Keine Zeit für's Training? Kurz und knackig bringt's

Nahaufnahme Ausschnitt Fahrradergometer
  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Sie müssen früh aus den Bett, weil die Kinder für den Tag fertig gemacht und zur Schule gebracht werden müssen, Sie außerdem einen strapaziösen Weg zur Arbeit haben, der zu fortgeschrittener Stunde nach Feierabend auch nicht gerade angenehmer wird. Mit anderen Worten Ihr verfügbares Zeitkontingent für ein regelmäßiges Workout strebt gegen Null. Doch das ist kein Grund, den lang gehegten Wunsch nach einen durchtrainierten und gesunden Körper als Traumphantasie abzutun. Wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, bringt Ihnen ein extrem kurzes Training von wenigen Minuten genauso viel, wie ein einstündiges Workout.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Einer Studie zufolge, die im Fachmagazin "Journal of Physiology" veröffentlicht wurde, können kurze, aber zugleich hoch intensive Workouts zu ähnlichen Resultaten führen wie herkömmliche Trainingseinheiten, die gewöhnlich zwischen 45 bis 60 Minuten dauern.

Die Autoren der Studie, ein Forscher-Team von der McMaster-Universität in Amerika, zeigten sich angesichts ihrer Ergebnisse überrascht und fanden es außergewöhnlich interessant, dass zwei völlig verschiedene Trainingsansätze (kurz-intensiv vs. lang-mittlere Intensität) zu fast identischen Trainingsresultaten führen können.

Bereits ein Jahr vor Veröffentlichung der Studie machte das selbe Wissenschaftler-Team mit einer anderen Untersuchung Schlagzeilen in den Fachmedien. Damals zeigten die Forscher, dass man mit kurzen intensiven und wenigen Minuten dauernden Trainingseinheiten deutliche Fortschritte hinsichtlich der allgemeinen Fitness erzielen kann.

In dieser Untersuchung verglichen die Wissenschaftler das kurze Training nicht mit der herkömmlichen Trainingsmethodik. Dies war nun anders.

Durchführung und Ergebnis der Studie

Bei der vorliegenden Studie baten die Wissenschaftler insgesamt 16 Studenten, sechs Trainingseinheiten in dem Zeitraum von zwei Wochen zu absolvieren. Von den Probanden trainierten acht nach der sogenannten Intervall-Methode.

Hierbei mussten sie zwischen vier und sechs maximale Sprints auf dem Fahrradergometer absolvieren, die jeweils 30 Sekunden dauerten. Zwischen den einzelnen Durchgängen konnten Sie 4 Minuten pausieren. So hat also eine Trainingseinheit im Durchschnitt meist nicht länger als 20 Minuten gedauert.

Die anderen acht Studenten befolgten einen Trainingsplan, der sie jeden Tag für 90-120 Minuten auf den Fahrradergometer schickte.

Rechnet man die Trainingszeit in den zwei Wochen zusammen, dann hat die Sprint-Gruppe insgesamt lediglich 2,5 Stunden im Sattel gesessen, während die Ausdauer-Gruppe in der Summe für 10,5 Stunden in die Pedale treten musste.

Obwohl die Trainingsprogramme auf komplett unterschiedlichen Ansätzen beruhten, wiesen beide Gruppen in etwa ähnlich hohe Verbesserungen in der Übungsleistung und in diversen zellulären Parametern auf, die in Zusammenhang mit einer gesteigerten Fitness stehen.

Fazit

Diese Studie ist nur eine von mehreren, die deutlich zeigt, dass man im Prinzip nicht viel Zeit aufwenden muss, um fit zu werden. Ausschlaggebend ist eine ausreichend hohe Intensität.

Die Wissenschaftler räumen ein, dass für diese Art von Training eine sehr hohe Motivation und Leidensbereitschaft nötig ist, um eine ausreichend hohe Intensität zu erreichen. Dennoch offenbart sich hier eine Chance für all jene, deren hektisches Leben keine längeren Workouts zulässt.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Fahrradergometer © Imaginis - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom

Weitere Artikel zum Thema