Finanzen - Bereiche, Bedeutung und Tipps zur Verwaltung

Im Großen und Ganzen geht es beim Thema Finanzen um Geld. Neben der Bedeutung im Finanzwesen spielt es auch bei der privaten Haushaltsführunge eine Rolle - und diese ist in der heutigen Zeit zwar vom Ablauf her recht einfach, in ihrer Struktur jedoch facettenreich und vielfältig. Das Geld ist mit Kreditkarte, EC-Karte, Onlinebanking, Geldkarte und Barzahlungen leicht ausgegeben. Um dabei den Überblick zu halten, ist ein straffes Finanzmanagement unerlässlich. Lesen Sie hier, in welchen Bereichen Finanzen eine Rolle spielen und worauf in Sachen Finanzverwaltung zu achten ist.

So behalten Sie Ihre Finanzen im Überblick - wir geben einen Einblick in das Thema Finanzen und zeigen, worauf es beim entsprechenden Management ankommt

Finanzen: eine Definition

Unter dem Begriff Finanzen werden sowohl Geldmittel als auch Vermögensanlagen subsummiert. Die Geldmittel unterteilen sich in Einnahmen und Ausgaben. Zu den Vermögensanlagen gehören vor allem:

Das ist die Habenseite. Ihr stehen auf der Sollseite die Verbindlichkeiten gegenüber. Das sind:

  • Kredite wie der Dispo-Kredit
  • der Raten- oder Rahmenkredit
  • das Bauspardarlehen

Bedeutung und Bereiche

Allgemein fallen die Begriffe Finanzwesen und Finanzwirtschaft unter den Begriff der Finanzen; im Speziellen handelt es sich um öffentliche Finanzen. Umgangssprachlich versteht man darunter Bonität und Geldmittel von Staat, Unternehmen, Ausland sowie Privathaushalten.

Spricht man von der Bedeutung der Finanzen, so ist diese schwerpunktmäßig im staatlichen Bereich zu sehen. Außerhalb dieser Staatsfinanzen lässt sich keine genaue Definition stellen; mögliche Themen sind diesbezüglich

  • Gewinne und Verluste
  • Vermögen und Geldanlagen
  • Schulden
  • Finanzierungsmöglichkeiten
  • Steuern
  • Versicherungen
  • Aktien
  • Bankgeschäfte
  • Bilanzen und Jahresabschlüsse
  • Finanzplanung
  • Liquidität sowie
  • das verfügbare Geld.

Wirtschaftlich gesehen spricht man also von eingenommenen und ausgegebenen Geldern, während umgangssprachlich von Geld, das man zur Verfügung hat, die Rede ist.

Das Finanzwesen im Überblick

Um sich einen besseren Überblick über das Thema Finanzen zu verschaffen, kann es hilfreich sein, sich die unterschiedlichen Berufsfelder im Finanzwesen, welches sich mit allen Teilbereichen des Themas Finanzen beschäftigt, einmal anzusehen. Gebraucht werden in dem Sinne Menschen, die zum einen gut mit Zahlen umgehen können; der Schwerpunkt liegt aber natürlich auf Geld und seinen Bewegungen.

Man unterscheidet zwischen dem öffentlichen und privaten Finanzwesen. Im öffentlichen Finanzwesen - der Finanzwirtschaft - befasst man sich mit den staatlichen Haushaltsregelungen; geführt wird es vom Finanzministerium.

Es lassen sich fünf Teilbereiche des Finanzwesens ausmachen. Davon werden jedem eigene Aufgaben und Funktionen zugeschrieben.

  • das Rechnungswesen: überwacht und erfasst sämtliche Geld- und Leistungsströme
  • die Finanzwirtschaft: befasst sich mit den Möglichkeiten eines Unternehmens, Geld zu erwirtschaften und dieses dementsprechend weiter einzusetzen
  • die Liquiditätssicherung: stellt die Verfügbarkeit einer ausreichenden Menge von Finanzmitteln sicher
  • Treasury (Schatzamt): sorgt für den Aufbau von Sicherheiten für die Abmilderung von finanziellen Risiken bei einer möglichen Krise
  • Controlling: koordiniert und steuert Zielausrichtung von Prozessen

Im öffentlichen Finanzwesen steht die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben im Zentrum. Natürlich spielen diesbezüglich auch Gesetze eine Rolle, denn diese beeinflussen das Finanzwesen hierzulande immens.

Generell gilt das Finanzwesen als Faktor, der stets mit einbezogen werden muss, da es die Basis für sämtliche Geschäfte bildet. Als örtliche Behörde für die Finanzverwaltung gilt das Finanzamt.

Der Umgang mit Zahlen und Geld ist für einen Beruf im Finanzwesen wichtige Voraussetzung
Der Umgang mit Zahlen und Geld ist für einen Beruf im Finanzwesen wichtige Voraussetzung
Mögliche Jobs

So komplex das Thema Finanzen ist, so vielfältig ist auch das Berufsfeld. Zu den möglichen Jobs im Finanzwesen zählen beispielsweise:

  • Buchhalter: verwaltet sämtliche finanzielle Unterlagen eines Unternehmens
  • Steuerberater: kümmer sich um sämtliche steuerliche Belange von Privatpersonen oder Firmen
  • Insolvenzberater: prüft und überwacht Insolvenzverwaltung und Liquidation eines Unternehmens
  • Wirtschaftsprüfer: prüft Bilanzen und Jahresabschlüsse eines Unternehmens
  • Controller: analysiert Einsparpotentiale und behält einen Überblick über die Kosten
  • Finanzberater: berät in unterschiedlichen finanziellen Bereichen

Neben dem öffentlichen Finanzwesen spielt auch der private Umgang mit seinen finanziellen Möglichkeiten eine bedeutende Rolle - auf dieses Thema gehen wir im Folgenden ein...

Finanzmanagement, um die Haushaltskasse in den Griff zu bekommen

Gutes Haushalten mit den Finanzen will gelernt sein. Um mit seinem Budget auszukommen, ist die richtige Verwaltung des Geldes sehr wichtig.

Jeder Privathaushalt ist individuell strukturiert und nach eigenen Kriterien organisiert. Im Singlehaushalt kann anders gewirtschaftet werden als in einer mehrköpfigen Familie. An der Finanzierung eines mehrgeschossigen Eigenheims für drei Generationen sind oftmals zwei von ihnen direkt beteiligt.

Vor allem Familien mit Kindern haben häufig das Problem, das Familiengeld gut einzuteilen. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, die Finanzen übersichtlich zu verwalten und dabei am Ende sogar noch Geld einzusparen.

Finanzmanagement heißt in diesem Sinne, die Haushaltskasse mit ihren unterschiedlichen Einnahmearten sowie den laufenden, sporadischen bis hin zu jährlich einmaligen Ausgaben im Griff zu behalten. Das klingt so logisch wie normal.

Besonders im Privathaushalt gilt der Grundsatz, dass die Ausgaben nicht höher sein dürfen als die Einnahmen. Der Wirtschaftszeitraum ist in den meisten Fällen der Kalendermonat. Das ergibt sich aus der Haupteinnahmequelle mit:

  • Arbeitslohn
  • Angestelltengehalt
  • Beamtenbesoldung
  • Rente
  • Transferleistung

Einnahmen, die für den allgemeinen Lebensbedarf gedacht sind, werden monatlich gezahlt.

Das Management der privaten Haushaltskasse sollte möglichst nur einer Person obliegen
Das Management der privaten Haushaltskasse sollte möglichst nur einer Person obliegen

Ein Sparkonto anlegen

Um das Familiengeld für die Zukunft zu verwalten, ist es ratsam, ein Sparkonto anzulegen. Auf dieses Konto wird dann Geld für bestimmte Notfälle wie zum Beispiel

deponiert. Haben beide Partner ein Einkommen, sollte möglichst die dreifache Summe der Ausgaben, die pro Monat anfallen, als Notreserve angelegt werden. Dabei empfiehlt es sich, auch an Geld für die Kinder oder die Altersvorsorge zu denken.

Bei der Erstellung des Budgets ist es sinnvoll, möglichst ausgewogen vorzugehen. Das heißt, dass man entscheidet, welche Ausgaben wirklich notwendig sind und welche nicht.

Kommt es einmal zu Fehlern oder Missmanagement, sollte man sich dieses auch eingestehen und daraus lernen. Außerdem ist es besser, finanzielle Probleme nicht zu verheimlichen, sondern immer mit dem Partner zu besprechen. Dabei ist es sinnvoll, sich gemeinsame Ziele zu setzen und das Finanzmanagement regelmäßig zu überprüfen.

Finanzen und Selbstständigkeit

Der selbstständige Unternehmer ist in einer etwas anderen, und zwar flexibleren Situation. Seine Einnahme zur privaten Lebensführung ist die Privatentnahme vom Firmenkonto. Er kann selbst entscheiden, wann und in welcher Höhe er eine Umbuchung vom Firmenkonto auf das Privatkonto vornimmt.

Da die meisten laufenden Ausgaben im Monatsrhythmus fällig werden, bietet sich auch hier eine monatliche Privatentnahme an. Deren Höhe bestimmt sich einerseits nach dem Ermessen des Selbstständigen, andererseits aber auch nach der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens.

Wenn auf dem Firmenkonto keine ausreichende Liquidität vorhanden ist, oder wenn die Umsätze keinen ausreichend hohen Gewinn abwerfen, dann fällt die Privatentnahme dementsprechend niedrig aus. Jetzt "mehr Geld aus dem Geschäft zu ziehen", wie es genannt wird, wäre kontraproduktiv. Das privat entnommene Geld wird verbraucht und fehlt auf dem Firmenkonto.

Ausgaben im Privathaushalt

Die Ausgaben im Privathaushalt werden zu unterschiedlichen Terminen fällig. Abhängig von der Kostenart ist das monatlich, viertel-, halb- oder jährlich der Fall.

Bestritten werden diese Ausgaben in den meisten Fällen von den monatlichen Einnahmen. Schon an dieser Stelle ist ein gekonntes sowie diszipliniertes Finanzmanagement gefragt.

Je fester die monatlichen Einnahmen verplant und gebunden sind, umso genauer müssen anteilige Beträge für zukünftig fällig werdende Ausgaben zurückgelegt werden. Wenn mit jährlich einmaligen Einnahmen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder dreizehntem Gehalt fest gerechnet werden kann, dann können solche überlappenden Ausgaben daraus bestritten werden.

Parallele Haushaltsplanung

Das macht neben der monatlichen eine zweite, sozusagen eine parallele Haushaltsplanung notwendig. Hier muss sehr zurückhaltend gerechnet werden, weil die genaue Einnahmehöhe kaum im Vorhinein feststeht. Derartige Einmalzahlungen werden zusammen mit dem jeweiligen Monatsverdienst als Gesamtbrutto ausgerechnet und als Netto ausgezahlt.

Verwendbarer Überschuss ist der Restbetrag, der sich aus dem einmaligen Monatsnettobetrag abzüglich des normalen Nettoverdienstes ergibt. Dem Laien ist eine solche Berechnung unter Berücksichtigung von Steuern und Abgaben kaum möglich.

Haushalts- und Liquiditätsplanung

Für das private Finanzmanagement sind eine getrennte Haushalts- sowie Liquiditätsplanung so hilfreich wie notwendig. Auch mit kleinen Beträgen ab zwei oder fünf Euro muss gerechnet werden.

Die laufenden Ausgaben werden oftmals zu Terminen fällig und bar oder bargeldlos getätigt, zu denen noch nicht alle Monatseinnahmen auf dem Girokonto eingegangen sind. Hier hilft ein Habensaldo mit eigenem Erspartem, oder der Dispo-Kredit mit seinen hohen Überziehungszinsen.

Einerseits muss geplant werden, was monatlich reinkommt und ausgegeben wird - andererseits muss feststehen, wann welche Summen fällig werden beziehungsweise zur Verfügung stehen.

Für fünf oder mehr Ausgabewege wie

müssen sowohl die Termine als auch die Summen im Auge behalten werden. Bei monatlichen Einnahmen und Ausgaben im unteren oder mittleren vierstelligen Eurobereich ist das ohne eine Excel-Listenführung kaum möglich.

Nur eine Person im Haushalt mit dem Finanzmanagement beauftragen

Hinzu kommt, dass die Ausgaben in der Regel von mindestens zwei Personen veranlasst und getätigt werden. Hier muss einer wissen, was der andere tut. Letztendlich sollte für das Finanzmanagement selbst nur eine Person im Haushalt zuständig und verantwortlich sein.

Beratung und Diskussion können durchaus gemeinschaftlich geschehen - die Umsetzung sowie Überwachung, also das Finanzmanagement, obliegt verantwortlich einer Person. Sie hat die Kompetenz über die Haushaltskasse, die heutzutage deutlich mehr ist als der Bargeldinhalt von Lohntüten vergangener Jahrzehnte.

Ein Haushaltsbuch führen

Sehr hilfreich zum Verwalten der Finanzen ist das Führen eines Haushaltsbuches. Dieses lässt sich heutzutage durch entsprechende Software mit dem Computer erstellen. Auf diese Weise behält man seine Finanzen leichter unter Kontrolle.

Das Prinzip ist recht simpel. Den Einnahmen, die man im Monat hat, stellt man die Ausgaben gegenüber und macht am Monatsende Kassensturz, wodurch man sieht, was nach Abzug aller Ausgaben noch übrig bleibt.

Eine entsprechende Beratung in Anspruch nehmen

Schulden sollten nach Möglichkeit vermieden werden, was jedoch nicht immer leicht ist. Kommt man alleine nicht zurecht, ist es empfehlenswert, sich von einer speziellen Beratungsstelle einen Finanzplan erstellen zu lassen, der auf die familiären Verhältnisse zugeschnitten ist.

Ein solcher Haushaltsplan sollte dann unbedingt eingehalten werden, selbst dann, wenn man dadurch vorübergehend auf bestimmte Dinge oder Wünsche verzichten muss. Hilfreich ist auch eine gute Finanz- und Steuerberatung, die Wege zum Geldsparen oder zum Anlegen von Geld aufzeigt. Darüber hinaus sollte man sich gut überlegen, wo im Haushalt noch Einsparmöglichkeiten bestehen.

Worauf es bei der Verwaltung der eigenen Finanzen sonst noch ankommt, haben wir auf den Unterseiten dieses Artikels für Sie zusammengestellt. Im Folgenden zeigen wir Ihnen anhand einiger Beispiele, wie man mit seinem Geld richtig haushalten kann...

Falle Abonnement - Worauf muss ich achten?

Ob Telefonanbieter, Internetdienstleister, Deutsche Bahn oder auch Fitness-Studios: Immer mehr Unternehmer bieten ihren Kunden zunehmend Abonnement-Verträge mit teilweise erheblichen (Mindest-)Laufzeiten an, um diese möglichst lange und preisstabil an sich zu binden.

Was das für die Kunden eigentlich bedeutet, machen sich die wenigsten von ihnen bei Vertragsabschluss so richtig bewusst: Sie gehen eine enorme Verpflichtung ein, die, wenn man die Kosten über die Laufzeit zusammenaddiert, oft bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit geht.

Ein Beispiel: Ein Student schließt einen Zweijahresvertrag beim Fitness-Studio für 49 Euro im Monat ab. Kosten über die gesamte Laufzeit: 1.176 Euro. Würde man ihm den Betrag auf einmal abknöpfen wollen, hätte er damit vielleicht gewisse Schwierigkeiten. Und genau diese Schwierigkeiten sind es, die ihm später unter Umständen zum Verhängnis werden können, denn was passiert, wenn er seinen Monatsbeitrag einmal nicht bezahlen kann?

Worst Case Szenario

  • Beitragsrückstand
  • Kündigung
  • Fälligstellung des Restbetrages bis zum Ende der Laufzeit
  • Mahnbescheid
  • Zwangsvollstreckung
  • Zahlungsunfähigkeit

- die Schuldenfalle ist bereits beim Abschluss des Vertrages zugeschnappt, und es hilft dann, im Zweifelsfall, nur noch der Gang zur Schuldnerberatung. Natürlich muss es nicht so laufen wie in diesem Beispiel, aber das Risiko, und das ist eben gerade so vielen jüngeren und älteren Menschen nicht bewusst, dass bei der Abwicklung eines solchen Dauerschuldverhältnisses etwas schief geht, ist einfach sehr groß. Und es nimmt natürlich noch zu, wenn man es nicht, wie in unserem Beispiel, bei einem Vertrag dieser Art belässt.

Kostenaufstellung

Hand aufs Herz: Wie viele solcher Verträge haben Sie am Laufen? Haben Sie schon einmal alle monatlichen Beträge über die gesamte jeweilige (Mindest-)Laufzeit zusammenaddiert?

  • Miete
  • Strom und Gas
  • Telefon
  • Mobiltelefon
  • eventuell Telefon-Miete
  • Internet
  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Leasing
  • Ratenzahlungen
  • Versicherungen
  • Vereinsmitgliedschaften
  • Fitness-Studio
  • Videothek

usw.? Tun Sie es mal und zählen Sie dann all diese Beträge zusammen: Es wird Ihnen nicht nur am Ende der Rechnung schwindlig, sondern schon während der Auflistung der einzelnen Posten.

Lassen Sie sich nicht auf Milchmädchenrechnungen ein

Selbstverständlich sind viele dieser Verpflichtungen unumgänglich, aber man sollte es eben immer im Hinterkopf behalten, wenn man vor der Frage steht, ob man noch eine weitere solche Verpflichtung eingehen soll, auch wenn es "nur" 5 Euro im Monat sind: Denn wie viel war das noch mal über eine Laufzeit von, sagen wir einmal, 5 Jahren?

Richtig, schon wieder 300 Euro. Vorsicht also mit allem, was nach Abonnement aussieht, und dabei nie den Gesamtbetrag über die ganze Laufzeit aus den Augen verlieren, denn dann sind Sie auf der sicheren Seite, ersparen sich mitunter Ärger und so manches graues Haar, weil die Finanzen kollabieren.

Geldvorteile sichern: Noch an die letzten Jahrestermine denken

Alle Jahre wieder wiederholen sich bestimmte wichtige Termine zum Jahresende hin, die man am besten nicht verpassen sollte, wenn man nicht gerade Geld verschenken möchte. Hier können Sie nachlesen, um welche Termine es sich handelt und bis wann man spätestens reagieren sollte, damit der eine oder andere Geldvorteil noch gesichert werden kann.

Riester-Rente

Für alle, die "Riestern" heißt es, noch bis zum Jahresende die staatlichen Zulagen sichern. Wer diesen Termin verpasst, verliert diesen Bonus. Stellt man bei seiner Versicherung oder Bank einen so genannten Dauerzulagenantrag, dann wird das Geld automatisch auf das Konto überwiesen.

Kindergeld

Eltern, die volljährige Kinder in der Ausbildung haben und Kindergeld beziehen, sollten dringend bis zum Jahresende überprüfen, ob der zulässige Betrag aufgrund höherer Einnahmen ihres Kindes überstiegen wird.

Bereits mit nur einem Euro über dieser Freigrenze wird das Kindergeld für das komplette Jahr zurückgefordert. Fachbücher, ein neuer Laptop und weitere Abgaben mindern diese Einnahmen und sollten anhand von Belegen nachgewiesen werden.

Den Anspruch auf Kindergeld unbedingt frühzeitig überprüfen
Den Anspruch auf Kindergeld unbedingt frühzeitig überprüfen

Auto-Haftpflichtversicherung

Ist Ihre Autopolice zu teuer oder drohen steigende Beiträge? Bis zum 30. November können Sie Ihre Versicherung noch wechseln. Wichtig ist es, die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein an die Versicherung zu übersenden.

Restlicher Urlaub

Wer im laufenden JAhr nicht seinen ganzen Jahresurlaub in Anspruch genommen hat, sollte flott zu seinem Chef gehen. Dieser muss nämlich die Übernahme der noch offenen Urlaubstage in das neue Jahr nicht zwingend notwendig akzeptieren, es sei denn, Sie waren krank oder der Urlaub wurde aufgrund eines hohen Arbeitsaufkommens nicht bewilligt. Wer die freien Tage nicht noch in nehmen kann oder will, wird diesen Anspruch für das nächste Jahr nicht aufrecht erhalten können.

Dienstleistungen rund ums Haus

Muss noch die Wohnung gestrichen werden, die Fenster gereinigt oder der Garten zu neuem Glanz gelangen?

Noch bis zum Jahresende kann man Handwerker nötige Arbeiten ausführen lassen. Die Rechnungen sollten ebenfalls bis zum 31.12. bezahlt sein (Überweisung). Derartige Ausgaben können die Steuerlast um bis zu 4.000 Euro mindern.

Prämie fürs Bausparen

Gehören Sie zu den Bausparern im Land? Um die maximale Prämie einstreichen zu können, sollte man dafür sorgen, dass der höchstmögliche Beitrag noch bis zum Jahresende auf das Konto eingezahlt wird.

Maximale Prämien fürs Bausparen sichern
Maximale Prämien fürs Bausparen sichern

Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt

Zahnersatz ist eine teure Angelegenheit. Versicherte sollten mindestens einmal im Jahr nachweislich zur Vorsorgeuntersuchung des Zahnarztes gehen. Viele Versicherungen honorieren diesen zahnärztlichen Gang und das Zähne zeigen mit bis zu 30% mehr an Zahnersatz-Zuschuss.

Mögliche Änderungen im nächsten Jahr im Überblick behalten

Vieles neu macht nicht immer der Mai, sondern vielmehr das kommende Jahr selbst. Lesen Sie hier, welche möglichen Neuerungen es geben kann und wie sich diese auf Ihrem Habenkonto positiv bemerkbar machen können.

Kindergeld

Millionen von Familien können sich hier und dann durch die Kindergelderhöhungen schon ab dem ersten Monat des neuen Jahres über ein Mehr an Kindergeld freuen.

Wichtig: seit 2016 muss beim Antrag auf Kindergeld die Steuer-Identifikationsnummer des Antragstellers und des berechtigten Kindes angegeben werden. Anderenfalls wird der Antrag nicht bearbeitet und das Kindergeld wird nicht gezahlt.

In den vergangenen Jahren wurde das Geld pro Kind um 2 Euro erhöht und dies behält man auch im Jahr 2018 bei. Für das erste und zweite Kind erhält man künftig 194 Euro und für das dritte Kind 200 Euro. Für jedes weitere Kind in der Familie steigt das Kindergeld auf 225 Euro Euro monatlich an.

Zusätzlich soll nun auch der jährliche Kinderfreibetrag von derzeit 7.356 Euro auf 7.428 Euro angehoben werden. Auch die neuen Grundfreibeträge können zu einem kleinen Plus auf dem Konto führen. So steigen diese für Ledige auf 9.000 Euro und für Verheiratete auf 18.000 Euro.

Aufgrund der neuen Anhebung des Grundfreibetrages erhalten viele Eltern für volljährige Kinder ein verlängertes Kindergeld. Derselbe Freibetrag gilt zudem auch bei einem Unterhalt für Angehörige und unterstützende Zahlungen.

Versicherungen

Auch mögliche Veränderungen in diversen Versicherungen sollte man im Auge behalten. Hierzu zählen beispieslweise Sozialversicherungen und somit auch die Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung. Auch die Versicherung für das Auto kann teurer werden. Wer sich diesbezüglich rechtzeitig informiert, wird zu Beginn des neuen Jahres nicht böse überrascht und hat sich zu diesem Zeitpunkt schon darauf eingestellt.

Abgasuntersuchung

Ab 2018 müssen alle Autos zur Abgasuntersuchung gebracht werden. Hierbei geht es um die Pflicht der Endrohrmessung, die künftig alle Fahrzeuge betrifft. Und diese Messung muss bestanden werden, um über den TÜV zu kommen.

Generell ist die Rede von keinen hohen Zusatzkosten. Wird allerdings ein Defekt entdeckt, werden die Autofahrer dementsprechend zur Kasse gebeten - und nach der Reparatur steht eine erneute Überprüfung an. So gesehen müssen auch in diesem Bereich die Kosten im Blick bleiben.

Wer seine Finanzen im Überblick behält, wird keine bösen Überraschungen erleben - wie und wo man am besten sparen kann, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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  • Hand mit Haus und Geld und Schlüssel © Robert Kneschke - www.fotolia.de

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