7. November 2008
Von Andreas Hadel
Halloween, Thanksgiving, Adventsempfänge, Weihnachtsfeiern, das Fest selbst und schließlich Sylvester. Die kalte Jahreszeit bietet nicht nur viele Gelegenheiten liebgewonnene aber seltene Gesichter wiederzusehen und die Arbeitskollegen bei der einen oder anderen feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier von einer ganz anderen Seite kennenzulernen, sondern auch eine Unmenge an kalorischen Ungetümen, die nur darauf warten unsere naturgegebene Wärmeisolierung aufzupolstern. Die folgenden Tipps sorgen dafür, dass Ihnen ihr Wintermantel auch im Januar noch passt.
Das mag etwas absurd klingen, aber wenn Sie zu einer Adventsfeier oder ähnlichem eingeladen sind, sollten Sie sich vorher mehr oder weniger satt essen. Viele Menschen, ich selbst eingeschlossen, tendieren dazu bei solchen Gelegenheiten im Vorfeld extra wenig zu essen, um die absehbare Kalorienorgie wenigstens in der Bilanz etwas abzuschwächen. Wenn man jedoch bei der Party ankommt, ist der Hunger bereits so groß, dass der Vorsatz zur Selbstbeherrschung nicht mehr als eine wage Erinnerung ist und die Gefahr eines exzessiven Gelages zur Wirklichkeit wird. Eine bessere Strategie wäre es also, wenn man vorher wenigstens soviel ist, dass man nicht mit knurrenden Magen und einem nervösen Zucken in den Augen auf der Partie erscheint.
Geht es Ihnen auch so? - Sobald man, warum auch immer, etwas von seiner Diät oder gesunden Essweise abgewichen ist, verfällt man in eine überraschende Gleichgültigkeit und lasst alle Zügel locker. Dabei gilt doch nach wie vor: eine Kalorie ist auch wirklich nur eine Kalorie zu viel. Wenn Sie bei der Thanksgiving-Party ein Stück Kürbiskuchen mit Karamel und Sahne essen, ist das noch lange keine Freibrief, noch zwei weitere zu essen. Beim Essen gilt, dass es wirklich nie zu spät ist, die Reißleine zu ziehen.
Vielleicht geht es Ihnen in diesem Punkt genauso wie anfänglich mir und Sie finden, dass planen die Laune verdirbt und der Feier die Spontanität raubt. Damit mögen Sie sogar recht haben, aber wenn man es etwas genauer betrachtet, überlegen wir uns doch so oder so, was es auf der Party wohl zu essen gibt und bei welcher Speise man die Gabel besonders gern hineinstechen wird. Warum sollte man sich die Gedankenspielerei nicht zu Nutze machen? - Entwerfen Sie noch zu Hause eine grobe Strategie, womit Sie relativ schadlos ihren Magen füllen können und bei welchen Leckereien Sie Vorsicht walten lassen, aber dennoch etwas kosten wollen. Das hilft nicht nur Ihrer Figur, Sie fühlen sich auch weniger der Umwelt ausgeliefert und deutlich selbstbewusster.
In jeder Familie gibt es sie, die wispernden Stimmchen, die aus den Mündern der Oma, Mutter oder Tante entweichen und seltsam anmutende Dinge erklingen lassen wie "Es bringt Unglück, wenn Du nicht davon probierst" oder "Du ruinierst das ganze Fest und Tante hat sich doch soviel Mühe gegeben". Haben Sie die passende Antwort dafür parat, die entweder höflich ablehnend oder schlicht die Wahrheit sein kann.
Es gibt kein härteres Workout, als ein großes Familienfest zu organisieren. Das emsige Gerenne, das langwierige Kochen und liebevolle Schmücken des Hauses kosten Energie. Und zwar jede Menge. Abgesehen davon, dass Sie nun selbst dafür sorgen können, unter den vielen Festtagsdelikatessen, das ein oder andere gesunde kulinarische Kunststück zu schmuggeln, haben Sie während der Vorbereitung soviel Kalorien verbraucht, dass Sie am Festtag beruhigt etwas über die Stränge schlagen können.
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