Finanzen - Bereiche, Bedeutung und Tipps zur Verwaltung

5 Geldscheine von 10-50 Euro liegen aufgefechert auf Sand mit Muscheln verziert

So behalten Sie Ihre Finanzen im Überblick - wir geben einen Einblick in das Thema Finanzen und zeigen, worauf es beim entsprechenden Management ankommt

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  • von Paradisi-Redaktion

Im Großen und Ganzen geht es beim Thema Finanzen um Geld. Neben der Bedeutung im Finanzwesen spielt es auch bei der privaten Haushaltsführunge eine Rolle - und diese ist in der heutigen Zeit zwar vom Ablauf her recht einfach, in ihrer Struktur jedoch facettenreich und vielfältig. Das Geld ist mit Kreditkarte, EC-Karte, Onlinebanking, Geldkarte und Barzahlungen leicht ausgegeben. Um dabei den Überblick zu halten, ist ein straffes Finanzmanagement unerlässlich. Lesen Sie hier, in welchen Bereichen Finanzen eine Rolle spielen und worauf in Sachen Finanzverwaltung zu achten ist.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Finanzen: eine Definition

Unter dem Begriff Finanzen werden sowohl Geldmittel als auch Vermögensanlagen subsummiert. Die Geldmittel unterteilen sich in Einnahmen und Ausgaben. Zu den Vermögensanlagen gehören vor allem:

Das ist die Habenseite. Ihr stehen auf der Sollseite die Verbindlichkeiten gegenüber. Das sind:

  • Kredite wie der Dispo-Kredit
  • der Raten- oder Rahmenkredit
  • das Bauspardarlehen

Bedeutung und Bereiche

Allgemein fallen die Begriffe Finanzwesen und Finanzwirtschaft unter den Begriff der Finanzen; im Speziellen handelt es sich um öffentliche Finanzen. Umgangssprachlich versteht man darunter Bonität und Geldmittel von Staat, Unternehmen, Ausland sowie Privathaushalten.

Spricht man von der Bedeutung der Finanzen, so ist diese schwerpunktmäßig im staatlichen Bereich zu sehen. Außerhalb dieser Staatsfinanzen lässt sich keine genaue Definition stellen; mögliche Themen sind diesbezüglich

  • Gewinne und Verluste
  • Vermögen und Geldanlagen
  • Schulden
  • Finanzierungsmöglichkeiten
  • Steuern
  • Versicherungen
  • Aktien
  • Bankgeschäfte
  • Bilanzen und Jahresabschlüsse
  • Finanzplanung
  • Liquidität sowie
  • das verfügbare Geld.

Wirtschaftlich gesehen spricht man also von eingenommenen und ausgegebenen Geldern, während umgangssprachlich von Geld, das man zur Verfügung hat, die Rede ist.

Das Finanzwesen im Überblick

Um sich einen besseren Überblick über das Thema Finanzen zu verschaffen, kann es hilfreich sein, sich die unterschiedlichen Berufsfelder im Finanzwesen, welches sich mit allen Teilbereichen des Themas Finanzen beschäftigt, einmal anzusehen. Gebraucht werden in dem Sinne Menschen, die zum einen gut mit Zahlen umgehen können; der Schwerpunkt liegt aber natürlich auf Geld und seinen Bewegungen.

Man unterscheidet zwischen dem öffentlichen und privaten Finanzwesen. Im öffentlichen Finanzwesen - der Finanzwirtschaft - befasst man sich mit den staatlichen Haushaltsregelungen; geführt wird es vom Finanzministerium.

Es lassen sich fünf Teilbereiche des Finanzwesens ausmachen. Davon werden jedem eigene Aufgaben und Funktionen zugeschrieben.

  • das Rechnungswesen: überwacht und erfasst sämtliche Geld- und Leistungsströme
  • die Finanzwirtschaft: befasst sich mit den Möglichkeiten eines Unternehmens, Geld zu erwirtschaften und dieses dementsprechend weiter einzusetzen
  • die Liquiditätssicherung: stellt die Verfügbarkeit einer ausreichenden Menge von Finanzmitteln sicher
  • Treasury (Schatzamt): sorgt für den Aufbau von Sicherheiten für die Abmilderung von finanziellen Risiken bei einer möglichen Krise
  • Controlling: koordiniert und steuert Zielausrichtung von Prozessen

Im öffentlichen Finanzwesen steht die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben im Zentrum. Natürlich spielen diesbezüglich auch Gesetze eine Rolle, denn diese beeinflussen das Finanzwesen hierzulande immens.

Generell gilt das Finanzwesen als Faktor, der stets mit einbezogen werden muss, da es die Basis für sämtliche Geschäfte bildet. Als örtliche Behörde für die Finanzverwaltung gilt das Finanzamt.

Der Umgang mit Zahlen und Geld ist für einen Beruf im Finanzwesen wichtige Voraussetzung
Der Umgang mit Zahlen und Geld ist für einen Beruf im Finanzwesen wichtige Voraussetzung
Mögliche Jobs

So komplex das Thema Finanzen ist, so vielfältig ist auch das Berufsfeld. Zu den möglichen Jobs im Finanzwesen zählen beispielsweise:

  • Buchhalter: verwaltet sämtliche finanzielle Unterlagen eines Unternehmens
  • Steuerberater: kümmer sich um sämtliche steuerliche Belange von Privatpersonen oder Firmen
  • Insolvenzberater: prüft und überwacht Insolvenzverwaltung und Liquidation eines Unternehmens
  • Wirtschaftsprüfer: prüft Bilanzen und Jahresabschlüsse eines Unternehmens
  • Controller: analysiert Einsparpotentiale und behält einen Überblick über die Kosten
  • Finanzberater: berät in unterschiedlichen finanziellen Bereichen

Neben dem öffentlichen Finanzwesen spielt auch der private Umgang mit seinen finanziellen Möglichkeiten eine bedeutende Rolle - auf dieses Thema gehen wir im Folgenden ein...

Finanzmanagement, um die Haushaltskasse in den Griff zu bekommen

Gutes Haushalten mit den Finanzen will gelernt sein. Um mit seinem Budget auszukommen, ist die richtige Verwaltung des Geldes sehr wichtig.

Jeder Privathaushalt ist individuell strukturiert und nach eigenen Kriterien organisiert. Im Singlehaushalt kann anders gewirtschaftet werden als in einer mehrköpfigen Familie. An der Finanzierung eines mehrgeschossigen Eigenheims für drei Generationen sind oftmals zwei von ihnen direkt beteiligt.

Vor allem Familien mit Kindern haben häufig das Problem, das Familiengeld gut einzuteilen. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, die Finanzen übersichtlich zu verwalten und dabei am Ende sogar noch Geld einzusparen.

Finanzmanagement heißt in diesem Sinne, die Haushaltskasse mit ihren unterschiedlichen Einnahmearten sowie den laufenden, sporadischen bis hin zu jährlich einmaligen Ausgaben im Griff zu behalten. Das klingt so logisch wie normal.

Besonders im Privathaushalt gilt der Grundsatz, dass die Ausgaben nicht höher sein dürfen als die Einnahmen. Der Wirtschaftszeitraum ist in den meisten Fällen der Kalendermonat. Das ergibt sich aus der Haupteinnahmequelle mit:

  • Arbeitslohn
  • Angestelltengehalt
  • Beamtenbesoldung
  • Rente
  • Transferleistung

Einnahmen, die für den allgemeinen Lebensbedarf gedacht sind, werden monatlich gezahlt.

Das Management der privaten Haushaltskasse sollte möglichst nur einer Person obliegen
Das Management der privaten Haushaltskasse sollte möglichst nur einer Person obliegen

Ein Sparkonto anlegen

Um das Familiengeld für die Zukunft zu verwalten, ist es ratsam, ein Sparkonto anzulegen. Auf dieses Konto wird dann Geld für bestimmte Notfälle wie zum Beispiel

deponiert. Haben beide Partner ein Einkommen, sollte möglichst die dreifache Summe der Ausgaben, die pro Monat anfallen, als Notreserve angelegt werden. Dabei empfiehlt es sich, auch an Geld für die Kinder oder die Altersvorsorge zu denken.

Bei der Erstellung des Budgets ist es sinnvoll, möglichst ausgewogen vorzugehen. Das heißt, dass man entscheidet, welche Ausgaben wirklich notwendig sind und welche nicht.

Kommt es einmal zu Fehlern oder Missmanagement, sollte man sich dieses auch eingestehen und daraus lernen. Außerdem ist es besser, finanzielle Probleme nicht zu verheimlichen, sondern immer mit dem Partner zu besprechen. Dabei ist es sinnvoll, sich gemeinsame Ziele zu setzen und das Finanzmanagement regelmäßig zu überprüfen.

Finanzen und Selbstständigkeit

Der selbstständige Unternehmer ist in einer etwas anderen, und zwar flexibleren Situation. Seine Einnahme zur privaten Lebensführung ist die Privatentnahme vom Firmenkonto. Er kann selbst entscheiden, wann und in welcher Höhe er eine Umbuchung vom Firmenkonto auf das Privatkonto vornimmt.

Da die meisten laufenden Ausgaben im Monatsrhythmus fällig werden, bietet sich auch hier eine monatliche Privatentnahme an. Deren Höhe bestimmt sich einerseits nach dem Ermessen des Selbstständigen, andererseits aber auch nach der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens.

Wenn auf dem Firmenkonto keine ausreichende Liquidität vorhanden ist, oder wenn die Umsätze keinen ausreichend hohen Gewinn abwerfen, dann fällt die Privatentnahme dementsprechend niedrig aus. Jetzt "mehr Geld aus dem Geschäft zu ziehen", wie es genannt wird, wäre kontraproduktiv. Das privat entnommene Geld wird verbraucht und fehlt auf dem Firmenkonto.

Ausgaben im Privathaushalt

Die Ausgaben im Privathaushalt werden zu unterschiedlichen Terminen fällig. Abhängig von der Kostenart ist das monatlich, viertel-, halb- oder jährlich der Fall.

Bestritten werden diese Ausgaben in den meisten Fällen von den monatlichen Einnahmen. Schon an dieser Stelle ist ein gekonntes sowie diszipliniertes Finanzmanagement gefragt.

Je fester die monatlichen Einnahmen verplant und gebunden sind, umso genauer müssen anteilige Beträge für zukünftig fällig werdende Ausgaben zurückgelegt werden. Wenn mit jährlich einmaligen Einnahmen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder dreizehntem Gehalt fest gerechnet werden kann, dann können solche überlappenden Ausgaben daraus bestritten werden.

Parallele Haushaltsplanung

Das macht neben der monatlichen eine zweite, sozusagen eine parallele Haushaltsplanung notwendig. Hier muss sehr zurückhaltend gerechnet werden, weil die genaue Einnahmehöhe kaum im Vorhinein feststeht. Derartige Einmalzahlungen werden zusammen mit dem jeweiligen Monatsverdienst als Gesamtbrutto ausgerechnet und als Netto ausgezahlt.

Verwendbarer Überschuss ist der Restbetrag, der sich aus dem einmaligen Monatsnettobetrag abzüglich des normalen Nettoverdienstes ergibt. Dem Laien ist eine solche Berechnung unter Berücksichtigung von Steuern und Abgaben kaum möglich.

Haushalts- und Liquiditätsplanung

Für das private Finanzmanagement sind eine getrennte Haushalts- sowie Liquiditätsplanung so hilfreich wie notwendig. Auch mit kleinen Beträgen ab zwei oder fünf Euro muss gerechnet werden.

Die laufenden Ausgaben werden oftmals zu Terminen fällig und bar oder bargeldlos getätigt, zu denen noch nicht alle Monatseinnahmen auf dem Girokonto eingegangen sind. Hier hilft ein Habensaldo mit eigenem Erspartem, oder der Dispo-Kredit mit seinen hohen Überziehungszinsen.

Einerseits muss geplant werden, was monatlich reinkommt und ausgegeben wird - andererseits muss feststehen, wann welche Summen fällig werden beziehungsweise zur Verfügung stehen.

Für fünf oder mehr Ausgabewege wie

müssen sowohl die Termine als auch die Summen im Auge behalten werden. Bei monatlichen Einnahmen und Ausgaben im unteren oder mittleren vierstelligen Eurobereich ist das ohne eine Excel-Listenführung kaum möglich.

Nur eine Person im Haushalt mit dem Finanzmanagement beauftragen

Hinzu kommt, dass die Ausgaben in der Regel von mindestens zwei Personen veranlasst und getätigt werden. Hier muss einer wissen, was der andere tut. Letztendlich sollte für das Finanzmanagement selbst nur eine Person im Haushalt zuständig und verantwortlich sein.

Beratung und Diskussion können durchaus gemeinschaftlich geschehen - die Umsetzung sowie Überwachung, also das Finanzmanagement, obliegt verantwortlich einer Person. Sie hat die Kompetenz über die Haushaltskasse, die heutzutage deutlich mehr ist als der Bargeldinhalt von Lohntüten vergangener Jahrzehnte.

Ein Haushaltsbuch führen

Sehr hilfreich zum Verwalten der Finanzen ist das Führen eines Haushaltsbuches. Dieses lässt sich heutzutage durch entsprechende Software mit dem Computer erstellen. Auf diese Weise behält man seine Finanzen leichter unter Kontrolle.

Das Prinzip ist recht simpel. Den Einnahmen, die man im Monat hat, stellt man die Ausgaben gegenüber und macht am Monatsende Kassensturz, wodurch man sieht, was nach Abzug aller Ausgaben noch übrig bleibt.

Eine entsprechende Beratung in Anspruch nehmen

Schulden sollten nach Möglichkeit vermieden werden, was jedoch nicht immer leicht ist. Kommt man alleine nicht zurecht, ist es empfehlenswert, sich von einer speziellen Beratungsstelle einen Finanzplan erstellen zu lassen, der auf die familiären Verhältnisse zugeschnitten ist.

Ein solcher Haushaltsplan sollte dann unbedingt eingehalten werden, selbst dann, wenn man dadurch vorübergehend auf bestimmte Dinge oder Wünsche verzichten muss. Hilfreich ist auch eine gute Finanz- und Steuerberatung, die Wege zum Geldsparen oder zum Anlegen von Geld aufzeigt. Darüber hinaus sollte man sich gut überlegen, wo im Haushalt noch Einsparmöglichkeiten bestehen.

Worauf es bei der Verwaltung der eigenen Finanzen sonst noch ankommt, haben wir auf den Unterseiten dieses Artikels für Sie zusammengestellt. Im Folgenden zeigen wir Ihnen anhand einiger Beispiele, wie man mit seinem Geld richtig haushalten kann...

Frühjahrsputz im Aktenordner – welche Unterlagen sollten aufgehoben werden?

Junge Frau am Schreibtisch hält Hände an Kopf, auf Tisch zwei riesige Stapel Akten
overworked woman at the office desk © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Im Laufe der Zeit sammelt sich nicht nur Staub in den Ecken, auch im Aktenschrank stapelt sich ein Sammelsurium an Papieren. Vieles kann in die Mülltonne – manche Unterlagen könnten aber später sehr wichtig sein. Tipps für mehr Übersicht im Aktenordner.

Für die Versicherung

Auch wenn man das Kleingedruckte selten liest: Versicherungsscheine sollten grundsätzlich im Ordner bleiben, ebenso wie der Versicherungsantrag. Erst wenn der Versicherungszeitraum beendet ist, kann man die Unterlagen wegwerfen.

Für die Steuer

Welche Belege Steuerpflichtige für das Finanzamt aufbewahren müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während Unternehmer ihre Bücher zehn Jahre archivieren müssen, können Privatpersonen ihre Unterlagen viel früher entsorgen. Sobald der Steuerbescheid Bestandskraft hat, dürfen Rechnungen und Co. ins Altpapier. Ausnahme: Wer mehr als 500.000 Euro Gewinn erzielt hat, muss die Nachweise sechs Jahre verwahren.

Für die Rente

Daten über rentenrechtliche Zeiten werden vom Arbeitgeber, Krankenkassen und Arbeitsämtern direkt an die Rentenversicherung gemeldet. Theoretisch kann man die persönlichen Belege also wegwerfen. Da auch die Rentenbehörde Fehler macht, empfehlen Experten jedoch, alle Bescheinigungen aufzubewahren. Das gilt auch für Unterlagen über ein Studium oder andere Ausbildungen.

Falle Abonnement - Worauf muss ich achten?

Ob Telefonanbieter, Internetdienstleister, Deutsche Bahn oder auch Fitness-Studios: Immer mehr Unternehmer bieten ihren Kunden zunehmend Abonnement-Verträge mit teilweise erheblichen (Mindest-)Laufzeiten an, um diese möglichst lange und preisstabil an sich zu binden.

Was das für die Kunden eigentlich bedeutet, machen sich die wenigsten von ihnen bei Vertragsabschluss so richtig bewusst: Sie gehen eine enorme Verpflichtung ein, die, wenn man die Kosten über die Laufzeit zusammenaddiert, oft bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit geht.

Ein Beispiel: Ein Student schließt einen Zweijahresvertrag beim Fitness-Studio für 49 Euro im Monat ab. Kosten über die gesamte Laufzeit: 1.176 Euro. Würde man ihm den Betrag auf einmal abknöpfen wollen, hätte er damit vielleicht gewisse Schwierigkeiten. Und genau diese Schwierigkeiten sind es, die ihm später unter Umständen zum Verhängnis werden können, denn was passiert, wenn er seinen Monatsbeitrag einmal nicht bezahlen kann?

Worst Case Szenario

  • Beitragsrückstand
  • Kündigung
  • Fälligstellung des Restbetrages bis zum Ende der Laufzeit
  • Mahnbescheid
  • Zwangsvollstreckung
  • Zahlungsunfähigkeit

– die Schuldenfalle ist bereits beim Abschluss des Vertrages zugeschnappt, und es hilft dann, im Zweifelsfall, nur noch der Gang zur Schuldnerberatung. Natürlich muss es nicht so laufen wie in diesem Beispiel, aber das Risiko, und das ist eben gerade so vielen jüngeren und älteren Menschen nicht bewusst, dass bei der Abwicklung eines solchen Dauerschuldverhältnisses etwas schief geht, ist einfach sehr groß. Und es nimmt natürlich noch zu, wenn man es nicht, wie in unserem Beispiel, bei einem Vertrag dieser Art belässt.

Kostenaufstellung

Hand aufs Herz: Wie viele solcher Verträge haben Sie am Laufen? Haben Sie schon einmal alle monatlichen Beträge über die gesamte jeweilige (Mindest-)Laufzeit zusammenaddiert?

  • Miete
  • Strom und Gas
  • Telefon
  • Mobiltelefon
  • eventuell Telefon-Miete
  • Internet
  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Leasing
  • Ratenzahlungen
  • Versicherungen
  • Vereinsmitgliedschaften
  • Fitness-Studio
  • Videothek

usw.? Tun Sie es mal und zählen Sie dann all diese Beträge zusammen: Es wird Ihnen nicht nur am Ende der Rechnung schwindlig, sondern schon während der Auflistung der einzelnen Posten.

Lassen Sie sich nicht auf Milchmädchenrechnungen ein

Selbstverständlich sind viele dieser Verpflichtungen unumgänglich, aber man sollte es eben immer im Hinterkopf behalten, wenn man vor der Frage steht, ob man noch eine weitere solche Verpflichtung eingehen soll, auch wenn es "nur" 5 Euro im Monat sind: Denn wie viel war das noch mal über eine Laufzeit von, sagen wir einmal, 5 Jahren?

Richtig, schon wieder 300 Euro. Vorsicht also mit allem, was nach Abonnement aussieht, und dabei nie den Gesamtbetrag über die ganze Laufzeit aus den Augen verlieren, denn dann sind Sie auf der sicheren Seite, ersparen sich mitunter Ärger und so manches graues Haar, weil die Finanzen kollabieren.

Geld: Zufrieden macht erst der Vergleich

Badewanne mit Geldscheinen, eine Frau im schwarzen Bikini darin
bath © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wer viel Geld verdient, ist nicht unbedingt glücklich. Ein Garant für Zufriedenheit ist eher, mehr zu verdienen als die Altersgenossen, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Soziologen der Universität im US-amerikanischen Pennsylvania verglichen in einer Studie Einkommen und weitere Glücksfaktoren wie zum Beispiel Gesundheit, Ausbildung und Familienstand. Dabei zeigte es sich, dass besondere Zufriedenheit entstanden war, wenn sich Teilnehmer mit ihrem Einkommen von Gleichaltrigen absetzen konnten.

Einen größeren Einfluss auf die Zufriedenheit als Geld besaß in dieser Studie jedoch die Gesundheit.

Deutsche sorgen sich am meisten um ihr materielles Wohl

Geschäftsmann sitzt am Tisch und zählt Geldmünzen
Businessman with coins © Jozsef Szocs - www.fotolia.de

Im Jahr 2007 war die größte Sorge der Deutschen die um ihr materielles Wohl. Dabei standen weder terroristische noch klimatische Probleme im Vordergrund, ebenso wenig wie Seuchen oder Kriege.

Eine Umfrage einer Versicherung ergab, dass die Sorge vor immer höher werdenden Lebensmittelpreisen bei den Deutschen auf dem ersten Platz aller aktuellen Ängste steht. Die Angst vor dem Klimawandel folgt auf dem zweiten Platz. Dieses Jahr ging die Furcht vor BSE, Aids und SARS deutlich zurück.

Der Medienexperte Bolz ist der Meinung, dass vor allem die Medien für die Ängste verantwortlich sind, die immer wieder neue Probleme aufbauschen, sobald eines behoben ist.

Studie: Deutsche kommen mit Armut schlecht zurecht

Körperausschnitt Frau zieht ihre leeren Hosentaschen, weißer Hintergrund
Pleite, junge Frau zeigt ihre leeren Taschen © bilderbox - www.fotolia.de

Deutsche Sozialleistungs-Empfänger kommen mit den Problemen, die der Alltag mit sich bringt, schlechter zurecht als türkischstämmige Mitbewohner. Dies ist das Ergebnis einer Studie, für die in einem sozial kritischen Stadtteil Kölns 239 türkische und 707 deutsche Personen befragt wurden.

So besitzen Deutsche weniger ausgeprägte soziale Netzwerke, das soziale Umfeld von Türken hingegen leidet weniger darunter. Der Studienleiter ist der Meinung, dass das Ergebnis der Studie auch auf andere deutsche Großstädte übertragen werden kann.

Über Geld wird unter Freunden und Bekannten nicht geredet

Auch heute gilt noch unter Freunden und Bekannten das alte Sprichwort "Über Geld spricht man nicht". So ergab eine aktuelle Umfrage bei 1.060 Personen, die im Alter zwischen 18 und 65 Jahren waren, das nur 4 Prozent sich mit Freunden oder Bekannten über das Thema "Geld" unterhalten.

Aber bei dieser Befragung, die im Auftrag der comdirect bank stattfand, stellte man fest, dass gut ein Viertel der Befragten mit den Begriffen "Rezession" und "Inflation" nichts anfangen können. Aber die Hälfte der Leute sind auch der Meinung, dass sie sich mit Geld sehr gut oder gut auskennen.

Rund zwei Drittel haben etwas Geld auf der hohen Kante

Gelscheine auf einem Hotelbett, Trinkgeld für Dienstleistung
tips at hotel © ChenPG - www.fotolia.de

Die Deutschen halten ihr Geld zusammen und kaufen nur, was sie sich auch leisten können. Sparen verschafft ihnen ein Gefühl von Sicherheit. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.014 Befragten ab 14 Jahren im Auftrag der Apotheken Umschau.

So sagen mehr als acht von zehn Befragten (84,1%), dass sie weitgehend sparsam leben, sich allerdings auch mal etwas gönnen würden, sofern es ihnen Freude bereite. Mehr als zwei Drittel (67,1%) geben an, sofort mit dem Sparen anzufangen, wenn größere Anschaffungen ins Haus stehen. Ähnlich viele (63,8%) haben eine gewisse Geldsumme gespart, die ihnen ein Gefühl von Sicherheit vermittle.

Nur wenige Bundesbürger leben über ihre Verhältnisse. Jeder Vierte (25,2%) gab zu manchmal mehr Geld auszugeben als er zur Verfügung habe. Gerade einmal jeder Achte (12,6%) denkt überhaupt nicht ans Sparen, sondern kauft nach Lust und Laune.

Gute Wirtschaftsleistung eines Landes macht Bürger nicht dauerhaft glücklicher

Nahaufnahme von goldenen Münzen
Bright golden coins shot a bunch © alexlukin - www.fotolia.de

Mehr Geld und mehr Wirtschaftswachstum bedeutet nicht zwangsläufig eine glücklichere Gesellschaft. Wissenschaftler an der amerikanischen University of Southern California (Los Angeles) werteten jetzt Ergebnisse aus verschiedenen internationalen Studien aus. Dabei wurden neben Industrieländern auch Staaten aus Asien, Afrika sowie Osteuropa und Lateinamerika mit einbezogen. Durchschnittlich wurde dort 22 Jahre lang das Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt errechnet.

Zusätzlich wurde die Zufriedenheit der Befragten mit standardisierten Fragebögen gemessen. Das Ökonomenteam rund um Wissenschaftler Richard Easterlin stellte fest, dass die Lebenszufriedenheit der Bürger - unabhängig von Staatsform und historischer Vergangenheit eines Landes - nirgendwo dauerhaft mit der Wirtschaftsleistung zusammenhing.

Wohl kam es zu Übergangsphasen, etwa bei Ländern wie Südkorea und Russland, wo wirtschaftliches Wachstum in jüngerer Vergangenheit erstmals oder in besonderer Weise bei den Bürgern ankam, diese sind jedoch vorbei.

Schlechtes Betriebsklima durch Bonuszahlungen

Bei Aufsicht auf Zusatzzahlungen kann es unter den Angestellten zu Sabotage kommen

Zwei schwarz gekleidete Frauen in Büro arbeiten am Laptop im Besprechungsraum, eine arbeitet an der Flipchart
schulung 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Boni für gute Arbeitsleistungen verschlechtern das Arbeitsklima. Das behauptet der Professor für Wirtschaftsethik Bernd Irlenbusch von der Universität Köln. Hohe Lohnunterschiede führen nämlich zu vermehrter Sabotage und schaden so dem Unternehmen. Irlenbusch belegt seine These durch einen Versuch, den er mit 336 Testpersonen durchgeführt hat.

Es kann zu Sabotage unter den Mitarbeitern kommen

Die Probanden übernahmen die Rolle von Mitarbeitern einer Abteilung. Der Mitarbeiter mit der besten Leistung sollte den höchsten Bonus erhalten. Die Aussicht auf eine finanzielle Belohnung zeigte Wirkung. Je höher ihr möglicher Bonus, desto mehr strengten sich die Mitarbeiter an.

Es trat jedoch auch ein zweiter Effekt auf. Mitarbeiter versuchten, ihre Kollegen zu sabotieren, um ihre Stellung innerhalb der Abteilung zu verbessern.

"Je höher der Bonus war, desto mehr strengten sich die Mitarbeiter an", erklärt Professor Irlenbusch, "aber auch die Sabotage wuchs, und die stieg im Verhältnis stärker an als die Produktivität der Mitarbeiter." Folge: Mitarbeiter mieden und verweigerten die Zusammenarbeit mit ihren Kollegen. Das Gesamtergebnis der Abteilung verschlechterte sich.

Effiziente Arbeitsweise auch durch die richtige Kommunikation möglich

Die Wissenschaftler bewiesen aber auch, dass "Sabotage" durch bessere Kommunikationswege zwischen den Mitarbeitern merklich zurückging. Die Studie belegt, dass ein Team mit funktionierender Kommunikation auch ohne Bonuszahlungen effizienter arbeitet. Ein Bonussystem kann die Arbeitsleistungen in diesen Teams noch steigern. Unternehmer sollten die negativen Folgen von Boni auf alle Fälle nicht aus den Augen verlieren, raten die Forscher.

Irlenbusch hat an der Universität Köln ein besonderes Belohnungssystem eingeführt, das möglicherweise Vorbildcharakter für andere sein kann. "Bei besonders guter Teamleistung habe ich schon mal einen Kuchen spendiert oder das Team mit einem gemeinsamen Ausflug entlohnt", sagt er.

Die reichen Deutschen

Euro-Geldscheine über offenen Händen - Erfolg und Gewinn im Beruf
gewinn © vege - www.fotolia.de

Das gesamte Vermögen der deutschen Privathaushalte beträgt zurzeit knapp 10 Billionen Euro, wobei allein 4,7 Billionen Euro reines Bargeld ist. Aber das bedeutet auch, dass das meiste Vermögen in Immobilien angelegt ist.

Wenn man ein Viertel von diesem Vermögen nehmen würde, so ließe sich die gesamte deutsche Staatsverschuldung damit begleichen. Von den etwa 10 Billionen Euro müsste man aber noch etwa 1,5 Billionen Euro an Krediten abziehen, so dass dann rein Netto etwa 8,5 Billionen Euro übrig wären. Wenn wir dieses Vermögen noch auf die gesamten EU-Mitgliedsstaaten aufteilen würden, so würden die Staatsschulden der 27 Mitgliedsländern fast damit beglichen werden können.

Dies hat der Bundesverband Deutscher Banken ausgerechnet, wobei hier privates Vermögen in Kunstwerken, Autos und Schmuck dabei außen vor blieben. Die meisten deutschen Verbraucher legen ihr Erspartes aber hauptsächlich in Bargeld, Sparbüchern und Festgeldkonten und auch bei Lebensversicherungen an und nur fünf Prozent werden in Aktien investiert. Besonders in den letzten 20 Jahren hat sich das Geldvermögen fast um das Dreifache erhöht.

Geld beeinflusst die Zufriedenheit und macht glücklich

Sparen - Frau legt Geldmünzen aufeinander
Frau mit Münzstapel beim Geld sparen © Gina Sanders - www.fotolia.de

Amerikanische Forscher der Universität Chicago sind jetzt der Frage nachgegangen, inwiefern Geld die Menschen glücklich macht. In erster Linie hängt es von der jeweiligen Person ab, ob ein hohes Einkommen ihr Leben glücklicher macht. Dabei fühlen sich vor allem neurotische Menschen zufriedener, wenn sie finanziell gut aufgestellt sind.

Für die Untersuchungen werteten die Wissenschaftler Datensätze von diversen sozio-ökonomischen Studien aus, an der sich über 43.000 Menschen aus Australien sowie Großbritannien und Deutschland beteiligten. Neben dem Gehalt und der Lebenszufriedenheit wurden auch diverse Persönlichkeitseigenschaften wie die Verträglichkeit, Extraversion sowie der Neurotizismus unter die Lupe genommen.

Bei vielen Studienteilnehmer wurde festgestellt, dass sie mit mehr Geld in der Tasche tatsächlich zufriedener in ihrem Leben sind. Vor allem bei den Auswertungen der deutschen Studien zeigte sich ein starker Zusammenhang zwischen einem hohen Verdienst und der allgemeinen Lebenszufriedenheit.

Reich und glücklich: Ein gefüllter Geldbeutel beschert erfülltes Liebesglück

Mann hält Kondom hinter seinem Rücken, im Hintergrund lächelnde Frau - Safer Sex
Safer Sex © Kzenon - www.fotolia.de

Spanische Forscher haben in einer Umfrage herausgefunden, dass erfüllte Sexualität auch mit dem Geldbeutel der Menschen zu tun hat. Sie befragten dazu 10.000 Menschen.

Die Zusammenhänge können die Forscher nur vermuten. So gehen sie davon aus, dass Menschen in finanzieller Sicherheit, besser wissen, was die eigenen Bedürfnisse sind. Sie haben die Möglichkeit, ihre Sexualität nach eigenen Vorstellungen auszuleben und wissen auch über Verhütungsmittel Bescheid.

Insgesamt gaben 90 Prozent der Teilnehmer an, mit ihrem Liebesleben entweder „sehr“, oder mindestens „recht zufrieden“ sind. 95 Prozent der Befragten zeigten sich mit „ihren sexuellen Beziehungen im vergangenen Jahr glücklich“.

Befragung spiegelt Gesellschaft wieder

Alle Zahlen spiegeln ein positives Bild und doch gibt es Unterschiede, je nach gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Stellung und auch hinsichtlich der Geschlechter.

Diejenigen, die sexuell weniger Zufriedenheit zeigten, sind auch diejenigen, die wirtschaftlich schlechter gestellt waren. Darunter waren auffallend viele Frauen, die oftmals Opfer von sexueller Gewalt waren und ihr erstes sexuelles Erlebnis als unbefriedigend angaben.

In Europa liegt Deutschland bei der ungleichen Verteilung des Vermögens an der Spitze

Hände, die das leere Scheinfach eines schwarzen Portemonnaies öffnen
leere Brieftasche © Lars Koch - www.fotolia.de

Wie eine neue Studie vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, ist in Deutschland das Vermögen ungleich verteilt, so dass wir damit in Europa leider an der Spitze stehen.

Arbeislosengeld II als Ursache für Ungleichheit

Für diese Ungleichheit ist aber in der Hauptsache die Regelung beim Bezug von dem Arbeitslosengeld II schuld. Etwa gut 20 Prozent der Erwachsenen haben kein Vermögen, während ein Prozent der Bevölkerung ein Vermögen von wenigstens 800.000 Euro pro Person besitzt.

Ermittlung des Gini-Koeffizienten für europaweiten Vergleich

Für die Berechnung beim europäischen Vergleich haben die Studienautoren einen sogenannten Gini-Koeffizient ermittelt, wobei der Wert "1" das Maximum darstellt und der Wert "0" das Minimum. Deutschland hat nach der Berechnung zufolge einen Koeffizienten von 0,78, was aber von den USA noch mit einem Wert von 0,87 übertroffen wird.

Auch in früheren Studien hatte man in Deutschland die ungleiche Verteilung schon festgestellt, doch hatten beispielsweise im Jahr 2002 die Arbeitslosen im Durchschnitt noch ein Vermögen von 30.000 Euro auf ihrem Konto, heute sind es nur noch 18.000 Euro.

Erhalt des Arbeitslosengeldes nur bei Minimierung des Vermögens

Dies liegt wohl auch daran, dass vor der Bewilligung des Arbeitslosengeldes II, zuerst der Antragsteller ein Teil seines Vermögen aufbrauchen muss. So hatten im Jahr 2012 zirka zwei Drittel der Arbeitslosen kein Vermögen mehr und viele sogar noch Schulden.

Im Endeffekt haben zirka 47 Prozent der Erwachsenen in Deutschland ein Vermögen in Höhe von durchschnittlich 29.000 Euro, ein Teil davon in Versicherungen oder Bausparverträgen.

OECD warnt vor wachsender Kluft zwischen Arm und Reich

OECD fordert Maßnahmen gegen die zunehmende Ungleichheit zwischen Arm und Reich in Deutschland

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft in Deutschland immer weiter auseinander. Einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge verdienen die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung sieben Mal so viel wie die ärmsten zehn Prozent, Mitte der 1980er-Jahre lag das Verhältnis noch bei 5:1.

Die OECD-Staaten

In den übrigen OECD-Staaten verlief die Entwicklung laut der Untersuchung ähnlich: Verfügte das reichste Zehntel der Bevölkerung vor 30 Jahren noch über das siebenfache Gehalt der ärmsten zehn Prozent, liegt das Verhältnis heute bei 9,5:1. Der OECD gehören 34 Länder an, hauptsächlich Industriestaaten.

Maßnahmen gegen die Ungleichheit

Die OECD fordert daher Maßnahmen gegen die Ungleichheit. Dauerhaftes Wirtschaftswachstum sei nur dort möglich, wo alle Schichten der Bevölkerung gleiche Chancen auf einen gesellschaftlichen Aufstieg besitzen. Schon jetzt könnte es der Wirtschaft besser gehen, wenn die Kluft zwischen Arm und Reich auf dem Niveau der 1980er-Jahre liegen würde.

Testament selbst verfassen – was muss man beachten?

Für das Verfassen eines Testaments braucht man nicht viel - aber ein paar Dinge gilt es zu berücksichtigen

Alte Frau sitzt am Schreibtisch und schreibt
Senior woman writing © Konstantin Sutyagin - www.fotolia.de

Wer sein Vermögen in die richtigen Hände übergeben möchte, macht schon zu Lebzeiten ein Testament. Der Gesetzgeber begrüßt das ausdrücklich. Damit der letzte Wille juristisch verbindlich ist, gibt es aber einiges zu beachten.

Welche Form?

Für ein rechtsgültiges Testament benötigt man nur ein Blatt Papier und einen Stift. Der Text muss darauf komplett per Hand verfasst sein – am besten in einer leserlichen Schrift. Unten drunter gehören Angaben zu Ort und Datum sowie die Unterschrift. Ein gedrucktes Testament hat vor Gericht selten Bestand.

Bei größeren Vermögen oder komplexen Regelungen empfiehlt es sich allerdings, das Testament mit einem Notar zu erstellen. Dieser leitet das Schreiben automatisch an das Amtsgericht weiter, wo es nicht verloren gehen kann. Um die Aufbewahrung eines handschriftlichen Testaments muss sich der Erblasser dagegen selbst kümmern.

Wie aufbewahren?

Zur Wahl stehen eine kostenpflichtige Lagerung beim Amtsgericht oder die Aufnahme ins bundesweite Testamentsregister. Wer seinen Hinterbliebenen einen schnellen Zugriff ermöglichen möchte, kann das Testament im eigenen Safe oder einer Dokumentenmappe lagern. Dann sollte aber mindestens ein Angehöriger wissen, wo das Schriftstück zu finden ist.

Wer darf erben – wer muss erben?

Haustiere mögen im Alter der engste Vertraute sein – erben können sie nicht. Wer Waldi und Mieze nach dem eigenen Tod versorgt wissen möchte, kann einen Teil seines Vermögens mit der Auflage vererben, dass der Bedachte sich um das Tier kümmert. Beispiel: Die Enkeltochter erhält das Auto, muss dafür aber den Hund betreuen.

Auch Mitarbeiter in Seniorenheimen sind vom Erbrecht ausgeschlossen. Mehr als ein kleines Geschenk zum Geburtstag oder Weihnachten dürfen sie nicht annehmen. Anders als ambulante Pflegekräfte. Seriöse Pflegedienste haben hier aber Verträge, die ihren Mitarbeiter die Annahme von Geschenken oder Erbschaften verbieten.

Wer keine Angehörigen hat

Darüber hinaus können Vermögende ihren Nachlass beliebig verteilen. Neben

können etwa auch juristische Personen wie Stiftungen und Vereine als Erbe eingesetzt werden. Ehegatten und Kinder behalten aber in jedem Fall ihr sogenanntes Pflichtteilsrecht: wird ihnen im Testament weniger als der gesetzliche Erbteil vermacht, können sie die Differenz von den anderen Erben einfordern.

Pflichtteil beachten

Nicht erfüllte Pflichtteile führen in der Praxis oft zu erbitterten Auseinandersetzungen, die nicht selten vor Gericht enden. Wer Streit unter den Erben vermeiden möchte, sollte deshalb die gesetzlichen Ansprüche von Kindern und Ehepartnern beachten.

Das schont auch diejenigen, die der Erblasser außerhalb der Familie bedenken wollte. Sonst müssen sie mindestens einen Teil des ihnen zugedachten Vermögens gleich für Anwalts- und Gerichtskosten aufwenden.

Enterben kaum möglich

Einen Pflichtteilsberechtigten komplett zu enterben ist nur in Ausnahmefällen möglich. So muss der Betroffene sich eines schweren Vergehens gegen den Erblasser schuldig gemacht haben, etwa

Ein liederlicher Lebenswandel, kleinere Diebstähle oder undankbares Verhalten reichen zum Enterben nicht aus.

Soziales Experiment - sichtbarer Reichtum schwächt die Gemeinschaft

In einer "idealen Gesellschaft" herrschen für alle Mitglieder die gleichen Chancen und der selbe Wohlstand

Fliegende Euroscheine auf blauem Hintergrund, Geld
Flying money © Fantasista - www.fotolia.de

Soziale Ungleichheit wirkt sich nachteilig auf den Wohlstand und die Kooperation einer Gemeinschaft aus. Das gilt insbesondere, wenn der Reichtum Einzelner öffentlich sichtbar wird. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher mit einem Experiment in sozialen Netzwerken.

Die ideale Gesellschaft bietet allen Mitgliedern die gleichen Chancen und den selben Wohlstand. Tatsächlich nimmt die Kluft zwischen armen und reichen Bevölkerungsgruppen aber immer weiter zu. Wenn die Wohlhabenden ihr Vermögen öffentlich zur Schau stellen, verstärkt sich dieser Effekt.

Was fördert soziale Ungleichheit?

Um zu untersuchen, wie soziale Ungleichheiten entstehen, baten US-Forscher mehr als 1.700 Teilnehmer zu einem spielerischen Experiment. Nachdem sie die Teilnehmer in Gruppen zu jeweils 17 Mitgliedern geteilt hatten, erstellten sie verschiedene Regeln für ein soziales Netzwerk.

Zum Spielstart war jeder Proband mit fünf anderen Mitgliedern seiner Gruppe als "Freund" verbunden und verfügte über eine bestimmte Geldsumme. In mehreren Spieldurchgängen ging es anschließend darum, das eigene Vermögen oder das Vermögen der Gruppe zu mehren.

Kooperation oder Eigennutz?

Wenn alle Beteiligten kooperierten, hatten sie die Chance, pro Durchgang einen Bonus von 100 Geldeinheiten einzustreichen. Voraussetzung: jeder Teilnehmer verzichtete in diesem Durchgang auf 50 eigene Geldeinheiten. Wer sein Geld behalten wollte, konnte für eine Runde aussetzen.

Nach jedem Durchgang erfuhren die Teilnehmer, wie sich die anderen Mitglieder ihrer Gruppe verhalten hatten - und sie durften bis zu drei Mitglieder aus ihrer Freundesliste löschen oder neu hinzufügen. Um die soziale Dynamik bei verschiedenen Konstellationen zu prüfen, gaben die Wissenschaftler außerdem vier unterschiedliche Anfangsbedingungen:

  1. gleicher Wohlstand für alle oder
  2. eine vorgegebene Ungleichheit,
  3. geheime Konten oder
  4. eine Offenlegung der Finanzen.

Reichtum spaltet

Die besten Ergebnisse erzielten Gruppen, in denen alle Mitglieder kooperierten. Ob dabei anfangs Ungleichheit oder Gleichheit herrschte, hatte nur einen geringen Effekt. Zwar waren die Teilnehmer, die bereits am Start mehr Geld hatten, am Ende immer noch reicher als ihre Mitspieler, aber auch deren Wohlstand hatte sich gesteigert.

Diejenigen Gruppen, in denen das Vermögen der Mitglieder offen sichtbar war, kooperierten dagegen weniger – insbesondere, wenn sie bereits mit ungleichen Bedingungen starteten. Vor allem die Wohlhabenden entschieden sich häufiger, aus dem Spiel auszusteigen, um ihr Vermögen zu bewahren.

Entsprechend änderte sich die Vernetzung innerhalb der Gruppe: die Ärmeren schlossen sich zu separaten Freundesgruppen zusammen und kooperierten fast nur noch untereinander. Im Resultat nahm der Gesamtwohlstand der Gruppe ab.

Wie vererbe ich richtig - Antworten auf die häufigsten Fragen

So klären Sie das Erbe bereits vor Ihrem Tod und vermeiden einen späteren Erbschaftsstreit

Pflegerin hält die faltige, rechte Hand einer bettlegerichen, alten Frau
Seniorin mit Pflegerin © bilderbox - www.fotolia.de

Gedanken an die eigene Endlichkeit sind unangenehm. Viele Menschen schrecken deshalb davor zurück, ihre letzten Dinge zu regeln. Dabei lässt sich der Nachlass nur nach persönlichen Wünschen aufteilen, wenn man rechtzeitig vorsorgt. Aber was ist bei einem Testament zu beachten, und wie erreiche ich, dass mein Wille sich tatsächlich durchsetzt?

Testament – ja oder nein?

Die Hemmschwelle für einen Besuch beim Notar ist hoch. Wer noch einigermaßen gesund ist, schiebt den Termin gerne auf – so, als ließe sich damit auch das unausweichliche Ende des Lebens aufschieben. Doch irgendwann ist es zu spät, und oft endet das Erbe dann im Streit. Oder das Vermögen wird so aufgeteilt, wie man es niemals wollte. Nahezu alle Menschen, die ein Testament erstellt haben, sind deshalb erleichtert, wenn das Thema endlich erledigt ist.

Sollen die Erben im Testament gleichmäßig bedacht werden, empfiehlt es sich, vorab offen zu reden.

  • Wer würde das Elternhaus gern übernehmen,
  • welche Gegenstände liegen den einzelnen Kindern besonders am Herzen?

Solche Gespräche können belastend sein, sie klären aber die Situation. Wenn Eltern und Kinder sich gemeinsam an einen Tisch setzen, reduziert das außerdem das Risiko von späterem Streit.

Wer seine Kinder oder andere Familienmitglieder unterschiedlich bedenken möchte, kann den Nachlass auch im Stillen regeln. Niemand muss sich schon zu Lebzeiten einem Erbstreit mit den Kindern aussetzen. Sinnvoll ist es allerdings, wenn man seine Entscheidungen im Testament erklärt. Auch ein beigelegter Brief kann Konflikte zwischen den Erben verhindern. Je zerstrittener eine Familie ist, desto wertvoller wird der Rat eines Notars.

Wie frei kann ich entscheiden?

Wer Vermögen hat, kann darüber frei verfügen. Das gilt zu Lebzeiten und auch nach dem Tode. Im Gegensatz zu anderen Ländern kennt Deutschland allerdings ein sogenanntes Pflichtteilrecht. Es soll verhindern, dass pflichtteilberechtigte Erben (in aller Regel Kinder, Ehepartner) am Ende leer ausgehen.

Um Streit zu verhindern, sollten Sie deshalb darauf achten, dass diese Personen ihr Pflichtteil bekommen. Sonst müssen die anderen Erben für einen finanziellen Ausgleich sorgen. Ob ein Anspruch ergänzende Zahlungen besteht, ist Thema von vielen und teuren Gerichtsverfahren.

Die Höhe des Pflichtteils beträgt 50 Prozent des gesetzlichen Erbteils. Sind einzelne Erben auf ihr Pflichtteil reduziert oder fordern ein Restpflichtteil, können sie allerdings keine konkreten Gegenstände aus dem Nachlass verlangen. Es besteht lediglich Anspruch auf Geldzahlung.

Zur Entscheidungsfreiheit gehört auch das Recht, einzelne Erben mit Auflagen zu versehen. Beispiel:

  • Sohn Peter soll das Elternhaus erben und sich dafür um meinen Hund kümmern.
  • Oder die Tochter erhält als Dank für Pflege der Eltern das Wertpapierdepot und den Familienschmuck.

Auch ein lebenslanges Wohnrecht in einer vererbten Immobilie lässt sich anordnen.

Welchen Vorteil haben Vermächtnisse?

Juristisch unterscheidet man bei einem Testament zwischen einer Teilungsanordnung und Vermächtnissen. Erstere weist den Erben einzelne Gegenstände zu, die sie sich auf ihr Erbteil anrechnen lassen müssen. Bekommt ein Erbe wertmäßig mehr als ihm rechtlich zusteht, muss er einen Anteil abgeben. Vermächtnisse gelten dagegen nicht als Teil der Erbmasse, folglich müssen die Bedachten keinen Ausgleich zahlen.

Wenn der Enkelsohn 10.000 Euro und das Auto erhalten soll, handelt es sich also um ein Vermächtnis. Auch Erben können mit einem sogenannten Vorausvermächtnis besonders bedacht werden.

Da unklare Formulierungen hier oft zu Rechtsstreit führen, sollten Sie sich beraten lassen. Auch Pflichtteilsansprüche müssen bedacht werden. Falls Auto und Bankkonto das wesentliche Vermögen des Erblassers ausmachen, haben die pflichtteilberechtigte Erben eventuell Anspruch auf finanziellen Ausgleich.

Wie können sich Ehepartner absichern?

Ehepartner können sich mit einem "Berliner Testament" gegenseitig zu Alleinerben einsetzen. So ist gesichert, dass der überlebende Partner finanziell abgesichert ist. Allerdings: Die Kinder können bereits nach dem Tod des ersten Elternteils ihren Pflichtteil verlangen.

Wer den Ehepartner vor diesem Risiko schützen möchte, sollte Pflichtteilsstrafklausel in das Testament aufnehmen. Sie besagt, dass Kinder, die beim ersten Todesfall ihr Pflichtteil fordern, beim Versterben des letzten Elternteils auch nur Anspruch auf ihren Pflichtteil haben.

Im "Berliner Testament" können Paare außerdem festlegen, was der überlebende Ehepartner mit dem Nachlass machen darf. Soll er frei über das Vermögen verfügen dürfen? Oder wollen Sie sicherstellen, das am Ende die Kinder alles erben? Dann müssen Sie die Verfügungsfreiheit des Ehepartners einschränken und Ihre Kinder als Schlusserben einsetzen.

Was ist eine Testamentsvollstreckung?

Mit einem Testament lassen sich bereits viele Konflikte vermeiden. Bei

  • komplizierten Vermögensverhältnissen oder
  • wenn die Familie zerstritten ist,

sollte man zusätzlich eine Testamentsvollstreckung anordnen. Das verhindert, dass einzelne Erben Zugriff auf das Vermögen bekommen. Stattdessen verteilt der Testamentsvollstrecker den Nachlass exakt nach Ihren Anordnungen. Wenn das Erbe erst berechnet werden muss, empfiehlt es sich, einen Anwalt oder Notar als Testamentsvollstrecker zu benennen. Ist der Nachlass übersichtlich, können Sie auch einen zuverlässigen Freund mit dieser Aufgabe betrauen.

Wie kann ich jemanden enterben?

Komplett enterben können Sie in Deutschland fast niemanden. Der Pflichtteilanspruch erlischt erst, wenn der Erbe Sie

  • massiv bedroht,
  • getäuscht oder
  • angegriffen

hat. Das Erbrecht bietet aber andere Wege, um untreuen Partnern oder undankbaren Kindern den Zugriff auf das Vermögen zu erschweren. So können Sie etwa Ihren Ehepartner als Vorerben einsetzen und die Kinder als dessen Nacherben. Das Vermögen bleibt dann für die Kinder unangetastet, der Partner darf lediglich Zinsen, Mieteinnahmen und andere Erträge nutzen.

Kann man trotz Demenz ein Testament erstellen?

Viele Menschen warten mit der Regelung ihres Nachlasses, bis sie schwer erkranken. Solange Sie geistig klar sind, können Sie einen Testament errichten. Bei einer fortgeschrittenen Demenz ist die Testierfähigkeit aber eingeschränkt. Die meisten Anfechtungen von Testamenten basieren auf dieser Frage: waren Vater oder Mutter noch in der Lage, ihren Willen angemessen zu bilden und zu bekunden?

Wer Sorge hat, dass die Erben ein Testament später anzweifeln, sollte möglichst frühzeitig einen Notar aufsuchen. Dieser prüft, ob sein Mandant testierfähig ist. Falls nötig, holt er eine ärztliche Bescheinigung ein. So gehen Sie sicher, dass Ihr letzter Wille später nicht angefochten werden kann.

Geld macht nicht glücklich - oder doch?

Deutsche Hirnforscher haben herausgefunden, dass Geld als soziales Vergleichsmittel glücklich macht

Geldscheine regnen vom Himmel auf eine lächelnde Frau in rot-kariertem Hemd
Geldregen © Franz Metelec - www.fotolia.de

Für unsere Lebensweise ist Geld ein entscheidender Faktor. Mit Geld finanzieren wir

und kleine Freuden wie

Dennoch ist den meisten auch klar, dass Geld nicht alles ist und man sich beispielsweise ehrliche Freunde nicht mit Geld kaufen kann.

Schnelle Gewöhnung an Wohlstand bewirkt, dass Geld nicht lange glücklich macht

Bereits 1974 belegte der Wissenschaftler Richard Easterlin, dass Menschen in reichen Ländern kaum glücklicher als jene aus armen Staaten sind. Der Grund ist, dass man sich an den Wohlstand vergleichsweise schnell gewöhnt. Diesen Effekt kennt man von Gehaltserhöhungen, wo die Freude zunächst groß ist, doch bereits im zweiten Monat hat sich das Gefühl der Selbstverständlichkeit eingestellt.

Viele Menschen stehen daher bis heute hinter dem Ausspruch: Geld macht nicht glücklich. Eine aktuelle Studie wollte es nun noch einmal ganz genau wissen und hat sich Glück und Geld zusammen angeschaut.

Geld macht glücklich - als soziales Vergleichsmittel

Hirnforscher aus Deutschland luden Probanden zu einem kleinen Experiment ein. Dabei traten die Teilnehmer in Schätzaufgaben gegeneinander an. Jeder erfuhr, wie gut er und wie gut seine Gegner abgeschnitten hatten und bekam einen kleinen Geldbetrag, wenn er richtig lag. Während des Experiments wurden Hirnscans durchgeführt und damit die Aktivität im Gehirn überwacht.

Es zeigte sich, dass das Belohnungszentrum bei Siegen schon aktiv wurde, aber die meiste Reaktion sich genau dann zeigte, wenn ein Proband insgesamt mehr Geld als seine Mitspieler bekam. Das Geld hat demnach nicht als Zahlungsmittel an sich einen Glückswert, sondern als soziales Vergleichsmittel. Wer finanziell besser als andere da steht, fühlt sich im sozial höheren Rang.

Aus diesem Grund macht das Kaufen eines neuen Produktes (z.B. eines Smartphones) an sich nicht so glücklich wie der Vergleich zu anderen Menschen, die dieses bessere Modell noch nicht haben. Man sichert sich durch Geld den besseren Sozialstand und fühlt ein Glücksgefühl der sozialen Überlegenheit.

Geldvorteile sichern: Noch an die letzten Jahrestermine denken

Alle Jahre wieder wiederholen sich bestimmte wichtige Termine zum Jahresende hin, die man am besten nicht verpassen sollte, wenn man nicht gerade Geld verschenken möchte. Hier können Sie nachlesen, um welche Termine es sich handelt und bis wann man spätestens reagieren sollte, damit der eine oder andere Geldvorteil noch gesichert werden kann.

Riester-Rente

Für alle, die "Riestern" heißt es, noch bis zum Jahresende die staatlichen Zulagen sichern. Wer diesen Termin verpasst, verliert diesen Bonus. Stellt man bei seiner Versicherung oder Bank einen so genannten Dauerzulagenantrag, dann wird das Geld automatisch auf das Konto überwiesen.

Kindergeld

Eltern, die volljährige Kinder in der Ausbildung haben und Kindergeld beziehen, sollten dringend bis zum Jahresende überprüfen, ob der zulässige Betrag aufgrund höherer Einnahmen ihres Kindes überstiegen wird.

Bereits mit nur einem Euro über dieser Freigrenze wird das Kindergeld für das komplette Jahr zurückgefordert. Fachbücher, ein neuer Laptop und weitere Abgaben mindern diese Einnahmen und sollten anhand von Belegen nachgewiesen werden.

Den Anspruch auf Kindergeld unbedingt frühzeitig überprüfen
Den Anspruch auf Kindergeld unbedingt frühzeitig überprüfen

Auto-Haftpflichtversicherung

Ist Ihre Autopolice zu teuer oder drohen steigende Beiträge? Bis zum 30. November können Sie Ihre Versicherung noch wechseln. Wichtig ist es, die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein an die Versicherung zu übersenden.

Restlicher Urlaub

Wer im laufenden JAhr nicht seinen ganzen Jahresurlaub in Anspruch genommen hat, sollte flott zu seinem Chef gehen. Dieser muss nämlich die Übernahme der noch offenen Urlaubstage in das neue Jahr nicht zwingend notwendig akzeptieren, es sei denn, Sie waren krank oder der Urlaub wurde aufgrund eines hohen Arbeitsaufkommens nicht bewilligt. Wer die freien Tage nicht noch in nehmen kann oder will, wird diesen Anspruch für das nächste Jahr nicht aufrecht erhalten können.

Dienstleistungen rund ums Haus

Muss noch die Wohnung gestrichen werden, die Fenster gereinigt oder der Garten zu neuem Glanz gelangen?

Noch bis zum Jahresende kann man Handwerker nötige Arbeiten ausführen lassen. Die Rechnungen sollten ebenfalls bis zum 31.12. bezahlt sein (Überweisung). Derartige Ausgaben können die Steuerlast um bis zu 4.000 Euro mindern.

Prämie fürs Bausparen

Gehören Sie zu den Bausparern im Land? Um die maximale Prämie einstreichen zu können, sollte man dafür sorgen, dass der höchstmögliche Beitrag noch bis zum Jahresende auf das Konto eingezahlt wird.

Maximale Prämien fürs Bausparen sichern
Maximale Prämien fürs Bausparen sichern

Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt

Zahnersatz ist eine teure Angelegenheit. Versicherte sollten mindestens einmal im Jahr nachweislich zur Vorsorgeuntersuchung des Zahnarztes gehen. Viele Versicherungen honorieren diesen zahnärztlichen Gang und das Zähne zeigen mit bis zu 30% mehr an Zahnersatz-Zuschuss.

Mögliche Änderungen im nächsten Jahr im Überblick behalten

Vieles neu macht nicht immer der Mai, sondern vielmehr das kommende Jahr selbst. Lesen Sie hier, welche möglichen Neuerungen es geben kann und wie sich diese auf Ihrem Habenkonto positiv bemerkbar machen können.

Kindergeld

Millionen von Familien können sich hier und dann durch die Kindergelderhöhungen schon ab dem ersten Monat des neuen Jahres über ein Mehr an Kindergeld freuen.

Wichtig: seit 2016 muss beim Antrag auf Kindergeld die Steuer-Identifikationsnummer des Antragstellers und des berechtigten Kindes angegeben werden. Anderenfalls wird der Antrag nicht bearbeitet und das Kindergeld wird nicht gezahlt.

In den vergangenen Jahren wurde das Geld pro Kind um 2 Euro erhöht und dies behält man auch im Jahr 2018 bei. Für das erste und zweite Kind erhält man künftig 194 Euro und für das dritte Kind 200 Euro. Für jedes weitere Kind in der Familie steigt das Kindergeld auf 225 Euro Euro monatlich an.

Zusätzlich soll nun auch der jährliche Kinderfreibetrag von derzeit 7.356 Euro auf 7.428 Euro angehoben werden. Auch die neuen Grundfreibeträge können zu einem kleinen Plus auf dem Konto führen. So steigen diese für Ledige auf 9.000 Euro und für Verheiratete auf 18.000 Euro.

Aufgrund der neuen Anhebung des Grundfreibetrages erhalten viele Eltern für volljährige Kinder ein verlängertes Kindergeld. Derselbe Freibetrag gilt zudem auch bei einem Unterhalt für Angehörige und unterstützende Zahlungen.

Versicherungen

Auch mögliche Veränderungen in diversen Versicherungen sollte man im Auge behalten. Hierzu zählen beispieslweise Sozialversicherungen und somit auch die Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung. Auch die Versicherung für das Auto kann teurer werden. Wer sich diesbezüglich rechtzeitig informiert, wird zu Beginn des neuen Jahres nicht böse überrascht und hat sich zu diesem Zeitpunkt schon darauf eingestellt.

Abgasuntersuchung

Ab 2018 müssen alle Autos zur Abgasuntersuchung gebracht werden. Hierbei geht es um die Pflicht der Endrohrmessung, die künftig alle Fahrzeuge betrifft. Und diese Messung muss bestanden werden, um über den TÜV zu kommen.

Generell ist die Rede von keinen hohen Zusatzkosten. Wird allerdings ein Defekt entdeckt, werden die Autofahrer dementsprechend zur Kasse gebeten - und nach der Reparatur steht eine erneute Überprüfung an. So gesehen müssen auch in diesem Bereich die Kosten im Blick bleiben.

Wer seine Finanzen im Überblick behält, wird keine bösen Überraschungen erleben - wie und wo man am besten sparen kann, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Bei unfairen Geschäften ist im Gehirn das Zentrum für Ekel und Empörung aktiv

Händeschütteln weiße und farbige Hand zweier Männer im Anzug, weißer Hintergrund
hand-shake © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wie tröstlich: Faires Miteinander entspricht menschlichen Grundbedürfnissen. Zu diesem Schluss kamen Wissenschaftler der Universität von Kalifornien bei Experimenten mit Studenten. Wie das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" berichtet, verfolgten sie, was sich im Gehirn der Testteilnehmer bei fairen und unfairen Geldgeschäften tat.

Es zeigte sich, dass die Belohnungsregion deutlich aktiver wurde, wenn sie das Geld gerecht zwischen sich aufgeteilt hatten. Bei ungerechten Angeboten erwiesen sich jene Hirnareale als aktiver, die Empfindungen wie Ekel und Empörung steuern. Ein faires Angebot macht demnach ähnlich glücklich wie das Verspeisen des Lieblingsgerichtes.

Geld vom Sparbuch der eigenen Kinder abheben - absolut tabu!

Kleiner Junge sitzt auf dem Boden und leert ein pinkes Sparschwein
Junge leert sein Sparschwein © WS-Design - www.fotolia.de

Auch wenn das Geld noch so knapp ist - das Geld der eigenen Kinder ist für die Eltern absolut tabu! Einem Urteil des Landgerichts Coburg zufolge dürfen Eltern auf keinen Fall über die Ersparnisse ihrer Sprößlinge verfügen, auch wenn sie sich im Besitz eines Sparbuchs ihrer minderjährigen Kinder befinden.

In der Regel finden sich nämlich auf den Sparbüchern der Kinder Geldgeschenke von Verwandten, Freunden und Bekannten und die zählen eindeutig zum Besitz des Kindes. Einzige Ausnahme: Die Eltern haben in regelmäßigen Abständen Geld auf das Konto ihrer Kindes eingezahlt, über das sie im Notfall wieder verfügen dürfen.

Sparbücher der Kinder sind für die Eltern Tabu

Eltern dürfen nicht über das Geld auf dem Sparbuch derer Kinder verfügen

Hände schützend um kleines Sparschwein gelegt
Protect your money © Jakub Krechowicz - www.fotolia.de

Wenn ein Kind ein Sparbuch besitzt und dort Geldgeschenke, beispielsweise zu Geburtstagen oder Weihnachten, einzahlt, so dürfen die Eltern über dieses Geld nicht verfügen.

Wer das Sparbuch aufbewahrt, ist unerheblich

So musste jetzt ein Vater seiner mittlerweile volljährigen Tochter das Geld, das er abhoben hatte, wieder zurückerstatten, wie das Landgericht Coburg entschied. Der Vater hatte im Einverständnis mit seiner Tochter das Sparbuch aufbewahrt, wo regelmäßig Geldgeschenke, wie zur Konfirmation, Geburtstag oder Weihnachten, eingezahlt wurden. Doch der Vater hob dort Geld ab, insgesamt 1.600 Euro, das er angeblich der Mutter gab, damit die für das Kind Anschaffungen finanzieren könne, doch wollte dies die Mutter nicht bestätigen.

Im Prinzip ist es auch in Ordnung, wenn Eltern auf den Namen eines Kindes Geld anlegen und auch darüber selbst verfügen, doch wenn es sich um geschenktes Geld von dem Kind handelt, so liegt der Fall anders, denn darüber dürfen Eltern nicht frei verfügen. Uninteressant ist auch, wer das Sparbuch aufhebt, das heißt in seinem Besitz hat, denn dies berechtigt nicht für das Abheben des Geldes.

In Seminaren den Umgang mit Geld erlernen

Frau in grauer Strickjacke sitzt am Tisch und nimmt einen 50-Euro-Schein aus der Geldbörse
close up of woman hands with wallet and euro money © Syda Productions - www.fotolia.de

Wir alle kennen den Satz "Geld macht nicht glücklich!" und manch einer ergänzt dann "aber es beruhigt". Doch wird in Deutschland über Geld auch in Freundeskreisen nur selten gesprochen, dass heißt Geld ist ein Tabuthema und manch einer wird auch krank dabei. Aber den richtigen Umgang mit Geld kann man in speziellen Seminaren auch erlernen.

Besonders viele Menschen sehen im Geld auch ein Statussymbol und so kommt es auch bei einigen Menschen zu Gefühlen von Neid, die sogar bis zu Depressionen führen können. In den meisten Fällen wird der Umgang mit Geld schon durch das Elternhaus geprägt, so dass beispielsweise wenn Eltern nicht offen über dieses Thema reden, dies später auch bei den Kindern zu einem Tabuthema wird. Auch wenn in einer Familie immer das Geld knapp war und die Eltern sich vielleicht deshalb auch schämten, so wirkt sich dies auch bei den Kindern aus und man traut sich vielleicht später nicht beim Chef um eine Gehaltsaufbesserung nachzufragen.

So lernt man im Endeffekt in diesen Seminaren, dass man über das Thema "Geld" offen reden sollte.

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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