Allgemeines über Hülsenfrüchte - Arten, Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Als Hülsenfrüchte bezeichnet man die getrockneten Samen der Schmetterlingsblütler. Dazu zählen Erbsen, Linsen und Bohnen.

Besonders beliebt sind diverse Eintöpfe mit Hülsenfrüchten

Unter Hülsenfrüchten versteht man die getrockneten Samen der Schmetterlingsblütler (Leguminosae). Dabei handelt es sich um Streufrüchte, die lediglich aus einem Fruchtblatt bestehen. Ihre Reifung erfolgt in so genannten Fruchthülsen. Bei ihrer Reife kommt es zur Öffnung der Bauch- und Rückennaht.

Arten von Hülsenfrüchten

Zu den bekanntesten Hülsenfrüchten zählen

Ebenso gehören die

zu den Hülsenfrüchten. Bohnen und junge Erbsen werden auch Schoten-Gemüse genannt. Allerdings ist diese Bezeichnung aus botanischer Sicht nicht korrekt, denn Schoten und Hülsen werden unterschiedlich definiert.

Während Schoten über zwei Kammern verfügen, bei denen eine Trennung durch eine Zwischenwand erfolgt, besitzen Hülsen dagegen lediglich eine Kammer. Typische Schoten sind zum Beispiel die Früchte von Senf oder Raps.

Vielfalt

Die Leguminosen gehören mit den Korbblütlern und den Orchideen zu den am häufigsten vorkommenden Blütenpflanzen. Sie umfassen 700 Gattungen und fast 18.000 Arten. Mit einer Weltproduktion von 150 Millionen Tonnen zählen sie zu den bedeutendsten Kulturpflanzen der Erde.

Ursprung

Der genaue Ursprung der Hülsenfrüchte ist umstritten. So vermutet man, dass sie entweder aus Asien, Afrika oder Südamerika stammen. Als Grundnahrungsmittel sind sie in ihren Ursprungsländern von größter Bedeutung.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Hülsenfrüchte gehören also zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Darüber hinaus besitzen sie gesunde Inhaltsstoffe.

Inhaltsstoffe

  • Von allen pflanzlichen Lebensmitteln besitzen die Hülsenfrüchte den größten Gehalt an Eiweiß.

So ist der Eiweißgehalt im Vergleich zu Getreide bis zu dreimal höher. Zudem sind die Leguminosen reich an

Auch wichtige Vitamine wie

oder Mineralstoffe wie zum Beispiel

sind in den Hülsenfrüchten zu finden. Reich an Fett sind Erdnüsse und Sojabohnen. Sojabohnen werden auch Fleisch des Feldes genannt, da sie über einen hohen Proteingehalt verfügen. Zudem sind die Proteine von hoher Qualität. Man gewinnt aus Sojabohnen auch nahrhafte Pflanzenöle, die einen hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren besitzen.

Gesundheitswert

Die meisten Hülsenfrüchte verfügen zudem über sekundäre Pflanzenstoffe wie Phytoöstrogene und Phytosterine. Diese haben einen positiven Effekt auf den Cholesterinhaushalt des Körpers, wodurch sie Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebskrankheiten vorbeugen. Ernährungswissenschafter empfehlen daher, mindestens einmal in der Woche Hülsenfrüchte zu verzehren.

Verwendung von Hülsenfrüchten in der Küche

Hülsenfrüchte sind vielseitig verwendbar.

  • Erbsen und Bohnen werden oftmals als Beilage zu Fleischgerichten verzehrt.
  • Erdnüsse verspeist man gerne nebenbei.
  • Hülsenfrüchte eignen sich aber auch als Hauptmenüs in Form von Eintöpfen.

Die fünf beliebtesten Eintöpfe mit Hülsenfrüchten - von Erbseneintopf bis Linsensuppe

Aus Hülsenfrüchten kann man viele verschiedenartige Eintöpfe kochen. Viele davon zählen zur klassischen Hausmannskost.

Erbseneintopf

So auch der Erbseneintopf. Jede eingefleischte Hausfrau hat ihr eigenes Rezept für einen perfekten Erbseneintopf. Je nach Geschmack und Rezept werden für diesen Eintopf entweder trockene Erbsen oder Erbsen aus der Dose verwendet. Zusätzlich benötigt man Zutaten wie

Getrocknete Erbsen müssen über Nacht in Wasser eingeweicht werden. Am nächsten Tag wird der Eintopf aus diesem Wasser und den anderen Zutaten gekocht. Bei Erbsen aus der Dose fällt das Einweichen natürlich weg und man benötigt zum Beispiel Brühe als Ersatz. Zum Schluss kann man - je nach Geschmack - den Erbseneintopf mit Wiener Würstchen servieren.

Bohneneintopf

Zur Hausmannskost gehört auch der Bohneneintopf. Man benötigt dazu

  • frische oder tiefgefrorene Bohnen
  • Rindfleisch
  • Karotten
  • Kartoffeln
  • Zwiebel
  • Brühe und
  • Gewürze.

Nach und nach werden die Zutaten angebraten und müssen dann in der Brühe köcheln, bis sie weich sind.

Eintopf aus Kichererbsen

Für einen Eintopf aus Kichererbsen benötigt man neben den Kichererbsen noch

und andere Zutaten wie zum Beispiel Gewürze. Die Kichererbsen werden über Nacht eingeweicht, wenn es sich um getrocknete Hülsenfrüchte handelt. Zusammen mit den anderen Zutaten wird daraus der Eintopf gekocht und mit den Gewürzen abgeschmeckt.

Sojabohneneintopf

Das Kochen eines Sojabohneneintopfes ist vergleichsweise einfach. Man benötigt dazu

  • getrocknete Sojabohnen
  • Brühe
  • Kartoffeln
  • Karotten
  • Lauch
  • Sahne und
  • diverse Gewürze.

Auch hier müssen die getrockneten Früchte mehrere Stunden eingeweicht werden, ehe sie am nächsten Tag zum Kochen verwendet werden können.

Linsensuppe

Auch die Linsensuppe gehört zu den beliebtesten Gerichten mit Hülsenfrüchten. Hier können ebenfalls Linsen aus der Dose und getrocknete Linsen verwendet werden. Die getrockneten Linsen müssen wieder über Nacht eingeweicht werden.

Für die Linsensuppe werden zusätzlich noch

  • Schinken
  • Gewürze
  • ein Rinderknochen
  • Semmelbrösel
  • Butter

und andere Zutaten benötigt. Der Rinderknochen wird als Geschmack für die Suppe benötigt. Besonders gut schmeckt diese Suppe, wenn man die Linsen nicht direkt in die Brühe gibt, sondern sie durch ein Sieb püriert.

Generelle Tipps zum Garen und Erkennen guter Qualität

Die meisten Hülsenfrüchte müssen gekocht werden, da sie sich nicht roh verzehren lassen. In rohen Hülsenfrüchten befinden sich Hämagglutinine (Eiweißstoffe), die durch fünfzehnminütiges Kochen abgebaut werden. Da gekeimte Früchte diesen Stoff bereits zum Teil abgebaut haben, reicht bei diesen ein kurzes Blanchieren aus.

Die gute Qualität der Hülsenfrüchte lässt sich an

  • einer glatten Schale
  • einer gleichmäßigen Farbe
  • der einheitlichen Form und Größe sowie
  • dem arttypischen Geruch erkennen.

Zudem müssen sie frei von Schädlingen sein.

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