14. Dezember 2009
Jeder Mensch leidet hin und wieder unter Magen-Darm-Beschwerden. Wenn sie nach kurzer Zeit wieder verschwinden, muss meist keine ärztliche Behandlung erfolgen.
Zu dem Überbegriff "Magen-Darm-Beschwerden" gehören eine Vielzahl von unterschiedlichen Beschwerden.
Wenn kohlensäurehaltige Getränke konsumiert werden, muss der Mensch aufstoßen. Dieses Aufstoßen ist völlig harmlos und normal. Leidet ein Mensch jedoch unabhängig vom Trinken unter häufigem Aufstoßen, kann dies das Anzeichen einer Erkrankung sein. Häufig kommen mit dem Aufstoßen auch Nahrungsreste in den Mundraum. Dies kann auch bewirken, dass der Patient ein Brennen in der Speiseröhre verspürt.
Zu Magen-Darm-Beschwerden gehören auch verschiedene Arten von Bauchschmerzen. Diese können sich sowohl im Oberbauch als auch im Unterbauch befinden und mit Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall kombiniert sein. Bei einigen Krankheiten wechseln sich Durchfall und Verstopfung auch ab. Bei ernstzunehmenden Krankheiten verliert der Patient dadurch häufig auch stark an Gewicht. Sowohl dem Erbrochenen als auch dem Stuhlgang kann auch Blut beigemischt sein. Spätestens dann sollte sich der Patient umgehend in ärztliche Behandlung begeben.
Der Arzt fragt den Patienten nach den genauen Beschwerden und führt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei tastet er den Bauch des Patienten ab, nimmt Blut ab, untersucht Urin und Stuhl und führt eine Ultraschalluntersuchung durch. Je nach Diagnosenverdacht des Arztes wird auch eine Magen- und/oder Darmspiegelung durchgeführt. Beide Endoskopien werden mit einem Gerät durchgeführt, das aus einem langen Schlauch besteht, an dessen Ende sich eine Lichtquelle befindet. Bei der Magenspiegelung wird das Endoskop über den Mund eingeführt, bei der Darmspiegelung über den After. Da der Darm wesentlich länger als der Magen ist, ist der Schlauch, der für eine Darmspiegelung verwendet wird, deutlich länger. Bei beiden Untersuchungen kann der Arzt Proben entnehmen und unter dem Mikroskop untersuchen.
Liegt den Beschwerden eine bakterielle Erkrankung zugrunde, so verordnet der Arzt ein Antibiotikum.
Konnte während der Endoskopie eine Krebserkrankung diagnostiziert werden, so muss dieser bösartige Tumor operativ entfernt werden. Anschließend wird meist eine Chemo- und/oder Strahlentherapie durchgeführt.
Auch gutartige Tumore können Beschwerden verursachen und müssen entfernt werden. Im Gegensatz zu den bösartigen Tumoren muss hier jedoch im Anschluss an die Operation keine Chemo- bzw. Strahlentherapie erfolgen.
Wenn der Patient häufig aufstoßen muss, kann der Arzt verschiedenartige Präparate verordnen, um die Magensäureproduktion zu reduzieren. Zusätzlich sollte der Betroffene auf seine Ernährung achten. Scharfes Essen sowie Alkohol und Rauchen fördern das Aufstoßen und sollten daher gemieden werden.
Wenn ein Patient Durchfall aufgrund einer viralen Erkrankung hat, können auch hier Medikamente zur Stuhlregulierung verordnet werden.
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