Rund um die Gartenarbeit - Bestandteile, Hilfsmittel und Gartentipps für das ganze Jahr (Kalender)

Bunte Gartenhandschuhe schneiden mit hellblauer Schere Pflanzen mit gelben Blüten

Gartenarbeit macht fit - Je nach Tätigkeit und Aufwand benötigt man diverse Geräte; um die Gesundheit zu schonen, ist ergonomisches Arbeiten wichtig

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  • von Paradisi-Redaktion

Gartenarbeit ist sehr umfangreich und umfasst viele verschiedene Tätigkeiten. Wer einen Garten hat, weiß ein Lied davon zu singen, dass es immer etwas zu tun gibt. Dabei kommen die unterschiedlichsten Hilfsmittel zum Einsatz und damit die Arbeit auch Früchte trägt, hält man sich bestenfalls an die klassischen Gartentipps für das ganze Jahr. Machen Sie sich zum Thema Gartenarbeit schlau.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Für einen schönen Garten

Der eigene Garten bietet viele Möglichkeiten:

Arbeit rund um das Jahr

Doch ein Garten bringt auch viel Arbeit mit sich, die Gartenbesitzer können ein Lied davon singen. Rund um das Jahr ist immer etwas zu tun, selbst während der Ruhezeit im Winter fallen noch Arbeiten an.

Ein schöner Garten ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers. Für viele Menschen ist die Gartenarbeit ein schönes Hobby sowie eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Der Garten wird zum Refugium und bietet in der hektischen und schnelllebigen Zeit eine willkommene Abwechslung. Doch solch ein ansehnlicher Garten kommt nicht von ungefähr.

Ein gepflegter Garten ist der Stolz einjedes Besitzers
Ein gepflegter Garten ist der Stolz einjedes Besitzers

Wie viel Arbeit ein Garten macht, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Einmal hängt es von der Größe des Gartens ab, zum andern spielt es auch eine Rolle, wie der Garten geplant und angelegt ist.

Die Gartenpflege gibt viel Arbeit
Die Gartenpflege gibt viel Arbeit

Ein großer Familiengarten der mehreren Bedürfnissen gerecht werden muss und in dem es auch noch einen Nutzgarten gibt, macht natürlich mehr Arbeit, als ein kleines Ziergärtchen. Oft gibt es auch noch

die gepflegt werden müssen.

Vorteile eines gepflegten Gartens für Groß und Klein

Ein geschickt geplanter Garten bietet viele Vorteile.

Ein Paradies für Kinder

Doch nicht nur für Erwachsene hält ein Garten viele Möglichkeiten bereit, für Kinder ist der Garten und alles rund um den Garten ein einziger Erlebnisparcours. Gerade für kleine Kinder ist es ein ganz besonderes Erlebnis, wenn sie die Pflanzen sprießen sehen, wenn sie Tiere beobachten können und im Garten auch mithelfen dürfen. Allein das Gießen wird schon zu einem Ereignis.

Gärtnern mit Kindern macht Spaß und ist für die Kleinen auch besonders lehrreich. Wenn sie mit eingebunden werden und später auch ernten können, ist das ein wirkliches Erfolgserlebnis.

Gärtnern ist für Kinder pädagogisch wertvoll und verspricht bleibende positive Erinnerungen. Naturnah und auch noch an der frischen Luft, ist die Gartenarbeit auch eine gesunde Beschäftigung.

Weiterhin bietet ein gut geplanter Garten die Möglichkeit, sich bei jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter sinnvoll zu beschäftigen. Bei Regen kann man auch im Gewächshaus in der Erde wühlen.

Wenn ein Garten kinderfreundlich gestaltet wird, hat man den geeigneten Spielplatz für die Kinder das ganze Jahr direkt vor der Tür. Mit

hat man die Kinder immer in der Nähe und im Blickfeld.

Gärtnern mit Kindern – diese Gemüse, Kräuter und Blumen wachsen besonders schnell

Damit Kinder Spaß den Gartenarbeit nicht verlieren, lohnt sich die Anschaffung von schnell wachsenden Pflanzen

Kleine Pflänzchen in schwarzen Töpfen werden mit grüner Gieskanne gegossen
Watering Sweatpea Seedlings © Petra Louise - www.fotolia.de

Kinder sind begeisterte Gärtner. Wenn Pflanzen nur langsam wachsen, verlieren sie allerdings manchmal die Lust an der Pflege. Für mehr Gartenspaß sollte man deshalb schnell wachsende Kräuter, Gemüse und Blumen auswählen. Wichtig ist außerdem Abwechslung.

Kräuter – schnell vom Topf auf den Teller

Nichts wächst so schnell wie Kräuter. Der Turbo unter dem Küchenklassikern ist Kresse: nach nur drei Tagen können die würzigen Sprossen geerntet werden. Um zu erleben, wie aus dem Samen ein leckeres Kraut wächst, eignen sich außerdem

Auch Basilikum kann im Topf oder Freilandbeet laufend geerntet werden. Wenn Kinder die Verantwortung für das Gießen übernehmen, können sie stolz einen Beitrag zum Familienessen leisten.

Gemüse - beim Wachsen zusehen

Gemüse ist nicht bei allen Kindern beliebt.

aus dem eigenen Beet schmecken aber allen. Weiterer Vorteil: diese Sorten entwickeln sich so schnell, dass der Gärtner-Nachwuchs ihnen beim Wachsen zusehen kann. Auch Kürbisse sind bei Kindern beliebt – wegen ihrer stattlichen Größe, und weil sie so robust sind.

Möhren und Radieschen kann man zwar nicht zuschauen, dafür ist es immer wieder spannend, was man aus der Erde zieht. Außerdem können sie laufend gesät, geerntet und knackfrisch verzehrt werden.

Blumen – bunter Spielplatz für Insekten

Blumen sehen nicht nur schön aus, Kinder können sich für die angelockten Insekten fast noch mehr begeistern als für die Blütenpracht. Damit die Gartenzwerge viel zu gucken haben, sollte man deshalb Sorten pflanzen, die besonders viele Bienen und Schmetterlinge anlocken.

Nektarpflanzen für Falter sind etwa die

  • Fetthenne,
  • Lavendel,
  • Phlox,
  • Prachtscharte und
  • Bartblume.

Den Phlox nutzt der Auorafalter zudem als Fraßblume für Raupen. In Doldenblütlern wie

reiften die Raupen vom Schwalbenschwanz heran. Beliebt bei Schmetterlingen: Thymian.

Gärtnern mit Kindern – so macht die Gartenarbeit dauerhaft Spaß

Wir verraten, was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihren Kindern den Spaß an der Gartenarbeit vermitteln möchten

Krokusse firsch eingepflanzt, daneben kleine Gartenschaufel
Crocuses and Trowel © Petra Louise - www.fotolia.de

Buddeln, säen und ernten – Kinder sind begeisterte Gartenhelfer. Sie

Am meisten Spaß macht das Gärtnern im eigenen Beet. Nichts schmeckt besser als die eigenen Möhren und Radieschen. Damit der Nachwuchs nicht die Lust verliert, sollten Eltern aber einiges bedenken.

Welche Pflanzen für Kinder?

Bei der Gartenarbeit können Kinder richtig enthusiastisch werden. Geduld gehört allerdings nicht zu ihren Stärken. Die Pflanzen im Juniorbeet sollten daher

  • schnell wachsen und
  • pflegeleicht sein.

Kapuzinerkresse keimt etwa nach ein paar Tagen, und auch die ersten Blüten lassen nicht lange auf sich warten. Kinder staunen außerdem über Sonnenblumen, die nicht nur schnell blühen, sondern auch eine beachtliche Höhe erreichen können.

Die Favoriten im Kinderbeet sind allerdings Salat und Gemüse. Von Möhren und Radieschen über Feldsalat und Mangold bis zu süßen Cocktailtomaten und Zucchini. Pflücksalate lassen sich auch in bunten Töpfen kultivieren, Kresse und andere Kräuter eignen sich für einen kleinen Garten auf der Fensterbank.

Wichtig: bereiten Sie den Gärtner-Nachwuchs darauf vor, dass es im Garten ungebetene Mitesser geben kann.

Es gibt immer was zu tun

Auch fixe Pflanzen wachsen nicht von einem Tag auf den anderen. Kinder werden deshalb immer mal gelangweilt sein.

Um die Zeit zu überbrücken, bis es wieder was zu sehen gibt, beschäftigt man die Sprösslinge am besten mit kreativen Aufgaben. So können sie hübsche Steine sammeln, um ihr Beet zu umranden. Oder sie malen Schilder, um die einzelnen Pflanzen zu markieren. Auch kleine Kunstobjekte oder das Basteln von Vogelscheuchen erhalten den Spaß am Gärtnern.

Gesund und natürlich

Mancher Gärtner jongliert mit diversen Dünge- und Giftstoffen, damit die Pflanzen möglichst ertragreich wachsen. Im Kinderbeet sollte man jedoch auf chemische Mittel verzichten.

Da kleine Gärtner vieles direkt in den Mund stecken, sind nur biologische Dünger erlaubt. Um Schnecken und Co. vom jungen Salat fernzuhalten, sollte man außerdem auf natürliche Abwehrkräfte setzen. Wenn es genug Unterschlupfmöglichkeiten für Igel und Vögel gibt, reduziert sich die Schneckenplage von allein.

Außerdem wichtig: Klären Sie den Nachwuchs über natürliche Giftstoffe in Pflanzen auf.

sollte man gar nicht im Garten haben. Dass etwa die oberen Teile von Kartoffeln oder rohe Bohnen giftig sind, muss man den Kindern erklären.

Gartenwerkzeug im Mini-Format

Wirklich notwendig sind Mini-Harke und -Schaufel nicht. Die Sprösslinge können auch mit dem Werkzeug der Erwachsenen gärtnern.

Gerade bei kleinen Kindern liegen die Griffe jedoch nicht gut in der Hand, zudem ermüden die Nachwuchsgärtner schneller, wenn sie mit schwerem Equipment hantieren müssen. Wer sein Kind motivieren möchte, sollte also zumindest einzelne Teile im Kleinformat kaufen – möglichst stabil und mit abgerundeten Kanten.

Generelle Bestandteile der Gartenarbeit

Zu Beginn geben wir einen kurzen Überblick darüber, welche Tätigkeiten generell unter die Gartenarbeit fallen.

Rasenpflege

Was einem als erstes einfällt, ist das Rasenmähen; in den Sommermonaten muss dies regelmäßig geschehen, damit der Rasen gedeiht und gepflegt aussieht. Die Rasenkanten müssen meist per Hand geschnitten werden und auch an schwer zugänglichen Plätzen, wie an Zäunen, Mauern oder unter Büschen, wo der Rasenmäher nicht mehr hinkommt, ist Handarbeit gefragt. Das Wässern des Rasens kann mit Sprenglern geschehen oder er muss mit dem Gartenschlauch regelmäßig gespritzt werden.

Pflege von Büschen, Sträuchern und Hecken

Büsche, Hecken und Sträucher brauchen weniger Pflege, müssen aber im Herbst oder Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Manche Pflanzen wie Buchsbäume oder Harlekinweiden wollen regelmäßig in Form gebracht werden, damit sie schön aussehen. Naschhecken hingegen dürfen wild wuchern, müssen aber auch verschnitten werden, wenn sie über Zäune oder Mauern wachsen.

Rückschnitt von Büschen, Sträuchern und Hecken mit der Heckenschere
Rückschnitt von Büschen, Sträuchern und Hecken mit der Heckenschere

Pflege der Blumen- und Gemüsebeete

Blumenbeete brauchen viel Aufmerksamkeit, hier muss manchmal fast täglich gegossen werden - entweder mit der Gießkanne oder es mit dem Gartenschlauch. Nur durch regelmäßiges Unkrautjäten sieht das Beet schön aus.

Rosen beispielsweise bedürfen wieder einer besonderen Pflege. So müssen verwelkte Blüten abgeschnitten werden, damit wieder neue Knospen nachkommen können.

Auch Gemüsebeete bedürfen einer umfangreichen Pflege. Gerade in den Sommermonaten macht wohl das Bewässern der Pflanzen am meisten Arbeit.

Erntezeit

Aber dann kommt auch die Zeit der Ernte und ernten macht im Garten wirklich Spaß. Beim eigenen Obst und Gemüse weiß man wo es herkommt und wie es behandelt wurde. Das sind im wahrsten Sinne des Wortes die eingebrachten Früchte des Gärtners.

Die Vorbereitung auf den Winter

Im Herbst will der Garten auf den Winter vorbereitet werden und jetzt können auch Blumenzwiebel für das kommende Frühjahr gesteckt werden. Eventuell müssen Bäume, Sträucher und Hecken zurückgeschnitten werden.

Manche Pflanzen brauchen einen Schutz für die kalte Jahreszeit. Sie müssen mit einem wärmenden Material umlegt werden.

Jetzt ist auch die Zeit, in der viel Laub zusammen gefegt werden muss. Im Winter hat der Garten dann in der Regel Ruhe. Erst im Frühjahr fängt die Arbeit dann wieder an, und zwar mit Baum-, Hecken-, Sträucher- oder Buschschnitten, mit Aussäen oder Blumenzwiebel stecken. Meist erst nach den Eisheiligen wird dann auch wieder gepflanzt.

Ein paar kleine Tipps zum Garten

Wissen rund um den heimischen Garten

Aufgang oder Treppe mit flachen Stufen in Garten mit weißem Kies und Steinpflanzen und Nadelbäumen
designer garden © Jyothi Joshi - www.fotolia.de

Viele Hobby-Gärtner glauben, dass ihre Pflanzen besser gedeihen, wenn sie reichlich Dünger bekommen. Doch dies trifft nicht für alle Pflanzen zu, denn jede Pflanze besitzt seine eigenen Bedürfnisse, die man auch mit einer Überdüngung nicht verändern kann. Dabei sollte man sich auch immer an die Dosierungs-Anweisungen auf der Verpackung halten.

Bambus und Rhododendron

Viele Gartenbesitzer pflanzen sich auch gerne Bambus in ihren Garten, doch denken sie oftmals nicht an die Folgen, denn der Bambus verbreitet sich unkontrolliert, wenn er nicht in seine Grenzen mittels einer speziellen Folie verwiesen wird.

Wer bisher die vertrockneten Rhododendron-Blüten abgebrochen hat, der kann zukünftig sich die Arbeit ersparen, denn Azaleen und kleinblütige Rhododendren stoßen selber ihre Blüten im Laufe des Sommers ab.

Eignung von Gartenerde für Topfpflanzen

Auch taucht öfters die Frage auf, ob man Gartenerde auch für Topfpflanzen verwenden kann, doch dies muss man mit "nein" beantworten, denn dafür gibt es eine spezielle Erde, die dafür sorgt, dass die Pflanzen besser Wasser und Sauerstoff für ihre Wurzeln aufnehmen können.

Nützlinge

Nun noch zu den nützlichen Tieren im Garten, denn der Marienkäfer gilt als "Blattlausjäger", aber nur wenn es sich auch um die heimische Sorte wie beispielsweise den Siebenpunkt-Marienkäfers handelt. Mittlerweile gibt es bei uns auch den asiatischen Marienkäfer, der aber auch die Larven des heimischen Marienkäfers frisst.

Samenstände von Blumen und Gemüse ernten

Alte Frau mit Hut sieht sich Mohnblumen und Kamille auf Wiese an
Seniorin bewundert Blumen auf der Wiese - Mohnblume, Kamille © elypse - www.fotolia.de

Haben Pflanzen, wie Akelei oder Mohn, ausgeblüht, lassen sich die Samen fürs nächste Jahr ernten, um so wieder neue Blütenpracht im Garten zu haben. Samen sind der Ursprung des Lebens - dieser wird nach der Bestäubung gebildet. Für gewöhnlich wird er durch Insekten oder durch den Wind verbreitet.

Leider stimmt oft der neue Ort nicht mehr mit dem Ort überein, den man sich gerne wünscht. Da kann aber eine gezielte Aussaat des Samens Abhilfe schaffen. Das reife Saatgut wird vorher von der Pflanzen eingesammelt und im darauffolgenden Jahr neu ausgesät.

Mit dem Ernten der Samen kann begonnen werden, sobald die Pflanzen ausgeblüht haben. Dann sollte eine Papiertüte über die Blüte gestülpt werden, damit eine unerwünschte Ausbreitung verhindert und der Samen nicht von hungrigen Vögeln aufgepickt wird.

Die Samenernte sollte immer bei trockenem Wetter erfolgen, um ein Schimmeln der Samen zu vermeiden. Der Samen kann dann in blickdichten Papiertüten aufbewahrt werden - es eignen sich aber auch gut alte, ausgediente, schwarze Filmrollen. Aufzubewahren sind die Papiertüten dann an einem trockenen Ort. Zieht der Inhalt nämlich Wasser, keimen die Samen frühzeitig. Trocknet man das Saatgut vor dem Eintüten auf Tüchern aus Baumwolle oder auf Papier, kann man es gut und gerne drei Jahre aufheben.

Beim Aussäen der Samen kommt es immer auf die Pflanze an - Mohn und Akelei sind Kaltkeimer und sollten dann im Herbst ausgesät werden. Andere Pflanzen können im Frühjahr gesät werden. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, sollten die Papiertüten mit dem Namen der Pflanze und dem Datum der Ernte versehen werden.

Tomaten und Kartoffeln möglichst weit voneinander entfernt anbauen - Ansteckungsgefahr

Große und kleine frische, knallrote Tomaten auf Holz, vorne zwei Tomatenhälften
Fresh red tomatoes © Mara Zemgaliete - www.fotolia.de

In einen Gemüsegarten gehören in jedem Fall Tomaten. Wer sich dann noch für Kartoffeln begeistern kann, sollte diese möglichst weit weg von den Tomatenpflanzen anbauen. Denn kranke Kartoffeln können gesunde Tomatenpflanzen mit dem Phytophthora-Pilz infizieren. Die Sporen des Pilzes werden meist über den Regen übertragen. Dieser spült die Sporen von den Blättern herunter, dringt in das Erdreich ein und wird von den Tomaten aufgenommen.

Aber auch bei Starkregen, wenn das Wasser vom Boden nach oben spritzt, können die Tomatenpflanzen angesteckt werden, wenn diese in unmittelbarer Nähe der Kartoffelpflanzen stehen. Daher hilft es nicht, wenn die Tomaten nur ein paar Meter weiter weg stehen. Sie müssen wirklich am anderen Ende des Gartens angebaut werden. Auf der sicheren Seite sei man, wenn man sich für eine der beiden Gemüsearten festlegt.

Rankhilfen für junges Gemüse im Garten

Frühlingszeit ist Pflanzzeit und das gilt nicht nur für strahlende Blumen, sondern selbstverständlich auch für das junge Gemüse. Doch nicht alle Pflanzen werden ausreichend Stärke haben, um mit eigener Kraft die Triebe und Blätter gen Sonne zu richten. Hier ist Hilfe vom Gärtner gefragt.

Rankhilfen, Kletterstangen, Spaliere und Co helfen den zarten und später durchaus ansehnlichen Pflanzen ihre Richtung zu finden. Die Kletterhilfen sollten jedoch vor dem eigentlichen Bepflanzen der Beete gesetzt werden. Diese müssen ausreichend tief in der Erde versenkt werden, um später nicht nur die Pflanze, sondern auch deren Früchte tragen zu können.

Vor allem bei Kürbisgewächsen oder gar Melonen darf es stabiler sein, damit die Hilfen nicht aufgeben und in die Knie gehen. Bohnen hingegen begnügen sich mit leichteren Rankhilfen.

Der Optik sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt. Und so bekommt man in einem gut sortierten Fachmarkt nicht nur einfache Holzspaliere, sondern auch romantisch angehauchte Bögen, Obelisken und so weiter und so fort.

Dann steht einer reichen Ernte wohl nichts mehr im Weg, wenn Bohnen und Co die ideale Stütze bekommen haben. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Meisen und Finken - Im Garten gern gesehene Gäste

Blaumeise sitzt auf dem Rand eines Vogelhäuschens
The Blue Tit on a bird table. © Kletr - www.fotolia.de

Spatzen gehören wohl eher nicht zu den gefiederten Gästen, die man gern in seinem Garten hat. Aber der Buchfink, Grünfink oder die Meise sind gern gesehene Besucher in den heimischen Gärten. Sie beleben ihn mit ihren Gesängen und bieten einen herrlichen Anblick, wenn sie pickend auf der Suche nach Essbaren sind. Damit sich die Vögel im Garten wohl fühlen, muss man ihnen Nistmöglichkeiten bieten.

Idealerweise eignen sich hierfür Efeuwände, Sträucher und dichte Hecken. Darin können sie ihre Nester bauen und sie haben einen Rückzugsort. Nistkästen können darüber hinaus in den Bäumen angebracht werden. Diese sollten aus Holz bestehen und wetterfest sein.

Ein kleines Vogelbad lockt an heißen Tagen nicht nur zum Baden, sondern wird gern auch als Tränke verwendet. Anstatt den Garten grazil zu räumen sind kleinere Haufen mit Pflanzenresten eine reich gedeckter Tisch für die Vögel, denn darunter verstecken sich Kleintiere die eine Delikatesse für Meisen und Finken darstellen.

Wer will, kann schon im Winter beginnen die Vögel zu füttern und ihnen damit den eigenen Garten für den kommenden Frühling schmackhaft machen.

So gedeiht der Gemüsegarten ganz ohne Chemie

Nahaufnahme grüne Pflanze in Erde
plant © Fedor Sidorov - www.fotolia.de

Ob chemische Pflanzenschutzmittel, Dünger oder Insektizide. Das Obst und Gemüse, welches man in Supermärkten kaufen kann, ist meist mit allerlei chemischen Substanzen verseucht. Kein Wunder also, dass viele auf Bio-Produkte zurückgreifen oder gleich ihren eigenen Nutzgarten anlegen.

Damit das Obst und Gemüse im eigenen Garten aber ganz ohne Chemie gedeiht, muss jedoch einiges beachtet werden. Bevor gepflanzt wird, sollte der Boden ausreichend gedüngt werden. Am besten mit Kompost oder Horndüngern. Bei der Auswahl der Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Anforderungen der Pflanzen bezüglich Boden und Klima mit den Gegebenheiten im Garten übereinstimmen. Auch die Standortwahl ist beim Anpflanzen von großer Bedeutung, vor allem was die Lichtverhältnisse angeht.

Um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen, empfiehlt es sich die Pflanzen in ausreichendem Abstand zueinander anzupflanzen, damit der Befall von einer Pflanze nicht so schnell auf die anderen übergreifen kann. Sollten dennoch Krankheiten die Pflanzen befallen, ist es wichtig die Hygiene im Garten zu wahren. Befallene Pflanzen sollten entfernt und im Hausmüll entsorgt oder besser noch verbrannt werden.

Alle Gartenwerkzeuge wie Töpfe, Schaufeln, Pflanzstäbe und auch Gartenschuhe sollten gesäubert und desinfiziert werden, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Gegen Schädlinge hat sich der Einsatz von sogenannten Nützlingen, also natürlichen Fressfeinden, bewährt.

Durch Insektenhotels oder Nistmöglichkeiten für Vögel kann man sich nützliche Helfer in den Garten holen, die die Schädlinge dezimieren und somit zu einer erfolgreichen Ernte beitragen.

4 wertvolle Tipps für den Kampf gegen die Blattläuse

Blattläuse auf Pflanze im Sonnenlicht
plant-louse in ray of sun © Vladimir Gunko - www.fotolia.de

Jedes Frühjahr machen sich die ungeliebten Blattläuse voller Heißhunger über junge Triebe und Blätter her. Ein echter Albtraum für jeden Gartenfreund und Gärtner. Doch was tun gegen die gefräßigen Winzlinge, die durchaus großen Schaden anrichten können? Hier ein paar wertvolle Tipp gegen Blattläuse:

Tipp 1: Vorbeugen ist wichtig

Den Garten möglichst naturnah bepflanzen und auf größere Ansammlungen gleicher Pflanzen verzichten. Gemüsebeete ruhig mit den verschiedensten Sorten mischen und bei den Rosensträuchern verschiedene Arten nebeneinander pflanzen.

Tipp 2: Für natürliche Feinde sorgen

Wichtig ist, dass im Garten die natürlichen Feinde der Blattläuse ausreichend Nistmöglichkeiten haben. Ein Haufen mit Zweigen und Laub ist ideal für nützliche Insekten, wie Schwebfliegen und Marienkäfer. Außerdem können ein bis zwei Insektenhotels aufgestellt werden, die zusätzlichen Unterschlupf bieten. Fühlen sich Marienkäfer und Schwebfliegen wohl, gehen sie auch gern auf die Jagd nach Blattläusen.

Tipp 3: Bekämpfung der Blattläuse

Befallene Pflanzen mit einem harten Wasserstrahl abspritzen. In der Regel genügt das schon die meisten Blattläuse sicher zu entfernen, denn sie sind nicht in der Lage selbstständig wieder auf die Pflanze zu gelangen, da die meisten Blattläuse im Frühjahr noch flugunfähig sind und auf der Wirtspflanze geschlüpft sind. Ist der Trieb zu stark beschädigt, dann muss dieser mit einem beherzten Schnitt samt Läuse abgeschnitten werden.

Tipp 4: Dünger für Zimmerpflanzen

Sind Topfpflanzen oder auch Zimmerpflanzen von den Blattläusen befallen, hat es sich bewährt, die Erde mit speziellen Pflanzenschutzstäbchen zu versehen. Diese geben nach und nach ihren Wirkstoff in die Erde ab, welcher wiederum über die Wurzeln von der Pflanze aufgenommen werden und letztendlich die Läuse bekämpft.

Natürliche Mittel für einen optimalen Pflanzenschutz

Nahaufnahme Brennessel
brennnessel © Ewe Degiampietro - www.fotolia.de

Schon unsere Vorfahren hatten stets auf den Spruch "Dagegen ist ein Kraut gewachsen" gesetzt. In der Tat hält die Natur so manche Mittel bereit, mit denen man sowohl die Abwehrkräfte seiner Pflanzen stärken als auch Krankheiten und Lästlinge bekämpfen kann.

Die verschiedensten Kräuter, wie etwa Brennnessel, Beinwell oder Farnkraut, können sehr hilfreich sein, doch gibt es unzählige Kräuterarten und auch Rezepturen, die so mancher Person ein Rätsel sind. Auch Zwiebeln, Knoblauch, Rainfarn und viele weitere natürliche Mittel können als natürliches Pflanzenschutzmittel verwendet werden.

Grundsätzlich können Kräuter als Jauche, Brühe, Tee und Auszug zubereitet werden. Doch sollte man dabei unbedingt bedenken, dass die verschiedenen Herstellungsarten auch ebenso verschiedene Wirkungen erzielen können.

Für eine Kräuterjauche etwa müssen die Kräuter in Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser über einen Zeitraum von wenigstens zwei Wochen in einem großen Kunststoffbehälter, wie etwa einer Regentonne, gären. Hierfür sollten die Kräuter ausreichend zerkleinert und mindestens einmal täglich gut durchgemischt werden. Vor allem an sonnigen Tagen beginnt die Jauche schnell zu gären, was auch einen entsprechend strengen Geruch mit sich bringen wird. Dieser lässt sich jedoch durch das Einstreuen von Steinmehl ein wenig eindämmen. Der Gärprozess ist vollständig abgeschlossen, sobald sich kein neuer Schaum mehr an der Oberfläche bildet.

Die Kräuterjauche kann anschließend entweder direkt mit der Gießkanne auf die Blätter der Gartenpflanzen gegossen oder ungesiebt im Wurzelbereich ausgebracht werden. Oftmals empfiehlt es sich, die Jauche vor der Verwendung mit klarem Wasser zu verdünnen. Verwendet werden kann diese anschließend während der gesamten Gartensaison.

Ähnliche wie die Kräuterjauche ist eine Kräuterbrühe. Allerdings werden die Kräuter hierfür nicht über mehrere Wochen, sondern lediglich über 24 Stunden zerkleinert in Regenwasser eingelegt. Anschließend wird die Mischung für etwa 30 Minuten leicht geköchelt. Ist die Kräuterbrühe abgekühlt, kann diese ausgebracht werden, gelagert werden kann diese jedoch nicht.

Ein Kräutertee ist sehr einfach zubereitet. Hierfür werden einfach frische oder getrocknete Kräuter mit kochendem Wasser aufgegossen. Anschließend lässt man die Mischung in einem geschlossenen Behältnis abkühlen und siebt die Kräuter nach dem Abkühlen an.

Anders als beim Kräutertee wird für einen Kräuterauszug kein kochendes, sondern kaltes Regenwasser verwendet. Hierfür lässt man die Mischung am besten über Nacht ziehen. Am nächsten Tag sollten die zerkleinerten Kräuter vollständig ausgesiebt und der Auszug direkt ausgebracht werden.

Sowohl Kräuterbrühen als auch –jauchen wirken in der Regel indirekt zur Stärkung der Pflanzen. Da sie etwa solche Mineralien wie Kalium oder Kieselsäure enthalten, werden die Pflanzen widerstandsfähiger gegen die verschiedensten Blattkrankheiten. Diverse Kräuter können aber auch etwa bei einem Pilzbefall oder auch gegen Schädlinge helfen, da sie antibiotische Wirkstoffe produzieren. Hierzu sollte die Kräutermischung etwa direkt auf die Blätter gesprüht oder direkt über die Wurzeln aufgebracht werden. Hierbei ist eine regelmäßige und vor allem rechtzeitige Anwendung überaus wichtig.

So kann der Klee im Rasen bekämpft werden

Elektrischer roter Rasenmäher auf Wiese mit Gänseblümchen
Tondeuse © ThTh - www.fotolia.de

Was für die meisten als absoluter Glücksbringer angesehen wird, ist des Gärtners ärgster Feind: der Klee. Vor allem wenn dieser sich im Rasen breit macht, ist der Ärger vorprogrammiert. Glücklicherweise gibt es ein paar wirklich wertvolle Tipps, wie man den Rasen vom Klee befreit und was man tun kann, dass es erst gar nicht zum Wachsen von Klee kommt.

Den Weißklee kann man kinderleicht los werden. Zu erkennen ist dieser an den weißen bis zart-rosafarbenen Blüten. Einfach den Rasen gründlich vertikutieren und ihn anschließend ein bis zwei Mal in der Woche mähen. So wird der Rasen gestärkt und der Klee zunehmend geschwächt. Dieser wird dann schrittweise verdrängt. Sollte sich dieser allerdings hartnäckig zeigen, hilft auch spezieller Unkrautvernichter, den man im gut sortierten Fachhandel bekommt.

Schwieriger wird es da schon mit Hornklee und Sauerklee. Diese sind an ihren gelben beziehungsweise rotbraunen Blüten zu erkennen. Wer hier mäht, richtet mehr Schaden an, denn so kann sich dieser Klee noch schneller vermehren. Leider hilft hier nur der Austausch der betroffenen Rasenfläche.

Bei kleineren Flächen können diese ausgestochen werden und anschließend mit neuem Rasen versehen werden. Wichtig ist, dass die Wurzeln komplett entfernt werden. Hat der Klee bereits weite und große Flächen befallen, hilft nur ein radikaler Schnitt. Der Rasen muss komplett entfernt, die oberste Bodenschicht ausgetauscht und anschließend neu bepflanzt werden.

Ein kleiner Tipp unter Gartenfreunden besagt, dass die betroffenen Stellen auch mit Bodenfolie bespannt werden können. Diese bleibt dann bis zu 4 Wochen auf den Rasen liegen. Der Klee geht ein und der Rasen braucht anschließend lediglich eine Erholungsphase.

Um das Wachstum von Unkraut im Vorfeld zu verhindern, sollte der Rasen regelmäßig gedüngt werden. Das regt die Grashalme zum Wachsen an und diese verdrängen dann das ungeliebte Unkraut. Des Weiteren sollte im Frühjahr und im Herbst wenigstens einmal vertikutiert werden.

Warum Schneeglöckchen und Krokusse bei Schnee und Eis nicht erfrieren

Nahaufnahme drei violette Krokusblüten
krokus 2 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Auch wenn im Westen von Deutschland, in Nordrhein-Westfalen, keine Spur von einem Winter zu sehen ist, stellen sich manche Menschen die Frage, warum eigentliche einige Blumen, wie das Schneeglöckchen, bei Schnee und Eis blühen und nicht erfrieren. Aber auch die ersten Frühlingsboten, wie Krokusse, können durch eine dünne Schneedecke, wenn der Boden nicht gefroren ist, ans Licht gelangen.

Besonderer Mechanismus

Wie der Diplom-Gartenbauingenieur und Fachberater des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V., Thomas Wagner, erläutert, besitzen alle diese Blumen einen bestimmten Mechanismus, der sie vor dem Erfrieren schützt. So müssen die Zwiebeln erst einige Tage lang Frost abbekommen, bevor sie auch dann zum Blühen erwachen. Dadurch wird vermieden, dass diese Blumen schon frühzeitig im Herbst anfangen zu blühen.

Deshalb werden diese Pflanzen auch als "Frostkeimer" bezeichnet. Wenn die Temperaturen sinken, so wird anstelle von Glukose Glycerin, ein Frostschutzmittel gebildet und die Pflanzen können dann nicht erfrieren.

Meistens fangen die Schneeglöckchen zwischen Januar und März an zu blühen, doch hängt dies auch vom Standort und dem Boden ab. Übrigens haben einige dieser Pflanzen in ihren Knollen auch ein Gift, das sie vor ihren Fressfeinden schützt.

Was man bei der Anzucht von Tomaten beachten sollte

Nahaufnahme frische rote Tomaten mit Wassertropfen
Nahaufnahme von frischen Tomaten © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

Wer im Sommer frische Tomaten ernten möchte, muss selbstverständlich rechtzeitig mit der Pflanzung beginnen. Einfach und bequem ist es, sich Jungpflanzen im Fachhandel oder auch auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Doch wer seine Tomaten selber aussäht, hat zum einen eine viel größere Auswahl an Sorten und zum anderen spart man eine Menge Geld. Denn das Saatgut kostet nur einen Bruchteil einer Jungpflanze.

Aussaat bis Ende März

Die Aussaat der Samen sollte nicht vor Ende Februar erfolgen, da die Keimlinge sehr viel Licht benötigen. Wer seine eigenen Jungpflanzen in der Fensterbank heranziehen möchte, kann sogar bis Ende März damit warten. Wichtig für die Anzucht junger Tomatenpflanzen ist entsprechende Anzuchterde, die man in jedem Fachhandel bekommt. Zudem muss die Erde immer feucht, aber nicht nass gehalten werden.

Das Pikieren

Bei einer durchschnittlichen Temperatur zwischen 18 und 23 Grad sind bereits nach zehn Tagen die ersten Keimlinge zu sehen. Nachdem sich die ersten Blätter gebildet haben, müssen die Pflanzen pikiert, also vereinzelt, werden. Hierzu verwendet man einen speziellen Pikierstab, mit dem man die zarte Wurzel heraushebt, die Pflanzen trennt und anschließend jede einzelne Pflanze in einen Topf mit normaler Blumenerde setzt.

Ab ins Beet

Haben die Jungpflanze eine Höhe von rund 30 Zentimetern erreicht, können sie nach den Eisheiligen Ende Mai in das Gemüsebeet ausgesetzt werden. Nach einer Woche darf das erste Mal gedüngt werden. Tomatenpflanzen lieben einen geschützten und sonnigen Standort. Als idealer Platz jedoch gelten Gewächshäuser.

Rosen richtig pflegen – Frühjahrsschnitt für kräftige Triebe und üppige Blüten

Lächelnde reife Dame in Garten vor Rosenstrauch mit Rosenschere
flowers © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Der Frühjahrsschnitt hält Rosen gesund und regt die Blütenbildung an. Damit die Pflanzen möglichst kräftig werden, müssen aber Zeitpunkt und Schnittführung stimmen.

Wann schneiden?

Ein festes Datum Termin für den Rosenschnitt lässt sich nicht nennen. Vielmehr hängt der richtige Zeitpunkt vom Wetter ab. Ideal ist die Phase, wenn die Forsythien zu blühen beginnen.

Wie schneiden?

Für eine üppige Blüte müssen ein paar allgemeine Regeln beachtet werden. Vor dem eigentlichen Schnitt werden abgestorbene und beschädigte Pflanzenteile entfernt. Dann werden die Triebe gekappt. Starke Triebe kürzt man nur mäßig, schwache vertragen dagegen einen kräftigen Rückschnitt. So kann die Pflanze ihre Kraft auf wenige Knospen konzentrieren.

Der Fachmann orientiert sich beim Schneiden an der Rangordnung der Seitentriebe. Für eine starke Blütenbildung braucht die Pflanze möglichst viele Verzweigungen der zweiten und dritten Ordnung – also Trieben aus dem letzten und vorletzten Jahr.

Rosenklassen beachten

Entscheidet für den Schnitt ist außerdem die Rosenklasse. Edelrosen sollen möglichst lange und gerade Stiele entwickeln, entsprechend beherzt darf man die Verzweigungen kappen. Starken Trieben belässt man fünf Augen, für schwächere Triebe reichen drei Augen.

Bei Beetrosen ist eine kompakte Wuchsform mit vielen Blütentrieben erwünscht. Um den buschigen Charakter zu wahren, werden deshalb alle Triebe auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Generell gilt, dass für eine regelmäßige Verjüngung jeweils ein mehrjähriger Trieb bis zum Boden abgeschnitten wird. Dadurch kann die Basis Neuaustriebe bilden.

Strauchrosen benötigen aufgrund ihrer Wuchshöhe ein stabiles Gerüst aus Zweigen. Dazu kürzt man die Vorjahrestriebe um ein Drittel, Triebe erster und zweiter Ordnung werden auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten.

Das richtige Werkzeug

Viel Werkzeug benötigt man zum Rosenschnitt nicht. Eine Gartenschere und stabile Handschuhe reichen. Die Schere sollte allerdings sehr scharf sein – sonst bleibt eine raue Wundfläche, in die rasch Wasser und Keime eindringen können. Ein leicht schräger Schnitt lässt Regentropfen gut abperlen.

Gänseblümchen sind schön und gesund – Bellis richtig pflegen und kultivieren

Nahaufnahme Gänseblümchen
sommer, sonne, kleine blümchen © emmi - www.fotolia.de

In seiner Wildform verwandelt Bellis perennis ganze Wiesen in ein Blütenmeer. Die Kultur-Gänseblume ist etwas weniger ausdauernd, dafür setzen die pomponförmigen Köpfe schon im zeitigen Frühjahr bunte Farbtupfer im Garten oder auf der Terrasse.

Pflege der Bellis

Tausendschönchen gedeihen auf fast allen Böden. Besonders gern stehen sie in Töpfen mit durchlässigem Substrat, aber auch lehmige Böden sind willkommen. Vor starken Nachtfrösten sollte man die Gänseblümchen allerdings schützen. Vor allem Pflanzen, die frisch aus dem Gartencenter kommen, müssen sich im Freien erst abhärten.

Dünger ist für Bellis nicht erforderlich. Wer die Blüte fördern möchte, sollte jedoch verblühte Stängel ausknispen. Mehrjährige Sorten schneidet man nach der Blüte zurück, spätestens zu Beginn des nächsten Austriebs. Tipp: Anders als ihre wilde Variante eignen sich die langstieligen Kultur-Bellis gut für die Vase. Ideale Pflanzpartner für Gänseblümchen sind Narzissen, Tulpen und Stiefmütterchen.

Bellis selber züchten

Wer die Pflanzen selbst ziehen möchte, bringt die Samen zwischen Mai und Juli in die Erde. Im Zimmer lässt sich Bellis auch noch im Februar vorziehen. Schneller und einfacher gelingt die Frühlingsdekoration mit vorgezogenen Maßliebchen. Mehrjährige Sorten kann man in der kommenden Saison durch Teilen wieder Verjüngen.

Gänseblümchen gelten in ganz Europa als Glücksbringer – schließlich gehören sie zu den ersten Boten des Frühlings. Die Wildform sorgt zudem auf dem Teller für gute Laune, sie verleihen einem Salat einen leicht scharfen, nussigen Geschmack. In der Naturheilkunde werden wilde Gänseblümchen bei Verdauungsbeschwerden, Hautproblemen und zur Entwässerung eingesetzt.

Storchschnabel in Beet und Topf - Vielseitigkeit ist Trumpf

Frau mit Strohhut und magentafarbenem Oberteil, Gartenschere und roten Blumen
Smiling pretty woman gardener © edbockstock - www.fotolia.de

Der Storchschnabel ist eine der ältesten und beliebtesten Gartenpflanzen. Mehr als 400 Sorten der Gattung Geranium sind weltweit bekannt, in allen klimatischen Zonen. Wer die dekorativen Blüher im eigenen Garten kultivieren möchte, findet eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten – von wintergrünen Bodendeckern bis zu hohen und großblumigen Varianten.

Sorten zur großflächigen Unterpflanzung

Die Blüten des Felsen-Storchschnabels sind eher bescheiden. Mit ihren zarten Weißtönen eignet sich die schnell wachsende Art jedoch ideal als Bodendecker unter Bäumen. Ebenfalls sehr standfest und kompakt ist die Neuzüchtung "Rosemoor" mit blau-violetten Blüten.

Dauerblüher für Töpfe und Kästen

Der Pracht-Storchschnabel zeigt seine Blüten meist nur von Juni bis Juli. Wer das Farbspiel länger genießen möchte, greift zu Sorten wie "Rozanne", die auch im Kübel oder Kasten den ganzen Sommer hindurch blühen. Unschlagbar für trockene Böden oder gießfaule Balkonbesitzer ist der Blut-Storchschnabel.

Schöne Bilder entstehen auch, wenn verschiedene Geranium-Arten kombiniert werden. Der Pracht-Storchschnabel ist ein attraktiver Begleiter von Rosen, da sein dichtes Laub die nackten Stängel der Strauchrosen verdeckt.

Hübsche Blüten – ebenso hübsche Blätter

Im Beet zeigt der Storchschnabel auch als Blattschmuck seine Reize. Der Kaukasus-Storchschnabel präsentiert graugrüne, wildlederartige Blätter. Black Beauty setzt mit purpurfarbenem Laub extravagante Akzente. Generell bilden die rundlichen Geranium-Blätter einen hübschen Kontrast zu Nachbarpflanzen mit länglichem Blattwuchs.

Die Saison beginnt - der Eichenprozessionsspinner kommt

Nahaufnahme Raupen auf Blatt
Armada de chenille à l'assaut des choux © ChristopheB - www.fotolia.de

Die Reaktionen, die Eichenprozessionsspinner bei uns Menschen auslösen können, sind recht heftig. Sie reichen von einem unangenehmen Juckreiz bis hin zu einer starken Bronchitis oder auch Asthma. Deshalb denken viele Menschen, dass es am besten ist, wenn man die Tiere so schnell wie nur möglich beseitigt. Das Umweltbundesamt in Dessau stellt nun aber eine andere These auf. Es empfiehlt nämlich garade nicht die schnelle Entfernung.

Erst prüfen, dann handeln

Das Bundesumweltamt warnt vor den Folgen einer unüberlegten und unkontrollierten Entfernung der Eichenprozessionsspinner durch chemische und biologische Mittel. Bei diesen Maßnahmen werden nämlich nicht nur die unliebsamen Raupen beseitigt, sondern auch andere Lebewesen getötet. Und dies zu Lasten unserer Umwelt.

Aus diesem Grund gibt das Amt die Empfehlung heraus, vor der Bekämpfung der Tiere erst einmal genau zu überprüfen, ob dies wirklich nötig ist. Befinden sich die Eichenprozessionsspinner nämlich an Bäumen, die nicht in unmittelbarer Nähe zu Menschen wachsen, könnten die Raupen erst einmal in Ruhe gelassen werden.

Stehen die betroffenen Eichen jedoch in Wohngebieten, Parks oder anderen Grünanlagen, die gut besucht werden, dann muss eine Entfernung stattfinden. Ebenso dann, wenn durch den Kahlfraß der Raupen größere Waldbestände vom Absterben bedroht wären.

Ist dem nicht so, könnte erst einmal großflächig abgesperrt werden. Im Anschluss können Schädlingsbekämpfer die kleinen Raupen, die übrigens eine Schmetterlingsart sind, absaugen und entsprechend entfernen.

Die Gefahr steckt in den Haaren

So niedlich und beeindruckend die Prozession der kleinen Tierchen auch aussehen mag: Sie sind gesundheitsschädlich für Menschen und können schwere Krankheiten hervorrufen.

Schuld daran sind die kleinen Brennhaare, die sich in unserer Kleidung und selbst in unseren Schuhen festsetzen und neben dem starken Juckreiz auch die bereits erwähnte Bronchitis oder gar Asthma auslösen. Es ist daher empfehlenswert, nicht zu nah an die befallenen Bäume heranzutreten und die Raupen auf keinen Fall anzufassen.

Edle Pfingstrosen – Tipps zum Pflanzen und Pflegen

Lächelnde reife Dame in Garten vor Rosenstrauch mit Rosenschere
flowers © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Ob weiß, pink oder zartrosa – mit ihren prächtigen Blüten läutet die Pfingstrose den Frühsommer ein. Neben bekannten heimischen Arten wie der Bauern-Pfingstrose erfreuen sich Hobbygärtner an einer riesigen Auswahl exotischer Edel-Päonien. Robust sind sie alle, ein paar Dinge sollte man beim Pflanzen und Pflegen aber beachten.

Standort und Pflanzzeit

Die beste Zeit, um neue Pfingstrosen zu pflanzen, ist der Herbst. Damit sich die Pflanzen optimal entwickeln können, darf der Boden gern etwas lehmig sein, wenn die Wurzeln zu dick mit Erde bedeckt sind, blüht und gedeiht die Frühlingsrose aber nur spärlich. Das Sonnenlicht mag die Pfingstrose am liebsten gefiltert. Der Standort sollte hell aber nicht zu heiß sein.

Einen Ortswechsel nehmen Pfingstrosen meist übel. Dafür können sie an einem geeigneten Platz viele Jahrzehnte lang immer schönere Blüten entfalten. Wenn es dennoch nötig ist, die Pflanze umzusetzen, sollte man den Wurzelstock teilen. Nach einer zwei- bis dreijährigen Eingewöhnung zeigen sich dann wieder neue Blüten.

Große Blüten schwere Last

Die üppigen Blüten der Pfingstrose sind ihr Markenzeichen. Je größer die Blüten, desto schwerer aber auch ihr Gewicht. Vor allem nach einem Regenschauer saugen sie sich so voll Wasser, dass eine Stützhilfe erforderlich sein kann. Wer sich die Mühe sparen möchte, kauft Sorten mit kleineren Blüten und kräftigen Stängeln.

Blühende Sommerstauden – richtig gießen, düngen und pflegen

Blumenerde mit Mineraldünger auf grüner Schaufel
Mineraldünger - mineral fertilizer 10 © Lianem - www.fotolia.de

Damit Staudenpflanzen in voller Pracht erblühen, brauchen sie im Sommer etwas Pflege. Die größte Aufmerksamkeit gilt dem Gießen und Düngen. Wer die Sommerstauden richtig abstützt und zurückschneidet, kann die Blüte außerdem länger genießen.

Reichlich gießen

Nicht kleckern, sondern klotzen. Stauden trotzen der Trockenheit am besten, wenn sie tiefe Wurzeln ausbilden konnten. Daher sollten Gärtner lieber seltener und dafür intensiver wässern. Ganz austrocknen darf der Boden allerdings nie. Die ideale Gießzeit für alle Gartenblumen ist der frühe Morgen. Durstige Sorten wie Schwertlilie, Astilbe oder Sterndolde freuen sich über häufige Wassergaben. Sonnenhut und Steppenkerze sind dagegen etwas weniger bedürftig.

Behutsam düngen

Wer reichlich düngt, regt zwar das Wachstum der Stauden an, die Blätter werden aber anfälliger für Pilzerkrankungen. Kleinere Staudenpflanzen brauchen nur einmal im Frühjahr frischen Kompost. Größere Blütenstauden vertragen eine zusätzliche Portion organischen Volldünger oder Mineraldünger. Damit winterharte Stauden den Frost gut überstehen, gibt man zum Sommerende kaliumreichen Spezialdünger.

Zeitig schneiden

Die meisten Stauden belohnen einen zeitigen Rückschnitt mit einer zweiten Blüte. Sobald die ersten Blüten verwelkt sind, schneidet man die Pflanze dazu 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden ab. Die Maßnahme verhindert außerdem, dass die Stauden sich selbst aussäen und verwildern.

Gut stützen

Manche Stauden entwickeln ein beachtliches Höhenwachstum. Damit die Blütentriebe nicht von Wind oder Regen niedergedrückt werden, brauchen sie eine Stütze. Solitäre wie die Stockrose bindet man an einem Bambusstab fest, buschigere Stauden bekommen in einem Stützring optimalen Halt.

Prächtige Sonnenblumen – säen, pflegen und "ernten"

Junge Frau im Sonnenblumenfeld
sonnenblumen frau © Jörg Jahn - www.fotolia.de

Die Sonnenblume ist ein echter Sommerliebling. Mit ihrem hohen Wuchs und den strahlenden Blüten hat sie sich einen Stammplatz in vielen Gärten erobert. Und die strahlende Schönheit sieht nicht nur gut aus, sie ist auch ausgesprochen nützlich. Tipps zu Aussaat, Pflege und Ernte.

Sonnenblumen säen und pflanzen

Die Sonnenblume ist eine einjährige Pflanze. Am wohlsten fühlt sie sich an einem sonnigen und windgeschützten Standort. Ab April können die Samen im Topf vorgezogen werden.

Mit der Aussaat im Freiland sollte man bis Ende Mai warten. Da die Wurzeln beim Vereinzeln leiden, sät man mit mindestens 30 Zentimeter Abstand. Zwei Wochen später zeigen sich die Sprösslinge. Achtung: unbedingt vor Schnecken schützen!

Sonnenblumen pflegen

Mit einer Höhe bis zu drei Metern brauchen Sonnenblumen viel Wasser. Während des Wachstums freuen sie sich außerdem über regelmäßige Düngergaben. Ideal ist Brennesseljauche, aber auch stickstoffbetonter Fertigdünger regt das Blütenwachstum an.

Wenn die Stiele zu dünn sind, sollten sie eine Stütze bekommen. Tipp: Umgeknickte Pflanzen lassen sich "verarzten". Einfach Bambusstäbe um die Bruchstelle legen und mit Paketklebeband befestigen.

Die Hauptfeinde der Sonnenblume sind Wind, Schnecken und Blattläuse. Blattrost zeigt sich durch gelblich-braune Flecken auf den Blättern. Befallene Pflanzenteile wegwerfen, den Rest mit Fungizid behandeln.

Für die Vase schneiden

Sonnenblumen machen auch in der Vase eine gute Figur. Dazu schneidet man die Stiele schräg ab, entfernt die unteren Blätter und stellt die Blume dann in handwarmes Wasser. Wer die Blüte verlängern möchte, wechselt täglich das Wasser und schneidet die Stiele zwischendurch neu an.

Sonnenblumenkerne für die Küche

Im September ist Erntezeit! Die Sonnenblumenkerne schmecken im Müsli ebenso gut wie auf dem Salat. Aber nicht alles selber aufessen, denn auch die Vögel freuen sich über einen knackigen Leckerbissen im Winter. Von besonders schönen Blumen kann man außerdem Samen für die Aussaat im nächsten Jahr zurücklegen.

Wandelröschen – Tipps rund um die wechselhafte Wunderbüte

Alte Frau mit Strohhut bei der Gartenarbeit
senior woman gardening © Elenathewise - www.fotolia.de

Das Wandelröschen macht aus jeder Terrasse ein farbenfrohes Blüten-Paradies. Der Wechsel der Farben bietet ein ständig wechselndes Schauspiel von Gelb zu Rosa oder Orange. Außer Wasser und Sonne braucht das bunte Wunder dabei wenig Pflege.

Blütezeit und Überwinterung

Die Blütezeit des Wandelröschens ist von Mai bis September. Damit die Pflanze üppig wächst und blüht, sollte sie an einem möglichst sonnigen und warmen Standort stehen. Bei kühlen Temperaturen zeigt sie sich spröde. Im Winter sollte das Wandelröschen deshalb in ein frostfreies Quartier umziehen. Ideale Temperatur zum Überwintern ist zehn Grad, die Erde sollte stets etwas feucht sein.

Ob Stämmchen oder kompakte Topfpflanze – wenn das Wandelröschen wieder kräftig blühen soll, müssen die Triebe im Frühjahr auf eine Länge von 15 Zentimetern gekappt werden. Wöchentliche Düngergaben bringen die Blüten zur vollen Pracht.

Stutzen und vermehren

Frische Pflanzen müssen nicht gestutzt werden. Um die Neubildung von Blüten zu fördern, sollten jedoch alle verwelkten Teile abgeschnitten werden. Achtung, die kugeligen Früchte, die sich an den Blütenständen bilden, sind giftig.

Zum Vermehren kann man im Frühjahr einen rund zehn Zentimeter langen Steckling abschneiden. Das Triebende sollte rund zehn Zentimeter lang sein, die unteren Blätter entfernt man und setzt den Steckling in Anzuchterde. Wer die Vermehrung ankurbeln möchte, streut etwas Bewurzelungspulver in das Pflanzloch.

Wenn die Pflanzen wuchern – mit diesen Tipps halten Sie Wucherkünstler im Zaum

Nahaufnahme Efeu an roter Mauer, Hauswand
Ivy on a red brick wall © Suzan Oschmann - www.fotolia.de

Manche Pflanzen brauchen intensive Pflege, um zu gedeihen. Andere entpuppen sich als Wucher-Talente, die auch dort erscheinen, wo man sie nicht haben will. Mit den richtigen Tricks bekommen Sie Ausläufer, Wurzeln und Wildsamen in den Griff.

Selbstaussaat verhindern

Damit Blütenstauden nicht verwildern, schneidet der Gärtner regelmäßig die verwelkten Blüten ab. Besonders intensive Pflege brauchen Akelei, Phlox und Spornblume. Die Wildarten sind nicht nur weniger farbenprächtig, sie können auch die Zuchtsorten verdrängen.

Bodendecker richtig kombinieren

Golderdbeere, Lampionblume und Efeu sind beliebte Bodendecker. Schon wenige Jahre nach dem Pflanzen lassen sie kein Unkraut mehr durch. Ebenso robust setzen sie sich aber auch gegen andere Sträucher durch. Beim Bepflanzen sollte man deshalb nur ebenso konkurrenzstarke Sorten kombinieren. Flach wurzelnde Arten wie der Blumen-Hartriegel könnten verkümmern. Unter Gehölzen kann der dichte Filz von Beinwell oder Gedenkemein außerdem den Bäumen das Wasser abgraben.

Rhizomsperre einbauen

Die Könige der Wucherer lassen sich meist nur mit einer Rhizomsperre unter Kontrolle halten. Dazu zählen etwa Essigbaum und Bambus, die innerhalb weniger Jahre einen ganzen Garten erobern können. Damit die Ausläufer auf den gewünschten Bereich beschränkt bleiben, gräbt man eine rund 70 Zentimeter hohe Kunststoffbahn senkrecht in die Erde.

Zur Stabilisierung lassen sich die etwa zwei Millimeter dicken Bahnen mit einer Metallschiene ringförmig verschrauben. Zu eng sollte man die Wurzelsperre jedoch nicht machen. Größere Pflanzen leiden sonst schnell unter Trockenheit. In kleinerer Form lässt sich das Verfahren auch in Beet oder Balkonkasten einsetzen. Wuchernde Pfefferminze kann man etwa mitsamt Topf in die Erde setzen. Oder man gräbt beim Pflanzen eine Sperre aus Teichfolie mit ein.

Herbstlicher Farbenzauber im Garten – Tipps für die Beetgestaltung

Bunte Gartenhandschuhe schneiden mit hellblauer Schere Pflanzen mit gelben Blüten
gartenarbeit © Anne Katrin Figge - www.fotolia.de

Wenn Stauden und Gehölze ihr Herbstkleid anziehen, kommt noch einmal richtig Farbe in den Garten. Mit der richtigen Auswahl von Pflanzen und ein paar Tipps zur Gestaltung erstrahlen die Beete zum letzten Höhepunkt des Jahres.

Ob buntes Laub, farbige Blüten oder dekorative Fruchtstände – für das herbstliche Farbenspiel kann der Hobbygärtner alle Elemente einbeziehen. Den Rahmen bilden immergrüne Hecken oder andere wintergrüne Pflanzen, vor deren dunkler Färbung die Gold-, Bronze- und Purpurtöne des Herbsts besonders schön leuchten.

Farbige Highlights setzen

Die Hauptattraktion im Herbstbeet ist ein farbiger Ahorn. Der Feuer-Ahorn etwa streckt sein kräftig rotes Laub bis zu sechs Metern in die Höhe. Darunter passen ebenfalls rote Lichtpunkte: die Fruchtknoten vom Aronstab, ein Purpurglöckchen mit feurig roten Blättern.

Ein anderes Farbspiel lässt sich mit dem Phönix-Ahorn gestalten. Das Bäumchen mit der auffällig roten Rinde wird nur vier Meter hoch und passt daher auch in kleinere Beete. Wenn sich im Herbst das Laub gelb verfärbt, ergeben sich bezaubernde Kontraste zur Purpur-Fetthenne und Myrtenaster. Ein wunderschöner herbstlicher Hingucker ist außerdem die Sonnenbraut, die es in Farben von gelb bis kupferrot zu kaufen gibt.

Schmückende Fruchtstände

Während Sonnenbraut, Fetthenne und Astern bis in den Oktober blühen, zeigen andere Pflanzen im Herbst besonders dekorative Fruchtstände: von Schafgarbe und Sonnenhut bis zum Lampenputzergras und kleinen Geißbart. Die gelben Blütenstände des Brandkrauts stehen sogar in mehreren Etagen.

Gartentipps für Faule – pflegeleichte Pflanzen und unkomplizierte Gestaltung

Pflegeleichte Gartengestaltung für viel Entspannung

Aufgang oder Treppe mit flachen Stufen in Garten mit weißem Kies und Steinpflanzen und Nadelbäumen
designer garden © Jyothi Joshi - www.fotolia.de

Wer wenig Zeit für die Gartenpflege hat oder sich am Wochenende lieber entsannen möchte, kann sich die Arbeit erleichtern: mit pflegeleichten Pflanzen und vorausschauender Gestaltung von Beeten und Wegen. So bleibt der Garten auch bei beruflichem Stress, Krankheit oder im Alter ein attraktiver Ort zum Erholen.

Pflegeleichte Pflanzen auswählen

Unkraut jäten, Mähen und Schneiden kosten Zeit. Dabei gibt es für jeden Standort Pflanzen, die die Mühe erleichtern. Um nicht in jedem Frühjahr neu pflanzen zu müssen, sollten "faule" Gärtner nur mehrjährige Stauden kaufen und diese in Gruppen einsetzen. Ohne Teilung gedeihen zum Beispiel Pfingstrose, Taglilie und Pracht-Storchschnabel.

Auch Rosen mit dem ADR-Prädikat für besondere Robustheit lassen sich als Sträucher oder Bodendecker pflanzen – ohne den lästigen Rückschnitt, den die edlen Blumen sonst erfordern. Ebenfalls schnittlos gedeihen Japanischer Ahorn, Blumen-Hartriegel, Zaubernuss oder Zierquitte. Der Rasen muss durch den Kauf von hochwertigem Markensaatgut seltener gemäht werden. Und wer nicht zwei- bis dreimal jährlich seiner Hecke zu Leibe rücken möchte, investiert in Gabionen. Die Drahtgeflechte mit Steinen erfordern keinerlei Pflege und lassen sich auf Wunsch begrünen.

Zeitsparende Gestaltung

Kübel statt Beet – auch ein Gemüsegarten beschert mit wenig Aufwand gärtnerische Freuden. Um die Wege zum Gießen abzukürzen und den Schutz vor Schnecken zu erleichtern, lassen sich viele Pflanzen im Kübel kultivieren. Für

ist das bereits üblich. Aber auch

wachsen im Kübel prächtig.

Betreibt man nicht gerade eine Koi-Zucht, fühlen Frösche, Insekten und Pflanzen sich auch in einem Naturteich wohl. Das erspart die Filteranlage und den Rückschnitt von Wasserpflanzen. Bei der Pflanzenauswahl sollte man wuchernde Sorten wie Rohrkolben allerdings meiden.

Pflege von Zitruspflanzen – Tipps zum Düngen, Gießen und Überwintern

Mit diesen wertvollen Tipps rücken Sie Chlorosen und anderen Schäden zu Leibe

Silberfarbende Gießkanne auf grüner Wiese
arrosoir © danimages - www.fotolia.de

Zitrusgewächse brauchen in nördlichen Gefilden besondere Aufmerksamkeit. Bisherige Pflegetipps wie kalkarmes Gießwasser oder Eisendünger haben sich jedoch als irrig erwiesen. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass manche Schäden erst durch diese Maßnahmen entstehen.

Richtig überwintern

Für ihre Studie untersuchten die Forscher rund 50 Zitrusgewächse, die bei einem professionellen Überwinterungsservice in Pflege waren. Nur jede dritte Pflanze hatte gesunde grüne Blätter.

Bei den anderen zeigten sich die typischen gelblichen Verfärbungen. Ursache für die sogenannten Chlorosen war aber nicht ein salzhaltiger Boden, wie man üblicherweise dachte. Tatsächlich fehlte es den Pflanzen an Kalzium.

Statt Zitrus – wie häufig empfohlen – mit kalkarmem Regenwasser zu gießen, sollten Hobbygärtner Leitungswasser mit hohem Kalzium-Gehalt nehmen. Das entspricht nach aktueller Einteilung einem Härtegrad 15 (früher Härtebereich 3).

Richtig düngen

Um den Nährstoffbedarf von Zitrus zu decken, empfehlen die Forscher außerdem reichlich Stickstoff. Phosphor wird dagegen in geringen Mengen benötigt als bisher angenommen. Beim Überwintern in einem kühlen Raum sollte das Düngen ganz entfallen.

Die ersten Nährstoffgaben sollten erst beim Austrieb im Frühling erfolgen, anschließend ein- bis zweimal wöchentlich einen möglichst stickstoffreichen und phosphatarmen Flüssigdünger verwenden. Für die Versorgung mit Kalzium wird zusätzlich Kalksalpeter in Wasser gelöst.

Richtig gießen

Auch im Winter sollte die Erde immer bis zum Boden durchfeuchtet sein und niemals ganz austrocknen. In der Wachstumsphase ist tägliches Gießen sinnvoll.

Gemüsegarten anlegen – Tipps für Einsteiger

Für den perfekten Gemüsegarten braucht es genaue Planung und diese hilfreichen Kniffe

Nahaufsicht von Karotten oder Möhren im Beet, in der Erde
Karotten im Beet © Visions-AD - www.fotolia.de

Wer einen Gemüsegarten anlegen möchte, braucht zuerst etwas Planung. Wie gestalte ich die Beete und Wege am sinnvollsten, welche Pflanzen lassen sich gut kombinieren? Was muss ich bei der Auswahl von Saatgut und der Fruchtfolge beachten? Praktische Tipps für Einsteiger.

Beete planen und anlegen

Der erste Schritt für den eigenen Gemüsegarten ist das Anlegen der Beete. Je nach verfügbarer Fläche kann man dabei mehrere Beetflächen nebeneinander gestalten, oder man nutzt einzelne Nischen im Garten zum Gemüseanbau. Eine bewährte Breite für Beete ist dabei 1,30 Meter – so kann man bequem von beiden Seiten die Pflanzen erreichen.

Bei mehreren Beeten braucht man dazwischen mindestens 30 Zentimeter Platz, um sich zu bewegen. Soll auch eine Schubkarre hindurch passen, ist eine Wegbreite von 80 Zentimetern sinnvoll. Als praktisch hat es sich außerdem erwiesen, wenn die Beete eingefasst sind, etwa durch

  • Holzbohlen,
  • Beton-Kantsteine oder
  • einen Schneckenzaun.

Fruchtwechsel planen

Wenn der Gestaltung der Beete fest steht, folgt die Anbauplanung. Welche Gemüsesorten will ich anbauen? Am besten erstellt man zwei Listen:

  1. für die sogenannte Hauptkultur aus langsam wachsenden Pflanzen und
  2. Vor- oder Nachkulturen, die zeitlich versetzt in das selbe Beet
  3. kommen.

Typische Hauptkulturen sind

Als Vorkultur eignen sich

Erst, wenn die Hauptkultur bereits geerntet ist, sät man dagegen Nachkulturen wie

Entscheidend für die Kombination sind die Wachstumszeiten und der unterschiedliche Nährstoffbedarf der Gemüsearten.

Ganz wichtig: um Schädlingen vorzubeugen und den Boden nicht einseitig auszuzehren, kultiviert man die meisten Gemüse nur ein Jahr auf derselben Fläche. Danach folgt ein Fruchtwechsel auf eine andere Sorte. Einen biologischen Schutz vor Schädlingen erreicht man auch durch die Kombination verschiedener Pflanzen in einer Mischkultur.

Umgang mit Saatgut

Wer eine optimale Ernte erzielen möchte, kauft jedes Jahr frisches Saatgut. Samen aus eigener Zucht liefern nur selten so viel Ertrag. Ob vorhandenes Saatgut noch in Ordnung ist, lässt sich mit einer Keimprobe prüfen.

Laufen weniger als die Hälfte der Samen auf, sollte man in neues Saatgut investieren. Der erfahrene Gärtner trägt außerdem im Kalender ein, wann die einzelnen Sorten in die Erde müssen.

Der eigene Garten – Tipps für Einsteiger

Wer das erste Mal einen eigenen Garten besitzt, sollte sich zunächst ein paar wichtige Fragen stellen

Mittlere Körperpartie einer Frau im Garten, Frau trägt Handschuhe und Schaufel und lila Blumen in Topf
Cropped view of senior woman holding flower pot in garden © diego cervo - www.fotolia.de

Alles im grünen Bereich - wer einen eigenen Garten besitzt, kann sich freuen. Für Einsteiger bringt das Gärtnern aber auch Menge neue Herausforderungen mit sich:

  • Wie plane ich Beete und Wege,
  • wo finde ich passende Pflanzen und
  • welche Geräte benötige ich?

Ein kurzer Überblick.

Wie nutze ich den Garten?

Die erste Frage an neue Gartenbesitzer lautet: Wie wollen Sie ihr Grundstück nutzen? Ruhesuchende erfreuen sich an windgeschützten Sitzgruppen und bunten Blumenbeeten.

Soll es auch Gemüsebeete geben? Familien brauchen Platz zum Toben und für Spielgeräte. Wer gern Gäste hat, sollte eine großzügige Terrasse einplanen.

Den Garten wachsen lassen

Einfach zuschauen, wie es wächst – das ist das Schöne am Garten. Auch Einsteiger sollten sich ausreichend Zeit zum Beobachten nehmen.

  • Wie ist der Sonneneinfall,
  • welche Pflanzen wachsen besonders gut,
  • wie verändert sich der Garten im Laufe des Jahres?

Statt einen festen Plan zu verfolgen, empfehlen Experten deshalb, einen Garten schrittweise entwickeln. Die Auswahl der Pflanzen richtet sich nach dem Boden und dem Sonneneinfall.

Gartengeräte kaufen

Teure Spezialwerkzeuge sind für den Anfang entbehrlich. Bei Bedarf kann man sie beim Nachbar leihen. Ein paar Geräte sollen Gärtner-Neulinge aber anschaffen.

Für den Boden: Zum Umstechen und Ausheben von Löchern benötigen Sie Schaufel und Spaten. Mit der Harke lockern sie den Boden auf, die Hacke dient zum Entfernen von Unkraut.

Wer eine Rasenfläche hat, braucht einen Mäher. Wird der Rasen frisch angelegt, kann es lohnen, gleich die Drähte für einen Robotermäher mit zu verlegen.

Zum Bewässern: In größeren Gärten werden Sie kaum ohne Wasserschlauch auskommen. Auf kleinen Parzellen reicht eine Gießkanne.

Für Blumen und Pflanzen: Dickere Zweige schneidet man mit der Astschere, die kleinere Gartenschere ist für Blumen und Sträucher zuständig. Um die Abfälle oder größere Mengen Erde zu transportieren, ist eine Schubkarre hilfreich.

Für den Gärtner: Natürlich kann man auch in normaler Freizeitkleidung arbeiten. Damit die Schuhe vor Nässe und Schmutz geschont werden, empfehlen sich aber Garten-Clogs oder robuste Gummistiefel. Gartenhandschuhe schützen vor Verletzungen und halten die Hände sauber.

Richtig kompostieren – wohin mit kranken Pflanzen?

Diese Erreger dürfen keinesfalls auf den Kompost, weil sich die Krankheiten sonst ausbreiten

Komposthaufen für Pflanzenabfälle auf dem Friedhof
Friedhofsmüll © Martina Berg - www.fotolia.de

Pflanzenreste sind die Basis für wertvollen Dünger. Aber darf man auch kranke

kompostieren? Es kommt darauf an: einige Erreger dürfen keinesfalls auf den Kompost, weil sich die Krankheiten sonst im ganzen Garten ausbreiten. Andere sterben beim Verrotten ab. Wir erklären, welche kranken Pflanzen zum Kompostieren geeignet sind, und welche sie besser in der Biotonne entsorgen.

Pilze - Gefahr aus dem Boden

Die häufigsten Krankheiten im Garten werden von Pilzen hervorgerufen. Wie ansteckend befallene Pflanzenteile im Kompost sein können, hängt vom jeweiligen Erreger ab. Eine Faustregel: Blattpilze sterben im Kompost ab, Pilze im Wurzelbereich müssen entsorgt werden.

die meisten Blattpilze können keine stabilen Dauersporen bilden. Die Erreger verbreiten sich vornehmlich über die Luft, wenn das Pflanzengewebe abstirbt, finden auch die Sporen ihr natürliches Ende. Bis auf den Echten Mehltau dürfen Pflanzen mit Pilzbefall deshalb kompostiert werden.

Anders sieht es aus, wenn die Krankheitserreger im Boden leben, etwa Welkepilze oder die Kohlhernie. Die Sporen in der Erde sind extrem widerstandsfähig gegen Rotteprozesse und überleben auch starke Hitze. Erkrankte Pflanzen dürfen deshalb nicht auf den Kompost gelangen. Selbst die an Schuhen oder Arbeitsgerät anhaftende Erde kann die Erreger verbreiten.

Viren – selten gefährlich

Viren benötigen in aller Regel einen lebenden Wirt. Hitze und Zersetzungsprozesse können sie kaum überdauern. Wenn etwa die Gurken mit dem Mosaikvirus befallen sind, ist Kompostieren kein Problem. Um sicher zu gehen, dass Krankheitserreger und Unkrautsamen absterben, sollte man die äußere Kompostschicht öfter neu aufsetzen. So ist garantiert, dass alle Pflanzenteile die sogenannte Heißrotte erreichen.

Tipp: Die Temperaturen lassen sich noch steigern, wenn man stickstoffreichen Rasenschnitt unter den Kompost mischt. Auch Pferdemist heizt die Rotte an.

Bakterien – teilweise hoch ansteckend

Bakterien können sich leicht von Pflanze zu Pflanze übertragen. Viele Bakterienarten fühlen sich speziell in der warmen und sauerstoffarmen Umgebung eines Komposthaufens wohl. Sind Pflanzenteile mit Bakterien infiziert, etwa dem Feuerbrand, müssen sie deshalb separat entsorgt werden.

Schädlinge in Laub und Pflanzen

Auch bei Schädlingen gilt besondere Vorsicht, wenn diese im Boden leben oder überwintern. Die Maden der Gemüsefliege fühlen sich im warmen Kompost sogar richtig wohl – und können so später weite Flächen verseuchen.

Vorsicht gilt zudem bei Herbstlaub. Die Miniermotten aus den Blättern der Rosskastanie verlassen einige Tage nach dem Herabfallen ihre Gänge und überwintern im Boden. Um den Befall zu reduzieren, sollte man deshalb täglich das Laub zusammenharken und entsorgen, so dass die Erreger keine Chance haben, in den Boden zu gelangen.

Besonders Anfänger im Bereich der Gartenarbeit holen sich die passenden Tipps in einem Gartenkalender, um den Garten das ganze Jahr über richtig versorgen zu können.

Gartentipps für das ganze Jahr - ein Gartenkalender

Es gibt unterschiedliche Arten von Gartenkalendern - während die einen sich auf die vier Jahreszeiten beschränken, geht der phänologische Kalender gleich auf zehn Jahreszeiten ein. Zudem gibt es Tipps für jeden einzelnen Monat.

Gartenarbeit nach dem phänologischen Kalender

Als Phänologie wird die Lehre des Einflusses der Witterung und des Klimas auf jahreszeitliche Entwicklungen von Fauna und Flora bezeichnet. Im hiesigen Lebensraum gibt es anstelle der geläufigen vier insgesamt zehn phänologische Jahreszeiten. Sie sind für die Gartenarbeit während des Jahres bestimmend bis hin zu entscheidend.

Das zweigeteilte Wort "Phänologie" ist mit seinem Teil "phäno" vom altgriechischen "phaino" abgeleitet, zu Deutsch in etwa "erscheinen". Das ebenfalls griechische "logie" heißt übersetzt "Lehre", "Sinn" oder "Wort".

Phänologie ist die Lehre von den sich im Jahresverlauf periodisch wiederholenden Ereignissen in der Natur. Das bezieht sich auf Pflanzen und Tiere gleichermaßen.

Für den Heim- oder Hobbygärtner ist der phänologische Kalender viel aussagefähiger als die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die phänologischen Jahreszeiten sind deutlich differenzierter - sie sind lokal sowie regional unterschiedlich und können von Jahr zu Jahr variieren.

Die kalendarische Bestimmung orientiert sich im wahrsten Sinne des Wortes an der Natur. Allein aus diesem Grunde ist eine Bindung an feststehende Daten und Termine wie beim gängigen Kalendarium weder denkbar noch möglich.

Für jede der zehn phänologischen Jahreszeiten gibt es phänologische Indikatoren, die das Gärtnern erleichtern. Die so genannten mitteleuropäischen phänologischen Jahreszeiten sind:

  1. Vorfrühling
  2. Erstfrühling
  3. Vollfrühling
  4. Frühsommer
  5. Hochsommer
  6. Spätsommer
  7. Frühherbst
  8. Vollherbst
  9. Spätherbst
  10. Winter

Einige dieser Kalenderzeiten sind im Alltag durchaus bekannt und gängig. Vorfrühling, Frühsommer, Spätsommer oder Spätherbst gehören zu denjenigen Jahreszeiten, die heutzutage sogar in der Reise- und Tourismusbranche als besonders schöne Jahreszeiten außerhalb der Hochsaison beworben werden. Für den Laien oder für den Städter gehen viele der phänologischen Jahreszeiten nahtlos ineinander über.

Ganz anders sieht das der Hobbygärtner in den ländlichen Regionen für seinen Zier-/Nutzgarten. Er orientiert sich an den ersten Anzeichen des Vorfrühlings und hält sich ab jetzt bis in den Winter hinein an das phänologische Jahr.

Vorfrühling

Der Vorfrühling beginnt an den letzten Februar- beziehungsweise an den ersten Märztagen. Wenn Schneeglöckchen, Salweide, Haselnuss oder der Winterjasmin blühen, dann wird in der Landwirtschaft mit der Aussaat des Sommergetreides begonnen.

Als Indikator gilt die Bodenfeuchtigkeit im Garten. Die Winterfeuchtigkeit mit Eis und Schnee hat sich normalisiert, der Winter ist buchstäblich vorüber.

Erstfrühling

In dem sich an den Vorfrühling anschließenden Erstfrühling blühen Beerensträucher im Garten, Forsythien, Schlehdorn und Ahorn. Obstbäume wie Birne, Kirsche oder Pflaume beginnen ebenfalls zu blühen. Wenn in der Landwirtschaft Kartoffeln gesetzt und Rüben ausgesät werden, dann ist das zum Gärtnern ein sicheres Zeichen für den Vorfrühling.

Vollfrühling

Der Vollfrühling ist eine der besonders schönen Jahreszeiten. Es sind die Wochen bis zum Frühsommer im Juni. Das kann sowohl in der ersten als auch in der letzten Monatsdekade der Fall sein.

Traditionell blüht der Flieder im heimischen Garten zum Pfingstfest. Himbeeren blühen, und die Stieleichen bestechen durch ihre frische Blättervielfalt.

Frühsommer

Der Frühsommer deckt sich mit dem kalendarischen Sommerbeginn Mitte Juni. Weißdorn sowie Rotdorn sind in den vergangenen Wochen gepflegt und gestutzt worden, beide Sträucher beleben den Garten mit ihrer Farbenpracht. Gräser blühen, und der Rasen muss jetzt im zweiwöchigen Abstand regelmäßig gemäht werden.

Hochsommer

Der phänologische ist ebenso warm und heiß wie der kalendarische Hochsommer. Johannisbeeren werden gepflückt, und die Kartoffeln blühen. Ein Indiz für den Hochsommer ist die Getreideernte mit

Der Hochsommer verabschiedet sich phänologisch, wenn die ersten Spinnweben spür- und sichtbar sind, und wenn es sich nachts angenehm abkühlt. Jetzt wartet die nächste phänologische Jahreszeit.

Spätsommer

Der Spätsommer ist am Blühen von Heidekraut und Herbstanemonen erkennbar. Der Getreideernte aus dem Hochsommer schließt sich jetzt die zweite Heuernte an. Im heimischen Garten lichten sich die ersten Reihen für Nutzpflanzen, und um die Sträucher herum muss jetzt öfter mit der Harke oder dem Rechen gesäubert werden.

Frühherbst

Mit der Reife und der damit verbundenen Ernte von Obst wie Birnen und Zwetschgen zeigt sich der phänologische Frühherbst. Haselnuss sowie Schwarzer Holunder reifen, und im heimischen Garten werden die ersten Kartoffeln geerntet. In früheren Jahrzehnten begannen in diesen Tagen und Wochen die längeren Kartoffelferien, die bis in Vollherbst hinein dauerten.

Vollherbst

Der Vollherbst zeigt sich sowohl im Garten als auch in der Natur durch die Farbenvielfalt des Baumlaubes. Die ersten Blätter fallen im wahrsten Sinne des Wortes im Herbststurm von den Bäumen.

Geerntet werden im Garten Spätkartoffeln und Äpfel. In der Landwirtschaft wird das Wintergetreide ausgesät.

Spätherbst

Mit dem phänologischen Spätherbst beginnt eine kühle und nasse Jahreszeit. Die letzten Wildbäume wie Rosskastanie oder Stieleiche verlieren ihr Laub; im heimischen Garten gibt es nicht mehr allzu viel zu tun. Er wirkt jetzt eher wie eine weite, aber gepflegte Ackerfläche.

Winter

Die Wochen und Monate zwischen Ende November bis etwa Ende Februar des folgenden Jahres sind der phänologische Winter. Er ist weitgehend mit dem allgemein bekannten Winter identisch. Der 21. Dezember als kürzester Tag ist eine erste Wende hin zum neuen Kreislauf, zum Beginn des nächsten phänologischen Jahreskalenders.

Fazit

Wer seinen Garten liebt, hegt und pflegt, der orientiert sich unbewusst oder auch ganz zwangsläufig an den zehn phänologischen Jahreszeiten. Die Natur zeigt wesentlich besser und klarer, was zu tun oder zu lassen ist, als der Kalender mit seinen zwölf Monaten und den vier feststehenden Jahreszeiten.

Gärtnern nach dem Mondkalender – was sind die Hintergründe?

Gärtner bei Gartenarbeit, Unkraut pflücken
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Viele Gärtner achten beim Säen, Pflanzen und Ernten auf den Stand des Mondes. Ob das Pflanzenwachstum oder die Ernte tatsächlich vom Mondkalender abhängen, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Mondgärtner gehen aber davon aus, dass unser Himmelstrabant die Kräfte der jeweils aktuellen Sternbilder auf die Erde lenkt.

Auswirkungen der Anziehungskraft des Mondes

Die Anziehungskraft des Mondes zeigt sich am anschaulichsten bei den Gezeiten: bei Ebbe zieht das Gestirn die Wassermassen aufs Meer, bei Flut hält es sie an den Küsten. Besondere Himmelsstellungen wie Neumond und Vollmond bewirken besonders starke Gezeitenunterschiede.

Was im Großen wirkt, funktioniert nach Ansicht der Mondgärtner auch im Kleinen. Sie glauben, dass im siderischen Mondzyklus auch die Pflanzensäfte unterschiedlich fließen. Steigt der Mond auf, atmet die Erde aus, Wasser und Nährstoffe strömen nach oben - die ideale Zeit zum Ernten.

Zur Zeit des absteigenden Mondes ziehen die Pflanzensäfte sich in die unteren Pflanzenteile zurück – die ideale Zeit zum Säen oder für den Heckenschnitt. Auch Wurzelgemüse erntet man am besten bei absteigendem Mond. Kurz vor dem niedrigsten Stand wachsen die Pflanzen am langsamsten, weshalb sich diese Phase zum Rasenmähen und Unkraut jäten anbietet.

Einfluss der Sternenbilder

Weiteren Einfluss haben die Sternbilder, die im Mondkalender jeweils zu Dreiergruppen zusammengefasst werden. Jedes dieser Trigone steht für eines der Elemente Feuer, Erde, Luft oder Wasser, denen auch bestimmte Pflanzengruppen zugeordnet sind. Je nach dem aktuellen Sternbild legt der Mondkalender entsprechend den Trigonen sogenannte Frucht-, Wurzel-, Blatt- und Blütentage fest, nach denen der Gärtner am besten säen, pflanzen, schneiden oder ernten soll.

Wer dennoch lieber auf die klassische Sichtweise der zwölf Monate zurückgreift, kann sich an den folgenden Zeilen orientieren...

Gartentipps für den Januar

Die eigentliche Gartensaison beginnt im Frühjahr, aber auch im Winter, wenn der Garten in der Winterruhe ist, ist für den Gartenbesitzer keine Zeit für Winterschlaf. Schon im Januar gibt es einiges zu tun.

Beetvorbereitung

Im Januar ist die Zeit, um das Frühbeet vorzubereiten. Dieses muss natürlich unter Glas sein oder Setzlinge und Samen werden auf der Fensterbank gezogen; so wird die Ernte für das kommende Jahr vorbereitet. Jetzt ist auch eine ideale Gelegenheit, um eine Bodenanalyse vorzunehmen.

Pflanzenschutz, Gartengeräte und Kompost

Auch Pflanzenschutz spielt im Januar eine wichtige Rolle. Nun ist auch eine gute Möglichkeit, die verstaubten Gartengeräte wieder auf Vordermann zu bringen, denn das Frühjahr kommt schneller als man denkt.

Manche Gärtner veredeln und vermehren auch ihre Obstgehölze bei frostfreiem Wetter. Komposthaufen müssen regelmäßig umgeschichtet werden - wenn im Januar die Mikroorganismen nicht aktiv sind, ist ein geeigneter Zeitpunkt dafür.

Gartenplanung

Natürlich kann man sich auch mit der Gartenplanung für das kommende Gartenjahr beschäftigen oder eine Neugestaltung überdenken. An kühlen Winterabenden bietet sich in der warmen Stube eine gute Chance, in Gartenzeitschriften und Gartenbüchern zu schmökern, um neue Ideen zu bekommen.

Selbstverständlich dürfen auch die Vögel im Winter nicht vergessen werden: Sie sind dankbar, wenn sie mit alten halbierten Äpfeln oder mit Spezialfutter in einem Vogelhäuschen gefüttert werden.

Abgeschnittene Weihnachtsbaumzweige dienen sehr gut als Frostschutz

Nahaufnahme Tannenzweig mit Tannenzapfen
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Hat der Weihnachtsbaum ausgedient, muss er nicht gleich entsorgt werden. Abgeschnittene Zweige kann man hervorragend als Frostschutz für Stauden oder austreibende Blumenzwiebeln verwenden.

Man legt die Zweige in mehreren Lagen übereinander - dies erklärt jetzt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn. Selbst immergrüne Pflanzen wie Kirschlorbeer oder Rhododendron, profitieren von solch einem Schutz aus Fichtenzweigen, falls es so richtig kalt werden sollte.

Gerade diese Gewächse vertrocknen oft, wenn es dann so richtig kalt wird. Denn sie können aus dem gefrorenen Boden kein Wasser mehr aufnehmen. Allerdings sollten die Zweige auch groß genug sein, um alles richtig abdecken zu können. Damit sie nicht wegrutschen, kann man sie auch in die Erde stecken. Damit wird den Pflanzen bei Sonne etwas Schatten geboten und verhindert, dass sie zu viel Wasser verlieren.

Hobbygärtner finden auch im Januar Arbeit in ihrem Ziergarten

Schubkarre mit Schaufeln steht auf Rasen im Garten, umgeben von Pflanzenbeet
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Wer einen Garten besitzt, der hat auch in den Wintermonaten noch Arbeit, so kann man Ende Januar bei milder Witterung schon einige Vorbereitungen in seinem Ziergarten für das Frühjahr treffen. Da das beliebte Pampasgras nicht unbedingt zu den winterharten Ziergräsern gehört, sollte man es im Winter zusammenbinden, damit die Nässe besser abläuft und zudem sollte der Wurzelballen mit Laub oder Reisig geschützt werden. Im Frühjahr wird das Gras kurz über dem Erdboden abgeschnitten.

Richtiger Umgang mit Blütensträuchern

Bestimmte Hecken, die an einer Straße stehen, können eventuell durch das bei Glatteis verwendete Streusalz geschädigt werden, so dass man hier einige Schutzmaßnahmen ergreifen sollte. Für die Vermehrung von Blütensträuchern, beispielsweise Jasmin oder Forsythie, kann man sogenannte Stecklinge verwenden.

Dabei werden aus der Mitte des jeweiligen Strauchs kräftige, einjährige Triebe abgeschnitten und dann in lockere Gartenerde gesteckt. Wichtig dabei ist, dass jeder Trieb oben und unten eine Knospe besitzt. Im Frühjahr treiben dann die Triebe aus und im darauf folgenden Herbst kann man dann die neuen Sträucher umpflanzen.

Vor großen Schneemengen sollte man auch die immergrünen Pflanzen, beispielsweise Eiben, schützen, damit sie nicht auseinander fallen. Hierfür eignen sich am besten Bastmatten, die man um die Pflanze bindet. Alpenveilchen blühen bei milden Temperaturen bis Ende Januar, doch wenn es frostig wird, so sollte man sie schützen, besonders wenn kein Schnee vorhanden ist.

Umpflanzung von Obstbäumen im Winter

Wer jetzt größere Bäume, beispielsweise Obstbäume, umpflanzen will, der kann bei gefrorenem Boden auf ein sogenanntes Ballentuch verzichten, denn die gefrorene Erde hält den Wurzelballen zusammen. Vorher sollte man das neue Loch herstellen und auch den Wurzelballen des umzupflanzenden Baumes freilegen. Danach lässt man den Baum noch ein paar Tage stehen, bis die Erde komplett durchgefroren ist und dann kann man den Baum problemlos in das neue Loch setzen.

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    Gartentipps für den Februar

    Auch Im Februar ruht der Garten noch, trotzdem ist für den Gartenbesitzer keine Zeit für Ruhe.

    Pflanzenpflege

    Eventuell müssen Sträucher und Büsche von ihrer Schneelast befreit werden. Wenn es trocken und frostfrei ist, können einige Pflanzen - wie immergrüne Sträucher und Büsche - schon ein wenig gegossen werden.

    Auch die Pflanzen im Winterquartier brauchen jetzt mehr Wasser. Außerdem kann man die Kübelpflanzen auf Schädlinge hin prüfen.

    Aussaat und Wartung von Geräten

    Im Frühbeet unter Glas kann jetzt schon unter anderem Salat ausgesät werden. Die Hobbygärtner freuen sich nun über die ersten Schneeglöckchen oder auch über die ersten Krokusse. Jetzt kann man sich auch um die elektrischen Gartengeräte kümmern: Rasenmäher, Häcksler und Co. sollten regelmäßig gewartet werden, damit sie einsatzbereit sind, wenn die Gartensaison beginnt.

    Was alles im Februar anliegt: Geräte ölen, Saat ordern

    Verrostete Gartenschere auf weißem Hintergrund
    Gartengerät © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

    Zwar ist der Februar noch nicht vorbei, doch der Frühling naht schon bald und somit die Zeit für Hobbygärtner, die ersten Aufgaben im Garten zu erledigen. Was da so alles anliegt, das erklärt die Berliner Gartenexpertin Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem: Sobald kein Frost mehr droht, kann der Boden in Angriff genommen und umgegraben werden. Bei den ersten Graden über Null müssen die Immergrünen auch wieder gegossen werden, da sie sonst verdursten. Wenn noch Schnee und Eis auf den Pflanzen liegen, rät die Expertin folgendes:

    1. Die Gartengeräte und den Rasenmäher pflegen, gründlich überholen und einölen.
    2. Saatgut vorbestellen. Auch Wurzelware aus der Gärtnerei kann nun geordert werden, um es dann zu einem bestimmten Zeitpunkt liefern zu lassen.
    3. Hecken sollten bis zum Monatsende zurückgeschnitten oder gerodet werden. In Ortschaften gilt in der Zeit vom 1. März bis 30 September ein Bestandsschutz für Vögel, die in den Gehölzen nisten. Leichte Form-und Pflegeschnitte sind allerdings jederzeit erlaubt.

    Garten im Februar – Platz für frische Blüten schaffen

    Ausschnitt Feld mit Veilchen
    violet field #2 © Piotr Ligeza - www.fotolia.de

    Im Februar kann der Gärtner schon vom Frühjahr träumen – und seine Pflanzen auf die kommende Blütenpracht vorbereiten. Frühblüher wie Bellis mögen bei Nachtfrost noch den Schutz von Tannenreisig, Knollenbegonien wollen dagegen aus der Winterruhe erweckt werden.

    Die Winter-Iris zeigt sich bereits im Februar

    Bei frostfreiem Boden steht außerdem das Nachpflanzen von Zwiebelblumen und die Aussaat der Sommerblumen auf dem Programm. Zu den ersten Pflanzen, die im Februar ihre zarten Spitzen zeigen, gehört auch die Winter-Iris.

    Wer die robusten Zwiebelblumen an ein geschütztes Plätzchen gesetzt hat, kann sich schon bald über ihre blauen Blüten und den Veilchenduft freuen.

    Entfernen von alten Trieben und Pflanzenteilen

    Damit das frische Grün sich entfalten kann, heißt es im Februar aber auch: Platz schaffen. Alte Blütenstände und Triebe von Stauden und Ziergräser werden jetzt abgeschnitten. Ebenso wie abgestorbenen Pflanzenteile von Sträuchern. Sommerblüher wie Flieder, Bartblume und Hortensie belohnen den Rückschnitt mit vielen neuen Blüten.

    Wenn sich erste Sprossen vom Giersch zeigen, sollte die Plage rechtzeitig eingedämmt werden. Entweder schweißtreibend mit der Grabegabel – oder mit einer dicken Pappe und einer Schicht Rindenmulch, die das gesamte Beet abdeckt. In der kommenden Saison sollte das Unkraut abgestorben sein.

    Rückschnitt im Februar – mehr Triebe und Blüten für sommerblühende Sträucher

    Äste eines Baums werden unter blauem Himmel mit Astschere geschnitten
    Baum verschneiden 08 © Lianem - www.fotolia.de

    Für eine lange und üppige Blüte müssen sommerblühende Ziersträucher am Ende des Winters zurückgeschnitten werden. Idealer Zeitpunkt sind die ersten frostfreien Tage im Februar. Auch später ist der Rückschnitt möglich, bei einem frühen Termin bilden sich jedoch schneller frische Triebe und Knospen. Wer den Sommerblühern eine Verjüngungskur gönnen möchte, braucht gutes Schneidwerkzeug. Wenn die Schere glatte Schnittkanten erzeugt, können kräftige Triebe nachwachsen. Tipp: längere Abschnitte können als Steckhölzer für andere Pflanzen genutzt werden.

    Immergrüne Sträucher kommen ohne Schnitt aus. Auch Magnolie, Felsenbirne, Goldregen oder Hamamelis werden nicht regelmäßig geschnitten. Die meisten anderen Ziersträucher zeigen sich nach einem Rückschnitt aber besonders blühfreudig.

    Verjüngungsschnitt

    Wurde der Strauch einige Jahre gar nicht gekappt, regt ein Verjüngungsschnitt neues Wachstum an. Dazu schneidet man sämtliche Zweige bis ins alte Holz zurück. Aus den übrig gebliebenen 30-50 cm langen Zweigen baut sich eine neue kräftige Krone auf.

    Auslichtungsschnitt

    Alle zwei bis drei Jahre vertragen Sträucher einen Auslichtungs- oder Erhaltungsschnitt. Dabei werden im späten Winter alle Triebe, die im Vorjahr geblüht haben, radikal gestutzt. Lange, unverzweigte Triebe kürzt man um ein bis zwei Drittel – so können sie sich neu verzweigen, die Krone verdichten und mehr Blüten entwickeln.

    Gartentipps für den März

    Im März kündigt sich das Frühjahr zwar schon an, aber noch ist mit frostigen Nächten zu rechnen. Für den Hobbygärtner fallen jetzt schon umfassendere Arbeiten an.

    Umgraben, pflanzen, schneiden

    Der Garten ist jetzt in Aufbruchsstimmung. Die Beete werden nun vorbereitet und von der Mulchschicht befreit.

    Wenn die Erde nicht gefroren ist, kann umgegraben werden. Bestimmte Gehölze, Stauden und auch Rosen können jetzt schon gepflanzt werden. Die abgestorbenen Pflanzenteile von mehrjährigen Pflanzen werden nun zurückgeschnitten

    Im Märzgarten kann man nun den Märzenbecher bewundern. Die ersten Insekten summen schon und das Vogelgezwitscher nimmt zu.

    Stauden können geteilt und verjüngt werden. Gemüse und Kräuter werden jetzt schon vorgezogen. Der Winterschutz der Pflanzen kann nun langsam entfernt werden.

    Ende März kann man bereits mit dem ersten Rasenschnitt beginnen. Der Rasen sollte auch von seinem Filz befreit und vertikutiert werden.

    Säen, häckseln und düngen

    Eventuell wird neuer Rasen ausgesät. Alles, was abgestorben ist, wird entfernt und kommt auf den Kompost oder wird gehäckselt.

    Auch mit dem Düngen kann man im März schon beginnen und damit für gute Erträge sorgen. Auch immergrüne Hecken sollten jetzt geschnitten werden, bevor die Vögel anfangen zu brüten.

    Im Ziergarten kann man schon einige Blumen und Sträucher pflanzen und auch im Nutzgarten ist es Zeit für bestimmte Setzlinge und Samen. Im März kann aber auch schon beispielsweise Feldsalat und Spinat geerntet werden.

    Im März geht die Gartensaison wieder los - die Samen kommen in die Erde

    Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem gibt wertvolle Tipps

    Gartenarbeit - Schubkarre mit Harken, Blumentöpfen, Gießkanne, Schaufel und Handschuhen
    Garten 110 © K.-U. Häßler - www.fotolia.de

    Im März geht die Gartensaison wieder so langsam los. Folgendes ist dann im Garten zu tun: Pflanzen sollten zurückgeschnitten werden, bevor sie die ersten Triebe zeigen (Sommerflieder, Hortensien, Klematis, usw.).

    Klematis, Forsythien und Geranien

    Gerade die Klematis benötigt einen besonders frühen Schnitt, erläutert Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem. Bei Forsythien sollte man aber noch bis nach der Blüte warten, da ja sonst die Blütenanlagen entfernt werden.

    Anfang März sollten Geranien, die drinnen Winterruhe hielten, streng zurückgeschnitten und umgetopft werden. Stecklinge können ab Ende März gezogen werden.

    Frühes Gemüse und einjährige Blumen

    Frühes Gemüse, wie

    kann nun in einem Beet auf der Fensterbank (im warmen Zimmer) ausgesät werden. Es wächst dann so nach und nach heran und kann dann ab April ins Freie gebracht werden. Die Samen der einjährigen Blumen, wie

    • Duftwicken oder
    • Löwenmäulchen,

    können nun ebenfalls in einem Topf ausgesät werden. Die Expertin sät alle drei bis vier Wochen etwas aus, um dann länger etwas Blühendes im Garten zu haben.

    Die ersten Arbeiten im Garten können beginnen

    Silberne Gießkanne steht auf flachem Hochbeet mit Kräutern
    semis dans carré potager © coco - www.fotolia.de

    Bis Ende Februar sollten alle Bäume und Sträucher wegen des Vogelschutz geschnitten werden, aber dafür sollte man sich gründlich informieren, denn besonders bei den Obstbäumen gibt es unterschiedliche Zeiten des Rückschnitts. Bei den Hecken muss man zwei Mal im Jahr schneiden, so einmal im Frühjahr vor dem ersten Trieb und dann nochmals Anfang Juli, wenn der zweite Trieb einsetzt.

    Auch wenn es teilweise noch frostig kalt ist, so kann man schon die Beete vorbereiten und auch den Kompost und Rindenmulch verteilen. Aber schon jetzt kann man in Blumenkübeln Primeln, Hornveilchen und Tulpen pflanzen, für den ersten bunten Frühlingsgruß. Auch Kräuter kann man schon jetzt aussäen und Gemüse pflanzen, aber mit den Tomaten sollte man bis Ende Mai warten.

    Sobald der Frost vorbei können die Rosen geschnitten werden und Anfang des Frühjahrs wird der Rasen gedüngt. Danach geht die Gartenarbeit dann wieder richtig los.

    Der Frühling kommt - Gartenfans werden wieder aktiv

    Verschiedenes Gartenwerkzeug und Besen vor grünem Tor
    bauernhof werkzeug © Uschi Hering - www.fotolia.de

    Die Tier- und Pflanzenreste in der Gartenerde werden durch Regenwürmer und andere Kleintiere in tiefere Erdschichten befördert, wo diese dann gefressen werden. Bakterien sowie Pilze im Boden nehmen ihre Ausscheidungen anschließend auf und bauen diese in Mineralsalze sowie Wasser und Kohlendioxid ab. Somit werden ständig neue Nährstoffe gebildet, welche von den Wurzeln der Pflanzen aufgenommen werden. Besonders wichtig ist dabei der pH-Wert des Bodens. Wenn der Boden zu sauer ist, liegt er meist unter pH 5,5 und benötigt dringend Kalk. Zwischen einem pH-Wert von 6,5 und 8 schreitet das Wachstum der Pflanzen am besten voran, was Gartenfreunde mit Hilfe eines pH-Testers aus dem Gartenfachhandel selbst messen können.

    Nach der Frostperiode oder im Herbst kann man die Regenwürmer und anderen Kleintiere bei ihrer Arbeit unterstützen, indem man zum Spaten greift und den Boden umgräbt. Die größeren Erdschollen sollte man anschließend mit der Klaue zerkleinern, sodass die Erde danach gut gelockert ist. Jetzt fehlt den Kleinlebewesen noch organisches Material wie beispielsweise Kompost, Rasenschnitt, Blätter, Holzspäne oder Stroh. Dies wird rund 15 Zentimeter tief verteilt und anschließend wieder mit der Erde bedeckt, womit man beste Voraussetzungen für das Aussetzen von Blumenzwiebeln schafft. Experten raten dagegen von den zahlreichen Kunstdüngern ab, welche lediglich die Pflanzen und nicht den Boden nähren.

    Jetzt geht es wieder mit der Gartenarbeit los

    Geräte für Gartenarbeit wie Harke und Rechen in Schubkarre
    Garten 257 © K.-U. Häßler - www.fotolia.de

    Heute am 20. März ist Frühlingsanfang und auch das schöne Wetter lädt den Hobbygärtner zu den ersten Gartenarbeiten ein.

    Wer seine Pflanzen den Winter über in Kübeln und Töpfen aufbewahrt hat, der muss jetzt diese etwas mehr gießen und kurz danach kann man mit dem Düngen beginnen, doch davor sollten alle abgestorbenen Blätter entfernt werden. Beim Umtopfen sollte die schimmlige Erde an den Wurzeln entfernt werden und über das Abzugsloch legt man eine Tonscherbe, damit das Wasser auch abfließen kann. Die neue Erde sollte dann aber nur bis zwei Zentimeter unter dem Topfrand eingefüllt werden, damit das Wasser beim Gießen nicht überlaufen kann.

    Im Garten selber werden jetzt auch die abgestorbenen Blätter, Blüten und auch die Zweige abgeschnitten, die im Winter als Frostschutz dienten. Auch die ersten Blumensamen können jetzt in den Boden eingebracht werden und Stauden, aber ohne den Plastiktopf, in die Erde gesetzt werden. Danach müssen die Stauden reichlich gewässert werden. Sommerblumen zieht man am besten in kleinen Pflanztöpfen vor.

    Das Frühjahr ist da - Gärten auf Vordermann bringen

    Grüne Schaufel in gelbem und blauem Mineraldünger
    Mineraldünger - mineral fertilizer 14 © Lianem - www.fotolia.de

    Der Frühling ist da - und nicht nur der Frühjahrsputz ist angesagt. Auch der Garten will auf Vordermann gebracht werden. Wenn Sie stolzer Besitzer von Obstbäumen sind, sollten sie diese auf Frostschäden untersuchen. Ist deren Rinde eingerissen, müssen die Ränder sorgfältig ausgeschnitten und danach mit Gartenmark behandelt werden.

    Zudem ist das Frühjahr die beste Zeit, um Obsthölzer zu düngen. Werden diese von Misteln geplagt, sollten diese mit einer Astschere abgeschnitten werden. Denn diese Schmarotzer saugen sich aus den Bäumen Mineralstoffe. Auch die Beete können kompostiert werden, sofern dies noch nicht im Herbst geschehen ist. Durch das Auslegen von dunkler Folie können fertige Beete vor der Aussaat durch Sonnenwärme vorgewärmt werden.

    Ist das Wetter frostfrei, kann man auch die erste Aussaat vornehmen, wahlweise ins Frühbeet oder Freiland. Auch der Rasen kann Ende März zum ersten Mal gemäht und vertikutiert werden. Kräuter der letzten Jahre sollten zum Frühjahrsbeginn nun zurückgeschnitten werden.

    Der Garten im März: frischer Start in den Frühling mit Düngen, Umpflanzen und Säen

    Frau mit Strohhut und magentafarbenem Oberteil, Gartenschere und roten Blumen
    Smiling pretty woman gardener © edbockstock - www.fotolia.de

    Die ersten Triebe sprießen schon – und auch die Gärtner machen sich draußen an die Arbeit. Der März ist die beste Zeit, um viele Gehölze und Stauden zu Pflanzen.

    Damit Rasen und Teich frisch in die Saison starten können, steht außerdem Saubermachen auf dem Programm. Eine frühzeitige Düngung bringt Zwiebelblumen und Staudenbeete zu kräftiger Blüte – und wer jetzt Schneckenkorn streut, hat den ganzen Sommer weniger Plagegeister im Garten.

    Das große Reinemachen

    Im März machen Sie ihren Rasen frühlingsfrisch: Ab Ende des Monats sollten Rasenfilz und Moos vertikutiert werden. Vorher den Rasen auf zwei Zentimeter Höhe abmähen, danach einen Langzeitdünger aufbringen.

    Wer das Glück hat, einen Teich zu besitzen, sollte jetzt außerdem die Laubschutznetze entfernen und die Uferbepflanzung zurückschneiden. Auch Rosen und Heidepflanzen belohnen einen Rückschnitt im März mit üppiger Blüte.

    Pflanzen und Säen im Frühjahr

    Ob Hecken, Bäume oder Sträucher – der März ist ein guter Monat zum Umpflanzen. Ein buschiger Bambus und Blütenstauden lassen sich mit scharfem Spaten in zwei Teile trennen und an anderer Stelle neu einsetzen.

    Zweijährige Pflanzen wie Stiefmütterchen oder Vergissmeinnicht können an ihren späteren Stammplatz umziehen.

    Düngen – frische Kraft für Rasen, Blumen und Beete

    Wenn Zwiebelblumen kräftig treiben sollen, brauchen sie im Frühjahr einen rasch wirkenden Dünger. Auch gestutze Rosen und Staudenbeete freuen sich über zusätzliche Nährstoffe.

    Da die milden Temperaturen nicht nur frische Triebe sondern auch Schnecken hervorlocken, sollte bereits die erste Schädlingsgeneration mit Schneckenkorn dezimiert werden. Dann bleibt die Population auch im Sommer überschaubar.

    Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten – wer im März loslegt, kann reichlich ernten

    Pflanzensamen werden aus Beutel in Hand geschüttet
    säen 05 © Lianem - www.fotolia.de

    Ob Fensterbank, Gewächshaus oder Frühbeet – im März findet jede Pflanze einen Platz in der Erde. Während draußen die Beete vorbereitet werden, treiben kälteempfindliche Pflänzchen drinnen vor. Manche Samen können jetzt auch schon direkt ins Freie. Beeren und Kernobst freuen sich über etwas Pflege.

    Vorziehen auf der Fensterbank

    Der März ist die ideale Zeit, um Tomatensamen vorzuziehen. Wenn die Aussaatschalen auf einer nach Süden gerichteten Fensterbank stehen, können die Pflanzen Ende Mai gleich in den Garten umgesetzt werden. Auch Sellerie sollte zum Keimen in frisches Substrat kommen. Möhrensamen keimen schneller, wenn sie zuvor drei Tage in einem abgedeckten Gefäß mit etwas feuchtem Sand vorquellen.

    Vorkultur im Frühbeet

    Kohlgewächse vertragen etwas mehr Kälte. Damit die Pflanzen im Mai ins Gartenbeet umziehen können, sollten die Samen bereits jetzt ins Frühbeet. Regelmäßig lüften und wässern.

    Direkt ins Beet

    Erbsen und Pflücksalate lassen sich durch leichte Fröste nicht irritieren. Ab Mitte März lassen sie sich deshalb direkt im Garten aussäen. Auch vorgezogener Kopfsalat kann jetzt ins Freie – aber nicht zu tief in die Erde setzen. Sonst droht Fäulnis.

    Beeren und Obst schneiden

    Erdbeeren sollen im März von braunen Blättern und Unkraut befreit werden. Wer Kompost zwischen die Reihen gibt, hat später eine saftigere Ernte. Kulturheidelbeeren brauchen im Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt. Die dicksten Früchte wachsen an einjährigen Seitentrieben – ältere Triebe werden deshalb gekappt. Hochstämmiges Kernobst hat einen höheren Fruchtertrag wenn der Rückschnitt möglichst spät erfolgt.

    Frühling im Garten – so machen Sie Rasen, Blumen und Sträucher fit

    Der Frühling ist die richtige Zeit, um den Garten auf den Sommer vorzubereiten

    Krokusse firsch eingepflanzt, daneben kleine Gartenschaufel
    Crocuses and Trowel © Petra Louise - www.fotolia.de

    Wenn die Schneeglöckchen ihre zarten Blüten öffnen, ist es so weit: der Frühling naht. Auch den Gärtner zieht es nun nach draußen. Was ist zu tun?

    Inventur im Garten

    In der Frühjahrssonne sieht der Garten gleich ganz anders aus. Jetzt zeigt sich auch, wie die Blumen und Sträucher unter dem Frost gelitten haben. Wenn nicht ersichtlich ist, ob eine Pflanze überlebt hat: satt gießen und abwarten.

    Gegen braune Farbe im Rasen hilft Vertikutieren, anschließend Düngen. Lichte Stellen gleich nachsäen.

    Schneiden – oder nicht?

    Viele Pflanzen benötigen einen kräftigen Frühjahrsschnitt, um ausreichend Licht und Luft zum Wachsen zu bekommen. Die ideale Zeit ist bis Mitte März – aber nicht bei Frost schneiden.

    Wer unsicher ist, kürzt im Frühling nur vorsichtig. Sonst besteht Gefahr, dass die Pflanze in diesem Jahr nicht mehr austreibt. Braune Zweige können auf jeden Fall entfernt werden.

    Blumen für Frühjahr und Sommer

    Wer es im Herbst versäumt hat, kann noch Anfang März die Zwiebeln für Frühjahrsblumen setzen. Zwar blühen sie dann etwas spärlicher, im nächsten Jahr zeigen sie aber ihre volle Pracht.

    Auch die Zwiebeln für Sommerblüher kommen nun nach und nach in die Erde. Angefangen mit der Sommerhyazinthe. Ab April folgen dann empfindlichere Blumen wie Gladiole oder Hakenlilie.

    Gartentipps für den April

    Im April fängt die Gartensaison so richtig an, das Wetter wird besser und wärmer. Da der April oft regnerisch ist, muss noch nicht so viel gegossen werden.

    Unkrautjäten und vertikutieren

    Im April sollte vorrangig der Boden aufgelockert werden, wenn das noch nicht geschehen ist. Jetzt beginnt auch das leidige Unkrautjäten- das wächst ja bekanntlich am besten und schnellsten. Der Rasen kann nun auch einen zweiten Schnitt vertragen.

    Auch jetzt ist noch Gelegenheit zum Vertikutieren und zur Moosbekämpfung. Wenn es noch nicht geschehen ist, schneidet man Beetrosen und immergrüne Sträucher zurück, dabei muss man aber die Brut der Vögel berücksichtigen.

    Gemüseernte und Schneckenbekämpfung

    Im April freuen sich schon manche Hobbygärtner über die Ernte von einigen Gemüsesorten, Kräutern oder auch frühem Rhabarber. Leider können dem Gärtner Schnecken zu schaffen machen. Diese sollten nicht mit Chemiekeulen bekämpft werden, besser sind Schneckenzäune und Schneckenfallen.

    Himbeeren und Brombeeren können ebenfalls zurückgeschnitten werden. Forsythien, Narzissen und Tulpen zum Beispiel erfreuen zu dieser Zeit mit ihren Blüten.

    Jetzt geht die Gartenarbeit wieder los

    Braunes Herbstlaub
    herbstlaub © Konstanze Gruber - www.fotolia.de

    Nun ist der Winter vorbei, obwohl es teilweise in den Nächten auch noch frostig kalt werden kann, sodass man auf jeden Fall die Kübelpflanzen noch in ihrem Winterquartier lassen sollte. Erst Mitte Mai, nach den sogenannten Eisheiligen, kann man sie dann ins Freie tragen.

    Aber schon jetzt wartet die erste Gartenarbeit. So sollte das alte Laub von den Stauden, die im Freien überwintert haben, entfernt werden, so dass sie neu Austreiben können. Jetzt ist auch die richtige Zeit für das Einbringen des Düngers. Bei den Stauden, die im Prinzip sehr pflegeleicht sind, muss man nur den richtigen Standort auswählen, wobei jede Gärtnerei den Kunden gut beraten kann. Gegen das Unkraut kann man einmal den Boden mit Rindenmulch abdecken oder manch einer entscheidet in seinem mediterranen Garten für feinen Kies. Vorhandenes Unkraut sollte möglichst vor der Samenbildung immer entfernt werden, sonst verbreitet es sich noch mehr.

    An Werkzeugen benötigt der Hobbygärtner einmal einen normalen Spaten, eine kleine Hacke, eine gute Gartenschere sowie einen Laubbesen und einen kleinen Handspaten. Beim Spaten und besonders bei der Schere sollte man auf gute Qualität achten.

    Ab April darf Gartensalat ins Freiland

    Angebauter Salat im Garten
    salat © kai-creativ - www.fotolia.de

    Wer jetzt im April Gartensalat (Lactuca sativa) im Gewächshaus oder im Frühbeet herangezogen hat, kann die ersten Pflänzchen schon ins Freie setzen. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin empfiehlt, hierbei auf Schnecken zu achten, denn Nacktschnecken "verspeisen" gerne frischen Salat.

    Wird es dennoch einmal kühler, können die Pflänzchen dann mit einer einfachen Vlieslage vor der Kälte geschützt werden. Bei stärkerem Frost sollte aber eine doppelte Lage genommen werden.

    Der Salat sollte nur ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde eingegraben werden. Dann bleibt auch der Wurzelhals trocken und die äußeren Blätter berühren später weniger die Erde. Der Verband empfiehlt, den Salat-Pflanzen wenigstens 25 mal 25 Zentimeter Platz zu geben. Sonst bestünde nämlich die Gefahr, dass die Pflanzen sich gegenseitig am Wachsen behindern. Außerdem sollten die Pflanzen immer regelmäßig gegossen werden.

    Der Frühling ist da - Was im April für den Garten getan werden sollte

    Nahaufnahme Seitenansicht roter elektrischer Rasenmäher auf Rasen
    Tondeuse © ThTh - www.fotolia.de

    Endlich ist die Luft wärmer, das Grün sprießt, der Himmel strahlt. Zumindest in weiten Teilen Deutschlands ist der Frühling nun nicht mehr aufzuhalten. Jetzt rufen die Gartenpflichten, denn besonders im April ist für die Pflanzen viel zu tun. Zwiebelblumen wie Tulpen oder Hyazinthen haben nun ihren großen Auftritt. Deswegen sollten sie unbedingt gedüngt werden, damit sie sich mit Nährstoffen versorgen können.

    Rasenflächen brauchen jetzt ebenfalls einen Energieschub in Form von Kalk und Dünger. Zuvor sollte die Fläche jedoch mit einem Vertikutierer belüftet und von Moos befreit werden. Einjährige und Staudenpflanzen sowie Gemüsesorten wie Radieschen oder Salat sollten nun eingepflanzt werden.

    Wer seine eingelagerten Pflanzen wieder nach draußen bringen will, sollte ihnen einige Tage Umgewöhnungszeit gönnen, an denen sie noch mit Vlies eingewickelt bleiben und an einer geschützten Stelle stehen. Beschnitten werden im April kräftig wachsende Stauden, die früh blühen. Dazu gehören die Kornelkirsche oder die Forsythie.

    Gartentipps für den Mai

    Im Wonnemonat Mai blühen die Maiglöckchen und der Flieder betört mit seinem Duft. Nun sollte man viel Zeit in die Rasenpflege investieren.

    Arbeit am Rasen

    Zu keiner Zeit wächst der Rasen so schnell und braucht so viel Aufmerksamkeit. Jetzt ist noch einmal die Gelegenheit zum Vertikutieren.

    Sind Kahlstellen im Rasen, empfiehlt sich eine Nachsaat; auch von Moos und Unkraut sollte der Rasen befreit werden. Ist es schon unerwartet heiß im Mai, muss der Rasen auch ausreichend bewässert werden.

    Schneiden, ernten, pflanzen

    Frühjahrsblüher können jetzt geschnitten werden. Beim Schneiden der Buchsbäume muss man ebenfalls auf Brutvögel achten.

    Im Mai können nicht nur Spargel, sondern auch frühe Erdbeeren geerntet werden, außerdem bestimmte Salate und Gemüse. Diesen Monat kann man auch nutzen, um Schädlinge zu bekämpfen.

    Sommerblumen werden jetzt gepflanzt, Petunien und Geranien können in die Hängeampel oder in die Blumenkästen. Die Kübelpflanzen kann man aus dem Winterquartier holen und sie ins Freie stellen.

    Verblühte Pflanzenteile müssen regelmäßig entfernt werden. Einige Gemüsepflanzen werden jetzt gepflanzt.

    Noch kann es zu Nachtfrost kommen, deshalb müssen Tomaten, Zucchini oder Auberginen abgedeckt werden. Bei den Rosen sollte jetzt ein guter Rosendünger zum Einsatz kommen, gleichzeitig achtet man auf Schädlinge und Pilzbefall.

    Dekorieren

    Wer Freude daran hat, kann den Garten jetzt auch für die Grill- und Gartenpartyzeit vorbereiten. So können dekorative Gartenstecker aufgestellt, oder eine bunte Lichterkette aufgehängt werden.

    Für viele Gartenbesitzer ist es eine Freude, den Garten dekorativ zu gestalten. In Baumärkten und Gartencentern, aber auch in Büchern und Gartenzeitschriften kann man sich Ideen holen und sich informieren lassen.

    Rosen im Frühjahr richtig pflegen

    Nahaufnahme Dornen einer Rosenpflanze
    Dornen © PixMedia - www.fotolia.de

    Noch immer gelten Rosen als eine der wohl schönsten Blumen im heimischen Garten. Um im Sommer möglichst viel Freude an ihnen zu haben, muss im Mai eine umfangreiche Pflege vorgenommen werden.

    Rosen gelten als empfindlich und auch leider anfällig für diverse Pilze. Wenn im Frühjahr der erste Verschnitt vollzogen wird und die jungen Triebe herunter geschnitten werden, sollte man einen genaueren Blick auf die Blätter werfen. Bilden sich von der Blattmitte aus sternförmige Flecken zum Blattrand hin aus, dann ist das ein klarer Hinweis auf einen Pilzbefall. Wer nicht schnell reagiert und die Blätter entweder mit chemischen Mitteln behandelt oder auch zu Schachtelhalmtee beziehungsweise Brennnesseljauche greift, wird im Sommer vor einem leeren Rosenstock stehen.

    Der Mai ist nicht nur der ideale Zeitpunkt, um Rosen an Land zu pflegen, sondern es ist auch die Zeit, in der man sich den Seerosen widmet. Alte Blätter können nun entfernt werden und junge, neue Pflanzen gesetzt werden. Beim Kauf von Seerosen muss man die Tiefe des Wassers bedenken, in dem die Rosen wachsen sollen. Dann steht einem blühenden Sommer wohl nichts mehr im Weg.

    Der Garten im Mai: Tipps für üppige und lange Blütenpracht

    Zwei Schmetterlinge auf Flieder farbenden Blumen, Sonnenlicht, Wiese
    two butterfly on flowers © Iaroslav Danylchenko - www.fotolia.de

    Der Frühling ist bereits da und die frostigen Nächte neigen sich dem Ende. Damit kann die Bepflanzung ums Haus beginnen.

    Bunte Pracht für Rasen und Teich

    Wer einen Gartenteich besitzt, kann ab Mitte Mai neue Seerosen pflanzen. Wenn man schon bei der Arbeit ist, bietet es sich zudem an, die Pflanzkörbe von Schwertlilien zu kontrollieren. Haben sich die Pflanzen stark ausgebreitet, teilt man die Rhizome in etwa faustgroße Stücke mit je mindestens einem Schopf. Anschließend setzt man sie wieder mit etwas Erde bedeckt ein.

    Flächige Blütenpracht lässt sich außerdem auf einer Blumenwiese zaubern. Nach dem Auflockern und Ebnen streut man einfach fertige Samen in das feinkrümelige Saatbett. Der Handel bietet für jeden Bodentyp passende Mischungen.

    Staudenpflege: Pinzieren und Chelsea Chop

    Das Wachstum der Stauden im Frühjahr ist rasant. Für mehr sommerliche Blütenpracht, sollte man die Pflanzen jedoch kappen. Neben dem Auskneifen (Pinzieren) einzelner Triebe, etwa bei Phlox, Aster und Indianernessel, bietet sich dazu der sogenannte Chelsea Chop.

    Dabei kürzt man die neuen Triebe von aufrecht wachsenden Stauden um rund ein Drittel ein. Zwar verzögert sich dadurch die Blüte, Fetthenne, Storchschnabel und Co. danken es jedoch mit einem kompakteren Wuchs und mehr Blütenfülle.

    Zwiebeln raus, Knollen rein

    Im Mai endet die Vegetationsperiode der Tulpen. Wer die Zwiebeln jetzt aus dem Boden nimmt und mitsamt welkendem Grün dunkel einlagert, kann sie im Herbst wieder einsetzen.

    Nach den Eisheiligen dürfen dafür die Knollen der Dahlien und Gladiolen wieder in die Erde. Wichtig: öfter mal den Standort wechseln, damit der Boden nicht ermüdet. Um die Blütenbildung anzuregen, kann man bei Dahlien auch die Triebe reduzieren oder die komplette Knolle teilen.

    Flieder schneiden - Formgehölze modellieren

    Wer einen Flieder im Garten hat, kann den ganzen Mai seinen würzigen Duft genießen. Wenn die Blüten verwelkt sind, sollten die Rispen jedoch gleich abgeschnitten werden. Das fördert die Blühfreude im kommenden Jahr.

    Neue Austriebe bei Buchsbaum und Co. fördert man im Frühjahr mit einem ersten Formschnitt. Größere Pflanzen lassen sich mit der Akku-Schere stutzen, detaillierte Formen arbeitet man mit der Garten- oder Schafschere heraus.

    Der Gemüsegarten im Mai – Tipps für eine reiche Ernte

    Gummistiefel, kleine Gartenschaufel und Gieskanne auf Rasen
    Garden boots with tool and watering can © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

    Im Mai legt der Gärtner den Grundstein für eine reiche Salat- und Gemüseernte. Da heißt es säen, pflanzen und schneiden.

    Säen

    Blattsalate wie Chicorée und Radicchio lassen sich schwer verpflanzen. Darum sät man sie ab Mai direkt ins Beet und vereinzelt sie dort nach dem Keinem. Mit der Aussaat von Bohnen wartet man, bis der Boden auch nachts nicht unter zehn Grad abkühlt. Wer zwischen die Reihen zusätzlich Bohnenkraut aussät, hat nicht nur ein Gewürz zum Kochen sondern hält auch Läuse von den Pflanzen fern.

    Radieschen lassen sich ab Mai fortlaufend aussäen. So hat man immer etwas Würziges auf dem Tisch. Um Lochfraß durch lästige Erdflöhe zu vermeiden, setzt man Salate oder Spinat als Beetnachbarn dazu.

    Pflanzen

    Ob Tomate oder Paprika, Basilikum oder Gurken – ab Mitte Mai fühlen sich auch wärmeliebende Pflanzen draußen wohl. Tipp: liegen die Temperaturen noch niedrig, sollten Gurken zunächst ins Gewächshaus umziehen oder unter Folie Kraft sammeln. Das erhöht den späteren Ertrag.

    Wer Wintergemüse wie Porree oder Rosenkohl aus dem Vorjahr pflanzen möchte, sollte sich nach einem neuen Standort umsehen – um die Ausbreitung der Kohlhernie zu verhindern.

    Schädlinge fernhalten

    Sobald die ersten Salatblättchen sprießen, sind auch schon schon die Schnecken da. Als natürliche Barriere fasst man das Salatbeet mit einer Umrandung aus Kerbel ein. Jetzt gesät, sind die ersten Pflänzchen in sechs Wochen einsatzfähig.

    Der Befall mit Kohl-, Bohnen- und Möhrenfliegen lässt sich vermeiden, wenn man bereits die Eiablage der Schädlinge verhindert. Dazu dienen spezielle Gemüsefliegen-Netze, die man im Mai möglichst lückenlos auf die Gemüsebeete legt.

    Gartentipps für den Juni

    Der Juni hält für den Gartenfreund wieder viel Arbeit bereit. Aber jetzt kann man sich auch schon an der Blütenpracht vieler Blumen erfreuen.

    Gießen und düngen

    Je nach Wetterlage und Bedarf muss eventuell oft gegossen werden. Das Bewässern des Gartens ist für die meiste Gartenbesitzer in den Sommermonaten die größte Arbeit.

    Auch das Unkrautjäten hält den Hobbygärtner auf Trab. Verblühtes muss regelmäßig entfernt und abgeschnitten werden. Bei den Tomaten werden kontinuierlich die Achseltriebe ausgebrochen.

    Auch der Fruchtbehang bei den Obstbäumen muss regelmäßig ausgedünnt werden. Blütengehölze werden regelmäßig ausgelichtet.

    Die Pfingstrosen erfreuen jetzt mit ihrer Blütenpracht, vielleicht kann schon der erste Blütenstrauß gepflückt beziehungsweise geschnitten werden. Das sind die Momente, in denen sich der Hobbygärtner freut und seine Mühe belohnt wird.

    Im Juni wächst und gedeiht alles; für die lange Blüh- und Wachstumsphase können Pflanzen und Rasen noch einmal einen Düngenachschub erfahren. Auch im Juni wird gesät und gepflanzt und das regelmäßige Unkrautjäten ist Teil der Gartenarbeit.

    Eine grüne Oase

    Im Erntekalender stehen jetzt unter anderem

    • Erdbeeren
    • Himbeeren
    • Johannisbeeren
    • Kirschen
    • Rhabarber
    • Tomaten und
    • Salate.

    Jetzt ist auch die Zeit, in der man den Garten so richtig genießen kann. Die Grillsaison ist schon längst eröffnet und bei einer Gartenparty kann man sich an der grünenden und blühenden Oase so richtig erfreuen.

    Vielleicht sollen auch neue Kübelpflanzen angeschafft werden. Oleander, Jasmin oder Engelstrompete verschönern jeden Garten und jede Terrasse. Wandelröschen oder Passionsblume sind Kletterpflanzen und können an einem Spalier emporranken. Oft bringt ein Gang zum Gartencenter neue Ideen und inspiriert den Gartenbesitzer.

    Obst- und Gemüsegarten im Juni – das sollte jetzt erledigt werden

    Angebauter Salat im Garten
    salat © kai-creativ - www.fotolia.de

    Im Juni liefert der Garten bereits reiche Ernte. Viele Obst- und Gemüsesorten brauchen jetzt aber noch intensive Pflege, damit sie später reiche Erträge bringen.

    Ausdünnen, Stutzen und Schneiden

    Für eine reiche Ernte müssen die meisten Nutzpflanzen im Sommer ausgedünnt werden. Bei der Paprika kneift man jeweils die ersten Blütenknospen am Trieb ab, bei Gurken dagegen belässt nur die ersten Früchte an jedem Seitentrieb. Unerwünschte Geiztriebe bei Tomaten und Wasserschosse am Apfelbaum werden ebenfalls entfernt. Wer im Garten Weinreben kultiviert, schneidet überschüssige Seitentriebe und die Fruchttriebe über dem vierten Blatt hinter der letzten Blüte ab.

    Regelmäßig wässern

    Dass Tomaten für die Fruchtbildung viel Wasser brauchen, weiß jeder Gärtner. Aber auch Erdbeeren, Himbeersträucher und Obstbäume sollten bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden. Um den Wurzelbereich vor Austrocknung zu schützen, bietet der Fachhandel Mulchscheiben aus Kokosfaser. Ebenso wirksam ist Rindenkompost.

    Säen und ernten

    Bei Stachel- und Himbeeren ist der Juni die beste Erntezeit. Auch die ersten Frühkartoffeln sind jetzt schon für den Verzehr bereit. Hier sollten immer nur so viel geeerntet werden, wie man essen möchte. Die dünne Schale macht die Knollen nur kurz lagerfähig. Gärtner mit einem Faible für Heilkräuter können an einem sonnigen Tag die Blütenbüschel vom Johanniskraut ernten.

    Kälteempfindliche Gemüsesorten wie Pak Choi oder Chinakohl sät man erst im Juni oder Juli. Für laufend frische Salate müssen zudem die Beete kontinuierlich mit frischer Saat versorgt werden.

    Herbst- und Winterernte vorbereiten

    Der Hochsommer steht erst noch bevor – erfahrene Gärtner denken im Juni jedoch schon an die Herbst- und Winterernte. Jetzt ist die richtige Zeit, um Lauch, Kürbisse und Rosenkohl zu pflanzen. Vor allem Rosenkohl freut sich dabei über ein ausreichend belichtetes Plätzchen, die Blätter vom Kürbis spenden wiederum dem Kompost Schatten. Wenn der Lauch fest angewachsen ist, sorgt angehäufelte Erde dafür, dass die Stangen am unteren Ende schön weiß bleiben.

    Ziergarten im Juni – Tipps für schöne Blumen und gesunden Rasen

    Lächelnde reife Dame in Garten vor Rosenstrauch mit Rosenschere
    flowers © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

    Im Juni ist der Gärtner intensiv gefordert. Ob bei der Rosenpflege oder der Aussaat zweijähriger Sommerblumen, beim Rasenmähen, Heckenschneiden oder Jäten – es gibt viel zu tun.

    Üppige Blütenpracht

    Strauchpfingstrosen sind meist schon im Juni verblüht. Die verwelkten Blütenstände schneidet man oberhalb der Laubblätter ab. Bei schwach verzweigten Pflanzen kann auch gleich ein stärkerer Rückschnitt erfolgen. Auch verblühte Rhododendren werden jetzt ausgebrochen. Bei der Akelei entfernt man die halbreifen Samenstände – sonst führt die Selbstaussaat zur Ausbreitung rein blauer Wildblüten.

    Rosen, die sich sich der ersten Blüte verausgabt haben, brauchen nun organischen Dünger. Preissparend ist etwa Brennesseljauche, die im Mix mit tierischem Dünger den zweiten Austrieb fördert. Verwelkte Blüten schneidet man ab, ebenso wie frisch gebildete Wildtriebe.

    Der Juni ist außerdem Aussaatzeit für zweijährige Sommerblumen wie Bartnelken, Fingerhut, Stiefmütterchen oder Goldlack. Ende August setzt man die Jungpflanzen dann an ihren endgültigen Standort.

    Dichter Rasen

    Im Mai ausgesäter Rasen erreicht im Juni bereits eine Höhe von acht bis zehn Zentimetern. Zeit, das frische Grün zum ersten Mal zu mähen – allerdings nicht zu niedrig. Da der Boden unter dem Rasen schnell austrocknet, sollte man regelmäßig wässern. Spätestens nach zehn regenfreien Tagen ist der Rasensprenger gefordert, am besten in den frühen Morgenstunden oder abends.

    Kompakte Hecken

    Traditionell gilt der Johannistag am 24. Juni als Tag des Heckenschnitts. Rund um dieses Datum hört man deshalb in vielen Gärten die elektrische Heckenschere surren. Hecken aus Kirschlorbeer oder Ilex schneidet man allerdings besser per Hand, die tragen sonst unschöne Blattschäden davon. Nach dem Rückschnitt treiben die Pflanzen mit dem sogenannten Johannistrieb ein zweites Mal aus.

    Gartentipps für den Juli

    Im Juli naht der Hochsommer und bringt viel Arbeit mit sich. Jetzt nimmt auch das Gießen die meiste Zeit in Anspruch, genauso wie das Unkrautjäten. Dafür steht der Garten jetzt in voller Pracht.

    Rasen mähen und Schädlinge bekämpfen

    Ein regelmäßiges Mähen ist für einen ansehnlichen Rasen unverzichtbar. Weiterhin muss der Gartenliebhaber Zeit in die Schädlingsbekämpfung investieren.

    Die Pflanzen sollten auch auf Pilzbefall kontrolliert werden. Trockene Böden sollten aufgelockert werden. Auch jetzt wird alles Verblühte regelmäßig zurückgeschnitten und entfernt.

    Hecken zurückschneiden

    Man kann noch Erdbeeren setzen und sommergrüne Hecken dürfen zurückgeschnitten werden. Die Achseltriebe an den Tomaten müssen ebenfalls regelmäßig ausgebrochen werden.

    Nun ist auch die richtige Zeit, um den Buchsbäumen einen Feinschnitt zu verpassen. Die langen Frühjahrstriebe können gekürzt und der Buchsbaum in Form gebracht werden.

    Beerenzeit

    Juli ist Beerenzeit, aber natürlich kann auch noch viel anderes geerntet werden. Für den Hobbygärtner ist das ein Vergnügen und jetzt wird Marmelade gekocht und eingemacht.

    Sobald die Beeren geerntet sind, können die Beerensträucher bereits zurückgeschnitten werden. So bekommen sie wieder Kraft für den nächsten Fruchtstand.

    Auch im Juli wird gesät und gepflanzt und auch das Unkrautjäten gehört zu den eher mühseligen Beschäftigungen. In vielen Gärten stehen jetzt die Sonnenblumen in voller Pracht und bieten einen wunderschönen Anblick.

    Blumengarten im Juli – die richtige Pflege für sattes Grün und üppige Blüten

    Frau mit Strohhut und magentafarbenem Oberteil, Gartenschere und roten Blumen
    Smiling pretty woman gardener © edbockstock - www.fotolia.de

    Im Juli zeigt sich der Ziergarten von seiner prachtvollsten Seite – wenn es nicht zu trocken wird. Zu den Hauptaufgaben des Gärtners gehört es daher, Blumen und Pflanzen ausreichend zu wässern. Etwas Aufmerksamkeit fordert auch der Rückschnitt für kräftigere Triebe und üppigere Blüte.

    Rasen pflegen

    Längere Trockenphasen, wie sie im Juli öfter vorkommen, toleriert der Rasen schlecht. Zweimal pro Woche sollte deshalb der Rasensprenger für eine kräftige Wasserzufuhr sorgen. Damit der Rasenschnitt besser kompostiert, mischt man ihn mit zerkleinerten Ästen und Zweigen. Auch das Holz zersetzt sich dann schneller.

    Gezielt düngen

    Rosen bekommen im Juli ihre letzte Ration Dünger. Sommerzwiebeln wie Dahlien und Gladiolen haben nur eine kurze Wachstumsphase. Darum düngt man sie jetzt mit einem schnell wirksamen Mineralmix.

    Zurückschneiden und auslichten

    Ob Sträucher oder Stauden – viele Pflanzen haben bei der Blüte ihre Kräfte verbraucht. Wenn sie im Juli kräftig zurückgeschnitten werden, belohnen sie die Mühe jedoch mit einer zweiten Blüte im Spätsommer. Rittersporn und Katzenminze schneidet man etwa nach der Hauptblüte eine Handbreit über dem Boden ab. Wasser und Dünger versorgen die Pflanze mit frischer Kraft.

    Damit Weigelien ihre Blütenfülle behalten, sollten jedes Jahr einzelne Triebe mit der Astschere entfernt werden. Neben älteren Trieben, die man bodennah stutzt, können auch störende Seitentriebe gekappt werden.

    Vermehren und teilen

    Stauden, die zu üppig wuchern, müssen oft schon im Juli verkleinert werden. Dazu sticht man mit dem Spaten Teile vom Wurzelballen ab und setzt ihn anschließend zurück in die Erde. Die Goldrute etwa bedrängt sonst schnell ihre Beetnachbarn. Die Blütenbildung von Sommerflieder lässt sich fördern, indem ältere Rispen gleich nach dem Verblühen abgeschnitten werden.

    Efeu und andere Kletterpflanzen werden je nach Bedarf mehrmals in der Saison mit der Heckenschere gestutzt. Wer Clematis oder Blauregen vermehren möchte, greift im Juli zum Messer: mit einem sogenannten Verwundungsschnitt und anschließendem Bedecken mit Anzuchterde bildet die Mutterpflanze neue Ableger.

    Ab in Urlaub – rechtzeitig für die Pflanzen sorgen

    Bei längerer Abwesenheit brauchen Topf- und Kübelpflanzen gerade im Sommer besondere Aufmerksamkeit

    Blumen auf Balkon werden aus Gießkanne begossen
    Balkongärtner © Harald07 - www.fotolia.de

    In der Ferienzeit ist halb Deutschland auf Reisen. Auch Haustiere sind gern unterwegs. Nur die Pflanzen müssen zu Hause bleiben. Dabei brauchen Topf- und Kübelpflanzen gerade im Sommer besondere Aufmerksamkeit. Tipps für sattes Grün und üppige Blütenpracht – auch nach zwei Wochen Urlaub.

    Bewässerung vorbereiten

    Ohne Wasser können die Pflanzen eine längere Abwesenheit nicht überstehen. Wenn kein Nachbar zum Gießen vorbeikommen kann, sollten Sie deshalb eine automatische Bewässerung einrichten. Am besten schon zwei bis drei Wochen vor der Abfahrt prüfen, ob die Anlage funktioniert. Wassermenge und Bewässerungsdauer lassen sich meist individuell einstellen.

    Putzen, jäten und schneiden

    Damit Unkräuter nicht die kleineren Pflanzen überwachsen, sollen Sie unmittelbar vor der Abreise noch einmal jäten. Dabei entfernt man auch welke Blüten und Blätter. Bei Regen verkleben diese sonst schnell und begünstigen die Schimmelbildung. Stark wüchsige Arten schneidet man noch einmal zurück.

    Schattenplatz suchen

    Auch lichthungrige Pflanzen können im Sommer zu viel Sonne abbekommen. Bevor sie losfahren, stellen Sie Kübel und Töpfe deshalb an einen schattigen Platz. Ideal sind größere Bäume, da diese den Regen hindurch lassen. Da die Pflanzen im Schatten weniger Wasser benötigen, überstehen sie auch eine längere Abwesenheit.

    Düngen und Schädlinge beseitigen

    Ein paar Tage vor dem Urlaub untersucht man die Pflanzen noch einmal auf Schädlinge oder Krankheiten. Die Zeit reicht jetzt noch, um Behandlungen durchzuführen. Und man verhindert, dass Schädlinge sich während der Ferien ungebremst vermehren können.

    Die meisten Topf- und Kübelpflanzen brauchen wöchentlich Dünger. Wenn man ein bis drei Wochen aussetzt, schadet das aber nicht. Einfach vorher etwas üppiger düngen, damit sich im Boden ein Nährstoffvorrat aufbaut.

    Obst- und Gemüsegarten im Juli – Tipps zum Säen, Ernten und Pflegen

    Frische Kohlrabi in Erde
    Kohlrabi - Gesund und Vitaminreich © fotokalle - www.fotolia.de

    Im Juli haben Gärtner alle Hände voll zu tun. Bei einigen Obst- und Gemüsearten läuft die Ernte auf Hochtouren, bei anderen können sie jetzt die künftigen Erträge sichern.

    Säen

    Mitte Juli ist der letzte Aussaatermin für Möhren und Buschbohnen. Für Bohnen eignen sich dabei ideal die abgeernteten Beete von Frühkartoffeln oder Kohlrabi. Wo bereits im Vorjahr Hülsenfrüchte standen, gedeihen die Bohnen jedoch weniger gut.

    Möhren sät man im Juli bereits für die Herbsternte. Mit Dill als Kulturpartner wird ihr Aroma besonders delikat. Im Juli gelingt außerdem die Aussaat von Petersilie am besten.

    Wässern

    Im Juli muss der Gärtner bei allen Pflanzen auf Bewässerung achten. Besonders durstig zeigen sich Tomaten und Gurken, die täglich frisches Wasser in großen Mengen benötigen. Aber auch Salate, frisch gekeimtes Saatgut und Obstbäume wollen regelmäßig gewässert werden.

    Als Schutz vor dem Austrocknen haben sich bei Obstbäumen Mulchmatten aus Kokos bewährt, die man einfach um den Stamm legt. Im Beet lässt sich die Verdunstung reduzieren, wenn der Boden regelmäßig aufgelockert wird.

    Ernten

    Nicht zu früh und nicht zu spät – über die Qualität von Obst und Gemüse entscheidet nicht nur die Pflege sondern auch der Erntetermin. Möhren, Kartoffeln, Kohlrabi und Salate bleiben zarter, wenn man sie zeitig erntet. Kräuter schmecken am aromatischsten, wenn sie das Maximum an ätherischen Ölen enthalten.

    Der Gärtner erkennt dies an der Zunahme von Bienen und anderen Insekten. Genau wie bei Zwiebeln lässt man die frische Ernte zunächst einige Tage an der frischen Luft trocken. Salate, die laufend gepflückt werden, freuen sich über eine Gabe von Gemüsedünger alle zwei Wochen.

    Auslichten und zurückschneiden

    Nach der Ernte werden Johannisbeersträucher gelichtet. Dazu entfernt der Gärtner die ältesten Äste in Bodennähe. Weinreben stutzt man dagegen vor der Ernte, damit die Früchte möglichst viel Sonne bekommen. Wie bei Tomaten werden außerdem die jungen Triebe aus den Blattachsen abgebrochen.

    Wer Auberginen im Garten hat, kappt die Spitze des Mitteltriebes und überschüssige Seitentriebe. Höchstens fünf Triebe pro Pflanze sollten stehenbleiben, damit die Früchte groß und fest werden.

    Gartentipps für den August

    Der August ist meist trocken und heiß. Das Leben hat sich mehr und mehr nach draußen verlagert und der Gartenfreund verbringt viel Zeit im Freien.

    Auf die richtige Bewässerung achten

    Die richtige Bewässerung ist sehr wichtig und am besten sollte in den Morgenstunden - bevor die unbarmherzige Mittagssonne brennt - oder in den schattigen Abendstunden gegossen werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Wurzelballen und nicht die Blätter gegossen werden, sonst kann es zu dem sogenannten Brennglaseffekt kommen und es gibt Brandschäden an den Pflanzen. Der Rasen wird idealerweise mit einem Rasensprenger bewässert, das erspart die Mühe mit dem Wasserschlauch zu hantieren und wässert regelmäßig.

    Arbeiten am Beet

    Auch im August muss geharkt und trockene Böden müssen aufgelockert werden. Es wird gesät und gepflanzt und das unvermeidbare Unkrautjäten sorgt für Beschäftigung. Der Hobbygärtner erntet jetzt zum Beispiel

    Ab Ende August werden schon frühjahrsblühende Blumenzwiebeln gesteckt. Die frühjahrsblühende Stauden können geteilt werden.

    Verblühtes wir nach wie vor entfernt und abgeschnitten. Auch der Rasen muss regelmäßig geschnitten werden. Der Kampf gegen Schädlinge und Pilzbefall hält auch im August an.

    Feste feiern

    Ansonsten ist es ein Monat, in dem man den Garten genießen kann.

    • Gartenpartys
    • Grillfeste und
    • entspannte Wochenenden im Freien

    machen Spaß und bereiten Freude. Auch die Kleinsten kommen jetzt auf ihre Kosten - mit Planschbecken, Schaukel und Sandkasten sind sie immer gut beschäftigt und können sich über den Sommer freuen.

    Sommer im Garten - Pflanzen richtig pflegen

    Sonnenhut hängt an einem Jägerzaun eines großen Obstgartens
    Garten 365 © K.-U. Häßler - www.fotolia.de

    Damit man die schönen Stunden des Hochsommers in seinem Garten genießen kann, sollte man bedenken, dass die Pflanzen nun eine besondere Pflege benötigen.

    Vor allem Rosen sollten dabei genannt werden: der Blütenstand muss nun ausgeputzt werden, was bedeutet, dass man die verblühten Rosen nun entfernt, um die Nachblüte sicher zu stellen. Wer Rosen im Topf züchtet, sollte sie nun ein Mal in der Woche düngen.

    Auch einjährige Sommerpflanzen sollten beschnitten werden - in einer Vase machen sich die Blumen besonders gut. Somit wird auch hier gewährleistet, dass sich im kommenden Jahr neue Knospen bilden. Ebenso Gartenstauden (Margeriten, Rittersporn, Phlox) freuen sich über einen Rückschnitt.

    Damit die frischen Triebe nicht von Schädlingen zerstört werden, gilt es diese zu beseitigen. Von Schildläusen befallene Stellen können mit Rapsöl behandelt werden, Blattläuse kann man mit einer Seifenlösung vernichten. Für bestimmte Schädigungen, beispielsweise durch Mehltau, hilft nur ein chemisches Pflanzenschutzmittel - dabei sollte man sich von einem Fachmann beraten lassen.

    Ziergarten im August – Tipps zum Schneiden, Pflanzen und Teilen

    Steinweg durch Garten, am Wegesrand verschiedene bunte Blumen
    Lush blooming summer garden with paved path © Elenathewise - www.fotolia.de

    Im August kann der Gärtner die Früchte seiner Arbeit genießen. Aber es gibt auch etwas zu tun:

    Pflanzen und teilen

    Der August ist ideale Pflanzzeit für Herbst-Krokusse, Steppenkerzen und die Madonnen-Lilie. Während die bunten Krokusse und Lilien eine humusreiche Erde bevorzugen, gedeiht die Steppenkerze am besten auf sandigem und trockenem Boden.

    Auch immergrüne Laubgehölze wie Buchsbaum oder Kirschlorbeer sollten im Spätsommer gepflanzt werden. So können sie bis zum Winter gut einwurzeln. Wer seiner Pfingstrose den Umzug an einen neuen Standort erleichtern will, wählt ebenfalls den August. Wichtig: Für ein gutes Wachstum sollte der Wurzelstock geteilt werden.

    Eine Verjüngungskur durch Teilung bekommt auch den bereits verblühten Frühjahrs- und Sommerstauden. Wie bei allen Blumen sollte der Gärtner im August mit dem Wasser großzügig sein. Damit die Pflanzen kürzere Trockenzeiten allein überstehen können, sollte man durchdringend gießen. So breiten sich die Wurzeln in tiefere Erdschichten aus.

    Zurückschneiden und ausputzen

    Starkwachsende Hecken wie Buche oder Lebensbaum vertragen nun einen zweiten Rückschnitt. Auch an Buchsbäume mit Formschnitt kann der Gärtner noch einmal korrigierend Hand anlegen. Wenn der Blütenflor des Lavendels nachlässt, leicht zurückschneiden.

    Verwelkte Blüten stören nicht nur die Optik. Sie bilden auch den Nährboden für schädliche Pilze. Besonders dankbar für das Ausputzen zeigen sich Mädchenauge, Aster, Sonnenbraut und Färber-Kamille. Sie verlängern ihre Blütezeit um mehrere Wochen.

    Extrapflege für Rhododendron und Hortensie

    Auch wenn sie noch gut aussehen – Hortensie und Rhododendron brauchen im August eine Extraportion Pflege. Rhododendren zeigen Wassermangel zum Beispiel erst, wenn es fast zu spät ist. Trockenschäden wachsen sich dann schwer aus.

    Deshalb lieber einmal öfter gießen und dabei gleich auf Spuren von Netzwanzen achten. Warnsignale sind Kot-Tropfen oder gesprenkelte Blattunterseiten.

    Hortensien sollen sattgrüne Blätter und kräftig gefärbte Blüten haben. Dazu brauchen sie einen leicht sauren Boden und regelmäßige Düngung mit aluminiumhaltigem Kali-Alaun.

    Der Nutzgarten im August – Tipps zum Säen, Pflanzen und Ernten

    Frisch geerntete Kartoffeln mit Erde in Holzeimer auf Kartoffelfeld
    Potatos © Stocksnapper - www.fotolia.de

    Zum Ende des Sommers sind viele Obst- und Gemüsesorten reif für die Ernte. Außerdem können Gärtner schon für die kommende Saison säen und pflanzen. Um auch im nächsten Jahr viele Früchte zu bekommen, sollten Sie nun auch zur Schere greifen und störende Triebe zurückschneiden.

    Morgens ernten

    Für Obstliebhaber bringt der August reiche Gaben. An Brombeersträuchern lohnt alle drei bis fünf Tage eine frische Ernte, damit Heidelbeeren nicht von Vögeln stibitzt werden, deckt man die Sträucher mit einem Netz ab. Sommeräpfel erntet man am besten am Morgen – dann lassen sie sich am längsten lagern. Tipp: nicht die dünne Wachschicht abreiben, sie schützt den Apfel vor vorzeitigem Verfaulen.

    Kuchenbäcker können jetzt auch schon die ersten Zwetschgen oder Pflaumen pflücken. Wer ein süßes Aroma liebt, lässt die Früchte noch etwas hängen. Wichtig für alle Obstgehölze: Ab September sollte man das Gießen einstellen. Sonst sind die frischen Triebe zu anfällig für Frost.

    Gemüse ernten

    Gurken erntet man am besten frühzeitig. Hängen die Früchte zu lange am Strauch, kommen weniger junge Gurken nach.

    Wann der ideale Erntezeitpunkt für Kartoffeln ist, lässt sich am Kraut erkennen. Beginnt es zu verdorren, kann man mit dem Spatengabel zum Test eine Staude ausgraben. Beschädigte Knollen am besten gleich aussortieren, die anderen auf dem Beet einige Tage trocknen lassen.

    Säen und Pflanzen

    Ob Rettich oder Mangold, Feldsalat oder Petersilie – bis Ende August ist Zeit, die neue Ernte vorzubereiten. Manche Samen keimen so rasch, dass Salat oder Kräuter schon im Herbst auf den Teller kommen können, andere reifen zum Frühjahr.

    Das gleich gilt für Jungpflanzen von Lauch, Broccoli oder Erdbeeren. Wer im Spätsommer pflanzt, kann sich im Frühling über besonders gute Erträge freuen.

    Gartentipps für den September

    Jetzt ist die ideale Zeit, um ein Hochbeet anzulegen. Die Zwiebeln der Frühjahrsblüher werden gesteckt und Himbeersträucher können gepflanzt werden. Noch muss man gießen und auch der Rasen muss gemäht werden.

    Sommerstauden können gepflanzt werden und immergrüne Hecken werden geschnitten. Immergrüne Nadel- oder Laubgehölze werden jetzt gepflanzt.

    Knollen- und Zwiebelgewächse - die nicht winterhart sind - kommen aus dem Boden ins Winterquartier. Stauden kann man teilen.

    Ernten und pflanzen

    Geerntet werden jetzt zum Beispiel

    • Äpfel
    • Brombeeren
    • Pflaumen
    • Birnen und
    • viele Gemüsesorten.

    Jetzt ist die letzte Gelegenheit vor dem Winter, Sträucher und Bäume zu pflanzen. Im September kann noch gepflanzt und gesät werden. Trockene Böden immer wieder auflockern und auch in diesem Monat gehört das Unkrautjäten noch zu den Gartenarbeiten.

    Der Rasen sollte vor dem Winter noch einmal vertikutiert werden. Dabei werden mit einem gabelartigen Werkzeug kleine Löcher in den Boden gestochen. Diese tragen zu einer guten Belüftung des Graswurzelwerks bei.

    Auch das Moos muss bekämpft werden, ebenso ist das Wässern nach wie vor wichtig. Ein Nachsäen des Rasens ist jetzt noch möglich.

    Obstbäume sollten nach der Ernte ausgelichtet werden. Wer viele Äpfel und Birnen hat, lässt eventuell keltern, auch der Entsafter kann zum Einsatz kommen und dann kommen auch die Einmachgläser noch einmal zum Einsatz und Marmeladen werden gekocht.

    Aber auch die Gemüseernte läuft auf Hochtouren. Zwiebeln und Kartoffeln wollen eingelagert werden, aber auch

    und vieles mehr werden geerntet. Jetzt kann der Gartenliebhaber im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte seiner Arbeit einfahren.

    Im September den Garten auf den Winter vorbereiten

    Ast eines Baumes wird mit Baumschere geschnitten
    Baum verschneiden 04 © Lianem - www.fotolia.de

    Der Sommer neigt sich dem Ende zu und langsam aber sicher kehrt der Herbst ein. Bereits jetzt ist es an der Zeit, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, zumindest wenn es um den eigenen Garten geht. Hobby-Gärtner haben im September einige Aufgaben zu bewältigen, um sich im Frühjahr wieder an einer schönen Blütenpracht zu erfreuen.

    So sollten bis Oktober die Zwiebeln für Tulpen, Narzissen und Krokusse eingepflanzt werden, gleiches gilt für Eibe und Efeu. Auch Zwiebelpflanzen, die im Herbst blühen, sollten nun spätestens eingesäht werden.

    Der Rasen muss nun noch ein mal vertikutiert werden. Mögliche Moosanteile sollten entfernt und kahle Stellen nachgesät werden. Ende dieses Monats ist es wichtig, den Rasen mit einem Winterdünger zu düngen, welcher in jedem Fall stickstoffarm sein sollte.

    Weiterhin ist es wichtig, die Trieben bestimmter Pflanzen zurück zu schneiden; dies gilt zum Beispiel für Himbeersträucher und Lavendel.

    September im Ziergarten – Tipps zum Pflanzen und Pflegen für Blumen und Rasen

    Alte Frau mit Strohhut bei der Gartenarbeit
    senior woman gardening © Elenathewise - www.fotolia.de

    Im September stehen die Prachtstauden noch in voller Blüte – aber das Gartenjahr neigt sich allmählich dem Ende zu. Nun ist die Zeit gekommen, um:

    • Stauden zu teilen
    • Kübelpflanzen zu schützen
    • Alte Blumenzwiebeln für den Winter auszugraben
    • Neue Zwiebeln in die Erde zu bringen und
    • Die Blumensaat für den kommenden Sommer zu sammeln.

    Dahlien und Chrysanthemen ausputzen

    Bis zum ersten Nachtfrost zeigen Dahlien noch ihr buntes Strahlen. Für eine schöne Blütenfülle müssen verwelkte Teile aber regelmäßig ausgeputzt werden. Dazu schneidet man die Triebe über dem ersten Blatt ab.

    Tipp: Wer Dahlien für die Vase schneiden möchte, sollte nur voll erblühte Stiele auswählen. Nach dem Schnitt blühen die Knospen kaum weiter auf. Bei Chrysanthemen dünnt man vor allem die dichten Blütenansätze aus. Als Faustregel für üppige Blüten gilt: pro Triebende nur eine Knospe stehenlassen.

    Frostempfindliche Knollen ausgraben

    Wenn die Nächte kälter werden, sollten die Brutknollen von frostempfindlichen Blumen wie Begonien, Gladiolen und Dahlien aus der Erde geholt werden. Die kleinen Knollen trennt man behutsam ab und bewahrt sie über Winter in luftdurchlässigen Körben oder Netzen auf.

    Neue Blumenzwiebeln pflanzen

    Ab Mitte September können frische Zwiebeln für Frühlingsblumen in die Erde. Im spätsommerlich warmen Boden entwickeln diese rasch Wurzeln und treiben dann ab März aus. Die Pflanztiefe hängt von der Größe der Zwiebel ab: zwei bis dreimal so tief setzen, wie die Zwiebel dick ist.

    Frischekur für den Rasen

    Wenn der Rasen nach dem Sommer sehr strapaziert ist, sollte man ihm im September etwas verwöhnen. Nach dem Mähen und Vertikutieren gönnt man dem Rasen eine Portion Dünger. Zeigen sich kahle Stellen im Teppich, ist jetzt die ideale Zeit, um Rasensaat nachzustreuen. Tipp: der Herbstrasendünger macht auch Bambus fit für den Winter.

    Stauden teilen

    Um auch im nächsten Jahr üppig blühende Stauden genießen zu können, sollten die Pflanzen nach der Blüte geteilt werden. Zuerst kappt man die oberirdischen Pflanzenteile, danach werden Wurzelstöcke oder Wurzelballen mit dem Spaten geteilt und getrennt wieder eingepflanzt. Angießen dabei nicht vergessen.

    Samen für den nächsten Sommer sammeln

    Viele Sommerblumen und Stauden lassen sich durch Samen vermehren. Dazu wartet man nicht ab, bis die Pflanzen eingetrocknet sind, sondern schneidet die Samenstände ab und hängt sie an einem geschützten Ort zum Trocknen auf. Manche Zuchtformen (F1-Hybride) lassen sich so allerdings nicht sortenecht vermehren.

    Der Nutzgarten im September – Tipps für Ernte und Pflanzenpflege

    Grüne Wiese mit Obstbäumen im Sonnenlicht
    obstgarten © Uschi Hering - www.fotolia.de

    Im September werden die Tage langsam kürzer, im Garten gibt es aber allerhand zu tun. Hobbygärtner müssen jetzt die köstlichen Herbstfrüchte ernten, Obstbäume schneiden, düngen und frische Saat ausbringen.

    Richtig ernten

    Einige Früchte wollen früh geerntet sein, andere entfalten ihr Aroma erst spät. Birnen sollten beim Pflücken etwa noch hart sein. Sie reifen bei Zimmertemperatur schnell nach. Auch Hagebutten oder Sanddorn sollten nicht zu lange am Strauch bleiben, sie verlieren sonst ihren feinen Geschmack.

    Kornelkirschen schmecken dagegen erst in überreifem Zustand richtig gut. Die Früchte sollten bereits dunkelrot und weich sein, wenn man sie pflückt. Andenbeeren oder Physalis, die sich hierzulande wachsender Beliebtheit erfreuen, erntet man auch erst, wenn die Hüllblätter schon eintrocknen. Falls es vorher friert, sollte man die Beete mit einem Vlies schützen.

    Besondere Regeln für den Apfel

    Des Deutschen liebste Frucht ist immer noch der Apfel. Viele Sorten sind jetzt erntereif. Bei großen Bäumen muss man im mehreren Gängen zeitversetzt ernten, da die Früchte auf der sonnenabgewandten Seite später reif werden.

    Wichtig: auch kranke oder schadhafte Äpfel entfernen. Sie eignen sich zwar nicht zum Einlagern, nachdem man faulige oder verschorfte Stellen großzügig ausgeschnitten hat, lassen sich die Früchte aber ideal zu Kompott oder Kuchen verarbeiten.

    Spalierobst schneiden

    Spalierobst lässt sich besonders angenehm ernten. Um die Zweige optimal im Form zu bringen, ist bis Mitte September Gelegenheit. Lange Seitentriebe kürzt man ein. Auch Pfirsichbäume vertragen im September einen Rückschnitt: damit die Früchte in der nächsten Saison genug Sonne bekommen, lichtet man die Krone ordentlich aus.

    Düngen und Säen

    Die abgeernteten Beete bringen im kommenden Jahr eine bessere Ernte, wenn man Gründünger ausstreut. Als Alternative können jetzt auch noch schnell wachsende Salate, Winterspinat oder Radieschen ins Beet.

    Gartentipps für den Oktober

    Im Oktober naht der Herbst in Riesenschritten. Jetzt gibt es Esskastanien - wenn man einen Esskastanienbaum hat -, Trauben und späte Äpfel werden geerntet. Im Garten blühen jetzt noch die Hortensien und erfreuen mit ihren prächtigen Blütenköpfen. Auch der Hibiskus kann noch blühen.

    Letzte Ernte und Laubarbeit

    Aber auch andere Früchte und Gemüsesorten können noch geerntet werden. Das Laub wird jetzt bunt und fällt bald ab. Dann macht es dem Gartenbesitzer zu schaffen und der Laubsauger kommt zum Einsatz.

    Im Oktober sollte auch noch einmal gedüngt werden, damit die Pflanzen im Frühjahr genug Kraft für das Wachstum haben. Abgeerntete Beete werden umgegraben und der Rasen muss regelmäßig von der dicken Laubschicht befreit werden.

    In den Beeten kann man das Laub auch einfach untergraben, das gibt eine gute Erde und das Laub ist beseitigt. Der Rasen wird jetzt zum letzten Mal gemäht für diese Gartensaison, das Moos muss nach wie vor bekämpft werden. Beetrosen und immergrüne Pflanzen können zurückgeschnitten werden.

    Schneiden

    Ende Oktober ist dann der Baumschnitt fällig. Auch Spätsommer- und Herbstblüher werden zurückgeschnitten.

    Rosen kann man jetzt noch pflanzen. Alte Rosen werden angehäufelt und zurückgeschnitten. Die Kübelpflanzen werden zum Überwintern gebracht.

    Auch sommergrüne Laubgehölze können im Oktober gepflanzt werden. Der Feldsalat wird jetzt gesät und mehrjährige Kräuter werden zurückgeschnitten.

    Rasenpflege

    Verwachsungen, Schlingpflanzen und Unkraut werden aus dem Rasen herausgekämmt. Liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt oder darunter, wird von einer Vertikutierung abgeraten. Ca. 2 bis 3 Wochen nach der Vertikutierung kann man den Rasen zusätzlich düngen.

    Arbeiten am Teich

    Wenn man einen Teich hat und dieser nicht tief genug ist, müssen Ende Oktober die Wasserpflanzen in Körben herausgenommen und ins Winterquartier gebracht werden. Eventuell muss auch die Teichpumpe heraus und frostsicher gelagert werden.

    Blühendes Frühjahr: Zwiebeln richtig lagern und pflanzen

    Um sich im Frühling über schöne Blumen freuen zu können, sollten Sie einige Tipps zum Lagern und Pflanzen beachten

    Zwiebeln werden in Erde gesetzt
    Zwiebel stecken 08 © Lianem - www.fotolia.de

    Sie freuen sich schon jetzt auf das Frühjahr? Unbestritten ist das Frühjahr für viele von uns eine der schönsten Jahreszeiten. Der kalte, lange Winter ist vorbei und überall grünt und blüht es.

    Blumenzwiebeln in der Garage oder im Kellerraum lagern

    Aber damit es auch wirklich schön blüht und Sie an Ihrem Garten Spaß haben, sollten Sie Blumenzwiebeln auf die richtige Art und Weise lagern. Die Zwiebeln lieben es trocken und kühl. Am besten lagern Sie sich in einer Garage oder in einem trockenen Kellerraum.

    Packen Sie die Zwiebeln in Papiertüten, legen Sie diese in eine Kiste und bedecken Sie das Ganze dann mit einer Schicht Zeitungen. So gehen Sie sicher, dass die Luftfeuchtigkeit aufgesaugt wird und die Zwiebeln nicht beschädigt werden. Haben Sie Blumenzwiebeln in Plastiktüten gekauft, können Sie einfach ein Loch in die Tüte schneiden, um Luft herein zu lassen.

    Blumenzwiebeln in kalten Boden setzen

    Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Frühblühern und Sommerblühern. Während Sommerblüher besser im Frühling eingepflanzt werden sollten, können Sie mit dem Pflanzen der Frühblüher Mitte bis Ende Oktober beginnen.

    Beim Pflanzen ist darauf zu achten, die Blumenzwiebel in kalten Boden zu setzen. Außerdem spielt die Tiefe eine entscheidende Rolle. Setzen Sie die Zwiebel 2-3 Mal so tief in die Erde wie sie selbst dick ist. Gute Chancen, dass Ihre Zwiebeln auch ein zweites Mal austreiben haben Sie, wenn Sie sie direkt nach der Blüte düngen. Das gilt besonders für hochgezüchtete Sorten, die den Witterungsbedingungen nur schwer standhalten.

    Jetzt den Garten winterfest machen

    Sträucher, Blumen, Rasen und Gartenteich wollen auf den Winter vorbereitet werden

    Elektrischer türkiser Rasenmäher im Einsatz im Garten
    Yard work © ZingStudio - www.fotolia.de

    Die Zeit zwischen Herbst und Winter ist für den Gartenfreund die Zeit, um aufzuräumen und den Garten auf die kommenden kalten Temperaturen vorzubereiten. Auch der Austrieb im nächsten Frühjahr wird jetzt schon vorbereitet.

    Laub verwerten, Büsche beschneiden

    Ist das Laub gefallen, muss nicht unbedingt alles auf dem Kompost landen. Unter den Beeten kann eine Laubschicht die Bodenbeschaffenheit verbessern und Kleinstlebewesen fördern. Die Wege sollten allerdings frei sein. Nasses Laub kann extrem glatt werden und zu Unfällen führen.

    Bei den meisten Büschen ist jetzt die Zeit, um zu schneiden. Zu eng stehendes Holz und tote Zweige müssen entfernt werden. Das fördert das Wachstum im kommenden Frühjahr.

    Altes Holz – sofern es nicht krank oder Pilz befallen ist – lockert den Kompost auf. Dazu häckselt man es klein. Natürlich kann man auch dieses Schnittgut hervorragend als Mulch verwenden.

    Rosen vor Frost schützen, den Rasen ein letzte Mal mähen

    Die Rosen sollten vor Frost geschützt werden. Dies gilt insbesondere für Hochstamm-Arten. Dazu nimmt man am besten Fichten- oder Tannenzweige. Durch deren Luftdurchlässigkeit wird stauende Nässe vermieden. Ein Schnitt erfolgt bei Rosen erst im Frühjahr.

    Der Rasen wird letztmalig gemäht. Er darf dazu auf keinen Fall gefroren sein. Das abgeschnittene Gras muss ebenso wie noch herumliegende Blätter vom Rasen entfernt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass sich Pilzkrankheiten ausbreiten.

    Den Gartenteich auf den Winter vorbereiten

    Wer einen Gartenteich besitzt, sollte ihn von Schlamm befreien. Abgefallene Blätter würden das Wasser faulen lassen und damit Fische und Teichpflanzen schädigen.

    Ein spezielles Netz hilft, die letzten Blätter von der Wasseroberfläche fernzuhalten. Es sollte unmittelbar über dem Wasser aufgespannt werden.

    Auch einen Freihalter gegen die Gefahr des Zufrierens kann man jetzt schon einbringen. Die Überraschung ist oft sehr groß, wenn plötzlich über Nacht durch einen Kälteeinbruch der Teich eine Eisschicht aufweist.

    Frühlingsblühende Blumen einpflanzen

    Nicht winterharte Pflanzen, wie beispielsweise Dahlien, sollten baldmöglichst ausgegraben und gelagert werden. Pflanzen sollte man jetzt alle frühlingsblühenden Zwiebeln. Tulpen, Osterglocke oder Hyazinthen gehören in die frostfreie Erde.

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      Vor dem ersten Frost Knollengewächse ausgraben

      Gartenschaufel mit Erde darauf wird über Rasen gehalten
      Spade with soil. © ninety99 - www.fotolia.de

      Knollengewächse wie Dahlien sind sehr frostempfindlich und sollten deshalb vor den ersten kalten Nächten mit Frost aus dem Boden ausgegraben und im Warmen eingelagert werden.

      Vor dem ersten Frost sollte man Knollengewächse auf eine Länge von 10 bis 15 Zentimeter über dem Boden zurückschneiden und anschließend ausgraben. Dies rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

      Bei Dahlien ist folgende Vorgehensweise angebracht: Erst die Dahlien trocknen, damit Wasser in den Stängeln vermieden werden kann. Anschließend werden die Dahlienknollen an einem dunklen und kühlen Ort, liegend, aber nicht übereinander gestapelt, aufbewahrt.

      Knollenbegonien sollten zuerst vier Wochen an einem kühlen Ort abtrocknen, bevor sie von der Erde und den Wurzeln befreit werden und dann den Winter über in Torf gelegt werden.

      Canna werden den Winter über mit dem Erdballen in Kisten gelegt und bei einer Raumtemperatur von 10 bis höchstens 15 Grad aufbewahrt.

      Im Oktober den Garten für das Frühjahr vorbereiten

      Ein Rechen auf Rasen im Herbstlaub, Herbstblätter
      Fall leaves with rake © Elenathewise - www.fotolia.de

      Fällt zuviel Laub im Herbst, kann es vorkommen, dass die Grashalme keine Luft bekommen und sterben. Deshalb empfiehlt die Pflanzenexpertin Isabelle van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin, einfach ab und zu mit dem Rasenmäher einmal darüberzufahren.

      Dadurch werden die Blätter zerkleinert und eingesammelt. Zudem empfiehlt sie für den Oktober, neue Obstgehölze zu pflanzen. Dann sei die ideale Zeit, damit die Wurzelballen vor dem Frost noch Faserwurzeln bilden können.

      Frühblüher, wie Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen und Krokusse solle man bis Ende Oktober setzen, sagt die Expertin.

      Was im Herbst noch zu tun ist

      Gartenteich mit Pflanzen und Fischen
      bassin © joël BEHR - www.fotolia.de

      Auch im Herbst gibt es noch einiges im Garten zu tun: Herbstblüher sollten in dieser Zeit regelmäßig gegossen werden. Düngen sollte man Stauden und Gehölze jetzt aber nicht mehr. Für Kübelpflanzen sollten die Überwinterungsquartiere vorbereitet werden. Das erste im Gartenteich angefallene Laub sollte bereits aus dem Wasser gefischt werden.

      Prachtstauden im Garten schneidet man jetzt zurück. Ziergräser, wie Kugeldistel, Schafgarbe oder Sonnenhut, können aber ruhig als Winterschmuck stehen bleiben. Sind Stauden zu groß geworden, darf man sie jetzt teilen.

      Gegen Frostspanner werden an Obstbäumen am Stamm und am Pfahl Leimringe angebracht. Bei Tomaten ist es angebracht, die Blütenstände an der Triebspitze auszubrechen, weil diese nicht mehr ausreifen werden.

      Garten im Oktober: Ideale Zeit zum Pflanzen von Wintersalat

      Nahaufnahme Hacke auf Erde bei Salatblättern
      Salat mit Hacke © schweitzer-degen - www.fotolia.de

      In den Supermärkten gibt es das ganze Jahr Blattsalate. Wer Frisches aus dem eigenen Garten haben möchte, pflanzt schon im Herbst den Kopfsalat für die Frühjahrsernte. Der Markt bietet attraktive frostfeste Sorten, die im Oktober ins Beet wollen.

      Baquieu aus Frankreich mit nussigem Aroma

      Für die Überwinterung eignen sich etwa der "Waldor" und "Forellensalat". Aus Frankreich stammen die historische Zucht "Wunder der vier Jahreszeiten" sowie der kleinköpfige "Baquieu", der sich bereits zu Beginn des Frühjahrs ernten lässt. Seine Blätter haben ein angenehm nussiges Aroma – ideal für herzhafte Mahlzeiten.

      Winterkopfsalat tiefer pflanzen

      Damit die Wurzelballen gut gegen Kälte geschützt sind, pflanzt man den Winterkopfsalat etwas tiefer als herkömmliche Sorten. Gute Wässerung sorgt dafür, dass die Pflänzchen schnell einwurzeln. Tipp: Bei direkter Aussaat gedeihen die Salate am besten, wenn sie zunächst sehr eng stehen. Das Ausdünnen erfolgt erst nach dem Frost. Ab Januar schützt ein Vlies das Beet vor Kahlfrost.

      Terrasse und Balkon im Herbst – Tipps für den Oktober

      Eingetopfte Zwiebeln, lilane Blüten, Gartenschaufel, Blumentöpfe
      Garten © FotoLyriX - www.fotolia.de

      Ende September werden die Sommerblumen langsam unansehnlich, und kälteempfindliche Pflanzen wollen ins Warme. Auch wenn der erste Frost noch entfernt ist, gibt es auf Terrasse und Balkon also einiges zu tun. Töpfe mit Hibiskus, Azaleen oder Kakteen brauchen durchgängig angenehme Temperaturen. Sobald das Thermometer unter 10 Grad rutscht, sollte man die Kübel daher an einen wärmeren Platz umräumen. Tipp: Düngen einstellen!

      Leere Töpfe auf dem Balkon reinigt man gründlich. Essigwasser entfernt nicht nur Kalkablagerungen sondern auch mögliche Keime. Wenn es im Frühjahr schön blühen soll, lassen sich die Kübel aber auch schon mit Zwiebeln von Tulpen, Hyazinthe und anderen Frühblühern bepflanzen. Dazwischen passen die Jungpflanzen von Hornveilchen, die man bereits im August gesät hat. Abgedeckt mit Tannenzweigen überstehen sie auch einen frostigen Winter.

      Welk gewordene Sommerblumen ersetzt man zum Oktober durch herbstliche Arrangements aus Heide, Chrysanthemen und farbigen Gräsern. Da die Pflanzen im Herbst weniger Wasser brauchen, sollte man aber für einen guten Abfluss sorgen. Stehen die Wurzeln zu lange im Feuchten, werden sie faul. Wichtig: das gilt auch für andere Kübelpflanzen, die man ab Oktober am besten von Untersetzern oder geschlossenen Übertöpfen befreit.

      Welche Gartenarbeiten jetzt im Spätherbst noch zu erledigen sind

      Äste eines Baums werden unter blauem Himmel mit Astschere geschnitten
      Baum verschneiden 08 © Lianem - www.fotolia.de

      So langsam geht auch die Gartensaison ihrem Ende zu und so ist es an der Zeit seine Pflanzen auch winterfest zu machen. Kurzlebige Stauden, wie die Prachtkerzen - ein Gewächs aus der Familie der Nachtkerzen, sollten nach dem Verblühen kurz geschnitten werden, denn dann leben sie länger. Im November sollte man die Pflanze mit dem anfallenden Laub bedecken und damit dies fortfliegen kann, kann man Fichtenzweige darüber legen.

      Zurückschneiden, umpflanzen und säubern

      Auch die Rosen kann man im Herbst schon etwas zurück schneiden, aber der richtige Schnitt erfolgt erst im Frühjahr. Wer seinen Bonsai im Winter im Freien lassen will, der sollte diesen zusammen mit der Pflanzschale in ein Beet eingraben, wo die Erde die Wurzeln schützt. Aber man sollte den Bonsai jetzt nicht mehr schneiden.

      Wer einen größeren Strauch oder einen Baum umpflanzen will, der sollte es aber jetzt noch im Herbst tun, wenn die meisten Blätter abgefallen sind. Der neue Standort sollte mit einer Komposterde verbessert werden und der umpflanzende Strauch oder Baum sollte einen möglichst großen Wurzelballen haben und sofort am neuen Standort eingegraben werden.

      Aber bei immergrünen Sträuchern ist die beste Zeit für das Umpflanzen im Frühjahr oder im Spätsommer. Pflanzen, die auch im Winter grünen, sollten aber immer von dem Laub befreit werden, weil sie sonst anfangen zu faulen.

      Verblühte Sommerblumen können auf dem Komposthaufen entsorgt werden.

      Die besten Tipps für den Nutzgarten im Oktober

      Hände ernten Kartoffeln aus dem Erdboden
      Hands harvesting fresh potatoes from soil © mjaud - www.fotolia.de

      Der Nutzgarten beschäftigt einen Gärtner nahezu das gesamte Jahr über. Auch im Oktober gibt es noch einiges zu erledigen, ehe sich der Nutzgarten die wohlverdiente Winterpause gönnt.

      • Beete, auf denen Fruchtgemüse, wie Gurken und Tomaten gewachsen sind, müssen jetzt komplett geräumt werden. Soll im nächsten Frühjahr ein neues Beet angelegt werden, so ist nun der ideale Zeitpunkt, die Fläche umzugraben. Der Frost hilft dabei, die Erde zu lockern.
      • Rhabarber muss alle acht bis zehn Jahre geteilt werden, damit die Stauden vital bleiben. Am neuen Standort braucht die Pflanze ausreichend Platz. Mindestens 100cm x 150cm müssen gegeben sein.
      • Späte Kürbissorten werden jetzt reif. Dazu gehören der Muscat und der Provence. Um sie vor Nässe zu schützen, ist es ratsam etwas Stroh oder auch ein Brett unterzulegen.
      • Im Oktober sind an den Tomatenpflanzen nicht selten noch grüne Früchte. Da diese im Freien nicht mehr nachreifen, können die gesamten Pflanzen aus der Erde genommen und kopfüber an einem warmen Standort aufgehängt werden. Eine Ernte ist dann noch bis zu zwei Wochen möglich. Einzelne, unreife Tomaten können in zwei Schichten Zeitungspapier gelegt werden. Direkte Sonne ist für die Reife nicht erforderlich. Wichtig ist, dass es warm ist.
      • Mangold ist ein sehr widerstandsfähiges Gemüse, welches durchaus milde Winter übersteht. Um die Pflanze allerdings vor eisigen Winden zu schützen, sollte man nun etwas Vlies oder Tannenreisig bereit legen, um den Mangold bei Bedarf rasch abdecken zu können.
      • Walnüsse sollten nur geerntet werden, wenn diese am Boden liegen. Das Pflücken wird nicht empfohlen, da die Nüsse noch nicht reif sind.
      • Bevor der erste Frost kommt ist es Zeit die Winterzwiebeln zu stecken. Je nach Sorte sind diese in einem Abstand von bis zehn Zentimeter in die Erde zu stecken. Dabei sollte die Zwiebel mindestens fünf Zentimeter tief eingesteckt werden.

      Gartentipps für den November

      Im November kehrt im Garten Ruhe ein; die Vögel sind in den Süden gezogen und die Pflanzen haben ihr Wachstum eingestellt. Der Winter steht vor der Tür, aber ein richtiger Gartenliebhaber findet immer noch Arbeit.

      Laub entfernen

      Nach den ersten Frostnächten verlieren die Bäume ihr Laub. Vor allen Dingen auf dem Rasen ist eine dicke Laubschicht verheerend. Der Rasen bekommt keine Luft und erleidet Schäden.

      Deshalb muss die Laubschicht in jedem Fall entfernt werden; die Blätter können auf den Kompost oder in die Grünmülltonne. Auch Beete und Gehwege sowie Hofeinfahrten müssen von dem Laub befreit werden - ein Laubsauger kann da gute Dienste leisten.

      Auf den Beeten kann man das Laub auch untergraben - es ist ein guter Dünger und lockert den Boden auf. Lässt man eine dünne Blattschicht auf den Beeten liegen, schützt es vor Frost, zersetzt sich und wird zu wertvoller Humuserde.

      Rückschnitt

      Der November ist vor allen Dingen auch der Monat des Rückschnitts. Jetzt werden Sträucher, Büsche und Bäume zurückgeschnitten - Hecken allerdings nicht.

      Sind die Äste und Zweige kahl, kann man auch am besten erkennen, wo geschnitten werden muss. In der kalten Jahreszeit leben Bäume und Sträucher sozusagen auf Sparflamme: der Lebenssaft fließt langsam und zähflüssig.

      Deshalb ist die Jahreszeit für einen Rückschnitt geradezu ideal. Der Rückschnitt sollte vor oder nach dem größten Frost geschehen, andernfalls besteht die Gefahr, dass die Aststücke nahe der frischen Schnittkanten abfrieren.

      Ganz besonders Obstbäume dürfen nicht verasten, damit sie genug Kraft für die Fruchtbildung haben. Sehr wichtig im Winter ist auch der Rosenschnitt.

      Mit Rosen sollte man sich auskennen, da man sonst große Schäden anrichten kann. Ein Rosenschnittkurs wird von fast jedem regionalen Gartenbauverein angeboten. Rosen lieben es, sehr kurz zurück geschnitten zu werden.

      Schneiden Sie also großzügig, die Rose wird es Ihnen im nächsten Jahr mit einem üppigen Wachstum danken. Eine Faustregel besagt, dass pro Rosenstock drei Hauptstämme stehen bleiben sollten, die die Basis für neues Wachstum bilden.

      Ernte

      Selbst im November gibt es noch etwas zu ernten. Rosenkohl schmeckt erst richtig gut, wenn der erste Frost darüber gegangen ist. Das liegt daran, dass die Bitterstoffe reduziert werden.

      Auch

      • Feldsalat
      • Winterbirnen
      • späte Äpfel
      • Chicorée
      • Grünkohl oder
      • Winterrettich

      erfreuen den Hobbygärtner. Ist der Boden frostfrei, können noch Rosen oder Gehölze gepflanzt werden.

      Winterschutz

      So langsam sollte man auch an den Winterschutz denken. Die Gartengeräte werden gesäubert, gepflegt und für die kommende Gartensaison trocken und sicher aufbewahrt.

      Im Gewächshaus kann man bereits Radieschen und Feldsalat aussäen. Die Pflanzen im Winterquartier müssen ab und zu gegossen werden und auch eine ausreichende Belüftung ist wichtig.

      Arbeit am Gartenteich

      Wenn man einen Gartenteich oder einen Springbrunnen hat müssen diese auch auf den Winter entsprechend vorbereitet werden. Bei dem Teich lohnt es sich, auch rechtzeitig ein Netz aufzuspannen. Das bewahrt einem vor dem lästigen Laubfischen und verhindert, dass sich Laub am Boden absetzt und die Wasserqualität beeinträchtigt.

      Dekoration

      Für viele Gartenfreunde ist es auch eine Freude, sich über die Weihnachtsdekoration im Garten Gedanken zu machen. Lichterketten, Schneemänner oder Rentiere zieren so manchen Garten. Die Beleuchtung und alles Nötige müssen besorgt oder vom Dachboden oder aus dem Keller geholt werden.

      Kurz vor der Adventszeit darf sich der Hobbygärtner dann beim Dekorieren austoben. Wenn der winterliche Garten dann hell erstrahlt, ist das ein besonders schöner Anblick.

      Jetzt wird der Garten winterfest gemacht

      Vogelhäuschen im verschneiten Wald im Winter
      Birdbox under snow during the winter © CCat82 - www.fotolia.de

      Der November steht vor die Tür und damit ist es an der Zeit, sich endgültig von der Gartensaison zu verabschieden. Nun gilt es den Garten aufzuräumen und winterfest zu machen. Bei einem Rundgang stellt der Hobbygärtner schnell fest, was noch geschnitten werden muss. Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin hält dazu einige Tipps bereit. Stauden, die Samenkapseln haben, sollten nicht geschnitten werden, denn so bieten sie in der kalten Zeit im weißen Reif-Kleid einen besonders reizvollen Hingucker. Doch Beifuß, Frauenmantel, oder Katzenminze werden nun geschnitten.

      Glücklich ist, wer Pferde- oder Rindermist besitzt. Der kann seinen Rosen etwas Gutes tun und diese mit einer zwei Zentimeter Schicht Mist abdecken. Doch auch normaler Kompost hat denselben Effekt, nämlich die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen und vor Frost zu bewahren. Bei Kletterrosen ist es wichtig, dass sie gut am Rankgitter befestigt sind. In einem schneereichen Winter besteht sonst die Gefahr, dass die Zweige brechen. Darum ist jetzt die Zeit, alles einer genauen Prüfung zu unterziehen.

      Welche Gemüsesorten bleiben noch im Gartenbeet und welche müssen jetzt geerntet werden

      Äste eines Baums werden unter blauem Himmel mit Astschere geschnitten
      Baum verschneiden 08 © Lianem - www.fotolia.de

      Wer in seinem Garten Gemüse anbaut oder Obst- und Beerensträucher hat, der sollte jetzt noch einige Arbeiten vor dem Wintereinbruch verrichten. Einige Gemüsesorten entfalten ihr volles Aroma erst, wenn sie auch Frost abbekommen haben. Dazu gehören Rosenkohl und Grünkohl. Dagegen müssen jetzt Wurzelpetersilie und Meerrettich noch geerntet werden.

      Zu kleine Sellerieknollen kann man noch in einen Topf pflanzen, woraus dann noch etwas Grün wachsen kann, das man für die Suppe verwenden kann. Manche Möhren oder auch Schwarzwurzeln sind winterhart, doch sollte man sie mit einer Mulchschicht aus Kompost und Stroh bedecken, damit der Boden auch nicht gefriert.

      Pfefferminze und auch Liebstöckel sind frosthart und bedürfen jetzt keiner besonderen Pflege und können auch noch gepflanzt werden. Auch Mangold kann man bis zum ersten Frost noch ernten.

      Winter-Äpfel jetzt ernten

      Schließlich sollten Besitzer von Apfelbäumen jetzt die letzten Winter-Äpfel ernten und in einem kühlen, luftfeuchten Keller bei etwa zwei bis vier Grad lagern. Dabei muss man achten, dass die Äpfel lose liegen und sich nicht gegenseitig berühren. Am besten dann alle ein bis zwei Wochen auf Fäule kontrollieren.

      Die letzten Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch können jetzt noch erledigt werden

      Birkenzweig mit Eiszapfen
      Birke 24 © Lianem - www.fotolia.de

      Jetzt wird es für die Gartenbesitzer höchste Zeit, die letzten Arbeiten vor dem Winter in ihrem Ziergarten zu vollenden. Wer noch Ziersträucher, beispielsweise einen Duftjasmin oder eine Forsythie, pflanzen will, der sollte dies noch tun, denn diese können noch vor dem Wintereinbruch im Erdreich wurzeln.

      Dagegen sollten immergrüne Gehölze, die gegen Frost empfindlich sind, erst im Frühjahr gesetzt werden. Darunter fallen zum Beispiel der Rhododendron oder auch der Hibiskus.

      Auch Hecken aus Buche können jetzt noch gepflanzt werden und man sollte sie kräftig zurück schneiden, so dass sie dann im Frühjahr besser austreiben können und dicht werden. Der Boden sollte locker sein und mit Kompost verfeinert werden.

      Dahlien werden jetzt vom Laub komplett entfernt und die Knollen ausgegraben und an einem dunklen, kühlen Ort gelagert.

      Winterquartiere für Igel nicht vergessen

      Das Herbstlaub sollte man von den Rasenflächen entfernen, sonst fehlt dem Rasen das nötige Licht. Das anfallende Laub kann man unter die Bäume und Sträucher oder auf dem Kompost lagern. Aber man sollte auch an die freundlichen und nützlichen Bewohner des Gartens, an die Igel denken, damit diese ein schönes Winterquartier finden. Dafür eignen sich Reisighaufen, die man mit dem Herbstlaub abdeckt. Es gibt aber auch spezielle "Igelhäuser" in einem Gartencenter zu kaufen.

      Garten im Winter – so lassen sich Frostschäden vermeiden

      Schnee und Eis auf Holzästen, darunter gelbe Blätter
      Snow and Winter Landscape © Chad McDermott - www.fotolia.de

      Früher oder später wird er kommen – der Frost. Damit Pflanzen und Töpfe auch Minusgrade überstehen, muss der Gärtner sie gut schützen. Noppenfolie oder Vlies halten das empfindliche Grün warm. Außerdem wichtig: Wasser und Herbstdünger.

      Wärmender Wintermantel für Pflanzen

      Bevor es richtig kalt wird, setzt der Hobbygärtner empfindlichen Pflanzen eine Mütze auf. Der Handel bietet eine Vielzahl an Folienhauben oder Wintermänteln in allen erdenklichen Größen. Damit die Wurzeln vor Frostschäden geschützt sind, hüllt man Kübel und Töpfe ebenfalls ein.

      Tipp: Öffnungen zum Gießen und Ablaufen des überschüssigen Wassers lassen. Wässern und düngen nicht vergessen

      Gießen und Düngen im Winter

      Immergrüne Gehölze verdunsten an sonnigen Wintertagen etwas Wasser. Wenn die Temperaturen über Null Grad liegen, muss man sie daher gießen. Der Topfballen sollte niemals austrocknen.

      Stauden und Gehölze freuen sich vor dem Frost über eine Gabe Herbstdünger. Dieser versorgt sie mit Energie für den Winter und fördert den Austrieb im Frühjahr. Vor allem Kalium senkt den Gefrierpunkt des Zellsaftes und wirkt so als natürlicher Frostschutz.

      Mulchdecke gegen Bodenfrost

      Ausgewachsenen Bäumen macht Bodenfrost nichts aus. Junge Pflanzen freuen sich aber über eine schützende Mulchdecke rund um den Stamm. Ideal ist humusreicher Reifkompost, den man rund fünf Zentimeter dick aufbringt.

      Gartentipps für den Dezember

      Im Dezember liegt der Garten in tiefster Winterruhe. Aber trotzdem gibt es noch Arbeiten die anfallen.

      Entfernung von Schnee und Eis

      Gehwege und Einfahrten müssen schneefrei gehalten werden und Schneeschippen ist angesagt. Wer einen Teich hat, muss einige Stellen eisfrei halten, damit die Fische und Frösche sowie andere Teichbewohner genügend Sauerstoff bekommen und nicht sterben.

      Wenn der Teich nicht tief genug ist, müssen die Fische ins Winterquartier. Eine kälteempfindliche Uferbepflanzung wird mit Nadelzweigen und Laub geschützt. Gehölze sollten regelmäßig von der Schneelast befreit werden, damit sie nicht abbrechen.

      Arbeiten im Gewächshaus

      Auch im Gewächshaus kann man einiges tun, so können beispielsweise Radieschen und Feldsalat ausgesät werden. Beete können mit Nadelzweigen abgedeckt werden, um die Pflanzen vor Frost zu schützen. Einige Pflanzen vertragen auch eine Juteummantelung, um sicher über den Winter zu kommen.

      Einige Stauden müssen auch im frostfreien Winter gegossen werden. Rosen werden angehäufelt, damit sie gut über den Winter kommen. Ziergräser bindet man einfach zusammen, so wird das Pflanzeninnere geschützt und der Rückschnitt erfolgt dann im Frühjahr.

      Rasen und Kübelpflanzen

      Im Winter wird der Rasen nicht mehr gemäht, er hat jetzt auch Wachstumsruhe. Am besten sollte man den Rasen in der kalten Jahreszeit nicht betreten, damit gefrorenen Grashalme nicht abbrechen und absterben. Frostharte Kübelpflanzen brauchen ebenfalls eine Ummantelung, die sie vor Frost schützen.

      Die Kübelpflanzen im Winterquartier müssen mäßig gegossen werden und man sollte sie regelmäßig auf Schädlinge und Pilzbefall kontrollieren. Auch Geranien müssen mäßig gegossen werden.

      Selbst im Winter kann noch einiges geerntet werden, so zum Beispiel Rosenkohl oder Chicorée. Außerdem denkt der wahre Gartenfreund auch im Dezember daran, die Vögel zu füttern.

      Ein Drahtkorb schützt Blumenzwiebeln vor dem Wühlmausbefall

      Eine Hand voll mit Erde über Rasen mit mit Schaufel, Stück ausgegraben
      testing the soil © sherez - www.fotolia.de

      Blumenzwiebeln von Märzenbecher, Tulpen und weiteren Frühlingsblühern sollten mit Drahtkörben vor Wühlmausbefall geschützt werden. Am besten sind hier engmaschige Körbe. Plastikkörbe bieten keinen genügenden Schutz vor solchen Nagern. So die Empfehlung des Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin.

      Die Drahtkörbe werden mit genügend Abstand zu den Blumenzwiebeln in die Erde gesetzt und schützen an den Seiten. Nach oben hin können die Pflanzen dann wachsen, weil die Körbe nach oben hin offen sind.

      Die Blumenzwiebeln sollten noch in die Erde kommen, bevor der Boden gefroren ist. Die Erde über den Zwiebeln sollte dann dreimal der Dicke der Blumenzwiebeln entsprechen. Ganz ideal ist besonders durchlässige und Erde mit vielen Nährstoffen. Ist der Boden lehmig, sollte Sand oder Kies unter die Zwiebel kommen, was ein Faulen der Wurzeln verhindert.

      Pflanzen auch im Winter gießen

      Gummistiefel, kleine Gartenschaufel und Gieskanne auf Rasen
      Garden boots with tool and watering can © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

      Pflanzen benötigen im Herbst und Winter weniger Wasser als im Sommer, doch ganz ohne Flüssigkeit kommen sie auch jetzt nicht aus. Besonders langanhaltende Trockenphasen, wie jetzt im November, machen den winterharten Pflanzen zu schaffen.

      So sollten Hobbygärtner Rhododendron, Kamelie, Kirschloorbeer, Buchsbaum, Eibe und Thuja alle drei bis vier Tage für rund fünf Minuten gießen. Dies empfiehlt Robert Markley, Geschäftsführer des Verbandes der GartenBaumschulen. Besonders immergrüne Gewächse benötigen ausreichend Wasser, um gut durch Herbst und Winter zu kommen. Kübelpflanzen, die draußen überwintern, erhalten etwa einmal wöchentlich eine Gießkanne voll Wasser.

      Wichtig ist, nur an frostfreien Tagen zu bewässern. Freilandpflanzen sind nicht in der Lage, gefrorenes Wasser aus dem Boden aufzunehmen. Ratsam ist es außerdem, Pflanzen mit Reisig abzudecken, damit sie Schutz vor der kräftigen Wintersonne haben.

      Es kommt nicht selten vor, dass Freilandpflanzen während des Winters verdursten. Die Gefahr, dass sie der Kälte zum Opfer fallen, ist geringer.

      Auch im Dezember gibt es im Nutzgarten noch genügend Arbeit

      Gärtner bei Gartenarbeit, Unkraut pflücken
      gartenarbeit 03 © Lianem - www.fotolia.de

      Im Dezember ist im Prinzip die Erntezeit vorbei, das heißt nur noch vereinzelte Gemüsearten stehen im Nutzgarten, wie beispielsweise der Wirsingkohl und Rosenkohl, der aber besonders nach dem ersten Frost lecker schmeckt. Aber es gibt in einem Garten immer etwas zu tun, so kann man auch im Dezember schon die ersten Vorbereitungen für das kommende Frühjahr verrichten.

      Eingelagerte Äpfel kontrollieren und Keller lüften

      Wer seine geernteten Äpfel im kühlen, dunklen Keller lagert, der sollte sie auch regelmäßig kontrollieren und den Keller lüften, damit das sogenannte Reifegas Ethen entweichen kann.

      Kalkdünger und Umgraben der Lehmböden

      Jetzt ist es auch an der Zeit, die Gartenerde mit einem kohlensaurem Kalk zu düngen, wobei man vorher aber den Boden auf den vorhandenen Kalkgehalt untersuchen sollte. Im Fachhandel gibt es dafür die entsprechenden Testsets. Wer sich im Frühjahr die Arbeit erleichtern will, der sollte vor dem ersten Frost schwere Lehmböden umgraben, so dass dann durch den Frost im Frühjahr die Erde lockerer ist.

      Weinreben, Kiwis und Waldmeister

      Wurden im Herbst neue Weinreben oder Kiwis gepflanzt, so sollten die jungen Pflanzen vor dem kommenden Frost dementsprechend geschützt werden. Waldmeister kann man entweder selber aussäen oder die Pflanzen im Gartencenter kaufen. Das Aussäen erfolgt in flachen Schalen, die man im Freien aufstellt, aber vor Regen und Schnee schützen muss. Übrigens mit Waldmeister kann man im Mai eine köstliche Bowle herstellen.

      Damit die Arbeit gelingt, bedarf es unterschiedlicher Geräte; um lange Freude daran zu haben, ist ergonomisches Arbeiten sehr wichtig...

      Hilfreiche Geräte für die Gartenarbeit

      Es gibt elektrische Geräte und solche, die manuell betrieben oder benutzt werden.

      Rasenmäher

      In der Regel befindet sich in einem Garten auch ein Rasen. Je nach Größe der Fläche bringt hier ein elektrischer Rasenmäher eine enorme Arbeitsvereinfachung. Solche, die auch noch über einen Auffangbox verfügen, ersparen das zusammen kehren des gemähten Grases.

      Häcksler

      In einem Garten müssen immer mal wieder Äste und Zweige abgeschnitten werden, dafür ist ein Häcksler unverzichtbar. Er entsorgt das Geäst auf biologische Weise, denn er häckselt die Äste und Zweige klein, so dass man das Ausgangsmaterial zum Kompostieren oder Mulchen hat.

      Mit dem Häcksler verkleinert man Pflanzen
      Mit dem Häcksler verkleinert man Pflanzen

      Rasentrimmer

      Ein elektrischer Rasentrimmer wird hauptsächlich an den Rändern sowie an den Stellen gebraucht, an die man mit dem Rasenmäher nicht hinkommt. Er ist hauptsächlich für die Problemzonen gedacht, beispielsweise an Mauern, Zäunen oder unter Büschen. Auch wenn das Gras zu hoch geworden ist, kann er sehr dienlich sein.

      Scheren

      Eine elektrische Gras- und Strauchschere schneidet Rasenkanten, kleinblättrige Hecken, Büsche und Sträucher. Gerade wenn man zum Beispiel Buchsbäume im Garten hat, kann man so ein Gerät gut gebrauchen. Das Ergebnis fällt meist besser aus, als wenn man sich mit Handarbeit und einer Gartenschere abmüht.

      Aber auch eine Gartenschere gehört zu den Geräten, auf die man nicht verzichten kann. Eine Baum- und Astschere ist auch wichtig, wenn Bäume ausgelichtet werden müssen.

      Unkrautstecher und Besen

      Ein so genannter Unkrautstecher kann das unliebsame Unkrautjäten enorm erleichtern. Um den Boden effektiv aufzulockern, braucht man einen Kultivator.

      Spaten, Schaufel, Rechen und Besen gehören zu der Grundausstattung eine jeden Gärtners. Zum Zusammenfegen von Grasabschnitt oder Laub ist ein spezieller Rechen oder Besen von Vorteil.

      Kleine Handgeräte

      Für die Arbeiten im Beet benötigt man

      • eine kleine Harke
      • eine kleine Schaufel
      • eine kleine Laubharke und
      • eine kleine Hacke.

      Die gleichen Geräte gibt es auch mit langen Stielen für Arbeiten, bei denen man sich nicht so bücken muss. Eine Blumenkelle wird hauptsächlich zum Umpflanzen und Einpflanzen verwendet. Ein Beetkrümler lockert mit Sternrädern den Boden auf und bereitet das kleine Beet so für die Saat vor.

      Mögliche Gefahren und Tipps für gesunde und schonende Gartenarbeit

      Gartenarbeit, sollte man meinen, ist gesund. Man ist an der frischen Luft, hat viel Bewegung und die Schönheit der Natur ist gut für das Gemüt. Doch weit gefehlt, auch Gartenarbeit kann gesundheitliche Risiken in sich bergen.

      • Am häufigsten kommt es bei Gartenarbeiten wohl zu Schnittverletzungen. Da wo mit Gartenscheren, Messern und ähnlichem hantiert wird, reicht eine kleine Unaufmerksamkeit oder ein Ausrutscher und es ist passiert.

      • Stürze von Leitern sind nicht selten, immer wieder werden marode Leitern oder Leitern, die zu kurz sind, verwendet. Manchmal steht die Leiter auch einfach nicht sicher genug.

      • Bei Gartenarbeit wird vor allen Dingen der Rücken stark belastet. Hierbei kommt es immer wieder zu Beeinträchtigungen bis hin zum Bandscheibenvorfall.

        Eine gebückte Haltung sollte man vermeiden und immer Hebe- und Tragehilfen einsetzen. Wer Kreislaufprobleme hat, merkt dies massiv beim Bücken in Beeten und dabei kann einem schon einmal schwarz vor Augen werden.

      • Eine große Gefahr geht auch von elektrischen Gartengeräten aus. Hier kommt es immer wieder zu Unfällen durch Unachtsamkeit. Nach der Winterpause sollten sie unbedingt auf ihre Sicherheit hin überprüft werden.

        Und auch beim Arbeiten mit den Geräten sollte man die Schutzmaßnahmen beachten. So muss beispielsweise beim Häckseln unbedingt eine Schutzbrille getragen werden, damit keine herausfliegenden Holzteilchen das Auge verletzen können.

      • Bei bestimmten Arbeiten sollten Schutzkleidung und/oder Schutzhandschuhe getragen werden. Auch ein festes Schuhwerk ist bei bestimmten Arbeiten von Vorteil.

      • Wer im Garten mit Chemikalien hantiert, beispielsweise mit Unkrautvernichtern, kann Atembeschwerden, Hautreizungen oder ähnliches erleiden, wenn er allergisch reagiert oder bestimmte Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet. Wenn sich deren Einsatz nicht umgehen lässt, dann muss man unbedingt laut Anleitung vorgehen.

      • Aber auch bei Pflanzen oder durch Insektenstiche kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

      • Ein weiteres gesundheitliches Risiko stellen Zeckenbisse dar. Sie können die gefürchtete Meningitis oder Borreliose übertragen.

      • Wenn man im Sommer im Garten arbeitet, sollte man ausreichend trinken und auch den Sonnenschutz beachten.

        Gerade im Hochsommer sollte man nicht zu lange in der prallen Sonne arbeiten und unbedingt auch einen Sonnenhut oder eine Kappe tragen.

      • Gartenarbeit sollte der Erholung und dem Vergnügen dienen und nicht in Stress ausarten. Der ist nämlich der Gesundheit auch nicht zuträglich. Auch wenn viel anliegt, ist es wichtig, immer wieder Ruhepausen einzulegen.

      Arbeiten Sie in schonender Haltung

      Ein großer Prozentsatz der Gartenarbeit findet am Boden statt. Da bleibt häufiges Bücken nicht aus, und nach einiger Zeit ist der Rücken beansprucht und beginnt zu schmerzen. Gerade in der Pflanz- und Erntezeit ist dies häufig der Fall.

      Schonen Sie Ihren Rücken, indem Sie sich das "richtige Bücken" angewöhnen. Orthopädisch richtiges Bücken erfolgt über das Beugen der Knie. Das mag in der Anfangsphase etwas umständlich erscheinen, schont aber den Rücken und die empfindlichen Rückenwirbel und Bandscheiben immens.

      Die Stabilität in der Hockhaltung ist übrigens auch viel größer, und damit die Verletzungsgefahr beim Arbeiten mit Gartenwerkzeug geringer. Verabschieden Sie sich endgültig von der Bückhaltung mit durchgestreckten Beinen.

      Weitere Tipps, um den Rücken zu schonen
      1. Der ein- oder mehrstündige Aufenthalt im Garten kann mit einem Sportprogramm verglichen werden. Hier wie dort sollte mit einigen Aufwärmübungen begonnen werden. Das Warm-up lockert die Muskulatur, und einige gezielte Dehnübungen schützen vor Muskelkater, Verspannungen sowie Zerrungen.

      2. Die Gartenkleidung muss der Witterung und Temperatur angepasst sein. Der verschwitzte und nicht ausreichend bedeckte Rücken kühlt schnell aus. Das führt zu schmerzhaften Verspannungen bis hin zu Zerrungen.

      3. Jegliches Bücken sollte möglichst vermieden werden. Ziel muss es sein, die Gartenarbeit weitgehend im Stehen zu erledigen. Hilfreich sind Geräte mit einem dementsprechend langen Stiel, oder auch geschwungene Arbeitsgeräte.

      4. Wenn auf dem Boden gearbeitet werden muss, dann geschieht das in der Hocke mit aufrechtem Oberkörper. Ein Vorbeugen strapaziert den Rücken, und zwar sowohl im Stehen als auch im Knien.

      5. Der Aufenthalt im Garten muss abwechslungsreich gestaltet werden, vergleichbar mit einem wechselnden Fitnessprogramm. Das lockert die Muskeln sowie den gesamten Rücken.

        Der darf nicht "versteifen". Einseitige Belastungen müssen sowohl temporär als auch dauerhaft vermieden werden.

      6. Ruckartige Bewegungen sind ein No-Go. Der Bewegungsablauf muss insgesamt flüssig sein.

      7. Alle Gartengeräte sollten mit einem Teleskopstab verlängerbar sein. Das entscheidet sich schon beim Gerätekauf.

        Für sämtliche Geräte von einem Hersteller werden nur ein, maximal zwei Teleskopstäbe benötigt. Sie lassen sich an- und abschrauben, also bedarfsgerecht austauschen.

      8. Blumenkübel oder Blumenwannen sollten von Beginn an auf mobilen Rollwagen platziert werden. Zum einen stehen sie dadurch etwa zehn Zentimeter über dem Erdboden, zum anderen wird dadurch im Frühling und Herbst ein Heben dieser wirklichen Schwergewichte verhindert. Der Transport ist mit dem Rollen einfach und körperlich nicht anstrengend.

      9. Die Einrichtung von Hochbeeten ist eine nahezu hundertprozentige Entlastung des Rückens. Die Höhe der Beete wird individuell entschieden. Das Bücken hin zum Erdboden entfällt ersatzlos.

      10. Außerhalb der Gartensaison sollte sich der Hobbygärtner körperlich fithalten. So wie die Outdoor-Sportler ihr Winterprogramm absolvieren, bieten sich für den Hobbygärtner als Fitnessprogramm das Schwimmen, Laufen oder Joggen an.

      11. Beim Kauf von Gartenerde, Dünger und dergleichen sollten kleinere Verpackungseinheiten gewählt werden. Damit verbundene Mehrkosten ersparen ein anstrengendes bis hin zu schmerzhaftes Tragen und Schleppen, das nicht rückenschonend sein kann.

      12. Beim Gerätekauf darf auf das AGR-Gütesiegel nicht verzichtet werden. AGR steht für "Aktion Gesunder Rücken".

        Der Mitte der 1990er Jahre gegründete gemeinnützige Verein mit Sitz in der niedersächsischen Gemeinde Selsingen hat sich das Erforschen von Entstehung und Vermeidung der Rückenschmerzen zum Ziel gesetzt. Dazu gehört unter anderem die Vergabe des AGR-Gütesiegels "Geprüft & Empfohlen" für besonders rückenfreundliche Gartengeräte.

      Insgesamt stehen dem Hobbygärtner vielfältige Möglichkeiten für einen auch dauerhaft rückenschmerzfreien Aufenthalt im Garten zur Verfügung. Und im Anschluss an den Tagesaufenthalt im Garten tut ein Duschbad besonders gut. Es sollte angenehm warm temperiert sein, wobei zwischendurch ein kalter Wasserstrahl auch durchaus kreislauffördernd ist.

      Wer diese zwölf Ratschläge befolgt, der hat beste Chancen auf ein rückenschmerzfreies Arbeiten während der Gartensaison, vom Frühling bis in den Herbst hinein.

      Achten Sie auf richtige Kleidung

      Bei der Gartenarbeit gerät man leicht ins Schwitzen. Im Sommer mag das kein Problem sein, im Frühjahr oder Herbst jedoch weht häufig noch ein kühler Wind. Achten Sie also auf die Wahl der richtigen Kleidung.

      Ziehen Sie am besten mehrere Schichten übereinander an, so dass Sie diese je nach Bedarf ablegen können, ohne dann zu leicht gekleidet zu sein. Zugluft auf feuchter Haut kann nicht nur Erkältungen verursachen, sondern auch Verspannungen und Muskelverkrampfungen hervorrufen.

      Tipps für Allergiker

      Für diejenigen, die allergisch auf alle möglichen Arten von Pollen reagieren, kann die Gartenarbeit zur regelrechten Qual werden. Wer von Heuschnupfen betroffen ist, sollte in erster Linie darauf achten, die Pflanzen, die zur Pollenbildung neigen und mitunter bei Betroffenen auch zu schwerwiegenden Problemen wie Asthmaanfällen führen, gegen Sorten auszutauschen, die auch für Allergiker als sicher gelten.

      Zu den Pflanzen, die Atemnot auslösen können, zählen:

      • Sonnenhut
      • Fuchsschwanz
      • Holunder
      • Wachholder
      • Liguster
      • Mohnblumen und
      • Pfingstrosen

      Wiederum geeignet sind:

      • Stiefmütterchen
      • Gladiolen
      • Begonien
      • Azaleen
      • Veilchen
      • Löwenmäulchen
      • Stiefmütterchen
      • Ringelblumen

      Auf Stroh zum Überwintern sollte verzichtet und stattdessen auf Juteummantelungen zurückgegriffen werden. Bei Arbeiten, die mit Staubaufwirbelung verbunden sind, sollten Schutzmaske und -brille gtragen werden. Die Menge an Allergenen in der Atemluft lässt sich des Weiteren durch häufiges Bewässern reduzieren.

      Beschwerdefrei im Garten arbeiten – Tipps für Pollenallergiker

      Zweige eines Baums, im Hintergrund Mädchen mit Taschentuch, Pollenallergie
      pollenallergie © foto.fred - www.fotolia.de

      Der Frühling ist endlich da und mit ihm leider auch die Zeit, die sich für viele Menschen als die schlimmste des Jahres darstellt, nämlich dann, wenn die Pollen wieder vermehrt fliegen. Was ist aber, wenn es sie trotzdem in den Garten zieht, um diesen wieder auf Vordermann zu bringen?

      Sich gänzlich vor den Pollen zu schützen, ist nicht möglich, denn diese werden durch den Wind sowie durch Insekten so stark verbreitet, dass man sich demnach schon komplett im Haus verschanzen müsste. Doch zumindest im eigenen Garten kann man das Ausmaß ein wenig verringern, indem man dafür sorgt, dass man zusätzliche Gefahrenquellen meidet.

      Pflanzentipps für weniger Pollenbeschwerden im Garten

      Zunächst einmal ist es wichtig, die Blüten, Gräser und Co. zu kennen, gegen die man allergisch ist, nur so kann man diese – zumindest im gewissen Ausmaß – meiden. Generell empfehlen Experten, beim Pflanzen von Blüten solche zu wählen, die am prächtigsten blühen, denn genau diese bevorzugen Insekten – somit sind weniger Pollen nötig. Beim Kauf der Pflanzen sollte man auf den Hinweis "Bienenweide" achten.

      Graspollenallergiker sollten den Rasen regelmäßig mähen, und zwar bevor dieser zu blühen beginnt. Doch Vorsicht: durch das Rasenmähen kann der Heuschnupfen ebenfalls ausgelöst werden. Wer in seinem Garten Hecken pflanzen möchte, sollte auf die Berberitze zurückgreifen, denn viele andere Heckenarten sind auch für Kontaktallergien verantwortlich. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt einen Zwergwuchs der jeweiligen Pflanze, denn dieser kommt erst gar nicht zum Blühen.

      Der richtige Zeitpunkt und die passende Kleidung

      Allgemein sollten Allergiker immer einen Pollenflugkalender zur Hand haben, um dann die Zeiten für die Gartenarbeit auszwählen, in denen die Belastung am geringsten ist. Ansonsten empfiehlt es sich, nach dem Regen zu starten, denn dann sind die meisten Pollen aus der Luft entfernt worden.

      Und auch durch die Wahl der Kleidung kann man sich helfen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte langarmige Shirts sowie lange Hosen bevorzugen; natürlich sind auch Handschuhe Pflicht. Wer besonders empfindlich ist, für den empfiehlt sich die Gartenarbeit mit Mundschutz oder auch einer Sportbrille. Nach getaner Arbeit sollte die Kleidung gewechselt und eine Dusche genommen werden.

      Besonders Haut und Hände sind bei der Gartenarbeit stark beansprucht und zudem verschiedenen Gefahren ausgesetzt; ein guter Schutz ist sehr wichtig.

      Schützen Sie Ihre Hände

      Achten Sie auch auf die Gesundheit Ihrer Hände. Ein langer Arbeitstag im Garten kann nicht nur hässliche schwarze Ränder unter Ihren Fingernägeln hinterlassen. Der direkte Kontakt mit der Erde beansprucht die Haut.

      Beim Setzen und Pflanzen muss oft mit der Hand gegraben werden. Handschuhe bieten hier einen sinnvollen Schutz, auch vor Dornen und Brennnesseln. Langfristig beugt das Tragen von Arbeitshandschuhen auch der Bildung von Arthrose vor, da die Hände dann nicht zu sehr auskühlen.

      Zu schnell verletzt man sich die Haut an den Händen zudem zum Beispiel durch kleine Steine in der Erde oder auch durch Giftstoffe. Kleine Verletzungen bei der Gartenarbeit entzünden sich sehr schnell, darum sollten sie sofort mit Wasser abgespült werden, um eventuelle Erdreste und Schmutz zu entfernen. Mit einem Pflaster abgedeckt kann es mit der Gartenarbeit weitergehen.

      Gut passende Gartenhandschuhe schützen die Hände auch vor Blasen oder Quetschungen. Jeder, der schon einmal im Garten gearbeitet hat, kennt das Problem: Beim Laubharken oder Fegen bilden sich schnell Blasen oder Schwielen an den Händen und in der Gartenschere und Co. klemmt man sich gelegentlich einmal die Finger – mit Gartenhandschuhen werden diese Risiken deutlich minimiert.

      Vorsicht: Sonnenbrand

      Wer angestrengt im Garten arbeitet, der bemerkt oft nicht, wie sehr die Sonne auf seinen Rücken, seine Arme und Beine oder seinen Kopf scheint. Erst abends wird dann der hässliche und vor allem hautschädigende Sonnenbrand entdeckt.

      Achten Sie also schon bei Beginn der Gartenarbeit auf einen ausreichenden Sonnenschutz. Benutzen Sie Sonnencreme und tragen Sie eine Kopfbedeckung.

      Denn wer viel in der Sonne arbeitet, der riskiert auch einen Sonnenstich. Deshalb ist es auch besonders wichtig, über den Tag konsequent ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

      Da also die Haut bei der Gartenarbeit besonders beansprucht wird, benötigt sie zuvor sowie nach getaner Arbeit auch eine entsprechende Pflege...

      Hautpflege bei und nach der Gartenarbeit

      Gartenarbeit macht Spaß, sie macht schön, schlank und ist Balsam für die Seele. Bei der Arbeit im Garten sollten einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, damit die Haut keinen Schaden nimmt.

      Damit die Haut auch nach der Gartenarbeit wunderbar weich und schön bleibt, muss sie gepflegt werden. Bevor es an die frische Luft geht, sollte die unbedeckte Haut mit einer Sonnenschutz-Creme mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden. Die Hände sollten vor dem Anziehen der Handschuhe gut eingefettet werden, damit eventuell eindringender Schmutz nicht in kleine Hautrisse eindringen kann.

      Nach der Gartenarbeit tut ein erholsames Bad oder eine Dusche besonders gut. Das Wasser entspannt die Muskulatur und reinigt zugleich die Haut und das Haar. Vorher sollten die Hände und alle Körperteile, an denen grober Schmutz oder Erde anhaftet, mit klarem lauwarmem Wasser abgespült werden.

      In der Badewanne oder Dusche werden auch die harnäckigsten Verschmutzungen eingeweicht - sitzt der Schmutz zu fest, hilft eine weiche Nagelbürste ihn zu entfernen.

      Nach der gründlichen Reinigung der Haut fühlt sie sich sehr trocken an. Eine kühlende Aftersun-Creme ist nun genau das Richtige. Sie gibt der Haut die fehlende Feuchtigkeit zurück, pflegt und beruhigt die von der Sonne strapazierte Haut. Ein warmes Ölbad macht die Hände wieder streichelzart, Olivenöle oder Mandelöle sind für die Handpflege besonders empfehlenswert.

      Wenn man all die Tipps für eine gesunde und schonende Gartenarbeit beherzigt, kann man diese zudem als eine effektive Trainingsmethode ansehen...

      Fit durch Gartenarbeit - eine abwechslungsreiche Sportalternative

      Gartenarbeit sorgt nicht nur dafür, dass der Gärtner sich zur Erntezeit über frisches Obst und Gemüse freuen kann. Sie trägt auch zur Gesunderhaltung bei. Das regelmäßige Gießen, Jäten und Graben erzielt positive körperliche und seelische Effekte.

      Gärtnern macht glücklich. Das liegt daran, dass das Betrachten von Bäumen und Blüten, Singvögeln und anderem Getier den Menschen an seinen Ursprung erinnert. Er fühlt sich eins mit der Natur. Dies löst Zufriedenheit aus und steigert die Produktion von Glückshormonen.

      Meditation und Sport

      Die Gartenarbeit wirkt auf viele Menschen wie Meditation. Sie können abschalten und sich ganz ihrem Hobby widmen. Der durch die Arbeit erzielte Erfolg wirkt als eine Art Anerkennung, die den Gemütszustand aufhellt.

      Wissenschaftliche Studien beweisen, dass bei der Gartenarbeit schon nach wenigen Minuten der Blutdruck auf Normalwerte sinkt. Gleichzeitig kommt es zur besseren Durchblutung von Muskeln und Gefäßen. Das ständige Bewegen beugt zudem Gelenkbeschwerden vor.

      Bei der Gartenarbeit wird viel Energie verbrannt. In einer Stunde können es je nach Art der Tätigkeit zwischen 250 und 500 Kilokalorien sein.

      Wer abnehmen möchte, ist gut beraten, sich einen Garten anzuschaffen. So kann manche Übungseinheit im Fitness-Studio gespart werden. Nebenbei tankt der Körper viel frische Luft, die nicht nur das Lungenvolumen erhöht.

      Den Spaß beibehalten

      Damit der Gartenspaß erhalten bleibt, ist es wichtig, die Gartenarbeit nicht zu unterschätzen. Wer sich überlastet, wird längere Zeit pausieren müssen. Außerdem können falsche Bewegungen dazu führen, dass es zu Verrenkungen kommt. Rückenleiden haben im Frühjahr und im Herbst Hochsaison.

      Wie im Sport kommt es darauf an, sich bei der Gartenarbeit ergonomisch zu bewegen. Insbesondere sollten schwere Gewichte, wie Pflanzkübel, Terrassenplatten oder Bauteile für das Gartenhaus nur mit Hilfsmitteln oder mit mehreren Personen getragen werden.

      Besser als Hau-Ruck-Aktionen, bei denen der gesamte Garten an einem Tag gesäubert wird, ist das regelmäßige Gärtnern. So kann der Gärtner Prioritäten setzen und sich seine Arbeit gut einteilen.

      Aus Angst vor orthopädischen Beschwerden auf den Garten zu verzichten, wäre völlig falsch. Diese können ebenso beim Sport oder im Alltag entstehen. Manchmal reicht eine ruckartige Bewegung aus.

      Wer seinen Rücken lieber schont und Belastungen gänzlich meidet, der schadet diesem nur. Eine untrainierte Muskulatur ist nämlich sehr anfällig für Erkrankungen.

      Und all die angesprochenen positiven Effekte auf die Gesundheit könnte ein Gartenmuffel auch nicht genießen. Abgesehen davon, dass frisches Obst und Gemüse nicht nur gesund, sondern auch lecker ist.

      Gartenarbeit fördert die körperliche und auch psychische Gesundheit

      Gartentherapie stärkt das Selbstbewusstsein und wirkt sich allgemein positiv auf die Gesundheit aus

      Ansicht von oben: Junger Baum wird eingepflanzt
      Wunderbaum einpflanzen 01 © Lianem - www.fotolia.de

      Blumensamen pflanzen, Erde umgraben, einen Teich anlegen, Rasen mähen - wer sich um seinen Garten kümmert, und sei dieser auch noch so klein, der tut nicht nur etwas für den optischen Eindruck seines Hauses, sondern auch etwas für seine Gesundheit. "Gartentherapie gibt es in Deutschland seit etwa 20 Jahren. Aber die Idee ist schon viel älter", so Konrad Neuberger, der der Wuppertaler Gesellschaft für Gartenbau und Therapie vorsitzt.

      Positive Auswirkung der Gartentherapie auf die Gesundheit

      Seit einigen Jahrhunderten ist bekannt, dass die Arbeit mit Pflanzen und an der frischen Luft sich positiv auswirkt. Einrichtungen wie die Helios-Klinik in Hattingen bieten mittlerweile Gartentherapie für Schwersterkrankte oder Menschen nach komplizierten Operationen an. Im Gegensatz zu etwa der Krankengymnastik hat man bei der Gartentherapie am Ende des Tages ein sichtbares Ergebnis, wie etwa ein bepflanztes Beet.

      Stärkung des Selbstbewusstsein durch sinnvolle Tätigkeit

      Das macht Mut und Freude. Zudem sind die Aufgabenbereiche vielfältig, und damit auch die Schwierigkeitsgrade. Auch andere Aspekte sind wichtig: "Die Menschen werden aktiv und erleben sich als nützlich. Das ist gut für das Selbstbewusstsein", so Andreas Lindner, Psychologe am Therapiezentrum Münzesheim bei Karlsruhe, das auf Suchtkranke spezialisiert ist.

      Verletzungen bei der Gartenarbeit sollte man unbedingt ernst nehmen!

      Durch Gartenarbeit bedingte Schnittverletzungen sollten vom Arzt überprüft werden

      Gras an Zaun wird mit Gartenscherze geschnitten
      Grass schneiden © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

      Endlich ist es soweit - der Winter hat sich verabschiedet und langsam aber sicher wird es draußen warm. Bereits jetzt zieht es viele Menschen vermehrt nach draußen, sei es für einen Spaziergang oder einer Tour auf dem Motorrad. Neben dem Vergnügen steht bei vielen aber auch eine besondere Aufgabe an: die Gartenarbeit.

      Handverletzungen beim Arzt begutachten lassen

      Dabei werden Blumen gepflanzt, Büsche gestutzt oder die Kettensäge herausgeholt, um Holz zu zerkleinern. Schnell kann es passieren, dass man sich bei der Arbeit im Garten Verletzungen an den Händen zuzieht, sei es durch die Dornenbüsche oder schlimmstenfalls durch die Heckenschere oder Kettensäge. Wie Handchirurg Dr. Norbert Daffinger von der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg sagt, sollte man Handverletzungen ernst nehmen und lieber einmal zu viel zum Arzt gehen, als die Beschwerden zu ignorieren.

      Diverse Verletzungsarten und mögliche Folgen regelmäßiger Gartenarbeit

      "Manchmal muss infiziertes Gewebe sogar entfernt werden und es kann zu bleibenden Funktionsstörungen kommen", so der Facharzt. Neben Stich- oder Schnittverletzungen an der Hand können auch eingeklemmte Nerven oder Sehnenscheidenentzündungen die Folge von langer Gartenarbeit sein, auch diese sollten behandelt werden; dabei kommen vor allem Wärmebehandlungen und Physiotherapie zum Einsatz.

      Generell gilt: bei der Arbeit Schutzhandschuhe tragen und bei Verletzungen die betroffene Region ruhigstellen!

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        Vorbeugen gegen Herzinfarkt durch Gartenarbeit

        Alte Frau beim Erdbeerpflücken im Feld
        Grandma gathering strawberries © Evgeny Dontsov - www.fotolia.de

        Kardiologen aus Japan berichten, dass Gartenarbeit gut als Vorbeugung gegen einen Herzinfarkt ist, denn dadurch wird die Herzfunktion verbessert und auch der Stress wird abgebaut.

        Man hatte bei einer Studie, an der 111 Patienten, bei denen der Verdacht einer koronaren Herzkrankheit bestand, dieses festgestellt. Von den 111 Patienten haben 82 regelmäßig ihren Garten bearbeitet und im Laufe von vier Jahren sank das Risiko bei dieser Gruppe für eine schwere Herzerkrankung um 15 Prozent, wobei zwar die Risikofaktoren sich nicht verringerten, sondern die Gefäßwände geschmeidiger waren, was den Blutfluss positiv beeinflusst.

        Bald grünt es wieder – der Garten ruft

        Nahaufnahme Frau mit bunten Handschuhen pflanzt Blume in Kasten
        gardening © Vladislav Gajic - www.fotolia.de

        Die meisten Hobbygärtner lieben ihre Arbeit im Garten. Gerade jetzt im Frühling gibt es eine Menge Arbeit. Das Werkeln im Garten ist jedoch nicht nur für den Garten gut. Auch der emsige Gärtner hat für sich selbst eine Menge Vorteile. Wenn man es genau betrachtet, ist die Beschäftigung mit dem Garten nichts anderen, als ein komplettes Workout. Rechen oder Graben bringen den Kreislauf auf Touren.

        Beim Hocken und Aufstehen macht man Kniebeugen und wer Unkraut zupft, streckt den Oberkörper. Wichtig ist dabei, dass man sich nicht überlastet. Darum sollte man nicht stundenlang derselben Tätigkeit frönen, sondern immer wieder abwechseln, um alle Körperteile gleichmäßig zu beanspruchen.

        Durch die automatischen Muskelübungen verbrennt man bei der Gartenarbeit auch ordentlich Kalorien. Zwischen 150 und 200 kal werden verbraucht, wenn man eine Stunde lang fleißig gärtnert. Die frische Luft tut ein Übriges für die Gesundheit.

        Gärtnern entspannt - Säen und ernten erfrischen Körper und Geist

        Gartenarbeit: Mann (Gärtner) mit Heckenschere im Garten, um ihn herum wirbeln Blätter einer Hecke
        Gardening Master © lassedesignen - www.fotolia.de

        Wer Momente in seinem Leben kennt, in denen er Raum und Zeit völlig vergisst, der weiß, dass es diese Momente sind, die glücklich machen. Wir kommen in diesen Zustand, wenn wir etwas tun, das uns nicht überfordert, aber auch nicht völlig unterfordert.

        Gartenarbeit ist eine solche Tätigkeit. Denn wer sät, Unkraut jätet und erntet, erlebt dieses Gefühl der Versunkenheit. Dabei kommt es nicht darauf an, einen großen Garten zu bestellen. Schon kleine Töpfe auf Balkon, oder sogar nur auf der Fensterbank können diese Momente des Glücks heraufbeschwören.

        Wer gärtnert, hält sich in der frischen Luft auf, bewegt sich und tankt wohltuendes Licht. Manchmal ist gärtnern auch kommunikativ, da man über den Zaun auch ins Gespräch mit Nachbarn kommt. Außerdem verhilft gärtnern zu Erfolgserlebnissen. Denn beim Wachsen zuschauen kann unglaublich entspannend und wohltuend sein.

        Ohne Schmerzen im Garten arbeiten? Das geht, wenn die Körperhaltung immer mal verändert wird!

        Bewegung an der frischen Luft ist gesund. Da ist die Gartenarbeit doch eigentlich ideal, um Nützliches mit Gesundem zu vereinen. Doch das stimmt leider nur bedingt. Denn wer bei der Gartenarbeit seine Körperhaltung nicht immer mal zwischendurch verändert, der schadet seiner Gesundheit mehr, als das er etwas gutes tut.

        Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln weist daher daraufhin, dass man immer wieder Dehnungs- und Lockerungsübungen machen sollte. Wer permanent versucht einen geraden Rücken zu haben, der wird am Ende des Tages tatsächlich unter argen Rückenschmerzen leiden. Aus diesem Grund sollte bei der Gartenarbeit die Körperhaltung immer wieder variiert und verändert werden, um einfach eine zu einseitige Belastung zu vermeiden. Das sei sogar ein gutes Ganzkörpertraining.

        Leidet man am folgenden Tag unter Muskelkater, so ist dies in keinster Weise ein schlechtes Zeichen. Ganz im Gegenteil. Das deutet einfach darauf hin, dass Muskeln angesprochen wurden, die auf einen neuen Reiz reagieren. Beim Heben von schweren Dingen, wie Säcke voll Erde oder auch schwere Pflanzkübel, sollten diese aus den Beinen hoch gestreckt gehoben werden und dann eng am Körper getragen werden. Für das mühselige Unkraut zupfen, sollte man sich einfach ein kleines Kissen unter die Knie legen, das nimmt den Druck und es arbeitet sich einfacher.

        Wie man beim Gärtnern den Rücken schont und einen Hexenschuss vermeidet

        Schubkarre mit Schaufeln steht auf Rasen im Garten, umgeben von Pflanzenbeet
        wheelbarrow with tools © MichMac - www.fotolia.de

        Frühjahrszeit ist Gartenzeit. Und so mancher traut sich etwa beim Heben schwere Lasten oder beim Umgraben etwas zu viel zu. Die Folge sind akute Rückenschmerzen der bekannte Hexenschuss.

        Wie man dem vorbeugt und ihn notfalls behandelt, dazu hat nun die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) Tipps herausgegeben. Denn das Problem betrifft viele: Nach Angaben der Deutschen Rückenschmerzstudie 2003/2006 haben über 80 Prozent der Bürger mindestens einmal in ihrem Leben Rückenschmerzen, viele davon sind muskelbedingt.

        Ursachen und Vorbeugung

        Auslöser für einen Hexenschuss können demnach ruckartige Bewegungen, schwere Lasten, Verdrehungen und eine durch Unterkühlung verspannte Muskulatur sein. Begünstigt wird das Ganze durch eine verkümmerte Muskulatur, "die der bewegungsarme Lebensstil der heutigen Gesellschaft mit sich bringt".

        Die Ärzte raten, zum Anheben schwerer Gegenstände in die Knie zu gehen und den Rücken gerade zu halten, schwere Lasten nah am Körper zu tragen oder mit einer Schubkarre transportieren. Zugluft im Rücken sollte vermieden werden – insbesondere bei Tätigkeiten, bei denen man leicht ins Schwitzen kommt (Umgraben, Rasenmähen). Um die gesamte Muskulatur zu entspannen, sollte man am besten regelmäßige Pausen einlegen.

        Das Handeln nach dem Hexenschuss

        Ist es doch zum Hexenschuss gekommen, sollte der Betroffene aufgrund der Schmerzen nicht in eine Schonhaltung verfallen, sondern sich weiterhin aktiv bewegen. Um schnell wieder aktiv zu werden, empfiehlt die DGOU ein rezeptfreies Schmerzmittel zu nehmen, aber maximal zwei bis drei Tage. Ein heißes Bad oder Rotlichtanwendung ergänzen den Heilungsprozess.

        Sollten die Schmerzen aber länger als drei Tage anhalten, muss ein Orthopäde aufgesucht werden. Gehen die Rückenschmerzen mit Lähmungserscheinungen, Kribbeln oder Empfindungsstörungen an den Beinen einher, ist die Ursache vermutlich ernster. Dann heißt es: sofort zum Orthopäden.

        Gartenarbeit ist gesund - Fit durch Umgraben, Hecke schneiden und Obsternte

        Frau mit Strohhut und magentafarbenem Oberteil, Gartenschere und roten Blumen
        Smiling pretty woman gardener © edbockstock - www.fotolia.de

        Ein Garten mit blühenden Blumen und frischem Obst und Gemüse sieht nicht nur gut aus, sondern hilft auch, gesund zu bleiben. Der Aufenthalt im Freien lässt den Blutdruck sinken, der Puls beruhigt sich und die Herzfrequenz ist gleichmäßiger. Zugleich lösen sich verspannte Muskeln und der Stoffwechsel wird angekurbelt.

        Gartenarbeit, wie etwa das Schneiden der Hecke oder das Umgraben des Beetes, verbessert die Feinmotorik. Durch die Bewegung stabilisiert sich der Kreislauf und psychische Spannungen werden abgebaut.

        Gartenarbeit als Fitnesstraining

        Energie wird bei den zahlreichen Tätigkeiten, die ein Garten mit sich bringt, auch benötigt. Bei der Obsternte verbrennt eine 70 Kilogramm schwere Person etwa 200 Kilokalorien in der Stunde. Unkraut jäten verbraucht gut 300, Umgraben circa 350 Kilokalorien.

        Eine Stunde Holz hacken schlägt mit 400 Kilokalorien zu Buche und Schnee schippen sogar mit 450. Dabei bewegt man sich, anders als im Fitnessstudio, auch noch an der frischen Luft.

        Rückenschonend arbeiten

        Um Rückenschäden bei der Arbeit zu vermeiden, ist es wichtig, bei der Gartenarbeit auf die richtige Haltung zu achten. Statt sich zu bücken und den Rücken zu überlasten, sollte man daher in die Knie gehen. Der Rücken muss dabei gerade bleiben und die Bauchmuskeln angespannt. Dies schützt vor Bandscheibenproblemen und Gelenkschäden.

        Die Sonne sorgt für lebenswichtiges Vitamin D, das die Bindung von Kalzium in den Knochen unterstützt. Sonnencreme und bei längerer Gartenarbeit ein Sonnenhut sind Pflicht, um die Haut zu schützen.

        Green-Gym-Gruppen

        Wer keinen eigenen Garten besitzt, kann sich einer Green-Gym-Gruppe anschließen, die sich in einigen Städten bereits gebildet haben. Dabei verbinden die Teilnehmer Arbeit in öffentlichen Grünanlagen mit Gymnastik. Der Park wird dabei zum Freiluft-Fitnessstudio.

        Krebs durch Gartenarbeit?

        Grafik Krebszelle
        krebszelle © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

        Das sommerliche Wetter lockt viele Hobbygärtner wieder in das Freie und von überall hört man das Surren der Rasenmäher, Vertikutierer und Motorsägen. Doch dadurch erhöht sich auch das Risiko an Krebs zu erkranken, denn auch hier entstehen schädliche Abgase durch das Benzol, was eventuell durch regelmäßige Belastung zum Blutkrebs führen könnte.

        So verursacht ein Benzin-Rasenmäher, der mit Normalbenzin betrieben wird, etwa soviel Benzol-Ausstoss wie 26 Autos, bei einer Motorsäge sogar wie 100 PKW's. Deshalb sollte diese Geräte mit speziellen Benzin (Alkylatbenzin) betrieben werden, weil dann die Schadstoffe um 95 Prozent geringer sind. Oder man nimmt einen Elektro-Rasenmäher und wer seine Muskeln trainieren will greift einfach zum Handrasenmäher.

        Wer im Garten werkelt, tut seiner Gesundheit viel Gutes

        Silberne Gießkanne steht auf flachem Hochbeet mit Kräutern
        semis dans carré potager © coco - www.fotolia.de

        Gartenarbeit hat vielfältig positive Auswirkungen auf die Gesundheit. US-Wissenschaftler untersuchten die Wirkung der Arbeit im Grünen auf 15 Gesundheitsfaktoren wie Knochendichte, körperliche Fitness, Schlafqualität, Handkraft und das psychische Wohlbefinden.

        Wie das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ berichtet, zeigte es sich, dass ältere Menschen, die regelmäßig in ihrem Garten arbeiten, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mehr Kraft in den Händen und beim Schließen der Faust entwickelten. Zudem stellten die Forscher bei den Hobbygärtnern einen besseren Schlaf und eine höhere Knochendichte fest. Die Ergebnisse passen zu früheren Studien, die auch schon einen positiven Einfluss auf den Blutdruck nachgewiesen haben.

        Jobs unter freiem Himmel - denken Sie an den Schutz vor UV-Strahlen

        Blauer Himmel mit Wolken und strahlend heller Sonne
        Sky © Sergey Tokarev - www.fotolia.de

        Wer unter freiem Himmel arbeitet, ist natürlich froh, wenn es nicht regnet oder die Temperaturen im Keller sind. An ein sonnigen Tag muss man sich vielleicht nicht vor einer Erkältung in Acht nehmen, aber vor den UV-Strahlen.

        Unsere Haut kann sich selbst nicht ausreichend gegen die Strahlung schützen und braucht daher Hilfe. Bevor Sie am Morgen das Haus verlassen, sollten Sie sich daher mit einer Sonnenmilch schützen. Es stimmt nämlich leider nicht, dass viele Jahre Arbeit im Freien die Haut auf Dauer abhärten. Studien zeigen, dass der Eigenschutz pro Jahr etwa um einen Lichtschutzfaktor von 1,5 wächst. Wenn man bedenkt, dass Sonnencreme einen Lichtschutzfaktor von 20 oder mehr hat, sieht man, dass der Eigenschutz nicht reicht. Um die Haut vor Schäden und dem Risiko auf Hautkrebs zu schützen, ist das Eincremen ein Muss.

        Ältere Hobbygärtner fühlen sich gesund und fit

        Gärtner beim Umgraben eines Beetes mit dem Spaten
        Gardening - man digging the garden soil with a spud © lightpoet - www.fotolia.de

        Wie das Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" aufgrund einer holländischen Studie berichtet, fühlen sich besonders ältere Hobbygärtner gesundheitlich wohl und fit im Gegensatz zu ihren Altersgenossen.

        Bei der Studie hatte man Besitzer von Schrebergärten sowie Menschen ohne Garten nach ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit befragt. So gaben die Hobbygärtner an, dass sie weniger zum Arzt gehen, sich auch mehr bewegen und somit sich wohl und fit fühlen. Auch verspüren sie viel weniger Stress. Dies bezog sich aber hauptsächlich auf die Älteren über 62 Jahre, bei den jüngeren konnte man diesen Effekt nicht erkennen.

        In manchen Fällen jedoch wächst einem die Gartenarbeit im wahrsten Sinne des Wortes einfach über den Kopf - einige Menschen entscheiden sich für die Einstellung eines Gärtners.

        Wann sich die Einstellung eines Gärtners lohnt

        Einer der Hauptgründe über die Einstellung eines Gärtners nachzudenken, ist wohl das zunehmende Alter der Gartenbesitzer. Die Gartenarbeit nimmt überhand und man kann nicht mehr so viel tun, wie man gerne würde. Senioren sind mit einem Garten dann oft überfordert.

        Vielleicht ist auch ein Partner verstorben und der zurückbleibende Partner kann die Gartenarbeit nicht mehr alleine bewältigen. Dann ist es sinnvoll, sich kompetente Hilfe zu holen.

        Saisonaler Bedarf

        Manchmal wird ein Gärtner auch nur phasenweise gebraucht. Etwa, wenn ein Garten neu angelegt werden soll und man eine fachmännische Beratung braucht. Ziergärten und Nutzgärten haben unterschiedliche Ansprüche und dementsprechend müssen sie angelegt werden.

        Manche Gartenbesitzer wünschen sich, dass es das ganze Jahr über grünt und blüht. Damit kennt sich ein Gärtner aus und kann den Garten so gestalten. Ein optimal angelegter Garten macht dann auch weniger Arbeit und dafür lohnt sich ein Gärtner.

        Finanzielle Fragen

        Natürlich ist die Einstellung eines Gärtners auch immer eine Geldfrage. Wer es sich leisten kann, möchte vielleicht den Luxus eines schönen und gepflegten Gartens genießen, aber möglichst keine Arbeit damit haben. Dann braucht man zwangsläufig einen Gärtner.

        Die Einstellung eines Gärtners ist nicht zuletzt auch eine Geldfrage
        Die Einstellung eines Gärtners ist nicht zuletzt auch eine Geldfrage

        Saisonale Beschäftigung für verschiedene Zwecke

        Gärtner können auch nur saisonal eingestellt werden, beispielsweise in den Sommermonaten, wenn viel gegossen werden muss, oder zum häufigen Rasenmähen. Aber auch im Frühjahr und im Herbst gibt es in einem Garten noch viel zu tun. So kann man einen Fachmann auch nur zum Baumschnitt oder für Hecken und Sträucher gebrauchen.

        Es kann auch sein, dass der Garten umgestaltet werden soll. Dabei kann ein Fachmann gute Dienste leisten und sowohl beratend, als auch tatkräftig unterstützen.

        Landschaftsgärtner sind darauf spezialisier, Gärten schön anzulegen, zum Beispiel auch durch

        • Wasserspiele
        • Teiche
        • Biotope oder
        • einen Spielplatz.

        Selbst die Gartenbeleuchtung gehört zu dem Repertoire. Schöne Gartenleuchten können den Garten zu einem wahren Schmuckstück machen.

        Fazit

        Gärten bieten viele Möglichkeiten, um sich die eigene Wohlfühloase zu gestalten, kann die Unterstützung eines Gärtners sehr sinnvoll und eine große Hilfe sein.

        Gärtnern mal anders

        Urban Gardening – Es wächst und blüht an ungewöhnlichen Plätzen

        Der us-amerikanische Trend des Urban Gardenings kommt nach Deutschland

        Frischer Keimling in Blumenerde wird in Händen gehalten
        Fresh sprout © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

        Möhren auf dem Brachgrundstück oder Ringelblumen auf der Verkehrsinsel: Das Selbstbewusstsein der Stadtbevölkerung steigt und damit auch die Courage städtische Verschönerungen selbst in die Hand zu nehmen. Das "Urban Gardening", also das Stadtgärtnern hat seinen Siegeszug in den USA angetreten und findet sich immer öfter auch in Deutschland wieder.

        Brachgrundstücke bepflanzen

        Dort wie hier gibt es in den Großstädten eine Vielzahl ungenutzter Grundstücke, die mehr oder weniger vor sich hin vegetieren. Ungepflegt und ohne Bewässerung verkommen sie häufig zu Orten mit illegaler Müllablagerung.

        Beim "Urban Gardening" werden diese Stellen von Anwohnern zum Ziehen von Gemüse oder Pflanzen von Blumen verwendet – solange, bis sie vom Eigentümer bebaut werden. Und das kann schon mal einige Jahre dauern.

        Doch das "wilde Gärtnern" beschränkt sich längst nicht nur auf Brachen. Auch die Verkehrsinsel vor dem Haus wird in Eigenregie verschönert. Statt hässlicher, immer gleicher Bodendecker finden sich bunte Blumen.

        Neben dieser optischen Verschönerung fühlen sich die Gärtner auch in der Verantwortung, was die Pflege ihrer Pflanzen betrifft. Sie gießen bei Trockenheit oder zupfen Wildkräuter heraus, die dort nicht hinein gehören. Das Ganze meist noch ökologisch, ohne Pflanzengift.

        Urban Gardening als politischer Protest?

        Martin Sondermann lehrt an der Leibniz Universität in Hannover und hat sich ausgiebig mit dem Thema "Urban Gardening" befasst. Er sieht augenblicklich Niedersachen als Wegbereiter dieses Trends in Deutschland.

        Für ihn ist es eine Art des politischen Protestes. Anwohner warten nicht länger auf die Vorgaben der Grünflächenämter. Sie greifen selbst zur Schaufel und bestimmen, was sie beim Blick aus dem Fenster sehen wollen.

        Auch die Gartenarbeit zählt zu Handwerkertätigkeiten und sind steuerlich absetzbar

        Blonde Frau steht mit Mütze im Garten und hält eine große Heckenschere
        Woman holding big hedge cutter © sakkmesterke - www.fotolia.de

        Seit einigen Jahren können Kosten für Handwerker bei Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten bei der Jahreseinkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Hierbei können 20 Prozent, aber maximal 1.200 Euro, von den Lohnkosten, wobei auch Maschinenmieten und Fahrtkosten zählen, aber nicht das Material, bei der Steuer angeben werden.

        Jetzt hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass unter diesen Handwerkerarbeiten auch Gartenarbeiten fallen, hierbei auch Neuanlagen im Garten des selbst genutzten Hauses. Zuvor hatte das zuständige Finanzamt wie auch danach das Finanzgericht sich dagegen entschieden, aber der BFH stellte sich auf die Seite der Kläger, so dass auch eine Neuanlage unter die Steuervergünstigung fällt.

        Guerilla-Grün - Blumenattacke auf deutsche Städte

        Rosa-weiße Blumen mit Hummeln auf den Blüten
        hummelparadies © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

        Sie arbeiten mit Guerilla-Taktiken und grünen Bomben, sind jedoch alles andere, als gefährlich: die Guerilla-Gärtner. Mittlerweile findet man sie in vielen deutschen Großstädten wieder. Ihre Mission: die Stadt verschönern. Ihre Waffe: grüne Bomben. Diese "grünen Bomben" bestehen aus Saatgut, Dünger und Erde und können überall, wo es grünen und blühen soll, eingesetzt werden.

        Der verwahrloste Grünstreifen beispielsweise oder hässliche Verkehrsinseln erhalten hierdurch neue Farbe - einfach die grüne Bombe mitnehmen, einpflanzen und warten. Doch so einfach ist das nicht - derlei Aktionen ruft natürlich auch die Ordnungshüter auf den Plan. Streng genommen handelt es sich hierbei (da die meisten Flächen der Stadt oder Privatleuten gehören) um Sachbeschädigung, die auch geahndet werden kann. Die Veranstalter erkämpfen sich mit dieser Aktion die aktive Mitbestimmung bei der Gestaltung des Stadtbildes.

        In einigen Städten sind schon Bestrebungen zu beobachten, dass die offiziellen Wege der Stadt sich mit denen der Guerilla-Gärtnern kreuzen und sie sich gegenseitig unterstützen.

        Gärtnern auf Chinesisch: Biogemüse auf den Hochhausdächern von Hong Kong

        Balkonkasten wird bepflanzt
        balkonkasten bepflanzen 01 © Lianem - www.fotolia.de

        Dicht an Dicht wie Spargel drängeln sich in Hong Kong die Wolkenkratzer, die sieben Millionen Einwohnern ein Dach über dem Kopf sichern sollen. Für gepflegte Grünanlagen oder gar private Gärten bleibt da kaum ein Quadratmeter übrig. Doch die pfiffigen Bewohner von Hong Kong wissen sich zu helfen: Immer mehr Hochhausdächer werden genutzt, um Bio-Gärten anzulegen.

        Das vom chinesischen Festland eingeführte Gemüse kann nur wenige Menschen begeistern: Umso aromatischer und frischer schmeckt da das selbst angebaute Gemüse, das die Hong Kong Chinesen in mit Erde gefüllten Kisten auf den Dächern züchten. Wer eigene Tomaten und Gurken anbauen will, muss lediglich Mitglied in einer der Gartenvereinigungen werden, die jedem eine eigene Pflanzbox auf dem Dach anbieten. Die Kosten sind überschaubar: 15 Euro pro Monat kostet die Kiste.

        Bislang stammen nur drei Prozent des in Hong Kong konsumierten Gemüse aus heimischem Anbau, doch so wie die Zahl der Gärtner wächst, soll auch die Prozentzahl der selbstgezogenen Bohnen, Tomaten und Kohlköpfe steigen. Für die Chinesen geht es dabei nicht nur um das günstige Gemüse, sondern auch um die kleine Flucht aus der Betonwüste Hong Kong ins Grüne.

        Zusammen mit anderen Gärtnern in der Stadt

        Bellis Blumen in Erde auf kleiner Schaufel
        TopfBellis © FotoLyriX - www.fotolia.de

        Die in Städten oft ungenutzten Brachflächen werden neuerdings immer öfter bewirtschaftet und dies von Menschen, die gemeinsam Spaß am gärtnern haben und so die städtischen Lebensräume mitgestalten. Menschen aus allen Schichten und Altersgruppen treffen sich, um miteinander zu arbeiten und gemeinschaftlich etwas mit ihren Händen zu erschaffen und zu pflegen.

        Meist initiieren dies in den Städten einzelne engagierte Personen, andere Interessierte schließen sich den Gruppen dann an. Öffentliche Grünflächen werden so nachhaltig genutzt und den Bürgern zur Verfügung gestellt.

        Ernten darf die Früchte aus solchen Projekten grundsätzlich jeder, aber keiner kommt und stopft sich die Taschen voll, wie man vielleicht befürchten könnte. Für die Kommunen und Städte hat dieser neue Trend natürlich auch Vorteile, da dadurch die Kassen entlastet werden. Flächen werden kultiviert und gepflegt und man kann sich teure Zierpflanzen ersparen, um die Flächen ansehnlich zu gestalten.

        Für die Menschen in den Städten schaffen solche Gemeinschaftsgärten Erholung und können die Lebensqualität steigern. Sie bringen Menschen zusammen und schaffen Freude am Entstehen und Wachsen.

        Selbsterntegärten: Wie Städter Obst und Gemüse anbauen

        Gärtner bei Gartenarbeit, Unkraut pflücken
        gartenarbeit 03 © Lianem - www.fotolia.de

        Obst und Gemüse gedeihen weder in einer Tiefkühltruhe, noch wachsen sie in Dosen. Für Städter ist es gar nicht so selbstverständlich, sich mit dem Anbau von Obst und Gemüse auseinander zu setzen. Doch was soll man tun, wenn man in der Stadt lebt, keinen eigenen Garten hat oder nicht einmal einen kleinen Balkon?

        Ein neuer Trend heißt „Selbsterntegärten“ und dies hat sich mittlerweile schon an 22 Standorten fest etabliert. Hier haben Großstadtmenschen die Gelegenheit, einen Teil eines bewirtschafteten Gartens zu mieten und diesen dann auch zu pflegen und zu hegen. Im Schnitt sind bereits zwanzig verschiedene Gemüsepflanzen vorgesät, so dass sich der Gartenneuling nur noch um das Bewässern und das Vernichten von Unkraut kümmern muss. Alles selbstverständlich rein weg mit biologischen Mitteln. Konsequent muss der neue Gärtner bei der Tätigkeit schon sein, denn zu wenig Aufmerksamkeit rächt sich schnell.

        Städter lernen auf diesem Weg, dass diese Arbeit sehr fordern kann, aber auf der anderen Seite auch einen unglaublich guten Ausgleich bietet. Nicht nur neue Tätigkeiten können in diesen Selbsterntegärten erlernt werden. Hier treffen sich Gleichgesinnte und greifen sich schon mal gegenseitig helfend unter die Arme.

        Als ungeschriebenes Gesetzt gilt, dass Obst und Gemüse großzügig untereinander aufgeteilt oder auch verteilt werden. Eine Parzelle wird natürlich von mehreren Menschen gemietet, so dass ein reger Austausch entsteht und nicht selten auch neue Freundschaften geschlossen werden. Selbsterntegärten haben mit Sicherheit Zukunft im hektischen Leben einer Stadt.

        Tipps zur Arbeit im Garten

        • Rund um die Gartenarbeit - Bestandteile, Hilfsmittel und Gartentipps für das ganze Jahr (Kalender)

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        Quellenangaben

        • Bildnachweis: gartenarbeit © Anne Katrin Figge - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Gardening - man digging the garden soil with a spud © lightpoet - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Garten 365 © K.-U. Häßler - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Woman holding big hedge cutter © sakkmesterke - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Häckseln - chaff 03 © LianeM - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: zeitarbeit © Ilan Amith - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Mädchen riecht an einer Rose © underdogstudios - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: little funny girl inside wheelbarrow with vegetables in the © Oksana Kuzmina - www.fotolia.de
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        • Bildnachweis: Child, Playing, Playground. © BillionPhotos.com - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Retro lawn mower © Tomasz Nieweglowski - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: a man's work is never done © Beverley Grace - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Tondeuse © ThTh - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Couple outdoors with tools and lawnmower smiling © Monkey Business - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Gartenschere auf hellem Hintergrund © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Baum verschneiden 02 © Lianem - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: RasenSchnitt © FotoLyriX - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Woman holding big hedge cutter © sakkmesterke - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: forget-me-not seedling © Ewa Brozek - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Gartenarbeit © Kaarsten - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: plantation d'un hibiscus © pst - www.fotolia.de
        • Bildnachweis: Zwiebel stecken 08 © Lianem - www.fotolia.de

        Autor:

        Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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