Als Kribbeln bezeichnet man einen Sinneseindruck, der durch eine Art "Kitzeln" im Körper wahrgenommen wird. Es gibt viele Situationen, in denen ein Kribbeln entstehen kann, wie zum Beispiel Aufregung oder Angst (wie etwa vor einer Prüfung), aber auch bei Euphorie und Glücksgefühlen wenn man beispielsweise verliebt ist - dann kribbelt es im Bauch oder in den Händen. Der Sinneseindruck kann aber auch entstehen, wenn einem Arm oder Bein einschlafen (Obdormition) oder wenn es sich um eine Sensibilitätsstörung der Nerven (Parästhesie) handelt.
Ein Kribbeln kann praktisch überall am menschlichen Körper vorkommen. Der Patient hat dann teilweise das Gefühl, als würden tausende von Ameisen durch den Arm, das Bein oder die Füße laufen. Je nach Art der Ursache tritt das Kribbeln akut auf oder kann auch chronisch sein und dann für lange Zeit bestehen.
Es gibt viele Krankheiten, die sich u.a. durch ein Kribbeln bemerkbar machen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können davon betroffen sein. Hierzu zählen z.B. Krankheiten wie Durchblutungsstörungen, Gürtelrose, Allergien, Eisenmangel, Gehirntumore, Morbus Parkinson, Vitamin B1-Mangel, Multiple Sklerose oder auch ein Bandscheibenvorfall.
Je nach Art der Ursache ist der Facharzt für die Diagnostik und die Behandlung von Kribbeln der Neurologe oder der Orthopäde. Ein Teil der Diagnostik kann jedoch auch bei jedem Hausarzt durchgeführt werden. Bis die Diagnose gestellt werden kann, erfolgen verschiedene Untersuchungen wie z.B. eine Computertomografie, ein EEG, eine Untersuchung des Hirnwassers, ein Allergietest oder eine Magnetresonanztomografie.
Nicht immer muss eine Behandlung erfolgen. In einigen Fällen gibt sich das Kribbeln von selbst wieder. In anderen Fällen kann bereits eine ausgewogene Ernährung das Symptom bessern. Auch regelmäßige körperliche Bewegung trägt in diesem Fall zu einer Besserung bei. Haben Medikamente das Kribbeln ausgelöst, so kann der behandelnde Arzt in vielen Fällen ein gleichwertiges Präparat ohne diese Nebenwirkung verordnen. Bei einigen Krankheiten ist jedoch auch eine Operation notwendig, um das Kribbeln und die anderen Beschwerden zu beseitigen. In vielen Fällen gibt es auch Medikamente wie z.B. Antibiotika gegen die Ursache des Kribbelns.
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