Ansteckende Krankheiten, die meistens im Kindesalter vorkommen werden als Kinderkrankheiten bezeichnet. Dazu zählen Infektionskrankheiten wie Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, Scharlach oder Windpocken. Die Behandlung erfolgt durch den Kinderarzt.
Als Kinderkrankheiten gelten die Krankheiten, die nach einem Ausbruch eine lebenslange Immunität hinterlassen. Wer nicht geimpft ist und als Kind von einer der typischen Kinderkrankheiten betroffen war, ist zeitlebens unempfindlich gegen die Erreger der Krankheit.
Kinderkrankheiten werden häufig durch Viren ausgelöst, seltener durch Bakterien. Sie sind hoch ansteckend und können gefährlich sein. Gegen die besonders gefährlichen Kinderkrankheiten wie Masern oder Mumps sollten die Eltern eine Impfung in Erwägung ziehen. Masern werden begleitet von Husten, Schnupfen, Fieber und einem typischen Hautausschlag, der sich vom Kopf über den Oberkörper bis zu den Beinen ausbreitet. Der Ausschlag juckt in den meisten Fällen nicht und bildet sich nach einigen Tagen zurück. Wenn Masern von einer bakteriellen Infektion begleitet werden, kann es zu gefährlichen Lungen- und Gehirnentzündungen kommen.
Die zweite, in seltenen Fällen gefährliche, Kinderkrankheit ist Mumps. Symptome sind zunächst schmerzende Schwellungen hinter den Ohren und dicke Backen. Später kommen Ohrenschmerzen und in manchen Fällen Fieber dazu. Folgekrankheiten von Mumps können Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder der Gehirnhäute sein.
Wie Masern haben auch Röteln einen typischen Ausschlag. Außer dem Ausschlag haben Betroffene aber kaum Krankheitsanzeichen. Nur selten kommt es zu Fieber. Gefährlich können Röteln für Schwangere und deren Ungeborene werden. Daher sollten Frauen sich spätestens zwischen dem 11. und 16. Lebensjahr impfen lassen. Scharlach geht im Gegensatz zu Röteln immer mit hohem Fieber einher. Das Kind leidet zudem unter Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Da Scharlach durch Bakterien ausgelöst wird, muss die Krankheit mit Antibiotika behandelt werden.
Keuchhusten ist eine langwierige und hochansteckende Krankheit, die besonders für Säuglinge gefährlich werden kann. Erkrankte haben aber neben den Hustenanfällen selten andere Krankheitszeichen. Eine weitere besonders ansteckende Viruserkrankung sind die Windpocken. Diese machen sich zunächst durch Kopfschmerzen und Fieber bemerkbar. Erst später tritt ein Ausschlag an Kopf und Rumpf auf. Dieser Ausschlag entwickelt sich zu kleinen, leicht platzenden Blasen.
Es treten bei den Windpocken kaum Komplikationen auf und Medikamente sind in der Regel zur Behandlung nicht erforderlich.
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