Familienreisen - Vorbereitung, Gestaltungsmöglichkeiten und Spartipps

Gepackter Reisekoffer eines Kindes mit Teddybär, Strandspielzeug etc.

Planungs- und Reisetipps für den Urlaub mit der Familie

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei einer Familienreise können Eltern die Urlaubszeit gemeinsam mit ihren Kindern verbringen. Damit der Familienurlaub auch harmonisch verläuft, sollte man bei seiner Planung einige wichtige Dinge berücksichtigen. Organisation ist in vielen Fällen alles, auch während des Urlaubs. Und auch hilft es zu wissen, in welchen Bereichen man sparen kann. Rund um den Familienurlaub - lesen Sie alles Wissenswerte zur Vorbereitung und Organisation einer Familienreise.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Familienurlaub: eine Herausforderung

Wer eine Reise plant, muss sich mit zahlreichen unterschiedlichen Fragen auseinandersetzen; dabei geht es um

  • das passende Reiseziel
  • das verfügbare Budget
  • die Unterkunftsart oder
  • die Form der Verpflegung.

Hinzu kommen Reiseform, -gestaltung und -dauer. Schon bei einer Reise zu zweit kommt es dabei häufig zu Unstimmigkeiten; so will der eine lieber einen faulen Strandurlaub verbringen, während der andere die Kulturschätze einer Stadt erkunden möchte. Verreist man mit der ganzen Familie, gilt die Planung des Urlaubs als deutlich größere Herausforderung: es gilt, jedem Urlabuer, ob Klein oder Groß, möglichst gerecht zu werden.

  • Wählt man die Berge oder das Meer?
  • Fliegt man oder nimmt man das Auto?
  • Ist ein Ferienhaus geeigneter oder sucht man sich ein famlienfreundliches Hotel?
  • Lieber eine oder gleich zwei Wochen?
  • Bleibt man in der Heimat oder reist man doch ins Ausland?
  • Möchte man vor Ort Betreuungsangebote nutzen oder sich selbst ein Beschäftigungsprogramm überlegen?
  • Wie kann man jedes Familienmitglied zufriedenstellen und wie viel kann man dem Nachwuchs zumuten?

Fragen über Fragen. Und unzählige Möglichkeiten. In der Regel wird es im Familienurlaub auch immer mal Momente geben, in denen jemand eben nicht zufrieden ist und seinen Tag lieber anders verbringen möchte. Damit sollte man auf jeden Fall rechnen.

Zudem lässt sich nicht alles immer durchplanen, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Im Urlaub ist dies auch nicht unbedingt anzuraten, denn läuft etwas gänzlich anders als erwartet, wird dies den strukturierten Tagesablauf deutlich stören und Stress auslösen - und auf diesen möchte man während des Urlaubs natürlich verzichten.

Es gibt Aspekte, die man bei der Reisevorbereitung sehr ernst nehmen sollte, andere Dinge lässt man besser einfach auf sich zukommen. Und natürlich spielen auch die Finanzen immer eine wichtige Rolle.

Was die Reiseart angeht, gilt zum Beispiel: der Vorteil bei Flugreisen mit Kleinkindern besteht darin, dass sie bis zu einem Alter von zwei Jahren meistens noch kostenlos oder für eine sehr geringe Gebühr mitreisen.

Auch die Hotels verlangen in der Regel für Kleinkinder noch keine Gebühren. So günstig kann man mit der Familie also nicht mehr verreisen, als mit Kleinkindern.

Während man nach Spanien oder Italien ohne größere Vorbereitungen fahren oder fliegen kann, muss eine Fernreise doch wohlüberlegt und geplant sein. Schließlich möchte man einen erholsamen Urlaub haben, an den man noch lange zurückdenken kann.

Dank günstiger Angebote sind Fernreisen in die Tropen auch für Familien finanziell möglich. Doch eine Reise in exotische Regionen mit Babys oder kleinen Kindern ist nicht frei von gesundheitlichen Risiken. So stehen zahlreiche Kinderärzte und Reisemediziner solchen Trips eher skeptisch gegenüber, da die kleinen Körper dabei erheblichen Belastungen ausgesetzt sind.

Vor allem lange Flugreisen, starke Hitze und ungewohntes Essen können ihnen zu schaffen machen. Beachtet man jedoch einige Tipps, ist es durchaus möglich, auch mit kleinen Kindern eine Fernreise anzutreten.

Dies sind nur wenige Aspekte, die es bei der Organisation einer Familienreise zu beachten gilt. Dabei sind besonders bei Kleinkindern bestimmte Punkte wichtig; doch die Organisation einer Reise mit älterem Nachwuchs ist nicht unbedingt einfacher - hier sind wiederum andere Aspekte von Bedeutung.

Die Urlaubsplanung mit Familie sollte man frühzeitig angehen
Die Urlaubsplanung mit Familie sollte man frühzeitig angehen

Generell sollte man die Planungen frühzeitig angehen, um auch wirklich entspannt in den wohlverdienten Urlaub starten zu können. Lesen Sie alles Wissenswerte zur Vorbereitung, Gestaltung und Co.

Die richtige Vorbereitung

Eine Familienreise bietet vielen Eltern eine willkommene Gelegenheit, zusammen mit ihren Kindern in den Urlaub zu fahren und auf diese Weise gemeinsam Zeit mit ihnen zu verbringen. Damit der Familienurlaub auch wirklich erholsam verläuft und nicht zum Frust wird, sollte man seiner Planung einige Dinge bedenken.

Schon Kleinigkeiten wie zum Beispiel ein vergessenes Spielzeug oder eine zu lange Reise können die gute Urlaubsstimmung beeinträchtigen, was sich letztendlich auch negativ auf die Erholung aller Beteiligten auswirkt. Für eine sorgfältige Planung der Familienreise sollten sich Eltern daher unbedingt genug Zeit nehmen.

Die Wahl des passenden Reiseziels

Wichtig ist dabei vor allem, dass man daran denkt, dass Kinder keine Erwachsenen sind, und diesen Umstand in die Planung der Reise mit einbezieht. So dürfen das Reiseziel und auch die Anreise selbst das Kind nicht überfordern.

Besonders kleine Kinder vertragen es nicht, wenn man sie aus ihrem gewohnten Tagesrhythmus reißt. Wer kleine Kinder hat, sollte also lieber auf Fernreisen in exotische Länder verzichten, da die Kleinen durch eine lange Flugreise mit anschließendem Jetlag überfordert wären.

Sinnvoller für Kinder ist dagegen eine Bahnreise. Diese hat den Vorteil, dass die Kinder sich am Tag auch bewegen und spielen können und in der Nacht zu ihrem Schlaf kommen.

Auch der gesundheitliche Aspekt ist bei einer Familienreise zu bedenken. Von Fernreisen in tropische Länder, in denen ein hohes Risiko von Krankheiten wie Malaria besteht, raten Mediziner ab.

Muss es eine Fernreise sein?

Urlaubsziele gibt es viele, doch bei der Planung einer Familienreise müssen einige wichtige Kriterien berücksichtigt werden, damit der Urlaub nicht zur Enttäuschung wird. Vor allem Familien mit Kleinkindern oder Babys müssen bei der Wahl des richtigen Urlaubsortes an verschiedene Dinge denken, denn auch die Gesundheit der Kinder ist wichtig.

So sollte stets gut überlegt werden, ob eine Fernreise wirklich nötig ist, da sie für die Kleinen eine starke Belastung darstellen kann. Grundsätzlich raten Ärzte von Reisen in Malariagebiete ab, wenn die Kinder jünger als fünf Jahre sind. Auch lange Anreisen oder Flugreisen, die zu einem veränderten Tagesablauf führen, sind für kleine Kinder nicht das Richtige, da sie dabei zu sehr strapaziert werden.

Lange Flugreisen können für Kinder anstrengend sein
Lange Flugreisen können für Kinder anstrengend sein

Wer dennoch auf eine Fernreise nicht verzichten möchte, sollte einige Punkte beachten...

Medikamente nicht vergessen

Damit die Fernreise auch wirklich erholsam wird, sollten die Eltern ihrem Kind feste Essens- und Schlafenszeiten gönnen. Auch zum Spielen muss neben den Unternehmungen noch genügend Zeit sein. Doch bevor die Fernreise losgehen kann, sollten sich die Eltern beim Kinderarzt beraten lassen, welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören.

Ein Mittel, das bei einer Fernreise keinesfalls fehlen darf, ist zum Beispiel ein Medikament gegen Durchfall. Daneben gehören Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor genauso ins Reisegepäck wie UV-Kleidung und ein Sonnenschutz für den Kopf. Trotzdem sollten sich die Eltern mir ihrem Kleinkind im Urlaub möglichst viel im Schatten aufhalten, da gerade kleine Kinder die starke Sonneneinstrahlung nur schlecht vertragen.

Mögliche Impfungen

Je nachdem, in welches Land man reisen möchte, sind dort Impfungen vorgeschrieben. Nicht nur die Erwachsenen, sondern natürlich auch die Kinder sollten gegen Krankheiten wie

geimpft werden. Diese Impfungen haben oft Nebenwirkungen und müssen zudem auch bereits einige Wochen vor Reiseantritt erfolgen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können.

Unbedingt vor einer Fernreise durchgeführt werden müssen Routineimpfungen gegen Kinderlähmung (Polio), Tetanus und Diphtherie. Die Beratung durch den Arzt sollte mindestens sechs Wochen vor Reisebeginn erfolgen, am besten noch vor der Buchung.

Kurzreisen vermeiden

Auf Kurztrips in exotische Gefilde sollte man mit einem kleinen Kind lieber verzichten. Der Erholungseffekt wird sonst nämlich durch die Reisestrapazen und das ungewohnte Klima ins Gegenteil verkehrt.

Vor allem für sehr kleine Kinder stellt eine Kurzreise in die Tropen ein Gesundheitsrisiko dar. Besser ist es, möglichst lange an dem Urlaubsort zu bleiben.

Mückenschutz, Hygiene und Unterkunft

Besonders wichtig für die Kinder ist ein guter Insektenschutz, denn Insektenstiche sind für kleine Kinder überaus unangenehm. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass durch Stechmücken gefährliche Infektionskrankheiten übertragen werden.

Im Urlaub sollte das Babybett mit einem Moskitonetz geschützt werden, und auch außerhalb der Ferienunterkunft empfiehlt es sich, ein Mückenmittel aufzutragen. Welches schon für Kleinkinder geeignet ist, erklärt der Kinderarzt.

Als bewährtes Mückenschutzmittel hat sich Diethyltoluamid (DEET) erwiesen. Dieser chemische Wirkstoff kommt u.a. in Autan, Nobite und OFF vor. Allerdings darf DEET bei Kindern unter zwei Jahren nur in kleinen Dosen zur Anwendung kommen.

Da in tropischen Ländern andere hygienische Bedingungen als bei uns herrschen, ist es absolut notwendig, das Wasser abzukochen, bevor es verwendet wird. Obst sollte geschält oder gekocht werden, bevor das Kleinkind dieses zu essen bekommt.

Es wird empfohlen, für die Reise ausreichend Babynahrung und Säuglingsmilch mitzunehmen. Auf diese Weise muss sich das Kind nicht auf andere Nahrung umstellen.

Bei der Wahl der Urlaubsunterkunft sollten die Eltern bereits im Vorfeld darauf achten, dass in der Nähe eine medizinische Versorgung garantiert ist. Man weiß ja nie, wie das Kind auf das Klima und die Ernährung reagiert, und so kann man schnell handeln, wenn es ihm schlecht geht.

Der gewählte Mückenschutz sollte auch für Kinder ungefährlich sein
Der gewählte Mückenschutz sollte auch für Kinder ungefährlich sein
Sonnenschutz

Auch ein ausreichender Sonnenschutz ist für Babys und Kleinkinder sehr wichtig. Am besten ist die Verwendung einer Babycreme ab Schutzfaktor 30.

Nach dem großzügigen Auftragen des Mittels kann sich das Baby etwa 20 bis 40 Minuten lang in der Sonne aufhalten. Selbstverständlich muss auch für eine schützende Kopfbedeckung gesorgt werden.

Das passende Klima für Kinder

Bei der Wahl des richtigen Urlaubsziels ist es ratsam, auch das Klima der Region zu berücksichtigen. Sowohl eisige Kälte als auch brütende Hitze sind für kleinere Kinder problematisch.

Wer Urlaub mit einem Baby macht, sollte auf Aufenthalte in Hochgebirgsregionen, die über 1.500 Meter liegen, lieber verzichten. In manchen Fällen können auch ältere Kinder unter Höhenkrankheit leiden.

Warum Säuglinge bei Reisen nicht höher als auf 1500 Meter hinaus sollten

Sind die Eltern auch noch so bergbegeistert, ein wenige Monate altes Baby sollte höchstens bis auf 1500 Meter mitgenommen werden, rät der Kinderarzt Dr. Andreas Busse im Apothekenmagazin "BABY und Familie".

Jenseits von 2000 Metern könnte das Kind Probleme mit der Sauerstoffversorgung bekommen. Grundsätzlich sollten Eltern aber bedenken, ob ein Urlaub mit dem Baby nicht mehr Unruhe in den Alltag bringe als Erholung.

Busse erklärt, je nach Temperament könnten Babys sehr ungut auf Veränderungen in ihrem Lebensrhythmus reagieren. Dies könne sich unter anderem durch Unruhe und Schlafprobleme äußern – auch später zuhause.

Worauf man beim Bergurlaub mit Kindern achten sollte

Stures Wandern gefällt den wenigsten Kindern, doch mit ein paar Abenteuern macht es auch ihnen Spaß

Kleines Mädchen hockt neben Ziegenbock auf Wiese in den Bergen
dans les alpages © Philippe Minisini - www.fotolia.de

Bei dem Gedanken an Berge kommen den meisten Menschen wohl die Wörter Erholung, Bergluft und Wandern in den Sinn. Die Bewegung an der frischen Luft tut gut und die Aussicht die man beim Wandern hat, ist unbeschreiblich. Klingt nach einem Urlaub, den man durchaus genießen kann.

Doch wenn man diesen mit seinen Kindern verbringen möchte, so sollte man ihn auch an die Kleinen anpassen, denn sonst kann es ganz schnell ziemlich anstrengend werden - und zwar für alle Parteien. Kindern das Wandern nahe zu bringen ist keine einfache Sache. Schnell haben sie keine Lust mehr, denn mit einer schönen Aussicht können sie nichts anfangen und das lange Gehen wirkt schnell ermüdend.

Was kann man tun, damit die Kinder sich nicht überfordert fühlen?

Markus Hartmann, der Deutschlands erste Bergwanderschule betreibt, gibt wichtige Tipps. Er weist darauf hin, dass der Urlaub aus der Sicht der Kinder geplant werden sollte; sie müssen es interessant finden. Und das bedeutet im Normalfall: Action und Abenteuer.

Kinder möchten Tiere entdecken und Dinge erforschen, die sie zu Hause nicht haben. So sollten Eltern Wanderpausen an möglichst interessanten Orten planen, wie zum Beispiel an einem Bachlauf. Sind die Kinder schon etwas größer, kann man ihnen auch mal einen Kompass geben und sie den richtigen Weg finden lassen. Generell ist natürlich darauf zu achten, Wanderrouten auszusuchen, die auch für die Kleinen locker zu bewältigen sind.

Hygiene und ärztliche Versorgung vor Ort

Wichtig ist zudem, sich genauestens über den Reiseort zu informieren, zum Beispiel, wie es mit hygienischen Standards aussieht und ob ein Arzt in der Nähe ist, falls eines der Kinder einmal krank wird.

Empfohlene Reiseziele für Familien mit Kindern

Zahlreiche gute Ziele für einen Familienurlaub findet man in Deutschland und Österreich. Vor allem

bieten eine Vielzahl von familienfreundlichen Urlaubsmöglichkeiten. Für Familien, die kleine Kinder haben und dennoch ins Ausland reisen möchten, sind neben Österreich vor allem Länder wie

zu empfehlen. Auf diese Weise vermeidet man lange Flugreisen und auch die medizinische Versorgung gilt als gut.

Kriterien für ein familienfreundliches Hotel

Bei der Wahl des richtigen Hotels sollte man auf dessen Ausstattung achten, und dass auch genügend Spielmöglichkeiten sowie eine Kinderbetreuung vorhanden sind. Als ideal für eine Familienreise gilt der Cluburlaub, da bei diesem in der Regel für jedes Familienmitglied etwas geboten wird.

Eltern empfehlen bei Reisen mit Kindern längere Pausen, Hörspiele und Süßigkeiten

Entspannt am Urlaubsort ankommen - Wie Kinder auf langen Reisen bei Laune gehalten werden können

Familie fährt im Auto in den Urlaub
Familie im Auto verreist © Kzenon - www.fotolia.de

Vor jedem erholsamen Urlaub steht die Anreise. Vor allem für Eltern minderjähriger Kinder ist dies immer wieder eine besondere Herausforderung. Wie hält man den Nachwuchs für längere Zeit bei Laune? Die meisten setzen auf Pausen und Hörspiele und reisen am liebsten bei Nacht. das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 494 Personen mit minderjährigen Kindern im Auftrag von „BABY und Familie“.

Tipps um die Anreise entspannter zu gestalten

Die Hälfte der befragten Eltern (48,6%) gibt an, gerade bei Autoreisen öfters anzuhalten und die Kinder auf Rastplätzen spielen zu lassen. Gute Erfahrungen machen ähnlich viele (44,1%) mit dem Vorspielen von Hörspielen. Vier von zehn befragten Eltern (40,1%) meinen, es sei gut nachts loszufahren, so dass der Nachwuchs die Zeit einfach verschlafe.

Beliebt sind bei vielen (37,5%) auch bekannte Spiele wie „Kennzeichen erraten“ oder „Ich sehe was, was Du nicht siehst“. Jeweils knapp ein Drittel setzt auf Belohnungen wie Süßigkeiten (32,9%) und besondere Schlafkissen (30,3%). Wer eine lange Anreise vor sich hat, solle durchaus auch mal eine Übernachtung einplanen (28,9%). Man dürfe überdies nicht vergessen viel zu essen mitzunehmen, rät ein gutes Viertel der Befragten (28,1%). Auch Computerspiele und DVDs (25,4%) sind ein beliebtes Mittel, um die Kleinen von den Strapazen der Reise abzulenken.

Tipps zum entspannten Fliegen mit Kindern

Fliegendes Flugzeug mit roter Turbine in der Nahaufnahme
boing © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Wer mit seinen Kindern in den Urlaub fliegt, kommt oft schon gestresst am Reiseziel an. Die Aufregung vor dem Start und dann das oft stundenlange Sitzen im Flugzeug, ist selbst für die ruhigsten Kinder eine Herausforderung. Eltern können jedoch für ihre Kleinen und damit auch für sich etwas tun. Die richtige Vorbereitung hilft dabei, den Flug in die Ferien für alle angenehmer zu gestalten.

Mit Säuglingen fliegen

Eltern sollten sich unbedingt vor dem Reiseantritt darüber informieren, ob die Fluggesellschaft einen Online-Check-In anbietet. Dabei kann man bereits einen Tag vorher einchecken und spart sich die lange Schlange am Schalter.

Mit Babys zu fliegen ist am wenigsten problematisch. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Säuglinge keine Infektion des HNO-Bereichs haben. Die könnten beim Start und bei der Landung Schmerzen verursachen. Am besten nutzen Sie vorher abschwellende Nasentropfen. Der Schnuller oder ein Schluck zu trinken sind ebenfalls hilfreich, weil sie den Druckausgleich fördern.

Mit den extra Tragetaschen, die die Airlines anbieten, reist das Baby sicher. Besondere Sitzplätze mit mehr Platz im Fußraum können Sie bei fast jeder Fluggesellschaft buchen.

Auf genug Beschäftigung während des Fluges achten

Kleinkinder sollten während des Fluges genug Möglichkeiten zur Beschäftigung haben. Bilderbücher oder Hörspiele eignen sich hervorragend, um die Reisezeit zu verkürzen. Ein paar Kleinigkeiten zum essen und trinken sind ebenfalls wichtig. Eltern sollten sich im Vorfeld nach Kindermenüs an Bord erkundigen. Das schmeckt den Kleinen viel besser, als die Erwachsenenkost.

Wichtig ist auch, auf bequeme Kleidung für die Kinder zu achten. Wenn es kneift und zwackt, kann die Reise zur Tortur werden.

Jede Reise mit Kindern ist auch ein bisschen Abenteuer. Besprechen Sie mit den Kiddies, wie ein Flug abläuft – besonders wenn die Kinder vorher noch nicht geflogen sind. Vermeiden Sie, wenn es geht, die eigene Aufregung auf die Kinder zu übertragen. Wer gestresst an Bord geht, wird es hinterher schwerer haben, beruhigend auf die Kinder einzuwirken.

Gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen treffen

Fährt man dennoch in ein exotisches Land, dürfen die erforderlichen Schutzimpfungen für alle Familienmitglieder nicht vergessen werden. Am Urlaubsort ist es dringend erforderlich, die Kinder vor der Sonne und der Hitze zu schützen.

Daher gehören Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor sowie eine passende Kopfbedeckung unbedingt mit ins Gepäck. Damit es nicht zu Magen- und Darmerkrankungen kommt, sollten die regionalen Speisen nur geschält oder gegart verzehrt werden.

Werdende Mütter sollten ihrer eigenen Gesundheit sowie ihrem Nachwuchs zuliebe auf gewissen Dinge achten - und auf andere verzichten...

Reisen während der Schwangerschaft - Was zu beachten ist

Eine Schwangerschaft bedeutet selbstverständlich nicht, dass die betroffene Frau von nun an fest an ihr Zuhause gebunden ist und keinen Urlaub machen kann. Dennoch sollten einige grundsätzliche Regeln beherzigt werden.

Die beste Zeit für eine Reise in der Schwangerschaft liegt zwischen dem fünften und dem siebten Schwangerschaftsmonat. Wichtig ist vor allem, dass die kritischen ersten Wochen ohne große klimatische Schwankungen überstanden werden.

Wer unter Morgenübelkeit und anderen Schwangerschaftsbeschwerden leidet, sollte sich zusätzlich Zeit nehmen, um diese hinter sich zu lassen und seinen Urlaub genießen zu können. Kurz vor der Geburt sind größere Reisen allerdings auch nicht zu empfehlen; allein schon deswegen, weil ein großer Babybauch eine gewisse Einschränkung bedeutet.

Auto, Bahn und Flugzeug

Wer mit der Bahn in den Urlaub fahren möchte, sollte daran denken, zuvor einen Sitzplatz für die werdende Mutter zu reservieren. Der Vorteil ist, dass relativ viel Platz bleibt, um sich zu bewegen, die Sitzposition zu ändern und gelegentlich einige Schritte den Gang auf und ab zu tun.

Bei einer längeren Autofahrt hingegen sollte man etwa alle zwei Stunde eine kurze Pause zum Strecken, Bewegen und zum Toilettengang einlegen. Zudem sollte der Sicherheitsgurt so angelegt werden, dass er nicht auf den Bauch bzw. die Gebärmutter drückt. Der untere Teil des Gurts sollte unter dem Bauch liegen, der obere darüber zwischen den Brüsten verlaufen.

Kürzere Flugreisen sind in der Regel kein Problem. Allerdings verlangen die meisten Fluggesellschaften ab der 28. Schwangerschaftswoche ein ärztliches Attest über die Flugtauglichkeit der Mama in Spe.

Ab der 34./35. Schwangerschaftswoche sollte nach Möglichkeit kein Flugzeug mehr bestiegen werden. Dazu ist es ratsam, Kompressionsstrümpfe zu tragen und ab und zu im Gang auf und ab zu gehen.

Während der Schwangerschaft müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden
Während der Schwangerschaft müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden
Was sonst noch zu beachten ist

Fernreisen sind grundsätzlich möglich; jedoch ist es wichtig, sich im Vorhinein ausgiebig über die Risiken im Reiseland zu informieren. Exotische Länder mit einem hohen Infektionsrisiko sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Auch eine Malariaprophylaxe kann nicht in einer Form durchgeführt werden, dass sie für das ungeborene Kind gänzlich unbedenklich wäre. Ebenso können bestimmte nötige Reiseimpfungen dem Kind in den ersten Schwangerschaftswochen schaden.

Im Gepäck sollte sich auf jeden Fall die Krankenversicherungskarte sowie der Mutterpass befinden. Auch eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ist in vielen Fällen sinnvoll.

Urlaub mit mehreren Generationen – auch ein paar Regeln gehören ins Gepäck

Familie am Strand, Vater in weiß, Mutter in weiß-pinkem Kleid, mit Tochter o. Mädchen in der Mitte in Wasser bei Sonne
young family playing with daughter on beach in spain © Freefly - www.fotolia.de

Endlich mal wieder Zeit füreinander – wenn Familien sich entscheiden, im XXL-Team zu verreisen, hat das viele Vorteile. Die Großeltern freuen sich, etwas mit ihren Enkeln zu unternehmen, die Eltern haben alle ihre Lieben um sich und können dennoch abends mal allein ausgehen. Und die Kinder genießen es, sich verwöhnen zu lassen. Die permanente Nähe ist aber auch konfliktträchtig.

Erwartungen klären

Selbst in der harmonischsten Familie haben die Generationen unterschiedliche Erwartungen an den Urlaub. Deshalb sollten sich alle Mitreisenden schon vorher über ihre Vorstellungen und Wünsche austauschen – von Erziehungsfragen über die Tagesabläufe bis zur Balance zwischen gemeinsamen und separaten Unternehmungen.

Bewährt hat sich ein scheinbar paradoxer Tipp: Stellen Sie sich vor, was die anderen tun müssten, um ihnen den Urlaub so richtig zu verderben. Bis mittags schlafen? Die Wäsche in der Ferienwohnung überall herumliegen lassen? Jeden Tag nur am Strand schmoren? Wenn Sie wissen, was Sie nervt, können Sie rechtzeitig überlegen, wie sich diese Situationen sich vermeiden lassen.

Freiräume schaffen

Beim Familienurlaub braucht jede Generation ihre Freiräume. Die Eltern können abends entspannt ohne die Kinder losziehen – Oma oder Opa passen ja auf die Sprösslinge auf. Die Großeltern wiederum sollten sich nicht nur als Babysitter betätigen, sondern auch allein etwas unternehmen.

Toleranz üben

Manche Familien belasten ihre Beziehung durch Probleme, die sich nicht klären lassen. Schon gar nicht im Urlaub. Statt Erziehungsfragen zu diskutieren, sollten beide Generationen Toleranz üben. Sonst bleibt die Erholung für alle auf der Strecke.

Während der Reise für Beschäftigung sorgen

Aber auch eine lange Reise mit dem Auto hat ihre Tücken. Eine Acht-Stunden-Fahrt am Stück ist kleineren Kindern nicht zuzumuten.

Experten raten daher, während einer Autoreise regelmäßig umfangreiche Pausen einzulegen. Damit sich die Kinder während der langen Autoreise beschäftigen können, empfiehlt es sich, ein paar Spiele oder ein Hörspiel mitzunehmen.

Zudem dürfen Medikamente gegen Reiseübelkeit nicht fehlen. Auf den Punkt der Beschäftigung gehen wir im Folgenden noch mal genauer ein.

Pausen für alle Familienmitglieder

Eine Reise mit dem Auto ist in vielen Fällen kostengünstiger und verspricht eine weitaus spannendere Reise als die Reise per Flugzeug. Man ist näher mit sich beschäftigt und kann die An- und Abreise individuell und entspannt gestalten. So können Sie zum Beispiel die Pausenzeiten selbst bestimmen.

Schätzen Sie Ihre Kinder ein und berechnen Sie vor Beginn der Reise, in welchen Zeitabständen

  • Sie tanken müssen
  • Ihren Kindern eine Toilettenpause gut tut
  • Sie in einer Raststätte einkeren sollten oder
  • das einfache 15 Minuten Spielen auf einem angenehmen Rasthof anvisiert werden sollte.

Sollten Sie einen Hund dabei haben, dann bedenken Sie adäquate Zeiten zum Gassi gehen für den Vierbeiner. Feuchtigkeitstücher erweisen sich hier als hilfreich, wenn Sie vom Tanken oder vom Spielen im Freien schmutzige Hände bekommen haben sollten. Mittels Routenplaner können Sie sich Ihre Route von zu Hause aus durchplanen und sich ebenso Tankstellen oder Raststätten anzeigen lassen.

So sorgen Sie für Unterhaltung

Damit Ihre Kinder die Reise über nicht laufend "Mir ist so langweilig"- oder "Wann sind wir denn endlich da"-Sätze von sich geben, sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder so gut es geht unterhalten sind. Animieren Sie Ihre Kinder, den Musikplayer oder den gemeinsamen Laptop während der Reise nutzen zu können.

Wenn Sie einen UMTS-Stick besitzen, können Ihre Kinder sogar während der Fahrt im Internet surfen. Ein UMTS-Stick kann Ihnen auch am Reiseziel gute Dienste leisten.

Überlegen Sie sich Spiele, die alle zusammen im Auto spielen können, wie "Ich sehe was, was du nicht siehst". Sehen Sie im Kinderzimmer nach, ob sich dort reisefreundliche Gesellschaftsspiele befinden und packen Sie diese sicherheitshalber ein.

Karten und ein magnetisches Schach-/Damespiel sind ebenfalls gute Möglichkeiten, um Kindern die Langeweile zu nehmen. Hier erhalten Sie weitere Tipps und Ideen für die richtige Beschäftigung während der Autoreise.

Die Rolle der Erwachsenen

Reisen Sie mit einem weiteren Erwachsenen? Dann planen Sie zusammen mit diesem, dass wenn sich der eine um das Fahren kümmert, der andere für die Kinder ein Ohr hat.

Oft wollen Kinder nur Aufmerksamkeit haben und wenn sie diese nicht bekommen, weil die Erwachsenen ständig reden oder überlegen, wo die Route lang geht, kann das Kind schnell das Bedürfnis bekommen, mit Ihnen reden zu wollen. Gehen Sie freudig darauf ein und lassen Sie sich nicht anmerken, falls Sie im Stress sein sollten. Geben Sie das Gespräch gegebenenfalls an Ihren Mitfahrer ab.

Stellen Sie sich darauf ein, dass die Reise sehr stressig für Sie werden kann, und überlegen Sie für sich, was Ihnen wirklich hilft, um sich wieder zu beruhigen und vor allem Ihren Ärger, Ihre Wut oder Ihre Verzweiflung Ihren Kindern gegenüber nicht spürbar zu machen.

Machen Sie sich einen Plan, wie Sie damit umgehen, wenn Ihre Kinder gerade lachen und Spaß haben, Sie allerdings im Stress sind und eigentlich Ruhe bräuchten, um sich zu konzentrieren. Sprechen Sie diese Situation mit Ihrem Mitfahrer durch und versuchen Sie sich frühestmöglich Unterstützung von ihm zu holen, sobald Sie bemerken, dass Sie ungerecht werden könnten.

Wenn Sie zusammen mit Ihren Kindern verreisen, dann machen Sie sich bewusst, dass es keine leise Reise wird, sondern eine turbulente und laute Reise mit möglichen Streitereien und Schlichtungserfordernissen. Eigentlich sollten Sie sich darauf einstellen, dass es sich eher um die Umsetzung eines schönen Urlaubs für Ihre Kinder handelt und dass sich nicht viele Erholungsmöglichkeiten für Sie ergeben werden.

Eltern empfehlen bei Reisen mit Kindern längere Pausen, Hörspiele und Süßigkeiten

Entspannt am Urlaubsort ankommen - Wie Kinder auf langen Reisen bei Laune gehalten werden können

Familie fährt im Auto in den Urlaub
Familie im Auto verreist © Kzenon - www.fotolia.de

Vor jedem erholsamen Urlaub steht die Anreise. Vor allem für Eltern minderjähriger Kinder ist dies immer wieder eine besondere Herausforderung. Wie hält man den Nachwuchs für längere Zeit bei Laune? Die meisten setzen auf Pausen und Hörspiele und reisen am liebsten bei Nacht. das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 494 Personen mit minderjährigen Kindern im Auftrag von „BABY und Familie“.

Tipps um die Anreise entspannter zu gestalten

Die Hälfte der befragten Eltern (48,6%) gibt an, gerade bei Autoreisen öfters anzuhalten und die Kinder auf Rastplätzen spielen zu lassen. Gute Erfahrungen machen ähnlich viele (44,1%) mit dem Vorspielen von Hörspielen. Vier von zehn befragten Eltern (40,1%) meinen, es sei gut nachts loszufahren, so dass der Nachwuchs die Zeit einfach verschlafe.

Beliebt sind bei vielen (37,5%) auch bekannte Spiele wie „Kennzeichen erraten“ oder „Ich sehe was, was Du nicht siehst“. Jeweils knapp ein Drittel setzt auf Belohnungen wie Süßigkeiten (32,9%) und besondere Schlafkissen (30,3%). Wer eine lange Anreise vor sich hat, solle durchaus auch mal eine Übernachtung einplanen (28,9%). Man dürfe überdies nicht vergessen viel zu essen mitzunehmen, rät ein gutes Viertel der Befragten (28,1%). Auch Computerspiele und DVDs (25,4%) sind ein beliebtes Mittel, um die Kleinen von den Strapazen der Reise abzulenken.

Tipps zum entspannten Fliegen mit Kindern

Fliegendes Flugzeug mit roter Turbine in der Nahaufnahme
boing © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Wer mit seinen Kindern in den Urlaub fliegt, kommt oft schon gestresst am Reiseziel an. Die Aufregung vor dem Start und dann das oft stundenlange Sitzen im Flugzeug, ist selbst für die ruhigsten Kinder eine Herausforderung. Eltern können jedoch für ihre Kleinen und damit auch für sich etwas tun. Die richtige Vorbereitung hilft dabei, den Flug in die Ferien für alle angenehmer zu gestalten.

Mit Säuglingen fliegen

Eltern sollten sich unbedingt vor dem Reiseantritt darüber informieren, ob die Fluggesellschaft einen Online-Check-In anbietet. Dabei kann man bereits einen Tag vorher einchecken und spart sich die lange Schlange am Schalter.

Mit Babys zu fliegen ist am wenigsten problematisch. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Säuglinge keine Infektion des HNO-Bereichs haben. Die könnten beim Start und bei der Landung Schmerzen verursachen. Am besten nutzen Sie vorher abschwellende Nasentropfen. Der Schnuller oder ein Schluck zu trinken sind ebenfalls hilfreich, weil sie den Druckausgleich fördern.

Mit den extra Tragetaschen, die die Airlines anbieten, reist das Baby sicher. Besondere Sitzplätze mit mehr Platz im Fußraum können Sie bei fast jeder Fluggesellschaft buchen.

Auf genug Beschäftigung während des Fluges achten

Kleinkinder sollten während des Fluges genug Möglichkeiten zur Beschäftigung haben. Bilderbücher oder Hörspiele eignen sich hervorragend, um die Reisezeit zu verkürzen. Ein paar Kleinigkeiten zum essen und trinken sind ebenfalls wichtig. Eltern sollten sich im Vorfeld nach Kindermenüs an Bord erkundigen. Das schmeckt den Kleinen viel besser, als die Erwachsenenkost.

Wichtig ist auch, auf bequeme Kleidung für die Kinder zu achten. Wenn es kneift und zwackt, kann die Reise zur Tortur werden.

Jede Reise mit Kindern ist auch ein bisschen Abenteuer. Besprechen Sie mit den Kiddies, wie ein Flug abläuft – besonders wenn die Kinder vorher noch nicht geflogen sind. Vermeiden Sie, wenn es geht, die eigene Aufregung auf die Kinder zu übertragen. Wer gestresst an Bord geht, wird es hinterher schwerer haben, beruhigend auf die Kinder einzuwirken.

Möchte man mit seinen Kindern an den Strand, sollten besondere Aspekte in Sachen Reisevorbereitung berücksichtigt werden...

Planung des Sommerurlaubs mit der ganzen Familie

Sommerzeit bedeutet auch Reisezeit. Keine Jahreszeit eignet sich für einen Urlaub mit Kindern so gut wie der Sommer, da es zu dieser Zeit nicht nur warm ist, sondern auch Sommerferien angesagt sind. Ein Sommerurlaub mit Kindern erfordert jedoch eine gründliche Vorbereitung.

Vor allem Sonne, Strand und Meer locken zur Sommerzeit zahllose Urlauber an. Reiseveranstalter offerieren eine Fülle von preiswerten Angeboten für Sommerreisen mit Kindern in alle Winkel der Erde.

Bei der Planung des Sommerurlaubs sollten Eltern jedoch auch an die Bedürfnisse ihrer Kinder denken und dabei berücksichtigen, dass Reiseziele, die für sie ideal zu sein scheinen, sich nicht immer für Kinder eignen.

Gesundheitsrisiken und medizinische Versorgung

Ein Problem ist, dass Kinder oftmals vielmehr unter einem stark abweichendem Klima leiden, als erwachsene Menschen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich bei geplanten Reisen in sehr warme Regionen erst einmal über die möglichen Gesundheitsrisiken für die Kleinen zu informieren. Darüber hinaus sollte der Urlaubsort über eine gute medizinische Versorgung verfügen, für den Fall, dass ein Kind einmal krank wird oder sich verletzt.

Wasserqualität

Beabsichtigt man den Sommerurlaub am Strand zu verbringen, wird empfohlen, sich auch über die Wasserqualität vor Ort zu erkundigen. Die meisten Strände innerhalb der EU gelten jedoch als bedenkenlos, da sie zu 96 Prozent die EU-Richtlinien erfüllen.

Passende Unterkunft

Ebenfalls wichtig für einen gelungenen Sommerurlaub ist die passende Unterkunft. Damit auch die Kinder Spaß am Aufenthalt haben, sollte das gewünschte Hotel über kindgerechte Angebote verfügen. Macht man den Urlaub stattdessen in einem Ferienhaus oder auf einem Campingplatz, sollte man darauf achten, dass diese nicht in der Nähe einer viel befahrenen Straße liegen.

Anreise planen

Hat man das passende Ziel für den Sommerurlaub gefunden, gilt es die richtige Reiseart zu bedenken. Von Flugreisen in ferne Länder raten Experten ab, wenn die Kinder jünger als fünf Jahre alt sind.

In den meisten Fällen findet die Reise mit dem Auto statt. Das hat den Vorteil, dass man ziemlich viel Gepäck mitnehmen kann und am Urlaubsort mobil ist.

Pausen einplanen

Doch stundenlange Staus in brütender Sommerhitze sind für die Kinder noch anstrengender als für die Erwachsenen. Daher ist es sinnvoll, alle zwei Stunden eine Pause einzulegen und sich dabei etwas zu bewegen. Bei längeren Reisen sollte auch eine Zwischenübernachtung eingeplant werden.

Stehen die Vorbereitung, geht es ans Kofferpacken...

Checkliste zum Kofferpacken

Vor der Erholung müssen viele Eltern noch einmal so richtig zupacken: Das Kofferpacken gehört nicht gerade zu den schönsten Vorbereitungen auf den wohlverdienten Familienurlaub. Wir zeigen, was man auf keinen Fall vergessen sollte.

Kleidung für alle Fälle

Dabei gibt es selbstverständlich keine verbindliche Checkliste - schließlich hängt das nötige Gepäck vor allem vom Alter der Kinder wie auch vom jeweiligen Wetter ab. Als Faustregel sollte man dabei jedoch alle Kleidungsstücke abdecken, vom T-Shirt bis zur winddichten Jacke. Schließlich kann es auch im Sommer einmal regnen oder kalt werden.

Empfehlenswert ist dabei das Zwiebelprinzip: Mehrere dünnere Kleidungsstücke plus jeweils eine wirklich gute Jacke und festes Schuhwerk rüsten für ganz verschiedene Wetterlagen. Klar, dass im Sommer auch Badesachen, Sandalen und Sonnenhut nicht fehlen dürfen.

Babyutensilien

Wenn Babys mit in den Urlaub fahren, dann erweitert sich das nötige Gepäck entsprechend. Hier empfiehlt es sich, an wirklich alles zu denken - schließlich weiß man nie, welche Produkte vor Ort erhältlich sind und welche nicht.

gehören zur Standardausrüstung. Je nach Ausstattung von Ferienwohnung oder Hotel kann diese dann noch entsprechend ergänzt werden. Auch ein Kinderwagen sowie eventuell ein Tragetuch sollten bei kleineren Kindern mitgenommen werden.

Spielzeug und Musikplayer

Darüber hinaus muss für ausreichend Beschäftigung gesorgt sein - was nicht nur die Kids, sondern auch die Eltern entspannt. Je nach Alter kommen zum Beispiel

mit ins Gepäck. Wichtig: Bei technischen Geräten für ausreichend Batterien sorgen, sonst ist die Enttäuschung bald vorprogrammiert.

Notfallapotheke

Ganz wichtig ist außerdem eine Notfallapotheke mit

Um im Ausland schnell die passende Behandlung zu bekommen, sollten alle nötigen Unterlagen wie Impfbücher zumindest in Kopie mitgenommen werden. Telefonnummern wie die vom Kinderarztes zu Hause gehören ebenfalls ins Gepäck.

Reisedokumente

Und selbstverständlich dürfen

  • Pass bzw. Reisepass
  • Kinderausweis
  • Tickets und
  • Buchungsbestätigungen

nicht vergessen werden. Hier empfiehlt es sich, von allen Dokumenten sicherheitshalber Kopien anzufertigen oder diese zum Beispiel unter einer E-Mail-Adresse zu speichern. So hat man im Notfall alle nötigen Unterlagen schnell zur Hand.

Wer mit dem Auto verreist, muss in Sachen Gepäck noch weitere Punkte beachten...

Packen fürs Auto

Sollten Sie mit dem Wagen verreisen, nehmen Sie sich Zeit und bringen Sie den Wagen weitestgehend in einen sauberen, reisekomfortablen Zustand.

Da eine Panne auf der Autobahn mit mitreisenden Kindern nicht stressfreier wird, empfiehlt es sich, den Wagen vor dem Beginn der Reise noch einmal zur Durchsicht zu geben, sollte die letzte Durchsicht zu weit zurückliegen. Nehmen Sie die portablen DVD-Player Ihrer Kinder mit und sorgen Sie somit für eine angenehme Reisestimmung.

Bedenken Sie, dass Kinder mitunter viel sperriges Gepäck mitnehmen wollen. Beginnen Sie frühzeitig mit Ihren Kindern darüber zu reden, welche Spielsachen für die Reise sinnvoll sind und welche zu Hause bleiben sollten.

Bestimmen Sie dabei nicht, sondern reden Sie mit Ihren Kindern so, dass diese es auch verstehen können. Dann wird es Ihnen auf der Reise oder am Urlaubsziel auch nicht passieren, dass eines Ihrer Kinder quengeln wird und sich sein Lieblingsspielzeug wünscht.

Bedenken Sie, dass das Packen der Reisetaschen als auch das Packen des Autos Zeit kosten kann. Planen Sie daher jeweils die Zeiten ausreichend großzügig und, wenn es Ihnen zeitlich möglich ist, nehmen Sie sich die Zeit und seien Sie beim Taschenpacken Ihrer Kinder dabei. So können Sie am leichtesten helfen, was für die Reise wichtig ist und unnütze Sachen mit ihrem Nachwuchs besprechen und zu Hause lassen.

Für das Einladen des Autos überlegen Sie sich spätestens eine Woche vor Reiseantritt, ob Sie alle Gepäckstücke in den Kofferraum bekommen oder ob Sie einen zusätzlichen Stauraum in Form eines Dachgepäckträgers benötigen. Falls Sie einen Dachgepäckträger benötigen, fragen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis herum oder recherchieren Sie im Internet nach Firmen, die Dachgepäckträger zur Ausleihe anbieten.

Nähert sich der Abreisetag, sollte man auch an den Reiseproviant denken...

Reiseproviant für Groß und Klein

Je nach Reisedauer und Reiseverpflegung am Urlaubsziel ist es wichtig, sich ebenfalls über den Reiseproviant Gedanken zu machen. Nehmen Sie ausreichend Wasser mit und verzichten Sie von vornherein auf die Mitnahme von zuckerhaltigen Getränken.

Sie werden auch trotz Proviant im Reisegepäck an genügend Raststätten fahren, so dass Ihre Kinder genügend Gelegenheiten haben, ihre Wünsche erfüllt zu bekommen. Wenn es um die Verpflegung im Auto geht, setzen Sie auf gesunde Getränke und Lebensmittel.

Nehmen Sie zum Beispiel Toastbrot, Butter und Aufstrich oder Marmelade mit und schon haben Sie einen Vormittagssnack dabei. Erweitern Sie es um Müsli und Cornflakes sowie Milch oder Joghurt und schon ist die nächste Mahlzeit fertig.

Nehmen Sie gut haltbares Obst mit auf die Reise, so dass während der Reise schnell mal ein gesunder Snack verteilt werden kann. Denken Sie an eine Küchenrolle für die Reinigung der Hände nach dem Essen, sowie an kleine Mülltüten. Als Reiseobst bieten sich unter anderem

an. Überlegen Sie auch, was die Lieblingslebensmittel der Kinder sind und nehmen Sie einiges davon mit. So können Sie Ihren Kindern selbst am Urlaubsziel ein Gefühl von daheim geben, wenn Sie Ihnen die bekannten und leckeren Nahrungsmittel anbieten können. Auf diese Weise können sich Kinder schneller mit der neuen Umgebung vertraut machen und fühlen sich schnell wohl.

Kinderbetreuung im Urlaub

Ferien-Kinderbetreuung - Die Mitarbeiter sollten über eine entsprechende Ausbildung verfügen

Ansicht von unten: fünf Kinder stehen im Kreis und lächeln in Kamera
happy children © Marzanna Syncerz - www.fotolia.de

Wenn Eltern mit ihren Kindern in den Urlaub fahren und diese dort auch betreuen lassen wollen, so sollten sie vor der Buchung des Ferienhotels einiges beachten.

Von der Gruppengröße bis zur Ausbildung der Betreuuer

Ein Punkt, der für die Qualität einer Kinderbetreuung spricht, ist die Anzahl der Kinder pro Betreuer, die nicht über 15 Kindern liegen sollte. Kleinere Kinder sollten in eigenen Gruppen sein und das Angebot darf keinen Aufpreis kosten.

Auch die Anzahl der täglichen Stunden ist wichtig, sowie auch die einzelnen Aktivitäten in der Gruppe. Wichtig ist auch, ob die Betreuung auch in der Vor- oder Nebensaison möglich ist und ob die Betreuer eine pädagogische Ausbildung haben. Am besten ist es, wenn der Reiseveranstalter eigenes Betreuungspersonal anbietet.

Irgendwelche Beanstandungen sind bislang nicht bekannt geworden, so dass sich Eltern wegen Unfällen oder gar Misshandlungen in den "Kids Clubs" keine Sorgen machen brauchen.

Sollte eine zugesagte Betreuung nicht möglich sein, so kann man beim Reiseveranstalter eine Preisminderung, laut Reisemängelliste des ADAC, von 25 Prozent geltend machen. Diese ganzen Tipps stammen von der Zeitschrift "Geo Saison" in einer Extra-Ausgabe "Reisen mit Kindern 2010".

Tipps für einen stressfreien Urlaub mit Baby

Warm eingepacktes Baby schläft im Kindersitz im Auto
Baby sleep in a car © Nymph - www.fotolia.de

Der Alltag hat sich gerade ganz gut eingespielt, die jungen Eltern haben sich an das Baby gewöhnt und der Säugling hat einen ganz guten Rhythmus gefunden. Jetzt wäre es doch an der Zeit, dass sich die junge Familie eine Auszeit zusammen gönnt. Damit dies nicht in Stress ausartet, sollten einige Tipps beachtet werden.

Als erstes Reiseziel mit dem Baby eignen sich nicht unbedingt ferne Länder. Wählen Sie ein Ziel, dass vielleicht maximal zwei Stunden entfernt ist und schnell mit Auto oder Bahn erreicht werden kann. Soll der Urlaub in die Berge gehen, empfiehlt es sich auf maximal 1500 Höhenmeter zu reisen. Wählen Sie auf jeden Fall eine babyfreundliche Unterkunft mit entsprechender Ausstattung.

Sollte Sie Ihr Urlaub in südliche Gefilde führen, so sollte dort kein Leitungswasser verwendet werden, um die Babynahrung zuzubereiten, auch stilles Wasser muss mindestens fünf Minuten abgekocht werden. Geeignet wäre es natürlich, wenn Sie Ihre Babynahrung direkt von zu Hause mitnehmen.

Am Strand oder See das Baby bitte nie direkter Sonneneinstrahlung aussetzen und einen Sonnenhut aufsetzen. Auch ein geeigneter hoher Lichtschutzfaktor gehört mit ins Reisegepäck. Fliegen sollten Babys erst, wenn sie mindestens ein halbes Jahr alt sind, da es vorher Probleme beim Druckausgleich geben kann.

Auch eine geeignete Reiseapotheke mit Fiebersaft, Pflaster oder Salbe gegen Wundsein ist wichtig einzupacken.

Während des Urlaubs: Aktivitäten, Sparmöglichkeiten, Sicherheit und Co.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Urlaub zu gestalten. Im Rahmen von Familienreisen ommt es vor allen Dingen auch darauf an, für ein kindgerechtes Programm zu sorgen. Je nach Reiseart und -ziel gibt es verschiedene Empfehlungen.

Städtereise: So macht Sightseeing auch Kindern Spaß

Das Verreisen mit Kindern hat seine eigenen Spielregeln, und je nach Beziehung zu dem Kind kann es für den Erwachsenen ein reiner Spaß oder die pure Anstrengung werden. Sollten Sie eine neue Stadt bereisen wollen, dann kann eine gute Vorbereitung helfen, um Anstrengungen zwischen dem Erwachsenen und dem Kind von Anfang an nicht aufkommen zu lassen.

Kindgerechte Reiseplanung

Versetzen Sie sich bei der Planung der Sightseeing-Etappen konsequent in das Kind.

  • Wird es an der Sehenswürdigkeit Freude haben?
  • Was können Sie ihm über die Sehenswürdigkeit erzählen, damit es für das Kind interessant und greifbar ist?
  • Welchen Sinn macht es, sich ausgerechnet diese Sehenswürdigkeit anzusehen?
  • Welche Wichtigkeit könnte das Kind in welchen Sehenswürdigkeiten sehen?

Vor allem die letzte Frage animiert, die Planung der Reise früher oder später in Verbindung mit dem Kind zu bringen. Setzen Sie sich an einem Nachmittag oder Abend zusammen und gehen Sie im Internet oder im Reiseführer einige Sehenswürdigkeiten durch. Erzählen Sie einführend über die Stadt und lassen Sie das Kind entscheiden, was es von alle dem besuchen möchte.

Fragen Sie Ihren Sprössling, ob er bereits besondere Vorstellungen hat, welche Aktivitäten es unbedingt in der Stadt unternehmen möchte. Oft haben Kinder nach Verkündung der anstehenden Reise schnell eigene Ideen und es wäre schade, sich diese nicht anzuhören.

Achten Sie auf die Preise der Sehenswürdigkeiten, ob es für Ihr Kind Ermäßigungen gibt und ob Sie Karten für Attraktionen der Stadt vielleicht schon vor Reisebeginn im Internet bestellen können und sich lange Wartezeiten am Zielort selbst ersparen können. Viele Sehenswürdigkeiten bieten hohe Rabatte an, wenn man sich für eine Kartenbuchung via Internet entscheidet.

Die Zeit sinnvoll einteilen

Bedenken Sie, die Tagesrouten nicht zu eng zu organisieren und rechnen Sie auch damit, dass die Route an dem einen oder anderen Tag gänzlich umgeworfen werden kann. Seien Sie also nicht der strenge Reiseleiter und Erziehungsberechtigte, sondern lockern Sie sich und lassen Sie sich auf Ihr Kind ein. Machen Sie Späße und witzige Dinge und sorgen Sie auf diese Weise für unvergesslich leichte Tage mit Ihrem Kind.

Behalten Sie während des Ausflugsstages unbedingt die Uhr im Auge. Sobald man vereist, ist das Einhalten von Tagesroutinen immens erschwert. Essenszeiten genauso wie Ruhephasen sind für die Erholung der vielen neuen Eindrücke erforderlich.

Neben dem Besuchen der Attraktionen der Stadt, können Sie sich auch am Nachmittag sportlich betätigen und ins Schwimmbad gehen oder auf einen Sportplatz gehen. Spielen Sie dort Fußball oder Fangen oder Badminton und nehmen Sie die Stadt auch so aus einer anderen Perspektive wahr.

Neue Bekanntschaften und kleine Freuden

Wenn Sie ein anderes Kind kennenlernen und es sich gut anfühlt, dann verabreden Sie sich in den folgenden Tagen und lassen Sie einer Urlaubsfreundschaft die Möglichkeit, zu entstehen. Eine Reise besteht nicht nur aus dem Ansehen von Bauwerken, sondern auch in der Begegnung mit anderen Menschen.

Sammeln Sie Kleinigkeiten am Tag, die Sie als kleine Souvenirs in das Reisetagebuch einkleben können. Gestalten Sie die Reise abenteuerlich, denn Kinder lieben Abenteuer, und haben Sie viel Spaß und unvergessliche Tage.

Kurztrip: Gestaltungstipps für einen Wochenendtrip mit Kindern

Vielen Familien fehlt einfach die Zeit oder das Geld für längere Ferien oder gar Reisen in das Ausland. Deshalb sind Wochenendtrips gute Alternativen für alle Familien, die nicht nur Oma und Opa über das Wochenende besuchen möchten.

Wochenendreisen mit Übernachtung sollte - vor allem mit kleineren Kindern - gut geplant werden, damit die gesamte Familie den Miniurlaub genießen kann. Wichtig: Der Familienrat sollte die Unternehmung gemeinsam beschließen, damit es keine Unstimmigkeiten gibt.

Das richtige Ziel finden

Der Wochenendtrip kann ruhig ein Ausflug in die nähere Umgebung sein. Bei weiter entfernten Zielen steigt der Stresspegel schnell an und die Familie verbraucht viel Zeit auf Straßen oder Schienen.

Lange Fahrten langweilen die Kinder oft und dann ist die gute Stimmung schnell vorbei. Deshalb lieber die nahe Umgebung erkunden.

Luxus- und Wellnesshotels sind für Familien mit Kindern meist weniger geeignet. Lockerer und deutlich günstiger sind

Im Hochsommer ist ein Campingausflug auch empfehlenswert. Viele Campingplätze vermieten auch Bungalows, falls sich die ganze Familie auf Radtour begibt und keine Zeltausrüstung mitnehmen möchte.

Spannende Aktivitäten einplanen

Ist das Ziel bestimmt, geht es an die Planung. Im Internet finden sich stets viele Informationen und Tipps rund um die ausgewählte Region. Neben einem Veranstaltungskalender können Besucher auf den örtlichen Internetseiten auch Hinweise zu

  • Sportstätten
  • Museen oder
  • Besonderheiten der Region

finden. Es ist wichtig, zumindest einen groben "Aktionsplan" zu erstellen, um den Kindern spannende Erlebnisse zu schenken. Darin sollten auch die Interessen und Vorlieben oder Hobbys der Familienmitglieder einbezogen werden.

Statt langweiliger Museumsführungen können

  • geführte Kinderwanderungen
  • Nachmittage am Badesee
  • Besuche im Zoo bzw. Tierpark der Region oder
  • die Teilnahme am Animationsprogramm in einer Ferienanlage

auf dem Programm stehen. Gerade Ferienanlagen für Familien sind meist sehr gut ausgestattet und bieten neben vielen Aktivitäten für Kinder auch oft Entspannung für die Eltern und abwechslungsreiche Gastronomie.

Viele Familien genießen im Kurzurlaub die gemeinsamen, langen Abende besonders. Der Grill wird angeheizt und vielleicht lassen Wetter und Umgebung kleine Nachtwanderungen zu.

An Regentagen könnte ein gemeinsamer Film- oder Spielabend auf dem Programm stehen. Erlaubt ist alles, was Spaß bringt und die alltägliche Familienroutine durchbricht.

Strandurlaub: für Spielmöglichkeiten sorgen

Dass man bei einem Strandurlaub mit Kindern auf hohen Sonnenschutz, einen Platz im Schatten und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten sollte, dürfte bekannt sein. Damit sich der Nachwuchs nicht langweilt, sollte man diesem aber auch ein paar Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Dazu zählt:

  • das Plantschen im Wasser (auch Kinder, die bereits schwimmen können, niemals unbeaufsichtigt lassen!)
  • das Bauen von Sandburgen
  • das Spielen mit Eimer, Schaufel und Förmchen
  • das Malen von Sandbildern
  • das Sammeln von Muscheln

Um den kleinen Hunger nach den Spielabenteuer zu stillen, sollte man auf kleine Snacks setzen, die dem Nachwuchs besonders gut schmecken (abgesehen vielleicht von Schokolade...); so wird er sich am Abend bereits auf den nächsten Strandtag freuen.

Eine umfangreiche Urlaubsgestaltung macht nur dann richtig Spaß, wenn sich die Ausgaben in Grenzen halten - wer mit Kindern reist, kann hier und da deutlich Geld sparen...

Im Urlaub sparen - Möglichkeiten der Kinderermäßigung

Die schönsten Wochen des Jahres möchte die Familie gerne gemeinsam verleben: den ein- oder mehrwöchigen Urlaub. Die Wahl der Reiseart wird dabei auch vom verfügbaren Budget abhängig gemacht. Die gute Nachricht: Kinder kommen in vielen Bereichen günstiger weg.

Sparen bei der Unterkunft

Im direkten Zusammenhang mit dem Reiseziel steht auch die Wahl der Unterkunft. Zu der von einem Reiseveranstalter angebotenen Pauschalreise gehört automatisch die Hotelunterkunft mit Frühstück, Halb- oder auch Vollpension.

Abhängig von der Zahl und dem Alter der Kinder kommen die Reiseveranstalter den Familien mit ideenreichen Kinderermäßigungen entgegen. Sie wissen, dass jedes Urlaubsbudget eine Obergrenze hat.

Für die Reiseveranstalter liegt das Geschick darin, den Urlaubern mit der Kinderermäßigung eine spürbare pekuniäre finanzielle Entlastung zu bieten, ohne den eigenen Umsatz und Gewinn zu schmälern. Dazu bietet sich in den meisten Fällen die Hotelunterkunft an.

  • Bis zu einem bestimmten Höchstalter können ein oder zwei Kinder ohne Mehrkosten im Zimmer der Erwachsenen übernachten. Ein Mehrpreis wird lediglich für das Frühstück berechnet.
  • Bei kleinen oder jüngeren Kindern wird oftmals auch darauf verzichtet. Hier unterscheiden sich die einzelnen Angebote im Alter der Kinder und darin, ob das betreffende Alter zum Zeitpunkt der Buchung oder des Reiseantritts gilt.

Ein solches Angebot klingt gut und geldsparend. Ungeachtet dessen sollte bei der Buchung Wert darauf gelegt werden, dass das Doppelzimmer eine Mindestgröße hat, so dass der Aufenthalt für alle Familienangehörigen angemessen und zumutbar ist.

Als Kinderermäßigung wird auch eine Reduzierung des pauschalen Reisepreises für alle darin enthaltenen Kostenarten angeboten. Abhängig von der Pauschalreise und dem Leistungsumfang kann sich die Ermäßigung auf

  • die Hin- und Rückreise
  • den Transfer am Urlaubsort
  • die gebuchte Verpflegung sowie
  • touristische Nebenleistungen

erstrecken. Dazu kann auch eine professionelle Kinderbetreuung am Urlaubsort gehören, während die Erwachsenen ohne Aufpreis den Wellness-Bereich des Hotels nutzen können.

Ermäßigung bei einer Kreuzfahrt

Bei einer Hochseekreuzfahrt kann für die Unterkunft kaum eine Kinderermäßigung erwartet werden. Kabinen sind knapp, teuer und oftmals räumlich beengt.

Kreuzfahrtveranstalter zeigen sich eher bei der mehrmals täglichen Verpflegung großzügig, oder bei Unterhaltung, Sport, und Freizeit. Für die Familie stellt sich hier die Frage, ob diese Kostenarten für sie eine wirkliche Einsparung sind oder ein kostenloses Angebot, was ansonsten nicht oder nur partiell genutzt worden wäre.

Ermäßigungen im Hotel

In Urlaubshotels werden die Verpflegungskosten am Buffet für Kinder oft nach der Körpergröße berechnet: Ein Euro für jeden Größenzentimeter, begrenzt auf einen Höchstbetrag, der unter dem für die erwachsenen Gäste liegt. Bei einer mehrköpfigen Familie ist eine solche Ermäßigung beim ein- oder mehrwöchigen Urlaub durchaus spürbar.

Eine weitere Variante ist die Koppelung der Kinder an die Zahl der Erwachsenen. Die jeweils angebotene Kinderermäßigung, gleich welcher Art und Güte, wird im Verhältnis Eins zu Eins gewährt; also pro Erwachsener ein Kind. Bei zwei Erwachsenen erweitert sich das Angebot auf drei Kinder.

Der Begriff "Kinderfestpreis" wird von vielen Reiseveranstaltern als fester Begriff verwendet. Im Detail variieren die Angebote, wobei in allen Fällen eine deutliche Preisreduzierung für Kinder unterschiedlichen Alters im Vordergrund steht.

Für Kleinkinder werden vielfach überhaupt keine Kosten erhoben. Sie benötigen keinen eigenen Platz, die Verpflegungskosten sind marginal, und für den Kinderclub oder Kinderhort am Ort sind sie noch zu unselbstständig Bis zum Alter von elf oder zwölf Jahren betragen die Kinderermäßigungen einen niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentsatz des jeweiligen Erwachsenenpreises.

Für Familien mit Kindern passt eine Pauschalreise sehr gut

Familien mit Kindern sind auch deswegen willkommene Pauschalgäste der Reiseveranstalter, weil sie verzehren und konsumieren. Je umfangreicher das Reisepaket an Dienstleistungen ist, umso vielfältiger sind die Angebote und Gelegenheiten zum Konsumieren. Für die Urlaubskasse der Familie ist letztendlich die Gesamtsumme unterm Strich entscheidend.

Alle Angebotsvarianten sollten miteinander sowie untereinander verglichen werden. Eine Kindermäßigung kann sich beispielsweise dadurch aufheben, dass ihretwegen der Früh- oder Spätbucherrabatt nicht gilt.

Weitere Ermäßigungen am Urlaubsort

Neben der Unterkunft gibt es im Familienurlaub weitere Möglichkeiten, ein bisschen Geld zu sparen. Tipps für Sparfüchse:

  • mit der Bahn statt mit dem Flugzeug reisen
  • bei schulpflichtigen Kindern auf Frühbucherrabatte setzen, anderenfalls nicht während der Hauptsaison verreisen
  • Ferienwohnung statt Hotelzimmer wählen
  • bei Familienferienstätten nach Zuschüssen erkundigen
  • Preise vergleichen

Ein Urlaub sollte erholsam sein und Spaß machen - damit auch Eltern die Reise genießen können, sollten sie ein paar Punkte in Sachen Sicherheit beachten...

Zum Thema Sicherheit

Wer mit Kindern verreist, sollte seinen Nachwuchs besonders im Auge behalten. Die ungewohnte Umgebung zusammen mit der Abenteuerlust der Kleinen kann mitunter auch zu verschiedenen Gefahrensituationen führen. Diese finden sich beispielsweise in der Unterkunft, je nachdem, um welche Art es sich dabei handelt.

Ob Hotel, Ferienhaus oder Bauernhof - Eltern sollten sich einen Überblick über die Räumlichkeiten und deren Umgebung verschaffen und die Kinder auf mögliche Gefahren hinweisen. Besonders, wenn der Nachwuchs sich die Nachmittage mit Spielen und Herumtoben vertreibt, sollte man vorsichtig sein; so können sich

  • Bootsanlegeplätze
  • Flüsse/Seen/Strände generell
  • Pools
  • Heuböden in der Scheune
  • Straßenkreuzungen
  • Stolperfallen
  • Steckdosen

zum Beispiel als gefährlich erweisen. Natürlich geht es nicht darum, rund um die Uhr hinter seinem Kind herzulaufen und jeden Schritt zu kontrollieren. Man sollte sich lediglich darüber im Klaren sein, dass viele Unterkünfte nicht an die Sicherehitsstandards des eigenen Zuhauses heranreichen - Bereiche, die man möglicherweise gar nicht im Kopf hat. Wer sich zu Beginn einen Überblick verschafft, kann den Urlaub deutlich entspannter genießen.

Reisen für Familien sind günstiger als für Alleinerziehende

Die Verbraucherzentrale NRW hat einen interessanten Test zum Thema Reisen mit Kind durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass Familien mit zwei Elternteilen mehr Rabatte bekommen als alleinerziehende Eltern.

Getestet wurden Angebote mit dem Reiseziel Mallorca. Bei einem Anbieter bekäme ein Single für sein acht Jahre altes Kind einen Rabatt von 25% auf den Erwachsenenpreis. Eine Familie mit einem Kind im selben Alter würde einen Festpreis für das Kind zahlen, der etwa 125 Euro unter dem Preis liegt, den der Single für sein Kind hätte bezahlen sollen. Auch gab es Angebote, bei denen für das Kind des Singles zwar ein günstiger Festpreis galt, wo dann jedoch der Erwachsene mehr gezahlt hätte. Ein Angebot hatte sogar die Kombination aus höherem Erwachsenenpreis und geringerer Kinderermäßigung, im Vergleich zur Familienpauschale.

Reizvolle Reise: Was passiert, wenn man die Urlaubsorte der Kindheit aufsucht

Viele Familien haben Traditionsorte, an die sie mit ihren Kindern fahren. Hier kennt man sich aus, hier weiß man, dass Kinder erwünscht sind, hier ist die Umgebung sicher für den Nachwuchs und die Anfahrt nicht all zu lang. Die Kinder sammeln ihrerseits an solchen festen Urlaubsorten erste prägende Eindrücke abseits der Heimat. Vieles, das hier erstmals ertastet, gerochen oder geschmeckt wird, verlässt nie wieder die Erinnerung.

Besonders wenn eben diese Erinnerungen unbelastet sind, kann es ein ganz besonderes schönes Gefühl sein, diese Orte als Erwachsener noch einmal aufzusuchen. Das hat jetzt auch Christoph Driessen erfahren, der als Autor für ntv.de seine langjähriges Urlaubsziel, die Insel Texel, besuchte. Trotz vieler Veränderungen, die sich in den vergangenen Jahren ergeben hätten, hätte er an jeder Ecke ein kleines "Weißt du noch ...?" gefunden. Für Driessen stand danach fest, dass er wiederkommen würde. Manche Orten prägen eben ein Leben lang.

Skiurlaub mit der ganzen Familie ist kein Problem mehr

Drei kleine Kinder sitzen in Schneeanzügen und mit Skischuhen im Schnee
Children playing in snow © Marzanna Syncerz - www.fotolia.de

In den Skigebieten nehmen die Familienangebote rapide zu. Gelockt wird mit Kinderbetreuung, Skikindergärten und Zwergenpisten. Während die Eltern ihrem Schneeabenteuer ganz ungehemmt nachgehen können, lernen die Kleinen spielend Skifahren und haben dabei die nötige Betreuung.

Dabei spielt es allerdings eine große Rolle, wie alt der Nachwuchs ist. Für jedes Alter gibt es Angebote, man sollte aber das richtige wählen. Kleine Kinder sollten deshalb am besten in einen Skikindergarten, um dort erst einmal Grundlegendes zu erlernen. Beherrscht der Nachwuchs das Ski- oder Snowboardfahren bereits, empfiehlt der Deutsche Skiverband, den Urlaubsort nach der Art der Pisten zu wählen. Es gibt immer häufiger seichtere Pisten im Angebot, die für Kindern besonders geeignet sind. Im Umfeld bietet sich dann meistens auch eine steilere Variante für die Eltern. Diese sollten es allerdings nicht darauf ansetzen, dass ihr Kind ganz besonders schnell lernt. Keinen falschen Ehrgeiz: Kinder brauchen Zeit und die sollten sie auch zur Verfügung haben.

Mit der Großfamilie in den Urlaub

Noch ist es für Großfamilien schwierig, in einem Hotel unterzukommen, doch das Angebot wächst auch hier

Familie fährt im Auto in den Urlaub
Familie im Auto verreist © Kzenon - www.fotolia.de

Eine Reisebuchung übers Internet oder Reisebüro ist für die meisten Menschen schnell getan. Wer als Paar oder mit ein oder zwei Kindern verreist, wird schnell das passende Hotel finden.

Anders sieht es aus, wenn es um Paare mit mehr Kindern geht. Bei Großfamilien gestaltet sich die Reiseplanung als viel komplizierter. Das Problem ist, dass die meisten Unterkünfte einfach nicht auf eine hohe Personenanzahl ausgelegt sind.

Da sind die Zimmer zu klein, das Ergänzen durch Zustellbetten wird problematisch und die Tische in den Restaurants sind ebenfalls nicht groß genug. Viele Familien entscheiden sich dann gezwungenermaßen für ein großes Ferienhaus mit Selbstversorgung, weil es einfacher zu realisieren ist.

Das Angebot für große Familien wächst

Doch der Trend, als Großfamilie (vor allem der Urlaub als Patchworkfamilie wird immer beliebter) zu verreisen, wächst und somit stellen sich auch immer mehr Veranstalter darauf ein. Mittlerweile gibt es im Internet einige interessante Seiten, auf denen man passende Angebote für die große Familie finden kann. Auch bieten bereits viele Reisebüros XXL-Reisen an und nehmen sich viel Zeit für die Buchung, um gemeinsam mit ihren Kunden den perfekten Urlaub zu finden.

Abenteuerfeeling auf Sardinen – mit dem Familienvan die schönste Mittelmeerinsel erkunden

Mit einem Zuhause auf Rädern erleben Sie Sardinen auf abenteuerliche und unabhängige Weise

Fröhliche Mutter schnallt ihre Tochter mit Teddy im Kindersitz an, der Vater beugt sich im Auto nach hinten
happy parents with little girl in baby car seat © Syda Productions - www.fotolia.de

Mit der Familie nach Sardinien – die beste Art, um die schönste der Mittelmeerinseln zu erkunden, ist ein Zuhause auf Rädern. Wer keinen eigenen Van mitbringen möchte, übernimmt am Flughafen Olbia einen komfortablen Mietwagen und fährt einfach Richtung Süden.

Panoramastraße und Traumstrände

Bereits die Küstenstraße entlang der Ostküste von Sardinien ist eine Reise wert. Erster Badestopp: der kilometerlange Strand bei Berchida. Weiter geht die Fahrt ins Supramonte-Gebirge. Der Pass schlängelt sich in mehr als 1.000 Meter Höhe durch die Berge - immer wieder von traumhaften Ausblicken unterbrochen. Aussteigen und das Panorama genießen!

Wer es abenteuerlich mag, biegt von der Straße ab und hangelt sich über gewundene Wege hinunter ans Meer. Der Van kann die Steigung problemlos schaffen, mitreisende Kinder werden beeindruckt sein.

Abwechslung und Unabhängigkeit

  • Unberührte Strände,
  • zerklüftete Berge oder
  • romantische Ortschaften;

Sardinien bietet genug Abwechslung für einen 14-tägigen Familienurlaub. Während der Süden der Insel tropisches Flair verbreitet, kann man sich in der Hauptstadt Cagliari dem typisch italienischen Dolce Vita hingeben:

Die Nächte können Familien direkt in ihrem Familienbus verbringen. Mit wenigen Handgriffen sind die Schlafplätze bereit. Oder sie schlagen einfach ihre Zelte auf und grillen am Strand.

Grundinformationen und Hinweise zu Familienreisen

  • Familienreisen - Vorbereitung, Gestaltungsmöglichkeiten und Spartipps

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Fully Packed Childrens Suitcase - clipping path included © objectsforall - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Travel - family ready for the travel for vacation © Gorilla - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Passengers on the airplane. © kasto - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Mosquito repellent / insect repellent © Maridav - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pregnant Passenger © Rafael Ben-Ari - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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