2. Dezember 2008
Von Andreas Hadel
Es gibt unzählige Medikamente, Supplements und Behandlungsweisen, die den Frauen versprechen, menopausale Beschwerden zu lindern. Einige helfen tatsächlich, andere wiederum sind die Zeit nicht wert, um den Beipackzettel zu lesen. Eine ausgewogene Ernährung hingegen, kann auf fast alle Symptome eine Linderung anbieten.

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung
Was sollten Sie essen?
Versuchen Sie jeweils ein klein wenig von jeder Nahrungsgruppe in ihrer täglichen Ernährung zu berücksichtigen, um ihre Ernährung ausgewogen zu gestalten. Legen Sie Wert auf Getreideprodukte aus vollen Körnern, magere Proteinquellen, Milchprodukte, ungesättigte Fette (Nüsse, Öle, Fische) und viel Obst und Gemüse. Meiden Sie hingegen einfache Kohlenhydrate wie Zucker und Produkte aus Weißmehl. Nehmen Sie außerdem von gesättigten Fetten Abstand, die in Fast-Food und fettem Fleisch zu finden sind.
Achten Sie darauf mindestens drei Mahlzeiten pro Tag zu essen. Besonders dann, wenn Sie sich daran gewöhnt haben, das Frühstück auszulassen. Gestatten Sie sich einen Schummeltag pro Woche, um Motivation zu tanken und die geplagte Seele baumeln zu lassen.
Die Symptome behandeln
Typische menopausale Symptome sind Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Gewichtszunahme. All diese Symptome können mit der richtigen Ernährungsstrategie gekontert werden.
HITZEWALLUNGEN
Versuchen Sie herauszufinden, was bei Ihnen im Speziellen Hitzeschübe verursacht. Bei vielen Frauen ist Kaffee, Tee und scharfes Essen der Auslöser. Wenn das auch auf Sie zutrifft, sollten Sie während der Menopause den Genuss einschränken. Die Flüssigkeitszufuhr deutlich zu erhöhen, kann ebenfalls helfen, um die Anzahl von Hitzewallungen spürbar zu verringern. Trinken Sie zirka acht Gläser Wasser oder zuckerfreie und entkoffeinierte Getränke.
Nahrungsmittel, die Phyto-Östrogen enthalten, haben laut Studien eine lindernde Wirkung bei Hitzeschüben. Bohnen, Seegras, Äpfel, Kartoffeln, Möhren und insbesondere Soja enthalten viel Phyto-Östrogen.
Wenn Sie schon einmal an Brustkrebs erkrankt sind und der Tumor Östrogen positiv war, sollten sie die oben genannten Nahrungsmittel eher vermeiden, da dass Ihnen verabreichte Tamoxifen sonst negative Wechselwirkungen hervorrufen kann.
STIMMUNGSSCHWANKUNGEN
Während der Menopause kommt es zu großen Hormonschwankungen. Frauen, die in dieser Zeit häufig an Depressionen leiden, haben meistens einen zu geringen Serotonin-Spiegel. Kohlenhydrate können den Serotonin-Spiegel relativ schnell anheben. Müsli und Vollkornprodukte sind die Helfer ihrer Wahl. Omega-3-Fettsäuren, die in Lachs und anderen Fischen vorkommen, sind ebenfalls ein wirksamer Stimmungsstabilisator.
GEWICHTSZUNAHME
Sobald der Östrogen-Spiegel während der Menopause sinkt, wird die Fettspeicherung begünstigt. Achten Sie während dieser Zeit verstärkt auf eine fettarme Ernährung. Garen und dünsten Sie ihre Mahlzeiten eher, als sie zu braten oder zu frittieren. Meiden Sie Fast-Food komplett und orientieren Sie sich an einer Ernährung, die eher vegetarisch ausgerichtet und mit Fisch ergänzt wird.
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