Nicht immer ist einem klar, was im eigenen Leben gerade falsch läuft. Meist findet man erst über Umwege heraus, dass man selbst zu ungünstigen Verläufen maßgeblich beiträgt und man es aus eigener Kraft nicht immer schaffen kann, wieder in ein selbstbestimmtes und sich selbst glücklich machendes Leben zurückzukehren.

Bleiben Sie immer und immer wieder an der Ahnung hängen, dass Sie sich verändert haben? Haben Sie das Gefühl, dass Sie in den letzten Wochen und Monaten immer mehr damit angefangen haben, sich über sich und Ihr Umfeld Gedanken zu machen? Belastet Sie die Tatsache, dass Sie momentan mehr mit dem Kopf arbeiten und handeln als dass Sie fühlen können?
Haben Sie grundsätzlich den Verlust an Gefühlen und die Wahrnehmung Ihres Körpers bemerkt? Fühlen Sie sich oft unstrukturiert und hilflos? Werden Sie von anderen als komisch verstanden und nehmen Sie sich in Gesprächen immer mehr zurück, weil die anderen Sie nicht oder nicht mehr verstehen? Haben Sie das Gefühl, dass die Menschen um Sie herum Themen haben, die aus Ihrer Sicht zu lapidar oder für Sie rein vom Zuhören zu belastend sind?
Können Sie dem Druck in Ihrem Alltag nicht mehr ausreichend ausgeglichen begegnen? Haben Sie Schwierigkeiten, Ihren derzeitigen Alltag positiv zu sehen und zu erfahren und sehen Sie sich eher als Beobachter und nicht zu Ihrem eigenen Leben zugehörig?
Wenn Sie den Großteil der Fragen kennen und mit einem Ja beantworten können, dann sollten Sie sich professionelle Hilfe holen. Lassen Sie sich nicht von dem Gedanken an einen Psychotherapeuten ängstigen. Mittlerweile hat sich das Suchen, Aufgreifen und Annehmen einer Therapie als gesellschaftlich anerkannt erwiesen.
Es ist kein Zeichen der Schwäche oder des gesellschaftlichen Falls, wenn Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen und sich Hilfe für Ihren aktuellen Zustand einholen. Eher ist es als mutig anzusehen und als Stärke zu verstehen, dass Sie sich soweit angesehen haben, dass Sie vor sich erkennen, dass es Ihnen so wie es ist nicht gut geht und dass Sie etwas daran ändern wollen. Es gehört viel dazu, das erkennen zu wollen, vor sich einzugestehen und den Weg zu einem Psychotherapeuten auf sich zu nehmen.
Wenn Sie sich soweit entschieden haben, diesen Weg zu gehen, dann ist der erste Schritt, dass Sie sich an Ihren Hausarzt wenden und sich eine Überweisung für einen Psychotherapeuten holen. Entweder kann Ihnen Ihr Hausarzt einen auf Ihr Problem zugeschnittenen Therapeuten empfehlen, Sie wenden sich an die Ärztekammer oder Sie recherchieren selbst im Internet nach einem für Sie geeigneten Therapeuten in Ihrer Nähe.
Bei der Wahl des Therapeuten ist es wichtig, dass Sie je nach Thema Ihres Therapiebeginns einen Therapeuten wählen, bei dem Sie sich sicher und verstanden fühlen. Im Vorfeld kann man zwei bis drei Vorgespräche führen, die üblicherweise von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Lassen Sie sich Zeit bei der Entscheidung und hören Sie auf Ihre Menschenkenntnis und Ihr Bauchgefühl.
Neben dem Therapeuten geht es auch um die richtige Umgebung. Sollten Ihnen irgendetwas Unbehagen bringen, suchen Sie bei einem anderen Therapeuten weiter.
Vor dem Therapeuten selbst brauchen Sie keine Angst zu haben. Es ist sein Beruf und im besten Fall seine Passion, sich mit Menschen und Sorgen sowie Ängsten sensibel, schützend und respektvoll auseinanderzusetzen. Sagen Sie nur das, was Sie in der jeweiligen Therapiestunde erzählen wollen und teilen Sie Ihrem Therapeuten jederzeit mit, wenn Sie irgendetwas als störend empfinden.
Verstehen Sie die Therapiestunde als Ihre Zeit und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Erst recht nicht von Ihnen selbst. Nutzen Sie die Therapiestunden als Möglichkeit, sich und Ihr Umfeld besser zu verstehen und sich dahingehend besser zu begreifen, dass Sie sich dazu befähigen das zu tun, was für Ihre Stabilität und die Verbesserung Ihrer Lebensqualität wichtig ist.
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17.05.13 | |
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27.12.11 | |
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