Ayurveda ist eine langjährige indische Heilkunst, die inzwischen auch in Europa Einzug gehalten hat. Hier wird sie insbesondere mit dem Bereich der Wellness in Zusammenhang gebracht. Ayurveda kann als eigenständige Lebensphilosophie betrachtet werden, wobei der Ernährung eine bedeutende Rolle zukommt.
Nach Auffassung der ayurvedischen Lebensweise findet das Leben in einem sich ständig wiederholenden Rhythmus statt. Innerhalb dieser Gesetzmäßigkeit wiederholen sich alltägliche Tagesabläufe, in diesen wiederum gibt es gewisse Regelmäßigkeiten für die Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme.
Der Ernährung selbst, insbesondere der Auswahl von Lebensmitteln und Gewürzen, kommt im Ayurveda eine große Bedeutung zu.
Wer Ayurveda als Lebensphilosophie betreibt, steht bereits bei Sonnenaufgang auf. Zur Unterstützung des Stoffwechsels wird früh am Morgen ein Glas erhitztes Wasser oder Ingwertee zu sich genommen. Anschließend widmet man sich der Meditation und dem Yoga. Erst dann wird gefrühstückt.
Für die Lebensmittelauswahl werden verschiedene Doshas unterschieden, welche die Temperamente und Konstitutionen von Menschen beschreiben. Der Vata-Typ wird als sehr sprunghaft und unruhig beschrieben. Sein Körperbau erscheint relativ zart und feingliedrig. Diese Sprunghaftigkeit schließt auch seinen Appetit ein.
Der Pitta-Typ besitzt viel Energie, wobei er zu Übertreibungen neigt. Seine Statur ist kräftig und athletisch, sein Appetit wird als beständig bezeichnet.
Der Kapha-Typ ist ein ruhiger Mensch, der einen schweren Körperbau besitzt und bereits bei mäßiger Ernährung zur Übergewichtigkeit neigt. Nicht immer kann einer Person ein einziger Dosha-Typ zugeschrieben werden, es ist möglich, dass zwei Typen dominieren.
Da jeder Dosha-Typ einen eigenen Stoffwechsel besitzt, wird bereits das Frühstück unterschiedlich zusammengestellt. Für alle Dosha-Typen jedoch gilt, dass auf anregende Getränke, wie Kaffee und schwarzer Tee, verzichtet wird.
Weiterhin wird davon ausgegangen, dass auch jede Tageszeit ihr eigenes Dosha besitzt. Der Morgen ist mit dem Kapha-Dosha verbunden. Die Lebensenergien schlummern noch, der Körper fühlt sich unbeweglich und schwer.
Der Stoffwechsel muss erst in Gang kommen, dennoch muss der Körper für den Tag ausreichend Energie aufnehmen. Das für die europäische Küche typische Frühstück ist in der Ayurveda viel zu schwer.
Letzteres gilt insbesondere für den Kapha-Typ. Nach Möglichkeit sollte sein Frühstück leicht und warm sein sowie viele wertvolle Nährstoffe besitzen. Dies kann ein Getreidebrei sein, zu welchem gedünstetes Obst gereicht wird. Dieses enthält weniger Säure als rohes Obst.
Pitta-Typen dürfen zum Dinkeltoast greifen und diesen mit pflanzlicher Margarine oder mit einer Marmelade bestreichen. Alternativ kann biologischer Bienenhonig verwendet werden. Wichtig ist, ausreichend Wasser oder Ingwertee dazu zu trinken.
Der Vata-Typ verfügt von Natur aus über einen regen Stoffwechsel, so dass er bei der Auswahl seines Frühstücks etwas großzügiger vorgehen kann. Nur sollte er auf besonders scharfe, saure und heiße Nahrungsmittel verzichten.
Wer die Regeln der ayurvedischen Ernährungsweise einhält, trägt nicht nur zur Harmonie von Körper, Geist und Seele bei, er ist aufgrund des gestärkten Immunsystems auch in der Lage, Grippewellen gesund zu überstehen.
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28.02.13 | |
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31.12.12 | |
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