15. Oktober 2009
Brustschmerzen fühlen sich je nach Grunderkrankung für den Patienten unterschiedlich an. Eine Behandlung ist zwingend notwendig, um schwere Folgeerkrankungen zu verhindern.
Patienten verspüren Brustschmerzen aus verschiedensten Ursachen. Je nachdem, welches Organ die Ursache dafür ist, werden die Schmerzen auch unterschiedlich wahrgenommen.
Brustschmerzen können an einer bestimmten Stelle des Brustkorbes auftreten oder auch an unterschiedlichen Stellen. Bei einigen Erkrankungen ist der Schmerz nur an dieser Stelle zu spüren, bei anderen kann er ausstrahlen (zum Beispiel in den Arm). Auch die Art des Schmerzes ist unterschiedlich: Brustschmerzen können als brennender Schmerz beschrieben werden oder auch als dumpf oder stechend. Teilweise bleiben die Schmerzen immer gleich stark, in anderen Fällen ist der Schmerz zu Beginn nur leicht zu spüren und steigert sich dann. Bei einigen Erkrankungen tritt der Brustschmerz immer in Verbindung mit dem Atmen oder einer körperlichen Tätigkeit auf. Andere Brustschmerzen wiederum treten auch in Ruhe auf.
Je nachdem, welche ursächliche Krankheit der Arzt vermutet, werden unterschiedliche Diagnosemöglichkeiten und demnach Behandlungen durchgeführt.
Vermutet der Arzt eine Herzerkrankung, führt er zuerst einige Herzuntersuchungen wie zum Beispiel ein EKG, ein Belastungs-EKG oder auch einen Herzultraschall durch. Je nach Krankheit verordnet der Arzt Herzmedikamente oder auch ein Spray, um die Herzkranzgefäße wieder zu weiten. Liegt ein Notfall vor, erfolgt eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus. Dort kann eine intensivmedizinische Behandlung notwendig sein, bei der der Patient rund um die Uhr überwacht wird. Durch einen Herzkatheter können dann beispielsweise verschlossene Herzkranzgefäße geöffnet werden. Teilweise ist auch eine Operation notwendig, bei der zum Beispiel ein Bypass gelegt wird, um eine Engstelle in einem wichtigen Blutgefäß zu überbrücken.
Liegt eine Infektion den Brustschmerzen zugrunde, die durch Bakterien verursacht wurde, so verordnet der Arzt ein Antibiotikum zur Behandlung.
Ist eine psychische Erkrankung der Grund für die empfundenen Brustschmerzen, so erfolgt die Behandlung bei einem Facharzt für Psychotherapie oder Psychologie. Im Rahmen einer Gesprächs- oder Verhaltenstherapie gehen die Patienten zusammen mit dem Therapeuten ihren Problemen auf den Grund. Die Behandlung dauert –je nach Ursache- Monate bis Jahre.
Wenn Brustschmerzen bei Frauen im Zusammenhang mit der Menstruation auftreten, kann die Gabe von Hormonen Linderung verschaffen. Liegt eine ernste Erkrankung der Brust hinter den Schmerzen, so müssen oftmals eine operative Entfernung bzw. eine Chemo- oder Strahlentherapie erfolgen.
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