30. Juni 2010
Als Hülsenfrüchte bezeichnet man die getrockneten Samen der Schmetterlingsblütler. Dazu zählen Erbsen, Linsen und Bohnen.
Unter Hülsenfrüchten versteht man die getrockneten Samen der Schmetterlingsblütler (Leguminosae). Dabei handelt es sich um Streufrüchte, die lediglich aus einem Fruchtblatt bestehen. Ihre Reifung erfolgt in so genannten Fruchthülsen. Bei ihrer Reife kommt es zur Öffnung der Bauch- und Rückennaht.
Zu den bekanntesten Hülsenfrüchten zählen Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Bohnen, Sojabohnen, Lupinen, Wicken, Klee und Ginster. Ebenso gehören die Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten. Bohnen und junge Erbsen werden auch Schoten-Gemüse genannt. Allerdings ist diese Bezeichnung aus botanischer Sicht nicht korrekt, denn Schoten und Hülsen werden unterschiedlich definiert. Während Schoten über zwei Kammern verfügen, bei denen eine Trennung durch eine Zwischenwand erfolgt, besitzen Hülsen dagegen lediglich eine Kammer. Typische Schoten sind zum Beispiel die Früchte von Senf oder Raps.
Die Leguminosen gehören mit den Korbblütlern und den Orchideen zu den am häufigsten vorkommenden Blütenpflanzen. Sie umfassen 700 Gattungen und fast 18.000 Arten. Mit einer Weltproduktion von 150 Millionen Tonnen zählen sie zu den bedeutendsten Kulturpflanzen der Erde.
Der genaue Ursprung der Hülsenfrüchte ist umstritten. So vermutet man, dass sie entweder aus Asien, Afrika oder Südamerika stammen. Als Grundnahrungsmittel sind sie in ihren Ursprungsländern von größter Bedeutung.
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