8. Juni 2004
Vor allem bei Reisen in tropische und heiße Länder besteht immer die Gefahr, von einer Tropenkrankheit heimgesucht zu werden. Typisches Alarmzeichen ist dabei der Ausbruch von hohem Fieber. Im folgenden stellen wir Ihnen einige wichtige Tropenkrankheiten und Fieberarten vor und geben Ihnen Tipps zur Vorsorge und Behandlung.
Das Dengue-Fieber ist auch als Dandy-Fieber oder Sieben-Tage-Fieber bekannt. Es ist eine Virusinfektion, übertragen durch Stiche bestimmter Mückenarten. Typische Symptome sind hohes Fieber, Kopfschmerzen und Erschöpfung. Hinzu kommt ein niedriger Blutdruck, juckende Hautausschläge sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Der Verlauf des Denguefiebers ist in der Regel recht ungefährlich. Impfstoffe oder wirksame Medikamente gegen die Krankheit gibt es nicht. Das Fieber hält etwa sechs Tage an.
Die Chagas-Krankheit wird durch den Stich der in Mittel- und Südamerika weit verbreiteten Raubwanze übertragen. Als Symptome äußern sich Fieber und Lymphknotenentzündungen. In der Bindehaut des Auges kann sich ein entzündliches Geschwür bilden, sollte der Erreger dort eindringen. Dauert die Chagas-Krankheit längere Zeit an, kann es zur Schädigung von Organen und Nervenzellen kommen. Um die Krankheit zu behandeln, müssen die Parasiten abgetötet werden. Dazu werden in der Regel die Medikamente Nifurtimox oder Benznidazol eingesetzt, die die Parasiten im Blut vernichten.
Das Dum-Dum-Fieber ist auch unter der Bezeichnung Kala Azar und Schwarze Krankheit bekannt. Es ist eine schwere und langwierige Erkrankung, die durch Sandmücken übertragen wird und hauptsächlich im Mittelmeerraum verbreitet ist. Als Hauptsymptome treten zunächst Fieber und starke Müdigkeit auf. Im Verlauf der Krankheit vergrößern sich Milz und Leber. In manchen Fällen entwickelt sich außerdem eine dunkle Pigmentierung der Haut. Zur Behandlung der Krankheit werden vornehmlich die Medikamente Natriumantimonglukonat oder Miltefosin verabreicht. Wird das Dum-Dum-Fieber nicht behandelt, so führt die Krankheit nach einigen Jahren zum Tod.
Das Gelbfieber, auch Schwarzes Erbrechen genannt, gehört zu den gefährlichsten Tropenkrankheiten überhaupt. Die Krankheit endet in 30-60 Prozent der Fälle tödlich. Gelbfieber ist eine Viruserkrankung und wird durch die Aedes-Stechmücke auf den Menschen übertragen. Vorkommen hauptsächlich in Südamerika und im tropischen Afrika. Typische Symptome sind plötzliches hohes Fieber und die Rötung des Gesichtes, der Zunge und der Bindehaut. Bei leichteren Fällen verschwindet das Fieber nach einigen Tagen und die Krankheit ist schadlos überstanden. In schweren Fällen kommt es jedoch zu einem erneuten Anstieg des Fiebers, die Haut verfärbt sich gelb und der Betroffene erbricht Blut (Schwarzes Erbrechen). Häufig fällt der Erkrankte in ein Koma und verstirbt nach fünf bis zehn Tagen. Überlebt man die Krankheit, ist man zwar ein Leben lang immun gegen Gelbfieber, trägt aber meistens eine Schädigung der Leber davon. Zur Vorbeugung gibt es eine sichere Gelbfieberimpfung.
Diese mittlerweile recht seltene, aber über die ganze Welt verbreitete Krankheit wird von Kleider- und Kopfläusen übertragen. Die Symptome sind wochenlanges, hohes Fieber und starke Kopfschmerzen. Es kommt zu Hautausschlag und einer starken Rötung des Gesichtes. Bei Verdacht auf diese gefährliche Krankheit muss unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden.
Das ausschließlich in Westafrika verbreitete Lassa-Fieber ist eine gefährliche Viruserkrankung mit Durchfall, Erbrechen und Husten. Übertragen wird das Lassa-Fieber über Kot und Urin der kleinen afrikanischen Ratte, aber auch von Mensch zu Mensch können die Erreger übertragen werden. Es gibt keine wirksame Impfung, daher sollte man zur Vorbeugung alle Lebensmittel vor dem Kontakt mit den Ratten schützen.
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