauch, dass Kinder sich in den Rauhnächten verkleiden und von Tür zu Tür ziehen.

Valentinstag

Der Valentinstag als Tag der Liebenden
Der Valentinstag als Tag der Liebenden

Der Valentinstag als Tag der Liebenden wird schon seit dem Mittelalter gefeiert und wird sehr unterschiedlich gedeutet. In England und Frankreich steht der 14. Februar für den Beginn der Paarungszeit der Vögel. Zugleich ist der Valentinstag aber auch ein Fest zugunsten der römischen Göttin Juno, ein altindisches oder auch ein kirchliches Fest.

Heute wird der 14. Februar unabhängig von einer Religionszugehörigkeit mit Geschenken, Gedichten oder Blumen gefeiert. Weitere Informationen zu diesem Tag erhalten Sie hier.

Typische Bräuche zu Karneval

Auch beim Karneval handelt es sich um einen heidnischen Brauch, der bereits von den Römern ausgeübt wurde. Ursprünglich diente die Faschingszeit dazu, den Winter und seine bösen Geister zu vertreiben.

An Karneval werden der Winter und seine bösen Geister vertrieben
An Karneval werden der Winter und seine bösen Geister vertrieben

Heute feiert man Karneval überschwänglich und ausgelassen mit

Vor allem das Verkleiden ist typisch für Karneval. Detailliertere Informationen rund um dieses Thema erhalten Sie hier.

Typische Bräuche zu Halloween

Halloween hat seinen Ursprung in den USA
Halloween hat seinen Ursprung in den USA

Ein in Europa noch recht junger heidnischer Brauch ist das Halloweenfest. Es wird vermutet, dass Halloween keltischen Ursprungs ist. Gewissheit herrscht aber nur darüber, dass das Fest von irischen Auswanderern um das Jahr 1830 in die USA gebracht und dort bis heute wie kaum ein anderes Fest gefeiert wird.

An Halloween ist es Brauch,

  • sich gruselig zu verkleiden
  • Streiche zu spielen und
  • Partys zu feiern.

Hier informieren wir Sie detaillierter über den Halloweenbrauch.

Typische Bräuche zu Ostern

Ein typisch deutscher Brauch zu Ostern ist das Osterfeuer. Dieses wird in der Regel am Ostersamstag entzündet.

Ursprünglich sollte das Feuer den Winter vertreiben, heute ist es vor allem für die Christen ein zentrales Ereignis. Das Licht des Feuers steht für die Auferstehung Jesu.

Ostern steht für Kinder ganz im Zeichen von Ostereiern und Osterhasen. Der Ursprung dieser zwei Bräuche ist bis heute nicht geklärt.

Der Ursprung der Ostereier ist bis heute nicht geklärt
Der Ursprung der Ostereier ist bis heute nicht geklärt

In der Theologie und Kunstgeschichte gilt das Osterei als Symbol für die Auferstehung Christi, der Osterhase wird von vielen Seiten als fruchtbarer Frühlingsbote angesehen. Hier in unserem separaten Artikel finden Sie weitere Informationen.

Typische Bräuche zu Weihnachten

Typisch für das Weihnachtsfest ist dagegen der Tannenbaum, der um die Festtage herum nicht nur die heimischen Wohnzimmer, sondern auch Kirchen und öffentliche Plätze schmückt. Der Weihnachtsbaum als ursprünglich deutscher Brauch ist mittlerweile über die ganze Welt verbreitet.

Das Aufstellen und Schmücken eines Tannenbaums in der Weihnachtszeit wird oft als typisch christlicher Brauch angesehen. Dabei symbolisierte er als immergrüner Baum schon lange vor seiner hiesigen Verbreitung in anderen Kulturen Lebenskraft.

Schmuck und Lichterketten am Christbaum haben eine jüngere Vergangenheit und stehen als Symbol für Fruchtbarkeit. Hier finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Christbaum und -schmuck.

Die Weihnachtsbräuche sind besonders wichtig für Familien
Die Weihnachtsbräuche sind besonders wichtig für Familien

Der Adventskranz geht auf den Theologen Johann Hinrich Wichern zurück, der im Jahr 1839 ein altes Wagenrad mit Tannenzweigen und Kerzen schmückte, um ungeduldigen Kindern das Warten auf Weihnachten zu verkürzen. Heute symbolisiert der Adventskranz mit seinem zunehmenden Licht die näher rückende Geburt Christi.

Für die Geschenke am Heiligabend ist traditionell der Weihnachtsmann zuständig. Dieser wird oft als dicker Mann mit weißem Bart dargestellt und soll artigen Kindern Geschenke und bösen Kindern eine Rute bringen. Der Weihnachtsmann ist auf der ganzen Welt bekannt und alle Kinder warten jährlich gespannt auf ihn.

Es gibt zudem viele weitere Weihnachtsbräuche - lesen Sie hier, um welche es sich dabei handelt.

Nikolaus reitet in Indien auf einem Elefanten

Roter Nikolausstiefel mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten im Kunstschnee vor heller Holzwand
Nikolaus, Weihnachten - Hintergrund mit Nikolausstiefel und Süßigkeiten © Floydine - www.fotolia.de

Auch in Indien kommt jedes Jahr der Nikolaus. Doch kann er bei sommerlichen Temperaturen von 25 Grad nicht mit seinem Rentier-Schlitten vorfahren und so kommt er für das Land typisch auf einem Elefanten geritten.

In der Deutschen Botschaft hat er am Nikolaustag unter Palmen seine Süßigkeiten an die Kinder verteilt und versprach auch im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Estland vs. Lettland - wem gehört das Patent auf den Weihnachtsbaum?

Rote Christbaumkugel an Weihnachtsbaum auf weißem Hintergrund
christmas decoration isolated © gajatz - www.fotolia.de

Wissen Sie, wann zum ersten Mal ein leuchtender Weihnachtsbaum die besinnliche Zeit des Jahres angezeigt hat? Ein Nein ist nicht schlimm, denn nicht einmal die Historiker wissen es ganz genau.

Seit einiger Zeit schon streiten sich Estland und Lettland um das Patent des Weihnachtsbaumes. Die beiden Balten-Staaten feiern dieses Jahr wieder ihre Jahrestage. Für Lettland ist es der große runde 500-Jahrestag. Doch Estland rühmt sich mit der Feier des 569. Jahrestages.

Es ist aber eine freundschaftliche Rivalität, die beide Staaten mit einem Augenzwinkern austragen. Man streitet sich ja auch nicht in der Weihnachtszeit. Am Ende ist es egal, ob der erste Weihnachtsbaum 1510 oder doch schon 1441 aufgestellt wurde. Wichtig ist beiden Staaten, wofür dieses Symbol steht: nämlich ein friedliches Miteinander, ein ruhiges Jahresende und viel Freude und glitzernde Augen.

Rund um die Welt – besondere Weihnachtsbräuche verschiedener Länder

Rote Christbaumkugel an Weihnachtsbaum, im Hintergrund goldener Baumschmuck
christmas decoration © AGphotographer - www.fotolia.de

Zu den deutschen Weihnachtsbräuchen gehören unter anderem der Weihnachtsbaum, das Christkind, welches die Geschenke bringt und der Besuch der Christmette. Wie es so schön heißt, haben andere Länder andere Sitten und dies trifft natürlich auch auf das alljährliche Weihnachtsfest zu.

Weihnachtsbräuche in den Niederlanden

Zu den bedeutendsten Weihnachtsbräuchen der Niederländer gehört der Nikolaus, der bereits am 5. Dezember gefeiert wird. Die Ankunft des Sinterklaas erfolgt dabei schon Mitte November – ein alljährliches großes Spektakel. Am Abend des 5. Dezember stellen die Kinder dann ihre Stiefel vor die Tür und hoffen auf Geschenke. Gleichzeitig werden auch Möhren und etwas Heu für das Pferd von Sinterklaas bereitgestellt. Unterstützung bei seiner Arbeit erhält dieser dabei von dem „Zwarten Piet“.

Weihnachtsbräuche in Italien

Im italienischen Süden ist es nicht der festliche geschmückte Weihnachtsbaum, welcher den Mittelpunkt des Wohnzimmers bildet, sondern die Krippe, die bei uns eher als Zusatz gilt. In Italien wird sie jedoch deutlich aufwendiger geschmückt. Ebenso italienisch ist der Brauch der Hexe Bafana. In bestimmten Regionen des Landes ist es sie, die nachts durch die Kamine der Häuser steigt und die Stiefel der Kinder mit kleinen Geschenken füllt. Waren sie jedoch unartig, erhalten sie „carbone dolce“, zu Deutsch: schwarz gefärbte Süßigkeiten.

Weihnachtsbräuche in Finnland und Kenia

Was wäre der Finne ohne seine Sauna? Auch an Heiligabend möchte er nicht darauf verzichten und so wird am Nachmittag des Tages ein ausgiebiger Saunabesuch veranstaltet, während wir uns zu dieser Zeit mit der gesamten Familie auf den Weg in die Kirche machen. Der Großputz der Wohnung, die Dekoration und die Vorbereitung des Festmahls bringen bei uns vor allem die Mütter ordentlich ins Schwitzen. In Kenia übernehmen die Kinder diese Aufgaben – vom Aufräumen bis hin zum Kochen. Dort wird traditionell die Ziege serviert.

Weihnachtsbräuche in Griechenland

Das große Familienfest mit zahlreichen Geschenken für die Kleinen findet in Griechenland erst am Silvesterabend statt. Während wir uns an Heiligabend beschenken, ziehen dort an diesem Tag die Kinder von Tür zu Tür, um kleine Geschenke einzusammeln. Ruhig und besinnlich geht es dabei nicht gerade zu, stattdessen wird laut gesungen und mit Glocken und Trommeln musiziert.

Der Nikolaus kommt bald: Die Bräuche des 6. Dezember und ihre Herkunft

Mann im Nikolaus Kostüm auf Sessel, im Hintergrund beleuchteter Weihnachtsbaum
santa claus © Scott Hancock - www.fotolia.de

Seit Generationen stellen Kinder ihre Stiefel am Abend des 5. Dezember vor die Tür in der Hoffnung, sie am folgenden Morgen mit Schokolade gefüllt vorzufinden. Aber auch ihre Eltern wissen heute oft gar nicht mehr, woher dieser schöne Brauch eigentlich stammt - oder wer der Heilige Nikolaus, der heute oft mit dem "Weihnachtsmann" durcheinandergeworfen wird, eigentlich war.

Geschichte des Bischof Nikolaus von Myra

Bischof Nikolaus von Myra wirkte im 4. Jahrhundert in Lykien, in der heutigen Südtürkei und war dafür bekannt, dass er sein von reichen Eltern geerbtes Vermögen an die Armen verteilt hatte. Bis ins Mittelalter galt der Festtag des Heiligen Nikolaus am 6. Dezember als Tag, an dem Eltern ihre Kinder beschenkten.

Erst die Reformation unter Luther verbot die Heiligenverehrung und machte dem Brauch (fast) ein Ende. Lediglich in den Niederlanden hat sich "Sinterklaas" bis heute als Tag der Geschenke erhalten, während anders wo nun das Christkind am 24. Dezember kommt.

Geblieben ist auch der Brauch, die Stiefel der Kinder zu füllen. Dies geht auf eine Legende zurück, wonach Nikolaus eines Nachts beim Spazierengehen einen armen Mann belauschte, der seine drei Töchter nicht verheiraten konnte, weil er sich keine Mitgift für sie leisten konnte. In den folgenden Nächten warf Nikolaus Goldsäckchen durch das geöffnete Fenster ins Haus der Familie und ermöglichte den Mädchen ihre Hochzeiten und ein glückliches Leben.

Komische Traditionen - So feiert der Rest der Welt Weihnachten

Kleines neugieriges Mädchen mit Weihnachtsmannmütze
Happy small girl in santa hat have a christmas © fotoskaz - www.fotolia.de

Der Nikolaus ist der Vorreiter der Weihnachtszeit und besucht nicht nur hierzulande am 6. Dezember alle Kinder. Auch in Österreich und den Niederlanden werden die braven Kinder vom Nikolaus mit kleinen Geschenken belohnt. Um die unartigen Kinder mit der Rute zu bestrafen, wird der Nikolaus dort aber von einer dunklen Gestalt begleitet.

"Schwarzer Peter" und Traditionen in anderen Ländern

In Österreich ist das der Krampus, eine haarige Gestalt mit Hörnern. In den Niederlanden heißt der Rutenbringer "Schwarzer Peter". Im finnischen Rovaniemi hat der Weihnachtsmann das ganze Jahr über Saison, um Touristen und Einheimische persönlich in seinem Weihnachtsmanndorf willkommen zu heißen. Ähnlich wie in Deutschland gibt es dort auch ein Weihnachtsmann-Postamt, wo Briefe von Kindern aus aller Welt empfangen und beantwortet werden.

Tradition in Italien

In einigen Teilen Italiens dagegen spielt der Weihnachtsmann keine Rolle, denn dort werden die Geschenke von der Hexe Befana gebracht. Einer Legende nach wurde die Hexe von den Heiligen Drei Königen darum gebeten sie zum Jesuskind zu führen. Die Hexe weigerte sich, bereute es aber schnell und fliegt seitdem jedes Jahr zur Weihnachtszeit auf ihrem Besen durch die Lüfte, um den kleinen Jesus zu finden. Auf ihrer Reise beschenkt sie artige Kinder und bestraft die unartigen mit Kohlestücken.

Ungeliebte Geschenke entsorgen: beim Schrottwichteln macht das richtig Spaß

Blond gelockte Frau in Weihnachtskostüm hält 2 Geschenkpakete hoch
Santa 3 with snow / beautiful Santa-woman © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Weihnachten ist die Zeit der Geschenke. Jeder hat Stress, etwas für die Lieben zu finden. Und die Beschenkten haben Stress zu lächeln, obwohl sie das Präsent gleich in der Mülltonne entsorgen möchten. Wer diesen Druck - und die schlimmsten Geschmacklosigkeiten – wieder loswerden möchte, lädt Freunde und Bekannte zum Schrottwichteln.

Beim Gräuel-Wichteln noch nachträglich tauschen

Das Prinzip ist ähnlich wie beim klassischen Wichteln: Jeder bringt ein Geschenk mit, dass unter den Anwesenden verlost wird. Als originelle Variante ist beim Gräuel-Wichteln jedoch das nachträgliche Tauschen ausdrücklich erwünscht. So verschwinden die ungeliebten Geschenke schon vor dem Frühjahrsputz aus dem Haus.

Danach fühlt man sich besser

Und noch wichtiger: das Wichteln verschafft emotionale Erleichterung. Statt sich um das passende Präsent zu sorgen, können die Teilnehmer hier alle Konventionen sausen lassen und einfach Spaß haben: schlechter Geschmack macht frei. Wer die größte Geschmacklosigkeit vorweisen kann, erfährt nicht nur Genugtuung für den beklemmenden Moment am Weihnachtsabend – er wird zum Helden. Und manchmal freut sich der Gewinner sogar über sein Geschenk.

Typische Bräuche zu Silvester

In Deutschland wird der letzte Tag des Jahres regional verschieden gefeiert. So ist zum Beispiel für Norddeutschland das Rummelpottlaufen typisch. Im ganzen Land ist es üblich,

  • Feuerwerke zu zünden
  • die Neujahrsansprache im Fernsehen zu verfolgen und
  • die Kirchenglocken zu läuten.
Feuerwerk als typischer Brauch zu Silvester
Feuerwerk als typischer Brauch zu Silvester

Doch auch an diesem Tag gibt es mit Bleigießen, Gottesdiensten und Co. viele weitere Bräuche, die wir hier für Sie zusammengestellt haben.

Typische Bräuche am Maifest (Walpurgisnacht)

Das Maifest wird von Ort zu Ort verschieden gefeiert. In vielen Städten ähnelt das Fest einer Kirmes, in anderen Gegenden wird traditionell eine Maikönigin gewählt.

Deutschlandweit werden am 1. Mai zahlreiche Maibäume aufgerichtet, die in der Regel einen Monat stehen bleiben. Die Walpurgisnacht oder der Tanz in den Mai ist ein in Europa weit verbreiteter Brauch.

In der Nacht zum ersten Mai werden traditionell Hexenfeuer entfacht, um böse Geister zu vertreiben. Je nach Region ist es üblich, den neuen Monat mit Gesang und Tanz zu begrüßen oder sich zu verkleiden und so genannte Hexentänze aufzuführen. Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema.

Mittsommernacht, der längste Tag des Jahres

Grünes Polarlicht über Winterlandschaft in Spitzbergen, Norwegen
Unusual Arctic winter landscape - Spitsbergen, Svalbard © Incredible Arctic - www.fotolia.de

Die Nacht vom 20. auf den 21. Juni wird auch als Mittsommernacht bezeichnet und dann ist auch der längste Tag des Jahres. So wird in den nördlichen Ländern von Europa, in Skandinavien, diese Nacht besonders gefeiert. Aber auch z.B. in Russland in der Stadt St. Petersburg an der Ostsee.

So reisen im Juni besonders viele Touristen jährlich dorthin um diese Nächte, die auch als "Weiße Nächte" bezeichnet werden, mit vielen Festivals und Konzerten zu feiern. In diesem Jahr wird in der Nacht vom Samstag auf Sonntag, den 24. Juni, auf dem Fluss Newa ein riesiges Feuerwerk stattfinden und auf dem Schlosspark findet ein Open-Air-Konzert statt. Der Anlass dafür ist die Schüler-Abschlussparty "Purpurrote Segel", wozu alle Schulabgänger zwei Freikarten erhalten.

Auch im Süden von England in Stonehenge wird die Sommersonnenwende, wo die Sonne auf der nördlichen Halbkugel ihren höchsten Stand erreicht, besonders gefeiert und 20.000 Besucher werden dazu erwartet. Traditionell geht es natürlich in Skandinavien in Schweden zu, wo sich die Feiernden mit Blumenkränzen im Haar schmücken und um den Maibaum tanzen. Dabei wird zu Fisch und Kartoffeln viel Bier und Schnaps konsumiert und die Feiern dauern bis in die Morgenstunden.

Doch auch in manchen Teilen in Deutschland wird die Mittsommernacht gefeiert, wobei Holzfeuer errichtet werden.

Der Muttertag

Der Muttertag als wichtiger Familientag
Der Muttertag als wichtiger Familientag

Am zweiten Sonntag im Mai wird in vielen westlichen Ländern der Muttertag gefeiert. Dieser hat seinen Ursprung in den USA und findet seit 1923 als nicht-gesetzlicher Feiertag auch in Deutschland statt.

Am Muttertag ist es üblich, dass Männer ihren Frauen Blumen und Kinder ihren Müttern selbstgebastelte Dinge schenken. Hier haben wir weitere Infos zusammengestellt.

Der Vatertag

An Christi Himmelfahrt wird in Deutschland der Vatertag gefeiert, um die Väter zu ehren. Anders als beim Muttertag, an dem man die Mutter beschenkt und sich etwas Besonderes für diesen Tag einfallen lässt, verbringen die Männer den Herrentag in der Regel unter sich.

So werden beispielsweise Ausflüge veranstaltet; in vielen Städten gibt es auch spezielle Vatertagsfeste. Meist fallen diese Tage recht alkoholreich aus.

Der Aprilscherz

Am 1. April ist es üblich, seinen Mitmenschen einen Streich zu spielen, sie hereinzulegen bzw. ihnen eine erfundene Geschichte erzählen. Um diesen Schwindel aufzulösen, fällt der Spruch "April, April!".

Der Entwicklungsweg zum 1. April als Scherztag ist unklar. Theologen zufolge ist lediglich sicher, dass die Menschheit schon in der Antike an spezielle Tage, bestimmte Unglückstage, glaubte.

Erntedankfest und Kirmes

Als Herbstbräuche sind vor allem das Erntedankfest und die Kirmes bekannt. Das Erntedankfest wird oft in mit Getreide und Feldfrüchten dekorierten Kirchen gefeiert, wo Gott für die erfolgreiche Ernte gedankt wird. Die heutige Kirmes hat sich aus dem Kirchweihfest entwickelt und erinnert in vielen Orten noch immer an die Feierlichkeiten, die früher zur Einweihung einer Kirche begangen wurden.

St. Martin: Weckmänner, Martinsfeuer und bunte Laternen

Gebastelte Laternen für St. Martin
Verschiedene Laternen für den Martinsumzug © Marina Lohrbach - www.fotolia.de

In diesen Tagen sieht man sie wieder dick eingepackt durch die Straßen ziehen: Kinder mit ihren selbst gebastelten Laternen, die an den Haustüren klingeln um nach vorgetragenen Liedern ein paar Naschereien zu ergattern. Auch Laternenumzüge sowie ein anschließendes Feuer gehören dazu, wenn jedes Jahr im November der Brauch des St. Martin gefeiert wird.

Zu dieser Zeit gibt es beim Bäcker wieder die leckeren Weckmänner zu kaufen und auch besonderes Hefegebäck gehört zu den typischen Spezialitäten. Nicht vergessen sollte man natürlich die gebratene Martinsgans, die bei vielen Deutschen traditionell zum Abendessen auf den Tisch kommt.

Die Tradition basiert auf den Wohltäter St. Martin, der sich für die Armen einsetzte und als einer der großzügigsten Menschen seiner Zeit galt. Beim beliebten Martinsfeuer wird heute häufig die Szene nachgestellt, in der St. Martin auf einem Pferd unterwegs ist und einem Bettler seinen Umhang schenkt.

Für die Kleinen ist der Brauch besonders spannend und auch Erwachsene erfreuen sich jedes Jahr an den vielen bunten Lichtern und dem wärmenden Feuer an diesen kalten Tagen.

Martinsfeier in Kindergärten: Ehrbare Tradition oder Verstoß gegen religiöse Neutralität?

Vier angeschaltete selbstgebastelte Martinslaternen leuchten im Dunkeln
St. Martin, Sankt Martin, Laternen, Copyspace, 11. November © Johanna Mühlbauer - www.fotolia.de

Einige Revierkindergärten aus Nord-Rhein-Westfalen haben in den vergangenen Jahren die Martinsfeier abgeschafft. Sie werten die Veranstaltung als Verstoß gegen die religiöse Neutralität. Die Laternenumzüge wurden seither nur noch ohne das Singen der Sankt Martins Lieder abgehalten.

Diese Maßnahmen stießen aber auch auf Kritik. Einige Experten sehen darin den Verlust langgezeugter Traditionen und befürchten einen Zerfall von Bräuchen. Ein Aussterben dieser Heiligfeier braucht allerdings nicht befürchtet zu werden. Viele nicht-christliche Kindergärten und Schulen veranstalten das Fest weiterhin in gewohnter Weise und das mit der Unterstützung von Menschen mit anderen Religionen.

Ein Fest der Nächstenliebe braucht nicht den Bezug zu einer bestimmten Religion und sollte von allen Menschen gefeiert werden, so in NRW ansässige Türken und Araber.

Weitere Bräuche

Weitere typisch deutsche Bräuche sind

  • das Fegen der Rathaustreppe
  • die Veranstaltung eines Polterabends und
  • das Aufstellen von Gartenzwergen.

Zum Fegen der Rathaustreppe werden Männer aufgefordert, die an ihrem 30. Geburtstag noch nicht verheiratet sind. Auf einem Polterabend wird der Abschied des Ledig-Seins gefeiert und Gartenzwerge schmücken zahlreiche typisch deutsche Gärten.

Herbstrituale, die das Herz erwärmen

Jede Jahreszeit birgt eine Vielfalt an schönen Momenten und vor allem auch Ritualen. Was das erste Eis im Frühling oder der erste Besuch im Freibad im Sommer war, sind im Herbst ganz besondere Tage und Erlebnisse, die man in der warmen Jahreszeit so nicht erleben kann.

Zwiebelkuchen, Most und Weinfest

Der Herbst bringt nicht nur Trauben, Äpfel und Birnen frisch auf den Tisch, sondern auch Zwiebelkuchen, Most, Apfelwein und die Weine (Federweißer) aus der neuen Ernte. In vielen Städten und Gemeinden haben nun Weinfeste Hochkonjunktur, was einem nicht nur Gelegenheit gibt das eine oder andere Viertele zu trinken, sondern sich auch mit Freunden zu verabreden, die man aus einem Zeitmangel nicht immer treffen kann.

Sankt Martin auf seinem hohen Ross

Am 11. November ist es wieder soweit: Der Sankt Martinstag wird gefeiert. Laterne laufen und Hefegänse verspeisen, dazu als Erwachsener die Hände und den Bauch mit einem herrlich duftenden Glühwein wärmen, sind an diesem Gedenktag wahre Herbstfreuden. Auch hierbei werden Kindheitserinnerungen wach und ob man nun als Eltern mit seinem Nachwuchs und der gekauften oder selbstgebastelten Laterne den Martinszug mitläuft oder als Senior nur dem bunten Treiben auf der Straße zusieht, dieser Tag und die damit verbundenen Momente gibt es im Sommer nun wirklich nicht.

Plätzchen backen und den Advent genießen

Viele Menschen hierzulande nützen die letzten vier Wochen vor Heilig Abend für die ersten Weihnachtsvorbereitungen. Die Wohnung schmücken, den Adventskranz basteln oder kaufen und aufstellen gehören in dieser Zeit ebenso dazu als auch die ersten Weihnachtskekse oder den Christstollen zu backen.

Die Düfte nach Zimt, Zucker, Vanille und Nüsse durchziehen hierbei die ganze Wohnung und gemeinsam von dem ersten Backblech zu naschen, bringt strahlende Gesichter bei den großen und kleinen Familienmitgliedern.

Plätzchen backen gehört zum Advent dazu
Plätzchen backen gehört zum Advent dazu

Und zu guter Letzt: Genießen Sie es,

  • Drachen steigen zu lassen
  • die ersten Weihnachtgeschenke zu kaufen
  • den Pulli fertig zu stricken
  • heißen Tee mit Genuss zu trinken
  • die bunte Farbenpracht der Natur zu betrachten oder auch einfach nur
  • bei einem guten Buch warm eingekuschelt die stille Zeit des Herbstes zu genießen.

Denn genau das bietet einem der Herbst mit all seinen Momenten und Ritualen: Sich besinnen und einen Gang runter zu schalten von all den Aktivitäten im Sommer, die für solche Minuten und Erlebnisse nur wenig Zeit gelassen haben.

Grundinformationen und Hinweise zum Brauchtum

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Osterstrauss - easter floral bouquet 05 © Lianem - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Taufe © Tomy - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Valentines concept - woman looking at valentines card © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: karneval © Alfred Richter - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Jack-o'-lantern © Matthias Haas - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pile of colorful Easter eggs © SSilver - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Mother and two little daughters opening a magical Christmas gift © MNStudio - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: S2 © DeVIce - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: surprise © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Weihnachtsgebäck - Kekse © Jamrooferpix - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: happy birthday candles © Stephen Coburn - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: birthday © Andrei Vorobiev - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kindergeburtstag © Claudia Paulussen - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Freunde feiern Geburtstagsfeier © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: kleines Mädchen mit Sugar Skull Make up, hinter Spinnweben © StefanieB. - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pumpkin soup for halloween party © Elena Schweitzer - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Children In Fancy Costume Dress Going Trick Or Treating © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Halloween pumpkin on wood with dark background © Jag_cz - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema