17. April 2009
Die meisten Patienten hatten vor ihrem Herzinfarkt bereits eine Arteriosklerose. Wie sich der Krankheitsverlauf eines Herzinfarktes darstellt, ist individuell verschieden.
Sehr häufig liegt dem Herzinfarkt eine so genannte Arteriosklerose zugrunde. Die Arterien sind bei dieser Erkrankung „verkalkt“. Sie verstopfen mit den Jahren durch abgelagertes Fett und Kalzium und verengen die Blutgefäße immer weiter, bis sie irgendwann völlig verschlossen sind und es zu einem Herzinfarkt kommt. Je enger ein Blutgefäß ist, desto schlechter kann das Herz mit Blut versorgt werden. Diese Erkrankung wird koronare Herzkrankheit (KHK) genannt.
Zusätzlich gibt es einige Risikofaktoren für die Entstehung eines Herzinfarktes. Dazu zählt zum Beispiel das Alter des Patienten. Je älter ein Mensch wird, desto größer ist die Gefahr eines Herzinfarktes. In vielen Familien sind Herzerkrankungen gehäuft zu finden, so dass ein Herzinfarkt auch genetisch bedingt sein kann.
Patienten, die rauchen, übergewichtig sind und sich kaum bewegen, laufen ebenfalls Gefahr einen Herzinfarkt zu bekommen. Auch Krankheiten wie hoher Blutdruck oder die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus stellen Risikofaktoren für einen Herzinfarkt dar.
Menschen, die beruflich oder privat starkem Stress ausgesetzt sind, bekommen häufiger einen Herzinfarkt als Menschen, die regelmäßige Ruhephasen in ihren Alltag einbauen.
Ein weiterer Risikofaktor für einen Herzinfarkt besteht in einem erhöhten Cholesterinspiegel. Das Cholesterin wird meist im Rahmen von Routineuntersuchungen beim Arzt bestimmt, da eine Erhöhung dieses Wertes schwerwiegende Folgen haben kann. Je höher der Cholesterinspiegel im Blut ist, desto mehr Fett lagert sich in den Blutgefäßen des Körpers ab.
Folge eines Herzinfarktes ist, dass Herzmuskelgewebe zerstört wird. Je schwerer der Infarkt ist, desto mehr Gewebe wird zerstört. Dieses Gewebe kann auch nicht wieder regeneriert werden.
Patienten, die die Symptome eines Herzinfarktes zeigen, müssen umgehend ärztlich behandelt werden. Es sollte daher sofort ein Notarzt gerufen werden. Viele Patienten versterben innerhalb der ersten Minuten nach dem Herzinfarkt, da sich Herzrhythmusstörungen bilden und das Herz dann aufhört zu schlagen. In diesem Fall muss der Patient wieder belebt werden, um überleben zu können.
Grundsätzlich haben Frauen eine schlechtere Überlebenschance als Männer, da ihre Symptome für die Krankheit eher uncharakteristisch sind und daher von Ärzten oftmals nicht erkannt werden.
Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten und überlebt haben, müssen ihr Leben von Grund auf ändern. Anderenfalls besteht die Gefahr, erneut an einem Herzinfarkt zu erkranken. Dies verschlechtert die Überlebenschancen merklich. Zusätzlich müssen die Patienten meist lebenslang gerinnungshemmende Medikamente sowie Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels einnehmen.
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